DE10034114C1 - Spielzeugschießwaffe - Google Patents
SpielzeugschießwaffeInfo
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Abstract
Spielzeugschießwaffe, insbesondere Spielzeugpistole, mit einer auf dem Lauf angeordneten Zielvorrichtung, wobei die Zielvorrichtung ein aus dem Lauf ausfahrbares Punktvisier mit einem in einem Visierrohr aufgehängten Zielpunkt umfasst.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Spielzeugschießwaffe, insbesondere Spiel
zeugpistole, mit einer auf dem Lauf angeordneten Zielvorrichtung.
Üblicherweise bestehen die Zielvorrichtungen bei Spielzeugschießwaffen - man
vergleiche beispielsweise die DE 40 27 494 A1 - aus einem am vorderen Ende
des Laufs angeordneten Korn, das in Verbindung mit einer einen Nuteinschnitt
aufweisenden Kimme am hinteren Ende des Laufs ein gerichtetes Zielen ähnlich
wie bei großtechnischen Schießwaffen ermöglicht.
Darüber hinaus sind in jüngster Zeit auch eine Reihe von Hightech-
Zielvorrichtungen, wie beispielsweise Laserstrahlvisieren bzw. Lichtpunktzielfern
rohren bekannt geworden, die aber wegen ihres komplexen Aufbaus ebenso wie
echte Zielfernrohre für Spielzeugschießwaffen zu aufwendig wären.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Spielzeugschießwaffe der
eingangs genannten Art so auszugestalten, dass bei einfachem Aufbau und ohne
dass die Zielvorrichtung das Einstecken der Waffe in ein Holster beeinträchtigt,
eine Imitation der modernen Lichtpunktzielvorrichtungen zu schaffen.
Zur Lösung dieser Aufgabe ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Zielvor
richtung ein aus dem Lauf ausfahrbares Punktvisier mit einem in einem Visierrohr
aufgehängtem Zielpunkt umfasst, wobei bevorzugt der Zielpunkt, vorzugsweise
aus fluoreszenzfarbigem Kunststoff, in eine im Visierrohr gehalterte durchsichtige
Platte eingebracht sein kann.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung lässt sich eine gute Imitation eines
Punktvisiers wie bei echten Laservisieren erreichen, die gegebenenfalls zusätzlich
mit der nach wie vor vorhandenen Kimme auf den Lauf verwendet werden kann.
Durch die versenkbare Einschiebbarkeit des Punktvisiers ergibt sich der große
Vorteil, dass weder eine Beschädigung des Visiers möglich ist, noch dieses als
relativ weit aus dem Lauf herausstehendes Bauteil das Einstecken der Schießwaffe
wird das Punktvisier durch Ausfahren aus dem Lauf aktiviert und kann beim
Ablegen der Waffe ebenso leicht wieder eingefahren werden.
Zu diesem Zweck ist in Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, dass das Visier
rohr gegen die Wirkung einer Feder in die verdeckte und verriegelte Nicht
gebrauchsstellung in eine Querausnehmung des Laufs einschiebbar ist, so dass
nur durch Lösen der Verriegelung das Visier in die Gebrauchslage nach außen
gedrückt wird.
Die Verriegelung lässt sich dabei besonders einfach in der Weise realisieren, dass
das Visierrohr mit einem Führungsansatz mit einer Rastnase versehen ist, den ein
federnd gelagerter, mit einem Öffnungshebel gekuppelter Rastschieber übergreift.
Durch Betätigen des Öffnungshebels und Zurückziehen des Rastschiebers kann
das Visierrohr durch seine Vorspannfeder nach außen gleiten, während umge
kehrt beim Wiedereindrücken der Rastschieber selbsttätig wieder einrastet und
damit das Visierrohr in seiner verdeckten Stellung arretiert.
Zum Zwecke dieses selbsttätigen Einrastens beim Hereindrücken des Punktvisiers
kann in Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen sein, dass die Rastnase und der
Rastschieber mit Auflaufschrägen für eine Ausweichverschiebung des Rastschie
bers beim Einschiebens des Visierrohrs in den Lauf versehen sind.
In weiter Ausgestaltung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass der Öffnungs
hebel ein im Kniebereich drehgelagerter Winkelhebel mit einem zumindest teilwei
se nach außen ragenden Betätigungsschenkel ist, dessen im Wesentlichen quer
zur Verschiebeachse des Rastschiebers verlaufender innerer Schenkel mit dem
Rastschieber durch einen in ein Langloch eingreifenden Mitnehmerbolzen verbun
den ist, derart, dass die Ausweichverschiebung des Rastschiebers ohne Mitnahme
des Öffnungshebels erfolgen kann.
Bei der bevorzugten Anordnung des Langlochs im Rastschieber und der Anfor
mung oder Befestigung des Mitnehmerbolzens am inneren Schenkel des Öff
nungshebels kann der Rastschieber beim Hereindrücken des Visierrohrs durch die
Rastnase in Öffnungsrichtung verschoben werden, um anschließend dann wieder
zurückzuspringen und unter Übergreifung der Rastnase das Visierrohr in der ver
deckten Nichtgebrauchsstellung zu arretieren, ohne dass bei dieser Verschiebung
auch der Öffnungshebel mit nach außen geschwenkt wird. Der freie Verschiebe
weg über das Langloch muss lediglich gleich oder größer gewählt werden als der
Verschiebeweg, der zum Öffnen des Rastschiebers beim Vorbeigleiten der Rast
nase erforderlich ist.
Um mit möglichst einfachen Mitteln eine exakte Linearführung des Rastschiebers
im Gehäuse der Spielzeugschießwaffe zu erzielen kann gemäß einem weiteren
Merkmal der Erfindung vorgesehen sein, dass der Rastschieber am rastnasensei
tigen Ende mit einem Führungs-Langloch versehen ist, in das ein am Gehäuse
befestigter Bolzen eingreift. Dieser Bolzen in Verbindung mit dem oben bereits
angesprochenen Mitnehmerbolzen am anderen Ende des Rastschiebers ergibt
ohne die Notwendigkeit eines Einformens eines Führungskanals für den Rast
schieber eine exakte Linearführung.
Schließlich liegt es auch noch im Rahmen der Erfindung, die federnde Vorspan
nung des Rastschiebers in die Verriegelungsstellung für das Visierrohr durch ei
nen am inneren Ende des Rastschiebers angreifenden Schenkel einer im Gehäu
se gelagerten Schenkeltorsionsfeder zu erzielen. Ein Herausschnappen des Vi
sierrohrs ist ein guter zusätzlicher Spieleffekt.
Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der
nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels sowie anhand der
Zeichnung. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine teilweise aufgebrochene Ansicht einer erfindungsgemäß aus
gestalteten Spielzeugpistole in der Einschubstellung der erfindungs
gemäßen Zielvorrichtung,
Fig. 2 eine Teilansicht des vorderen Endes der Spielzeugpistole nach Fig. 1
im Schnitt bei ausgefahrener Zielvorrichtung,
Fig. 3 einen Schnitt längs der Linie III-III in Fig. 1, und
Fig. 4 einen Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 2.
Die dargestellte Spielzeugpistole - die erfindungsgemäße Zielvorrichtung eignet
sich allerdings auch für andere Spielzeugschießwaffen, beispielsweise für Geweh
re - weist einen Griff 1 und einen teilweise im Gehäuse 2 integrierten Lauf 3 auf.
Bei 4 ist ein gebogener Kanal für das Durchziehen der Munitionsgurte und bei 5
der Abzug angedeutet. 6 ist eine Kimme, die in Verbindung mit einem am vorde
ren Ende des Laufs 3 angeordneten Korn 7 eine herkömmliche Zielvorrichtung
bildet.
Erfindungsgemäß ist zusätzlich eine spezielle Zielvorrichtung in Form eines
Punktvisiers 8 vorgesehen, die ein in einem Visierrohr 9 angeordnete durchsichti
ge Platte 10 mit einem darauf aufgebrachten Visierpunkt 11 umfasst. In der aus
gefahrenen Stellung gemäß Fig. 2 imitiert dieses Punktvisier - gegebenenfalls in
Verbindung mit der Kimme 6 - eine moderne Laserzielvorrichtung. Am Visierrohr 9
ist ein Führungsansatz 12 angeformt, an dem wiederum eine Rastnase 13 ange
formt ist, die in der verriegelten Einschubstellung gemäß Fig. 1 und 3 von einem
Rastschieber 14 übergriffen wird. Dadurch wird das Visierrohr 9 entgegen der Wir
kung der Feder 15, die in einen Napf 16 des Pistolengehäuses einerseits eingreift
und andererseits auf einen Zapfen 17 des Visierrohrs geführt ist, in der verriegel
ten Einschubstellung gehalten.
Beim Zurückziehen des Rastschiebers 14 mit Hilfe eines Öffnungshebels 18
springt das Visierrohr 9 nach außen in die in Fig. 2 dargestellte Gebrauchsstel
lung. Dabei können neben dem Wandabschnitt 19 auch noch weitere Führungs
rippen od. dgl. im Gehäuse eingeformt sein, die aber in den Zeichnungen der bes
seren Übersichtlichkeit halber weggelassen worden sind.
Nach dem Herausspringen des erfindungsgemäßen Punktvisiers in die in Fig. 2
gezeigte Betriebsstellung wird durch die Schenkeltorsionsfeder 20, deren einer
Schenkel 21 am hinteren Ende des Rastschiebers 14 angreift, dieser wiederum
aus der in Fig. 2 gezeigten Stellung in die Position gemäß Fig. 1 zurückgescho
ben, wodurch auch der Öffnungshebel 18 wieder in die verdeckte Position gemäß
Fig. 1 verschwenkt wird, aus der er zum Herausschieben des Visiers durch An
greifen an der Griffmulde 22 herausgeschwenkt werden muss.
Der Öffnungshebel 18 ist als Winkelhebel angeordnet, der im Kniebereich auf der
Schwenkachse 23 drehgelagert ist. Der äußere, teilweise aus dem Gehäuse 2
herausragende Betätigungsschenkel 24 weist die bereits angesprochene Griffmul
de 22 auf, während am inneren Betätigungsschenkel 25 ein Mitnehmerbolzen 26
angeformt ist, der in ein Langloch 27 des Rastschiebers 14 eingreift. Dieses
Langloch ermöglicht ein Öffnungszurückfedern des Rastschiebers 14 beim Ein
drücken des Visierrohrs 9, wobei die mit einer Abschrägung 28 versehene Rast
nase 13 an einer Gegenabschrägung 29 des Rastschiebers 14 anschlägt und die
sen nach links verschiebt, ohne dass durch diese Verschiebung der Öffnungshe
bel 18 verschwenkt wird. Im Bereich des vorderen Endes ist der Rastschieber 14
durch einen im Gehäuse ortsfest angeordneten Querbolzen 30, der in ein Lang
loch 31 eingreift, nochmals gelagert, so dass durch die beiden Bolzen 30 und 26
eine exakte Linearführung ohne sonstige Führungseinformungen im Gehäuse für
den Arretierschieber 14 gegeben ist.
Claims (8)
1. Spielzeugschießwaffe, insbesondere Spielzeugpistole, mit einer auf dem
Lauf angeordneten Zielvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Ziel
vorrichtung ein aus dem Lauf (3) ausfahrbares Punktvisier (8) mit einem in
einem Visierrohr (9) aufgehängten Zielpunkt (11) umfasst.
2. Spielzeugschießwaffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der,
vorzugsweise aus fluoreszenzfarbigem Kunststoff bestehende, Zielpunkt
(11) in eine im Visierrohr (9) gehalterte durchsichtige Platte (10) einge
bracht ist.
3. Spielzeugschießwaffe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass das Visierrohr (9) gegen die Wirkung einer Feder (15) in die verdeckte
und verriegelbare Nichtgebrauchsstellung in eine Querausnehmung des
Laufs (3) einschiebbar ist.
4. Spielzeugschießwaffe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das
Visierrohr (9) mit einem Führungsansatz (12) mit einer Rastnase (13) ver
sehen ist, den ein federnd gelagerter, mit einem Öffnungshebel (18) gekup
pelter Rastschieber (14) übergreift.
5. Spielzeugschießwaffe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die
Rastnase (13) und der Rastschieber (14) mit Auflaufschrägen (28, 29) für
eine Ausweichverschiebung des Rastschiebers (14) beim Einschieben des
Visierrohrs (9) in den Lauf (3) versehen sind.
6. Spielzeugschießwaffe nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
dass der Öffnungshebel (18) ein im Kniebereich drehgelagerter Winkelhe
bel mit einem zumindest teilweise nach außen ragenden Betätigungs
schenkel (24) ist, dessen im Wesentlichen quer zur Verschiebeachse des
Rastschiebers (14) verlaufender innerer Schenkel (25) mit dem Rastschie
ber (14) durch einen in ein Langloch (27) eingreifenden Mitnehmerbolzen
(26) verbunden ist, derart, dass die Ausweichverschiebung des Rastschie
bers (14) ohne Mitnahme des Öffnungshebels (18) erfolgen kann.
7. Spielzeugschießwaffe nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Rastschieber (14) am rastnasenseitigen Ende mit einem
Führungslangloch (31) versehen ist, in das ein am Gehäuse befestigter
Bolzen (30) eingreift.
8. Spielzeugschießwaffe nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekenn
zeichnet, dass am inneren Ende des Rastschiebers (14) ein Schenkel (21)
einer im Gehäuse gelagerten Schenkeltorsionsfeder (20) angreift.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000134114 DE10034114C1 (de) | 2000-07-13 | 2000-07-13 | Spielzeugschießwaffe |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE2000134114 DE10034114C1 (de) | 2000-07-13 | 2000-07-13 | Spielzeugschießwaffe |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10034114C1 true DE10034114C1 (de) | 2001-10-25 |
Family
ID=7648832
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000134114 Expired - Fee Related DE10034114C1 (de) | 2000-07-13 | 2000-07-13 | Spielzeugschießwaffe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10034114C1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102004007916A1 (de) * | 2004-02-18 | 2005-09-15 | Heckler & Koch Gmbh | Waffe mit Montageschiene |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4027494A1 (de) * | 1989-08-30 | 1991-03-07 | Giampiero Ferri | Spielzeugwaffe fuer streifenmunition mit einem in dem griffstueck aufgenommenen magazin |
-
2000
- 2000-07-13 DE DE2000134114 patent/DE10034114C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4027494A1 (de) * | 1989-08-30 | 1991-03-07 | Giampiero Ferri | Spielzeugwaffe fuer streifenmunition mit einem in dem griffstueck aufgenommenen magazin |
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE102004007916A1 (de) * | 2004-02-18 | 2005-09-15 | Heckler & Koch Gmbh | Waffe mit Montageschiene |
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Owner name: J. G. SCHROEDEL GMBH, 90431 NUERNBERG, DE |
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