DE10032002A1 - Anhängevorrichtung - Google Patents
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Abstract
Um eine Anhängevorrichtung für Personenkraftwagen, umfassend ein Aufnahmemittel, einen mit einem Verankerungsteil lösbar am Aufnahmeteil fixierbaren Kugelhals, am Aufnahmeteil und am Verankerungsteil angeordnete Verriegelungselemente, welche bei in einer definierten Einsetzposition stehenden Verankerungsteil in eine Verriegelungsstellung bringbar sind und in dieser eine Bewegung des Verankerungsteils blockieren, und eine Sperreinrichtung, welche eine Wirkung des federelastischen Kraftspeichers auf das Verriegelungselement in einer Entriegelungsstellung blockiert, derart zu verbessern, daß die Sperreinrichtung möglichst einfach und funktionssicher ausgestaltet ist, wird vorgeschlagen, daß die Sperreinrichtung einen in dem Verankerungsteil bewegbar gelagerten Sperrkörper umfaßt, welcher einen mit dem Aufnahmeteil in Wechselwirkung bringbaren Tastkopf aufweist und dadurch zwischen einer die Betätigungsvorrichtung blockierenden Sperrstellung und einer die Betätigungsvorrichtung freigebenden Lösestellung bewegbar ist und welcher ein erstes Sperrelement aufweist, das in der Sperrstellung mit einem zweiten, an der Betätigungsvorrichtung vorgesehenen Sperrelement in Eingriff bringbar ist und in der Lösestellung mit dem zweiten Sperrelement außer Eingriff ist.
Description
Anhängevorrichtung für Fahrzeuge, insbesondere für Personen
kraftwagen, umfassend ein am Heck des Fahrzeugs fest ange
ordnetes Aufnahmeteil, einen mit einem Verankerungsteil
lösbar am Aufnahmeteil fixierbaren Kugelhals, welcher an
einem dem Verankerungsteil gegenüberliegenden Ende eine
Kupplungskugel trägt, am Aufnahmeteil und am Verankerungsteil
angeordnete Verriegelungselemente, von denen eines ein in
einer quer zur Einführrichtung verlaufenden Verriegelungs
richtung bewegbarer und mittels einer einen federelastischen
Kraftspeicher umfassenden Betätigungsvorrichtung beaufschlag
barer Verriegelungskörper und das andere ein Gegenlager für
diesen ist, welche bei in einer definierten Einsatzposition
stehendem Verankerungsteil in eine Verriegelungsstellung
bringbar sind und in dieser eine Bewegung des Verankerungs
teil entgegengesetzt zur Einführrichtung aus dem Aufnahmeteil
heraus blockieren, und eine Sperreinrichtung, welche eine
Wirkung des federelastischen Kraftspeichers auf das Ver
riegelungselement in einer Entriegelungsstellung blockiert
und die Wirkung des elastischen Kraftspeichers dann freigibt,
wenn das Verankerungsteil nahe seiner Einsetzposition steht.
Derartige Anhängevorrichtungen sind aus dem Stand der
Technik, beispielsweise der WO 97/37862 oder der DE 43 12 208
bekannt.
Bei diesen ist jedoch die Sperreinrichtung kostenaufwendig
aus mehreren Teilen ausgeführt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Anhänge
kupplung der gattungsgemäßen Art derart zu verbessern, daß
die Sperreinrichtung möglichst einfach und funktionssicher
ausgestaltet ist.
Diese Aufgabe wird bei einer Anhängevorrichtung der eingangs
beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Sperreinrichtung einen in dem Verankerungsteil bewegbar
gelagerten Sperrkörper umfaßt, welcher einen mit dem Auf
nahmeteil in Wechselwirkung bringbaren Tastkopf aufweist und
dadurch zwischen einer die Betätigungsvorrichtung blockieren
den Sperrstellung und einer die Betätigungsvorrichtung frei
gebenden Lösestellung bewegbar ist und welcher ein erstes
Sperrelement aufweist, das in der Sperrstellung mit einem
zweiten, an der Betätigungsvorrichtung vorgesehenen Sperr
element in Eingriff bringbar ist und in der Lösestellung mit
dem zweiten Sperrelement außer Eingriff ist.
Der Vorteil der erfindungsgemäßen Lösung ist somit darin zu
sehen, daß als Sperrkörper nur ein einziger Körper vorgesehen
ist, welcher die gewünschten Funktionen erfüllt und somit
einfach herstellbar ist und außerdem auch aufgrund seiner
Einfachheit funktionssicher ist.
Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn der Sperrkörper als
einstückiges Teil ausgebildet ist, welches den Tastkopf und
das erste Sperrelement umfaßt.
Eine besonders vorteilhafte Lösung sieht dabei vor, daß das
erste Sperrelement ein Abschnitt des Sperrkörpers ist, der
längs einer Bahn relativ zum zweiten Sperrelement bewegbar
ist.
Konstruktiv besonders günstig ist dabei eine Lösung, bei
welcher das erste Sperrelement ein Abschnitt des Sperrkörpers
mit vergrößertem Querschnitt ist, so daß das Sperrelement als
einfaches Teil herstellbar ist.
Hinsichtlich der bewegbaren Lagerung des Sperrkörpers sind
die unterschiedlichsten Möglichkeiten denkbar. Beispielsweise
wäre es denkbar, den gesamten Sperrkörper als kippbaren
Körper auszubilden.
Eine räumlich vorteilhafte Lösung sieht vor, daß der Sperr
körper in dem Verankerungsteil linear verschiebbar geführt
ist.
Eine derartige Lösung läßt sich besonders einfach dann
realisieren, wenn der Sperrkörper in dem Verankerungsteil in
einem Aufnahmekanal verschiebbar geführt ist.
Eine besonders kostengünstige Art der Herstellung des Sperr
körpers ist dann möglich, wenn der Sperrkörper als zu einer
Längsachse rotationssymmetrischer Körper ausgebildet ist.
Vorzugsweise ist dabei das erste Sperrelement durch einen
bezüglich der Längsachse radial erweiterten Bereich des
Sperrkörpers gebildet.
Hinsichtlich der Ausbildung der Betätigungsvorrichtung wurden
bislang keine näheren Angaben gemacht. So sieht ein besonders
vorteilhaftes Ausführungsbeispiel vor, daß die Betätigungs
vorrichtung einen Betätigungskolben umfaßt, welcher durch
eine Feder in Richtung einer der Verriegelungsstellung ent
sprechenden Stellung beaufschlagt ist.
Ferner ist der Betätigungskolben vorzugsweise mittels eines
Zugelements von einer der Verriegelungsstellung entsprechen
den Stellung in eine der Entriegelungsstellung entsprechende
Stellung bewegbar.
Hinsichtlich der Anordnung des zweiten Sperrelements sind die
unterschiedlichsten Lösungen denkbar. Beispielsweise könnte
das zweite Sperrelement an jedem Element der Betätigungs
vorrichtung angeordnet sein. Eine besonders günstige Lösung
sieht vor, daß das zweite Sperrelement am Zugelement der
Betätigungsvorrichtung angeordnet ist.
Besonders günstig ist es dabei, wenn das zweite Sperrelement
als seitliche Ausnehmung am Zugelement der Betätigungsvor
richtung ausgebildet ist.
Besonders einfach läßt sich der Sperrkörper dann ausbilden,
wenn der Aufnahmekanal einen Führungskanal für das Zugelement
seitlich versetzt schneidet, so daß sich der Aufnahmekanal
und der Führungskanal lediglich teilweise durchdringen.
In diesem Fall ist es möglich, den Sperrkörper so auszu
bilden, daß sich der Sperrkörper in der Lösestellung durch
den nicht vom Führungskanal durchdrungenen Bereich des Auf
nahmekanals erstreckt.
Hinsichtlich der Fixierung des Sperrkörpers in dem Aufnahme
kanal ist vorzugsweise vorgesehen, daß dieser mit einer Ver
schlußbüchse in dem Aufnahmekanal gesichert ist.
Dabei erstreckt sich der Sperrkörper vorzugsweise mit einem
den Tastkopf tragenden Abschnitt durch die Verschlußbüchse
hindurch bis zum Tastkopf.
Ferner sieht ein besonders vorteilhaftes Ausführungsbeispiel
der erfindungsgemäßen Lösung vor, daß der Aufnahmekanal als
Sackloch ausgebildet ist, so daß in einfacher Weise die Mög
lichkeit besteht, zwischen einem Boden des Sacklochs und dem
Sperrkörper eine Druckfeder vorzusehen, welche den Sperr
körper federelastisch in Richtung der Sperrstellung beauf
schlagt.
Prinzipiell wäre es denkbar, die erfindungsgemäße Sperr
einrichtung mit dem Sperrkörper an jeder Stelle im Ver
ankerungsteil vorzusehen. Eine besonders vorteilhafte Lösung
sieht jedoch vor, daß die Sperreinrichtung so angeordnet ist,
daß der Tastkopf kurz vor Erreichen der Einsetzposition mit
dem Aufnahmeteil in Wechselwirkung tritt.
Vorzugsweise ist dabei der Tastkopf so angeordnet, daß er bis
kurz vor Erreichen der Einsetzposition außerhalb einer Auf
nahmeausnehmung des Aufnahmeteils angeordnet ist, so daß auch
bei Verkanten des Verankerungsteils beim Einsetzen desselben
in die Aufnahmeausnehmung keine unbeabsichtigte Beauf
schlagung des Tastkopfes erfolgen kann.
Zum Betätigung des Tastkopfes und somit Verschieben des
Sperrkörpers in die Lösestellung ist vorzugsweise vorgesehen,
daß beim Einsetzen des Verankerungsteils in das Aufnahmeteil
der Tastkopf kurz vor Erreichen der Einsetzposition des Ver
ankerungsteils eine Steuerfläche des Aufnahmeteils abtastet.
Die Steuerfläche ist dabei vorzugsweise so ausgebildet, daß
der Sperrkörper durch die Steuerfläche von der Sperrstellung
in die Lösestellung bewegbar ist.
Im einfachsten Fall ist dabei die Steuerfläche als geneigt zu
einer Einsetzrichtung verlaufende Fläche ausgebildet.
Prinzipiell wäre es denkbar, die Steuerfläche als separate
Fläche am Aufnahmeteil vorzusehen. Eine besonders günstige
Lösung sieht jedoch vor, daß die Steuerfläche einen end
seitigen Bereich der im Aufnahmeteil vorgesehenen Aufnahme
ausnehmung für das Verankerungsteil bildet, so daß der
Aufwand für die zusätzliche Bearbeitung einer Steuerfläche
entfallen kann.
Aus Gründen eines Schutzes der Sperreinrichtung gegen eine
Verschmutzung ist vorzugsweise vorgesehen, daß der Tastkopf
in der Einsetzposition innerhalb der Aufnahmeausnehmung des
Aufnahmeteils liegt und somit gegen Einwirkungen von außen
geschützt ist.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung sind Gegenstand
der nachfolgenden Beschreibung sowie der zeichnerischen Dar
stellung eines Ausführungsbeispiels. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Ansicht des Ausführungsbeispiels einer
erfindungsgemäßen Anhängevorrichtung von hinten;
Fig. 2 einen Schnitt längs Linie 2-2 bei in Sperr
stellung stehender Sperreinrichtung und in einer
einer Entriegelungsstellung entsprechenden
Stellung stehenden Betätigungseinrichtung;
Fig. 3 einen Schnitt ähnlich längs Linie 2-2 bei in
Lösestellung stehender Sperreinrichtung und der
in einer Verriegelungsstellung stehenden Be
tätigungseinrichtung;
Fig. 4 einen Schnitt längs Linie 4-4 in Fig. 2 und
Fig. 5 einen Schnitt längs Linie 5-5 in Fig. 3.
Ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Anhänge
vorrichtung, dargestellt in Fig. 1, umfaßt ein fest am Heck
eines Fahrzeugs angeordnetes Aufnahmeteil 10, an welchem ein
als Ganzes mit 20 bezeichneter Kugelhals fixierbar ist,
welcher an einem Ende 22 eine Kupplungskugel 24 trägt und an
einem anderen Ende 26 mit einem ein Verankerungsteil 28
bildenden Schaft versehen ist, welcher in eine Aufnahme
ausnehmung 30 des Aufnahmeteils 10 einsetzbar und in dieser
fixierbar ist.
Vorzugsweise ist die Aufnahmeausnehmung 30 in dem Aufnahme
teil 10 so ausgerichtet, daß eine Mittelachse 32 derselben
quer zu einer Fahrbahnoberfläche, insbesondere ungefähr
vertikal zu einer Fahrbahnoberfläche, verläuft.
Das Einsetzen des Schafts 28 in die Aufnahmeausnehmung 30
erfolgt vorzugsweise von Seiten einer einer Fahrbahnober
fläche zugewandten unteren Öffnung 34 derselben in einer
Einführrichtung 36, die parallel zur Mittelachse 32 verläuft.
Zum Fixieren des Schafts 28 in einer definierten Einsetz
position, dargestellt in Fig. 3, sind in dem Schaft 28
Verriegelungskörper 40 vorgesehen, welche in Führungskanälen
42 des Schafts 28 quer zur einer Längsachse 44 desselben und
somit auch quer zu der Einführrichtung 36 in einer Ver
riegelungsrichtung 46 bewegbar sind.
Aufgrund dieser Bewegbarkeit der Verriegelungskörper 40 sind
diese jeweils mit einem entsprechenden Gegenlager 50 im Auf
nahmeteil 10, welches beispielsweise als kalottenartige Ver
tiefung ausgebildet ist, in einer Verriegelungsstellung in
Eingriff bringbar, wobei die Verriegelungskörper 40 in der
Verriegelungsstellung radial über eine Außenkontur 52 des
Schafts 28 überstehen, während in einer Entriegelungs
stellung, dargestellt in Fig. 3, die Verriegelungskörper 40
die Möglichkeit haben, sich so weit in den Schaft 28 hinein
zubewegen, daß diese nicht mehr radial über die Außenkontur
52 überstehen und somit nicht mehr in die Gegenlager 50 ein
greifen und folglich der Schaft 28 relativ zum Aufnahmeteil
10 bewegbar ist.
Hinsichtlich der Anordnung und Ausbildung der Verriegelungs
körper 40 und der Gegenlager 50 wird vollinhaltlich auf die
WO 97/37862 Bezug genommen.
Zum Bewegen der Verriegelungskörper 40 zwischen der Ver
riegelungsstellung und der Entriegelungsstellung ist in einer
zentralen Ausnehmung des Schafts 28 ein Betätigungskolben 52
vorgesehen, welcher in Richtung der Längsachse 44 des Schafts
28 geführt bewegbar ist und eine Außenkontur 54 aufweist, an
welcher die Verriegelungskörper 40 anliegen und durch welche
die Verriegelungskörper 40 in der Verriegelungsrichtung 46
bewegbar sind.
Beispielsweise weist der Betätigungskolben 52 einen Außen
konturabschnitt 54a auf, an welchem die Verriegelungskörper
40 dann anliegen, wenn der Betätigungskolben 52 in Richtung
des Endes 26 des Kugelhalses 20 verschoben ist und dabei in
seiner der Entriegelungsstellung entsprechenden Stellung
steht, wie in Fig. 2 dargestellt.
Wird dagegen der Betätigungskolben 52 von dem Ende 26 weg
verschoben, so erfolgt aufgrund der konischen Form des Außen
konturabschnitts 54a zunächst eine Verschiebung der Ver
riegelungskörper 40 in der Verriegelungsrichtung 46 und
ferner kommt ein Außenkonturabschnitt 54b der Außenkontur 54
des Betätigungskolbens 52 zur Wirkung, welcher die Ver
riegelungskörper 46 aufgrund seiner geringfügig konischen
Form mit großer Kraft in der Verriegelungsrichtung 46 beauf
schlagt und somit in den entsprechenden Gegenlagern 50 kraft
beaufschlagt eingreifend hält, um den Schaft 28 im wesent
lichen spielfrei im Aufnahmeteil 10 zu fixieren.
Diese Stellung des Betätigungskolbens 52 entspricht der
Verriegelungsstellung.
Um sicherzustellen, daß der Betätigungskolben 52 stets das
Bestreben hat, sich von der der Entriegelungsstellung ent
sprechenden Stellung in die der Verriegelungsstellung ent
sprechende Stellung überzugehen, ist der Betätigungskolben 52
durch eine Feder 60 in Richtung der Verriegelungsstellung
beaufschlagt, welche ebenfalls im Schaft 28, und zwar in
einer sich zwischen dem Betätigungskolben 52 und dem Ende 26
erstreckenden Bohrung 62 angeordnet ist.
Um zum Lösen des Schafts 28 in dem Aufnahmeteil 10 den Be
tätigungskolben 52 gegen die Kraftwirkung der Feder 60 von
der der Verriegelungsstellung entsprechenden Stellung in die
der Entriegelungsstellung entsprechende Stellung überführen
und in dieser halten zu können, ist der Betätigungskolben 52
mit einer Zugstange 70 verbunden, welche sich durch die Boh
rung 62 hindurch in eine weitere, in das Ende 26 des Kugel
halses 20 hineinreichende, als Führungskanal für die
Zugstange 70 dienende Bohrung 72 erstreckt und im Bereich der
Bohrung 72 mit einer Verzahnung 74 versehen ist, in welche
ein Zahnritzel 72 eingreift, das im Bereich des Endes 26
drehbar gelagert und durch ein äußeres Handbedienelement 78
drehbar ist.
Durch Drehen des Handbedienelements 78 besteht nun die Mög
lichkeit, über die Zugstange 70 auf den Betätigungskolben 52
einzuwirken und diesen somit gegen die Wirkung der Feder 60
von der der Verriegelungsstellung entsprechenden Stellung in
die der Entriegelungsstellung entsprechende Stellung zu be
wegen, während sich bei einem Loslassen des Handbedien
elements 78 aufgrund der Wirkung der Feder 60 der Betäti
gungskolben 52 in Richtung der der Verriegelungsstellung
entsprechenden Stellung bewegt und - wie bereits beschrieben
- die Verriegelungskörper 40 beaufschlagt.
Die Einheit aus Betätigungskolben 52, Feder 60, Zugstange 70
und Zahnritzel 76 mit Handbedienelement 78 bildet insgesamt
die Betätigungsvorrichtung 80 für die Verriegelungskörper 40.
Um den Betätigungskolben 52 in seiner der Entriegelungs
stellung entsprechenden Stellung halten zu können, ist bei
der erfindungsgemäßen Anhängevorrichtung eine als Ganzes mit
90 bezeichnete Sperreinrichtung vorgesehen, welche die Mög
lichkeit eröffnet, die Betätigungsvorrichtung dann zu
blockieren, wenn der Betätigungskolben in der der Ent
riegelungsstellung entsprechenden Stellung steht.
Vorzugsweise ist dabei die Sperreinrichtung 90 so ausge
bildet, daß sie auf die Zugstange 70 der Betätigungsvor
richtung 80 wirkt.
Die Sperreinrichtung 90 umfaßt einen in einer quer zur Längs
achse 44 des Schafts 28 verlaufenden und einen Aufnahmekanal
bildenden Bohrung 92 angeordneten Sperrkörper 94, welcher in
einer quer zur Längsachse 44 verlaufenden Richtung 96 ver
schiebbar ist. Der Sperrkörper 94 weist einerseits einen
Tastkopf 100 auf, welcher beispielsweise kugelkappenförmig
gerundet ist und über ein äußeres Ende 102 der Bohrung 92 je
nach Stellung des Sperrkörpers 94 unterschiedlich weit über
steht.
Mit dem Tastkopf 100 erfolgt ein Abtasten einer an dem Auf
nahmeteil 10 vorgesehenen Steuerfläche 104, welche durch
einen Bereich der Aufnahmeausnehmung 30 gebildet ist, der
sich unmittelbar an die untere Öffnung 34 derselben an
schließt, wobei die Steuerfläche 104 insbesondere gegen die
Einführrichtung 36 geneigt verläuft, um beim Einführen des
Schafts 28 in die Aufnahmeausnehmung 30 den zunächst mit der
Steuerfläche 104 in Berührung kommenden Tastkopf 100
sukzessive in Richtung des Schafts 28 zu verschieben und
somit den Sperrkörper 94 ausgehend von seiner noch im ein
zelnen zu beschreibenden Sperrstellung, in welcher der
Tastkopf 100 maximal über die äußere Öffnung 102 der Bohrung
92 übersteht, dargestellt in Fig. 2, in die noch zu be
schreibende Lösestellung, dargestellt in Fig. 3, zu über
führen, in welcher der Tastkopf 100 der äußeren Öffnung 102
der Bohrung 92 am nächsten steht.
Um mit dem Sperrkörper 94 in der Sperrstellung die Betäti
gungsvorrichtung 80 blockieren zu können, ist der Sperrkörper
94 mit einem ein erstes Sperrelement bildenden radial er
weiterten Umfangsbereich 110 versehen, welcher bei in Sperr
stellung stehendem Sperrkörper 94, wie in Fig. 4 dargestellt,
in eine ein zweites Sperrelement bildende seitliche Aus
nehmung 120 der Zahnstange 70 eingreift.
Vorzugsweise ist hierzu die Bohrung 92, welche den Sperr
körper 94 aufnimmt, so angeordnet, daß deren Mittelachse 112
gegenüber einer Mittelachse 114 der die Zugstange 70 auf
nehmenden und führenden Bohrung 72 versetzt ist, jedoch
insgesamt die Bohrung 92 die Bohrung 72 seitlich schneidet.
Außerdem ist das erste Sperrelement 110 als bezüglich einer
Längsachse 116 des Sperrkörpers 94 kreiszylindrisches Segment
des Sperrkörpers 94 ausgebildet, welches diesen in der Boh
rung 92 führt, während der Sperrkörper 94 im Anschluß an das
kreiszylindrische Segment 110 einen bezüglich der Längsachse
116 des Sperrkörpers 94 radial reduzierten Abschnitt 118 auf
weist, welcher dann im Schnittbereich der Bohrung 92 mit der
Bohrung 72 steht, wenn der Sperrkörper 94 in seiner Löse
stellung steht, und einen derartigen Radius aufweist, daß die
Zugstange 70 relativ zum Sperrkörper 94 ungehindert bewegbar
ist und somit die Ausnehmung 120 in der Zugstange 70 nicht
mehr im Eingriff mit dem ersten Sperrelement 110 stehen kann.
Zur besseren Führung des Sperrkörpers 94 in der Bohrung 92
ist dieser zusätzlich zu dem das erste Sperrelement 110
bildenden radial erweiterten kreiszylindrischen Bereich noch
mit einem Führungsring 122 versehen, welcher zwischen dem
Tastkopf 100 und dem radial zurückgesetzten Bereich 118 an
geordnet ist.
Der Führungsring 122 dient gleichzeitig als Anschlagring zum
Definieren der Sperrstellung, wobei der Führungsring 122 in
der Sperrstellung an einer Verschlußbüchse 124 der Bohrung 92
anliegt, welche endseitig in die Bohrung 92 eingesetzt ist
und welche der Sperrkörper 94 mit seinem sich zum Tastkopf
100 erstreckenden Abschnitt 126 durchgreift.
Vorzugsweise ist aus Gründen einer einfachen und kosten
günstigen Herstellung der Sperrkörper 94 als zu seiner Längs
achse 116 rotationssymmetrisches Drehteil ausgebildet.
Um den Sperrkörper 94 in Richtung seiner Sperrstellung zu
beaufschlagen, ist ferner zwischen dem das erste Sperrelement
bildenden kreiszylindrischen Abschnitt 110 und einem Ende 127
der Bohrung 92 eine Druckfeder 128 angeordnet, welche den
Sperrkörper 94 stets in Richtung der Sperrstellung beauf
schlagt.
Wird somit ausgehend von der Sperrstellung, in welcher das
erste Sperrelement 110 mit dem zweiten Sperrelement 120 in
Eingriff ist und die Betätigungsvorrichtung 80 in einer
Stellung blockiert, in welcher der Betätigungskolben 52 in
seiner der Entriegelungsstellung entsprechenden Stellung
steht, der Kugelhals 20 mit dem Schaft 28 in die Aufnahme
ausnehmung 30 eingeführt, so kommt unmittelbar vor Erreichen
der Einsetzposition, in welcher eine Verriegelung des Schafts
28 mit den Verriegelungskörpern 40 im Aufnahmeteil 10 möglich
ist, der Tastkopf 100 in Berührung mit der Steuerfläche 104
und es wird durch weiteres Einschieben des Schafts 28 in die
Aufnahmeausnehmung 30 durch die schräg zur Einführrichtung 36
verlaufende Form der Steuerfläche 104 der an dieser entlang
gleitende Tastkopf 100 in Richtung der äußeren Öffnung 102
der Bohrung 92 bewegt und somit der gesamte Sperrkörper 94 in
die Bohrung 92 eingeschoben, und zwar so, daß bei Erreichen
der Einsetzposition das erste Sperrelement 110 so weit an der
Zugstange 70 vorbeibewegt ist, daß es mit dem zweiten Sperr
element 120 außer Eingriff kommt. Diese Lösestellung des
Sperrkörpers 94 wird vorzugsweise durch einen Endbereich 105
der Steuerfläche 104 vorgegeben. In der Lösestellung des
Sperrkörpers ist die Zugstange 70 relativ zum Abschnitt 118
des Sperrkörpers 94 frei bewegbar, so daß durch Wirkung der
Feder 60 der Betätigungskolben 52 in Richtung seiner der
Verriegelungsstellung entsprechenden Stellung bewegt werden
kann.
Damit bewirken die Verriegelungskörper 40 ein Verriegeln des
Schafts 28 in dem Aufnahmeteil 10.
Wird andererseits durch Drehen des Handbedienelements 78
mittels der Zugstange 70 der Betätigungskolben 52 von der der
Verriegelungsstellung entsprechenden Stellung in die der Ent
riegelungsstellung entsprechende Stellung bewegt und gleich
zeitig der Schaft aus der Einsetzposition herausbewegt, so
verläßt der Tastkopf 100 den Endbereich 105 der Steuerfläche
104 und gleitet längs der Steuerfläche 104, wodurch gleich
zeitig eine Verschiebung des Sperrkörpers 94 von der Löse
stellung in Richtung 96 erfolgen kann und somit die Möglich
keit besteht, das erste Sperrelement 110 mit der Ausnehmung
120 in Eingriff zu bringen, welche aufgrund der durch Be
tätigung des Handbedienelements 78 herbeigeführten, der Ent
riegelungsstellung entsprechenden Stellung bereits in einer
mit der Bohrung 92 fluchtenden Stellung steht, so daß der
Sperrkörper 94 in die Sperrstellung übergehen kann.
Hat der Sperrkörper 94 die Sperrstellung erreicht, so ist
keine weitere Einwirkung auf das Handbedienelement 78 mehr
notwendig, um die Betätigungsvorrichtung 80 in der der Ent
riegelungsstellung entsprechenden Stellung zu halten und die
Sperrstellung des Sperrkörpers 94 wird durch die Druckfeder
128 so lange aufrechterhalten, bis wiederum beim Einsetzen
des Schafts 28 in die Aufnahmeausnehmung 30 die Steuerfläche
104 auf den Tastkopf 100 des Sperrkörpers 94 einwirkt.
Claims (23)
1. Anhängevorrichtung für Fahrzeuge, insbesondere für
Personenkraftwagen, umfassend ein am Heck des Fahrzeugs
fest angeordnetes Aufnahmeteil, einen mit einem Ver
ankerungsteil lösbar am Aufnahmeteil fixierbaren Kugel
hals, welcher an einem dem Verankerungsteil gegenüber
liegenden Ende eine Kupplungskugel trägt, am Aufnahme
teil und am Verankerungsteil angeordnete Verriegelungs
elemente, von denen eines ein in einer quer zur Einführ
richtung verlaufenden Verriegelungsrichtung bewegbarer
und mittels einer einen federelastischen Kraftspeicher
umfassenden Betätigungsvorrichtung beaufschlagbarer
Verriegelungskörper und das andere ein Gegenlager für
diesen ist, welche bei in einer definierten Einsetz
position stehendem Verankerungsteil in eine Ver
riegelungsstellung bringbar sind und in dieser eine
Bewegung des Verankerungsteils entgegengesetzt zur Ein
führrichtung aus dem Aufnahmeteil heraus blockieren, und
eine Sperreinrichtung, welche eine Wirkung des feder
elastischen Kraftspeichers auf das Verriegelungselement
in einer Entriegelungsstellung blockiert und die Wirkung
des elastischen Kraftspeichers dann freigibt, wenn das
Verankerungsteil nahe seiner Einsetzposition steht,
dadurch gekennzeichnet, daß die
Sperreinrichtung (90) einen in dem Verankerungsteil (28)
bewegbar gelagerten Sperrkörper (94) umfaßt, welcher
einen mit dem Aufnahmeteil (10) in Wechselwirkung bring
baren Tastkopf aufweist und dadurch zwischen einer die
Betätigungsvorrichtung (80) blockierenden Sperrstellung
und einer die Betätigungsvorrichtung (80) freigebenden
Lösestellung bewegbar ist und welcher ein erstes Sperr
element (110) aufweist, das in der Sperrstellung mit
einem zweiten, an der Betätigungsvorrichtung (80) vor
gesehenen Sperrelement (120) in Eingriff bringbar ist
und in der Lösestellung mit dem zweiten Sperrelement
(120) außer Eingriff ist.
2. Anhängevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Sperrkörper (94) als einstückiges Teil
ausgebildet ist, welches den Tastkopf (100) und das
erste Sperrelement (110) umfaßt.
3. Anhängevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das erste Sperrelement (110) ein
Abschnitt des Sperrkörpers (94) ist, der längs einer
Hahn relativ zum zweiten Sperrelement (120) bewegbar
ist.
4. Anhängevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß das erste Sperrelement (110) ein Abschnitt
des Sperrkörpers (94) mit vergrößertem Querschnitt ist.
5. Anhängevorrichtung nach einem der voranstehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrkörper
(94) in dem Verankerungsteil (28) linear verschiebbar
geführt ist.
6. Anhängevorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Sperrkörper (94) in dem Verankerungs
teil (28) in einem Aufnahmekanal (92) verschiebbar
geführt ist.
7. Anhängevorrichtung nach einem der voranstehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrkörper
(94) als zu seiner Längsachse (116) rotations
symmetrischer Körper ausgebildet ist.
8. Anhängevorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß das erste Sperrelement (110) durch einen
bezüglich der Längsachse (116) radial erweiterten
Bereich des Sperrkörpers (94) gebildet ist.
9. Anhängevorrichtung nach einem der voranstehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Betätigungs
vorrichtung (80) einen Betätigungskolben (52) umfaßt,
welcher durch eine Feder (60) in Richtung einer der
Verriegelungsstellung entsprechenden Stellung beauf
schlagt ist.
10. Anhängevorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Betätigungskolben (52) mittels eines
Zugelements (70) von einer der Verriegelungsstellung
entsprechenden Stellung in eine der Entriegelungs
stellung entsprechenden Stellung bewegbar ist.
11. Anhängevorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß das zweite Sperrelement (120) am Zug
element (70) der Betätigungsvorrichtung (80) angeordnet
ist.
12. Anhängevorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß das zweite Sperrelement als seitliche
Ausnehmung (120) am Zugelement (70) der Betätigungs
vorrichtung (80) ausgebildet ist.
13. Anhängevorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmekanal (92) einen
Führungskanal (72) für das Zugelement (70) seitlich ver
setzt schneidet.
14. Anhängevorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekenn
zeichnet, daß sich der Sperrkörper (94) in der Löse
stellung durch den nicht vom Führungskanal (72) durch
drungenen Bereich des Aufnahmekanals (92) erstreckt.
15. Anhängevorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, daß der Sperrkörper (94) mit
einer Verschlußbüchse (124) in dem Aufnahmekanal (92)
gesichert ist.
16. Anhängevorrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekenn
zeichnet, daß sich der Sperrkörper (94) mit einem den
Tastkopf (100) tragenden Abschnitt (126) durch die
Verschlußbüchse (124) hindurch bis zum Tastkopf (100)
erstreckt.
17. Anhängevorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß der Aufnahmekanal (92) als
Sackloch ausgebildet ist.
18. Anhängevorrichtung nach einem der voranstehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperr
einrichtung (90) so angeordnet ist, daß der Tastkopf
(100) beim Einführen des Verankerungsteils (28) in das
Aufnahmeteil (10) kurz vor Erreichen der Einsetzposition
mit dem Aufnahmeteil (10) in Wechselwirkung tritt.
19. Anhängevorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Sperreinrichtung (90) so angeordnet
ist, daß der Tastkopf bis kurz vor Erreichen der Ein
setzposition außerhalb einer Aufnahmeausnehmung (30) des
Aufnahmeteils angeordnet ist.
20. Anhängevorrichtung nach Anspruch 18 oder 19, dadurch
gekennzeichnet, daß beim Einsetzen des Verankerungsteils
(28) in das Aufnahmeteil (10) der Tastkopf (100) kurz
vor Erreichen der Einsetzposition des Verankerungsteils
(28) eine Steuerfläche (104) des Aufnahmeteils (10)
abtastet.
21. Anhängevorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Sperrkörper (94) durch die Steuer
fläche (104) von der Sperrstellung in die Lösestellung
bewegbar ist.
22. Anhängevorrichtung nach Anspruch 20 oder 21, dadurch
gekennzeichnet, daß die Steuerfläche (104) durch einen
endseitigen Bereich der im Aufnahmeteil (10) vorge
sehenen Aufnahmeausnehmung (30) für das Verankerungsteil
(28) gebildet ist.
23. Anhängevorrichtung nach einem der Ansprüche 19 bis 22,
dadurch gekennzeichnet, daß der Tastkopf (100) in der
Einsetzposition innerhalb der Aufnahmeausnehmung (30)
des Aufnahmeteils (10) liegt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000132002 DE10032002A1 (de) | 2000-06-30 | 2000-06-30 | Anhängevorrichtung |
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|---|---|---|---|
| DE2000132002 DE10032002A1 (de) | 2000-06-30 | 2000-06-30 | Anhängevorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10032002A1 true DE10032002A1 (de) | 2002-01-24 |
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ID=7647418
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2000132002 Ceased DE10032002A1 (de) | 2000-06-30 | 2000-06-30 | Anhängevorrichtung |
Country Status (1)
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