DE10036227A1 - Mikroskop und Verfahren zur quantitativen optischen Messung der Topographie einer Oberfläche - Google Patents
Mikroskop und Verfahren zur quantitativen optischen Messung der Topographie einer OberflächeInfo
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Abstract
Ein Mikroskop und ein Verfahren zur quantitativen optischen Messung der Topographie einer Oberfläche eines Werkstückes wird vorgeschlagen. Es zeichnet sich durch einen Differential-Interferenz-Kontrast-Mikroskopaufbau nach Nomarski mit einer Lichtquelle, einem Polarisator, einem veränderbaren Nomarski-Prisma und einem Analysator, bei dem die Lichtquelle ein enges Frequenzspektrum besitzt und/oder die Lichtquelle mit einem Spektralfilter mit engem Frequenzspektrum ausgerüstet ist und bei dem eine Phasenverschiebungsinterferometrie-Auswerteeinheit vorgesehen ist, aus.
Description
Die Erfindung betrifft ein Mikroskop und ein Verfahren zur quantitativen
optischen Messung der Topographie der Oberfläche eines Werkstückes.
Mikroskope werden nicht nur zur näheren Betrachtung kleinräumiger Struktu
ren eingesetzt, sondern seit längerem auch zur quantitativen Charakterisie
rung von Oberflächen.
Auflicht-Mikroskope sind sehr einfach in ihrer Handhabung und arbeiten ohne
einen Kontakt zum Werkstück, das heißt absolut zerstörungsfrei. Übliche
Auflichtverfahren (Hellfeld, Dunkelfeld) sind zur Untersuchung der Topogra
phien von Oberflächen jedoch nicht geeignet, da sie auf Amplitudenunter
schiede auf der Oberfläche angewiesen sind. Eine Oberflächentopographie
erzeugt jedoch keine Amplitudenunterschiede, sondern lediglich relative
Phasenunterschiede in der reflektierten Wellenfront.
Mit Hilfe der Zweistrahl-Interferenz lassen sich diese Phasenunterschiede
jedoch in Amplitudenunterschiede umwandeln. In kommerziell erhältlichen
Mikroskopen zur quantitativen Charakterisierung von Oberflächentopogra
phien werden verschiedene Anordnungen für eine solche Zweistrahl-Inter
ferometrie verwendet. Das Prinzip der Bildentstehung ist dabei trotz der
unterschiedlichen Anordnungen der beiden Teilstrahlen immer dasselbe: Die
Oberflächentopographie erzeugt einen Phasenunterschied zwischen den
beiden Teilstrahlen, der durch die anschließende Überlagerung in Amplitu
denunterschiede umgewandelt wird. Durch eine computergesteuerte
Verschiebung der Phasenlage kann dann aus dem Interferenzbild die Ober
flächentopographie rekonstruiert werden. Dies wird als sogenannte Phasen
verschiebungs-Interferometrie bezeichnet.
Bei diesen Zweistrahl-Interferometern erfolgt die Messung stets relativ zu
einer Referenzfläche. Dies führt zum einen sehr nachteilhaft zu einer sehr
hohen Empfindlichkeit dieser Messgeräte gegenüber Vibrationen. Darüber
hinaus ist die Messgenauigkeit selbst auch noch durch die Rauheit der
Referenzfläche begrenzt.
Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, ein Mikroskop und ein Verfah
ren zur quantitativen optischen Messung der Topographie der Oberfläche
eines Werkstückes vorzuschlagen, das gegenüber Vibrationen unempfindli
cher ist und nach Möglichkeit auch eine höhere Messgenauigkeit gewähr
leistet.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Mikroskop zur quantitativen optischen
Messung der Topographie der Oberfläche eines Werkstückes,
gekennzeichnet durch einen Differential-Interferenz-Kontrast-Mikroskop
aufbau nach Nomarski mit einer Lichtquelle, einem Polarisator, einem
Nomarski-Prisma und einem Analysator, bei dem die Lichtquelle ein enges
Frequenzspektrum besitzt und/oder die Lichtquelle mit einem Spektralfilter
mit engem Frequenzspektrum ausgerüstet ist, bei dem eine Einrichtung zur
reproduzierbaren Verschiebung der Phase vorgesehen ist, und bei dem eine
Phasenverschiebungsinterferometrie-Auswerteeinheit vorgesehen ist.
Bei einem Verfahren zur quantitativen optischen Messung der Topographie
einer Oberfläche eines Werkstückes wird diese Aufgabe dadurch gelöst,
dass ein Differential-Interferenz-Kontrast-Verfahren nach Nomarski
durchgeführt wird, bei dem mit Licht aus einem engen Frequenzspektrum
gearbeitet wird und eine Auswertung mittels Phasenverschiebungs-Inter
ferometrie erfolgt.
Mit einem solchen Mikroskop und einem solchen Verfahren lassen sich über
raschend die Probleme lösen. Ein Differential-Interferenz-Kon
trast-Mikroskopaufbau nach Nomarski ist zwar schon seit vielen Jahrzehnten
bekannt und in der Literatur beschrieben.
Ein solcher Mikroskopaufbau erzeugt im Gegensatz zu den
Zweistrahl-Interferometern ein für das menschliche Auge sichtbares Abbild
der Oberflächentopographie. Allerdings ist das Nomarski-Mikroskop bisher
stets nur zur qualitativen Beurteilung von Oberflächentopographien
verwendet worden, quantitative Ansätze schienen bisher ausgeschlossen zu
sein. Die großen Vorteile der Nomarski-Mikroskopie sind an sich
einleuchtend, so kommt das entsprechende Verfahren ohne jede
Referenzfläche aus. Infolge dessen sind Nomarski-Mikroskope
vibrationsunempfindlich. Trotzdem sind schon seit Jahrzehnten die Fachleute
an dem Versuch gescheitert, mit Nomarski-Mikroskopen quantitative
Auswertungen vorzunehmen, so zum Beispiel John S. Hartman, Richard L.
Gordon und Delbert L. Lessor in "Applied Optics" (1980) 2998 bis 3009 oder
M. J. Fairlie, J. G. Akkermann, R. S. Timsit in "SPIE 749" (1987) 105 bis 113.
Diese Versuche arbeiteten jeweils damit, das entstehende Bild in Graustufen
umzusetzen und dann eine quantitative Auswertung dieser Graustufen
vorzunehmen.
Die Erfindung geht von dieser an sich naheliegenden Konzeption einer Bild
verarbeitung ab. Stattdessen setzt sie zu dem Nomarski-Mikroskopaufbau
eine Möglichkeit zur Phasenverschiebungs-Interferometrie ein. Dies
geschieht dadurch, dass eine Einrichtung zur reproduzierbaren Verschiebung
der Phase vorgesehen ist, insbesondere das Nomarski-Prisma verstellbar ist.
Unter "verstellbar" ist insbesondere zu verstehen, dass das Prisma selbst
verschiebbar ist oder dass alternativ mittels eines λ/4-Plättchens und eines
drehbaren Analysators auch bei feststehendem Prisma eine Phasenver
schiebung realisiert werden kann.
Ein wesentliches Detail der Vorrichtung zur Phasenverschiebung ist die
Tatsache, dass die Phasenverschiebung vom Polarisationszustand des
Lichtes abhängig ist. Entsprechende Vorrichtungen, die aus doppelbrechen
den Kristallen bestehen, werden in der Literatur auch als Kompensator oder
Phasenschieber bezeichnet. Prinzipiell eignet sich jedes doppelbrechende
Medium zur Realisierung eines solchen Phasenschiebers.
In der Auswerte-Einheit kann dann unter Ausnutzung der Vorteile eines
Nomarski-Mikroskopes mit seiner hohen Auflösung, Vibrationsunempfindlich
keit und qualitativen Oberflächenbetrachtungsmöglichkeiten eine Phasenver
schiebungs-Interferometrie vorgenommen werden.
Die Auswerteeinheit besitzt bevorzugt einen elektrooptischen Bildwandler.
Das kann zum Beispiel eine Kamera mit elektronischem Signalausgang oder
ein CCD-Sensor sein.
Es entsteht ein neuartiges, hochauflösendes, äußerst zuverlässiges und
schnelles Messinstrument zur Bestimmung von Rauheiten. Oberflächentopo
graphien können rasch und zuverlässig sowie präzise quantitativ charakteri
siert werden.
Alle bekannten Messverfahren mit Zweistrahlinterferometern konnten darüber
hinaus keine direkte qualitative Beurteilung der Topographie der Oberfläche
mit Hilfe des menschlichen Auges ermöglichen. Die Erfindung schafft
jedoch als erheblichen zusätzlichen Vorteil genau das: Schon vor der eigent
lichen Messung kann der Benutzer des Mikroskops sich ein Bild von den zu
erwartenden Ergebnissen machen. Es wird möglich, vor der Messung eine
direkte qualitative Beurteilung mit Hilfe des menschlichen Auges vorzuneh
men.
Verschiedene bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den
Unteransprüchen charakterisiert.
Im Folgenden wird anhand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel näher
beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Schemadarstellung eines erfindungsgemäßen Mikroskops;
Fig. 2 eine perspektivische Darstellung eines Moduls als Teil des erfin
dungsgemäßen Mikroskops;
Fig. 3 eine Gesamtansicht eines Aufbaus mit Auswerteeinheit;
Fig. 4 die Bildintensität in Abhängigkeit von der Prismaposition;
Fig. 5 eine Darstellung des Messprinzips bei der Phasenverschie
bungs-Interferometrie;
Fig. 6 eine 3D-Darstellung der Topographie einer Oberfläche;
Fig. 7 Vergleichskurven verschiedener Messverfahren;
Fig. 8 verschiedene Darstellungen von Messergebnissen; und
Fig. 9 eine Darstellung der Wiederholgenauigkeit.
Fig. 1 zeigt schematisch den Aufbau eines erfindungsgemäßen Mikro
skops. Die Gesamtstruktur des Mikroskops ähnelt einem Aufbau nach
Nomarski. Zu untersuchen ist ein Werkstück 10 beziehungsweise die Topo
graphie der Oberfläche 11 dieses Werkstückes 10. Der Strahlengang wird
durch zunächst einfallendes Licht 15 und anschließend von der
Oberfläche 11 des Werkstückes 10 reflektiertes Licht 16 wiedergegeben.
Ausgangspunkt ist eine Lichtquelle 20, die hier eine Weißlichtquelle ist. Das
Licht fällt durch einen Spektralfilter 21 mit einem engen Frequenzspektrum.
Das Licht dieses engen Frequenzspektrums fällt anschließend auf einen
Polarisator 22 und wird dort linear polarisiert. Es gelangt anschließend zu
einem teildurchlässigen, hier halbdurchlässigen Spiegel 23, der so in den
Strahlengang geführt ist, dass er das von der Lichtquelle 20 her einfallende
Licht in Richtung der Oberfläche 11 des Werkstückes 10 umlenkt. Das
Werkstück wird häufig auch als Probe bezeichnet.
Vom Spiegel 23 fällt das Licht auf das Nomarski-Prisma 24, ein doppel
brechendes Prisma. Dieses Prisma spaltet das Licht in zwei orthogonal linear
polarisierte Teilstrahlen auf, die nach Durchlaufen einer Objektivlinse 25 mit
einem kleinen lateralen Versatz auf die Oberfläche 11 des Werkstückes 10
auftreffen. Bei der Reflexion an der Oberfläche 11 des Werkstückes 10
erfahren die beiden Teilstrahlen daher aufgrund der Topographie der
Oberfläche 11 eine relative Phasenverschiebung zueinander. Die Strahlen
des reflektierten Lichts 16 werden nach erneutem Durchlaufen der
Objektivlinse 25 nun im Nomarski-Prisma 24 wieder überlagert.
Sie laufen weiter durch den halbdurchlässigen Spiegel 23 zu einem
Analysator 26, in dem eine Selektion einer gemeinsamen Polarisationskom
ponente erfolgt. Die Teilstrahlen sind nun wieder interferenzfähig.
Das auf diese Weise entstehende Interferenzbild enthält Informationen über
die differentiellen Höhenänderungen entlang der Richtung des Strahlversat
zes.
Es wurde festgestellt, dass mit einem solchen Mikroskop noch Oberflächen
rauheiten in der Größenordnung von 0,05 nm sichtbar gemacht werden
können. Das Interferenzbild stellt mit zwei kleinen Einschränkungen ein gutes
Bild der Oberfläche 11 des Werkstückes 10 dar. Zum einen ist es kein
direktes Abbild der Oberflächentopographie, sondern lediglich ein Gradien
tenbild, das nicht Höhen, sondern Höhenänderungen abbildet.
Zum anderen werden diese Höhenänderungen nur entlang der Scherrichtung
sichtbar.
Die lokale Bildintensität ist durch den relativen Phasenunterschied zwischen
den beiden linear polarisierten Teilstrahlen bestimmt. Für einen Phasenun
terschied χ ergibt sich die Intensität in der Bildebene zu:
Die Größe Imax bezeichnet die maximal zu beobachtende Intensität und die
Größe Q die optischen Verluste innerhalb des Mikroskops. Für ein bestimm
tes optisches System stellen diese Verluste eine Konstante dar, während die
maximale Intensität von der Reflektivität der beobachteten Oberfläche
abhängig ist. Die Phasenverschiebung χ besteht aus zwei Anteilen, einem
Anteil α, der von der Oberflächentopographie abhängt, und einem weiteren
Anteil β, der sich aus der Position und den Eigenschaften des Nomarski-
Prismas ergibt.
χ = α + β. (2)
Der Betrag der Phasenverschiebung β ändert sich linear mit der Verschie
bung x des Prismas entlang der Scherrichtung, so dass
gilt. In dieser Gleichung bezeichnet β0 die Phasenverschiebung an der Stelle
x = 0 und dβ/dx den Gradienten der Phasenverschiebung entlang der
Scherrichtung.
Um den Gradienten der Phasenverschiebung entlang der Scherrichtung zu
bestimmen, ist eine Kalibrierung des Systems empfehlenswert, die später
erläutert wird. Neben der Phasenverschiebung erfahren die Teilstrahlen
entgegengesetzte Änderungen ihrer Ausbreitungsrichtungen, die auf der
Probenoberfläche zur örtlichen Aufspaltung in zwei Lichtpunkte mit dem
Abstand Δs führt. Die vom Prisma verursachte Phasenverschiebung verän
dert die Hintergrundhelligkeit des gesamten Interferenzbildes, während die
Oberflächentopographie zu regionalen Modulationen der Bildintensität führt.
Geht man von nahezu senkrechtem Lichteinfall auf die Oberfläche aus, so
führt eine Höhendifferenz Δz entlang der Scherrichtung zwischen den beiden
Teilstrahlen zu einer Phasenverschiebung α von
Damit ist die Phasenverschiebung α proportional zur Höhenänderung Δz
entlang der Scherrichtung. Für die Intensitätsverteilung im Interferenzbild
folgt damit
Um allein aus einer solchen Intensitätsverteilung quantitative Aussagen über
die Oberflächentopographie zu erhalten, wäre es erforderlich, die gemes
senen Intensitäten durch eine geeignete Kalibrierung den entsprechenden
Höhenänderungen zuzuordnen. Dieses Verfahren ist jedoch äußerst
aufwendig und unsicher.
Erfindungsgemäß wird jetzt jedoch die Phasenverschiebungsinterferometrie
eingesetzt. Sie ermöglicht es, die Phase α direkt zu bestimmen. Herkömm
lich werden bei solchen Verfahren in anderem Zusammenhang verschiedene
relative Phasenverschiebungen zwischen dem Mess- und dem Referenz
strahl eingestellt und dann die Intensitätsverteilung bestimmt.
Die Phasenverschiebungen werden durch die Änderung des optischen
Weges im Referenzstrahlengang eingestellt. Dazu wird mit einer
piezoelektrischen Keramik die Referenzfläche entlang der optischen Achse
verschoben. Aus dem so gewonnenen Satz von Intensitätsverteilungen wird
der Anteil α an der Phasenverschiebung χ, der aus der
Oberflächentopographie resultiert, berechnet.
Bei der Erfindung wird in der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform jedoch
ein verschiebbares Nomarski-Prisma 24 in ein Auflichtmikroskop integriert.
Die Optik des Mikroskops sollte ausreichend doppelbrechungsfrei sein und in
den Beleuchtungsstrahlengang und Betrachtungsstrahlengang Polarisa
toren 22 beziehungsweise Analysatoren 26 integriert werden können:
In dem Mikroskop wird die relative Phasenverschiebung zwischen den beiden Strahlen auf sehr einfache Weise durch Verschiebung des Nomarski- Prismas 24 entlang der Scherrichtung erzeugt. Es ist ein Satz von mindes tens drei Intensitätsverteilungen nötig, da die Gleichung (5) drei unbekannte Größen enthält, die maximale Intensität Imax, die optischen Verluste Q und die Phasenverschiebung α. In der Praxis hat sich jedoch die Verwendung von vier Intensitätsverteilungen bewährt. Diese vier Intensitätsverteilungen I1, I2, I3 und I4 mit Phasenverschiebungen βi von 0, π/2, π und 3/2π werden durch Gleichung (6) beschrieben:
In dem Mikroskop wird die relative Phasenverschiebung zwischen den beiden Strahlen auf sehr einfache Weise durch Verschiebung des Nomarski- Prismas 24 entlang der Scherrichtung erzeugt. Es ist ein Satz von mindes tens drei Intensitätsverteilungen nötig, da die Gleichung (5) drei unbekannte Größen enthält, die maximale Intensität Imax, die optischen Verluste Q und die Phasenverschiebung α. In der Praxis hat sich jedoch die Verwendung von vier Intensitätsverteilungen bewährt. Diese vier Intensitätsverteilungen I1, I2, I3 und I4 mit Phasenverschiebungen βi von 0, π/2, π und 3/2π werden durch Gleichung (6) beschrieben:
Die Phase βi lässt sich durch die Verschiebung des Nomarski-Prismas 24
entlang der Scherrichtung um die Strecke xi einstellen. Aus diesen vier
Intensitätverteilungen lässt sich die Phasenverschiebung α
dann leicht bestimmen. Die Bestimmung der Phasenverschiebung α erfolgt
mit diesem Verfahren nur bis auf ganzzahlige Vielfache von π. Aufgrund der
Periodizität der Winkelfunktionen werden die Werte für α in den Bereich
zwischen -π und π gefaltet. Zur vollständigen Bestimmung der Phasenver
schiebung muss daher eine Entfaltung vorgenommen werden. Dazu werden
Vielfache von π addiert bzw. subtrahiert, bis die Phasendifferenz zwischen
zwei benachbarten Bildpunkten kleiner als π/2 ist. Voraussetzung dafür ist
jedoch, dass die Höhendifferenz zwischen zwei benachbarten Bildpunkten
keine größere Phasenverschiebung als π/2 hervorruft. Ist die
Phasenverschiebung auf diese Weise bestimmt, so ergibt sich der Gradient
der Oberflächentopographie δz/δx zu:
Durch numerische Integration entlang der Scherrichtung lässt sich daraus ein
Linienprofil der Oberflächentopographie in x-Richtung erstellen.
Die x-Indizes sollen verdeutlichen, dass nur Oberflächenstrukturen in x-
Richtung erfasst werden. Orientiert der Nutzer die Probe so unter dem Mikro
skop, dass die interessanten Strukturen senkrecht zur Scherrichtung verlau
fen, ergeben sich trotz dieser Einschränkung aussagekräftige Ergebnisse.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt Fig. 2. Es handelt
sich um ein Modul mit einem Nomarski-Prisma 24. Es ist so konstruiert, dass
es in ein vorhandenes Mikroskop anstelle eines herkömmlichen Objektivs
eingebaut werden kann. Das Prisma lässt sich entlang der Scherrichtung
verschieben, so dass sich zwischen den beiden Teilstrahlen eine relative
Phasenverschiebung einstellen lässt. Die Verschiebung wird manuell mit
einer Mikrometerschraube bzw. Feinmessschraube durchgeführt. Je nach
Ausführungsbeispiel lässt sie sich auch automatisch mit einem Schrittmotor,
einem piezoelektrischen Versteller o. ä. durchführen. Das Prisma mit dem
Verschiebemechanismus kann ebenfalls um die optische Achse gedreht
werden, um es an die Geometrie des Mikroskops anzupassen. Darüber
hinaus ist es auch möglich, die Phasenverschiebung bei feststehendem
Prisma durch das Einbringen eines λ/4-Plättchens und die Drehung des
Analysators zu realisieren. Angeschlossen an das Modul ist ein Computer zur
automatischen Steuerung der Phasenverschiebung.
Fig. 3 zeigt, wie gemäß der Erfindung ein kommerziell verfügbares
Mikroskop geschaffen werden könnte. Das Modul wird entsprechend Fig. 1
zwischen Objektiv und Objektivaufnahme eingebaut. Ebenfalls werden zwei
Polarisationsfilter zusätzlich eingebaut.
Die Messung der Intensitätsverteilung erfolgt mit einem Sensor 27,
beispielsweise mit einer hochauflösenden CCD-Messkamera. Die Kamera ist
um die optische Achse des Mikroskops drehbar, so dass die Scherrichtung
mit der Richtung der Zeilen oder der Spalten der Kamera in Übereinstim
mung gebracht werden kann. Über eine digitale Schnittstelle ist die Steuer
einheit der Kamera mit einem Bildspeicher verbunden. Dieser Bildspeicher ist
in eine Auswerteeinrichtung 30 mit einem Computer integriert. Mit Hilfe des
Computers ist die digitale Bearbeitung und Auswertung der Nomarski-
Aufnahmen möglich. In Fig. 3 zeigt die linke Bildhälfte das Mikroskop mit
dem erfindungsgemäßen Modul inklusive Xenon-Lampe und CCD-Kamera,
die rechte die Auswerteeinrichtung mit einem Bildverarbeitungssystem,
welches einen Computer mit eingebautem Bildspeicher und zwei Monitoren
aufweist.
Die Daten des CCD-Chips sollten so gewählt sein, dass die laterale Auflö
sung durch die optische Auflösung des Mikroskops begrenzt wird.
Die vertikale Auflösung wird durch das Signal-zu-Rausch-Verhältnis des
Detektors begrenzt. Es lässt sich allerdings kein absoluter Grenzwert
angeben, da zu dessen Bestimmung keine geeigneten Tiefen-Einstellnor
male zur Verfügung stehen. Daher wird das vertikale Auflösungsvermögen
über die sogenannte Wiederholgenauigkeit charakterisiert. Dazu werden an
einer Oberfläche zwei identische Messungen durchgeführt und die dadurch
ermittelten Oberflächentopographien voneinander subtrahiert. Die mittlere
quadratische Rauheit dieser Differenzbildung stellt ein Maß für die vertikale
Auflösungsgrenze dar. Es bedeutet, dass ein Tiefen-Einstellnormal mit dieser
Tiefe gerade nicht mehr aufgelöst werden kann, da das Signal-zu-Rausch-
Verhältnis Eins beträgt.
Der vertikale Dynamikbereich wird durch drei Faktoren beschränkt: Zunächst
darf die Höhendifferenz zwischen benachbarten Bildpunkten keine größere
Phasendifferenz als π/2 hervorrufen. D. h. die Höhendifferenz zwischen
benachbarten Bildpunkten darf nicht größer als λ/4 sein. Andernfalls liefert
das Phasenverschiebungs-Verfahren falsche Ergebnisse. Ist dieses Kriterium
erfüllt, so wird der maximal noch zu messende Höhenunterschied durch den
Schärfentiefebereich des Mikroskops beschränkt.
Um den praktischen Nutzen der Erfindung zu demonstrieren, wurden ein
Tiefen-Einstellnormal sowie verschiedene BK7-Oberflächen untersucht. Die
dabei erzielten quantitativen Ergebnisse werden im folgenden dargestellt.
Zunächst wurden die optischen Komponenten des Nomarski-Mikroskops
(Polarisator 22, Analysator 26 und Nomarski-Prisma 24) entsprechend Fig.
1 justiert. Der CCD-Sensor war so ausgerichtet, dass die Scherrichtung des
Mikroskops mit den Zeilen des Sensors übereinstimmt. Zur Kalibrierung der
relativen Phasenverschiebung zwischen den beiden Teilstrahlen, die durch
das Nomarski-Prisma hervorgerufen wird, diente das Tiefen-Einstellnormal.
Es zeichnet sich, abgesehen von den Fugen, durch eine sehr geringe
Rauheit aus, die im Nomarski-Mikroskop zu einer entsprechend gleichförmi
gen Helligkeit führt. Die Bildhelligkeit wurde als Funktion der Prismaposition
aufgezeichnet. Dazu erfolgte die Verschiebung des Prismas über einen
Bereich von 2,5 mm in Schriften von 0,1 mm. An jedem Messpunkt wurde die
Intensitätsverteilung bei 100 ms Belichtungszeit und 0 dB Verstärkung über
16 Einzelbilder gemittelt. Die Grundhelligkeit berechnet sich durch die
Mittelung über die gesamte Fläche des CCD-Sensors. Die Helligkeit in
Graustufen ist in Fig. 4 als Funktion der Prismaposition aufgetragen, die
nach rechts in mm angegeben ist.
Die Messpunkte in Fig. 4 zeigen diesen gemessenen Helligkeitsverlauf in
Abhängigkeit von der Prismaposition und die nichtlineare Regression durch
Gleichung (10). Die Übereinstimmung zwischen den Messwerten und der
nichtlinearen Regression ist sehr gut. Die nichtlineare Regression liefert eine
maximale Intensität Imax, von 240 Graustufen bei Verlusten Q von 0,06. Für
den Phasenverschiebunsgradienten dβ/dx ergeben sich 2,28 rad/mm bei
einem Startwert β0 von 0,66 rad. Während Imax und Q von der Reflektivität
der untersuchten Oberfläche abhängig sind, ist dβ/dx unabhängig von den
Eigenschaften der zugrundeliegenden Oberfläche und β0 willkürlich wählbar.
Die für die Phasenverschiebungs-Interferometrie relevante Größe stellt der
Phasenverschiebungs-Gradient dβ/dx dar. Durch seine Kenntnis lässt sich
die Phasenverschiebung zwischen den beiden Teilstrahlen auf beliebige
Werte zwischen 0 und 2π einstellen.
Damit sind die nötigen Voraussetzungen geschaffen, um Oberflächen
topographien mit Hilfe der Phasenverschiebungs-Interferometrie quantitativ
zu bestimmen. Im Folgenden wird das Messprinzip am Beispiel des 98,5-nm-
Tiefen-Einstellnormals dargestellt:
Das Tiefen-Einstellnormal wurde so unter dem Mikroskop orientiert, dass die
98,5-nm-Fuge senkrecht zur Scherrichtung verläuft. Dann erfolgte die
Aufnahme von vier Interferenzbildern mit relativen Phasenverschiebungen βi
von 0, π/2, π und 3/2π zwischen den beiden Teilstrahlen. Die
vorausgegangene Kalibrierung liefert für eine erwünschte Phasenverschie
bung um π/2 eine erforderliche Verschiebung der Prismaposition um
0,69 mm. Die Darstellung der Ergebnisse ist durch die verwendete 3D-
Software auf einen Bereich von maximal 512 × 512 Bildpunkte beschränkt.
In Fig. 5a) ist das Ergebnis der Phasenberechnung für das 98,5-nm-
Tiefen-Einstellnormal dargestellt. Fig. 5b) zeigt die korrigierte Phasenver
teilung, aus der sich die Oberflächentopographie in Fig. 5c) mittels nume
rischer Integration rekonstruieren lässt. Es handelt sich jeweils um einen
450 × 450 Bildpunkte großen Ausschnitt in Graustufendarstellung, d. h. die
Helligkeit eines Bildpunktes ist proportional zu seiner Höhe. Es sind x nach
rechts und y nach oben jeweils in µm eingetragen. Zur besseren Veran
schaulichung zeigt Fig. 5d) jeweils die unterste Zeile der Graustufendar
stellungen aus Fig. 5a), b) und c) als eindimensionales Profil. Wiederum ist
x in µm nach rechts aufgetragen, hier jedoch z in nm nach oben.
In Fig. 5a) sind die beiden Kanten der Fuge deutlich als dunkle Streifen zu
erkennen, wobei der rechte dunkle Streifen einen schwachen hellen Saum
hat. Das eindimensionale Profil der Phase in Fig. 5d) verdeutlicht den
Unterschied zwischen den beiden Streifen. Der helle Saum des zweiten
Streifens ist auf die Faltung der Phase in den Wertebereich zwischen -π
und π zurückzuführen. Für eine quantitative Auswertung ist die Phasen
verteilung aus Fig. 5a) zu korrigieren, indem sie zunächst entfaltet und
dann einer linearen Regression unterzogen wird.
Zur Entfaltung werden auf den Phasenwert eines Bildpunktes solange
Vielfache von π addiert bzw. subtrahiert, bis die Phasendifferenz zum
vorangegangenen Bildpunkt kleiner als π/2 ist. Anschließend wird für jede
Zeile eine lineare Regression durchgeführt, deren Ergebnis dann von der
jeweiligen Zeile subtrahiert wird. Dabei werden der lineare Phasenanstieg
und der Phasenoffset entfernt. Das Resultat der auf diese Weise korrigierten
Phasenverteilung ist in Fig. 5b) dargestellt. Die negative und die positive
Höhenänderung an den Rändern der Fuge sind deutlich als schwarzer und
als weißer Streifen zu erkennen, während das übrige Bild gleichmäßig grau
ist. Das eindimensionale Profil der korrigierten Phasenverteilung in Fig. 5d)
verdeutlicht die Korrekturen gegenüber der ursprünglichen Phasenverteilung.
Die Phasenanteile liegen symmetrisch zur x-Achse. Die negativen und
positiven Höhenänderungen an den Fugenrändern sind vom Betrag gleich
groß. Diese korrigierte Phasenverteilung ist das Gradientenbild der
Oberflächentopographie.
Zur Rekonstruktion der Oberflächentopographie aus diesem Gradientenbild
wird entlang der x-Achse die numerische Integration durchgeführt. In
Fig. 5c) ist das Ergebnis der Integration als Graustufenbild dargestellt. Die
98,5-nm-Fuge ist deutlich als schwarzer Streifen zu erkennen. Das eindimen
sionale Profil der Fuge Fig. 5d) verdeutlicht die gute Reproduktion der
Oberflächentopographie entlang der x-Achse. Die Fuge hat eine Tiefe von
ca. 100 nm bei einer Breite von 50 µm.
Die verwendete Software ermöglicht neben der Graustufendarstellung
auch die dreidimensionale Visualisierung der Messdaten. In Fig. 6 sind die
Oberflächentopographien der 98,5-nm- und der 2,7-nm-Fuge des Tiefen-
Einstellnormals übereinander dargestellt. Beide Fugen wurden senkrecht zur
Scherrichtung orientiert, um deren tatsächliche Tiefe vermessen zu können.
Die Darstellung der 2,7 nm tiefen Fuge wurde für eine bessere Übersichtlich
keit um 15 nm angehoben. Der Bildausschnitt hat eine Kantenlänge von
150 µm × 150 µm. X und y sind wiederum in µm, nach rechts beziehungs
weise optisch nach hinten, z dagegen in nm nach oben aufgetragen.
Trotz der fehlenden Höheninformation entlang der y-Achse ergibt sich ein
sehr realistisches Bild der Oberflächentopographie. Auch die 2,7-nm-Fuge
wird sehr gut aufgelöst.
Zur Überprüfung der Resultate bietet sich ein Vergleich mit anderen
bekannten Messgeräten an. Fig. 7 stellt dazu die Ergebnisse von Stufen
messungen mit dem mechanischen Profilometer (MP), dem optischen
Heterodyne-Profilometer (OHP) und dem Nomarski-Mikroskop nach der
Erfindung (NM) für zwei Tiefen-Einstellnormale gegenüber. In Fig. 7a) sind
drei Oberflächenprofile der 98,5-nm-Fuge dargestellt. Zum Vergleich zeigt
Fig. 7b) in zwei verschiedenen Maßstäben jeweils drei Oberflächenprofile
der 2,7-nm-Fuge, in der oberen Darstellung maßstabsgetreu zur 98,5-nm-
Fuge und in der unteren Darstellung stark vergrößert.
Wiederum ist x nach rechts in µm und z nach oben in nm eingetragen.
Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Oberflächenprofile an unter
schiedlichen Bereichen der Fuge gemessen wurden, ist die Übereinstimmung
der Messergebnisse bezüglich der Tiefe und der Breite der Fugen ausge
zeichnet. Eine Ausnahme bildet das optische Heterodyne-Profilometer.
Aufgrund seines Messprinzips, bei dem die Messwerte auf einem Kreis
liegen, ist es nicht in der Lage, die Fugenbreite korrekt zu bestimmen. In der
stark vergrößerten Darstellung der 2,7-nm-Fuge wird darüber hinaus eine
sinusförmige Abweichung der Ergebnisse des Nomarski-Mikroskops von den
Ergebnissen der beiden anderen Messinstrumenten sichtbar. Es handelt sich
dabei um einen für die Phasenverschiebungs-Interferometrie typischen
Fehler, der auf kleine Abweichungen bei der Einstellung der Phasenver
schiebung zurückzuführen ist. Er hat eine Amplitude von wenigen zehntel
Nanometern bei einer festen Ortswellenlänge von etwa 150 µm. Bei der
Bestimmung von Rauheiten superglatter Oberflächen muss dieser Fehler
korrigiert werden. Aufgrund seiner festen Ortswellenlänge lässt sich dies
durch eine Fourierfilterung realisieren, bei der Anteile mit dieser Ortswellen
länge aus dem Oberflächenprofil gefiltert werden.
Für die Demonstration der Eignung der Vorrichtung für Rauheitsmessungen
und weiterer statistischer Rauheitsparameter wurden beispielhaft zwei BK7-
Substrate ausgewählt, die mit 0135 und 0312 bezeichnet sind. Die Ergeb
nisse der Rauheitsmessung sind in Fig. 8 zusammengefasst.
X und y sind in µm jeweils nach rechts beziehungsweise nach oben aufge
tragen. Die Einstellungen der verschiedenen Messungen waren
a) Rq(OHP) = 0,82 nm, Ic = 5 µm
Rq(NM) = 0,67 nm, Ic = 4,33 µm
Rq(NM) = 0,67 nm, Ic = 4,33 µm
b) Rq(OHP) = 0,24 nm, Ic = 9 µm
Rq(NM) = 0,25 nm, Ic = 3,33 µm
Rq(NM) = 0,25 nm, Ic = 3,33 µm
Für die Graustufendarstellung der beiden Oberflächen in Fig. 8a) und b)
wurde dieselbe Skalierung gewählt, d. h. schwarz entspricht einem z-Wert
von -6 nm und weiß einem z-Wert von +6 nm. Dadurch wird die unterschied
liche Rauheit der beiden Proben bereits in der Graustufendarstellung deut
lich. Beide Darstellungen weisen Streifen in x-Richtung auf, woran das
Fehlen der Höheninformationen entlang der y-Achse deutlich wird. Die
größere Rauheit der Probe 0135 gegenüber der Probe 0312 wird an den
eindimensionalen Oberflächenprofilen in Fig. 8c) besonders deutlich. Die
aus den beiden Oberflächenprofilen berechneten Autokovarianzfunktionen
werden Fig. 8d) gegenübergestellt. Danach hat die Probe 0135 eine
mittlere quadratische Rauheit von 0,67 nm bei einer Korrelationslänge von
4,33 µm gegenüber einer mittleren quadratischen Rauheit von 0,25 nm und
einer Korrelationslänge von 3,33 µm bei Probe 0312. Diese Ergebnisse
bestätigen die Messwerte für die mittlere quadratische Rauheit, ermittelt mit
dem optischen Heterodyne-Profilometer (OHP). Dabei kann die
Übereinstimmung der Ergebnisse von Nomarski-Mikroskop (NM) nach der
Erfindung und optischem Heterodyne-Profilometer für die ermittelte mittlere
quadratische Rauheit Rq am BK7-Substrat 0312 als sehr gut bezeichnet
werden. Für die Korrelationslänge lc ergeben sich bei diesem Substrat
jedoch gravierende Unterschiede, etwa Faktor drei, zwischen den beiden
Meßinstrumenten. Beim BK7-Substrat 0135 weichen die Ergebnisse beider
Meßinstrumente für Rq und lc um 20% bzw. 15% voneinander ab.
Die Abweichungen zwischen den beiden Messgeräten sind zum einen darauf
zurückzuführen, dass die Messungen an unterschiedlichen Bereichen auf der
Probenoberfläche durchgeführt wurden. Zum anderen zeichnen sich beide
Messgeräte durch unterschiedliche Bandgrenzen aus, die zu systematischen
Abweichungen der Messergebnisse voneinander führen.
Die Bestimmung der Wiederholgenauigkeit dient der Ermittlung der minima
len vertikalen Auflösung. Dazu wurde die glattere BK7-Probe 0312 aus Fig.
8b) verwendet. An der gleichen Stelle auf der Oberfläche wurden zwei
Rauheitsmessungen hintereinander durchgeführt. Fig. 9 stellt zwei eindi
mensionale Oberflächenprofile dieser beiden Messungen dar. X ist nach
rechts in µm und z nach oben in nm aufgetragen. Die Einzelmessungen sind
gestrichelt beziehungsweise punktiert eingetragen, die Differenz als durchge
zogene Linie.
Die Abweichungen zwischen den beiden Einzelmessungen sind deutlich zu
erkennen. Die Differenz der beiden Einzelmessungen weist eine mittlere
quadratische Rauheit von 0,12 nm auf. Diese Wiederholgenauigkeit spiegelt
das Signal-zu-Rausch-Verhältnis des CCD-Sensors wieder. Die optische
Auflösung des Mikroskops ist besser, da das Mikroskop bei der Betrachtung
mit dem menschlichen Auge noch Strukturen von Oberflächentopographien
mit Rauheiten von 0,05 nm wiedergibt.
Bei einer weiteren Ausführungsform der Erfindung wird die Drehachse des
CCD-Sensors auf die Drehachse des Probenträgers, also den Träger des
Werkstückes 10, zentriert. Dann können zwei Messungen an der jeweils um
90 Grad um die optische Achse des Mikroskops gedrehten Werkstück 10
durchgeführt werden, um Oberflächenstrukturen zu erfassen, die sowohl in x-
als auch in y-Richtung verlaufen. Durch Überlagerung beider Linienprofile
lässt sich dann ein vollständiges Bild der Oberfläche 11 des Werkstückes 10
ermitteln.
Bei nicht ausreichend gut zentrierten Achsen von CCD-Sensor und dem
Träger des Werkstückes 10 kann eine weitere Ausführungsform zum Tragen
kommen, bei der die Verschiebung des Bildausschnittes nach 90 Grad
Drehung durch Bildvergleichsverfahren bestimmt wird.
10
Werkstück
11
Oberfläche des Werkstücks
15
einfallendes Licht
16
reflektierendes Licht
20
Lichtquelle
21
Spektralfilter
22
Polarisator
23
Teildurchlässiger Spiegel
24
Nomarski-Prisma
25
Objektivlinse
26
Analysator
27
Sensor, zum Beispiel Kamera
30
Auswerteeinheit
Claims (14)
1. Mikroskop zur quantitativen optischen Messung der Topographie der
Oberfläche (11) eines Werkstückes (10),
gekennzeichnet durch
einen Differential-Interferenz-Kontrast-Mikroskopaufbau nach Nomarski mit einer Lichtquelle (20), einem Polarisator (22), einem Nomarski-Prisma (24) und einem Analysator (26),
bei dem die Lichtquelle (20) ein enges Frequenzspektrum besitzt und/oder die Lichtquelle (20) mit einem Spektralfilter (21) mit engem Frequenzspekt rum ausgerüstet ist,
bei dem eine Einrichtung zur reproduzierbaren Verschiebung der Phase vorgesehen ist,
und bei dem eine Phasenverschiebungsinterferometrie-Auswerteeinheit (30) vorgesehen ist.
einen Differential-Interferenz-Kontrast-Mikroskopaufbau nach Nomarski mit einer Lichtquelle (20), einem Polarisator (22), einem Nomarski-Prisma (24) und einem Analysator (26),
bei dem die Lichtquelle (20) ein enges Frequenzspektrum besitzt und/oder die Lichtquelle (20) mit einem Spektralfilter (21) mit engem Frequenzspekt rum ausgerüstet ist,
bei dem eine Einrichtung zur reproduzierbaren Verschiebung der Phase vorgesehen ist,
und bei dem eine Phasenverschiebungsinterferometrie-Auswerteeinheit (30) vorgesehen ist.
2. Mikroskop nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Auswerteeinheit (30) einen elektrooptischen Bildwandler, insbeson
dere eine Kamera oder einen CCD-Sensor, aufweist.
3. Mikroskop nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einrichtung zur reproduzierbaren Verschiebung der Phase einen
Mechanismus aufweist, mittels dessen das Nomarski-Prisma (24) verschieb
bar ist.
4. Mikroskop nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einrichtung zur reproduzierbaren Verschiebung der Phase ein λ/4-Plättchen im Strahlengang, insbesondere benachbart zum Nomarski- Prisma (24) aufweist, und
dass der Analysator (26) drehbar ist.
dass die Einrichtung zur reproduzierbaren Verschiebung der Phase ein λ/4-Plättchen im Strahlengang, insbesondere benachbart zum Nomarski- Prisma (24) aufweist, und
dass der Analysator (26) drehbar ist.
5. Mikroskop nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einrichtung zur reproduzierbaren Verschiebung der Phase mittels
eines ansteuerbaren Elementes reproduzierbar verstellbar ist.
6. Mikroskop nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine auswechselbare Moduleinheit vorgesehen ist, die als Bestandteile das verstellbare, insbesondere verschiebbare Nomarski-Prisma (24) nebst Verstell- beziehungsweise Verschiebemechanismus aufweist,
und dass die Moduleinheit mittels eines Mikroskopgewindes auswechselbar in den Strahlengang eines herkömmlichen Mikroskops einschiebbar ist.
dass eine auswechselbare Moduleinheit vorgesehen ist, die als Bestandteile das verstellbare, insbesondere verschiebbare Nomarski-Prisma (24) nebst Verstell- beziehungsweise Verschiebemechanismus aufweist,
und dass die Moduleinheit mittels eines Mikroskopgewindes auswechselbar in den Strahlengang eines herkömmlichen Mikroskops einschiebbar ist.
7. Mikroskop nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Modul um die optische Achse drehbar ist.
8. Mikroskop nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drehachse des Trägers des Werkstückes (10) auf die optische
Achse des Mikroskops zentriert ist.
9. Verfahren zur quantitativen optischen Messung der Topographie einer
Oberfläche (11) eines Werkstückes (10),
dadurch gekennzeichnet,
dass ein Differential-Interferenz-Kontrast-Verfahren nach Nomarski durchge
führt wird, bei dem mit Licht aus einem engen Frequenzspektrum gearbeitet
wird und eine Auswertung mittels Phasenverschiebungs-Interferometrie
erfolgt.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine Kalibrierung der Phasenverschiebung vorgenommen wird,
dass dazu eine Aufzeichnung der Bildhelligkeit als Funktion der Position des Nomarski-Prismas (24) erfolgt
und dass die Auswertung nach einem theoretischen Modell für den Hellig keitsverlauf erfolgt.
dass eine Kalibrierung der Phasenverschiebung vorgenommen wird,
dass dazu eine Aufzeichnung der Bildhelligkeit als Funktion der Position des Nomarski-Prismas (24) erfolgt
und dass die Auswertung nach einem theoretischen Modell für den Hellig keitsverlauf erfolgt.
11. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass eine quantitative Auswertung der mittels Phasenverschiebungs-Inter
ferometrie gewonnenen Phasenverteilung mittels einer Entfaltung erfolgt.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Entfaltung so vorgenommen wird, dass auf den Phasenwert eines
Bildpunktes so lange Vielfache von π addiert beziehungsweise subtrahiert
werden, bis die Phasendifferenz kleiner als π/2 ist und anschließend für jede
Zeile eine lineare Regression durchgeführt wird, deren Ergebnis von der
jeweiligen Zeile subtrahiert wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Rekonstruktion der Topographie der Oberfläche (11) des Werk
stückes (10) das ermittelte entfaltete Bild integriert wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 10 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drehachse eines Sensors in der Auswerteeinheit (30) auf die Dreh achse des Trägers des Werkstückes (10) zentriert wird,
dass zwei Messungen an dem jeweils um 90° um diese optische Achse gedrehten Werkstück durchgeführt werden,
und dass eine Überlagerung beider Linienprofile zur Erfassung von Ober flächenstrukturen in zwei Richtungen vorgenommen werden.
dass die Drehachse eines Sensors in der Auswerteeinheit (30) auf die Dreh achse des Trägers des Werkstückes (10) zentriert wird,
dass zwei Messungen an dem jeweils um 90° um diese optische Achse gedrehten Werkstück durchgeführt werden,
und dass eine Überlagerung beider Linienprofile zur Erfassung von Ober flächenstrukturen in zwei Richtungen vorgenommen werden.
Priority Applications (7)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10036227A DE10036227A1 (de) | 2000-06-14 | 2000-07-26 | Mikroskop und Verfahren zur quantitativen optischen Messung der Topographie einer Oberfläche |
| EP01960310A EP1290485B1 (de) | 2000-06-14 | 2001-06-14 | Verfahren zur quantitativen optischen messung der topographie einer oberfläche |
| JP2002510993A JP2004508577A (ja) | 2000-06-14 | 2001-06-14 | 表面の微細構造を定量的に光学的に測定するための顕微鏡および方法 |
| US10/311,008 US20030161038A1 (en) | 2000-06-14 | 2001-06-14 | Microscope and method for measuring surface topography in a quantitative and optical manner |
| DE50111807T DE50111807D1 (de) | 2000-06-14 | 2001-06-14 | Verfahren zur quantitativen optischen messung der topographie einer oberfläche |
| AT01960310T ATE350682T1 (de) | 2000-06-14 | 2001-06-14 | Verfahren zur quantitativen optischen messung der topographie einer oberfläche |
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Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10028444 | 2000-06-14 | ||
| DE10036227A DE10036227A1 (de) | 2000-06-14 | 2000-07-26 | Mikroskop und Verfahren zur quantitativen optischen Messung der Topographie einer Oberfläche |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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Family
ID=7645153
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10036227A Withdrawn DE10036227A1 (de) | 2000-06-14 | 2000-07-26 | Mikroskop und Verfahren zur quantitativen optischen Messung der Topographie einer Oberfläche |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10036227A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1508034A1 (de) * | 2002-05-24 | 2005-02-23 | Honeywell International Inc. | Verfahren und vorrichtung zur bestimmung einer oberflächeneigenschaft einer substratprobe unter verwendung eines differenz-interferenz-kontrastmikroskops |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4242883A1 (de) * | 1992-12-18 | 1994-06-30 | Fraunhofer Ges Forschung | Verfahren zur 3-D-Shear-Bildauswertung |
| DE19626261A1 (de) * | 1995-06-30 | 1997-01-02 | Nikon Corp | Beobachtungsvorrichtung |
-
2000
- 2000-07-26 DE DE10036227A patent/DE10036227A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4242883A1 (de) * | 1992-12-18 | 1994-06-30 | Fraunhofer Ges Forschung | Verfahren zur 3-D-Shear-Bildauswertung |
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|---|---|---|---|---|
| EP1508034A1 (de) * | 2002-05-24 | 2005-02-23 | Honeywell International Inc. | Verfahren und vorrichtung zur bestimmung einer oberflächeneigenschaft einer substratprobe unter verwendung eines differenz-interferenz-kontrastmikroskops |
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