DE10033635A1 - Sprachgestütze Schnittstelle für eine Druckmaschine - Google Patents
Sprachgestütze Schnittstelle für eine DruckmaschineInfo
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Abstract
Eine Vorrichtung, die als Schnittstelle für eine Druckmaschine verwendbar ist, mit Mitteln (110) zum Überwachen von Statusbedingungen, zeichnet sich dadurch aus, dass Mittel (124, 126, 128, 130) zur Erzeugung von hörbaren Ausgaben der Statusinformation in Sprachform vorgesehen sind.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung, die als Schnittstelle für eine
Druckmaschine einsetzbar ist, gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1, sowie ein
Verfahren zum Kommunizieren mit einer Druckmaschine gemäß dem Oberbegriff von
Anspruch 9.
Die Steuerung einer herkömmlichen Druckmaschine erfolgt in der Regel mittels einer als
eine Bedienkonsole ausgebildeten Schnittstelle, die meist eine Tastatur und eine Anzeige
umfasst. Der Maschinenbediener muss Steuerungsbefehle und Statusabfragen für
verschiedene Abschnitte der Druckmaschine von Hand an der Bedienkonsole eingeben und
bekommt die von ihm abgefragte Statusinformation an der Konsole angezeigt. Die
Statusinformationen werden an die Bedienkonsole entweder über eine Kabelverbindung
oder eine kabellose Verbindung (z. B. eine Funkfrequenzverbindung) übermittelt.
Die Notwendigkeit der Anwesenheit des Maschinenbedieners an einer zentralen
Bedienkonsole beeinträchtigt eine effiziente Überwachung des Druckbetriebs, insbesondere
bei den immer größer werdenden Druckmaschinen. Eine Rollenrotationsdruckmaschine
kann relativ große Ausmaße annehmen und kann beispielsweise eine ganze Druckerei
ausfüllen. Dadurch wird die Überwachung verschiedener Abschnitte der Druckmaschine
erschwert, da der Bediener nach der Inspektion eines Maschinenabschnitts zur Abfrage von
Statusinformationen zur Bedienkonsole zurückkehren muss. Erhält er an der
Bedienkonsole eine Fehlermeldung, so muss er von der Bedienkonsole aus zu allen
Punkten gehen, für die eine Fehlfunktion gemeldet wurde.
In der US 4,812,842 ist ein Versuch beschrieben, die unbequeme Aufgabe der Steuerung
und Statusüberwachung einer Druckmaschine von einer zentralen Bedienkonsole aus zu
vereinfachen. Diese Schrift beschreibt eine kabellose Steuerungsvorrichtung für eine
Druckmaschine, die ein tragbares Handgerät mit einem Sender und einer Vielzahl von
Tasten zur Wahl eines gewünschten, an eine der elektronischen Steuerungseinheiten der
Druckmaschine zu übermittelnden Befehls umfasst. Die Befehle werden vom Handgerät
über eine drahtlose Verbindung beispielsweise auf der Basis von elektromagnetischen
Strahlen wie Infrarotwellen oder Ultraschall weitergeleitet. Allgemein wird auch ein
zusammen mit der kabellosen Steuerungsvorrichtung eingesetztes Sprachanalysesystem
beschrieben, das die Eingabe von Befehlen in Sprachform ermöglicht. Die Sprachbefehle
des Bedieners werden zur Erhöhung der Übertragungssicherheit in ein digitales Format (z. B.
Infrarotlicht-Impulse) gebracht. Während des Maschinenbetriebs äußert der Bediener
einen bestimmten Befehl oder eine Statusabfrage, die im Handgerät beispielsweise mittels
Pulscode-Modulation in ein Signal umgewandelt wird, das an eine Steuerungseinheit der
Druckmaschine gesendet wird. Die Steuerungseinheit aktiviert daraufhin die
Steuerungselemente wie z. B. Motoren und Ventile oder liefert das gewünschte Feedback.
Es kann z. B. über akustische Alarmsignale in verhältnismäßig begrenztem Ausmaß
Feedback-Information gegeben werden. Dies bedeutet, dass das Handgerät nicht Sprache
an sich empfängt und sendet, sondern dass die Spracheingabe des Bedieners in ein
bestimmtes, pulscodemoduliertes Signal umgewandelt werden und nur begrenzt Feedback
gegeben werden kann.
Demgemäß ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Schnittstelle für eine
Druckmaschine zu schaffen, die es dem Bediener ermöglicht, sich während des
Druckbetriebs frei in der Druckerei zu bewegen und Befehle in Sprachform einzugeben
sowie Statusinformationen in Sprachform zu erhalten. Es ist eine weitere Aufgabe der
vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Kommunizieren mit einer Druckmaschine zu
schaffen, welches es dem Bediener ermöglicht, sich während des Druckbetriebs frei in der
Druckerei zu bewegen und Befehle in Sprachform einzugeben sowie Statusinformationen
in Sprachform zu erhalten.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale von Anspruch 1 und 9 gelöst.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
Insbesondere kann der Bediener durch die erfindungsgemäße Vorrichtung an jedem
beliebigen Ort im Umkreis der Druckmaschine Sprachbefehle eingeben und
Statusinformationen in Sprachform erhalten. Vorzugsweise mittels eines kabellosen
Kopfteils können Sprachbefehle des Bedieners an die Druckmaschine gesendet werden und
Statusinformationen der Druckmaschine in Sprachform empfangen werden. Das Kopfteil
kann hierzu eine Haltevorrichtung umfassen, die einfach am Kopf des Bedieners zu
befestigen ist und an der ein Mikrofon sowie ein oder zwei Lautsprecher angeordnet sind.
Das Mikrofon kann an einem Arm der Haltevorrichtung vor dem Mund des Bedieners
angeordnet sein.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung, die als Schnittstelle für eine Druckmaschine
verwendbar ist, umfasst Mittel zur Überwachung von Statusbedingungen einer
Druckmaschine und Mittel zur Erzeugung von hörbaren Ausgaben der Statusinformationen
in Sprachform.
Die Merkmale der vorliegenden Erfindung werden in der folgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsbeispiele in Zusammenhang mit den beigefügten, nachfolgend
aufgeführten Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen sprachgestützten
Schnittstelle für die Hauptbedienkonsole einer Druckmaschine;
Fig. 2A-2C Ablaufdiagramme für den Betrieb der in Fig. 1 gezeigten Schnittstelle; und
Fig. 3 eine Ausführungsform eines Kopfteils für einen Maschinenbediener, das als
Schnittstelle für die Hauptbedienkonsole dienen kann.
Fig. 1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung 100, die als Schnittstelle für eine
Druckmaschine dienen kann. Die Schnittstellen-Vorrichtung ist vorzugsweise in die
Hauptbedienkonsole (MPC) der Druckmaschine integriert. Die Schnittstelle 100 umfasst
eine Eingabevorrichtung 102 zum Empfangen von Sprachbefehlen über eine kabellose
Verbindung zum Maschinenbediener. In der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform umfasst
die Eingabevorrichtung 102 eine Antenne 104, beispielsweise eine Funkfrequenzantenne,
und einen Verstärker 106 zum Verstärken der empfangenen Signale. Falls die
Spracheingabe vor der Übertragung mittels der kabellosen Verbindung auf eine beliebige
bekannte Weise, beispielsweise durch Frequenzmodulation oder Amplitudenmodulation,
moduliert wurde, wird die Eingabe einem Demodulator 108 zugeführt, der sie auf
herkömmliche Weise wieder demoduliert. Die Spracheingabe kann bei jeder Frequenz, z. B. mittels Funkfrequenz und Funkfrequenzträgern im Bereich von 1 MHz bis 1010 Hz oder
höher, übertragen werden.
Die demodulierten Spracheingaben werden einer Vorrichtung zur Überwachung der
Statusbedingungen der Druckmaschine zugeführt, die hier allgemein als
Überwachungsvorrichtung 110 dargestellt ist. In der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform
umfasst die Überwachungsvorrichtung 110 einen Kommunikationsprozessor 112 und einen
Befehlsprozessor 114. Der Kommunikationsprozessor 112 arbeitet vorzugsweise mit einem
beliebigen, herkömmlichen Sprachverarbeitungs-Algorithmus zur Spracherkennung der
empfangenen Eingabesignale zusammen. Wenn der Maschinenbediener beispielsweise
einen Statusbericht über die Bahnrisse in einer Rollenrotations-Druckmaschine abfragt,
kann der Kommunikationsprozessor in der Weise ausgebildet sein, dass er einen
Sprachbefehl des Maschinenbedieners wie z. B. "Überwachung Bahnrisse" erkennt und an
den Befehlsprozessor 114 weiterleitet.
Fig. 2A zeigt ein dem Kommunikationsprozessor 112 zugeordnetes Ablaufdiagramm. In
Prozessschritt 200 werden Spracheingaben (Befehle oder Statusabfragen) des Bedieners
empfangen, die über die kabellose Verbindung übertragen und von dem Demodulator 108
demoduliert wurden. In Prozessschritt 202 greift der Kommunikationsprozessor zur
Interpretation der Eingabe und zu deren Verknüpfung mit einem bestimmten Befehl oder
einer Statusabfrage auf einen herkömmlichen, gespeicherten Sprachverarbeitungs-
Algorithmus zu, beispielsweise auf Via Voice, die Spracherkennungs-Software von IBM.
Die Spracherkennung durch den Kommunikationsprozessor kann beispielsweise über
vorgegebene Schlüsselwörter erfolgen. In Prozessschritt 204 wird der jeweilige Befehl oder
die Statusabfrage an den Befehlsprozessor 114 weitergeleitet. Danach kehrt der
Kommunikationsprozessor in Prozessschritt 206 wieder in einen inaktiven Zustand zurück
und erwartet die nächste Spracheingabe.
Der Befehlsprozessor 114 kann derart ausgebildet sein, dass er auf ein in einem Speicher
116 gespeichertes Befehlsinstruktionsprogramm zugreift. Der Befehlsprozessor kann auch
eine Schnittstelle zur der Druckmaschine zugeordneten, im Speicher 118 gespeicherten
herkömmlichen Schnittstellen-Software der Hauptbedienkonsole besitzen. Bei dieser
Schnittstellen-Software kann es sich um eine beliebige herkömmliche Software zum
Bedienen einer beliebigen Druckmaschine handeln, insbesondere, aber nicht
ausschließlich, um die Bedienungs-Software der M3000-Druckmaschine der Heidelberger
Druckmaschinen AG, die im Bedienungshandbuch der M3000 beschrieben ist.
In Reaktion auf den Empfang eines vom Kommunikationsprozessor 112 erkannten
Sprachbefehls steuert der Befehlsprozessor 114 auf der Basis des
Befehlsinstruktionsprogramms über die Bedienungs-Software die von dem Befehl
betroffenen Komponenten der Druckmaschine an (beispielsweise einen Stellmotor der
Druckmaschine). Die Überwachungsvorrichtung 110 umfasst eine in einem Speicher 120
gespeicherte Statusüberwachungs-Software, auf die der Befehlsprozessor 114 zugreift.
Diese Statusüberwachungs-Software erhält die der Statusabfrage entsprechende
Statusinformation von der Druckmaschine (z. B. von bestimmten Sensoren wie
beispielsweise Bahnriss-Sensoren). Die erhaltene Statusinformation wird zur Weiterleitung
an den Bediener in einem Statusabfrage-Puffer 122 gespeichert.
Fig. 2B zeigt ein dem Befehlsprozessor 114 zugeordnetes Ablaufdiagramm. In
Prozessschritt 208 erhält der Befehlsprozessor eine vom Kommunikationsprozessor 112
interpretierte Spracheingabe. In Prozessschritt 210 greift der Befehlsprozessor 114 auf das
Befehlsinstruktionsprogramm 116 zu, das ein Betriebssystem für den Befehlsprozessor
darstellt, um die von dem Befehl oder der Abfrage betroffenen Druckmaschinensensoren
oder Steuerungselemente zu ermitteln. Der Befehlsprozessor umfasst dazu vorzugsweise
eine Tabelle, in der einem bestimmten Befehl oder einer bestimmten Statusabfrage die
betreffenden Komponenten oder Sensoren der Druckmaschine zugeordnet sind. Nach der
in Prozessschritt 210 erfolgten Identifizierung der betroffenen
Druckmaschinenkomponenten oder -sensoren kommuniziert der Befehlsprozessor 114 den
Befehl oder die Statusabfrage der Hauptbedienkonsolen-Software, welche die von dem
Befehl oder der Statusabfrage betroffenen Komponenten steuert. Handelt es sich
beispielsweise um einen Maschinenstart-Befehl, so leitet der Befehlsprozessor dies an die
Hauptbedienkonsolen-Software weiter, die daraufhin in bekannter Weise die
Druckmaschine in Betrieb setzt. Wurde eine Spracheingabe durch den Befehlsprozessor
112 als eine Statusabfrage identifiziert, so ermittelt der Befehlsprozessor 114 die
entsprechenden Sensoren und übermittelt diese Information in Schritt 212 der
Statusabfrage-Software. Die Statusabfrage-Software greift dann in bekannter Weise auf die
durch die überall in der Druckmaschine angeordneten Sensoren ausgegebene Information
zu. Alle Überwachungsdaten können in Prozessschritt 214 im in Fig. 1 gezeigten
Statusabfrage-Puffer 122 der Überwachungsvorrichtung 110 gespeichert werden. Mittels
der Statusabfrage-Software 120 kann der Befehlsprozessor eine Statusabfrage
"Überwachung Bahnrisse" an die entsprechenden Sensoren richten. Die Statusinformation
bezüglich der Bahnrisse kann anschließend zur Weiterleitung an den Bediener im
Statusabfrage-Puffer 122 der Überwachungsvorrichtung 110 gespeichert werden.
Die Weiterleitung der Informationen an den Bediener erfolgt über eine Vorrichtung zur
Umwandlung der Statusinformationen in hörbare Signale in Sprachform. In der in Fig. 1
gezeigten Ausführungsform werden die hörbaren Signale durch eine Umwandlung der in
dem Statusabfrage-Puffer 122 gespeicherten Statusinformationen in Sprachsignale mittels
eines herkömmlichen Audioprozessors 124 erzeugt. Die von der Druckmaschine
übermittelte Statusinformation wird in ein bestimmtes Format gebracht, das von einem
Audioprozessor erkannt und unter Zugriff auf eine Tabelle zur Übersetzung des Formats in
eine Sprachausgabe in Sprachsignale umgewandelt werden kann. Der Audioprozessor
wandelt die erhaltene Statusinformation unter der Kontrolle eines
Kommunikationsprozessors 126 in vorgegebene Sprachinformation um.
Fig. 2C zeigt ein Ablaufdiagramm des Kommunikationsprozessors 126. In Prozessschritt
216 empfängt der Audioprozessor die zuvor im Puffer 122 gespeicherte Statusinformation,
um diese unter der Kontrolle des Kommunikationsprozessors 126 in Sprache
umzuwandeln. Dies geschieht in Prozessschritt 218 beispielsweise unter Abruf einer im
Audioprozessor gespeicherten Tabelle. In Prozessschritt 220 wird die Statusinformation in
Sprachform unter der Kontrolle des Kommunikationsprozessors 126 dem Bediener
übermittelt. In Prozessschritt 222 erwartet der Kommunikationsprozessor 126 die nächste
Statusinformation vom Puffer 122.
Der Kommunikationsprozessor 126, der Kommunikationsprozessor 112 und der
Befehlsprozessor können beispielsweise als separate, parallel betriebene Computer oder
Mikroprozessoren ausgebildet sein, wie sie von Motorola Corp., Intel Corp. (z. B. Pentium-
Prozessoren), AMD Corp. oder Cyrix (z. B. X86-Prozessoren) hergestellt werden, oder ihre
Funktionen können in einem einzigen Computer oder Mikroprozessor zusammengefasst
werden.
Die Sprachausgaben des Audioprozessors werden unter der Kontrolle des
Kommunikationsprozessors 126 in einer Mischvorrichtung 128 mit der Ausgabe eines
Generators, z. B. eines Funkfrequenzgenerators 130, gemischt. Die der Mischvorrichtung
128 vom Kommunikationsprozessor 126 zugeführte Eingabe kann jedes gewünschte
Format besitzen, einschließlich, aber nicht ausschließlich einer Zwischenbereichsfrequenz
oder auch einer Hörfrequenz. Die Ausgabe der Mischvorrichtung 128 wird mittels eines in
Fig. 1 als ein Funkfrequenzverstärker dargestellten Verstärkers 130 über die Antenne 104
an den Bediener weitergegeben.
Die in Fig. 1 gezeigte erfindungsgemäße Hauptbedienkonsolenschnittstelle 100
funktioniert vorzugsweise im Halbduplexbetrieb, d. h. sie ist entweder aktiv, um
Spracheingaben des Bedieners zu empfangen, oder um dem Bediener Statusinformation in
Sprachform zu senden. Daher umfasst die in Fig. 1 gezeigte Ausführungsform eine
bekannte, als Übertragungserfassungselement 134 dargestellte
Übertragungserfassungsmöglichkeit, z. B. den als VS 1 bezeichneten sprachgesteuerten
Schalter der Firma Ramsey Inc. mit Sitz in Ontario, Kanada. Das
Übertragungserfassungselement 134 wirkt mit den Schaltern 126 und 138 zusammen, um
die Schnittstelle 100 von einem Standard-Empfangsmodus in einen Sendemodus
umzuschalten.
Alle anhand der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform beschriebenen Funktionen können
mittels herkömmlicher, handelsüblicher Komponenten durchgeführt werden, die derart
konfiguriert werden, dass sie gemäß den beschriebenen Ausführungsformen funktionieren.
Wie bereits erwähnt, werden die Sprachbefehle des Bedieners mittels der Antenne 104 und
einer kabellosen Verbindung übertragen. Die Statusinformationen in Sprachform werden
dem Bediener mittels derselben kabellosen Verbindung übermittelt. Daher muss der
Bediener über Mittel verfügen, die ihm den Fernzugriff auf die Überwachungsvorrichtung
ermöglichen, damit er die Überwachungsvorrichtung so konfigurieren kann, dass sie die zu
überwachenden Statusbedingungen wählen. Ferner muss ein Mechanismus zum
Empfangen der von der Antenne 104 über die kabellose Verbindung gesendeten,
modulierten Statusausgaben vorgesehen sein.
In Fig. 3 ist eine Ausführungsform eines Kopfteils 300 für einen Maschinenbediener
gezeigt, mittels dessen er die in Fig. 1 dargestellte Überwachungsvorrichtung aus der Ferne
konfigurieren und steuern kann. Die vom Bediener ausgehenden Sprachbefehle werden von
einem Mikrophon 302 am Kopfteil 300 empfangen. Die vom Mikrophon 302 empfangene
analoge Spracheingabe kann natürlich über eine Antenne 304 am Kopfteil 300 und die
drahtlose Verbindung direkt an die Hauptbedienkonsolenschnittstelle 100 übermittelt
werden. Alternativ können die Sprachbefehle jedoch auch von einem herkömmlichen
Analog-Digital-Wandler 306 eines wahlweise vorgesehenen Audioprozessors 308 in ein
digitales Format umgewandelt werden. Die digitalisierten Sprachbefehle werden
anschließend unter der Kontrolle eines Kommunikationsprozessors 310 verarbeitet, der mit
einer in einem Speicher 312 gespeicherten Kommunikationsprozessor-Software
programmiert ist. Der Kommunikationsprozessor steuert beispielsweise die Modulation der
Sprachbefehle für deren Übertragung über die kabellose Verbindung auf ähnliche Weise
wie der in Zusammenhang mit Fig. 1 beschriebene Kommunikationsprozessor 126.
Das bedeutet, dass die Sprachbefehle beispielsweise in ihrer Frequenz oder Amplitude oder
auf eine andere Weise moduliert werden können, so dass entweder eine
Zwischenbereichsfrequenz oder eine Hörfrequenz zur Ausgabe über die kabellose
Verbindung gebildet wird. Die Ausgabe des Kommunikationsprozessors 310 wird einer
Mischvorrichtung 314 übermittelt, in der sie mit der Ausgabe eines Generators 316, z. B.
eines Funkfrequenzgenerators, gemischt bzw. überlagert wird. Die gemischte Ausgabe
wird über einen Verstärker 318 der Antenne 304 zugeführt, die sie über die kabellose
Verbindung weitersendet.
Da die Hörfrequenz, die Sprachbefehle oder Statusabfragen des Bedieners auch direkt über
die kabellose Verbindung übertragen werden können, sind der Kommunikationsprozessor
310 und die Kommunikationsprozessor-Software nicht zwingend erforderlich.
Unter der Kontrolle des Kommunikationsprozessors 310 wird die Statusinformation zur
Weiterleitung an den Bediener von der Hauptbedienkonsolenschnittstelle 100 über einen
Verstärker 318 und wiederum zur Demodulation durch die Mischvorrichtung 314 an die
Antenne 304 übermittelt. Das Kopfteil 320 des Bedieners kann als ein analoges oder ein
digitales Kopfteil ausgebildet sein. Handelt es sich um ein digitales Kopfteil, so kann der
Audioprozessor 308 einen Digital-Analog-Wandler 322 umfassen.
Wie die Hauptbedienkonsolenschnittstelle 100 kann auch das Kopfteil für den
Maschinenbediener im Halbduplexbetrieb betrieben werden. Ein herkömmlicher,
sprachgesteuerter Schalter 324 kann dazu eingesetzt werden, die Schalter 326 und 328 in
bekannter Weise zu aktivieren, so dass ein Umschalten von einem Standard-
Empfangsmodus in einen Übertragungsmodus erfolgt.
Hierbei kann jedes beliebige herkömmliche Kopfteil eingesetzt werden. Wird z. B. mit
einer Frequenzmodulation gearbeitet, so kann jedes herkömmliche Frequenzmodulations-
Kopfteil verwendet werden, das über einen für den Einsatz bei Druckmaschinen der
gewünschten Größe geeigneten Übertragungs- und Empfangsbereich verfügt. Die an die
Bedienkonsole gerichteten Befehle können auf spezielle Schlüsselwörter begrenzt oder auf
die bei herkömmlichen Spracherkennungsalgorithmen verfügbaren Schlüsselwörter
abgestimmt sein. Geeignete Kopfteile sind beispielsweise bei der Firma Earmark Inc. unter
der Bezeichnung Earmark Series 4S Funk-Kopfteil erhältlich.
100
Hauptbedienkonsolenschnittstelle
102
Eingabevorrichtung
104
Antenne
106
Verstärker
108
Demodulator
110
Überwachungsvorrichtung
112
Kommunikationsprozessor
114
Befehlsprozessor
116
Speicher
118
Speicher
120
Speicher
122
Statusabfrage-Puffer
124
Audioprozessor
126
Kommunikationsprozessor
128
Mischvorrichtung
130
Tongenerator
134
Übertragungserfassungselement
138
Schalter
200
Prozessschritt
202
Prozessschritt
204
Prozessschritt
206
Prozessschritt
208
Prozessschritt
210
Prozessschritt
212
Prozessschritt
214
Prozessschritt
216
Prozessschritt
218
Prozessschritt
220
Prozessschritt
222
Prozessschritt
300
Kopfteil
302
Mikrophon
304
Antenne
306
Analog-Digital-Wandler
308
Audioprozessor
310
Kommunikationsprozessor
312
Speicher
314
Mischvorrichtung
316
Generator
318
Verstärker
320
Kopfteil
322
Digital-Analog-Konverter
324
Schalter
326
Schalter
328
Schalter
Claims (14)
1. Vorrichtung, die als Schnittstelle für eine Druckmaschine einsetzbar ist, mit
Mitteln (110) zum Überwachen von Statusbedingungen,
gekennzeichnet durch
Mittel (124, 126, 128, 130) zur Erzeugung von hörbaren Ausgaben der
Statusinformationen in Sprachform.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
gekennzeichnet durch
Mittel (104) zur Übertragung der Sprachausgabe an einen entfernten Ort mittels
eines kabellosen Übertragungswegs.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass der kabellose Übertragungsweg eine Funkfrequenzverbindung ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sprachausgaben zur Übertragung über den kabellosen Übertragungsweg
frequenzmoduliert sind.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch
Mittel zum Konfigurieren der Überwachungsmittel (110) zur Wahl der zu
überwachenden Statusbedingungen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Konfiguriermittel mittels der Spracheingaben des Bedieners steuerbar
sind.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6,
gekennzeichnet durch
Mittel (100, 300) zur Fernsteuerung der Konfiguriermittel über einen kabellosen
Übertragungsweg.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mittel (100, 300) zur Fernsteuerung ein Mikrophon (302) zu Empfangen
von Spracheingaben des Bedieners und einen Lautsprecher zum Ausgeben der
Statusinformationen an den Bediener umfassen.
9. Verfahren zum Kommunizieren mit einer Druckmaschine, bei dem
Statusbedingungen überwacht werden,
gekennzeichnet durch
den folgenden Verfahrensschritt:
Erzeugen von hörbaren Ausgaben der Statusinformation in Sprachform.
Erzeugen von hörbaren Ausgaben der Statusinformation in Sprachform.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sprachausgaben über einen kabellosen Übertragungsweg an einen
entfernten Ort übertragen werden.
11. Verfahren nach Anspruch 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der kabellose Übertragungsweg eine Funkfrequenzverbindung ist.
12. Verfahren nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Sprachausgaben zur Übertragung über den kabellosen Übertragungsweg
frequenzmoduliert werden.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
gekennzeichnet durch
folgenden Verfahrensschritt:
Konfigurieren der Druckmaschine zur Wahl der zu überwachenden Statusbedingungen in Reaktion auf die Spracheingaben des Bedieners.
Konfigurieren der Druckmaschine zur Wahl der zu überwachenden Statusbedingungen in Reaktion auf die Spracheingaben des Bedieners.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 13,
gekennzeichnet durch
den folgenden Verfahrensschritt:
Fernsteuern des Konfigurierungsvorgangs über einen kabellosen Übertragungsweg.
Fernsteuern des Konfigurierungsvorgangs über einen kabellosen Übertragungsweg.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US09/366,048 US6386107B1 (en) | 1999-08-02 | 1999-08-02 | Voice based interface for a printing press |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10033635A1 true DE10033635A1 (de) | 2001-02-08 |
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ID=23441462
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10033635A Withdrawn DE10033635A1 (de) | 1999-08-02 | 2000-07-11 | Sprachgestütze Schnittstelle für eine Druckmaschine |
Country Status (2)
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| US (1) | US6386107B1 (de) |
| DE (1) | DE10033635A1 (de) |
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