DE10032705A1 - Fadenliefereinrichtung für Textilmaschinen - Google Patents
Fadenliefereinrichtung für TextilmaschinenInfo
- Publication number
- DE10032705A1 DE10032705A1 DE2000132705 DE10032705A DE10032705A1 DE 10032705 A1 DE10032705 A1 DE 10032705A1 DE 2000132705 DE2000132705 DE 2000132705 DE 10032705 A DE10032705 A DE 10032705A DE 10032705 A1 DE10032705 A1 DE 10032705A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- thread
- motor
- signal
- thread delivery
- motors
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Granted
Links
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D04—BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
- D04B—KNITTING
- D04B15/00—Details of, or auxiliary devices incorporated in, weft knitting machines, restricted to machines of this kind
- D04B15/38—Devices for supplying, feeding, or guiding threads to needles
- D04B15/48—Thread-feeding devices
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Knitting Machines (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
Abstract
Eine Fadenliefereinrichtung für eine Textilmaschine weist einen oder mehrere Motoren auf, die in Abhängigkeit von einem von der Textilmaschine abgeleiteten Signal gesteuert werden. Die Steuerung der Motoren erfolgt vorzugsweise in nicht linearer Abhängigkeit von dem Führungssignal n¶a¶. Außerdem werden vorzugsweise weitere Signale mit dem Führungssignal n¶a¶ verknüpft. Sind mehrere Motoren zum Antrieb der Fadenliefergeräte vorgesehen, ist es zweckmäßig, die Motoren gruppenweise zusammenwirken zu lassen, wobei lediglich ein Motor der Gruppe positionsgeregelt ist und somit als Mastermotor die Führung übernimmt. Die anderen Motoren usw. unterstützen den Mastermotor durch Erzeugung eines entsprechenden Drehmoments, folgen diesem jedoch entsprechend seiner Positionierung und wirken somit als Slavemotoren. Jede der einzelnen Maßnahmen verbessert die Anpassung der Fadenliefermenge an die tatsächlichen Bedürfnisse und verringert somit insbesondere beim Drehzahlwechsel der Textilmaschine die Ausbildung von Standreihen oder sonstigen Qualitätsfehlern. Die Summe der Maßnahmen ermöglicht es, Standreihen ganz zu vermeiden.
Description
Die Erfindung betrifft eine Fadenliefereinrichtung,
insbesondere für Textilmaschinen.
Textilmaschinen benötigen häufig mehrere Fäden, die
der Textilmaschine beim Verarbeitungsvorgang gleichzeitig
und in vorgegebener Liefermenge zuzuführen sind.
Aus der DE 197 33 263 A1 ist eine Fadenliefervorrichtung
für eine Rundstrickmaschine bekannt. Zu der Fadenliefer
vorrichtung gehören mehrere Fadenliefergeräte, die an der
Rundstrickmaschine angeordnet sind. Jedes Fadenliefergerät
weist eine Fadenliefertrommel auf, die an einem Ende einer
vertikal orientierten und drehbar gelagerten Achse gehal
ten ist. Das obere Ende jeder Achse ist mit einer Riemen
scheibe versehen. Die Riemenscheiben liegen in einer ge
meinsamen Ebene und sind parallel zueinander orientiert.
Ein gemeinsamer Riemen läuft über alle Riemenscheiben und
eine Antriebsrolle sowie eine Riemenspanneinrichtung. Die
Antriebsrolle ist mit dem Antrieb der Strickmaschine ver
bunden und wird somit von diesem mit angetrieben. Zur Ein
stellung unterschiedlicher Fadenliefermengen ist der
Durchmesser der Antriebsrolle verstellbar.
Diese Fadenliefervorrichtung erzeugt beim Anfahren der
Strickmaschine und beim Abstellen derselben sogenannte
Standreihen, d. h. Abschnitte mit Maschen, die eine andere
Größe aufweisen als im sonstigen Gestrick. Aus der
DE-OS 28 20 747 ist eine Fadenzuführeinrichtung mit mehreren Fa
denliefergeräten und einem zentralen Elektromotor als An
trieb für diese bekannt. Der Elektromotor wird mit einer
Drehzahl betrieben, die der gewünschten Fadenliefermenge
entspricht. Dazu ist ein Fadensensor vorgesehen, der einen
schwenkbar gelagerten Hebel aufweist. Der von einem Faden
liefergerät gelieferte Faden läuft über ein an einem Ende
des Hebels vorgesehenes Fadenauflageelement und positio
niert den Hebel somit gegen die Kraft einer Vorspannfeder.
Das andere Ende des Hebels steht zwischen zwei elektri
schen Schaltern, so dass eine zu große Auslenkung des He
bels in der einen oder der anderen Richtung jeweils einen
Stromkreis schließt. Über eine geeignete Stelleinrichtung
bewirkt dies ein Beschleunigen bzw. Verlangsamen des An
triebsmotors der Fadenliefergeräte.
Während diese Einrichtung eine näherungsweise konstan
te Fadenspannung bei Dauerbetrieb der Strickmaschine er
möglichen kann, bleibt es doch schwierig, beim Anfahren
und Abstellen der Strickmaschine sichtbare Änderungen der
Gestrickqualität zu vermeiden.
Davon ausgehend ist es Aufgabe der Erfindung, eine
Fadenliefereinrichtung zu schaffen, die insbesondere für
Strickmaschinen einsetzbar ist und eine weitgehend gleich
bleibende Gestrickqualität auch bei unterschiedlichen Ar
beitsgeschwindigkeiten sicherstellt. Außerdem wird ange
strebt, die Bedienung der Fadenliefereinrichtung und somit
der Textilmaschine zu vereinfachen.
Diese Aufgabe wird alternativ mit einer Fadenliefer
einrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3 gelöst. Sie wird
insbesondere gelöst durch eine Fadenliefereinrichtung, die
die Merkmale von zwei der Ansprüche oder von allen drei
Ansprüchen aufweist.
Gemäß Anspruch 1 weist die Fadenliefereinrichtung we
nigstens einen Antriebsmotor auf, der wenigstens ein Fa
denlieferrad, vorzugsweise aber die Fadenlieferräder meh
rerer oder aller Fadenliefergeräte antreibt. Zur Übertra
gung der Bewegung des Motors auf die Fadenlieferräder der
Fadenliefergeräte dient ein Getriebemittel, wie bspw. ein
Riemen, der vorzugsweise schlupffrei arbeitet. Bspw. kann
er als Zahnriemen ausgebildet sein oder anderweitig in
formschlüssigem Eingriff mit einer an dem Motor vorgesehe
nen Riemenscheibe sowie mit Riemenscheiben stehen, die mit
den Fadenlieferrädern verbunden sind. Der Motor ist mit
einer Ansteuereinrichtung verbunden, die den Motor mit
einer gewünschten Drehzahl betreibt. Die Drehzahl wird
wiederum von einer Vorgabeeinrichtung vorgegeben, die ein
Eingangssignal erhält, das der Arbeitsgeschwindigkeit der
Textilmaschine, d. h. bspw. der Zylinderdrehzahl einer
Rundstrickmaschine entspricht. Hierdurch wird ein Überset
zungsverhältnis, d. h. ein Verhältnis zwischen der Motor
drehzahl und der Drehzahl der Strickmaschine erreicht, das
nicht konstant ist. Es ist vielmehr abhängig von der Ma
schinendrehzahl und kann mit der Maschinendrehzahl zu-
oder abnehmen. Hierdurch wird es möglich, Fadendehnung,
Fadenschlupf oder anderweitige von der Arbeitsgeschwindig
keit der Strickmaschine abhängige und die Maschengröße
beeinflussende Faktoren zu kompensieren, so dass bei un
terschiedlichen Drehzahlen der Strickmaschine Maschen mit
gleichbleibender Größe gebildet werden. Der nichtpropor
tionale oder nichtlineare Zusammenhang zwischen der Ar
beitsgeschwindigkeit der Textilmaschine und der Motordreh
zahl kann so beschaffen sein, dass das Übersetzungsver
hältnis (Verhältnis zwischen Maschinendrehzahl und Motor
drehzahl) mit zunehmender Arbeitsgeschwindigkeit zunimmt,
abnimmt oder ein oder mehrere lokale Minima oder Maxima
aufweist. Es kann als stetiger Zusammenhang in Form einer
Kennlinie oder in Form einer Rechenvorschrift vorgegeben
sein, die von einer Recheneinheit ausgeführt wird. Außer
dem ist es möglich, die Übersetzungsverhältnisse für ver
schiedene Maschinendrehzahlen als Tabelle abzuspeichern.
Damit gilt dann jeweils ein Übersetzungsverhältnis für
einen mehr oder weniger großen Bereich der Maschinendreh
zahl. Der nichtlineare Zusammenhang kann somit stetig
nichtlinear oder durch mit unterschiedlicher Steigung an
einander anschließende Geradenstücke gebildet sein.
Die Zuordnungstabelle und/oder die Rechenvorschrift
sind vorzugsweise parametrisiert. Wenn bspw. die Fadenart,
als Parameter zur Parametrisierung herangezogen wird, wird
für jede zu verarbeitende Fadenart eine eigene Zuordnungs
tabelle hinterlegt. Alternativ kann das von der Tabelle
gelieferte Zwischenergebnis oder der zur Tabelle gehende
Wert zur Parametrisierung mit dem Parameterwert in einem
Rechenblock verknüpft werden. Wird die Drehzahlabhängig
keit des Übersetzungsverhältnisses durch eine Formel be
stimmt, geht die Fadenart als zusätzlicher Faktor in die
Formel ein. Andere Parameter, die einzeln oder zu mehreren
zur Parametrisierung herangezogen werden können, sind das
Nenn-Übersetzungsverhältnis, die Garndicke, die Maschen
größe, die Temperatur der Strickmaschine - hier insbeson
dere die Schlosstemperatur - die spezifische Fadenreibung,
die Fadenelastizität oder die gewünschte Fadenspannung.
Die einzelnen Zuordnungstabellen oder der gesamte pa
rametrisierte Datensatz können von vorne herein in einem
entsprechenden Speichermittel der Fadenliefereinrichtung
abgespeichert sein. Alternativ oder ergänzend kann eine
Schnittstelle zur Datenübertragung vorhanden sein, bspw.
in Form eines Diskettenlaufwerks, eines CD-ROM-Laufwerks
oder einer Datenverbindung (Netzwerk, Datenfernübertra
gung) zu einem zentralen Datenspeicher, der bspw. von dem
Strickmaschinenhersteller, dem Garnhersteller oder dem
Produktionsanlagenbetreiber unterhalten wird. Hier ist es
sowohl möglich, den gesamten Datensatz, d. h. die gesamte
parametrisierte Tabelle, als auch Teildatensätze, bspw. in
Form garnspezifischer Tabellen zu übertragen.
Die Fadenliefereinrichtung nach Anspruch 2 weist eine
Rechen- oder Zuordnungseinrichtung auf, die aus zwei Ein
gangssignalen ein Ansteuersignal für die Ansteuereinrich
tung erzeugt. Die beiden Eingangssignale sind bspw. die
gewünschte Maschengröße i (die durch das Verhältnis zwi
schen Maschinendrehzahl oder Maschinenarbeitsgeschwindig
keit und Motordrehzahl sowie weitere Einflussfaktoren be
stimmt wird) und ein weiteres Signal, wie bspw. die Faden
spannung, die Schlosstemperatur, die Fadenart, die Garndi
cke, die Maschengröße, die Reibung, die Fadenelastizität
sowie bedarfsweise ein zeitveränderlicher Wert, der mit
der Zeit auf einen neutralen Wert wie z. B. Eins geht und
beim Start bzw. Stopp der Textilmaschine ausgelöst wird.
Die Rechen- oder Zuordnungseinrichtung nach Anspruch 2
kann mit einem nichtlinearen Signalübertragungsblock nach
Anspruch 1 kombiniert werden oder diesen bedarfsweise auch
ersetzen. Es kann durch die Berücksichtigung der genannten
verschiedenen Einflussgrößen der Einfluss jeder dieser
Größen auf die Maschengrößen reduziert oder eliminiert
werden, so dass die Strickmaschine weitgehend unabhängig
von äußeren Einflüssen Gestrick mit der gewünschten Ma
schengröße erzeugt. Es können unterschiedliche Drehzahl
bereiche durchfahren werden, ohne dass sich die Maschen
größe merklich ändert. Insbesondere bei der Ausführungs
form, bei der beim Anfahren und Stillsetzen der Strick
maschine ein zeitveränderlicher Term von der Rechen- oder
Zuordnungseinrichtung berücksichtigt wird, kann die Aus
bildung von Standreihen weitgehend unterbunden werden.
Die Recheneinrichtung ist vorzugsweise durch einen
Multiplikationsblock gebildet, der die miteinander zu ver
knüpfenden Signale miteinander multipliziert. Bedarfsweise
können die Signale vor der Multiplikation und/oder nach
der Multiplikation über einen nichtlinearen Kennlinien
block geleitet werden.
Es ist insbesondere vorteilhaft, zeitlich abhängige
Faktoren einzuführen. Bspw. kann der Multiplikationsblock
die zu multiplizierenden Signale mit einem weiteren Signal
multiplizieren, das aus der zeitlichen Differenziation
eines die Maschinendrehzahl kennzeichnenden Signals abge
leitet wird. Alternativ ist es möglich, ein Signal zu nut
zen, das von einem Start/Stopp der Textilmaschine herge
leitet ist. Bspw. kann das zeitabhängige Signal nach dem
Start der Strickmaschine rampenförmig von Null oder einem
anderen, von Eins verschiedenen Wert auf Eins laufen, um
die Fadenlieferung an den Fadenbedarf anzupassen. Auf die
se Weise können Standreihen vermieden werden.
Gemäß Anspruch 3 ist es vorteilhaft, wenn mehrere Mo
toren zum Antrieb wenigstens eines Fadenliefergeräts oder
vorzugsweise mehrerer Fadenliefergeräte dienen. Die Faden
lieferräder der Fadenliefergeräte sind über ein Kraftüber
tragungsmittel wie bspw. einen formschlüssig kraftüber
tragenden Riemen (Zahnriemen) mit den Motoren verbunden,
die über das Kraftübertragungsmittel somit zwangsgekuppelt
sind. Somit wirken mehrere Motoren beim Antrieb der Faden
liefergeräte zusammen. Das erforderliche Antriebsdrehmo
ment setzt sich somit aus Teilantriebsdrehmomenten zusam
men, die von unterschiedlichen Motoren aufgebracht und an
unterschiedlichen Stellen des Riemens oder sonstigen zur
Zwangskupplung verwendeten Getriebemittel in dieses einge
leitet werden. Beim Anfahren und Stoppen der Textilmaschi
ne müssen die Motoren der Fadenliefereinrichtung ebenfalls
angefahren und gestoppt werden. Das Antriebsdrehmoment
wird auf verschiedene Stellen verteilt in den Antriebs
riemen eingeleitet, wodurch dessen antreibende Abschnitte
kürzer werden, als wenn der Riemen nur mit einem Motor
angetrieben würde. Dadurch werden Lieferungenauigkeiten,
die durch elastische Riemenlängung (Dehnung) verursacht
werden könnten, verringert. Außerdem tritt beim Lastwech
sel, d. h. beim Stoppen der Textilmaschine gelegentlich der
Fall auf, dass die Motoren die laufende Fadenlieferein
richtung bremsen müssen. In diesem Fall wechseln Lasttrum
und Lostrum, d. h. die vorher von dem Motor angetriebenen
oder geschleppten Bereiche des Riemens, über die Antriebs
drehmoment von dem Motor zu den Fadenliefergeräten über
tragen worden ist, werden nun zu Riemenbereichen, die
Bremsdrehmoment übertragen, d. h. die Leistung von den Fa
denliefergeräten zu dem Motor übertragen. Auch in diesem
Fall werden die Riemenlängen, die entsprechende Kräfte
übertragen müssen, verkürzt und entsprechend werden mögli
che Phasenänderungen zwischen der Drehung der Fadeliefer
räder und der Drehung der Antriebsmotoren reduziert. Da
durch wird wiederum das zumindest kurzzeitige Auftreten
von Maschengrößenänderungen beim Starten oder Stoppen der
Strickmaschine vermindert oder verhindert. Es ist möglich,
für jedes Fadenlieferrad einen Antriebsmotor vorzusehen
und alle anderen Motoren bzw. Fadenlieferräder unterein
ander über ein Getriebemittel, z. B. einen Zahnriemen, zu
koppeln. Dadurch können die Motoren kleiner dimensioniert
werden als für den Einzelbetrieb erforderlich, weil pro
Einzelmotor weniger Leistungs- bzw. Drehmomentreserven
erforderlich sind. Lastspitzen eines Lieferrads müssen
nicht allein von seinem Motor aufgebracht werden sondern
können von anderen Motoren der so gebildeten Gruppe an
teilig mit übernommen werden.
Die Aufteilung der Antriebsmotoren einer Fadenliefer
gerätgruppe in einen Mastermotor und einen oder mehrere
Slavemotoren hat einen weiteren Vorteil. Lediglich der
Mastermotor muss mit einer Lageregelung versehen sein und
mit einer entsprechenden Regeleinrichtung definiert ange
steuert werden. Die anderen Motoren erhalten bspw. ledig
lich einen Strom zur Erzeugung eines mehr oder weniger
konstanten Drehmoments, das den Mastermotor bei seiner
Arbeit unterstützt. Es genügen billige Schalter oder
Steuerungen zur Ansteuerung der Slavemotoren. Außerdem
wird ein Konflikt zwischen zusammenwirkenden Antrieben
durch geringfügig unterschiedliche Positionierziele ver
mieden.
Die Slavemotoren sind vorzugsweise so bemessen, dass
ihr kumuliertes, momentanes Antriebsdrehmoment nicht aus
reicht, um die angeschlossenen Fadenliefergeräte zu be
treiben. Somit behält der Mastermotor, der bspw. 40% des
momentan geforderten Gesamtdrehmoments aufbringen kann,
die volle Kontrolle über die Bewegung des Gesamtsystems.
(Das Gesamtdrehmoment variiert je nach Betriebszustand,
z. B. Losbrechphase, Beschleunigungsphase, gleichmäßiger
Lauf, Verzögerungsphase.)
Bedarfsweise können an einem Kraftübertragungsmittel
(Riemen) auch mehrere lagegeregelte Motoren angreifen.
Dabei hat es sich als vorteilhaft herausgestellt, wenn
einer als Mastermotor die Drehmomentkontrolle übernimmt.
Um eindeutige Drehmomentverhältnisse zu schaffen ist es
vorteilhaft, wenn die Motoren unterschiedliche Maximal
drehmomente aufbringen können - etwa im Verhältnis Mas
ter/Slave = 60/40.
Die Verteilung der Antriebsleistung auf mehrere Moto
ren hat, ungeachtet dessen, ob nur einer oder mehrere Mo
toren lagegeregelt arbeiten, einen weiteren Vorzug. Weil
mehrere Antriebsmotoren vorhanden sind, verteilt sich die
Antriebsleistung auf mehrere Antriebsritzel, die dadurch
einen kleineren Durchmesser aufweisen können als bei Über
tragung der gesamten Antriebsleistung über ein einziges
Ritzel oder eine einzige Riemenscheibe. Schneller laufende
kleine Ritzel weisen jedoch ein geringeres Schwungmoment
auf. Außerdem ist die Verwendung kleinerer Motoren mög
lich. Durch die Verteilung der Antriebsleistung auf mehre
re Eingriffsstellen an dem Riemen, wird der Riemen selbst
geschont. Darüber hinaus kann mit verminderter Riemenspan
nung gearbeitet werden, was die Leichtgängigkeit des ge
samten Riementriebs verbessert, die Walkarbeit an dem Rie
men vermindert und somit den Wirkungsgrad verbessert.
Außerdem kann durch Antrieb der Fadenliefergeräte
durch mehrere Motoren und einen einzigen Riemen oder meh
rere Riemen, die jeweils über ihren eigenen Mastermotor
und ein oder mehrere Slavemotoren gesteuert sind und die
Fadenliefergeräte gruppenweise antreiben, eine sehr genaue
Einstellung der gewünschten Drehzahl der Fadenlieferräder
und somit der Fadenmengen erreicht werden.
Die erfindungsgemäße Fadenliefereinrichtung weist Mo
toren auf, deren Drehposition und Umdrehungszahl von den
Signalen vorgegeben ist, die die Ansteuereinrichtung 27 an
die Motoren abgibt. Die Motoren können bspw. als Stell
motoren oder als Schrittmotoren ausgebildet sein. Damit
ist das Motoransteuersignal maßgeblich für die von dem
Motor ausgeführten Umdrehungen und somit auch für die Um
drehungen des Fadenlieferrads. Es wird deshalb als vor
teilhaft angesehen, dieses an eine Registriereinrichtung
zu liefern. Ersatzweise kann, wenn ein Motorpositionssen
sor vorhanden ist, dessen Signal zu der Registriereinrich
tung geliefert werden. Die Registriereinrichtung dient,
dazu, die Umdrehungen des Motors und somit die Umdrehungen
des Fadenlieferrads zu zählen. Unter Zählen wird sowohl
die Erfassung ganzer Umdrehungen, als auch bedarfsweise
die Erfassung von Winkelschritten, d. h. Bruchteilen einer
ganzen Umdrehung verstanden.
Dies eröffnet die Möglichkeit, auf einfachste Weise
die von der Fadenliefereinrichtung an die Textilmaschine
gelieferte Fadenmenge zu erfassen und anzuzeigen. Geson
derte Fadenzählwerke oder dgl. können entfallen - die Re
gistriereinrichtung bildet ein solches Zählwerk.
Weitere Einzelheiten vorteilhafter Ausführungsformen
der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung, der
Zeichnung oder Unteransprüchen. In der Zeichnung sind Aus
führungsbeispiele der Erfindung veranschaulicht. Es zei
gen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Fadenliefereinrichtung,
die von der Arbeitsgeschwindigkeit einer Textilmaschine
gesteuert ist, in schematisierter und ausschnittsweiser
Darstellung,
Fig. 2 eine abgewandelte Ausführungsform einer erfin
dungsgemäßen Fadenliefereinrichtung, die von mehreren
Steuersignalen gesteuert ist,
Fig. 3 die Fadenliefereinrichtung nach Fig. 2, in
schematisierter Blockdarstellung,
Fig. 4 eine erfindungsgemäße Fadenliefereinrichtung
mit mehreren Motoren, in schematisierter Blockdarstellung,
Fig. 5 eine Fadenliefereinrichtung mit mehreren zu
Gruppen zusammengefassten Fadenliefergeräten und mehreren
Antriebsmotoren, in schematisierter Darstellung,
Fig. 6 eine Fadenliefereinrichtung mit mehreren zu
Gruppen zusammengefassten Fadenliefergeräten und mehreren
Antriebsmotoren, in schematisierter Darstellung,
Fig. 7 eine Fadenliefereinrichtung mit mehreren zu
Gruppen zusammengefassten Fadenliefergeräten und mehreren
Antriebsmotoren, in schematisierter Darstellung,
Fig. 8 eine Fadenliefereinrichtung mit mehreren Moto
ren und deren Steuerung, in schematisierter Blockdarstel
lung,
Fig. 9 eine abgewandelte Ausführungsform der Fadenlie
fereinrichtung nach Fig. 8, als schematisiertes Prinzip
schaltbild,
Fig. 10 eine Recheneinrichtung für ein Fadenlieferge
rät, als Blockschaltbild,
Fig. 11 eine abgewandelte Recheneinrichtung für ein
Fadenliefergerät, als Blockschaltbild,
Fig. 12 und Fig. 13 Rechenblöcke zur Erzeugung eines zeitabhängi
gen Signals, in schematisierter Darstellung, und
Fig. 14 ein Fadenliefergerät für eine Textilmaschine,
in Seitenansicht.
In Fig. 1 ist eine Fadenliefereinrichtung 1 veran
schaulicht, die zur Lieferung von ein oder mehreren Fäden
2 an eine Textilmaschine 3 dient. Die Textilmaschine 3
weist einen Ausgang 4 auf, an den sie ein elektrisches
Signal abgibt, das die Arbeitsgeschwindigkeit der Textil
maschine 3 und somit deren Fadenbedarf kennzeichnet. Al
ternativ kann die Textilmaschine 3 mit einer Sensorein
richtung versehen sein, die die Arbeitsgeschwindigkeit
und/oder den Fadenbedarf der Textilmaschine 3 bestimmt und
die ein entsprechendes elektrisches Signal erzeugt.
Die Fadenliefereinrichtung 1 weist wenigstens ein Fa
denliefergerät 5 auf, zu dem ein Fadenlieferrad 6 gehört.
Dieses ist bspw. als Stabkäfig ausgebildet. Zur Ver
anschaulichung wird auf Fig. 14 verwiesen. In dieser ist
das als Positivfournisseur ausgebildete Fadenliefergerät 5
separat veranschaulicht. Es weist einen als Gehäuse ausge
bildeten Halter 7 auf, der eine Befestigungsklemme 8 zur
Lagerung und Halterung des Fadenliefergeräts 5 an einem
entsprechenden Tragring (Maschinenring) der Textilmaschine
3 (bspw. eine Rundstrickmaschine) dient. An und in dem
Halter 7 ist eine in Fig. 14 nicht veranschaulichte Welle
8 (Fig. 1) drehbar gelagert. Die Welle 8 trägt an ihrem
oberen Ende ein oder mehrere Riemenscheiben 9, 10 und an
ihrem unteren Ende das Fadenlieferrad 6. Dieses ist ein-
und auslaufseitig jeweils konisch ausgebildet. Einlaufsei
tig wird die konische Verjüngung des Fadenlieferrads 6
durch entsprechende Formgebung von Stäben 14 des Stabkä
figs gebildet, während auslaufseitig eine durchgehende
Schrägfläche 15 vorgesehen ist, in die die Stäbe 14 ein
tauchen. Der Faden 2 umschlingt das Fadenlieferrad 6 mehr
mals und wird ansonsten von Fadenleitösen 16, 17 sowie von
anderen Fadenleitelementen geführt. Bezogen auf die Lauf
richtung des Fadens 2 vor dem Fadenlieferrad 6 ist eine
Fadenbremse 18 mit zwei scheiben- oder ringförmigen Brem
stellern 19 angeordnet, um den Faden mit definierter Span
nung auf das Fadenlieferrad 6 gelangen zu lassen. Vor und
hinter dem Fadenlieferrad 6 sind Absteller 21, 22 angeord
net, die ein Abschaltsignal liefern, wenn der Faden unter
brochen ist oder stark durchhängt. Ein Fadenspannungssen
sor ist nicht vorgesehen. Das Fadenliefergerät 5 wird über
die Riemenscheiben 9 oder 10 angetrieben, wobei zur Aus
wahl eine verschiebbare Kupplungsscheibe 23 dient. Im ein
fachsten Fall genügt es jedoch, eine einzige Riemenscheibe
vorzusehen, die fest mit der Welle 8 verbunden ist. Das
Fadenliefergerät 5 liefert Faden entsprechend der Umdre
hungen des Fadenlieferrads 6, wobei sich die Fadenspannung
ungeregelt einstellt.
Die Textilmaschine 3 ist mit wenigstens einem, vor
zugsweise aber mehreren solchen Fadenliefergeräten 5 ver
sehen, und zwar entsprechend der Anzahl der zu verarbeiten
den Fäden 2. Die Riemenscheiben 9 der Fadenliefergeräte 5
sind als Zahnriemenscheiben, Lochriemenscheiben oder sons
tige schlupffreie Riementriebe ausgebildet und werden von
einem Zahnriemen 24 angetrieben, der mit den Riemenschei
ben 9 in formschlüssigem Eingriff steht. Der Zahnriemen 24
treibt dabei alle Fadenliefergeräte 5 oder eine Untergrup
pe von Fadenliefergeräten 5 an. Er ist über wenigstens ein
Antriebsritzel 25 geführt, das mit dem Abtrieb eines Mo
tors 26 verbunden ist. Der Motor 26 ist mit variabler
Drehzahl betreibbar und von einer Ansteuereinrichtung 27
gesteuert. Die Ansteuereinrichtung 27 legt dabei die Dreh
zahl des Motors 26 fest. Sie ist dazu über ihren Ausgang
28 mit dem Motor 26 verbunden.
Die Ansteuereinrichtung 27 weist einen Eingang 29 auf,
an dem sie ein Eingangssignal na erhält. Das Eingangssignal
na kennzeichnet die Drehzahl, mit der der Motor 26 zu be
treiben ist, oder die aktuelle Drehposition, die der Motor
in jedem Zeitpunkt einzunehmen hat. Es wird von einer Vor
gabeeinrichtung 31 geliefert, an deren Signalausgang 32
die Ansteuereinrichtung 27 angeschlossen ist. Die Vorga
beeinrichtung 21 weist außerdem einen Signaleingang 33
auf, der über eine entsprechende Leitung 34 an den Ausgang
4 der Textilmaschine 3 angeschlossen ist. An dem Signal
eingang erhält die Vorgabeeinrichtung 31 ein Eingangssig
nal ne, das die Arbeitsgeschwindigkeit und somit den Faden
bedarf der Textilmaschine 3 kennzeichnet. Die Vorgabeein
richtung 31 wandelt das Signal ne das Signal na um, wo
bei das Ausgangssignal na dem Eingangssignal ne wenigstens
in einigen Bereichen nicht proportional und somit insge
samt nicht proportional ist. Das Verhältnis von na zu ne
stellt ein Übersetzungsverhältnis ü zwischen der Drehzahl
des Fadenlieferrads 6 und der Drehzahl einer entsprechen
den, die Arbeitsgeschwindigkeit der Textilmaschine 3 be
stimmenden Welle dar. Maschinenseitig kann auch die Dreh
zahl anderer Maschinenelemente wie bspw. die Drehzahl ei
nes Nadelzylinders (bei einer Rundstrickmaschine) als
Maßstab für die Arbeitsgeschwindigkeit der Textilmaschine
dienen.
Das nicht konstante Übersetzungsverhältnis ü wird
bspw. erreicht, indem die Vorgabeeinrichtung 31 ein Spei
chermittel mit einer darin abgespeicherten Tabelle oder
Liste aufweist. Hier kann verschiedenen Eingangssignalen
ne1, . . ., nen jeweils eine Ausgangsdrehzahl na1, . . ., nan zu
geordnet sein. Die Aufteilung der verschiedenen Eingangs
drehzahlbereiche und somit die Rasterung der Festlegung
verschiedener Übersetzungsverhältnisse für verschiedene
Eingangsdrehzahlen (ne) kann in unterschiedlichen Drehzahl
bereichen unterschiedlich fein sein.
Das vorgestellte Fadenliefergerät 1 passt sein Über
setzungsverhältnis, d. h. das Verhältnis zwischen der Dreh
zahl des Fadenlieferrads und der Arbeitsgeschwindigkeit
der Textilmaschine 3 automatisch der Arbeitsgeschwindig
keit der Textilmaschine 3 an. Bspw. kann bei Arbeitsge
schwindigkeiten, bei denen aufgrund der vorliegenden Fa
denlaufgeschwindigkeit eine gewisse Fadendehnung und somit
Erhöhung der Fadenspannung zu erwarten ist, die Drehzahl
des Fadenlieferrads 6 etwas erhöht werden, um Fadendeh
nung, Fadenschlupf oder sonstige Störeinflüsse auszuglei
chen. Ist die Textilmaschine 3 eine Strickmaschine, kann
damit erreicht werden, dass die Strickmaschine bei Durch
laufen verschiedener Drehzahlbereiche, wie es beim Anfah
ren und Abstellen der Fall ist oder wie es der Fall ist,
wenn die Arbeitsgeschwindigkeit der Strickmaschine will
kürlich verstellt wird, einheitlich große Maschen erzeugt.
Die Qualität des Gestricks ist somit weniger abhängig von
der Arbeitsgeschwindigkeit der Strickmaschine.
Die Fadenliefereinrichtung 1 nach Fig. 1 ist außerdem
mit einem Zählwerk Z versehen, dessen Eingang Z1 an den
Ausgang 28 der Ansteuereinrichtung 27 angeschlossen ist.
Der Motor 26 ist so beschaffen, dass seine Drehung genau
den Vorgaben der Ansteuereinrichtung 27 entspricht. Bei
spielsweise ist der Motor M ein Schrittmotor, ein Syn
chronmotor oder ein ähnlicher Motor. Die Registrierein
richtung Z weist außerdem eine Anzeigeeinrichtung Z2 auf,
die die aus den Ansteuersignalen ermittelten Umdrehungen
des Motors 26 zur Anzeige bringt. Eine Bedieneinrichtung
Z3 in Form einer oder mehrerer Tasten dient dazu, die An
zeige Z2 gezielt zu beeinflussen, bspw. zu nullen. Die
Registriereinrichtung Z zeigt somit die von dem Motor 26
oder bei entsprechender Kalibrierung von dem Fadenliefer
rad 6 vollführten Umdrehungen an. Alternativ kann die ge
lieferte Fadenlänge angezeigt werden.
Die insoweit beschriebene Fadenliefereinrichtung 1
arbeitet wie folgt:
In Betrieb gibt die Textilmaschine 3 an ihrem Ausgang 4 ein Signal ab, das ihre Arbeitsgeschwindigkeit kenn zeichnet. Die Vorgabeeinrichtung 31 bestimmt daraus die passende Drehzahl des Fadenlieferrads 6 und gibt ein ent sprechendes Ausgangssignal na ab. Dieses veranlasst die Ansteuereinrichtung 27, den Motor 26 mit der dazu passen den Drehzahl laufen zu lassen. Wird die Textilmaschine 3 ein- oder ausgeschaltet, durchläuft sie verschiedene Dreh zahlbereiche, wobei die Vorgabeeinrichtung 31 für jeden Drehzahlbereich das passende Übersetzungsverhältnis ü = (na/ne) festlegt, so dass das Fadenlieferrad 6 in allen Drehzahlbereichen mit der entsprechenden passenden Dreh zahl läuft.
In Betrieb gibt die Textilmaschine 3 an ihrem Ausgang 4 ein Signal ab, das ihre Arbeitsgeschwindigkeit kenn zeichnet. Die Vorgabeeinrichtung 31 bestimmt daraus die passende Drehzahl des Fadenlieferrads 6 und gibt ein ent sprechendes Ausgangssignal na ab. Dieses veranlasst die Ansteuereinrichtung 27, den Motor 26 mit der dazu passen den Drehzahl laufen zu lassen. Wird die Textilmaschine 3 ein- oder ausgeschaltet, durchläuft sie verschiedene Dreh zahlbereiche, wobei die Vorgabeeinrichtung 31 für jeden Drehzahlbereich das passende Übersetzungsverhältnis ü = (na/ne) festlegt, so dass das Fadenlieferrad 6 in allen Drehzahlbereichen mit der entsprechenden passenden Dreh zahl läuft.
Die Vorgabeeinrichtung 31 kann anstelle einer einzel
nen Tabelle für verschiedene Übersetzungsverhältnisse auch
eine parametrisierte Tabelle aufweisen. Bspw. kann das
Übersetzungsverhältnis ü für alle Drehzahlbereiche zwar
konstant, aber abhängig von einem weiteren Parameter sein.
Das Übersetzungsverhältnis ü kann zusätzlich abhängig von
der Arbeitsgeschwindigkeit der Textilmaschine 3 sein, wie
es in Fig. 1 veranschaulicht ist. Ist die Tabelle der
Vorgabeeinrichtung 31 bspw. hinsichtlich der Fadenart pa
rametrisiert, ist für jede Fadenart eine eigene Tabelle
hinterlegt. Die Tabellen sind dann bspw. nach Fadenkenn
nummern sortiert. Sie können bedarfsweise nach und nach
ergänzt werden, indem die entsprechenden Daten (Tabellen)
über Datenträger oder Datenfernübertragung an die Vorga
beeinrichtung 31 zur Abspeicherung übermittelt werden. Die
Daten können auch im Teach-In-Verfahren eingegeben werden,
wobei dann Tabellen oder Kennlinien z. B. anhand einzelner
Betriebspunkte und der in der Nähe des Betriebspunkts an
zutreffenden Kennliniensteigung eingegeben oder eingelesen
werden. Bei einer komfortablen Ausführungsform genügt die
Eingabe oder das Einlesen weniger Betriebspunkte, zwischen
denen die Vorgabeeinrichtung 31 dann interpoliert. Die
Parametrisierung kann weitere Parameter umfassen. Dies
kann bspw. die Maschengröße (gewünschtes Nenn-Überset
zungsverhältnis, die Garndicke, das Fadenmaterial, ins
besondere die Reibung und/oder die Elastizität des Fadens,
die Fadenspannung oder eine sonstige Größe, wie bspw. die
Maschinentemperatur, insbesondere die Temperatur des
Schlossmantels sein. Während einige der Größen, wie bspw.
die gewünschte Maschengröße oder die Garndicke oder Faden
art, vorgegeben werden, können andere Parameter durch Sen
soren, wie bspw. einen Fadenspannungssensor oder einen
Temperatursensor, erfasst werden.
Während die Zuordnung des jeweils passenden Überset
zungsverhältnisses für die vorhandene Arbeitsgeschwindig
keit der Textilmaschine mittels parametrisierter Tabellen
liste sehr flexibel ist, kann es auch zweckmäßig sein, die
Vorgabeeinrichtung als Rechen- oder Zuordnungseinrichtung
auszubilden, wobei sie dann mehrere Signaleingänge auf
weist. Dies ist in Fig. 2 veranschaulicht. Fig. 2 ver
anschaulicht auch, dass der Riemen 24 mehrere Fadenliefer
gerätet 5 antreibt. Die Ansteuereinrichtung 27 des Motors
26 ist mit einer Rechen- und Zuordnungseinrichtung 37 ver
bunden, die einen Signalausgang 38 und mehrere Signalein
gänge 39 aufweist. Dies sind bspw. ein Signaleingang für
die Drehzahl ne der Textilmaschine, ein Signaleingang für
die gewünschte Fadenspannung i, ein Signaleingang für eine
an der Textilmaschine gemessene Temperatur t sowie ein
Signaleingang R für ein Rampensignal, d. h. ein Signal,
dessen Einfluss nach dem Auslösen allmählich verschwindet.
Weitere Signaleingänge können vorgesehen sein - bedarfs
weise können auch einzelne Signaleingänge entfallen oder
auf ein festes Potential geklemmt werden.
Die Rechen- und Zuordnungseinrichtung 37 und die Ans
teuereinrichtung 27 gehen aus Fig. 3 hervor. Die Rechen-
und Zuordnungseinrichtung 37 enthält bspw. zunächst die
Vorgabeeinrichtung 31, die aus der Arbeitsgeschwindigkeit
ne der Textilmaschine eine Vorgabedrehzahl na bestimmt.
Dies kann durch eine Recheneinrichtung, wenn der formel
mäßige Zusammenhang bekannt ist oder mit Hilfe einfacher
Tabellen, wie sie im Zusammenhang mit Fig. 1 veranschau
licht sind, erfolgen. An die Vorgabeeinrichtung 31 ist ein
Multiplikationsblock 41 mit einem Eingang 42 angeschlos
sen. Weitere Eingänge 43, 44, 45 des Multiplikationsblocks
sind mit den Signaleingängen 39 der Rechen- und Zu
ordnungseinrichtung 37 verbunden. Bspw. bildet der Multi
plikationsblock somit das Produkt aus der Vorgabedrehzahl
na, der gewünschten Fadenspannung i, der vorhandenen
Schlosstemperatur der Strickmaschine und einem Signal R,
das in der Regel Eins ist und nur nach dem Start oder
Stopp der Textilmaschine kurzzeitig einen von Eins ver
schiedenen Wert annimmt. An ihrem Ausgang gibt die Rechen-
und Vorgabeeinrichtung somit als Führungsgröße ein Signal
ne.ü.i.t.r ab, wobei das Übersetzungsverhältnis ü
vorzugsweise drehzahlabhängig ist. Die Abhängigkeit kann
auch beschrieben werden als Ausgangssignal s = i.t.r.f(ne).
Dieses Signal wird an die Ansteuereinrichtung 27
übergeben. Diese ist vorzugsweise als Regeleinrichtung
ausgebildet. Dazu ist der Motor 26 mit einem Positions
geber, bspw. einem inkrementalen Geber 46 verbunden, der
ein dem Drehwinkel der Motorwelle oder der Drehzahl der
Motorwelle entsprechendes Signal abgibt. Der Positions
geber kann direkt an dem Motor vorgesehen sein oder mit
dem Riemen zusammenwirken, über eine Riemenscheibe diesem
angetrieben oder in einen Fournisseur eingebaut sein. Das
Signal wird über eine Rückführungsleitung 47 an einen Dif
ferenzbildner 48 gegeben. Die gebildete Differenz zwischen
Ist-Signal (erfasst durch den Sensor 46) und Soll-Signal
(vorgegeben durch die Rechen- und Zuordnungseinrichtung
37) gelangt an einen Verstärker 49, der außerdem
Integrations- und/oder Differenziationselemente enthalten
kann (PID-Regler).
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist die Regi
striereinrichtung Z mit ihrem Eingang Z1 an den Eingang
der Ansteuereinrichtung 27 angeschlossen. Das hier an
stehende Signal ist ein Vorgabesignal, wobei die Ansteuer
einrichtung 27 dafür sorgt, dass der Motor 26 genau die
geforderte Drehung ausführt. Der Motor 26 kann bspw. ein
im Rahmen einer Regelschleife geführter Stellmotor oder
ein beliebiger anderer von der Ansteuereinrichtung 27 ent
sprechend getriebener Motor sein. Die an dem Eingang der
Ansteuereinrichtung 27 vorhandenen Signale kennzeichnen
die gewünschten Umdrehungen des Motors 26 und des Faden
lieferrads 6 eindeutig und werden deshalb von der Regi
striereinrichtung Z zur Bestimmung der vollführten Umdre
hungen registriert. Alternativ kann die Registriereinrich
tung Z, wie aus Fig. 3 hervorgeht, mit ihrem Eingang Z1
auch an den Sensor 46 angeschlossen sein. Dies ist ins
besondere dann zweckmäßig, wenn der Motor 26 als Stell
motor ausgebildet ist und den Sensor 46 ohnehin aufweist.
Bei der vorliegenden Ausführungsform steuert die An
steuereinrichtung 27 zumindest einen Motor 26 - im vorlie
genden Falle genau einen Motor 26. Es ist jedoch, wie
Fig. 4 veranschaulicht, durchaus möglich, der Ansteuerein
richtung 27 mehrere Motoren 26, 26a, 26b, . . ., 26n zuzu
ordnen. Die Motoren treiben dann als Motorengruppe über
den dann gemeinsamen Riemen 24 mehrere Fadenliefergeräte 5
an. Bspw. kann für jeden Motor 26, 26a, 26b eine eigene
Regeleinrichtung gemäß Fig. 3 als Bestandteil der Ans
teuereinrichtung 27 vorhanden sein. Jeder Motor 26, 26a,
26b führt dabei die von dem Vorgabesignal der einzigen
Vorgabeeinrichtung 31 oder Rechen- und Zuordnungseinrich
tung 37 vorgegebenen Drehbewegungen aus. Wie in Fig. 5
veranschaulicht, kann dabei jeder Motor 26, 26a, 26b seine
eigene Gruppe 51, 51a, 51b von Fadenliefergeräten 5 an
treiben. Dazu dient jeweils der Zahnriemen 24 bzw. 24a,
24b. Die Fadenliefergeräte 5 können dabei in beliebig vie
le gleiche oder unterschiedlich große Gruppen aufgeteilt
sein. Gleichgroße Gruppen werden bevorzugt. Nachdem jeder
Motor 26, 26a, 26b nur wenige Fadenliefergeräte 5 antrei
ben muss, kann der betreffende Riemen 24, 24a, 24b relativ
kurz ausfallen. Die Riemenelastizität, die insbesondere
beim Beschleunigen und Bremsen zu Lieferfehlern führen
könnte, verliert somit an Einfluss und beim Anfahren und
Stoppen der Textilmaschine, bspw. einer Strickmaschine,
können Qualitätsveränderungen, wie bspw. vorübergehende
Veränderungen der Maschengröße, minimiert oder verhindert
werden.
Bei der Ausführungsform der Fadenliefereinrichtung 1
nach Fig. 5 weist jede Gruppe 51, 51a, 51b genau einen
Antriebsmotor auf. Dieser ist positionsgeregelt. Es ist
jedoch auch möglich, in jeder Gruppe 51, 51a, 51b jeweils
mehrere Motoren 26, 52, 26a, 52a, 26b, 52b anzuordnen. Wie
Fig. 7 veranschaulicht, kann auch ein durchgehender Rie
men 24 für alle Fadenliefergeräte vorgesehen sein, wobei
der Riemen 24 die Antriebsritzel mehrerer Motoren 26, 52,
52a, 52b, 52c umfasst. Dabei sind die Motoren in beiden
Fällen (Fig. 6 und Fig. 7) jeweils in möglichst gleichen
Abständen bezüglich der Riemenlänge zueinander angeordnet.
Jeder Riemen 24 bzw. 24a, 24b wird somit von zumindest
zwei Motoren 26, 52 angetrieben. Ggfs. können, wie Fig. 7
veranschaulicht, weitere Motoren 52a, 52b, 52c vorgesehen
sein. Die Ansteuerung der Motoren 26, 52, 52a, 52b, 52c
erfolgt wiederum mittels der Ansteuereinrichtung 27 gemäß
Fig. 8. Nur der Motor 26 ist an den Lageregler an
geschlossen, wie er im Einzelnen in Fig. 3 veranschau
licht ist. Der Motor 26 nimmt damit zu jedem Zeitpunkt die
von dem Lageregler vorgegebene definierte Position ein.
Die übrigen Motoren 52, 52a, 52b arbeiten nicht lagege
regelt, sondern erzeugen lediglich eine ihrem Erregerstrom
entsprechende Kraft. Den Erregerstrom erhalten sie über
Leitungen 55, die an die Ansteuereinrichtung 27 an
geschlossen sind. Die Ansteuereinrichtung 27 weist zur
Ansteuerung der Motoren 52, 52a, 52b bspw. schaltbare
Stromquellen 56, 56a, 56b usw. auf. Die Stromquellen kön
nen an den Lageregler angeschlossen und von diesem ge
schaltet sein. Bspw. können sie so ausgebildet sein, dass
sie einen positiven Strom zu den Motoren 52, 52a usw. lie
fern, wenn Antriebsdrehmoment gefordert ist, dass sie kei
nen Strom liefern, wenn kein Antriebsmoment erforderlich
ist, und dass sie einen negativen Strom erhalten, wenn ein
Bremsmoment aufgebracht werden soll. Die Motoren 52, 52a
usw. sind somit entweder inaktiv (Strom = 0) oder antrei
bende (Strom positiv) oder bremsend (Strom negativ). Al
ternativ kann auf eine Bremswirkung jedoch auch verzichtet
werden - die Motoren sind dann entweder ein- oder ausge
schaltet. In jedem Fall bildet der Motor 26 somit einen
Mastermotor, der die Drehung aller von dem Zahnriemen 24
angetriebenen Riemenscheiben 9 präzise vorgibt. Die übri
gen Motoren 52, 52a usw. sind Slavemotoren, die die Bewe
gung des Haupt- oder Mastermotors 26 unterstützen, ohne
dessen Positionierung zu verändern. Sie übernehmen somit
einen Teil der Antriebsleistung, ohne selbst geregelt wer
den zu müssen.
Eine abgewandelte Ausführungsform ist aus Fig. 9 er
sichtlich. Hier weist die Ansteuereinrichtung 27 für den
Mastermotor 26 die Regeleinrichtung nach Fig. 3 auf. Die
Slavemotoren 52, 52a usw. sind nicht an einem Regler, son
dern an gesteuerte Stromquellen 56, 56a angeschlossen. Die
Stromquellen werden direkt von dem Führungssignal gesteu
ert, das die Ansteuereinrichtung 27 und ihr Regler an dem
Eingang 29 als Ansteuersignal erhalten. Somit sind für
jede über einen gemeinsamen Riemen 24 angetriebene Faden
liefergerätegruppe 51 jeweils ein positionsgeregelter Mas
termotor und ein- oder mehrere fest bestromte oder gesteu
ert bestromte Slavemotoren vorgesehen.
In Fig. 10 ist eine weitere Ausführungsform einer
Rechen- und Zuordnungseinrichtung 27 veranschaulicht. Wie
zuvor enthält diese den Multiplikationsblock 42, der das
Produkt aus der Maschinendrehzahl na einem gewünschten fes
ten oder in Abhängigkeit von na vorgegebenen Übersetzungs
verhältnis ü, der gewünschten Fadenspannung i, einer Tem
peratur t und ggfs. weiteren Größen bildet, um ein Füh
rungssignal i' zu erzeugen. Zu den weiteren Signalen kann
ein Faktor G gehören, der von der Garnart abhängig ist.
Zur Erzeugung des Faktors G kann eine Speichereinrichtung
61 vorgesehen sein, die als Eingangssignal eine Garnkenn
nummer oder einen Garnnamen erhält und die an ihrem Aus
gang das entsprechende Garnsignal G abgibt. Die Speicher
einrichtung 61 kann dazu entsprechende abgespeicherte Ta
bellen enthalten.
Bei einer weitere Ausführungsform, deren Struktur und
Funktion auf der in Fig. 11 angegebenen Struktur beruht
ist die Speichereinrichtung 61 dazu vorgesehen, Maschinen-
Einstellparameter für unterschiedliche Produkte abzuspei
chern. Als Eingangssignal dient ein Kenncode oder ein Pro
duktname P. Jedem P ist ein Faktor p zugeordnet, der an
die Multiplikationsstufe M weitergegeben wird. Zusätzlich
oder alternativ können jedem Produktcode P Wichtungsfakto
ren w (wt, wü, wi, wr) zugeordnet sein, mit denen die Ein
zelsignale (ü, i, t, R) multipliziert werden, bevor sie
miteinander multipliziert werden. Die Speichereinrichtung
61 kann dazu entsprechende abgespeicherte Tabellen enthal
ten. Dieser Aufbau kann auch zur Anpassung an unterschied
liche Garnarten genutzt werden - es werden dann entspre
chend andere Tabellen zugrundegelegt - und, anstelle des Ein
gangssignals P wird das Eingangssignal G benutzt.
Als weiteren Faktor kann der Multiplikationsblock 41
ein zeitveränderliches Signal R erhalten, das normaler
weise den Wert 1 hat und nur dann vorübergehend davon ab
weicht, wenn das Drehzahlsignal na größere Änderungen er
fährt. Das Signal R wird auch als Rampensignal bezeichnet.
Wie in Fig. 12 veranschaulicht, kann es bspw. durch Zeit
differenziation des Drehzahlsignals na gewonnen werden.
Dazu dient ein entsprechender Block 62. Alternativ kann
das Signal mit einem Block 63, wie in Fig. 13 veranschau
licht, aus einem Start/Stoppsignal E/A gewonnen werden.
Springt das Ein- oder Ausschaltsignal E/A von einem Sig
nalwert auf einen anderen, was das Starten oder Stoppen
der Textilmaschine kennzeichnet, nimmt das Signal r vor
übergehend einen von 1 abweichenden Wert an und fällt dann
wieder auf 1 ab bzw. steigt wieder auf 1 an. Der Anstieg
kann linear oder exponentiell oder davon abweichend sein.
Es soll das Zeitverhalten des Fadenliefersystems abbilden.
Entsprechendes gilt für den Abfall. Damit lassen sich Ein
schwingvorgänge beim Starten und Stoppen der Textilmaschi
ne ausgleichen. Auch diese Maßnahme dient zur Verminderung
oder Vermeidung der Ausbildung von Standreihen.
Eine Fadenliefereinrichtung 1 für eine Textilmaschine
3 weist einen oder mehrere Motoren 26, 52 auf, die in Ab
hängigkeit von einem von der Textilmaschine 3 abgeleiteten
Signal gesteuert werden. Die Steuerung der Motoren erfolgt
vorzugsweise in nichtlinearer Abhängigkeit von dem Füh
rungssignal na. Außerdem werden vorzugsweise weitere Signa
le mit dem Führungssignale na verknüpft. Sind mehrere Moto
ren zum Antrieb der Fadenliefergeräte 5 mit einem Riemen
vorgesehen, ist es zweckmäßig, die Motoren gruppenweise
zusammenwirken zu lassen, wobei lediglich ein Motor (26)
der Gruppe positionsgeregelt ist und somit als Mastermotor
die Führung übernimmt. Die anderen Motoren 52, 52a usw.
unterstützen den Mastermotor durch Erzeugung eines ent
sprechenden Drehmoments, folgen diesem jedoch entsprechend,
seiner Positionierung und wirken somit als Slavemotoren.
Jede der einzelnen Maßnahmen verbessert die Anpassung der
Fadenliefermenge an die tatsächlichen Bedürfnisse und ver
ringert somit insbesondere beim Drehzahlwechsel der Tex
tilmaschine 3 die Ausbildung von Standreihen oder sons
tigen Qualitätsfehlern. Die Summe der Maßnahmen ermöglicht
es, Standreihen ganz oder Rückwirkungen anderer Parameter
auf die Maschenlänge zu vermeiden.
Claims (15)
1. Fadenliefereinrichtung (1), insbesondere für Tex
tilmaschinen (3),
mit wenigstens einem Fadenlieferrad (6), das mit dem zu liefernden Faden (2) in Berührung steht, um den Faden zu der Textilmaschine (3) zu liefern,
mit wenigstens einem Motor (26), der mit dem wenigs tens einen Fadenlieferrad (6) über eine Kraftübertragungs einrichtung (24) antriebsmäßig verbunden ist,
mit einer Ansteuereinrichtung (27), die einen Signal eingang (29) für ein Ansteuersignal und einen Motorsteuer ausgang (28) aufweist, der mit dem Motor (26) verbunden ist, um den Motor (26) mit einer dem Ansteuersignal ent sprechenden Drehzahl zu betreiben, und
mit einer Vorgabeeinrichtung (31), die wenigstens ei nen Signaleingang (33) und wenigstens einen Signalausgang (32) aufweist und eine Einrichtung zur Festlegung eines nichtlinearen Zusammenhangs zwischen einem Eingangssignal und einem Ausgangssignal bildet, wobei der Signaleingang (33) mit einem Drehzahlsignal (na) verbunden ist, das die Arbeitsgeschwindigkeit der Textilmaschine (3) kennzeich net, und der Signalausgang (32) mit dem Signaleingang (29) der Ansteuereinrichtung (27) verbunden ist, um die Dreh zahl des Motors (26) vorzugeben.
mit wenigstens einem Fadenlieferrad (6), das mit dem zu liefernden Faden (2) in Berührung steht, um den Faden zu der Textilmaschine (3) zu liefern,
mit wenigstens einem Motor (26), der mit dem wenigs tens einen Fadenlieferrad (6) über eine Kraftübertragungs einrichtung (24) antriebsmäßig verbunden ist,
mit einer Ansteuereinrichtung (27), die einen Signal eingang (29) für ein Ansteuersignal und einen Motorsteuer ausgang (28) aufweist, der mit dem Motor (26) verbunden ist, um den Motor (26) mit einer dem Ansteuersignal ent sprechenden Drehzahl zu betreiben, und
mit einer Vorgabeeinrichtung (31), die wenigstens ei nen Signaleingang (33) und wenigstens einen Signalausgang (32) aufweist und eine Einrichtung zur Festlegung eines nichtlinearen Zusammenhangs zwischen einem Eingangssignal und einem Ausgangssignal bildet, wobei der Signaleingang (33) mit einem Drehzahlsignal (na) verbunden ist, das die Arbeitsgeschwindigkeit der Textilmaschine (3) kennzeich net, und der Signalausgang (32) mit dem Signaleingang (29) der Ansteuereinrichtung (27) verbunden ist, um die Dreh zahl des Motors (26) vorzugeben.
2. Fadenliefereinrichtung (1), insbesondere für Tex
tilmaschinen (3),
mit wenigstens einem Fadenlieferrad (6), das mit dem zu liefernden Faden (2) in Berührung steht, um den Faden zu der Textilmaschine (3) zu liefern,
mit wenigstens einem Motor (26), der mit dem wenigs tens einen Fadenlieferrad (6) antriebsmäßig verbunden ist,
mit einer Ansteuereinrichtung (27), die einen Signal eingang (29) für ein Ansteuersignal und einen Motorsteuer ausgang (28) aufweist, der mit dem Motor (26) verbunden ist, um den Motor (26) mit einer dem Ansteuersignal ent sprechenden Drehzahl zu betreiben, und
mit einer Rechen- oder Zuordnungseinrichtung (37), die einen ersten Signaleingang für ein die gewünschte Maschen größe kennzeichnendes Signal (i), wenigstens zwei Signal eingänge für Führungssignale, von denen eines die Maschi nendrehzahl (ne) ist, einen Signalausgang und einen Rechen block (41) aufweist, der aus den an den Signaleingängen (ne, i) vorhandenen Signale ein Rechenergebnis bildet und das Rechenergebnis über den Signalausgang an den Signal eingang (29) der Ansteuereinrichtung (27) abgibt.
mit wenigstens einem Fadenlieferrad (6), das mit dem zu liefernden Faden (2) in Berührung steht, um den Faden zu der Textilmaschine (3) zu liefern,
mit wenigstens einem Motor (26), der mit dem wenigs tens einen Fadenlieferrad (6) antriebsmäßig verbunden ist,
mit einer Ansteuereinrichtung (27), die einen Signal eingang (29) für ein Ansteuersignal und einen Motorsteuer ausgang (28) aufweist, der mit dem Motor (26) verbunden ist, um den Motor (26) mit einer dem Ansteuersignal ent sprechenden Drehzahl zu betreiben, und
mit einer Rechen- oder Zuordnungseinrichtung (37), die einen ersten Signaleingang für ein die gewünschte Maschen größe kennzeichnendes Signal (i), wenigstens zwei Signal eingänge für Führungssignale, von denen eines die Maschi nendrehzahl (ne) ist, einen Signalausgang und einen Rechen block (41) aufweist, der aus den an den Signaleingängen (ne, i) vorhandenen Signale ein Rechenergebnis bildet und das Rechenergebnis über den Signalausgang an den Signal eingang (29) der Ansteuereinrichtung (27) abgibt.
3. Fadenliefereinrichtung (1), insbesondere für Tex
tilmaschinen (3),
mit wenigstens einem Fadenlieferrad (6), das mit dem zu liefernden Faden (2) in Berührung steht, um den Faden zu der Textilmaschine (3) zu liefern,
mit wenigstens einem ersten Motor (26) und mit wenigs tens einem weiteren Motor (52), wobei die Motoren (26, 52) sowohl untereinander als auch mit dem wenigstens einen Fadenlieferrad (6) über ein Kraftübertragungsmittel (24) antriebsmäßig verbunden sind.
mit wenigstens einem Fadenlieferrad (6), das mit dem zu liefernden Faden (2) in Berührung steht, um den Faden zu der Textilmaschine (3) zu liefern,
mit wenigstens einem ersten Motor (26) und mit wenigs tens einem weiteren Motor (52), wobei die Motoren (26, 52) sowohl untereinander als auch mit dem wenigstens einen Fadenlieferrad (6) über ein Kraftübertragungsmittel (24) antriebsmäßig verbunden sind.
4. Fadenliefereinrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Ansteuereinrichtung (27)
vorgesehen ist, die für den ersten Motor (26) eine Dreh
zahlvorgabeeinrichtung (46, 48, 49) und für den wenigstens
einen weiteren Motor (52) eine Stromversorgungseinrichtung
(56) ohne Drehzahlkontrolle aufweist, so dass der erste
Motor (26) als Mastermotor die Bewegung vorgibt und die
zwangsgekuppelten weiteren Motoren (52)als Slavemotoren
unterstützend folgen.
5. Fadenliefereinrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Ansteuereinrichtung (27)
vorgesehen ist, die die Motoren (26, 52) lagegeregelt
ansteuert, wobei die Motoren (26, 52) unterschiedliche
Maximaldrehmomente aufbringen können.
6. Fadenliefereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass die Vorgabeeinrichtung (37) eine
Speichereinrichtung (31a) aufweist, die eine Zuordnungs
tabelle enthält, in der Eingangssignale (ne), die die Ar
beitsgeschwindigkeit der Textilmaschine (3) kennzeichnen,
Ausgangssignalwerten (na) zugeordnet sind, die die passende
Motordrehzahl kennzeichnen.
7. Fadenliefereinrichtung nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, dass die Zuordnungstabelle mehrere, von
einem zusätzlichen Parameter abhängige Zuordnungsreihen
aufweist.
8. Fadenliefereinrichtung nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, dass die Recheneinrichtung- oder Zuord
nungseinrichtung (37) einen Multiplikationsblock (41) auf
weist, um das Produkt aus den Eingangssignalen zu bilden.
9. Fadenliefereinrichtung nach Anspruch 1, 2, 4 oder
5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorgabeeinrichtung
(31) und/oder die Zuordnungseinrichtung (37) eine Tabelle
enthalten die von der Fadenart und/oder dem gewünschten
Produkt abhängige, zeitlich konstante oder musterabhängig
zeitveränderliche Wichtungsfaktoren (wt, wi, wü, wt) abge
speichert sind.
10. Fadenliefereinrichtung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, dass der erste Motor (26) mit einem Sensor
(46) verbunden ist, der ein die Motordrehzahl oder die
aktuelle Drehposition des Motors (26) kennzeichnendes Sig
nal liefert und dass der Sensor (46) mit einer Regelein
richtung (48, 49) verbunden ist, die Teil der Ansteuerein
richtung (27) ist.
11. Fadenliefereinrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die Fadenliefereinrichtung
(1) eine Registriereinrichtung () enthält, die zur Zählung
der Motordrehungen und somit zur Erfassung der Umdrehungen
des Fadenlieferrads (6) dient.
12. Fadenliefereinrichtung nach Anspruch 11, dadurch
gekennzeichnet, dass die Registriereinrichtung () mit dem
Signalausgang (32) oder dem Motorsteuerausgang (28) oder
dem Motor (26) verbunden ist.
13. Fadenliefereinrichtung nach Anspruch 10 und 11,
dadurch gekennzeichnet, dass die Registriereinrichtung ()
mit dem Sensor (46) verbunden ist.
14. Fadenliefereinrichtung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, dass die Summe der Drehmomente der Slave
motoren (52, 52a) geringer ist, als das zur Bewegung der
gesamten Anordnung erforderliche Lastdrehmoment.
15. Fadenliefereinrichtung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, dass das Drehmoment der Slavemotoren (52,
52a) geringer ist als die Summe aus dem zur Bewegung der
gesamten Anordnung erforderlichen Lastdrehmoment und dem
maximalen Bremsmoment des Mastermotors (26).
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000132705 DE10032705B4 (de) | 2000-07-05 | 2000-07-05 | Fadenliefereinrichtung für Textilmaschinen |
| PCT/DE2001/002367 WO2002002856A2 (de) | 2000-07-05 | 2001-06-27 | Fadenliefereinrichtung für textilmaschinen |
| AU2001275654A AU2001275654A1 (en) | 2000-07-05 | 2001-06-27 | Thread feed device for textile machines |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000132705 DE10032705B4 (de) | 2000-07-05 | 2000-07-05 | Fadenliefereinrichtung für Textilmaschinen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10032705A1 true DE10032705A1 (de) | 2002-01-17 |
| DE10032705B4 DE10032705B4 (de) | 2006-11-16 |
Family
ID=7647905
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000132705 Expired - Fee Related DE10032705B4 (de) | 2000-07-05 | 2000-07-05 | Fadenliefereinrichtung für Textilmaschinen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| AU (1) | AU2001275654A1 (de) |
| DE (1) | DE10032705B4 (de) |
| WO (1) | WO2002002856A2 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2006061190A1 (en) * | 2004-12-07 | 2006-06-15 | Memminger-Iro Gmbh | Circular knitting machine and electric motor |
Families Citing this family (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JP4336303B2 (ja) * | 2004-12-16 | 2009-09-30 | 株式会社島精機製作所 | 横編機の給糸装置 |
| EP2080724B1 (de) * | 2008-01-17 | 2013-01-30 | BTSR International S.P.A. | System zur Steuerung der Zufuhr eines Garns oder Drahts zu einer Maschine und verwandtes Verfahren |
| ITMI20100887A1 (it) * | 2010-05-18 | 2011-11-19 | Btsr Int Spa | Metodo e dispositivo perfezionato per alimentare un filo ad una macchina operatrice con tensione e velocita' costante |
| HRP20220881T1 (hr) * | 2015-03-12 | 2022-10-28 | Btsr International S.P.A. | Postupak i sustav za rukovanje i upravljanje dodavanjem najmanje jedne niti u stroj za kružno pletenje ili u stroj za čarape kao funkcija radnih koraka stroja |
| CN110777231A (zh) * | 2019-11-22 | 2020-02-11 | 龙南龙钇重稀土科技股份有限公司 | 一种真空炉喂线装置 |
| CN116732280B (zh) * | 2023-07-14 | 2025-11-28 | 禹州市恒利来新材料股份有限公司 | 一种包芯线用智能喂线设备 |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2820747A1 (de) * | 1977-05-18 | 1978-11-30 | Dea Digital Electronic | Einrichtung zur einstellung der faden- zufuehrgeschwindigkeit bei einer mehrsystemigen rundstrickmaschine |
| DE3729297C1 (de) * | 1987-09-02 | 1989-03-02 | Gustav Memminger | Vorrichtung zur UEberwachung der Fadenlieferung bei einer Fadenliefervorrichtung fuer Textilmaschinen |
| DE19733263A1 (de) * | 1997-08-01 | 1999-02-04 | Sipra Patent Beteiligung | Fadenliefervorrichtung an einer Textilmaschine und Bandspannvorrichtung dafür |
Family Cites Families (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3827453C1 (de) * | 1988-08-12 | 1989-10-12 | Hubert 5653 Leichlingen De Geueke | |
| DE3832381C1 (en) * | 1988-09-23 | 1989-12-28 | Gustav 7290 Freudenstadt De Memminger | Thread-delivery device |
| SE508469C2 (sv) * | 1993-04-21 | 1998-10-12 | Sipra Patent Beteiligung | Garnmataranordning i en textilmaskin samt förfarande för användning av garnmataranordning |
| DE19537325C1 (de) * | 1995-10-06 | 1996-11-28 | Memminger Iro Gmbh | Fadenliefergerät mit elektronischer Ansteuerung |
| DE19801643A1 (de) * | 1998-01-17 | 1999-07-22 | Stoll & Co H | Verfahren zur Herstellung eines Gestricks auf einer Flachstrickmaschine |
-
2000
- 2000-07-05 DE DE2000132705 patent/DE10032705B4/de not_active Expired - Fee Related
-
2001
- 2001-06-27 WO PCT/DE2001/002367 patent/WO2002002856A2/de not_active Ceased
- 2001-06-27 AU AU2001275654A patent/AU2001275654A1/en not_active Abandoned
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2820747A1 (de) * | 1977-05-18 | 1978-11-30 | Dea Digital Electronic | Einrichtung zur einstellung der faden- zufuehrgeschwindigkeit bei einer mehrsystemigen rundstrickmaschine |
| DE3729297C1 (de) * | 1987-09-02 | 1989-03-02 | Gustav Memminger | Vorrichtung zur UEberwachung der Fadenlieferung bei einer Fadenliefervorrichtung fuer Textilmaschinen |
| DE19733263A1 (de) * | 1997-08-01 | 1999-02-04 | Sipra Patent Beteiligung | Fadenliefervorrichtung an einer Textilmaschine und Bandspannvorrichtung dafür |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2006061190A1 (en) * | 2004-12-07 | 2006-06-15 | Memminger-Iro Gmbh | Circular knitting machine and electric motor |
| US7490488B2 (en) | 2004-12-07 | 2009-02-17 | Memminger-Iro Gmbh | Circular knitting machine and electric motor |
| CN101087910B (zh) * | 2004-12-07 | 2011-05-11 | 梅名格-Iro公司 | 圆形编织机 |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| AU2001275654A1 (en) | 2002-01-14 |
| WO2002002856A2 (de) | 2002-01-10 |
| DE10032705B4 (de) | 2006-11-16 |
| WO2002002856A3 (de) | 2002-06-27 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE19537215C2 (de) | Fadenliefergerät für elastische Garne | |
| EP0945534B1 (de) | Trägheitsarmer Positivfournisseur für Elastomerfäden | |
| DE2736416C3 (de) | Vorrichtung zum Zuführen von Garn zu einer Strickmaschine | |
| DE69916693T3 (de) | Vorrichtung zum Steuern der Fadenlieferung zu einer Textilmaschine und Verfahren zum Steuern des Betriebs der Maschine und der Produktion | |
| EP1370720B1 (de) | Verfahren zur produktionsüberwachung/einstellung einer strickmaschine, und produktionsüberwachungs/einstellungs-vorrichtung | |
| DE10234545B4 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Liefern von Fäden | |
| EP0770030B1 (de) | Verfahren zum steuern des drehantriebs einer aufspulmaschine | |
| DE19923802B4 (de) | Rundstrickmaschine zur Herstellung von Strickwaren mit wahlweise unterschiedlichen Eigenschaften und Verfahren zu ihrer Einstellung | |
| DE10032705A1 (de) | Fadenliefereinrichtung für Textilmaschinen | |
| EP1125880A2 (de) | Vorrichtung zur Herstellung von Spulen auf einer OE-Spinnmaschine | |
| EP0423067A1 (de) | Konusschärmaschine und Schärverfahren | |
| EP2944716B1 (de) | Vorrichtung und verfahren zum beeinflussen der lage von knoten zwischen oberfaden und unterfaden beim nähen mit einer nähmaschine | |
| CH659261A5 (de) | Zwirnmaschine, insbesondere zum zwirnen von glasfaeden. | |
| DE3731379C2 (de) | ||
| DE69819861T2 (de) | Vorrichtung zum Liefern eines elastisch ausdehnbaren Fadens zu Strickmaschinen | |
| EP0379463B1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Geschwindigkeitsregelung eines Kettbaums | |
| DE19756484A1 (de) | Verfahren zur bedarfsgerechten Lieferung von Fadenmaterial | |
| EP1718792A1 (de) | Elektronischer positivfournisseur | |
| DE102012103535B3 (de) | Vorrichtung und Verfahren zur Überwachung der Produktion einer Strickmaschine | |
| WO2007006475A1 (de) | Vorrichtung zum aufspulen von garnen | |
| DE102004017045B3 (de) | Vorrichtung und Verfahren zur Fadenpositivlieferung | |
| EP1125878A2 (de) | Spulkopf und dessen Verwendung | |
| DE102007047176B4 (de) | Vorrichtung zum Erzeugen eines Geleges | |
| DE102005018419B4 (de) | Automatische Gewichtsbelastungsvorrichtung für Wägesysteme | |
| DE1804038A1 (de) | Vorrichtung zur Steuerung von Kett-Wirkmaschinen |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |