DE10038660A1 - Schraube, insbesondere versenkbare Schraube, mit am Schraubenkopf angeordneter Schneideinrichtung sowie Verfahren zu deren Herstellung - Google Patents
Schraube, insbesondere versenkbare Schraube, mit am Schraubenkopf angeordneter Schneideinrichtung sowie Verfahren zu deren HerstellungInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung schlägt erstmals eine Schraube 1, insbesondere eine versenkbare Schraube 1 vor, mit am Schraubenkopf 2 im Bereich der äußeren Schraubenkopf-Umfangsfläche 4 angeordneter, zur Schraubenspitze gerichteter Schneideinrichtung 8 vor. Die Schneideinrichtung 8 kann als Schneidkrone 9 beispielsweise mit einem Wellenschliff oder einem Bogenschliff 10 ausgebildet sein. Ferner kann die Schneideinrichtung 8 als Schneidkante 14 oder in Form eines definierten Grates mit einem Schneidabschnitt ausgebildet werden. Die Schneideinrichtung 8 kann dabei im Bedarfsfalle ringförmig umlaufend, sich parallel zur Hauptachse X der Schraube 1 erstreckend, ausgebildet werden. Der Schraubenkopf 2 ist gegebenenfalls mit der Schneideinrichtung 8 einstückig ausgebildet. Ferner wird erstmalig ein Verfahren zur Herstellung einer solchen Schraube 1 mit einer am Schraubenkopf 2 angeordneten Schneideinrichtung 8 vorgeschlagen.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Schraube, insbesondere eine versenkbare
Schraube, mit am Schraubenkopf im Bereich der äußeren Schraubenkopf-Umfangsflä
che angeordneter, zur Schraubenspitze gerichteter Schneideinrichtung gemäß Anspruch
1 sowie ein Verfahren zu deren Herstellung nach Anspruch 11.
Für Schraubverbindungen, bei denen der Schraubenkopf versenkt werden soll,
sind in der Praxis sogenannte Senkkopfschrauben bekannt geworden. Damit derlei
Senkkopfschrauben mit ihrem kegelförmigen Schraubenkopf sauber im zu verschrau
benden Material versenkt werden können, ist es üblich, eine vorbereitete Bohrung für
den Schraubenschaft im Eingangsbereich mit einem Senker aufzuweiten. Damit soll
Raum für den Schraubenkopf zu dessen Versenkung geschaffen werden.
Soll nun aus Kostengründen, zur Zeitersparnis oder zur Vermeidung aufwendiger
Werkzeugwechsel das Ansenken des Schraubenloches entfallen, ist es üblich geworden,
die Senkkopfschrauben wie beispielsweise Spax-Schrauben direkt in das zu verschrau
bende Material zu treiben und deren Kopf im Zuge des Einschraubens ohne vorheriges
Ansenken ins Material eindringen zu lassen. Bei einem solchen Versenken des kegel
förmigen Kopfes tritt eine unvermeidliche Quetschung jener Materialschichten auf, die
der Oberfläche zugewandt sind. Diese Quetschung geht zugleich mit einem Rupfen
bzw. Abreißen dieser Materialschichten einher. Ein solches Rupfen bzw. Abreißen von
Materialschichten ist verstärkt bei faserartigen Materialien, insbesondere bei Holz zu
beobachten. Dieses Phänomen ist zudem nicht nur auf Senkkopfschrauben beschränkt,
sondern tritt auch bei Zylinderkopfschrauben auf, zumindest dann, wenn diese in faseri
ges bzw. durch die Anschraubkräfte deformierbares Material getrieben werden.
Das Rupfen bzw. Abreißen verschiedener Materialschichten bzw. Holzfasern führt
dazu, daß diese abgebrochenen bzw. abgerissenen Holzfasern sich aufrichten und bei
einem versenkten Schraubenkopf in dessen direktem Umfeld über die Oberfläche des zu
verschraubenden Materials überstehen und damit ein unansehnliches Bild der Oberflä
che verursachen. Ferner bergen diese abstehenden Bruchstücke die Gefahr von Verlet
zungen.
Wird nun eine derart eingetriebene Schraube bei einer Demontage wieder heraus
geschraubt, heben sich spätestens dann die angebrochenen Materialfasern ab, und es
werden zum Teil komplette Materialspäne bzw. Faserbruchstücke aus der obersten
Schicht nach oben abgehoben und demzufolge auch abgerissen. Dies führt zu dauerhaf
ten Beschädigungen der Oberfläche des verschraubten Bauteils, so daß dieses gegebe
nenfalls nicht mehr verwendet werden kann.
Diese Feststellungen gelten auch bei anderen Materialien, wie beispielsweise
Glasfaserplatten, Epoxitharzplatten, Hartfaserplatten, Spanplatten, geschäumten Kunst
stoffen, anderen deformierbaren Materialien oder dergleichen und sind nicht nur auf
Holz beschränkt.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher eine Schraube vorzuschlagen, die
derartige Beschädigungen der Oberfläche des zu verschraubenden Bauteils durch den zu
versenkenden Schraubenkopf weitestgehend vermeidet als auch ein Verfahren zu deren
Herstellung anzugeben.
Diese Aufgabe wird gelöst mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Dabei wird
erstmals eine Schraube, insbesondere eine versenkbare Schraube vorgeschlagen, mit
einer am Schraubenkopf im Bereich der äußeren Schraubenkopf-Umfangsfläche ange
ordneten, zur Schraubenspitze gerichteten Schneideinrichtung. Diese Schneideinrich
tung bietet den großen Vorteil, daß in dem Moment, in dem der Schraubenkopf mit
seiner zur Schraubenspitze gerichteten Schneideinrichtung die Oberfläche des zu
verschraubenden Materials berührt, automatisch ein ringförmiger Schnitt in dieses
Material getrieben wird, so daß die außerhalb des Schraubenkopfes liegende Struktur
von dem unterhalb bzw. innerhalb des Schraubenkopfes liegenden Material getrennt
wird. Das unterhalb bzw. innerhalb des Schraubenkopfes liegende Material kann damit
ohne Verbindung zur umliegenden Struktur des Bauteils je nach Bedarf gestaucht oder
gequetscht werden. Damit läßt sich in vorteilhafter Weise der Schraubenkopf mühelos
in das zu befestigende Material einschrauben, ohne daß dabei das umliegende Oberflä
chenmaterial gerupft, gerissen oder auf andere Weise beschädigt wird. Es entsteht also
bei einer vollständig bzw. plan eingetriebenen Schraube eine schadenfreie, glatte und
plane bzw. bündige Gesamtoberfläche von Bauteil bzw. Werkstück und Schraubenkopf.
Beim Herausdrehen einer solchermaßen hineingeschraubten Schraube mit zur
Schraubenspitze gerichteter Schneideinrichtung werden in vorteilhafter Weise keine
Späne oder Fasern angehoben bzw. herausgebrochen. Denn derelei Späne sind aufgrund
der Schneidwirkung der Schneideinrichtung beim Eindrehen des Schraubenkopfes gar
nicht erst entstanden, da kein Rupfen oder Reißen beim Einschrauben aufgetreten ist, so
daß infolgedessen auch keine später abhebbaren Späne vorhanden sein können.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der
Unteransprüche.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Schneideinrichtung ring
förmig umlaufend, parallel zur Hauptachse der Schraube ausgebildet. Dies ermöglicht
eine verbesserte Abstützung des Schraubenkopfes im festzuschraubenden Material,
wobei der Schraubenkopf einerseits durch den Schraubenschaft zentriert und anderer
seits mittels der ringförmig umlaufenden Schneideinrichtung ähnlich einer zusätzlichen
Schulter gegen das umliegende Material abgestützt wird. Hierbei erfolgt zumindest eine
teilweise Verdichtung des unterhalb des Schraubenkopfes liegenden Materials zu einer
Art Ring, der seinerseits hilft, den Schraubenschaft, die Unterseite des Schraubenkopfes
und zum Teil auch die Schneideinrichtung abzustützen. Damit reduzieren sich die soge
nannten Lochreibungskräfte und bei querbelasteten Schraubverhältnissen wird die
Gefahr eines unerwünschten Ausreißens der Schraube wesentlich reduziert.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Schneideinrichtung als Schneid
krone ausgebildet. Dabei kann die Schneidkrone einen Wellenschliff oder einen Bogen
schliff aufweisen. Es sind aber auch andere Schliffbilder denkbar. Aufgrund der
Schneidwirkung der Schneidkrone läßt sich eine solchermaßen ausgestatte Schraube
deutlich leichter bis zu einem planen Abschließen des Schraubenkopfes mit der Mate
rial- bzw. Holzoberfläche in ein Werkstück eintreiben, als ohne eine solche Schneidein
richtung. Dabei sind ein Wellenschliff oder ein bogenförmiger Schliff der Schneidkrone
jedenfalls bei faserigen Materialien einem einer Säge nachempfundenen Schliff vorzu
ziehen. Denn soweit dies aufgrund erster Überlegungen beurteilt werden kann, schnei
den näherungsweise runde bzw. gebogene oder gewellte Schneiden jedenfalls in faseri
gem Material besser aufgrund deren sogenannter sanft angreifender Schneidkante.
Dabei können die Schneidflanken symmetrisch aber auch asymmetrisch ausgebildet
sein. Die Anzahl der Schneiden bzw. die Teilung der Schneiden längs des Schneidkro
nenumfangs kann den entsprechenden Verhältnissen angepaßt werden.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Schneideinrichtung als
Schneidkante ausgebildet. Dies ermöglicht eine besonders kostengünstige Herstellung
derselben, da bei einer Schneidkante auf einen demgegenüber doch aufwendigeren
Wellen- oder Bogenschliff einer Schneidkrone verzichtet werden kann. Je nach Mate
rial, das zu verschrauben ist, genügt bereits eine gerade Schneidkante, um eine ausrei
chende Schneid- bzw. Trennwirkung zwischen dem den Schraubenkopf umgebenden
und unter dem Schraubenkopf liegenden Material herbeizuführen, so daß letzteres
unabhängig vom umliegenden Material vom eindringenden Schraubenkopf gestaucht
bzw. gequetscht werden kann.
In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Schneideinrichtung in
Form eines definierten Grats mit einem Schneidabschnitt ausgebildet. Dieser definierte
Grat kann auch als Nase oder als am Schraubenkopfumfang angeordnetes Schneidhäk
chen oder Schneidzahn ausgebildet sein. Diese Ausführungsform bietet den Vorteil, daß
sie besonders einfach und kostengünstig herstellbar ist.
So ist beispielsweise vorgesehen, daß der Schraubenkopf mit der Schneideinrich
tung einstückig ausgebildet ist. Dies bietet den Vorteil, daß kein Materialmix bei der
Schraubenherstellung erfolgen muß. Zudem sind die Festigkeiten handelsüblicher
Schrauben ausreichend hoch, so daß auch die Schneideinrichtung mit einer ausreichen
den Standfestigkeit aus demselben Material wie die Schraube als solche hergestellt
werden kann. Es ist dabei denkbar, daß die Schraube mit dem Schraubenschaft und dem
Gewinde und der am Schraubenkopf angeordneten Schneideinrichtung in ein und
demselben Herstellungsprozeß hergestellt, beispielsweise gerollt oder preßgeformt wird.
Bei Sonderschrauben kann auch daran gedacht werden, die Schneideinrichtung
separat zu fertigen und anschließend beispielsweise mit einer Laserschweißeinrichtung
am Schraubenkopf zu befestigen.
Des weiteren ist vorgesehen, daß die Erstreckung der Schneideinrichtung parallel
zur Schraubenlängsachse vom Schraubenkopf bis zur Schneide der Schneideinrichtung
in etwa 20 bis 80% des Schraubenkopfradius beträgt. Dies hilft die vorstehend
erwähnte Reduzierung der Lochreibungskräfte zu gewährleisten und ein Ausreißen des
Schraubenkopfes zu vermeiden. Ferner bieten diese Größenverhältnisse eine sehr gute
Abstützung des Schraubenkopfes gegen das zu verschraubende Material.
Weiterhin kann die Wandstärke der Schneideinrichtung 0,5 bis 1,5 mm, insbeson
dere 0,8 bis 1,2 mm und vorzugsweise im Schneidenrandbereich 0,6 bis 0,8 mm betra
gen. In diesen Materialstärkenbereichen ist eine Ausbildung einer stabilen Schneide
gewährleistet und eine Bruchgefahr derselben bei den üblicherweise auftretenden
Kräften weitestgehend ausgeschlossen. Dabei kann die Schneide im Querschnitt eine
gleichbleibende Wandstärke aufweisen oder sich zur Schneidkante hin verjüngen.
Des weiteren kann der Schraubenkopf beispielsweise kegelförmig oder
zylindrisch ausgebildet sein. Eine kegelförmige Ausbildung ermöglicht die vorteilhafte
Anwendung dieser erfindungsgemäßen Lehre beispielsweise auf bekannte Senkkopfschrauben
oder auch auf sogenannte Spax-Schrauben, was dann mit einer deutlichen
Kostenreduzierung bei der Schraubenherstellung einhergeht. Eine zylindrische Ausge
staltung des Schraubenkopfes ermöglicht zudem die Anwendung der Erfindung auf
bekannte Linsenkopf- oder Flachkopfschrauben, was wiederum einen Kostenvorteil mit
sich bringt.
Ferner kann der Schraubenkopf über Schlitze, wie z. B. einen einfachen Quer
schlitz, einen Kreuzschlitz oder eine Torxschlitzung als Angriffsfläche für einen
Schraubendreher verfügen oder aber beispielsweise mit einem Innensechskant als
Angriffsfläche für einen Imbusschlüssel ausgestattet sein.
In verfahrenstechnischer Hinsicht wird die gestellte Aufgabe mit den Merkmalen
des Anspruchs 11 gelöst.
Dabei wird erstmals in vorteilhafter Weise ein Verfahren zur Herstellung einer
Schraube, insbesondere einer versenkbaren Schraube mit einer am Schraubenkopf ange
ordneten Schneideinrichtung vorgeschlagen, bei dem in einem ersten Herstellungsab
schnitt ein Schraubenrohling mit Schraubenschaft und Gewinde, Schraubenkopf sowie
einem sich von der äußeren Schraubenkopf-Umfangsfläche in radialer Richtung erstrec
kendem Überstand beispielsweise mittels Rollen oder Preßformen gebildet wird, und in
einem sich daran anschließenden zweiten Herstellungabschnitt der Überstand in Rich
tung zur Schraubenlängsachse umgeformt, beispielsweise umgebogen, umgefalzt oder
umgebördelt wird.
Hierbei kann ein Bogen- oder Wellenschliff bereits im Zuge des ersten Herstel
lungsabschnittes am radialen Überstand angebracht werden. Ebenso ist es möglich,
einen Schliff zur Erzeugung einer Schneidkante oder einer Schneidkrone nach dem
zweiten Herstellungsabschnitt an dem dann umgeformten Überstand anzubringen.
Ferner ist es denkbar, den Überstand mit einer konstanten Wandstärke oder mit einer
sich zum Rand hin verjüngenden Wandstärke auszubilden, so daß sich eine konstante
Wandstärke der Schneideinrichtung oder eine sich konisch zum Schneidenrand hin
verjüngende Schneide ergibt.
Die vorliegende Erfindung wird im weiteren anhand einiger Ausführungsbeispiele
unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben.
Es zeigt:
Fig. 1 eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schraube mit zur
Schraubenspitze gerichteter Schneideinrichtung in einer Seitenansicht,
Fig. 2 einen Schnitt durch die in Fig. 1 dargestellte Schraube längs der dort einge
zeichneten Schnittlinie A-A,
Fig. 3 eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schraube mit zur
Schraubenspitze gerichteter Schneideinrichtung in einer Seitenansicht,
Fig. 4 einen Schnitt durch die in Fig. 3 dargestellte Schraube längs der dort einge
zeichnteten Schnittlinie A-A,
Fig. 5 eine fast vollständig in ein zu verschraubendes Material eingeschraubte
erfindungsgemäße Schraube in einer geschnittenen Ansicht, und
Fig. 6 zum Vergleich ein Schnittbild einer herkömmlichen Senkkopfschraube, die
in ein beispielhaftes Material eingeschraubt ist.
Die in der Fig. 1 dargestellte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
Schraube 1 weist am Schraubenkopf 2 im Bereich der äußeren Schraubenkopf-
Umfangsfläche 4 eine dort angeordnete, zur nicht näher dargestellten Schraubenspitze
gerichtete Schneideinrichtung 8 auf. Die Schneideinrichtung 8 ist dabei als Schneid
krone 9 ausgebildet. Die Schneidkrone 9 weist in dieser Ausführungsform einen Bogenschliff
10 auf. Der Schraubenkopf 2 dieser versenkbaren Schraube 1 ist mit einem
schwachen Schraubenkopfbund 12 ausgestattet. Die Schneideinrichtung 8 läuft ringför
mig um, und ist sich parallel zur Hauptachse X der Schraube 1 erstreckend ausgebildet.
Wie insbesondere aus Fig. 2 hervorgeht, ist bei dieser beispielshaften Ausfüh
rungsform der Schraubenkopf 2 mit der Schneideinrichtung 8 einstückig ausgebildet.
Dabei verjüngt sich die Wandstärke der mit einem Bogenschliff 10 ausgestatteten
Schneidkrone 9 zur Schneidenkante hin. Ferner ist in dieser Schnittansicht gut erkenn
bar, daß in dieser Ausführungsform der Schraubenkopf 2 eine Kegelform aufweist und
über wenigstens einen Schlitz zum Ansetzen eine Schraubendrehers verfügt.
In den Fig. 3 und 4 ist eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen
versenkbaren Schraube 1 mit am Schraubenkopf 2 im Bereich der äußeren Schrauben
kopf-Umfangsfläche 4 angeordneter, zur nicht näher, dargestellten Schraubenspitze
gerichteter Schneideinrichtung 8 dargestellt. In dieser Ausführungsform ist die Schneid
einrichtung 8 als geradlinig umlaufende Schneidkante 14 ausgebildet. Auch in dieser
Ausführungsform ist der Schraubenkopf 2 mit der Schneideinrichtung 8 einstückig
ausgebildet. Die als Schneidkante 14 ausgebildete Schneideinrichtung 8 läuft bei dieser
Ausführungsform ebenfalls ringförmig um und erstreckt sich parallel zur Hauptachse X
der Schraube 1. In dieser Ausführungsform ist der Schraubenkopf 2 zylindrisch ausge
bildet.
In Fig. 5 und 6 ist das Eindringverhalten einer in Fig. 5 dargestellten erfindungs
gemäßen versenkbaren Schraube 1 mit einer herkömmlichen, in Fig. 6 dargestellten
Senkschraube 20 verglichen. Wie auf den ersten Blick in Fig. 5 deutlich wird, kann der
Schraubenkopf 2 der versenkbaren Schraube 1 aufgrund der Schneidwirkung der
Schneideinrichtung 8 mit geringem Kraftaufwand materialschonend in das zu
verschraubende Material 16 eingetrieben werden, ohne daß dabei Späne oder Material
ablösungen auftreten würden. Eine Stauchung oder Quetschung des zu verschraubenden
Materials 16 erfolgt nur im von der Schneideinrichtung 8 umfaßten Bereich 18 unter
halb der Schraubenkopffläche. Außerhalb dieses Bereichs liegendes Material bleibt von
Quetschungen, Stauchungen oder sonstigen Deformationen verschont. Es tritt kein
Rupfen oder Reißen von Fasern auf. Damit wird eine absolut plane, saubere und mit
dem Schraubenkopf bündig abschließende Oberfläche bei eingeschraubter Schraube
geschaffen.
Demgegenüber wird aus Fig. 6 schnell deutlich, daß beim Eindringen einer
gewöhnlichen Senkkopfschraube 20 in das zu verschraubende Material 22 aufgrund der
quetschenden Wirkung des Senkkopfes 24 eine Stauchung und Aufstellung des unter
halb und in der umgebenden Nähe des Schraubenkopfs liegenden Materials 26 zwangs
weise erfolgt. Dies führt schlußendlich zu einem Reißen und Rupfen der angebrochenen
Fasern in den oberen Materialschichten, so daß sich diese dauerhaft Aufstellen oder
gänzlich Ausbrechen. Eine saubere, unverletzte Oberfläche ist damit nicht erzielbar.
Ebensowenig kann auf diese Weise eine bündig abschließende Fläche von Schraube und
Bauteil erreicht werden.
Derlei unerwünschte Materialbeschädigungen bleiben bei einer versenkbaren
Schraube gemäß der vorliegenden Erfindung ausgeschlossen.
Die vorliegende Erfindung schafft somit erstmals eine Schraube, insbesondere
eine versenkbare Schraube, mit einem Schraubenkopf im Bereich der äußeren Schrau
benkopf-Umfangsfläche angeordneter, zur Schraubenspitze gerichteter Schneidein
richtung. Die Schneideinrichtung kann als Schneidkrone beispielsweise mit einem
Wellenschliff oder einem Bogenschliff ausgebildet sein. Ferner kann die Schneidein
richtung als Schneidkante oder in Form eines definierten Grates mit einem Schneidab
schnitt ausgebildet werden. Die Schneideinrichtung kann dabei im Bedarfsfalle ring
förmig umlaufend, parallel zur Hauptachse der Schraube ausgebildet werden. Der
Schraubenkopf ist gegebenenfalls mit der Schneideinrichtung einstückig ausgebildet.
Ferner schlägt die vorliegende Erfindung erstmals ein Verfahren zur Herstellung einer
solchen Schraube vor. Dabei kann die Schneideinrichtung einstückig als anfänglicher
Überstand am Schraubenkopf angeformt sein, der dann zur endgültigen Ausbildung der
Schneideinrichtung in Richtung der Schraubenlängsachse umgeformt wird. Es ist ferner
ebenso denkbar, die Schneideinrichtung separat herzustellen und in einem entsprechend
ausgestalteten Verbindungsschritt, beispielsweise mittels Laserschweißen oder Kleben,
mit dem Schraubenkopf fest zu verbinden.
Claims (11)
1. Schraube (1), insbesondere versenkbare Schraube (1), mit am Schraubenkopf (2)
im Bereich der äußeren Schraubenkopf-Umfangsfläche (4) angeordneter, zur
Schraubenspitze gerichteter Schneideinrichtung (8).
2. Schraube (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneideinrich
tung (8) ringförmig umlaufend, sich parallel zur Hauptachse (X) der Schraube (1)
erstreckend, ausgebildet ist.
3. Schraube (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneid
einrichtung (8) als Schneidkrone (9) ausgebildet ist.
4. Schraube (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Schneidkrone (9) einen Wellenschliff oder einen Bogenschliff
(10) aufweist.
5. Schraube (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneid
einrichtung (8) als Schneidkante (14) ausgebildet ist.
6. Schraube (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schneideinrich
tung (8) in Form eines definierten Grates mit einem Schneidabschnitt ausgebildet
ist.
7. Schraube (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Schraubenkopf (2) mit der Schneideinrichtung (8) einstückig
ausgebildet ist.
8. Schraube (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Erstreckung der Schneideinrichtung (8) parallel zur Schraubenlängsachse
vom Schraubenkopf (2) bis zur Schneide der Schneideinrichtung (8)
20 bis 80% des Schraubenkopfradius, insbesondere 40 bis 60% des Schneiden
kopfradius und besonders bevorzugt 45 bis 55% beträgt.
9. Schraube (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Wandstärke der Schneideinrichtung (8) 0,5 bis 1,5 mm beträgt.
10. Schraube (1) nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Schraubenkopf (2) kegelförmig oder zylindrisch ausgebildet ist.
11. Verfahren zur Herstellung einer Schraube (1), insbesondere einer versenkbaren
Schraube mit einer am Schraubenkopf (2) angeordneten Schneideinrichtung (8),
nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 10, bei dem in einem ersten Herstel
lungsabschnitt ein Schraubenrohling mit Schraubenschaft und Gewinde, Schrau
benkopf sowie einem sich von der äußeren Schraubenkopf-Umfangsfläche in
radialer Richtung erstreckendem Überstand gebildet wird und in einem sich daran
anschließenden zweiten Herstellungabschnitt der Überstand in Richtung zur
Schraubenlängsachse X umgebogen, umgefalzt oder umgebördelt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000138660 DE10038660A1 (de) | 2000-08-08 | 2000-08-08 | Schraube, insbesondere versenkbare Schraube, mit am Schraubenkopf angeordneter Schneideinrichtung sowie Verfahren zu deren Herstellung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000138660 DE10038660A1 (de) | 2000-08-08 | 2000-08-08 | Schraube, insbesondere versenkbare Schraube, mit am Schraubenkopf angeordneter Schneideinrichtung sowie Verfahren zu deren Herstellung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10038660A1 true DE10038660A1 (de) | 2002-02-28 |
Family
ID=7651709
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000138660 Withdrawn DE10038660A1 (de) | 2000-08-08 | 2000-08-08 | Schraube, insbesondere versenkbare Schraube, mit am Schraubenkopf angeordneter Schneideinrichtung sowie Verfahren zu deren Herstellung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10038660A1 (de) |
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- 2000-08-08 DE DE2000138660 patent/DE10038660A1/de not_active Withdrawn
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8130 | Withdrawal | ||
| 8165 | Unexamined publication of following application revoked |