DE10036712A1 - Verfahren zur Bewertung von mit charakteristischen Merkmalen behafteten Prozessen - Google Patents
Verfahren zur Bewertung von mit charakteristischen Merkmalen behafteten ProzessenInfo
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Abstract
Vorgesehen ist ein automatisch ablaufendes, insbesondere computergestütztes Verfahren zur Bewertung von mit charakteristischen Merkmalen behafteten Prozessen in computerbasierten, vernetzten Umgebungen, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß es die folgenden Schritte umfaßt: DOLLAR A - Aufstellen eines Merkmalbaumes zur Repräsentation der Menge aller Merkmale, wobei die Merkmale mit einer dem jeweiligen Merkmal zugeordneten Gewichtung sowie einem dem jeweiligen Merkmal zugeordneten Funktional zu einer prozessbezogenen Merkmalsmenge verknüpft werden; DOLLAR A - Speicherung der Merkmalsbäume in einer Datenbank; DOLLAR A - Strukturierung des Wertebereichs der jeweiligen Merkmale mittels Berechnung von zumindest drei definierten Kenngrößen; DOLLAR A - Abbilden des einzelnen Merkmalswertes auf ein Zielintervall; DOLLAR A - Gewichtung der Abbildungen mittels Multiplikation der einzelnen Werte der Abbildungen mit der Gewichtung des jeweiligen Merkmals innerhalb des Merkmalsbaumes, DOLLAR A - Bewertung der einzelnen Prozesse mittels Verknüpfung der gewichteten Abbildungen und Vergleich der Additionen untereinander.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Bewertung von mit charakteristischen
Merkmalen behafteten Prozessen und/oder Vorgängen in computerbasierten Netzwerken, wie
durch den Oberbegriff des unabhängigen Patentanspruches 1 beschrieben.
Computerbasierte Netzwerke wie z. B. Local Area Networks (LAN), Wide Area Networks
(WAN) oder aber auch das Internet bzw. das darauf aufsetzende World Wide Web (WWW)
bilden heutzutage eine für die Wirtschaft nicht mehr wegzudenkende Plattform zur Steuerung
von Produktionsprozessen sowie zur Abwicklung von Vorgängen. Insbesondere werden im
mer mehr Vorgänge zwischen Herstellern, Anbietern und Kunden über die genannten Netz
werke und hier insbesondere über das Internet abgewickelt.
Die weltweite Vernetzung von Computersystemen zu einer übergreifenden Kommunikations-
und Steuerungsplattform hat aber nicht nur Vorteile, sondern bringt auch erhebliche Schwie
rigkeiten mit sich. So ist die Flut an Informationen, an Angeboten, Steuerungsparametern u. ä.
in der bisher bekannten Art, z. B. durch einzelne entscheidungsberechtigte Personen, Gruppen
hiervon, oder aber auch Expertensystemen der bekannten Art kaum noch bzw. gar nicht mehr
zu übersehen, wobei es fast ein Ding der Unmöglichkeit ist, innerhalb einer vertretbaren Zeit
eine geeignete Auswahl aus dieser Vielzahl von Informationen zu treffen. Insbesondere stellt
sich das Problem, daß es nur sehr schwierig ist, die zu vergleichenden Daten in einer Weise
zu reduzieren, daß eine vernünftige Auswahl, Handhabung oder ähnliches überhaupt möglich
wird. Erst durch diese Reduktion der zu beurteilenden Daten wird eine sinnvolle Ausnutzung
der vorhandenen Übertragungsbandbreiten und Speicherbereiche der vorhandenen und zu
erwartenden Netze möglich, ohne die die gesamte Infrastruktur der Computernetzwerke über
kurz oder lang zwangsläufig zusammenbrechen muß.
In diesem Sinne ist beispielsweise in dem Dokument EP 0 845 748 ein Verfahren, ein Com
puterprogramm sowie ein System zur Durchführung des computerbasierten On-Line-Handels
(e-commerce) vorgeschlagen worden, bei dem ein Client-Computer eine Anfrage aufgibt und
eine Anzahl von Server-Computern vorhanden ist, um diese Anfrage zu bearbeiten, wobei das
Verfahren, ausgeführt durch einen intelligenten Agenten in Form eines Computerprogrammes
folgende Schritte umfaßt: Entgegennahme der Anfrage vom Client-Computer; Beurteilung
inhaltsbezogener Informationen und Geschäftsbedingungen der einzelnen Server-Computer;
Entscheidung auf der Basis der inhaltsbezogenen Informationen und Geschäftsbedingungen
der einzelnen Server-Computer bezüglich der Frage, welcher Server-Computer die Anfrage
bearbeiten soll.
Die Problematik derartiger Verfahren, wie sie in dem vorgenannten Dokument beschrieben
werden, ist die Tatsache, daß die automatisierte Auswahl und Bewertung von Transaktionen
derzeit im wesentlichen über die Auswertung von Kategorien erfolgt. Dabei wird zur Aus
wertung ein Vorgabewert angegeben, der das Ziel der Realisierung angibt, wobei in nachteili
ger Weise zu diesem Vorgabewert auch ähnliche, d. h. nahe an der Vorgabe liegende Werte
gefunden werden, wodurch die Menge der Ergebnisse nach wie vor zu Groß sein kann.
Bei einem anderen Verfahren zur Bewertung von Prozessen, dem Multivariate-Matching,
kann es ganz im Gegenteil dazu kommen, daß überhaupt keine Ergebnisse ermittelt werden,
was ebenso nachteilig ist.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, ein Verfahren zur Bewertung von mit
charakteristischen Merkmalen behafteten Prozessen und/oder Vorgängen in computerbasier
ten Netzwerken anzubieten, welches in der Lage ist, eine Menge von Merkmalen ohne existie
rende Vorgaben untereinander in Relation zu setzen und somit eine Filterung der interessante
sten Werte vornimmt.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen Patentanspruches 1 gelöst, wobei
zweckmäßige Ausführungsformen durch die Merkmale der abhängigen Ansprüche beschrie
ben sind.
Vorgesehen ist dabei ein automatisch ablaufendes, insbesondere computergestütztes Verfah
ren zur Bewertung von vorgegebenen, mit charakteristischen Merkmalen behafteten Prozes
sen und/oder Vorgängen in computerbasierten, vernetzten Umgebungen, welches sich nach
Maßgabe der Erfindung dadurch auszeichnet, daß es die folgenden Schritte umfaßt:
- - Aufstellen eines Merkmalbaumes zur Repräsentation der Menge aller Merkmale, wobei die Merkmale mit einer dem jeweiligen Merkmal zugeordneten Gewichtung sowie einem dem jeweiligen Merkmal zugeordneten Funktional zu einer prozessbezogenen Merk malsmenge verknüpft werden;
- - Speicherung der Merkmalsbäume in einer Datenbank;
- - Strukturierung des Wertebereichs der jeweiligen Merkmale mittels Berechnung von zu mindest drei definierten Kenngroßen;
- - Abbilden des einzelnen Merkmalswertes auf ein Zielintervall, das vorzugsweise dem In tervall [0, 100] entspricht;
- - Gewichtung der Abbildungen mittels Multiplikation der einzelnen Werte der Abbildungen mit der Gewichtung des jeweiligen Merkmals innerhalb des Merkmalsbaumes;
- - Bewertung der einzelnen Prozesse mittels Verknüpfung, vorzugsweise Addition der ge wichteten Abbildungen und Vergleich der verknüpften Abbildungen untereinander.
Das Verfahren nach Maßgabe der Erfindung ist dabei vorzugsweise derart ausgestaltet, daß
die Gewichtung die Wertigkeit des jeweiligen Merkmals innerhalb der Menge aller Merkmale
repräsentiert, wobei die Werte der Gewichtungen reelle Zahlen in einem definierten Intervall
sind und derart gewählt sind, daß die Summe aller Gewichtungen konstant ist. Vorzugsweise
sind die Werte der Gewichtungen reelle Zahlen im Intervall [0, 1] und sind derart gewählt, daß
die Summe aller Gewichtungen 1 ergibt.
In weiterer Ausgestaltung kann das Verfahren nach Maßgabe der vorliegenden Erfindung
derart ausgebildet sein, daß das Funktional des jeweiligen Merkmals stückweise stetig ge
wählt ist, wobei der Wertebereich des jeweiligen Funktionales vorzugsweise reell ist im Be
reich [0, 100].
Bei den drei Kenngrößen zur Strukturierung des Wertebereichs der jeweiligen Merkmale kann
es sich um einen virtuellen Vorgabewert, ein Minimum und ein Maximum des jeweiligen
Wertebereichs handeln, wobei zur Bestimmung des virtuellen Vorgabewertes vorzugsweise
unter allen vorhandenen Werten eines Merkmales das arithmetische Mittel gebildet wird, wel
ches ebenso bevorzugt mit dem zugehörigen Funktional des Merkmals auf 50 abgebildet
wird. Ebenso kann aber auch das geometrische Mittel, das harmonische Mittel oder ein ande
res geeignetes Mittel herangezogen werden.
Zur Bestimmung des Minimums des Wertebereichs des jeweiligen Merkmals wird vorzugs
weise ein virtuelles Minimum als Maß für die Häufung der niedrigen Werte des jeweiligen
Merkmals in der Nahe des kleinsten Wertes berechnet, wobei das Minimum des Wertebe
reichs, welches durch das Bewertungsfunktional auf 0 abgebildet wird, durch das Minimum
des kleinsten Wertes und des virtuellen Minimums gebildet wird.
Ebenso bevorzugt wird zur Bestimmung des Maximums des Wertebereichs des jeweiligen
Merkmals ein virtuelles Maximum als Maß für die Häufung des hohen Werte des jeweiligen
Merkmals in der Nahe des größten Wertes berechnet, wobei das Maximum des Wertebe
reichs, das durch das Bewertungsfunktional auf 100 abgebildet wird, durch das Maximum des
größten Wertes und das virtuelle Maximum gebildet wird.
Zur Berechnung der virtuellen Maxima und Minima geht man dabei bevorzugt derart vor, daß
die Schwankung der gegebenen Werte, die das Verhältnis des jeweiligen Mittelwertes zur
Differenz der gegebenen Extremwerte beschreibt, vom virtuellen Vorgabewert abgezogen
wird, um das virtuelle Minimum zu bilden, bzw. zum jeweiligen Mittelwert addiert wird, um
das virtuelle Maximum zu bilden.
Zur Abbildung der einzelnen Merkmalswerte auf das Zielintervall, bei dem es sich um die
Wertemenge abgebildet auf [0, 100] handelt, wird vorzugsweise der Wertebereich [Minimum,
virtueller Vorgabewert] auf das Intervall [0, 50] und der Wertebereich [virtueller Vorgabewert,
Maximum] auf das Intervall [50,100] abgebildet, wobei die Abbildung der beiden Wertebe
reiche über das Funktional des jeweiligen Merkmals erfolgt
Das Zielintervall kann in einen höherwertigen Teil und einen niederwertigen Teil segmentiert
werden, wobei die beiden Segmente disjunkt sind. Das Intervall [Minimum, virtueller Vorga
bewert] wird auf den niederwertigen Teil abgebildet, das Intervall [virtueller Vorgabe
wert, Maximum] wird auf den höherwertigen Teil abgebildet.
Zur Gewichtung der Abbildungen des jeweiligen Merkmals durch das Funktional auf das
Zielintervall werden bevorzugt die einzelnen Abbildungen des jeweiligen Merkmals mit der
Gewichtung dieses Merkmals innerhalb des Merkmalsbaumes multipliziert.
Zur Bewertung der einzelnen Prozesse werden die gewichteten Abbildungen der einzelnen
Merkmale durch deren Funktionale auf deren Zielintervalle vorzugsweise addiert, wodurch
eine Metrik auf der Menge der Prozesse definiert und eine Reihenfolge erstellt wird.
Weitere Eigenschaften und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschrei
bung einer bevorzugten Ausführungsform, mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen; darin
zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung einer Systemkonfiguration, in der die vorliegende Er
findung arbeitet, gemäß einer bevorzugten Ausführungsform;
Fig. 2 einen Flow-Chart, der die Schritte zeigt, die in einer bevorzugten Ausführungsform
des Verfahrens durchgeführt werden.
In der Fig. 1 ist in schematischer Art und Weise eine Systemkonfiguration, in der das Ver
fahren der vorliegenden Erfindung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform zur Ausfüh
rung kommt. Der Fig. 1 sind dabei ein Intranet (2) sowie das Internet (4), in schematischer
Weise jeweils als Wolke dargestellt. Es ist in diesem Zusammenhang offensichtlich, daß die
Systemkonfiguration nicht auf ein Intranet (2) beschränkt ist, sondern mehrere Intranets um
fassen kann. Sowohl das Intranet (2) als auch das Internet (4) umfaßt eine Anzahl von Infor
mationsspeichern (6, 8), vorzugsweise in Form von Server-Rechnern, die jeweils mit zumin
dest einem Massenspeicher (10, 12) z. B. in Form von Festplatten, magento-optischen Platten,
etc. verbunden sind. Mit dem Intranet (2) sowie dem Internet sind darüber hinaus Client-
Rechner (14, 16) verbunden, die jeweils mit Web-Browsern oder anderen geeigneten Termi
nalprogrammen für die Arbeit im Intranet und/oder Internet ausgestattet sind, von denen In
formationen aus dem Intranet (2) bzw. dem Internet (4) abgerufen werden können, die auf den
Informationsspeichern (6, 8) bzw. den damit verbundenen Massenspeichern (10, 12) abgelegt
sind. Es ist offensichtlich, daß die in Fig. 1 dargestellten Client-Rechner (14, 16) lediglich
stellvertretend für eine große Anzahl von Client-Rechnern dargestellt sind, die mit dem Intra
net (2) bzw. dem Internet (4) verbunden sind. Sowohl mit dem Intranet (2) als auch dem In
ternet (4) verbunden ist zumindest ein Bewertungsrechner (18), der mit einer Datenbank (20)
kommuniziert. In der dargestellten Konfiguration läuft das Verfahren vorzugsweise in Form
eines Computerprogrammes auf diesem Bewertungsrechner (18) mit der Datenbank (20) ab.
Das Verfahren wird dabei durch eine von einem Client-Rachner (14, 16) aus gestarteten An
frage angestoßen und unter Heranziehung der auf den Informationsspeichern (6, 8) abgelegten
Informationen durchgeführt.
Denkbar ist dabei zum Beispiel ein Szenario, bei dem auf Rechnern einer verteilten Umge
bung, d. h. auf Rechnern, die an den unterschiedlichsten Stellen der Welt arbeiten, Simulatio
nen verschiedener Ausgestaltungen eines Produktionsprozesses z. B. für eine hochkomplexe
automatisierte Fertigung mit bestimmten Randbedingungen und Charakteristika durchgeführt
werden. Die Ergebnisse der Simulationen bzw. die Eignung der den Simulationen zugrunde
liegenden Produktionsstrukturen sollen zur Auswahl miteinander verglichen und bewertet
werden. Von Interesse können dabei unter Umständen konkurrierende Zielvorgaben, wie Ko
sten, Produktionszeit, Ausschuß, etc. sein, die das Ergebnis beeinflussen. Zur Auswahl bzw.
zur Bewertung der unterschiedlichen den jeweiligen Simulationen zugrundeliegenden Pro
duktionssystemen oder -strukturen kann dabei das Verfahren nach Maßgabe der vorliegenden
Erfindung eingesetzt werden.
Dabei wird in einer bevorzugten Ausführungsform durch eine entsprechende von einem der
Client-Rechner (14, 16) ausgehende Anfrage, unter Angabe des Prozesses sowie der charakte
ristischen Merkmale, der Ablauf des Verfahrens in Form eines Programmes oder Software-
Agenten auf dem Bewertungsrechner (18) unter Heranziehung der Informationsspeicher (6, 8)
bei denen es sich im angegebenen Szenario um die Rechner handeln kann, auf denen die Er
gebnisse der Simulationen gespeichert sind, angestoßen.
Nach Maßgabe des Verfahrens wird dabei zunächst ein Merkmalsbaum zur Repräsentation
der Menge aller Merkmale oder Charakteristika der zu vergleichenden und zu bewertenden
Prozesse aufgestellt, wobei die Merkmale mit einer dem jeweiligen Merkmal zugeordneten
Gewichtung sowie einem dem jeweiligen Merkmal zugeordneten Funktional zu einer pro
zessbezogenen Merkmalsmenge verknüpft werden. Der oder die Merkmalsbäume werden in
der Datenbank (20) gespeichert. Der Wertebereich der jeweiligen Merkmale wird daraufhin
mittels Berechnung von zumindest drei definierten Kenngroßen strukturiert, die einzelnen
Merkmalswerte werden auf ein Zielintervall abgebildet, das dem Intervall [0, 100] entspricht,
die Abbildungen werden mittels Multiplikation der einzelnen Werte der Abbildungen mit der
Gewichtung des jeweiligen Merkmals innerhalb des Merkmalsbaumes gewichtet, und die ein
zelnen Prozesse werden mittels Addition der gewichteten Abbildungen und Vergleich der
Additionen untereinander bewertet. Die Ausgabe der Ergbenisse erfolgt wiederum auf dem
Client-Rechner (14, 18), von dem das Verfahren aus angestoßen wurde.
Nach Maßgabe der bevorzugten Ausführungsform repräsentiert die Gewichtung die Wertig
keit des jeweiligen Merkmals innerhalb der Menge aller Merkmale., wobei die Werte der Ge
wichtungen reelle Zahlen im Intervall [0, 1] sind und derart gewählt sind, daß die Summe aller
Gewichtungen 1 ergibt.
Das Funktional des jeweiligen Merkmals ist dabei stückweise stetig gewählt, wobei der Wer
tebereich des jeweiligen Funktionales reell ist im Bereich [0, 100].
Bei den drei Kenngrößen zur Strukturierung des Wertebereichs der jeweiligen Merkmale han
delt es sich um einen virtuellen Vorgabewert, ein Minimum und ein Maximum des jeweiligen
Wertebereichs, wobei zur Bestimmung des virtuellen Vorgabewertes unter allen vorhandenen
Werten eines Merkmales das arithmetische Mittel gebildet wird, welches mit dem zugehöri
gen Funktional des Merkmals auf 50 abgebildet wird.
Zur Bestimmung des Minimums des Wertebereichs des jeweiligen Merkmals wird ein virtu
elles Minimum als Maß für die Häufung der niedrigen Werte des jeweiligen Merkmals in der
Nahe des kleinsten Wertes berechnet, wobei das Minimum des Wertebereichs, welches durch
das Bewertungsfunktional auf 0 abgebildet wird, durch das Minimum des kleinsten Wertes
und des virtuellen Minimums gebildet wird.
Darüber hinaus wird zur Bestimmung des Maximums des Wertebereichs des jeweiligen
Merkmals ein virtuelles Maximum als Maß für die Häufung des hohen Werte des jeweiligen
Merkmals in der Nahe des größten Wertes berechnet, wobei das Maximum des Wertebereichs,
daß durch das Bewertungsfunktional auf 100 abgebildet wird, durch das Maximum des
größten Wertes und das virtuelle Maximum gebildet wird.
Zur Berechnung der virtuellen Maxima und Minima geht man dabei derart vor, daß die
Schwankung der gegebenen Werte, die das Verhältnis des jeweiligen Mittelwertes zur Diffe
renz der gegebenen Extremwerte beschreibt, vom jeweiligen Mittelwert abgezogen wird, um
das virtuelle Minimum zu bilden, bzw. zum jeweiligen Mittelwert addiert wird, um das virtu
elle Maximum zu bilden.
Zur Abbildung der einzelnen Merkmalswerte auf das Zielintervall, bei dem es sich um die
Wertemenge abgebildet auf [0, 100] handelt, wird der Wertebereich [Minimum, virtueller
Vorgabewert] auf das Intervall [0, 50] und der Wertebereich [virtueller Vorgabewert, Maxi
mum] auf das Intervall [50,100] abgebildet, wobei die Abbildung der beiden Wertebereiche
über das Funktional des jeweiligen Merkmals erfolgt
Zur Gewichtung der Abbildungen des jeweiligen Merkmals durch das Funktional auf das
Zielintervall werden die einzelnen Abbildungen des jeweiligen Merkmals mit der Gewichtung
dieses Merkmals innerhalb des Merkmalsbaumes multipliziert.
Zur Bewertung der einzelnen Prozesse werden die gewichteten Abbildungen der einzelnen
Merkmale durch deren Funktionale auf deren Zielintervalle schließlich addiert, wodurch eine
Metrik auf der Menge der Prozesse definiert und eine Reihenfolge erstellt wird.
Ein schematische Darstellung der grundsätzlichen Abfolge der Schritte des Verfahrens ergibt
sich aus der Fig. 2, in der ein Flow-Chart des Verfahrens nach Maßgabe der vorliegenden
Erfindung dargestellt ist.
Mit dem Verfahren nach Maßgabe der vorliegenden Erfindung wird die Aufgabe gelöst, bei
einer fast beliebig großen Zahl unterschiedlicher angebotener bzw. verfügbarer Alternativen
von bestimmten Prozessen, Vorgängen, o. ä. wie sie in vernetzten Umgebungen, wie z. B. dem
Internet, auftreten, die vor dem Hintergrund bestimmter Merkmale und Randbedingungen
interessantesten oder vorteilhaftesten innerhalb eines vertretbaren Zeitfensters zu bewerten
und auszuwählen.
Bei der automatisierten Auswahl und Bewertung nach Maßgabe der vorliegenden Erfindung
ist es dabei im grundsätzlichen Unterschied zu den bisher bekannten Verfahren nicht mehr
nötig einen Vorgabewert anzugeben, der das Ziel der Realisierung angibt, wodurch die Menge
der Ergebnisse in einem überschaubaren Bereich gehalten werden kann. Auf diese Weise wird
eine bisher nicht bekannte Steigerung der Effizienz sowohl bezüglich der notwendigen Zeit
als auch der Nutzung von Bandbreiten und Speicherkapazitäten bei Auswahlvorgängen er
reicht.
Claims (19)
1. Automatisch ablaufendes, insbesondere computergestütztes Verfahren zur Bewertung von
mit charakteristischen Merkmalen behafteten Prozessen in computerbasierten, vernetzten
Umgebungen, dadurch gekennzeichnet, daß es die folgenden Schritte umfaßt:
- - Aufstellen eines Merkmalbaumes zur Repräsentation der Menge aller Merkmale, wobei die Merkmale mit einer dem jeweiligen Merkmal zugeordneten Gewichtung sowie einem dem jeweiligen Merkmal zugeordneten Funktional zu einer prozessbezogenen Merk malsmenge verknüpft werden;
- - Speicherung der Merkmalsbäume in einer Datenbank;
- - Strukturierung des Wertebereichs der jeweiligen Merkmale mittels Berechnung von zu mindest drei definierten Kenngrößen;
- - Abbilden des einzelnen Merkmalswertes auf ein Zielintervall;
- - Gewichtung der Abbildungen mittels Multiplikation der einzelnen Werte der Abbildungen mit der Gewichtung des jeweiligen Merkmals innerhalb des Merkmalsbaumes;
- - Bewertung der einzelnen Prozesse mittels Verknüpfung der gewichteten Abbildungen und Vergleich der Additionen untereinander.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewichtung die Wertigkeit
des jeweiligen Merkmals innerhalb der prozessbezogenen Merkmalsmenge repräsentiert.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Werte der Gewich
tungen reelle Zahlen in einem definierten Intervall sind und derart gewählt sind, daß die
Summe aller Gewichtungen konstant ist.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Werte der Gewichtungen
reelle Zahlen im Intervall [0, 1] sind und derart gewählt sind, daß die Summe aller Ge
wichtungen 1 ist.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Zielintervall dem Intervall [0, 100] entspricht.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
Funktional des jeweiligen Merkmals stückweise stetig gewählt ist.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Wertebereich des jeweili
gen Funktionales reell ist im Bereich [0, 100].
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es
sich bei den drei Kenngrößen zur Strukturierung des Wertebereichs der jeweiligen Merk
male um einen virtuellen Vorgabewert, ein Minimum und ein Maximum des Wertebe
reichs handelt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bestimmung des virtuellen
Vorgabewertes unter allen vorhandenen Werten eines Merkmales das geometrische Mittel
gebildet wird, welches mit dem zugehörigen Funktional des Merkmals auf 50 abgebildet
wird.
10. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bestimmung des virtuellen
Vorgabewertes unter allen vorhandenen Werten eines Merkmales das harmonische Mittel
gebildet wird, welches mit dem zugehörigen Funktional des Merkmals auf 50 abgebildet
wird.
11. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bestimmung des virtuellen
Vorgabewertes unter allen vorhandenen Werten eines Merkmales das arithmetische Mittel
gebildet wird, welches mit dem zugehörigen Funktional des Merkmals auf 50 abgebildet
wird.
12. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bestimmung des virtuellen
Vorgabewertes der Median aller vorhandenen Werte eines Merkmales gebildet wird, wel
cher mit dem zugehörigen Funktional des Merkmals auf 50 abgebildet wird.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bestim
mung des Minimums des Wertebereichs des jeweiligen Merkmals ein virtuelles Minimum
als Maß für die Häufung der niedrigen Werte des jeweiligen Merkmals in der Nahe des
kleinsten Wertes berechnet wird, wobei das Minimum des Wertebereichs, welches durch
das Bewertungsfunktional auf die untere Grenze des Zielintervalls abgebildet wird, durch
das Minimum des kleinsten Wertes und des virtuellen Minimums gebildet wird.
14. Verfahren nach Anspruch 8 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bestimmung des
Maximums des Wertebereichs des jeweiligen Merkmals ein virtuelles Maximum als Maß
für die Häufung des hohen Werte des jeweiligen Merkmals in der Nahe des größten Wer
tes berechnet wird, wobei das Maximum des Wertebereichs, daß durch das Bewertungs
funktional auf die obere Grenze des Zielintervalls abgebildet wird, durch das Maximum
des größten Wertes und das virtuelle Maximum gebildet wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, daß zur Be
rechnung der virtuellen Maxima und Minima die jeweilige Schwankung der gegebenen
Werte, die das Verhältnis des jeweiligen Mittelwertes zur Differenz der gegebenen Ex
tremwerte beschreibt, vom virtuellen Vorgabewert abgezogen wird, um das virtuelle Mi
nimum zu bilden, bzw. zum virtuellen Vorgabewert addiert wird, um das virtuelle Maxi
mum zu bilden.
16. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Abbildung der einzelnen Merkmalswerte auf das Zielintervall der Wertebereich [Mini
mum, virtueller Vorgabewert] auf das Intervall [0, 50] und der Wertebereich [Vorgabe
wert, Maximum] auf das Intervall [50,100] abgebildet wird, wobei die Abbildung der bei
den Wertebereiche über das Funktional des jeweiligen Merkmals erfolgt.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß zur Abbil
dung der einzelnen Merkmalswerte auf das Zielintervall das Zielintervall in einen höher
wertigen Teil und einen niederwertigen Teil segmentiert wird, wobei die beiden Segmente
disjunkt sind und das Intervall [Minimum, virtueller Vorgabewert] auf den niederwertigen
Teil abgebildet wird und das Intervall [virtueller Vorgabewert, Maximum] auf den höher
wertigen Teil abgebildet wird.
18. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Gewichtung der Abbildungen des Merkmales durch das zugehörige Funktional des
Merkmals auf das Zielintervall die einzelnen Ergebnisse des Funktionals des jeweiligen
Merkmals mit der Gewichtung des einzelnen Merkmals innerhalb des Merkmalsbaumes
multipliziert wird.
19. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur
Bewertung der einzelnen Prozesse die gewichteten Abbildungen der einzelnen Merkmale
durch deren Funktionale auf deren Zielintervalle addiert werden, wodurch eine Metrik auf
der Menge der Prozesse definiert und eine Reihenfolge erstellt wird.
Priority Applications (6)
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Applications Claiming Priority (1)
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ID=7650470
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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