DE10036113A1 - Energieabsorbierende Bremse - Google Patents
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Abstract
Eine energieabsorbierende Bremse ist insbesondere so beschaffen, daß sie einen asymmetrischen Ausfallzustand in bezug auf die Bewegung bestimmter Tragflächen-Abschnitte wie etwa Klappen eines Luftfahrzeugs verhindert. Die verbesserte Bremse umfaßt ein Gehäuse, eine relativ zum Gehäuse drehbare Welle, wenigstens eine mit der Welle drehfest verbundene erste Bremsoberfläche, wenigstens eine am Gehäuse angebrachte zweite Bremsoberfläche, die der ersten Bremsoberfläche zugewandt ist, einen Mechanismus, der ein bewegliches Element mit begrenztem Bewegungsbereich besitzt, um zwischen den Oberflächen eine Normalkraft zu erzeugen, um in Abhängigkeit von der Normalkraft ein Bremsdrehmoment auf die Welle zu erzeugen, sowie ein vorbelastetes Federelement, das mit den Oberflächen und mit dem beweglichen Mechanismus mechanisch in Reihe angeordnet ist und funktional so angeordnet ist, daß das Federelement um mehr als den begrenzten Bewegungsbereich abgelenkt werden kann, um die zwischen den Oberflächen wirkende Normalkraft zu begrenzen, wobei die Größe des Bremsdrehmoments, das zwischen der Welle und dem Gehäuse übertragen wird, begrenzt wird.
Description
Die Erfindung betrifft allgemein das Gebiet der energie
absorbierenden Bremsen und insbesondere eine verbesserte
energieabsorbierende Bremse, die vor allem in einem
Luftfahrzeug nützlich ist, um einen instabilen Zustand zu
begrenzen, wenn etwa Klappen von Tragflächen asymmetrisch
betätigt werden.
Moderne Luftfahrzeuge verwenden Systeme aerodynamischer
Klappen, um die Konfiguration des Flügels zu ändern. Die
Klappen werden typischerweise durch mechanische Antriebe
betätigt, die durch einen einzigen Zentralmotor, der mit
jedem Flügel über einen Drehwellenstrang verbunden ist,
betätigt werden. Falls eine Welle, die den Motor mit
einer Klappe verbindet, bricht, könnte die andere Klappe
den Wellenstrang in der Gegenrichtung antreiben. Um einen
Schutz vor einem solchen unkontrollierten Zustand zu
schaffen, ist in jedem Flügel ein Bremssystem vorgesehen.
Ein elektrischer Komparator kann dazu verwendet werden,
einen asymmetrischen Zustand zwischen den Klappen festzu
stellen und wahlweise einen Elektromagneten mechanisch zu
betätigen, um die Bremsen zu aktivieren. Alternativ kann
ein Zentrifugalgeschwindigkeitssensor, der in den Klap
penantrieb eingebaut ist, die Bremse mechanisch erregen,
wenn sich der Klappenantrieb mit zu hoher Geschwindigkeit
dreht. In jedem Fall greift die Bremse typischerweise
plötzlich ein, so daß sich eine schnelle Verzögerung des
Wellenstrangs ergibt, so daß hohe Drehmomente erzeugt
werden, die Beschädigungen hervorrufen können, sofern die
Wellen nicht elastisch ausgebildet sind, um diese Energie
zu absorbieren. Die Erfindung schafft eine verbesserte
Bremse, in der das Bremsdrehmoment inhärent begrenzt
wird, so daß ein externer Schutz für den Wellenstrang
nicht erforderlich ist.
Im Stand der Technik sind bereits Bremssysteme bekannt.
Aus dem Patent US 4.121.795 ist ein Mechanismus einer
asymmetrischen Bremse bekannt, in dem ein Elektromagnet
eine Walzenhemmbremse an der Antriebswelle auslöst. Es
ist jedoch keine Einrichtung vorgesehen, die ein übermä
ßiges Wellendrehmoment begrenzt, wenn die Bremse greift.
Aus dem Patent US 4.633.984 ist ein weiterer Mechanismus
einer asymmetrischen Bremse bekannt, in dem ein Elektro
magnet eine Walzenhemmbremse an der Antriebswelle aus
löst. Eine unkontrollierte Bewegung der Welle nach einem
Bruch und daraus sich ergebende übermäßige Lasten beim
Greifen der Bremse werden begrenzt, indem mit der Welle
über eine Reibkupplung und ein Übersetzungsgetriebe ein
Schwungrad gekoppelt wird. Die Beschleunigung des
Schwungrades begrenzt eine unkontrollierte Wellenge
schwindigkeit und eine unkontrollierte Winkelbewegung,
ferner ermöglicht die Reibkupplung die Umwandlung der
kinetischen Energie des Schwungrades in Wärme nach dem
Bremsen der Welle.
Aus dem Patent US 5.484.043 ist ein Mechanismus einer
asymmetrischen Bremse bekannt, in dem entweder ein Kugel-
/Rampen-Drehzahlsensor oder ein Elektromagnet eine Gleit
klauenbremse an der Antriebswelle auslöst. Eine gezahnte
Gegendruckplatte an der Bremse wird über eine elastomere
Torsionsstoßabsorptionseinrichtung unterstützt, um das
Bremsstoßdrehmoment zu begrenzen.
Aus dem Patent US 5.743.490 ist ein Fluglagenregelung-
Betätigungssystem bekannt, das asymmetrische Bremsen
enthält. Diese Bremsen bestehen aus einem Elektromagne
ten, der über ein Kugel-/Keilwellen-System wirkt, um mit
einer Klauenkupplung in Eingriff zu gelangen, die angeb
lich so beschaffen ist, daß Stoßlasten verringert oder
absorbiert werden. Durch Konfigurieren des Kugel-/Keil
wellen-Systems und der Klauenkupplung in der Weise, daß
sie zusätzlich zur Ausführung ihrer Hauptfunktionen als
Stoßabsorptionseinrichtungen wirken, wird der Bedarf an
getrennten elastomeren Stoßabsorptionseinrichtungen
beseitigt.
Ein weiterer Bremsmechanismus des Standes der Technik für
diese Art Anwendungen, der dem Erfinder bekannt ist und
in Fig. 1 schematisch gezeigt ist (der sich jedoch in der
Patentliteratur nicht findet), umfaßt eine Scheiben
bremse, die aus einem Stapel von Scheiben besteht, die
abwechselnd mit Keilwellen verbunden sind, um sich in
einer festen Gehäusebohrung entweder mit einer Welle zu
drehen oder gegenüber einer Drehung festgehalten werden.
Die Bremswirkung wird durch wahlweises axiales Zusammen
pressen der Scheiben erhalten. Die rotierende Keilwelle
ist mit der Antriebswelle über einen Kugel-/Rampen-Ge
schwindigkeitssensor gekoppelt, in dem einzelne Kugel
zwischen einem radiale Nuten aufweisenden Flansch an der
Bremswelle und einer daran angepaßten konischen Nocken
oberfläche am Antriebswellenflansch gehalten werden. Die
Flansche sind durch eine Feder, die die Kugeln normaler
weise im radial inneren Abschnitt der Nockenrampen hält,
so vorbelastet, daß sie sich aufeinander zu bewegen. Bei
hohen Wellendrehzahlen bewirkt die Zentrifugalkraft, daß
sich die Kugeln längs der Rampen radial auswärts bewegen,
wodurch die Flansche auseinandergezwungen werden und den
Bremsscheiben-Stapel axial belasten. Wenn die Bremse zu
greifen beginnt, sind die Rollkräfte auf die Kugeln
selbstverstärkend und belasten die Bremsscheiben noch
stärker, so daß ein plötzliches Greifen der Bremse und
eine daraus resultierende Stoßbelastung des zugeordneten
Wellensystems hervorgerufen werden.
Daher wäre es im allgemeinen wünschenswert, eine verbes
serte Bremse zu schaffen, die Energie absorbieren und die
Stoßbelastung verhindern kann.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen
verbesserten energieabsorbierenden Bremsmechanismus zu
schaffen, der insbesondere für Luftfahrzeug-Anwendungen
geeignet ist und die Größe des zwischen einer Welle und
einem Gehäuse übertragenen Bremsdrehmoments begrenzen
kann.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Bremse nach Anspruch
1. Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen
Ansprüchen angegeben.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung werden deut
lich beim Lesen der folgenden Beschreibung einer bevor
zugten Ausführungsform, die auf die Zeichnung Bezug
nimmt; es zeigen:
Fig. 1 die bereits erwähnte vertikale Teilansicht,
teilweise im Schnitt und teilweise im Aufriß, ei
nes energieabsorbierenden Bremsmechanismus des
Standes der Technik; und
Fig. 2 eine vertikale Teilansicht, ebenfalls teilweise
im Schnitt und teilweise im Aufriß, des verbes
serten energieabsorbierenden Bremsmechanismus der
Erfindung.
Zunächst wird darauf hingewiesen, daß in allen Figuren
gleiche Bezugszeichen die gleichen Strukturelemente,
Abschnitte oder Oberflächen bezeichnen, soweit diese
Elemente, Abschnitte oder Oberflächen in der gesamten
vorliegenden Anmeldung, wovon diese genaue Beschreibung
bevorzugter Ausführungsformen ein Bestandteil ist, be
schrieben oder erläutert werden. Soweit nicht anders
angegeben, soll die Zeichnung zusammen mit der Beschrei
bung gelesen werden (z. B. Schraffuren, Anordnung von
Teilen, Verhältnisse, Grade und dergleichen), wobei die
Zeichnung einen Teil der gesamten Anmeldung bildet. In
der folgenden Beschreibung beziehen sich die Ausdrücke
"horizontal", "vertikal", "links", "rechts", "aufwärts"
und "abwärts" sowie ihre adjektivischen und adverbialen
Ableitungen einfach auf die Orientierung der dargestell
ten Struktur, wie sie dem Leser vorliegt. Ebenso beziehen
sich die Ausdrücke "einwärts" und "auswärts" allgemein
auf die Orientierung einer Oberfläche in bezug auf die
jeweilige Längsachse, Drehachse oder dergleichen.
In Fig. 1 ist ein Bremsmechanismus des Standes der Tech
nik, der allgemein das Bezugszeichen 20 besitzt, gezeigt.
Diese Bremse enthält ein horizontal sich erstreckendes,
röhrenförmiges Gehäuse 21. Im Gehäuse ist eine Welle 22
funktional angeordnet. Ein Elektromagnet 23 umgibt den
linken Endabschnitt der Welle 22 und ist im Gehäuse 21
angeordnet. Ein Scheibenbremsmechanismus oder eine Schei
benbremsbaueinheit 24 besitzt mehrere ringförmige Schei
benelemente 44, die mit dem Gehäuse 21 in Eingriff sind,
sowie weitere Scheibenelemente 42, die mit einem bewegli
chen Element 25, das die Welle 22 umgibt, in Eingriff
sind. Zwischen einander zugewandten radialen Nuten 41a,
die am beweglichen Element 25 und in radialen Nockenflä
chen 32a auf der Welle 22 vorgesehen sind, sind mehrere
Kugeln 26 eingefangen.
Genauer ist das Gehäuse 21 als horizontal sich erstrec
kendes röhrenförmiges Element mit einer Achse x-x darge
stellt. Das Gehäuse 21 besitzt eine nach rechts weisende
ringförmige Anschlagfläche 28 an einem ringförmigen
Flansch 29, der sich vom Gehäuse 21 radial einwärts
erstreckt. Zwischen dem Gehäuse 21 und der Welle 22 ist
ein Lager 30 funktional angeordnet.
Die Welle 22 besitzt beginnend beim rechten Ende einen
Abschnitt 31 mit großem Durchmesser, einen Zwischen-
Flanschabschnitt 32, der sich hiervon radial auswärts
erstreckt, und einen Abschnitt 33 mit kleinem Durchmes
ser, der sich hiervon nach links erstreckt und dessen
rechter Endabschnitt in einer Gehäusebohrung geführt ist.
Der Elektromagnet umfaßt eine Spule 34, die in einem
flußleitenden ferritischen Kern 35 angeordnet ist, sowie
einen Anker 36, der so beschaffen ist, daß er entgegen
der Vorbelastungskraft einer Rückstellfeder 38 nach links
zum ferritischen Kern 35 angezogen wird, wenn der Elek
tromagnet erregt wird. Ein Schublager 39 ist so beschaf
fen, daß es zwischen dem Elektromagneten und dem bewegli
chen Element 25 wirkt.
Das Element 25 ist ein speziell konfiguriertes röhrenför
miges Element mit einem horizontal sich erstreckenden
linken Abschnitt 40, der den Wellenabschnitt 33 mit
kleinem Durchmesser umgibt, und einem radial sich
erstreckenden rechten Flanschabschnitt 41. Das Element 25
kann in bezug auf die Welle 22 axial gleiten. Der
Flanschabschnitt 41 enthält wie erwähnt mehrere radiale
Nuten 41a, wovon jede einen V-förmigen Querschnitt be
sitzt und Kugeln 26 enthält. Keilnuten 42a treiben zwei
rotierende Bremsscheiben 42 an, die mit dem beweglichen
Element 25 drehfest verbunden sind, jedoch relativ zu dem
beweglichen Element 25 axial beweglich sind.
Das Gehäuse 21 besitzt innere Keilnuten 43, die drei
axial beabstandete Bremsscheiben 44 an einer Drehung
hindern, jedoch ihre axiale Bewegung in bezug auf das
Gehäuse 21 zulassen. Diese Bremsscheiben 44 sind zwischen
der Gegendruckfläche 28 und den rotierenden Bremsscheiben
42 abwechselnd eingesetzt.
Der Zwischen-Flanschabschnitt 32 enthält mehrere schräg
verlaufende, konische Taschen 32a, die gegenüber den V-
Nuten 41a im Flanschabschnitt 41 angeordnet sind, so daß
die Kugeln 26 zwischen den Flanschen 32, 41 durch die
Wirkung einer Vorbelastungsfeder 38 eingefangen bleiben.
Dadurch wird das Element 25 durch die Welle 22 rotato
risch angetrieben.
In dieser herkömmlichen Ausführungsform sind zwei ge
trennte Mittel oder Mechanismen vorhanden, um eine Brem
sung der Wellendrehung in bezug auf das Gehäuse 21 her
vorzurufen. Zunächst kann der Elektromagnet wahlweise
erregt werden, um seinen Anker 36 nach links zur Spule 34
anzuziehen. Dies bewirkt eine Bewegung des beweglichen
Elements 25 nach links, damit es eine Normalkraft auf die
Scheibenbremsbaueinheit 44, 42, 44, 42, 44 ausübt, wo
durch auf die rotierende Welle 22 ein Bremsdrehmoment
ausgeübt wird. Somit kann ein elektrisches Signal, das
einen asymmetrischen Zustand zwischen Klappen eines
Luftfahrzeugs anzeigt, wahlweise an die Spule geliefert
werden, um den Elektromagneten zu erregen und die Brem
sung der Welle 22 hervorzurufen.
Alternativ ist ein mechanischer Kugel-/Rampen-Mechanismus
24, der Kugeln 26 enthält und auf die Zentrifugalkraft in
Abhängigkeit von der Drehzahl der Antriebswelle an
spricht, vorgesehen, um eine unkontrollierbare Situation
mit zu hoher Drehzahl der Welle 22 zu verhindern. Sollte
sich die Welle 22 schneller als mit ihrer Solldrehzahl
drehen, zwingt die Zentrifugalkraft die Kugeln 26 radial
auswärts. Die geneigten Oberflächen der konischen Taschen
32a im Wellenflansch 32 wirken als Nocken oder Rampen,
derart, daß die Bewegung der Kugeln 26 radial auswärts
eine Bewegung des Elements 25 nach links durch den in
axialer Richtung freien Raum 17 hervorruft. Dann wird auf
die Bremsscheibenbaueinheit eine Normalkraft ausgeübt,
die eine Gegenkraft durch den Anschlag 29 erfährt, wo
durch ein Bremsdrehmoment auf die Welle erzeugt wird.
Dieses Drehmoment wirkt auf das Kugel-/Rampen-System
verstärkend, wodurch die Bremse blockiert und eine plötz
liche Verzögerung der Antriebswelle verursacht. Dieses
plötzliche Bremsdrehmoment könnte so groß sein, daß der
zugeordnete Wellenstrang ernsthaft beschädigt wird.
In Fig. 2 ist ein verbesserter Mechanismus 50 gemäß der
Erfindung gezeigt, der im allgemeinen viele Teile und
Abschnitte der Ausführung des Standes der Technik ent
hält. Daher werden für die Abschnitte, die gleich sind,
die gleichen Bezugszeichen verwendet. Die verbesserte
Vorrichtung 50 besitzt ein Gehäuse 51. Eine Welle 22, die
mit der Welle 22 gemäß der Ausführungsform des Standes
der Technik übereinstimmt, ist in dem Gehäuse 51 funktio
nal angebracht.
Das bewegliche Element 25 stimmt hinsichtlich der Anord
nung der Kugeln 26 zwischen den Flanschabschnitten 41 und
32 mit dem obenbeschriebenen beweglichen Element im
wesentlichen überein. Auch hier wird das Element 25 dazu
veranlaßt, sich mit dem Wellenabschnitt 33 zu drehen, und
ist in bezug auf den Wellenabschnitt 33 axial beweglich.
In dieser Ausführungsform der Erfindung ist jedoch der
Anschlagflansch 29 durch einen ringförmigen Flansch 52
ersetzt, der sich vom Gehäuse 51 radial einwärts er
streckt und mit einem Stapel von Tellerfedern 53 in
Eingriff ist, die funktional so angeordnet sind, daß sie
zwischen der ringförmigen rechten Fläche des Flansches 52
und einer ringförmigen Gegendruckscheibe 54 wirken, die
ihrerseits zwischen der am weitesten links befindlichen
Bremsscheibe 42 und dem Stapel aus Tellerfedern 53 wirkt.
Wenn daher der Bremsmechanismus eingerückt wird, entweder
durch Betätigung des Elektromagneten 23 oder durch die
Kugeln 26, die sich aufgrund der Zentrifugalkraft einer
sich mit zu hoher Drehzahl drehenden Welle 22 radial
auswärts bewegen, bewegt sich das Element 25 wie vorher
nach links, um eine axiale Normalkraft auf die Scheiben
bremsbaueinheit auszuüben. In diesem besonderen Fall ist
jedoch das Gegendruckelement 54 nicht am Gehäuse 51
befestigt, sondern aufgrund der Biegeverformung der
Tellerfedern 53 nachgiebig. Da die Bewegung des Elements
25 nach links durch den Elektromagnet-Luftspaltabstand
begrenzt ist, ist die an der Bremsscheibenbaueinheit
entwickelte axiale Kraft gleich der Kraft, die für die
Durchbiegung der Tellerfedern 53 um einen äquivalenten
Betrag erforderlich ist. Somit kann das Bremsdrehmoment
durch einen geeigneten Entwurf auf einen Wert begrenzt
werden, der den Antriebswellenstrang nicht überbean
sprucht, ferner kann die Energie für die Verzögerung der
sich mit zu hoher Drehzahl drehenden Welle 22 in der
Bremse sicher in Wärme umgesetzt werden.
Selbstverständlich läßt die Erfindung viele Änderungen
oder Abwandlungen zu. Der Elektromagnet ist vollkommen
optional und kann weggelassen werden, auch wenn er er
wünscht ist. Die Konfigurationen der verschiedenen Teile
können spezifisch geändert werden, solange diese Teile
ihre durch die Ansprüche definierte Funktionalität beibe
halten. Andere Typen von Überdrehzahl-Begrenzungsmecha
nismen können die durch die Zentrifugalkraft betätigten
Kugeln ersetzen. Die Anordnung der verschiedenen Lager
flächen ist ebenfalls optional, was auch für die Werk
stoffe gilt.
Obwohl daher die derzeit bevorzugte Ausführungsform der
erfindungsgemäßen energieabsorbierenden Bremse darge
stellt und beschrieben worden ist und mehrere verschie
dene Abwandlungen hiervon diskutiert worden sind, kann
der Fachmann ohne weiteres verschiedene zusätzliche
Änderungen und Abwandlungen vornehmen, ohne vom Erfin
dungsgedanken und vom Umfang der Erfindung abzuweichen,
der durch die folgenden Ansprüche definiert ist.
Claims (7)
1. Bremse, mit einem Gehäuse (51), einer relativ zum
Gehäuse (51) drehbaren Welle (22), wenigstens einer
ersten Bremsoberfläche (42), die sich zusammen mit der
Welle (22) dreht, wenigstens einer zweiten Bremsoberflä
che (44), die am Gehäuse (51) angebracht und so angeord
net ist, daß sie der ersten Oberfläche (42) zugewandt
ist, und einem beweglichen Mechanismus (25) mit einem
begrenzten Bewegungsbereich, der zwischen den Oberflächen
(42, 44) eine Normalkraft erzeugt, um in Abhängigkeit von
der Normalkraft ein Bremsdrehmoment auf die Welle (22)
auszuüben,
gekennzeichnet durch
ein vorbelastetes Federelement (53), das mit den
Oberflächen (42, 44) und dem beweglichen Mechanismus (25)
mechanisch in Reihe angeordnet ist und funktional so
angeordnet ist, daß das vorbelastete Federelement (53) um
mehr als den begrenzten Bewegungsbereich abgelenkt werden
kann, um die zwischen den Oberflächen (42, 44) wirkende
Normalkraft zu begrenzen, wodurch die Größe des zwischen
der Welle (22) und dem Gehäuse (51) übertragenen Brems
drehmoments begrenzt wird.
2. Bremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Bewegungsbetrag des beweglichen Mechanismus (25)
von der Drehzahl der Welle (22) abhängt.
3. Bremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Bewegungsrichtung des beweglichen Mechanismus
(25) zur Achse der Welle (22) im wesentlichen parallel
ist.
4. Bremse nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der bewegliche Mechanismus mehrere Kugeln (26), die
so angeordnet sind, daß sie zusammen mit der Welle (22)
eine Drehbewegung ausführen können und in bezug auf die
Längsachse der Welle (22) radial beweglich sind, sowie
mehrere einander zugeordnete Nockenoberflächen (32a, 41a)
umfaßt, die mit entsprechenden Kugeln (26) in Eingriff
sind, derart, daß die auf die Kugeln (26) wirkenden
Zentrifugalkräfte diese zu einer Bewegung radial auswärts
zwingen und den beweglichen Mechanismus (25) dazu veran
lassen, sich in bezug auf das Gehäuse (51) axial zu
bewegen.
5. Bremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das vorbelastete Federelement wenigstens eine Teller
feder (53) umfaßt, die zwischen der zweiten Oberfläche
(44) und dem Gehäuse (51) wirkt.
6. Bremse nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch
einen Elektromagneten (23), der mit den Oberflächen (42,
44) mechanisch in Reihe und zum beweglichen Mechanismus
(25) mechanisch parallel angeordnet und so beschaffen
ist, daß er elektrisch betätigt werden kann, um die
Normalkraft auszuüben.
7. Bremse nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine
Rückstellfeder (38), die zwischen dem Gehäuse (51) und
dem beweglichen Mechanismus (25) wirkt, um den bewegli
chen Mechanismus (25) zu einer Bewegung in eine Position,
in der die Normalkraft reduziert wird, zu zwingen.
Applications Claiming Priority (1)
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