Die Erfindung betrifft eine Betätigungseinrichtung für einen
elektrischen Schalter mit einem Schalterbetätigungsteil, das
zwischen einer Ruheposition und wenigstens einer Verriege
lungsposition, in welcher der Schalter eine bestimmte Funkti
on bewirkt, bewegbar ist, und wenigstens einem der jeweiligen
Verriegelungsposition zugeordneten Sperrelement, durch wel
ches das Schalterbetätigungsteil, auf welches eine in Rich
tung der Ruheposition wirkende Rückstellkraft wirkt, in der
Verriegelungsposition gehalten wird.
Stand der Technik
Bei derartigen herkömmlichen Betätigungseinrichtungen ist es
bei der Entriegelung des Schalterbetätigungsteiles erforder
lich, die in der Verriegelungsposition wirkende, durch eine
Rastfeder erzwungene große Haltekraft zu überwinden. Hieraus
resultiert ein erheblicher Verschleiß der während des Entrie
gelns relativ zueinander zu bewegenden Bauteile.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Betätigungseinrichtung für
einen elektrischen Schalter der eingangs genannten Art zu
schaffen, bei welchem bei der Entriegelung des Schalterbetä
tigungsteils nur geringe Kräfte zu überwinden sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das
Sperrelement mit einer geringen Haltekraft in einer Sperr
stellung gehalten ist, in welcher die Bewegung des in der
Verriegelungsposition befindlichen Schalterbetätigungsteils
in die Ruheposition gesperrt ist, wobei bei der Bewegung des
Sperrelementes aus der Sperrstellung lediglich die Halte
kraft, welche niedrig bemessen ist, überwunden werden muss.
Zur Erzielung der geringen Haltekraft, mit welcher das Sperr
element in der Sperrstellung gehalten wird, reicht es aus,
eine Feder mit geringer Federkraft, z. B. ca. 1 Newton zu
verwenden.
Da bei der Entriegelungsbewegung des Sperrelementes aus
seiner Sperrstellung an den Berührungsflächen der relativ
zueinander bewegten Teilen, nämlich dem Sperrelement und dem
Schalterbetätigungselement, keine hohen Kräfte wirksam wer
den, erzielt man eine verschleißarme Entriegelung.
Die Bewegungsrichtung des Sperrelementes verläuft bevorzugt
im wesentlichen senkrecht zur Bewegungsrichtung des Schalter
betätigungsteiles, welche dieses bei der Bewegung zwischen
der Ruheposition und der Verriegelungsposition hat. Das
Sperrelement kann hierzu eine im wesentlichen lineare Bewe
gung oder eine Rotationsbewegung um eine Schwenkachse ausfüh
ren. Auch die Schwenkbewegung verläuft bevorzugt im wesentli
chen senkrecht zu einer Führungsfläche, entlang welcher das
Schalterbetätigungsteil bei seiner Bewegung zwischen Verrie
gelungsstellung und Ruheposition sich bewegt.
Das Sperrelement kann das freie Ende eines einarmig ausgebil
deten Sperrhebels bilden, wobei das andere Ende des Sperrhe
bels die Schwenkachse aufweist. Das Sperrelement kann in der
Sperrstellung durch eine Öffnung in der Führungsfläche ragen.
Hierbei liegt die Ruheposition an der einen Seite des Sperr
elements und die Verriegelungsposition an der anderen Seite
des Sperrelements. Die Bewegung des Sperrelements kann durch
eine Steuerfläche, an welcher ein Steuerteil angreift, ge
steuert werden. Die Steuerfläche kann hierzu um die gleiche
Schwenkachse, wie das Sperrelement schwenkbar sein. Es ist
jedoch auch möglich die Steuerfläche um eine separate
Schwenkachse zu schwenken. Bei einem Ausführungsbeispiel
befindet sich die Steuerfläche an einem mit dem Sperrelement
bzw. dem Sperrhebel starr verbundenen Steuerhebel.
Um das Schalterbetätigungsteil aus der Ruheposition in die
Verriegelungsposition zu bringen, kann das Sperrelement durch
die Kraft einer insbesondere von einer Druckfeder erzeugten
Rückstellkraft, welche auf das Schalterbetätigungsteil wirkt
und bedeutend größer ist als die auf das Sperrelement wirken
de Haltekraft, aus der Sperrstellung bewegt werden, so daß
das Schalterbetätigungsteil ungehindert in die Verriegelungs
position gelangen kann. Sobald das Schalterbetätigungsteil
sich in der Verriegelungsposition befindet, wird durch die
auf das Sperrelement wirkende, von einer schwachen Feder
erzeugte Kraft das Sperrelement insbesondere durch die Öff
nung in der Führungsfläche wieder in der Sperrstellung ge
bracht.
Bei einem weiterem Ausführungsbeispiel sind das Sperrelement
und der Steuerhebel als getrennte Bauteile vorgesehen. Der
Steuerhebel besitzt eine Rastelement, durch das das vorzugs
weise schwenkbar gelagerte Sperrelement gegen Drehung in
seiner Sperrstellung gehalten wird. Der Steuerhebel und damit
das Rastelement sind von der geringen Haltekraft, welche von
der Haltefeder vermittelt wird, so beaufschlagt, dass das
Rastelement in seiner Rastposition sich befindet, in welcher
das Sperrelement in seiner Sperrstellung gesichert ist.
Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die Führungsfläche und
das Sperrelement vorzugsweise an einem gemeinsamen Träger
angeordnet, der um eine Schwenkachse schwenkbar gelagert ist.
Der Schalterbetätigungsteil wird entlang der am gemeinsamen
Träger vorgesehenen Führungsfläche bis in die Verriegelungs
position gebracht, wobei das Schalterbetätigungsteil an einer
ortsfesten Rastfläche und einer am Sperrelement vorgesehenen
Sperrfläche anliegt. Zur Freigabe des Sperrelementes wird das
Rastelement gegen die geringe Haltekraft der Haltefeder aus
seiner Rastposition bewegt, so dass das Sperrelement aus
seiner Sperrstellung in die Freigabestellung bewegbar ist.
Dies kann aufgrund der Wirkung der Rückstellkraft, welche auf
das Schalterbetätigungsteil wirkt, erfolgen. Diese Rückstell
kraft bringt das Sperrelement wieder in seine Sperrstellung
zurück, sobald das Schalterbetätigungsteil in die Ruhepositi
on oder in die Nähe der Ruheposition zurückgekehrt ist.
Aufgrund der auf den Steuerhebel und das Rastelement einwir
kenden Kraft der Haltefeder wird das Rastelement in seine
Rastposition zurückgebracht, in welcher das Sperrelement in
seiner Sperrstellung gehalten wird.
Das Steuerteil, welches auf die Steuerfläche am Steuerhebel
einwirkt, kann durch die Lenkungsbewegung einer mit einem
Lenkrad verbundenen Lenkwelle eines Kraftfahrzeugs betätigt
werden. Hierdurch kann bei Verwendung des Schalterbetäti
gungsteils im Zusammenhang mit einer Blinkeinrichtung für die
Anzeige der Fahrtrichtung des Fahrzeugs das Schalterbetäti
gungsteil wieder in die Ruheposition zurückgebracht werden,
wenn das Fahrzeug die durch die Blinkeinrichtung vorangezeig
te Fahrtrichtung erreicht hat. Durch die rückstellende Lenk
bewegung wird dann das Steuerteil so bewegt, daß das Sperr
element aus einer Sperrstellung, durch welche das Schalterbe
tätigungsteil für die Blinkerbetätigung in der Verriegelungs
position gehalten wurde, bewegt wird. Das Schalterbetäti
gungsteil wird dann in die Ruhestellung zurückbewegt und die
Blinkfunktion beendet.
Vorher ist das Schalterbetätigungsteil durch beispielsweise
einen Blinkerbetätigungshebel, der an der Lenksäule des
Kraftfahrzeugs schwenkbar gelagert ist, in die Verriegelungs
position, wie oben erläutert, gebracht worden.
Insbesondere im Zusammenhang mit der Anwendung der Erfindung
bei einer Blinkeinrichtung eines Kraftfahrzeugs können zwei
Verriegelungspositionen für das Schalterbetätigungsteil
vorgesehen sein. Die eine Verriegelungsposition wird einge
nommen, wenn durch den Blinker eine Fahrtrichtungsänderung
nach links angezeigt wird, und die andere Verriegelungsposi
tion wird eingenommen, wenn eine Fahrtrichtungsänderung nach
rechts angezeigt wird.
Beispiele
Anhand der Figuren wird an einem Ausführungsbeispiel die
Erfindung noch näher erläutert.
Es zeigt
Fig. 1 in perspektivischer Explosivdarstellung die Einzel
teile eines ersten Ausführungsbeispiels;
Fig. 2 in perspektivischer Darstellung das Ausführungsbei
spiel im zusammengebauten Zustand;
Fig. 3 in perspektivischer Darstellung Positionen der
Bauteile des Ausführungsbeispiels bei Ruheposition
des nicht dargestellten Schalterbetätigungsteils;
Fig. 4 eine Zwischenstellung des Schalterbetätigungsteils
zwischen Ruheposition und Verriegelungsposition;
Fig. 5 die Anordnung der Bauteile des Ausführungsbeispiels
in Verriegelungsposition des Schalterbetätigungs
teils;
Fig. 6 die Position der Bauteile des Ausführungsbeispiels
bei der Entriegelung;
Fig. 7 in perspektivischer Explosivdarstellung die Einzel
teile eines zweiten Ausführungsbeispiel;
Fig. 8 in perspektivischer Darstellung das zweite Ausfüh
rungsbeispiel im zusammengebauten Zustand von der
Rückseite;
Fig. 9 in perspektivischer Darstellung das zweite Ausfüh
rungsbeispiel im zusammengebauten Zustand von vorne
in der Ruheposition;
Fig. 10 das zweite Ausführungsbeispiel in Draufsicht in
Ruheposition;
Fig. 11 in Draufsicht das zweite Ausführungsbeispiel in
Verriegelungsposition des Schalterbetätigungsteils
Fig. 12 in Draufsicht das Ausführungsbeispiel bei Freigabe
der Verriegelungsposition;
Fig. 13 die Position eines mit dem Sperrelement zusammen
wirkenden Rastelements bei Freigabe der Verriege
lungsposition; und
Fig. 14 in Draufsicht die Positionen der Sperrelemente und
Rastelemente wenn sich das Schalterbetätigungsteil
in der Ruheposition befindet.
Das in den Fig. 1 bis 6 dargestellte erste Beispiel einer
Betätigungseinrichtung für einen elektrischen Schalter be
sitzt ein Schalterbetätigungsteil 1 in Form eines kreiszy
lindrischen Stiftes. In Abhängigkeit von den verschiedenen
Positionen des Schalterbetätigungsteiles 1 werden vom nicht
näher dargestellten Schalter verschiedene Funktionen ausge
führt. Um das Schalterbetätigungsteil 1 in die verschiedenen
Positionen zu bringen, kann es zwischen einer Ruheposition 9
und zwei zu beiden Seiten dieser Ruheposition 9 liegende
Verriegelungspositionen 10 bewegt werden. Dabei steht das
Schalterbetätigungsteil 1 unter der Einwirkung der Kraft
einer als Rastfeder wirkenden Druckfeder 12, welche sich an
einem Betätigungsteil 13 abstützt, um das Schalterbetäti
gungsteil 1 gegen entsprechende ortsfest vorgesehene Flächen
an einem ortsfesten Lagerteil 17 anzudrücken. Diese Flächen
definieren am ortsfesten Lagerteil 17 die Ruheposition 9 und
die beiden Verriegelungspositionen 10. Durch Verschwenken des
Betätigungsteiles 13 mit Hilfe eines nicht näher dargestell
ten Betätigungshebels wird das Schalterbetätigungsteil 1
zwischen den verschiedenen Positionen bewegt. Das Schalterbe
tätigungsteil 1 und die Druckfeder 12 sind hierzu in einer
entsprechenden Ausnehmung 22 der Betätigungseinrichtung 13
gehalten. Bei der Betätigungseinrichtung 13 kann es sich um
ein Bestandteil einer an der Lenksäule eines Kraftfahrzeugs
vorgesehenen Blinkeinrichtung handeln, mit welcher eine
Fahrtrichtungsänderung nach rechts oder links angezeigt wird.
Wenn das Schalterbetätigungsteil 1 sich in der Ruheposition 9
befindet, wird keine Fahrtrichtungsänderung angezeigt. Für
die Anzeige der Fahrtrichtungsänderung durch Einschalten der
entsprechenden Blinker wird das Schalterbetätigungsteil 1 in
eine der beiden Verriegelungspositionen 10 durch Verschwenken
der Betätigungseinrichtung 13 gebracht.
Beim Verschwenken der Betätigungseinrichtung 13 wird das
Schalterbetätigungsteil 1 aus der Ruheposition 9 über eine
der beiden Führungsflächen 6 bis in eine der beiden Rastflä
chen 14, welche in der jeweiligen Verriegelungsposition 10
liegen, bewegt. Die die Ruheposition 9 und die Verriegelungs
positionen 10 definierenden Flächen sowie die Führungsflächen
6 befinden sich am ortsfesten Lagerteil 17 in einer etwa V-
förmigen Ausnehmung des ortsfesten Lagerteils 17, wobei die
die Ruheposition definierende Fläche dem Umfang des Betäti
gungsteils 1 angepasst und mittig angeordnet ist. Wie insbe
sondere aus der Fig. 3 zu ersehen ist, ragen durch Öffnungen
8 in den von der Mitte (Ruheposition 9) schräg nach außenge
richteten Führungsflächen 6 der V-förmigen Ausnehmung des
ortsfesten Lagerteils 17 Sperrelemente 2. Diese Sperrelemente
2 bilden vordere Enden von einarmigen Sperrhebeln 7 (Fig. 1).
Die Sperrhebel 7 sind um eine Schwenkachse 3 (Fig. 2) am
ortsfesten Lagerteil 17 schwenkbar gelagert. Mit den Sperrhe
beln 7 sind weitere Hebel, welche als Steuerhebel 11 wirken,
starr verbunden. Die Sperrhebel und die Steuerhebel erstre
cken sich in unterschiedlichen jedoch im wesentlichen paral
lel zueinander verlaufenden Ebenen und sind als einarmige
Hebel ausgebildet. Die Steuerhebel 11 und die Sperrhebel 7
sind beim dargestellten Ausführungsbeispiel aus einem Stück
hergestellt. Auch die Steuerhebel 11 sind um die Schwenkachse
3 schwenkbar am ortsfesten Lagerteil 17 gelagert.
Durch die Haltekraft einer Feder, welche als zweischenkelige
Haltefeder 18 ausgebildet sein kann und sich im Bereich um
die Schwenkachse 3 am ortsfesten Lagerteil 17 abstützt,
werden die Sperrhebel 7 und die Steuerhebel 11 so beauf
schlagt, daß sie aufeinander zu geschwenkt werden. Hierdurch
wird gewährleistet, daß die an den vorderen Enden der beiden
Sperrhebel 7 vorgesehenen Sperrelemente 2 durch die Öffnungen
8 in den Begrenzungsflächen der V-förmigen Ausnehmung des
ortsfesten Lagerteils 17 gedrückt werden und über die Füh
rungsflächen 6 und Rastflächen 14 hinausragen, wie es in der
Fig. 3 dargestellt ist. Hierzu genügt eine geringe Haltekraft
der zweischenkeligen Feder 18, beispielsweise von ca. 1
Newton.
Bei der Bewegung des Schalterbetätigungsteils 1 aus der
Ruheposition 9 in eine der beiden Verriegelungspositionen 10
wird eines der beiden Sperrelemente 2 gegen die geringe Kraft
der Haltefeder 18 aus der Öffnung 8 verdrängt, da die Druck
kraft der Feder 12 bedeutend höher ist als die Kraft der
Haltefeder 18. Das jeweilige Sperrelement 2 weist hierzu eine
schräg geneigte Fläche 23 auf, wodurch ein einfaches Verdrän
gen des Sperrelementes 2 aus der Bewegungsbahn des Schalter
betätigungsteils 1 erreicht wird (Fig. 4). Sobald das
Schalterbetätigungsteil die Rastfläche 14 in der jeweiligen
Verriegelungsposition 10 erreicht hat, wird das Sperrelement
2 durch die Kraft der Feder 18 wieder durch die Öffnung 8 in
die in Fig. 3 bzw. Fig. 5 dargestellte Position gedrückt.
Wie in der Fig. 5 dargestellt ist, verhindert das Sperrele
ment 2 ein Zurückkehren des Schalterbetätigungsteiles 1 in
die Ruheposition. Das Schalterbetätigungsteil 1 liegt dabei
in linienförmigen Berührungen an der Rastfläche 14 und einer
Sperrfläche 15 des Sperrelementes 2 an. Bei der Anwendung des
Ausführungsbeispiels in der Blinkeinrichtung eines Kraftfahr
zeugs wird durch die Blinker der Blinkanlage eine Fahrtrich
tungsänderung angezeigt.
In der Verriegelungsposition befinden sich die beiden Sperr
elemente 2 und die Steuerhebel 11 in der in der Fig. 5 darge
stellten Position. Um diese Verriegelungsposition zu lösen,
wird einer der beiden Steuerhebel 11 um die Schwenkachse 3
nach außen verschwenkt, so daß das die Verriegelungsposition
haltende Sperrelement 2 (in der Fig. 5 das rechte Sperrele
ment 2) durch die Öffnung 8 zurückgezogen wird, wie es in der
Fig. 6 dargestellt ist. Aufgrund der Rückstellkraft, welche
von der Druckfeder 12 vermittelt wird, bewegt sich das Schal
terbetätigungsteil 1 in die Ruheposition 9 zurück. Zur
Erzielung des Entriegelungszustandes ist es lediglich erfor
derlich, die Haltekraft der Feder 18, welche sehr gering ist,
zu überwinden. Bei der Relativbewegung des Sperrhebels 7 und
des Sperrelementes 2 gegenüber dem Schalterbetätigungsteil 1
werden an den Berührungsflächen nur geringe Kräfte wirksam.
Diese geringen Kräfte verursachen keinen Verschleiß dieser
Bauteile. Die für die Entriegelung aufzuwendenden Kräfte sind
äußerst gering. Die Bewegung des Sperrelementes 2 und insbe
sondere seiner Sperrfläche 15 gegenüber der Rastfläche 14 am
ortsfesten Lagerteil 17 verläuft in einem im wesentlichen
rechten Winkel und im wesentlichen tangential oder nahezu
tangential zum kreiszylindrischen Umfang des Schalterbetäti
gungsteils 1. Bei der Entriegelung muß daher nicht gegen die
Kraft der Druckfeder 12 gearbeitet werden, sondern es genügt
die geringe Haltekraft der Feder 18 und die von der Druckfe
der (Rastfeder) 12 erzeugte geringe Reibungskraft zu überwin
den.
Für die Entriegelung kann an den Steuerhebeln 11 eine Steuer
fläche 4 vorgesehen sein, gegen welche ein Steuerteil 5 zum
Verschwenken der Steuerhebel 11 und der Sperrhebel 7 ange
drückt wird, wie es aus den Fig. 4 und 6 zu ersehen ist. Das
Steuerteil 5 kann mit einem Rückstellelement 16 verbunden
sein, das in bekannter Weise mit einer mit der Lenkbewegung
der Lenkwelle mitbewegten Nockenfläche des Lenksystems des
Kraftfahrzeugs zusammenwirkt. Wenn die Fahrtrichtungsänderung
des Fahrzeugs beendet ist, kehrt die Lenkwelle wieder in ihre
Geradeausfahrtposition zurück, wodurch das Rückstellelement
16 von der Nockenfläche mitverstellt wird. Hierdurch wird das
Steuerteil 5, welches am Rückstellelement 16 vorgesehen ist,
in eine solche Position gebracht, daß der entsprechende
Steuerhebel 11, wie in Fig. 6 dargestellt ist, verschwenkt
wird und das Sperrelement 2 durch die Öffnung 8 zurückgezogen
wird. Hierdurch ist die in der Fig. 5 dargestellte Verriege
lungsposition aufgehoben und das Schalterbetätigungsteil 1
kehrt über eine Zwischenposition (Fig. 4) in die Ruheposition
9 zurück. Die übrigen Bauteile nehmen dann die in der Fig. 3
dargestellte Position ein.
Es ist auch möglich, durch die Betätigungseinrichtung 13, von
Hand das Schalterbetätigungsteil 12 aus der Verriegelungspo
sition in die Ruheposition 9 zu schwenken, wobei wie bei
einem herkömmlichen Rastwerk das Schalterbetätigungsteil 1
über das Sperrelement 2 ausgerastet wird. Die Betätigungsein
richtung 13 greift ferner über einen Zapfen 21 (Fig. 1 und 2)
und eine Steuerplatte 19 gelenkig (Gelenk 20 in Fig. 1) am
Rückstellelement 16 an, um das Rückstellelement 16 aus der
Nockenfläche auszufahren bzw. zurückzuziehen.
In der Führungsfläche 6 ist zwischen der Ruheposition 9 und
der jeweiligen Rastfläche 14 in den Verriegelungspositionen
10, eine Anschlagfläche 24 vorgesehen. Diese besitzt eine
etwas steilere Neigung als die übrige Führungsfläche 6 und
bildet beim Übergang in die Rastfläche 14 am Ende eine Stufe.
Durch diese Anschlagfläche 24 wird die Bewegung des Schalter
betätigungsteils 1, welches insbesondere von Hand über die
Betätigungseinrichtung 13 bewegt wird, geringfügig gehemmt.
Wenn das Schalterbetätigungsteil 1 die Anschlagfläche 24
erreicht hat, wird der Schalter durch das Schalterbetäti
gungsteil 1 in eine solche Schaltposition gebracht, daß die
vom Schalter auszulösende Funktion ausgelöst wird. Wenn das
Ausführungsbeispiel in einer Blinkanlage eines Kraftfahrzeugs
zum Einsatz kommt, wird die Blinkfunktion ausgelöst, sobald
das Schalterbetätigungsteil 1 die Anschlagfläche 24 erreicht.
Das Schalterbetätigungsteil 1 befindet sich dann noch auf der
schräg geneigten Fläche 23 des Sperrelements 2, so daß das
Sperrelement 2 noch nicht vollständig durch die Öffnung 8 und
damit aus der Bewegungsbahn des Schalterbetätigungsteils 1
zurückgedrängt ist. Das Schalterbetätigungsteil kann daher
beim Loslassen der von Hand ausgeübten Verstellkraft selbst
tätig durch die Rückstellkraft der Druckfeder 12 wieder in
die Ruheposition zurückgebracht werden. Wenn insbesondere bei
Anwendungen in einem Kraftfahrzeug bei einem Überholvorgang
der Fahrer durch kurzzeitiges Blinken die Fahrtrichtungsände
rung angeben will, läßt sich das Schalterbetätigungsteil 1
bis an die Anschlagfläche 24 bewegen und durch Loslassen des
Blinkerbetätigungshebels wird das Schalterbetätigungsteil 1
selbsttätig wieder in die Ruheposition zurückgebracht, so daß
der Blinkvorgang aufhört, wenn das Fahrzeug beim Überholvor
gang wieder in Geradeausfahrt sich befindet.
Bei dem in den Fig. 7 bis 14 dargestellten zweiten Ausfüh
rungsbeispiel sind für gleichwirkende Bestandteile die glei
chen Bezugsziffern verwendet, wie beim ersten Ausführungsbei
spiel. Das zweite Ausführungsbeispiel unterscheidet sich
gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel im wesentlichen
dadurch, dass für die beiden Sperrelemente 2 ein gemeinsamer
Träger 25 vorgesehen ist. An diesem gemeinsamen Träger 25
befinden sich ferner die Fläche für die Ruheposition 9 die
beiden Führungsflächen 6, welche mit den schräg geneigten
Flächen 23 des ersten Ausführungsbeispiels identisch sind.
Ferner befinden sich am gemeinsamen Träger 25 die beiden
Anschlagflächen 24 unmittelbar vor dem Sperrelementen 2.
Anschlagflächen 24 unmittelbar vor dem Sperrelementen 2.
Entgegengesetzt zu der Führungsflächen 6 liegen am gemeinsa
men Träger 25 die Sperrflächen 15. Der gemeinsame Träger 25
ist um die Schwenkachse 3 schwenkbar am ortsfesten Lagerteil
17 gelagert.
Separat vom gemeinsamen Träger 25 und damit separat von den
Sperrelementen 2 sind die beiden Steuerhebel 11 schwenkbar um
zugeordnete Achsen 30 und 31 am ortsfesten Lagerteil 17
gelagert. Neben den Steuerflächen 4 sind an den Steuerhebeln
11 Rastelemente 27 befestigt. Die Rastelemente 27 wirken mit
den Sperrhebeln 7, welche am gemeinsamen Träger 25 zwischen
der Schwenkachse 3 und Sperrelementen 2 vorgesehen sind,
zusammen, wie es insbesondere in den Fig. 13 und 14 darge
stellt ist.
Das jeweilige Rastelement 27 besitzt eine Rastfläche 29, an
welcher der Sperrhebel 7 an seiner Rückseite mit einer ent
sprechenden Rastfläche anliegt. Diese Position ist in Fig.
14 dargestellt. In dieser Position befindet sich das
Schalterbetätigungsteil 1 in seiner Ruheposition. Die Halte
feder 18, welche als zweischenkelige Feder ausgebildet ist,
wirkt auf die beiden Sperrhebel 11 in der Weise ein, dass die
Rastelement 27 in ihren in der Fig. 14 dargestellten Rastpo
sitionen gehalten werden. In den Fig. 9 und 10 ist eben
falls die Ruheposition des Schalterbetätigungsteiles 1 darge
stellt.
Beispielsweise mit Hilfe der Betätigungseinrichtung kann das
Schalterbetätigungsteil 1 in eine der beiden Verriegelungspo
sitionen 10 gebracht werden. Hierbei wird das Schalterbetäti
gungsteil über die schräg geneigte Fläche 23 bzw. Führungs
fläche 6 geführt, bis es in seine Verriegelungsposition 10
kommt. Dabei verbleibt der Träger 25 in der in den Fig. 9,
10 und 14 dargestellten Position. In der Verriegelungspositi
on liegt das Schalterbetätigungsteil 1 an der Sperrfläche 15
des Sperrelements 2 und der am ortsfesten Lagerteil 17 vorge
sehenen Rastfläche 14 an. In der Fig. 11 befindet sich das
Schalterbetätigungsteil 1 in der linken Verriegelungsposition
10. Um das Schalterbetätigungsteil 1 für eine Rückbewegung in
die Ruheposition zu entriegeln, wird der linke Steuerhebel
11, wie es in Fig. 12 dargestellt ist, beispielsweise durch
das Steuerteil 5 oder durch die Betätigungseinrichtung 13 um
seine Schwenkachse 30 verschwenkt. Hierdurch wird wie aus der
Fig. 13 zu ersehen ist, dass Rastelement 27 ebenfalls um die
Schwenkachse 30 verschenkt, so dass die Rastfläche 29 vom
Sperrhebel 7 außer Eingriff gebracht wird. Über das Schalter
betätigungsteil 1 wirkt auf den Sperrhebel 7 an der Sperrflä
che 15 ein von der Druckfeder 12 vermitteltes Moment, welches
den Sperrhebel 7 und damit das Sperrelement 2 in die in Fig.
13 dargestellte Freigabeposition drückt. In dieser Position
liegt der Sperrhebel 7 an einer Stützfläche 28 des Rastele
ments 27 an. Die Stützfläche 28 besitzt gegenüber der
Schwenkachse 30 einen geringeren Abstand als die Rastfläche
29. Hierdurch ist gewährleistet, dass der Sperrhebel 7 sich
in der in den Fig. 12 und 13 dargestellten Freigabepositi
on befindet. Unter der Wirkung der Druckfeder 12 wird dann
das Schalterbetätigungsteil 1 in die Ruheposition 9 zurückbe
wegt. Die entsprechende Ruhepositionsfläche 9 befindet sich
ebenfalls am Träger 25.
Sobald das Schalterbetätigungsteil 1 sich in der Ruheposition
9 befindet, wirkt die Druckfeder 12 über das Schalerbetäti
gungsteil 1 auf eine Übergangsfläche 26 zwischen der Ruhepo
sitionsfläche 9 und der Führungsfläche 6. Diese Übergangsflä
che befindet sich im Bereich des jeweils anderen Sperrhebels
7, so dass auf den Träger 25 ein Rückstellmoment wirkt, durch
welches der Träger 25 und damit der linke Sperrhebel 7 in die
Ruheposition, welche in den Fig. 9, 10 und 14 dargestellt
ist, zurückbewegt wird.
Unter dem Einfluss der Halterfeder 18 wird auch der linke
Steuerhebel 11 und damit das Rastelement 27 in die in Fig.
14 dargestellte Position zurückgebracht. In dieser Position
befinden sich die beiden Sperrhebel 7 und die Sperrelemente 2
wieder in ihren Sperrpositionen.
Am Ende der jeweiligen Führungsfläche 6 unmittelbar vor dem
jeweiligen Sperrelement befindet sich am Träger 25 die An
schlagfläche 24, welche die gleiche Funktion hat wie die
Anschlagfläche 24 beim ersten Ausführungsbeispiel.
Wenn das Schalterbetätigungsteil 1 in die rechte Verriege
lungsposition 10 gebracht wird, ergeben sich die gleichen
Funktionsabläufe, wie sie im Zusammenhang mit der linken
Verriegelungsposition beschrieben wurden.
Auch beim zweiten Ausführungsbeispiel ist lediglich die
geringe Haltekraft der Haltefeder 18 zu überwinden, um das
Schalterbetätigungsteil 1 aus seiner jeweiligen Verriege
lungsposition 10 in die Ruheposition zurückzubringen.
Bezugszeichenliste
1
Schalterbetätigungsteil
2
Sperrelement
3
Schwenkachse des Sperrelementes
4
Steuerfläche
5
Steuerteil
6
Führungsfläche
7
einarmiger Sperrhebel
8
Öffnung in der Führungsfläche
9
Ruheposition
10
Verriegelungsposition
11
Steuerhebel
12
Druckfeder
13
Betätigungseinrichtung
14
ortsfeste Rastfläche
15
Sperrfläche
16
Rückstellelement
17
ortsfestes Lagerteil
18
zweischenklige Haltefeder
19
Steuerplatte
20
Gelenk
21
Zapfen
22
Ausnehmung
23
schräg geneigte Fläche
24
Anschlagfläche
25
schwenkbarer Träger
26
Übergangsfläche
27
Rastelement
28
Stützelement
29
Rastfläche
30
Schwenkachse des Steuerhebels
31
Schwenkachse des Steuerhebels