DE10031568A1 - Hohlkammerprofil mit einer Polyurethan-Ausschäumung und Verfahren zum Herstellen eines mit einem Polyurethan-Schaumstoff ausgeschäumten Hohlkammerprofils - Google Patents
Hohlkammerprofil mit einer Polyurethan-Ausschäumung und Verfahren zum Herstellen eines mit einem Polyurethan-Schaumstoff ausgeschäumten HohlkammerprofilsInfo
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Abstract
Hohlkammerprofile (1) mit einer Polyurethan-Ausschäumung (2) lassen sich besonders vorteilhaft herstellen, indem ein flüssiges Reaktionsgemisch (15) auf eine Trägermaterialeinlage (3) aufgetragen wird, während die Trägermaterialeinlage (3) samt Reaktionsgemisch (15) in das Hohlkammerprofil (1) mit gleichmäßiger Geschwindigkeit eingezogen wird, wobei eine Trägermaterialeinlage (3) verwendet wird, welche für das Reaktionsgemisch (15) eine verzögerte Durchlässigkeit aufweist, wobei das Verzögerungsintervall vom Zeitpunkt der Aufgabe des Reaktionsgemisches (15) bis zum Einbringen in das Hohlkammerprofil (1) dauert und wobei danach die Trägermaterialeinlage (3) für das Reaktionsgemisch (15) durchlässig wird und der sich bildende Schaumstoff (2) überall über den Profilquerschnitt eine gute Haftung mit der Innenwandung (4) des Hohlkammerprofils (1) eingeht.
Description
Die Erfindung betrifft ein Hohlkammerprofil mit einer Polyurethan-Ausschäumung
und ein Verfahren zum Herstellen eines mit einem Polyurethan-Schaumstoff ausge
schäumten Hohlkammerprofils.
Zur Wärmeisolierung werden Hohlkammerprofile, z. B. Fensterrahmenprofile, mit
einer Ausschäumung versehen oder einfache Rohre, z. B. für Skistöcke, werden zur
Verstärkung ausgeschäumt. Es sind auch schon Doppelrohre mit einer dazwischen
angeordneten Wärmedämmausschäumung bekannt. In diesem Fall wird das Reak
tionsgemisch entweder mittels eines durch den Rohrzwischenraum gezogenen
Mischkopfes eingebracht oder es wird ausserhalb des Rohres auf einen Papierstreifen
aufgetragen und dieser wird gleichmässig in den auszuschäumenden Hohlraum hin
eingezogen (Kunststoff Handbuch, Band 7, "Polyurethane", 3. Auflage, Carl Hanser
Verlag München-Wien, Seite 283; ISBN 3-446-16263-1). Ausserdem ist es allge
mein bekannt, in Hohlkörper vor dem Ausschäumen Verstärkungsvliese einzulegen,
welche vom Reaktionsgemisch durchdrungen werden, so dass in diesem Bereich ein
Schaumstoff höherer Dichte und damit höherer Festigkeit entsteht.
Bei engen Hohlkammerprofilen hat es sich als schwierig erwiesen, zum Aus
schäumen der Hohlkammer flüssiges Reaktionsgemisch einzubringen. Verwendet
man insbesondere Kunststoff-Profile, z. B. aus PVC, so besteht die Gefahr, dass sich
das Profil durch den Schäumdruck in unerwünschter Weise verformt.
Es besteht sonach die Aufgabe, ein Hohlkammerprofil zu schaffen, dessen Aus
schäumung über die Profillänge gleichmässige Dichte und einen geringen Schäum
druck aufweist und ausserdem eine gute Haftung an der Innenwandung des Hohl
kammerprofils besitzt.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine von dem Polyurethan-Schaumstoff durch
drungene Trägermaterialeinlage, welche im schaumstofffreien vorherigen Anfangs
zustand für die Zeitspanne vom Aufgeben des flüssigen Reaktionsgemisches auf
diese Trägermaterialeinlage bis zum Einbringen dieser Trägermaterialeinlage samt
Reaktionsgemisch in das Hohlkammerprofil eine Undurchlässigkeit für dieses Reak
tionsgemisch aufweist, und welche nach dem Einbringen in das Hohlkammerprofil
noch vor der einsetzenden Viskositätserhöhung des aufsteigenden Schaumes für
dieses Reaktionsgemisch durchlässig ist.
Dadurch wird erreicht, dass die als Trägerstreifen dienende und in die Hohlkammer
samt Reaktionsgemisch einziehbare Trägermaterialeinlage durch ihre um den be
sagten Zeitraum verzögerte Durchlässigkeit verhindert, dass bereits vor dem Ein
bringen des Reaktionsgemisches in das Hohlprofil die Trägermaterialeinlage davon
durchdrungen wird. Somit kann auch kein verunreinigendes Abstreifen von
Reaktionsgemisch am Profileingang erfolgen. Andererseits gewährleistet die vor
handene, aber um den besagten Zeitraum verzögerte Durchlässigkeit, dass nach dem
Einbringen in die Hohlkammer dieses Reaktionsgemisch beim Aufschäumen, oder
sogar noch davor, die Trägermaterialeinlage durchdringen kann und damit auch jen
seits von ihr mit der Innenwandung der Hohlkammer beim Aushärten eine gute
Haftung eingeht. Dabei ist es gleichgültig, ob die Trägermaterialeinlage etwas auf
schwimmt oder sich etwas verformt, weil es bei der Ausschäumung nur auf das
günstige Einbringen des Reaktionsgemisches und gegebenenfalls nur auf die
thermische Isolierung ankommt, denn eine Verstärkungsfunktion kommt der Träger
einlage nicht zu.
Aus dem zitierten "Kunststoff Handbuch", Band 7, Seite 283, ist es zwar bekannt,
dass beim Rohrausschäumen "der Papierstreifen vollständig eingezogen sein muss,
wenn die Schäumreaktion einsetzt". Dies sagt aber nichts über die Durchlässigkeit
des Papierstreifens aus, und zwar weder über den Beginn der Durchlässigkeit für das
flüssige Reaktionsgemisch, noch ob der Papierstreifen überhaupt für das auf
schäumende Reaktionsgemisch durchlässig ist. Die neue Trägermaterialeinlage be
sitzt also im Gegensatz zu den bekannten Einlagestreifen eine völlig andere Aufgabe.
Auch ist es nicht notwendig, dass die Trägermaterialeinlage vollständig in das Hohl
kammerprofil eingezogen ist, bevor sie durchlässig wird. Vielmehr ist lediglich er
forderlich, dass immer die anteilig Reaktionsgemisch tragende Stelle der Träger
materialeinlage in das Hohlkammerprofil eingezogen sein muss, bevor sie durch
lässig wird.
Vorzugsweise besteht die Trägermaterialeinlage aus einem Faservlies, einem Textil
gewebe, wie Leinen oder Baumwolle, oder einem Papier mit entsprechend ver
zögerter Durchlässigkeit.
Geeignete Trägermaterialeinlagen lassen sich wegen der vielen Einflussfaktoren am
besten empirisch ermitteln. Wenn man voraussetzt, dass das Reaktionsgemisch erfah
rungsgemäss vor dem bzw. bis zum Einbringen in die Hohlkammer eine Viskosität
von 100 bis 800 mPs aufweist, haben sich als besonders geeignet Trägermaterialien
erwiesen, welche aus Polyester-Vliesstoffen mit einem Flächengewicht zwischen 30
und 60 g/m2 bestehen und Dicken von 0,4 bis 0,6 mm aufweisen. Natürlich ist dabei
auch die Faserdicke von Einfluss. Dichte Gewebe, wie beispielsweise gebleichte und
gewaschene Baumwollstoffe, mit Flächengewichten von 200 bis 300 g/m2 eignen
sich ebenfalls. Versuche haben ergeben, dass bei den genannten Bedingungen solche
Trägermaterialien flüssiges Reaktionsgemisch etwa 5 bis 20 sec zurückhalten
können, bevor es durchzutropfen beginnt. Bei Wahl der richtigen Einzugsge
schwindigkeit und des richtigen Abstandes der Gemischaufgabestelle von dem
Profileingang bestehen dann keine Schwierigkeiten.
Eine weitere besondere Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass die
Seitenränder der Trägermaterialeinlage trogartig hochgerichtet sind.
Bei rohrartigen Hohlkammerprofilen mit gewölbtem Innenquerschnitt weist die
Trägermaterialeinlage bereits vor dem Einführen in die Hohlkammer eine ent
sprechende Wölbung auf. Bei rechteckigem Innenquerschnitt sind die Seitenränder
hochgefaltet, und zwar insbesondere dann, wenn das Profil schmal ist. Dadurch wird
verhindert, dass Reaktionsgemisch vor dem Einbringen in die Hohlkammer seitlich
über die Ränder der Trägereinlage ablaufen kann. Die Seitenränder sollten nicht zu
hoch sein, denn sonst besteht die Gefahr, dass der aufsteigende Schaum wegen seiner
zunehmenden Viskosität die Seitenränder im oberen Bereich nicht mehr durch
dringen kann und dass deshalb in diesem Bereich keine Haftung zwischen der Aus
schäumung und der Innenwandung des Profils eintritt. Bei Profilen mit breitem
Innenquerschnitt besteht diese Gefahr in der Regel nicht, weil dass Reaktionsgemisch
entlang der Mitte aufgegeben wird und vor dem Einbringen nicht so weit seitlich
wegfliessen kann. In diesem Falle ist das Aufrichten der Seitenränder nicht erforder
lich. Bei schmalen rechteckigen Hohlkammerprofilen ist es auch möglich, diese zum
Ausschäumen mit ihrer breiten flachen Innenwandung nach unten anzuordnen, um
das Hochrichten der Seitenränder zu vermeiden. Gegebenenfalls muss dann das
Hohlkammerprofil für den endgültigen Einsatz um 90° gedreht werden. Dass in
einem solchen Fall die Trägermaterialeinlage letztendlich senkrecht angeordnet ist,
ist ohne Belang.
Nach Kenntnis der neuartigen Trägermaterialeinlage ist es für den Polyurethan-Fach
mann keine Schwierigkeit, aus der breiten Palette geeignete Reaktionsgemische zur
Erzeugung der isolierenden Ausschäumung auszuwählen.
Als besonders vorteilhaft hat sich jedoch gezeigt, dass die der Ausschäumung zu
Grunde liegenden Ausgangskomponenten des verwendeten Reaktionsgemisches
hohe Anteile an langkettigen Polyolen und/oder Di- und/oder Isocyanat-Polymeren
aufweisen.
Die Auswahl solcher Reaktionskomponenten unterstützt bei richtiger Wahl der
Dosiermenge des Reaktionsgemisches in vorteilhafter Weise einen niedrigen
Schäumdruck und Schaumstabilität gegen Thermobehandlung beim Lackieren der
Profile. Eine solche Lackierung ist bei Aluminiumprofilen in der Regel erforderlich;
bei Kunststoffprofilen, z. B. aus PVC, ist keine Lackierung notwendig, weil der
Kunststoff sich meist in der gewünschten Farbe einfärben lässt.
Das Verfahren zum Herstellen des neuen Hohlkammerprofils geht aus von einem mit
Polyurethan-Schaumstoff ausgeschäumten Hohlkammerprofil, wobei auf eine
Trägermaterialeinlage ein flüssiges Reaktionsgemisch aufgetragen wird, während
gleichzeitig die Trägermaterialeinlage samt Reaktionsgemisch in das Hohlkammer
profil mit gleichmässiger Geschwindigkeit eingezogen wird.
Das Neue ist darin zu sehen, dass eine Trägermaterialeinlage verwendet wird, welche
für das Reaktionsgemisch eine verzögerte Durchlässigkeit aufweist, wobei dieses
Verzögerungsintervall vom Zeitpunkt der Aufgabe des Reaktionsgemisches bis zum
Einbringen in das Hohlkammerprofil dauert, und dass danach die Trägermaterialein
lage für das Reaktionsgemisch durchlässig wird und der sich bildende Schaumstoff
überall über den Profilquerschnitt eine Haftung mit der Innenwandung des Profils
eingeht.
Zum Einziehen des Trägermaterials verwendet man beispielsweise eine Stange,
welche mittels eines angetriebenen Zahnritzels auf einer nachgeordneten Zahnstange
hin- und herschiebbar ist. Auch eine aufwickelbare Gliederkette, welche in den
Gelenkpunkten z. B. durch überstehende Laschen eine ausreichende Steifigkeit beim
Gleiten auf der unteren Innenwandung des Profils aufweist, ist denkbar.
Vorzugsweise wird eine Trägermaterialeinlage aus einem Faservlies, einem Textilge
webe, wie Leinen oder Baumwollstoff, oder aus Papier eingezogen.
In besonders vorteilhafter Weise werden die Seitenränder der Trägermaterialeinlage
vor der Aufgabe des Reaktionsgemisches nach oben ausgerichtet.
Vorzugsweise werden als die der Ausschäumung zu Grunde liegenden Ausgangs
komponenten des Reaktionsgemisches solche mit hohen Anteilen an langkettigen
Polyolen und/oder Di- und/oder Isocyanat-Polymeren verwendet.
Die Vorteile der Verfahrensvarianten sind bereits zuvor im Zusammenhang mit dem
Aufbau des neuen Hohlkammerprofils beschrieben worden.
In der Zeichnung sind das neue Hohlkammerprofil sowie dessen Herstellung in
einem Ausführungsbeispiel rein schematisch dargestellt und nachstehend näher be
schrieben. Es zeigen:
Fig. 1 das Hohlkammerprofil im Längsschnitt,
Fig. 2 das Hohlkammerprofil im Querschnitt und
Fig. 3 eine Vorrichtung zur Herstellung dieses Hohlkammerprofils in der Seiten
ansicht im teilweisen Schnitt.
In Fig. 1, 2 besteht ein im wesentlichen rechteckiges Hohlkammerprofil 1 aus einem
Fensterrahmenprofil aus Kunststoff, und zwar aus eingefärbtem PVC. Dabei ist das
Hohlkammerprofil 1 der Deutlichkeit halber nur als einfaches Rechteckprofil gezeigt.
Innerhalb des Hohlkammerprofils 1 ist eine thermisch isolierende Ausschäumung 2
aus Polyurethan-Schaumstoff angeordnet. Diese zeigt im unteren Bereich eine
Trägermaterialeinlage 3 aus einem Polyester-Vliesstoff, welche im Ursprungszustand
ein Flächengewicht von 40 g/m2 und eine Dicke von 0,5 mm aufweist. Entsprechend
der unten flachen Innenwandung 4 und den senkrechten inneren Seitenwänden 5 des
Hohlkammerprofils 1 sind die Seitenränder 6 der Trägermaterialeinlage 3 um etwa
8 mm senkrecht hochgefaltet. Die Trägermaterialeinlage 3 samt Seitenrändern 6 ist
völlig vom Schaumstoff durchdrungen, so dass die Ausschäumung 2 überall eine
gute Haftung mit der Innenwandung 4 des Hohlkammerprofils 1 aufweist. Das ver
wendete Polyurethan-Reaktionsgemisch wies langkettige Polyole und/oder Di-
und/oder Isocyanat-Polymere auf.
Gemäss Fig. 3 wirkt eine Zahnstange 7 mit einem von einem Motor 8 angetriebenen
Zahnritzel 9 zusammen. An der Achse 10 des Zahnritzels 9 ist eine starre Zugstange
11 angeordnet, welche durch ein auszuschäumendes seitlich wegfahrbares Hohl
kammerprofil 1 hindurchreicht und deren anderes Ende eine Klemme 12 zum Greifen
einer von einer Vorratsrolle 13 abgezogenen Trägermaterialeinlage 3 aufweist. Deren
Seitenränder 6 werden mittels einer Faltvorrichtung 14 hochgerichtet, und zwar be
vor das Reaktionsgemisch 15 mittels eines Mischkopfes 16 auf diese Trägermaterial
einlage 3 aufgegeben wird. Das angetriebene Zahnritzel 9 fährt mit gleichmässiger
Geschwindigkeit die Zahnstange 7 entlang. Dabei ist die Geschwindigkeit so abge
stimmt, dass das aufgegebene Reaktionsgemisch 15 die Trägermaterialeinlage 3 erst
durchdringt, wenn es in das Hohlkammerprofil 1 eingebracht worden ist. Dabei ge
schieht das Durchdringen andererseits noch so zeitig, dass das Reaktionsgemisch 15
noch hierfür ausreichend niedrige Viskosität besitzt. Ist die Trägermaterialeinlage 3
samt Reaktionsgemisch 15 für eine Profillänge in das Hohlkammerprofil 1 einge
bracht, wird die Klemme 12 gelöst und eine eingangsseitig des Hohlkammerprofils 1
angeordnete Schneidvorrichtung 17 schneidet die Trägermaterialeinlage 3 ab. Nun
wird das Hohlkammerprofil 1 seitlich mittels eines darunter angeordneten Wagens 18
herausgefahren und mit Klappen 19 beidseitig verschlossen. Das Reaktionsgemisch
15 schäumt nun auf und härtet zu der Ausschäumung 2 aus, welche überall eine gute
Haftung mit der Innenwandung 4 des Hohlkammerprofils 1 eingeht. Beim Auf
schäumen verändert die Trägermaterialeinlage 3 ihre Position, was ohne Bedeutung
ist. Nach dem Aushärten der Ausschäumung 2 werden die Klappen 19 geöffnet und
das ausgeschäumte Hohlkammerprofil 1 ist fertig und wird entnommen. Ein neues
Hohlkammerprofil 1 wird auf den Wagen 18 aufgelegt und dieser wird samt Hohl
kammerprofil 1 wieder in die Füllposition gefahren usw.
Claims (8)
1. Hohlkammerprofil (1) mit einer Polyurethan-Ausschäumung (2), gekenn
zeichnet durch eine von dem Polyurethan-Schaumstoff durchdrungene
Trägermaterialeinlage (3), welche im schaumstofffreien vorherigen Anfangs
zustand für die Zeitspanne vom Aufgeben des flüssigen Reaktionsgemisches
(15) auf diese Trägermaterialeinlage (3) bis zum Einbringen dieser Träger
materialeinlage (3) samt Reaktionsgemisch (15) in das Hohlkammerprofil (1)
eine Undurchlässigkeit für dieses Reaktionsgemisch (15) aufweist und welche
nach dem Einbringen in das Hohlkammerprofil (1) noch vor der einsetzenden
Viskositätserhöhung des aufsteigenden Schaumes für dieses Reaktionsge
misch (15) durchlässig ist.
2. Hohlkammerprofil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Trägermaterialeinlage (3) aus einem Faservlies, einem Textilgewebe, wie
Leinen oder Baumwollstoff, oder einem Papier mit entsprechend verzögerter
Durchlässigkeit besteht.
3. Hohlkammerprofil nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Seitenränder (6) der Trägermaterialeinlage (3) trogartig
hochgerichtet sind.
4. Hohlkammerprofil nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, dass die der Ausschäumung (2) zu Grunde liegenden Ausgangs
komponenten des Reaktionsgemisches (15) hohe Anteile an langkettigen
Polyolen und/oder Di- und/oder Isocyanat-Polymeren ausweisen.
5. Verfahren zum Herstellen eines mit Polyurethan-Schaumstoff ausge
schäumten Hohlkammerprofils (1), wobei auf eine Trägermaterialeinlage (3)
ein flüssiges Reaktionsgemisch (15) aufgetragen wird während die Träger
materialeinlage (3) samt Reaktionsgemisch (15) in das Hohlkammerprofil (1)
mit gleichmässiger Geschwindigkeit eingezogen wird, dadurch gekenn
zeichnet, dass eine Trägermaterialeinlage (3) verwendet wird, welche für das
Reaktionsgemisch (15) eine verzögerte Durchlässigkeit aufweist, wobei das
Verzögerungsintervall vom Zeitpunkt der Aufgabe des Reaktionsgemisches
(15) bis zum Einbringen in das Hohlkammerprofil (1) dauert, und dass danach
die Trägermaterialeinlage (3) für das Reaktionsgemisch (15) durchlässig wird
und der sich bildende Schaumstoff (2) überall über den Profilquerschnitt eine
Haftung mit der Innenwandung (4) des Hohlkammerprofils (1) eingeht.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Träger
materialeinlage (3) aus einem Faservlies, einem Textilgewebe, wie Leinen
oder Baumwollstoff, oder einem Papier mit entsprechend verzögerter Durch
lässigkeit besteht.
7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Seiten
ränder (6) der Trägermaterialeinlage (3) vor der Aufgabe des Reaktionsge
misches (15) nach oben ausgerichtet werden.
8. Verfahren nach Anspruch 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass als die
der Ausschäumung (2) zu Grunde liegenden Ausgangskomponenten des
Reaktionsgemisches (15) solche mit hohen Anteilen an langkettigen Polyolen
und/oder Di- und/oder Isocyanat-Polymeren verwendet werden.
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