DE10032965C1 - Mehrteiliges Schneidwerk zum Anbau an eine Erntemaschine - Google Patents
Mehrteiliges Schneidwerk zum Anbau an eine ErntemaschineInfo
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- A01D34/00—Mowers; Mowing apparatus of harvesters
- A01D34/01—Mowers; Mowing apparatus of harvesters characterised by features relating to the type of cutting apparatus
- A01D34/02—Mowers; Mowing apparatus of harvesters characterised by features relating to the type of cutting apparatus having reciprocating cutters
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein an eine Erntemaschine an
baubares mehrteiliges Schneidwerk, welches ein Mähmesser
aufweist das aus mindestens zwei Mähmesserteilen besteht,
die mittels eines einzigen seitlichen Messerantriebes hin- und
hergehend synchron antreibbar sind.
Im Stand der Technik ist es bekannt, Schneidwerke z. B. in
Verbindung mit Mähdreschern od. dgl. in zwei Schneidwerks
hälften zu teilen, um diese von der Arbeitsstellung in eine
Stellung zu schwenken, in der die beiden Schneidwerkshälften
z. B. parallel zueinander verlaufen, so daß damit bei einer Fahrt
über öffentliche Straßen die zulässige Breite nicht überschritten
wird.
Im Stand der Technik ist es dabei bekannt (DE 29 31 731 C2),
die beiden Schneidwerksteile über eine Kupplung miteinander
zu verbinden, wobei es erforderlich ist, die Schneidwerkshälften
vor dem Einschwenken in die Arbeitsstellung genau zu positio
nieren. Hierbei ist eine sorgfältige Beachtung durch den Be
nutzer erforderlich und außerdem stört der für die Kupplung
erforderliche Raum im mittleren Teil des Schneidwerkes, wobei
diese Art der Kupplung auch mechanisch aufwendig ist.
Aus der gattungsbildenden EP 0 634 088 B1 ist es bekannt
geworden, die Kopplung der beiden Mähmesserteile über zwei
als zweiarmige Hebel ausgebildete Schwinghebel auszubilden.
Auch diese Anordnung ist aufwendig und der für die Lagerung
und Unterbringung der Schwinghebel erforderliche Raum stört
im Bereich des Schneidwerkes.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein mehrteilig
ausgebildetes Schneidwerk zu schaffen, bei welchem beim
Schwenken der Schneidwerksteile in die Arbeitsstellung die
Mähmesserteile in ihrem Berührungsbereich ohne zusätzliche
Kupplungsmittel aneinander zur Anlage kommen, dabei aber im
Betrieb hin- und hergehend synchron mittels eines Antriebes
antreibbar sind.
Diese der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch die
Lehre des Hauptanspruches gelöst.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unter
ansprüchen erläutert.
Mit anderen Worten ausgedrückt wird vorgeschlagen, daß die
das Schneidwerk bildenden Mähmesserteile in einen Hydraulik
kreis eingebunden sind, wobei beim Aufbau eines zweiteiligen
oder mehrteiligen Schneidwerkes zwei Kolbenzylinderanord
nungen vorgesehen sind, die über den Hydraulikkreis miteinan
der verbunden sind, während die Kolben der Kolbenzylinder
anordnungen mit den zugeordneten Mähmesserteilen ver
bunden sind, so daß beim Antrieb der Mähmesserteile durch das
eine Antriebsgetriebe nunmehr beide Kolbenzylinderanord
nungen wirksam werden. Hierdurch wird erreicht, daß beim
Einfahren der Kolbenstange der einen Kolbenzylinderanordnung
die Kolbenstange der anderen Kolbenzylinderanordnung aus
gefahren wird und umgekehrt. Am Beispiel eines zweiteiligen
Schneidwerkes ist also das dem eigentlichen Antrieb benach
barte Mähmesserteil mit der Kolbenstange eines Zylinders einer
hydraulischen Kolbenzylinderanordnung verbünden und bewegt
die Kolbenstange im Rythmus des Antriebes dieses Mähmesser
teiles hin und her. Der Hydraulikkreis wird hydraulisch
vorgespannt, was einen einmaligen Vorgang darstellt und durch
dieses Vorspannen legen sich die Mähmesserteile an den
Trennstellen aneinander an. Es werden immer nur zwei
Hydraulikzylinder vorgesehen, unabhängig davon, ob ein zwei-
oder mehrteiliges Schneidwerk eingesetzt wird. Die Arbeitsweise
ist unter der Annahme, daß das Mähmessergetriebe links sitzt,
wie folgt:
Wenn das Mähmessergetriebe das Mähmesser nach links
schiebt, wird der linke Kolbenzylinder eingefahren, und zwar
durch die vorhandene mechanische Kopplung. Dadurch wird der
rechte Zylinder ausgefahren, und zwar duch die hydraulische
Kopplung und die nicht links sitzenden Mähmesser nachgeführt.
Ist der Hub beendet, schiebt das Mähmessergetriebe das linke
Mähmesserteil und somit alte weiteren Teile nach rechts und die
Zylinder werden in ihrer Ausgangstage zurückgeführt.
Soll die Zylinderanordnung für große, sehr breite Schneidwerke
verwendet werden, muß die Kolbenzylinderanordnung Umge
dreht werden, um in die Messerstange Zugkräfte einzuleiten.
Zusammenfassend ist festzustellen, daß duch die hydraulische
Kopplung unnötig hohe innere Systemkräfte vermieden werden
und sich ein einfacher Antrieb für ein geteiltes Mähmesser
realisieren läßt, ohne aufwendige mechanische Kupplungs
elemente an den Trennstelen, die zudem durch die oszillieren
de Bewegung zum Verschleiß neigen würden.
Gemäß einem Vorschlag der Erfindung sind die Zylinder der
Kolbenzylinderanordnungen ortsfest gelagert und es ist hier
eine Verbindungslasche zwischen der jeweiligen Kolbenstange
und dem jeweiligen äußeren Mähmesserteil vorgesehen.
Als Messerantrieb wird in besonders vorteilhafter Weise ein an
sich bekanntes Linearhubgetriebe eingesetzt.
Im Bereich der Trennstelle der Mähmesserteile sind Anschlag
winkel vorgesehen, an die die beiden Mähmesserteile zur
Anlage kommen, wenn sie in die sogenannte Arbeitsstellung
geklappt sind.
Die Mittelklinge im Bereich der Trennstelle zwischen den beiden
Mähmesserteilen kann dabei geteilt sein.
In den eigentlichen Hydraulikkreis kann neben anderen in Hy
draulikkreisen üblichen Einrichtungen mit Vorteil ein Hydraulik
speicher eingebaut sein.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend
anhand der Zeichnungen erläutert. Die Zeichnungen zeigen
dabei in
Fig. 1 in Rückansicht und Draufsicht ein zweiteiliges
Mähmesser mit einseitigem Antrieb, in
Fig. 2 in größerem Maßstab den Antrieb für das Mäh
messer, in
Fig. 3 ebenfalls in größerem Maßstab die Ausbildung der
Trennstelle zwischen den beiden Mähmessertei
len, und zwar in Ansicht gemäß Einzelheit "Z" in
Fig. 1, in
Fig. 4 eine Draufsicht auf die Trennstelle zwischen den
beiden Mähmesserteilen gemäß Einzelheit "Y" in
Fig. 1, in
Fig. 5 in größerem Maßstab den Anschluß des einen
Mähmesserteiles sowohl an den Antrieb wie auch
an die hydraulische Kolbenzylinderanordnung ge
mäß Einzelheit "X" und schließlich in
Fig. 6 schematisch den eigentlichen Hydraulikplan.
Fig. 1 zeigt in Ansicht und Draufsicht zwei Mähmesserteile 16,
17, wobei das Mähmesserteil 16 an einen Mähmesserantrieb 12
angeschlossen ist, der als Linearhubgetriebe ausgebildet ist.
Die beiden Schneidwerksteile 16, 17 sind über je eine Ver
bindungslasche 24 (s. Fig. 5) an hydraulische Kolbenzylinder
anordnungen 13a und 13b angeschlossen.
Die Trennstelle zwischen den beiden Schneidwerksteilen ist mit
18 bezeichnet.
Jedes Mähmesserteil 16 bzw. 17 weist in an sich bekannter
Weise eine Messerführungsschiene 1 auf mit einem Messerstab
7, wobei im Bereich der Trennstelle 18 an jedem Mähmesser
ein Anschlagwinkel 11 vorgesehen ist, so daß eine gute und
satte Anlage der Mähmesserteile während der Arbeit anein
ander erreicht wird.
Die im Bereich der Trennstelle 18 angeordnete Messerklinge,
die sogenannte Mittelklinge 10, ist zweiteilig ausgebildet (Fig. 4)
und beiderseits der Trennstelle sind Dreifachfinger 5 ange
ordnet, während im übrigen Bereich der Mähmesserteile 16
bzw. 17 sogenannte Doppelfinger 3 vorgesehen sind, wie sie
aus Fig. 5 erkennbar sind.
In Fig. 4 ist eine Messerklinge mit 9 bezeichnet.
Aus Fig. 5 geht der Aufbau des Antriebs deutlicher hervor und
es ist ein Messerkopf 6 erkennbar, der innerhalb eines Seiten
teiles 14 gelagert ist und der das Mähmesserteil 16 antreibt. An
dem Mähmesserteil 16 bzw. dem Messerkopf ist eine Ver
bindungslasche 24 vorgesehen, die an eine Kolbenstange 15a
der hydraulischen Kolbenzylinderanordnung 13a anschließt.
Hierbei ist die Stellung als Mittelstellung gezeichnet und die
Endstellung der Kolbenstange 15a ist zur Verdeutlichung der
Erfindung mit eingezeichnet. Bei 8 ist eine sogenannte Putz
klinge des Schneidwerkteiles 16 erkennbar.
Schließlich ist in Fig. 6 der Hydraulikkreis dargestellt mit der
hydraulischen Kolbenzylinderanordnung 13a und 13b, wobei die
Kolbenstangen 15a und 15b erkennbar sind und mit 22 der
Hydraulikkreis bezeichnet ist, also die Verbindungsleitung
zwischen dem Zylinder der Kolbenzylinderanordnung 13a und
dem Zylinder der Kolbenzylinderanordnung 13b. Zusätzlich ist
ein Hydrospeicher 19, ein Manometer 20 und eine steckbare
Kupplung 21 erkennbar.
Die Wirkungs- und Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Ein
richtung ist wie folgt:
Der Hydraulikkreis wird hydraulisch vorgespannt, so daß ein
Überdruck vorhanden ist. Hierbei handelt es sich um einen
einmaligen Vorgang. Durch dieses Vorspannen legen sich die
Mähmesserteile 16, 17 an der Trennstelle 18 an. Sitzt, wie in der
Zeichnung dargestellt, das Mähmessergetriebe 12 links, arbeitet
die Vorrichtung wie folgt:
Wenn das Mähmessergetriebe 12 das Mähmesserteil 16 nach
links schiebt, wird der Kolben der linken Kolbenzylinderanord
nung 13a eingefahren und der Kolben der rechten Kolbenzy
linderanordnung 13b ausgefahren. Es erfolgt also eine hydrau
lische Kopplung. Die nicht links sitzenden Mähmesserteile 17
werden nachgeführt. Ist der Hub beendet, schiebt das Mäh
messergetriebe 12 das linke Mähmesserteil 16 und somit alle
weiteren Teile nach rechts und die Kolbenstangen werden in
ihrer Ausgangslage zurückgeführt.
Durch die vorbeschriebene hydraulische Kopplung werden
unnötige hohe innere Systemkräfte vermieden und es läßt sich
ein einfacher Antrieb für ein geteiltes Mähmesser realisieren,
ohne aufwendige mechanische Kupplungselemente an den
Trennstellen, die außerdem durch die oszillierende Bewegung
deren Verschleiß unterliegen.
Claims (8)
1. Mehrteiliges Schneidwerk zum Anbau an eine Ernte
maschine, wobei das Schneidwerk ein Mähmesser auf
weist, das aus mindestens zwei Mähmesserteilen (16, 17)
besteht, die mittels eines einzigen seitlichen Messer
antriebes (12) hin- und hergehend synchron antreibbar
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die äußeren Mäh
messerteile (16, 17) an Kolbenzylinderanordnungen (13a,
13b) anschließen und die Zylinder der Kolbenzylinder
anordnungen (13a, 13b) an einen Hydraulikkreis (22)
angeschlossen sind, derart, daß beim Einfahren der
Kolbenstange (15a) der einen Kolbenzylinderanordnung
(13a) die Kolbenstange (15b) der anderen Kolben
zylinderanordnung (13b) ausgefahren wird.
2. Schneidwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Mähmesserteile (16, 17) an die jeweilige
Kolbenstange (15a, 15b) der Kolbenzylinderanordnung
(13a, 13b) anschließen und die Zylinder ortsfest gelagert
sind.
3. Schneidwerk nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet
durch ja eine Verbindungslasche (24) zwischen der
Kolbenstange (15) und dem Mähmesserteil (16, 17).
4. Schneidwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß als Messerantrieb (12) ein
Linearhubgetriebe eingesetzt ist.
5. Schneidwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Trennstelle
(18) der Mähmesserteile (16, 17) je ein Anschlagwinkel
(11) vorgesehen ist.
6. Schneidwerk nach einem dar vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Mittelklinge (10) der
Trennstellen des Mähmessers geteilt ist.
7. Schneidwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Hydraulikkreis (22)
einenendes und anderenendes mit den Zylindern der
Kolbenzylinderanordnungen (13a und 13b) verbunden ist.
8. Schneidwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch einen Hydrospeicher (19) im
Hydraulikkreis (22).
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10032965A DE10032965C1 (de) | 2000-05-16 | 2000-07-06 | Mehrteiliges Schneidwerk zum Anbau an eine Erntemaschine |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10032965C1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20301750U1 (de) | 2003-02-04 | 2003-04-10 | Köppl, Karl, 94163 Saldenburg | Mähmesserbalken |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2931731C2 (de) * | 1979-08-04 | 1982-09-30 | Deere & Co., Moline, Ill., US, Niederlassung Deere & Co. European Office, 6800 Mannheim | Antriebsvorrichtung |
| EP0634088B1 (de) * | 1993-07-13 | 1997-08-06 | CLAAS Kommanditgesellschaft auf Aktien | Mähdrescher |
-
2000
- 2000-07-06 DE DE10032965A patent/DE10032965C1/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2931731C2 (de) * | 1979-08-04 | 1982-09-30 | Deere & Co., Moline, Ill., US, Niederlassung Deere & Co. European Office, 6800 Mannheim | Antriebsvorrichtung |
| EP0634088B1 (de) * | 1993-07-13 | 1997-08-06 | CLAAS Kommanditgesellschaft auf Aktien | Mähdrescher |
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|---|---|---|---|---|
| DE20301750U1 (de) | 2003-02-04 | 2003-04-10 | Köppl, Karl, 94163 Saldenburg | Mähmesserbalken |
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