[go: up one dir, main page]

DE10038660A1 - Schraube, insbesondere versenkbare Schraube, mit am Schraubenkopf angeordneter Schneideinrichtung sowie Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents

Schraube, insbesondere versenkbare Schraube, mit am Schraubenkopf angeordneter Schneideinrichtung sowie Verfahren zu deren Herstellung

Info

Publication number
DE10038660A1
DE10038660A1 DE2000138660 DE10038660A DE10038660A1 DE 10038660 A1 DE10038660 A1 DE 10038660A1 DE 2000138660 DE2000138660 DE 2000138660 DE 10038660 A DE10038660 A DE 10038660A DE 10038660 A1 DE10038660 A1 DE 10038660A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
screw
cutting
cutting device
head
screw head
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE2000138660
Other languages
English (en)
Inventor
Erwin Faller
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE2000138660 priority Critical patent/DE10038660A1/de
Publication of DE10038660A1 publication Critical patent/DE10038660A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16BDEVICES FOR FASTENING OR SECURING CONSTRUCTIONAL ELEMENTS OR MACHINE PARTS TOGETHER, e.g. NAILS, BOLTS, CIRCLIPS, CLAMPS, CLIPS OR WEDGES; JOINTS OR JOINTING
    • F16B35/00Screw-bolts; Stay-bolts; Screw-threaded studs; Screws; Set screws
    • F16B35/04Screw-bolts; Stay-bolts; Screw-threaded studs; Screws; Set screws with specially-shaped head or shaft in order to fix the bolt on or in an object
    • F16B35/06Specially-shaped heads
    • F16B35/065Specially-shaped heads with self-countersink-cutting means
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21KMAKING FORGED OR PRESSED METAL PRODUCTS, e.g. HORSE-SHOES, RIVETS, BOLTS OR WHEELS
    • B21K1/00Making machine elements
    • B21K1/44Making machine elements bolts, studs, or the like
    • B21K1/46Making machine elements bolts, studs, or the like with heads
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23PMETAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; COMBINED OPERATIONS; UNIVERSAL MACHINE TOOLS
    • B23P15/00Making specific metal objects by operations not covered by a single other subclass or a group in this subclass

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Connection Of Plates (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung schlägt erstmals eine Schraube 1, insbesondere eine versenkbare Schraube 1 vor, mit am Schraubenkopf 2 im Bereich der äußeren Schraubenkopf-Umfangsfläche 4 angeordneter, zur Schraubenspitze gerichteter Schneideinrichtung 8 vor. Die Schneideinrichtung 8 kann als Schneidkrone 9 beispielsweise mit einem Wellenschliff oder einem Bogenschliff 10 ausgebildet sein. Ferner kann die Schneideinrichtung 8 als Schneidkante 14 oder in Form eines definierten Grates mit einem Schneidabschnitt ausgebildet werden. Die Schneideinrichtung 8 kann dabei im Bedarfsfalle ringförmig umlaufend, sich parallel zur Hauptachse X der Schraube 1 erstreckend, ausgebildet werden. Der Schraubenkopf 2 ist gegebenenfalls mit der Schneideinrichtung 8 einstückig ausgebildet. Ferner wird erstmalig ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Schraube 1 mit einer am Schraubenkopf 2 angeordneten Schneideinrichtung 8 vorgeschlagen.

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schraube, insbesondere eine versenkbare Schraube, mit am Schraubenkopf im Bereich der äußeren Schraubenkopf-Umfangsflä­ che angeordneter, zur Schraubenspitze gerichteter Schneideinrichtung gemäß Anspruch 1 sowie ein Verfahren zu deren Herstellung nach Anspruch 11.
Für Schraubverbindungen, bei denen der Schraubenkopf versenkt werden soll, sind in der Praxis sogenannte Senkkopfschrauben bekannt geworden. Damit derlei Senkkopfschrauben mit ihrem kegelförmigen Schraubenkopf sauber im zu verschrau­ benden Material versenkt werden können, ist es üblich, eine vorbereitete Bohrung für den Schraubenschaft im Eingangsbereich mit einem Senker aufzuweiten. Damit soll Raum für den Schraubenkopf zu dessen Versenkung geschaffen werden.
Soll nun aus Kostengründen, zur Zeitersparnis oder zur Vermeidung aufwendiger Werkzeugwechsel das Ansenken des Schraubenloches entfallen, ist es üblich geworden, die Senkkopfschrauben wie beispielsweise Spax-Schrauben direkt in das zu verschrau­ bende Material zu treiben und deren Kopf im Zuge des Einschraubens ohne vorheriges Ansenken ins Material eindringen zu lassen. Bei einem solchen Versenken des kegel­ förmigen Kopfes tritt eine unvermeidliche Quetschung jener Materialschichten auf, die der Oberfläche zugewandt sind. Diese Quetschung geht zugleich mit einem Rupfen bzw. Abreißen dieser Materialschichten einher. Ein solches Rupfen bzw. Abreißen von Materialschichten ist verstärkt bei faserartigen Materialien, insbesondere bei Holz zu beobachten. Dieses Phänomen ist zudem nicht nur auf Senkkopfschrauben beschränkt, sondern tritt auch bei Zylinderkopfschrauben auf, zumindest dann, wenn diese in faseri­ ges bzw. durch die Anschraubkräfte deformierbares Material getrieben werden.
Das Rupfen bzw. Abreißen verschiedener Materialschichten bzw. Holzfasern führt dazu, daß diese abgebrochenen bzw. abgerissenen Holzfasern sich aufrichten und bei einem versenkten Schraubenkopf in dessen direktem Umfeld über die Oberfläche des zu verschraubenden Materials überstehen und damit ein unansehnliches Bild der Oberflä­ che verursachen. Ferner bergen diese abstehenden Bruchstücke die Gefahr von Verlet­ zungen.
Wird nun eine derart eingetriebene Schraube bei einer Demontage wieder heraus­ geschraubt, heben sich spätestens dann die angebrochenen Materialfasern ab, und es werden zum Teil komplette Materialspäne bzw. Faserbruchstücke aus der obersten Schicht nach oben abgehoben und demzufolge auch abgerissen. Dies führt zu dauerhaf­ ten Beschädigungen der Oberfläche des verschraubten Bauteils, so daß dieses gegebe­ nenfalls nicht mehr verwendet werden kann.
Diese Feststellungen gelten auch bei anderen Materialien, wie beispielsweise Glasfaserplatten, Epoxitharzplatten, Hartfaserplatten, Spanplatten, geschäumten Kunst­ stoffen, anderen deformierbaren Materialien oder dergleichen und sind nicht nur auf Holz beschränkt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher eine Schraube vorzuschlagen, die derartige Beschädigungen der Oberfläche des zu verschraubenden Bauteils durch den zu versenkenden Schraubenkopf weitestgehend vermeidet als auch ein Verfahren zu deren Herstellung anzugeben.
Diese Aufgabe wird gelöst mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Dabei wird erstmals eine Schraube, insbesondere eine versenkbare Schraube vorgeschlagen, mit einer am Schraubenkopf im Bereich der äußeren Schraubenkopf-Umfangsfläche ange­ ordneten, zur Schraubenspitze gerichteten Schneideinrichtung. Diese Schneideinrich­ tung bietet den großen Vorteil, daß in dem Moment, in dem der Schraubenkopf mit seiner zur Schraubenspitze gerichteten Schneideinrichtung die Oberfläche des zu verschraubenden Materials berührt, automatisch ein ringförmiger Schnitt in dieses Material getrieben wird, so daß die außerhalb des Schraubenkopfes liegende Struktur von dem unterhalb bzw. innerhalb des Schraubenkopfes liegenden Material getrennt wird. Das unterhalb bzw. innerhalb des Schraubenkopfes liegende Material kann damit ohne Verbindung zur umliegenden Struktur des Bauteils je nach Bedarf gestaucht oder gequetscht werden. Damit läßt sich in vorteilhafter Weise der Schraubenkopf mühelos in das zu befestigende Material einschrauben, ohne daß dabei das umliegende Oberflä­ chenmaterial gerupft, gerissen oder auf andere Weise beschädigt wird. Es entsteht also bei einer vollständig bzw. plan eingetriebenen Schraube eine schadenfreie, glatte und plane bzw. bündige Gesamtoberfläche von Bauteil bzw. Werkstück und Schraubenkopf.
Beim Herausdrehen einer solchermaßen hineingeschraubten Schraube mit zur Schraubenspitze gerichteter Schneideinrichtung werden in vorteilhafter Weise keine Späne oder Fasern angehoben bzw. herausgebrochen. Denn derelei Späne sind aufgrund der Schneidwirkung der Schneideinrichtung beim Eindrehen des Schraubenkopfes gar nicht erst entstanden, da kein Rupfen oder Reißen beim Einschrauben aufgetreten ist, so daß infolgedessen auch keine später abhebbaren Späne vorhanden sein können.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der Unteransprüche.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Schneideinrichtung ring­ förmig umlaufend, parallel zur Hauptachse der Schraube ausgebildet. Dies ermöglicht eine verbesserte Abstützung des Schraubenkopfes im festzuschraubenden Material, wobei der Schraubenkopf einerseits durch den Schraubenschaft zentriert und anderer­ seits mittels der ringförmig umlaufenden Schneideinrichtung ähnlich einer zusätzlichen Schulter gegen das umliegende Material abgestützt wird. Hierbei erfolgt zumindest eine teilweise Verdichtung des unterhalb des Schraubenkopfes liegenden Materials zu einer Art Ring, der seinerseits hilft, den Schraubenschaft, die Unterseite des Schraubenkopfes und zum Teil auch die Schneideinrichtung abzustützen. Damit reduzieren sich die soge­ nannten Lochreibungskräfte und bei querbelasteten Schraubverhältnissen wird die Gefahr eines unerwünschten Ausreißens der Schraube wesentlich reduziert.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Schneideinrichtung als Schneid­ krone ausgebildet. Dabei kann die Schneidkrone einen Wellenschliff oder einen Bogen­ schliff aufweisen. Es sind aber auch andere Schliffbilder denkbar. Aufgrund der Schneidwirkung der Schneidkrone läßt sich eine solchermaßen ausgestatte Schraube deutlich leichter bis zu einem planen Abschließen des Schraubenkopfes mit der Mate­ rial- bzw. Holzoberfläche in ein Werkstück eintreiben, als ohne eine solche Schneidein­ richtung. Dabei sind ein Wellenschliff oder ein bogenförmiger Schliff der Schneidkrone jedenfalls bei faserigen Materialien einem einer Säge nachempfundenen Schliff vorzu­ ziehen. Denn soweit dies aufgrund erster Überlegungen beurteilt werden kann, schnei­ den näherungsweise runde bzw. gebogene oder gewellte Schneiden jedenfalls in faseri­ gem Material besser aufgrund deren sogenannter sanft angreifender Schneidkante. Dabei können die Schneidflanken symmetrisch aber auch asymmetrisch ausgebildet sein. Die Anzahl der Schneiden bzw. die Teilung der Schneiden längs des Schneidkro­ nenumfangs kann den entsprechenden Verhältnissen angepaßt werden.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Schneideinrichtung als Schneidkante ausgebildet. Dies ermöglicht eine besonders kostengünstige Herstellung derselben, da bei einer Schneidkante auf einen demgegenüber doch aufwendigeren Wellen- oder Bogenschliff einer Schneidkrone verzichtet werden kann. Je nach Mate­ rial, das zu verschrauben ist, genügt bereits eine gerade Schneidkante, um eine ausrei­ chende Schneid- bzw. Trennwirkung zwischen dem den Schraubenkopf umgebenden und unter dem Schraubenkopf liegenden Material herbeizuführen, so daß letzteres unabhängig vom umliegenden Material vom eindringenden Schraubenkopf gestaucht bzw. gequetscht werden kann.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Schneideinrichtung in Form eines definierten Grats mit einem Schneidabschnitt ausgebildet. Dieser definierte Grat kann auch als Nase oder als am Schraubenkopfumfang angeordnetes Schneidhäk­ chen oder Schneidzahn ausgebildet sein. Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, daß sie besonders einfach und kostengünstig herstellbar ist.
So ist beispielsweise vorgesehen, daß der Schraubenkopf mit der Schneideinrich­ tung einstückig ausgebildet ist. Dies bietet den Vorteil, daß kein Materialmix bei der Schraubenherstellung erfolgen muß. Zudem sind die Festigkeiten handelsüblicher Schrauben ausreichend hoch, so daß auch die Schneideinrichtung mit einer ausreichen­ den Standfestigkeit aus demselben Material wie die Schraube als solche hergestellt werden kann. Es ist dabei denkbar, daß die Schraube mit dem Schraubenschaft und dem Gewinde und der am Schraubenkopf angeordneten Schneideinrichtung in ein und demselben Herstellungsprozeß hergestellt, beispielsweise gerollt oder preßgeformt wird.
Bei Sonderschrauben kann auch daran gedacht werden, die Schneideinrichtung separat zu fertigen und anschließend beispielsweise mit einer Laserschweißeinrichtung am Schraubenkopf zu befestigen.
Des weiteren ist vorgesehen, daß die Erstreckung der Schneideinrichtung parallel zur Schraubenlängsachse vom Schraubenkopf bis zur Schneide der Schneideinrichtung in etwa 20 bis 80% des Schraubenkopfradius beträgt. Dies hilft die vorstehend erwähnte Reduzierung der Lochreibungskräfte zu gewährleisten und ein Ausreißen des Schraubenkopfes zu vermeiden. Ferner bieten diese Größenverhältnisse eine sehr gute Abstützung des Schraubenkopfes gegen das zu verschraubende Material.
Weiterhin kann die Wandstärke der Schneideinrichtung 0,5 bis 1,5 mm, insbeson­ dere 0,8 bis 1,2 mm und vorzugsweise im Schneidenrandbereich 0,6 bis 0,8 mm betra­ gen. In diesen Materialstärkenbereichen ist eine Ausbildung einer stabilen Schneide gewährleistet und eine Bruchgefahr derselben bei den üblicherweise auftretenden Kräften weitestgehend ausgeschlossen. Dabei kann die Schneide im Querschnitt eine gleichbleibende Wandstärke aufweisen oder sich zur Schneidkante hin verjüngen.
Des weiteren kann der Schraubenkopf beispielsweise kegelförmig oder zylindrisch ausgebildet sein. Eine kegelförmige Ausbildung ermöglicht die vorteilhafte Anwendung dieser erfindungsgemäßen Lehre beispielsweise auf bekannte Senkkopfschrauben oder auch auf sogenannte Spax-Schrauben, was dann mit einer deutlichen Kostenreduzierung bei der Schraubenherstellung einhergeht. Eine zylindrische Ausge­ staltung des Schraubenkopfes ermöglicht zudem die Anwendung der Erfindung auf bekannte Linsenkopf- oder Flachkopfschrauben, was wiederum einen Kostenvorteil mit sich bringt.
Ferner kann der Schraubenkopf über Schlitze, wie z. B. einen einfachen Quer­ schlitz, einen Kreuzschlitz oder eine Torxschlitzung als Angriffsfläche für einen Schraubendreher verfügen oder aber beispielsweise mit einem Innensechskant als Angriffsfläche für einen Imbusschlüssel ausgestattet sein.
In verfahrenstechnischer Hinsicht wird die gestellte Aufgabe mit den Merkmalen des Anspruchs 11 gelöst.
Dabei wird erstmals in vorteilhafter Weise ein Verfahren zur Herstellung einer Schraube, insbesondere einer versenkbaren Schraube mit einer am Schraubenkopf ange­ ordneten Schneideinrichtung vorgeschlagen, bei dem in einem ersten Herstellungsab­ schnitt ein Schraubenrohling mit Schraubenschaft und Gewinde, Schraubenkopf sowie einem sich von der äußeren Schraubenkopf-Umfangsfläche in radialer Richtung erstrec­ kendem Überstand beispielsweise mittels Rollen oder Preßformen gebildet wird, und in einem sich daran anschließenden zweiten Herstellungabschnitt der Überstand in Rich­ tung zur Schraubenlängsachse umgeformt, beispielsweise umgebogen, umgefalzt oder umgebördelt wird.
Hierbei kann ein Bogen- oder Wellenschliff bereits im Zuge des ersten Herstel­ lungsabschnittes am radialen Überstand angebracht werden. Ebenso ist es möglich, einen Schliff zur Erzeugung einer Schneidkante oder einer Schneidkrone nach dem zweiten Herstellungsabschnitt an dem dann umgeformten Überstand anzubringen. Ferner ist es denkbar, den Überstand mit einer konstanten Wandstärke oder mit einer sich zum Rand hin verjüngenden Wandstärke auszubilden, so daß sich eine konstante Wandstärke der Schneideinrichtung oder eine sich konisch zum Schneidenrand hin verjüngende Schneide ergibt.
Die vorliegende Erfindung wird im weiteren anhand einiger Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schraube mit zur Schraubenspitze gerichteter Schneideinrichtung in einer Seitenansicht,
Fig. 2 einen Schnitt durch die in Fig. 1 dargestellte Schraube längs der dort einge­ zeichneten Schnittlinie A-A,
Fig. 3 eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schraube mit zur Schraubenspitze gerichteter Schneideinrichtung in einer Seitenansicht,
Fig. 4 einen Schnitt durch die in Fig. 3 dargestellte Schraube längs der dort einge­ zeichnteten Schnittlinie A-A,
Fig. 5 eine fast vollständig in ein zu verschraubendes Material eingeschraubte erfindungsgemäße Schraube in einer geschnittenen Ansicht, und
Fig. 6 zum Vergleich ein Schnittbild einer herkömmlichen Senkkopfschraube, die in ein beispielhaftes Material eingeschraubt ist.
Die in der Fig. 1 dargestellte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Schraube 1 weist am Schraubenkopf 2 im Bereich der äußeren Schraubenkopf- Umfangsfläche 4 eine dort angeordnete, zur nicht näher dargestellten Schraubenspitze gerichtete Schneideinrichtung 8 auf. Die Schneideinrichtung 8 ist dabei als Schneid­ krone 9 ausgebildet. Die Schneidkrone 9 weist in dieser Ausführungsform einen Bogenschliff 10 auf. Der Schraubenkopf 2 dieser versenkbaren Schraube 1 ist mit einem schwachen Schraubenkopfbund 12 ausgestattet. Die Schneideinrichtung 8 läuft ringför­ mig um, und ist sich parallel zur Hauptachse X der Schraube 1 erstreckend ausgebildet.
Wie insbesondere aus Fig. 2 hervorgeht, ist bei dieser beispielshaften Ausfüh­ rungsform der Schraubenkopf 2 mit der Schneideinrichtung 8 einstückig ausgebildet. Dabei verjüngt sich die Wandstärke der mit einem Bogenschliff 10 ausgestatteten Schneidkrone 9 zur Schneidenkante hin. Ferner ist in dieser Schnittansicht gut erkenn­ bar, daß in dieser Ausführungsform der Schraubenkopf 2 eine Kegelform aufweist und über wenigstens einen Schlitz zum Ansetzen eine Schraubendrehers verfügt.
In den Fig. 3 und 4 ist eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen versenkbaren Schraube 1 mit am Schraubenkopf 2 im Bereich der äußeren Schrauben­ kopf-Umfangsfläche 4 angeordneter, zur nicht näher, dargestellten Schraubenspitze gerichteter Schneideinrichtung 8 dargestellt. In dieser Ausführungsform ist die Schneid­ einrichtung 8 als geradlinig umlaufende Schneidkante 14 ausgebildet. Auch in dieser Ausführungsform ist der Schraubenkopf 2 mit der Schneideinrichtung 8 einstückig ausgebildet. Die als Schneidkante 14 ausgebildete Schneideinrichtung 8 läuft bei dieser Ausführungsform ebenfalls ringförmig um und erstreckt sich parallel zur Hauptachse X der Schraube 1. In dieser Ausführungsform ist der Schraubenkopf 2 zylindrisch ausge­ bildet.
In Fig. 5 und 6 ist das Eindringverhalten einer in Fig. 5 dargestellten erfindungs­ gemäßen versenkbaren Schraube 1 mit einer herkömmlichen, in Fig. 6 dargestellten Senkschraube 20 verglichen. Wie auf den ersten Blick in Fig. 5 deutlich wird, kann der Schraubenkopf 2 der versenkbaren Schraube 1 aufgrund der Schneidwirkung der Schneideinrichtung 8 mit geringem Kraftaufwand materialschonend in das zu verschraubende Material 16 eingetrieben werden, ohne daß dabei Späne oder Material­ ablösungen auftreten würden. Eine Stauchung oder Quetschung des zu verschraubenden Materials 16 erfolgt nur im von der Schneideinrichtung 8 umfaßten Bereich 18 unter­ halb der Schraubenkopffläche. Außerhalb dieses Bereichs liegendes Material bleibt von Quetschungen, Stauchungen oder sonstigen Deformationen verschont. Es tritt kein Rupfen oder Reißen von Fasern auf. Damit wird eine absolut plane, saubere und mit dem Schraubenkopf bündig abschließende Oberfläche bei eingeschraubter Schraube geschaffen.
Demgegenüber wird aus Fig. 6 schnell deutlich, daß beim Eindringen einer gewöhnlichen Senkkopfschraube 20 in das zu verschraubende Material 22 aufgrund der quetschenden Wirkung des Senkkopfes 24 eine Stauchung und Aufstellung des unter­ halb und in der umgebenden Nähe des Schraubenkopfs liegenden Materials 26 zwangs­ weise erfolgt. Dies führt schlußendlich zu einem Reißen und Rupfen der angebrochenen Fasern in den oberen Materialschichten, so daß sich diese dauerhaft Aufstellen oder gänzlich Ausbrechen. Eine saubere, unverletzte Oberfläche ist damit nicht erzielbar. Ebensowenig kann auf diese Weise eine bündig abschließende Fläche von Schraube und Bauteil erreicht werden.
Derlei unerwünschte Materialbeschädigungen bleiben bei einer versenkbaren Schraube gemäß der vorliegenden Erfindung ausgeschlossen.
Die vorliegende Erfindung schafft somit erstmals eine Schraube, insbesondere eine versenkbare Schraube, mit einem Schraubenkopf im Bereich der äußeren Schrau­ benkopf-Umfangsfläche angeordneter, zur Schraubenspitze gerichteter Schneidein­ richtung. Die Schneideinrichtung kann als Schneidkrone beispielsweise mit einem Wellenschliff oder einem Bogenschliff ausgebildet sein. Ferner kann die Schneidein­ richtung als Schneidkante oder in Form eines definierten Grates mit einem Schneidab­ schnitt ausgebildet werden. Die Schneideinrichtung kann dabei im Bedarfsfalle ring­ förmig umlaufend, parallel zur Hauptachse der Schraube ausgebildet werden. Der Schraubenkopf ist gegebenenfalls mit der Schneideinrichtung einstückig ausgebildet. Ferner schlägt die vorliegende Erfindung erstmals ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Schraube vor. Dabei kann die Schneideinrichtung einstückig als anfänglicher Überstand am Schraubenkopf angeformt sein, der dann zur endgültigen Ausbildung der Schneideinrichtung in Richtung der Schraubenlängsachse umgeformt wird. Es ist ferner ebenso denkbar, die Schneideinrichtung separat herzustellen und in einem entsprechend ausgestalteten Verbindungsschritt, beispielsweise mittels Laserschweißen oder Kleben, mit dem Schraubenkopf fest zu verbinden.

Claims (11)

1. Schraube (1), insbesondere versenkbare Schraube (1), mit am Schraubenkopf (2) im Bereich der äußeren Schraubenkopf-Umfangsfläche (4) angeordneter, zur Schraubenspitze gerichteter Schneideinrichtung (8).
2. Schraube (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneideinrich­ tung (8) ringförmig umlaufend, sich parallel zur Hauptachse (X) der Schraube (1) erstreckend, ausgebildet ist.
3. Schraube (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneid­ einrichtung (8) als Schneidkrone (9) ausgebildet ist.
4. Schraube (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Schneidkrone (9) einen Wellenschliff oder einen Bogenschliff (10) aufweist.
5. Schraube (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneid­ einrichtung (8) als Schneidkante (14) ausgebildet ist.
6. Schraube (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneideinrich­ tung (8) in Form eines definierten Grates mit einem Schneidabschnitt ausgebildet ist.
7. Schraube (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Schraubenkopf (2) mit der Schneideinrichtung (8) einstückig ausgebildet ist.
8. Schraube (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Erstreckung der Schneideinrichtung (8) parallel zur Schraubenlängsachse vom Schraubenkopf (2) bis zur Schneide der Schneideinrichtung (8) 20 bis 80% des Schraubenkopfradius, insbesondere 40 bis 60% des Schneiden­ kopfradius und besonders bevorzugt 45 bis 55% beträgt.
9. Schraube (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Wandstärke der Schneideinrichtung (8) 0,5 bis 1,5 mm beträgt.
10. Schraube (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekenn­ zeichnet, daß der Schraubenkopf (2) kegelförmig oder zylindrisch ausgebildet ist.
11. Verfahren zur Herstellung einer Schraube (1), insbesondere einer versenkbaren Schraube mit einer am Schraubenkopf (2) angeordneten Schneideinrichtung (8), nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, bei dem in einem ersten Herstel­ lungsabschnitt ein Schraubenrohling mit Schraubenschaft und Gewinde, Schrau­ benkopf sowie einem sich von der äußeren Schraubenkopf-Umfangsfläche in radialer Richtung erstreckendem Überstand gebildet wird und in einem sich daran anschließenden zweiten Herstellungabschnitt der Überstand in Richtung zur Schraubenlängsachse X umgebogen, umgefalzt oder umgebördelt wird.
DE2000138660 2000-08-08 2000-08-08 Schraube, insbesondere versenkbare Schraube, mit am Schraubenkopf angeordneter Schneideinrichtung sowie Verfahren zu deren Herstellung Withdrawn DE10038660A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2000138660 DE10038660A1 (de) 2000-08-08 2000-08-08 Schraube, insbesondere versenkbare Schraube, mit am Schraubenkopf angeordneter Schneideinrichtung sowie Verfahren zu deren Herstellung

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2000138660 DE10038660A1 (de) 2000-08-08 2000-08-08 Schraube, insbesondere versenkbare Schraube, mit am Schraubenkopf angeordneter Schneideinrichtung sowie Verfahren zu deren Herstellung

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE10038660A1 true DE10038660A1 (de) 2002-02-28

Family

ID=7651709

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2000138660 Withdrawn DE10038660A1 (de) 2000-08-08 2000-08-08 Schraube, insbesondere versenkbare Schraube, mit am Schraubenkopf angeordneter Schneideinrichtung sowie Verfahren zu deren Herstellung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE10038660A1 (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102006036979A1 (de) * 2006-08-08 2008-02-21 Mage Ag Schraube und Isolationspaneelverkleidung
WO2017095292A1 (en) * 2015-12-03 2017-06-08 Essve Produkter Ab Wood screw with a head having a peripheral cutting edge

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2982166A (en) * 1958-07-24 1961-05-02 Robert W Hobbs Fastener head the underlying surface of which has means to smooth the workpiece surface
AT379873B (de) * 1983-10-19 1986-03-10 Sfs Stadler Ag Selbstschneidende schraube
DE4121061A1 (de) * 1991-06-26 1993-01-14 Reisser Schraubenwerk Gmbh & C Selbstbohrende oder selbstfurchende schraube
DE19508454A1 (de) * 1995-03-09 1996-09-12 Georg Haus Mittel zur Vermeidung von Sprengrissen und unsauberen Kopfeindrücken beim Befestigen von verformbaren Teilen, insbesondere Holzschrauben in Holz

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2982166A (en) * 1958-07-24 1961-05-02 Robert W Hobbs Fastener head the underlying surface of which has means to smooth the workpiece surface
AT379873B (de) * 1983-10-19 1986-03-10 Sfs Stadler Ag Selbstschneidende schraube
DE4121061A1 (de) * 1991-06-26 1993-01-14 Reisser Schraubenwerk Gmbh & C Selbstbohrende oder selbstfurchende schraube
DE19508454A1 (de) * 1995-03-09 1996-09-12 Georg Haus Mittel zur Vermeidung von Sprengrissen und unsauberen Kopfeindrücken beim Befestigen von verformbaren Teilen, insbesondere Holzschrauben in Holz

Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102006036979A1 (de) * 2006-08-08 2008-02-21 Mage Ag Schraube und Isolationspaneelverkleidung
DE102006036979B4 (de) * 2006-08-08 2008-08-28 Mage Ag Schraube und Isolationspaneelverkleidung
WO2017095292A1 (en) * 2015-12-03 2017-06-08 Essve Produkter Ab Wood screw with a head having a peripheral cutting edge

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE19902461B4 (de) Mutter mit T-förmigem Querschnitt
EP0102605B1 (de) Holzschraube
DE4003373C1 (de)
EP2021639B1 (de) Selbstbohrende schraube
EP2310697B1 (de) Schraube
DE3909725C1 (en) Hole- and thread-forming screw
DE2645045B2 (de) Blechschraube
DE102016204619B4 (de) Einpressverbindung zwischen einem hochfesten Bauteil und einem Einpresselement, Verfahren zur Ausbildung einer solchen Einpressverbindung sowie Einpresselement für eine solche Einpressverbindung
DE102011080505B4 (de) Befestigungselement
DE102017108225A1 (de) Holzschraube mit bogenförmigem Überstand zwischen Gewindegängen
EP3719330B1 (de) Schraube mit diskontinuität an zwischengewindeabschnitt
EP3401557B1 (de) Holzschraube
EP3097313A1 (de) Schraube, befestigungsanordnung und verwendung einer schraube
EP2522864B1 (de) Holz- oder Kunststoffschraube
EP3655669A1 (de) Holzschraube
DE102018117131A1 (de) Selbststanzendes Element und Zusammenbauteil bestehend aus dem Element und einem Blechteil
EP3726072B1 (de) Schraube für holzwerkstoffe
EP2423518A2 (de) Verfahren zur Herstellung einer Nagelverbindung zwischen wenigstens zwei Fügeteilen
DE202017105715U1 (de) Einpressverbindung zwischen einem hochfesten Bauteil und einem Einpresselement sowie Einpresselement für eine solche Einpressverbindung
WO2017080983A1 (de) Gewindeformende schraube
EP1806508B1 (de) Senkkopfschraube
DE10038660A1 (de) Schraube, insbesondere versenkbare Schraube, mit am Schraubenkopf angeordneter Schneideinrichtung sowie Verfahren zu deren Herstellung
DE10234475A1 (de) Abscherschraube
EP1376764A2 (de) Mehrfach-Abscherschraube
DE102017217743A1 (de) Schraube

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8130 Withdrawal
8165 Unexamined publication of following application revoked