DE10030137A1 - Hydrostatisches Antriebssystem - Google Patents
Hydrostatisches AntriebssystemInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein hydrostatisches Antriebssystem mit einer von einem Antriebsmotor (1) angetriebenen Pumpe (2) und zumindest einem an die Pumpe (2) angeschlossenen Verbraucher (5a; 5b), insbesondere einem Motor (4a; 4b). Die Aufgabe, ein hydrostatisches Antriebssystem zur Verfügung zu stellen, das mit geringem Aufwand eine kontrollierte Abbremsung des Verbrauchers ermöglicht und bei einer Ausgestaltung des Antriebssystem im geschlossenem Kreislauf hinsichtlich der Lärmbelästigung und der Belastung des Antriebsmotors sowie der Pumpe in der Bremsphase verbessert ist, wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zur Erzeugung eines den Verbraucher (5a; 5b) abbremsenden Bremsdrucks ein im Einstelldruck veränderbares Druckventil (10a; 10b) vorgesehen ist, das in der Antriebsphase in Richtung eines minimalen Einstelldrucks beaufschlagbar ist und in einer Bremsphase und/oder in einer Ruhestellung des Antriebssystems in Richtung eines maximalen Einstelldrucks beaufschlagbar ist. In einer Ausführungsform der Erfindung weist das Druckventil (10a; 10b) die Funktion eines in Richtung von der Pumpe (2) zum Verbraucher (5a; 5b) öffnenden Sperrventils (12a; 12b) auf und ist als kombiniertes Druckbegrenzungs-Nachsaugeventil (11a; 11b) ausgebildet.
Description
Die Erfindung betrifft ein hydrostatisches Antriebssystem mit einer von einem
Antriebsmotor angetrieben Pumpe und zumindest einem an die Pumpe
angeschlossenen Verbraucher, insbesondere einem Motor.
Bei derartigen Antriebssystemen kann der Verbraucher im offenen Kreislauf oder im
geschlossenen Kreislauf an die Pumpe angeschlossen sein.
Bei Antriebssystemen mit einem im offenen Kreislauf an die Pumpe angeschlossenen
Verbraucher, beispielsweise Fahrantriebe für Fahrzeuge, ist zur Abbremsung des
Verbrauchers ein sogenanntes Bremsventil in der Rücklaufleitung des Verbrauchers
erforderlich, das im Bremsbetrieb in Abhängigkeit von dem in der Zulaufleitung des
Verbrauchers anstehenden Zulaufdruck und der Ventilkennlinie einen Bremsdruck
erzeugt. Durch den Einfluß der Ventilkennlinie des Bremsventils auf den Bremsdruck
können Systemschwingungen auftreten. Der Bremsdruck kann somit nicht definiert
eingestellt werden. Zur Abbremsung des Verbrauchers ist hierbei in der
entsprechenden Rücklaufleitung jeweils ein separates Bremsventil erforderlich,
wodurch sich ein hoher Bauaufwand ergibt.
Hydrostatische Antriebssysteme mit einem im geschlossenen Kreislauf an die Pumpe
angeschlossenen Verbraucher werden vorrangig als Fahrantriebe für Fahrzeuge,
beispielsweise Flurförderzeuge, eingesetzt. Als Antriebsmotor wird hierbei in der Regel
ein beispielsweise als Dieselmotor ausgebildeter Verbrennungsmotor verwendet. Bei
derartigen Antriebssystemen steht der Verbraucher mittels zweier Druckleitungen mit
der Pumpe in Verbindung.
In einer Antriebsphase treibt hierbei die Pumpe den als Motor ausgebildeten
Verbraucher an. In einer Bremsphase drehen sich durch die Trägheit des Fahrzeugs
die Druckverhältnisse in den Druckleitungen des Kreislaufs um, wobei der Motor als
Pumpe und die Pumpe als Motor arbeitet, die sich an dem Antriebsmotor abstützt,
wobei in den Antriebsmotor ein Schleppmoment eingeleitet wird. Dadurch kann das
hydrostatische Antriebssystem als Betriebsbremse des Fahrzeugs verwendet werden.
Der als Pumpe arbeitende Motor treibt somit in der Bremsphase die als Motor
arbeitende Pumpe an, wodurch der Antriebsmotor hochgedreht wird und sich somit
dessen Drehzahl erhöht. Dadurch kann das von dem Antriebsmotor aufnehmbare
Schleppmoment zur Abbremsung des Fahrzeugs verwendet werden. In der vom Motor
zur Pumpe geführten Druckleitung, die die Rücklaufleitung des Motors darstellt, wird
hierbei ein Bremsdruck aufgebaut, der direkt auf die Pumpe und somit den
Antriebsmotor wirkt.
Der Drehzahlanstieg des Antriebsmotors in der Bremsphase führt jedoch zu einer
hohen Geräuschbelastung. Zudem erzeugt die mit Hochdruck auf der Saugseite in der
Bremsphase beaufschlagte Pumpe ein erhöhtes Betriebsgeräusch. Insgesamt ergibt
sich somit eine für die Bedienperson eines Fahrzeugs und die Umwelt eine
unangenehme und hohe Lärmbelastung.
In der Bremsphase kann es durch den Drehzahlanstieg des Antriebsmotors zu einer
unzulässig hohen Drehzahl des Antriebsmotors kommen, die zu hohem Verschleiß
oder Schäden am Antriebsmotor führen kann.
Die Pumpe ist in der Regel mit Dämpfungsschlitzen an einer Steuerfläche zwischen
den beispielsweise als Steuernieren ausgebildeten Steuerkanälen versehen. Diese
Dämpfungsschlitze führen jedoch zu einer hohen inneren Leckage der Pumpe, die bei
einem an einer Steigung stehendem Fahrzeug zum Abrollen des Fahrzeugs führt. Ein
an einer Steigung stehendes Fahrzeug mit laufendem Antriebsmotor kann somit nur
durch Betätigen einer zusätzlichen Haltebremse an der Steigung gehalten werden.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein hydrostatisches
Antriebssystem der eingangs genannten Gattung zur Verfügung zu stellen, das mit
geringem Aufwand eine kontrollierte Abbremsung des Verbrauchers ermöglicht und bei
einer Ausgestaltung des Antriebssystem im geschlossen Kreislauf hinsichtlich der
Lärmbelästigung und der Belastung des Antriebsmotors sowie der Pumpe in der
Bremsphase verbessert ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß zur Erzeugung eines den
Verbraucher abbremsenden Bremsdrucks ein im Einstelldruck veränderbares
Druckventil vorgesehen ist, das in der Antriebsphase in Richtung eines minimalen
Einstelldrucks beaufschlagbar ist und in einer Bremsphase und/oder in einer
Ruhestellung des Antriebssystems in Richtung eines maximalen Einstelldrucks
beaufschlagbar ist.
Durch ein derartiges, vorzugsweise in der Rücklaufleitung des Verbrauchers
angeordnetes Druckventil, beispielsweise ein Druckbegrenzungsventil, dessen
Einstelldruck einen den Verbraucher abbremsenden Bremsdruck bestimmt, wobei der
den Verbraucher abbremsende Bremsdruck in der Bremsphase einstellbar ist, wird
sowohl bei einem im offenen Kreislauf als auch bei einem im geschlossenen Kreislauf
an die Pumpe angeschlossenen Verbraucher mit geringem Aufwand erzielt, daß die
Geschwindigkeit des Verbrauchers regelbar ist. Dadurch kann die Geschwindigkeit des
Verbrauchers kontrolliert verringert werden und somit der Verbraucher kontrolliert
abgebremst werden. In der Antriebsphase des Antriebssystems befindet sich das
Druckventil auf einem minimalen Einstelldruck, wodurch geringe Umlaufverluste
auftreten. In der Bremsphase oder der Ruhestellung des Antriebssystem befindet sich
das Druckventil auf einem erhöhten Einstelldruck, wodurch auf einfache Weise erzielt
werden kann, daß sich der Verbraucher an dem Druckventil abstützt und somit
abgebremst werden kann.
Bei einem Antriebssystem mit einem im offenen Kreislauf an die Pumpe
angeschlossenen Verbraucher ergibt sich hierbei der Vorteil, daß ein Druckventil,
beispielsweise ein Druckbegrenzungsventil, einen geringeren Herstellaufwand als ein
Bremsventil gemäß des Standes der Technik aufweist.
Bei einem Antriebssystem mit einem im geschlossenen Kreislauf an die Pumpe
angeschlossenen Verbraucher kann das Druckventil vor (stromauf) oder nach
(stromab) der Pumpe angeordnet werden. Sofern in einem geschlossenen Kreislauf
das Druckventil vor der Pumpe angeordnet ist, ist die Pumpe nicht von dem
Bremsdruck beaufschlagt und der Verbraucher in der Bremsphase oder der
Ruhestellung von der Pumpe teilweise oder vollständig entkoppelt ist. Dadurch
ergeben sich eine Reihe von Vorteilen:
Durch die Einstellbarkeit des Bremsdrucks in der Bremsphase wird in der Bremsphase
eines Antriebssystems mit einem geschlossenen Kreislauf nicht mehr der
Antriebsmotor allein belastet, sondern der Verbraucher zusätzlich oder vollständig
durch den mittels des entsprechenden Druckventils erzeugten Bremsdruck
abgebremst. Hierbei kann die gesamte für die Abbremsung des Verbrauchers
erforderliche Bremsenergie durch das Druckventil oder ein Teil der Bremsenergie
durch das Druckventil und ein Teil durch den Antriebsmotor vernichtet werden. Durch
eine entsprechende Einstellung des Druckventils kann somit die Belastung der Pumpe
im Motorbetrieb und der Drehzahlanstieg des Antriebsmotors im Bremsbetrieb
kontrolliert und reguliert werden. Durch den von dem Druckventil erzeugten
Bremsdruck kann somit der Drehzahlanstieg des Antriebsmotors in der Bremsphase
vermindert oder vermieden werden. Dadurch ergibt sich eine verringerte
Lärmbelastung der Umwelt und der Bedienperson. Des weiteren kann eine unzulässig
hohe Drehzahl des Antriebsmotors in der Bremsphase verhindert werden, wodurch der
Antriebsmotor auf einfache Weise vor Beschädigungen und Verschleiß geschützt
werden kann. Zudem kann durch die Entkopplung des Verbrauchers von der Pumpe in
der Ruhestellung des Antriebssystems bei einem als Fahrantrieb ausgebildeten
Antriebssystem mit einem geschlossenen Kreislauf bei einem an einer Steigung
stehendem Fahrzeug eine Verringerung der Abrollgeschwindigkeit des Fahrzeugs
erzielt werden, da bei stehendem Fahrzeug lediglich die innere Leckage der Motoren
und die an dem Druckventil herrschende Leckage auftritt, wobei diese Leckagen
wesentlich geringer sind als die durch die Dämpfungsschlitze bedingte innere Leckage
der Pumpe.
Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung, bei der der Verbraucher im offenen
Kreislauf an die Pumpe angeschlossen ist, ergeben sich besondere Vorteile, wenn in
einer den Verbraucher mit einem Behälter verbindenden Druckleitung ein Druckventil
angeordnet ist. Durch ein in der Rücklaufleitung des Verbrauchers angeordnetes
Druckventil kann hierbei auf einfache Weise der Verbraucher kontrolliert abgebremst
werden.
Sofern gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung der Verbraucher als,
beidseitig betreibbarer Verbraucher ausgebildet ist, ist es zweckmäßig, wenn ein
Steuerventil vorgesehen ist, das die Verbindung der Pumpe sowie des Behälters mit
den an den Verbraucher angeschlossenen Druckleitungen steuert, wobei zumindest
ein Druckventil vorgesehen ist, das der den Verbraucher mit dem Behälter
verbindenden Druckleitung zugeordnet ist. Mittels eines Steuerventils kann auf
einfache Weise die Zulaufseite des beidseitig betreibbaren Verbrauchers an die Pumpe
sowie die Rücklaufleitung an den Behälter angeschlossen werden und erzielt werden,
daß in der jeweiligen Rücklaufleitung des Verbrauchers ein Druckventil angeordnet ist.
Zweckmäßigerweise steht das Steuerventil mit einer Förderleitung der Pumpe und den
zu dem Verbraucher geführten Druckleitungen in Verbindung und sperrt bei einer
Verbindung einer Druckleitung mit der Förderleitung die weitere Druckleitung ab, wobei
von den Druckleitungen zwischen dem Verbraucher und dem Steuerventil jeweils eine
Zweigleitung abzweigt, die mit dem Behälter in Verbindung steht, wobei in den
Zweigleitungen jeweils ein Druckventil angeordnet ist. Hierdurch kann auf einfache
Weise ein beidseitig betreibbarer Verbraucher im offenen Kreislauf betrieben werden,
wobei durch das Steuerventil die Zulaufseite des Verbrauchers an die Pumpe
angeschlossen ist und die Rücklaufseite des Verbrauchers über die Zweigleitung und
das Druckventil mit dem Behälter in Verbindung steht.
Mit besonderem Vorteil ist hierbei das in der mit der zulaufseitigen Druckleitung in
Verbindung stehenden Zweigleitung angeordnete Druckventil auf einen maximalen
Einstelldruck eingestellt. Dadurch kann das der Zulaufseite zugeordnete Druckventil als
Maximaldruckbegrenzung zur Absicherung der Zulaufseite des Verbrauchers
eingesetzt werden, wodurch keine zusätzlichen Ventile zur Absicherung des
Verbrauchers erforderlich sind. Ein Antriebssystem mit einem beidseitig betreibbaren
Verbraucher im offenen Kreislauf weist somit einen geringen Bauaufwand auf, da das
Druckventil die Funktion eines Maximaldruckbegrenzungsventils und gleichzeitig eines
Bremsventils aufweist.
In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung, bei der der
Verbraucher im geschlossenen Kreislauf an die Pumpe angeschlossen ist, ist
vorgesehen, daß in zumindest einer den Verbraucher mit der Pumpe verbindenden
Druckleitung ein Druckventil angeordnet ist. Sofern ein Druckventil vorgesehen ist,
kann entsprechend der Anordnung des Druckventils der Verbraucher in einer
Bewegungsrichtung abgebremst werden. Bei einem als Fahrantrieb ausgebildeten
Antriebssystem kann somit in Vorwärtsfahrt bzw. in Rückwärtsfahrt das Fahrzeug
kontrolliert abgebremst werden. Sofern in beiden Druckleitungen des geschlossenen
Kreislaufs jeweils ein Druckventil vorgesehen ist, kann mit geringem Aufwand der
Verbraucher in beiden Bewegungsrichtungen kontrolliert abgebremst werden, wobei
die Belastung der Pumpe und des Antriebsmotors sowie der Drehzahlanstieg des
Antriebsmotors in der Bremsphase verringert oder vermieden werden kann.
Das Druckventil kann als Schieberventil ausgebildet sein. In einer besonders
vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist das Druckventil als Sitzventil
ausgebildet. Ein Sitzventil sperrt den Verbraucher leckölfrei ab, wodurch bei einem als
Fahrantrieb eines Fahrzeugs ausgebildeten Antriebssystem eine deutliche
Verringerung der Abrollgeschwindigkeit des Fahrzeugs gegenüber einem Fahrantrieb
des Standes der Technik erzielt werden kann, da in der Ruhestellung des
Antriebssystems lediglich die innere Leckage des Motors auftritt, die wesentlich
geringer als die innere Leckage der Pumpe ist.
Das Druckventil kann als direktgesteuertes Druckventil ausgebildet sein. Ein einfacher
Aufwand für die Einstellung des Druckventils ergibt sich, wenn das Druckventil als
mittels eines Vorsteuerventils vorsteuerbares Druckventil ausgebildet ist.
Das Druckventil kann beispielsweise mechanisch, hydraulisch oder elektrisch
ansteuerbar sein. Der Einstelldruck eines direktgesteuerten oder vorgesteuerten
Druckventils kann somit durch ein mechanisches, ein hydraulisches oder ein
elektrisches Ansteuersignal vorgegeben werden.
Bei einem hydraulisch angesteuerten Druckventil ergibt sich ein geringer Bauaufwand,
wenn der Einstelldruck des Druckventils in Abhängigkeit von dem Zulaufdruck des
Verbrauchers steuerbar ist.
Das Druckventil kann mittels eines Ansteuersignals in Richtung einer Verringerung des
Einstelldrucks beaufschlagbar sein. Im nicht angesteuerten Zustand ist somit das
Druckventil auf einen maximalen Einstelldruck eingestellt und kann durch das
Ansteuersignal in Richtung des minimalen Einstelldrucks verstellt werden. Der
maximale Einstelldruck kann hierbei durch eine Feder vorgegeben werden, wobei das
Ansteuersignal der Feder entgegenwirkt. Das Druckventil weist somit auf einfache
Weise zusätzlich die Funktion eines Maximaldruckbegrenzungsventil auf, wobei sich
insbesondere bei einem im offenen Kreislauf an die Pumpe angeschlossenen
Verbraucher ein geringer Bauaufwand ergibt, da für die Funktion der
Maximaldruckbegrenzung und der Abbremsung für jede Bewegungsrichtung lediglich
ein Druckventil erforderlich ist.
Besondere Vorteile ergeben sich, wenn das Druckventil mittels des Ansteuersignals in
Richtung einer Erhöhung des Einstelldrucks beaufschlagbar ist. Im nicht angesteuerten
Zustand ist somit das Druckventil auf den minimalen Einstelldruck eingestellt. Der
minimale Einstelldruck kann beispielsweise durch eine Feder vorgegeben werden,
wobei das Ansteuersignal in Richtung der Federkraft wirkt und das Druckventil in
Richtung des maximalen Einstelldrucks beaufschlagt. Bei einem Antriebssystem mit
einem geschlossenen Kreislauf ergeben sich hierdurch auf der Zulaufseite sowie der
Rücklaufseite geringe Umlaufverluste. Zudem ergibt sich eine hohe Verfügbarkeit eines
Antriebssystems mit einem geschlossenen Kreislauf, da beispielsweise bei einem
Ausfall der Ansteuerung das Druckventil auf den minimalen Einstelldruck eingestellt ist,
wodurch der Verbraucher durch die Pumpe und den Antriebsmotor auf übliche Weise
abgebremst werden kann.
In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist das Druckventil die Funktion
eines in Richtung von der Pumpe zum Verbraucher öffnenden Sperrventils,
insbesondere eines Rückschlagventils, auf. Dadurch wird auf einfache Weise erzielt,
daß bei einem im geschlossenen Kreislauf an die Pumpe angeschlossenen
Verbraucher dem Verbraucher auf der Zulaufseite Druckmittel über das geöffnete
Sperrventil mit geringen Druckverlusten zuströmen kann.
Bei einem Antriebssystem mit einem offenen Kreislauf ergeben sich besondere
Vorteile, wenn das Druckventil die Funktion eines in Richtung von der Behälter zum
Verbraucher öffnenden Sperrventils, insbesondere eines Rückschlagventils, aufweist.
Das Druckventil weist somit neben der Funktion des Bremsventils und des
Maximaldruckbegrenzungsventils die Funktion eines Nachsaugeventils auf, wodurch
sich für ein Antriebssystem mit einem offenen Kreislauf ein geringer Bauaufwand
ergibt.
In einer Ausführungsform der Erfindung ist das Druckventil als kombiniertes
Druckbegrenzungs-Nachsaugeventil ausgebildet. Mit einem Druckbegrenzungs-
Nachsaugeventil kann auf einfache Weise ermöglicht werden, daß bei einem
Antriebssystem im geschlossenen Kreislauf die Förderseite der Pumpe mittels des die
Funktion des Sperrventils aufweisenden Nachsaugeventils mit dem Eingang des
Verbrauchers und der Ausgang des Verbrauchers über das einstellbare
Druckbegrenzungsventil, das die Funktion des Druckventils aufweist, mit der Saugseite
der Pumpe in Verbindung steht. Mit einem Druckbegrenzungs-Nachsaugeventil kann
somit die Funktion des Druckventils und die Funktion des Sperrventils auf einfache
Weise in einem Ventil zusammengefaßt werden, wodurch sich ein geringer
Bauaufwand ergibt. Bei einem Antriebssystem mit einem im offenen Kreislauf an die
Pumpe angeschlossenen Verbraucher ergibt sich hierdurch auf einfache Weise, daß
das Druckbegrenzungs-Nachsaugeventil zur Abbremsung des Verbrauchers auf der
Ablaufseite und zur Absicherung des Verbrauchers hinsichtlich des Maximaldrucks und
eines Füllungsmangels auf der Zulaufseite eingesetzt werden kann.
Zweckmäßigerweise ist das Druckbegrenzungsventil des Druckbegrenzungs-
Nachsaugeventils als mittels eines Vorsteuerventils vorsteuerbares
Druckbegrenzungsventil ausgebildet. Mit einem mittels eines Vorsteuerventils
beispielsweise hydraulisch oder elektrisch vorgesteuerten Druckbegrenzungsventil
kann auf einfache Weise der Einstelldruck verändert und somit ein den Verbraucher
abbremsender Bremsdruck in der Rücklaufleitung des Verbrauchers erzeugt werden.
Besondere Vorteile ergeben sich, wenn die Funktion des Druckventils unabhängig von
der Funktion des Sperrventils ist. Dadurch können bei einem Antriebssystem mit einem
geschlossenen Kreislauf beispielsweise beide Druckbegrenzungs-Nachsaugeventile
durch ein gemeinsames Ansteuersignal, beispielsweise einen hydraulischen
Steuerdruck, angesteuert werden. Zudem kann hierdurch bei einem Antriebssystem
mit einem geschlossenen Kreislauf ein feinfühliges Reservieren der
Bewegungsrichtung des Verbrauchers erzielt werden.
In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist das Druckventil als Sitzventil mit
einer Differenzkolbenfläche ausgebildet. Mit einem derartigen Sitzventil, dessen
Einstelldruck veränderbar ist, kann durch mittels der Differenzkolbenfläche gebildeten
Steuerdruckflächen mit geringem Bauaufwand die Funktion eines Druckventils und
eines Sperrventils in einem Ventil zusammengefaßt werden.
Der Einstelldruck kann hierbei auf einfache Weise verändert werden, wenn das
Sitzventil als mittels eines Vorsteuerventils vorsteuerbares Sitzventil ausgebildet ist.
In einer Ausgestaltung der Erfindung weist das Druckventil einen in einer
Gehäusebohrung längsverschiebbar angeordneten Ventilkörper auf, der einen in der
Druckleitung ausgebildeten Ventilsitz ansteuert, wobei der Ventilkörper eine erste in
Richtung einer Durchflußstellung wirkenden Steuerdruckfläche und eine zweite in
Richtung der Durchflußstellung wirkenden Steuerdruckfläche sowie einen in Richtung
der Sperrstellung wirkenden Steuerdruckraum aufweist, wobei die erste in
Durchflußstellung wirkende Steuerdruckfläche mit dem mit dem Verbraucher in
Verbindung stehenden Abschnitt der Druckleitung und die zweite in Durchflußstellung
wirkende Steuerdruckfläche mit dem mit der Pumpe in Verbindung stehenden
Abschnitt der Druckleitung bzw. mit dem Behälter in Verbindung steht sowie der in
Sperrstellung wirkende Steuerdruckraum mittels einer Drosseleinrichtung mit dem in
der mit dem Verbraucher in Verbindung stehenden Abschnitt der Druckleitung
anstehenden Druck beaufschlagbar ist, wobei der in dem Steuerdruckraum
anstehende Einstelldruck veränderbar ist. Mit einem derartigen Ventil kann mit
geringem Bauaufwand bei einem Antriebssystem im geschlossenen Kreislauf die
Funktion eines die Verbindung von dem Verbraucher zu der Pumpe ansteuerndem
Druckventils und die Funktion eines die Verbindung von der Pumpe zum Verbraucher
öffnenden Sperrventils erzielt werden. Bei einem Antriebssystem im offenen Kreislauf
kann hierdurch auf einfache Weise die Funktion eines die Verbindung des
Verbrauchers mit dem Behälter steuernden Druckventils und die Funktion eines die
Verbindung vom Behälter zum Verbraucher öffnenden Sperrventils aufweist.
Ein einfacher Aufbau des Druckventils ergibt sich, wenn die Gehäusebohrung
stirnseitig mit dem mit dem Verbraucher in Verbindung stehenden Abschnitt der
Druckleitung in Verbindung steht, wobei eine an der Gehäusebohrung ausgebildete
Ausnehmung mit dem mit der Pumpe in Verbindung stehende Abschnitt der
Druckleitung bzw. dem Behälter in Verbindung steht und der Ventilsitz zwischen der
Gehäusebohrung und der Ausnehmung ausgebildet ist.
Der Bauaufwand ist weiter verringerbar, wenn die Drosseleinrichtung als in dem
Ventilkörper angeordnete Drosselbohrung ausgebildet ist.
Zweckmäßigerweise ist in dem Steuerdruckraum des Druckventils eine Feder
angeordnet. Die Feder bestimmt bei einem derartigen Druckventil einerseits den
minimalen bzw. maximalen Einstelldruck und stellt andererseits sicher, daß der
Ventilkörper in Richtung der Sperrstellung beaufschlagt ist und somit die Funktion des
Sperrventils aufweist.
Sofern der Ventilkörperdurchmesser des Ventilkörpers im Bereich des Ventilsitzes
kleiner als der Ventilkörperdurchmesser des Ventilkörpers im Bereich der Ausnehmung
ist, kann auf einfache Weise die erste Steuerdruckfläche und die zweite
Steuerdruckfläche an dem Ventilkörper ausgebildet werden.
Ein geringer Aufwand für die Einstellung eines vorgesteuerten Druckventils ergibt sich,
wenn der in dem Steuerdruckraum anstehende Einstelldruck mittels des
Vorsteuerventil einstellbar ist.
Zweckmäßigerweise ist das Vorsteuerventil als Sitzventil ausgebildet und weist eine
den Steuerdruckraum mit einem Behälter verbindende Drosselvorrichtung auf, die
mittels eines Ventilelements ansteuerbar ist. Dadurch ergibt sich ein geringer
Bauaufwand für das Vorsteuerventil.
Das Druckventil kann hierbei auf einfache Weise durch das Ansteuersignal in Richtung
einer Verringerung des Einstelldruckes verstellt werden, wenn das Ventilelement
mittels einer Feder in Richtung einer Sperrstellung beaufschlagt ist, wobei das
Ansteuersignal der Feder entgegenwirkt. Die Feder des Vorsteuerventils bestimmt
somit die maximale Einstellung des Druckventils, die durch das Ansteuersignal
verringert werden kann.
Das Druckventil kann auf einfache Weise durch das Ansteuersignal in Richtung einer
Erhöhung des Einstelldruckes verstellt werden, wenn das Ventilelement mittels einer
Feder in Richtung einer Sperrstellung beaufschlagt ist, wobei das Ansteuersignal in
Richtung der Feder wirkt. Die Feder des Vorsteuerventils bestimmt somit den
minimalen Einstelldruck, der durch das Ansteuersignal erhöht werden kann.
Sofern das Vorsteuerventil hierbei mittels einer Entlastungsfeder entgegen dem
Ansteuersignal beaufschlagbar ist, kann auf einfache Weise das Ventilelement des
Vorsteuerventils bei nicht angesteuertem Vorsteuerventil entlastet werden, wobei bei
einem auf einen minimalen Einstelldruck vorgespannten Druckventil ein Neutralumlauf
ermöglicht wird. Dadurch können mit einfachem Aufwand bei nicht angesteuertem
Vorsteuerventil geringe Umlaufverluste erzielt werden.
Bei einem hydraulisch angesteuerten Vorsteuerventil ergibt sich ein geringer Aufwand,
wenn das Vorsteuerventil einen der Entlastungsfeder entgegenwirkenden
Steuerdruckraum aufweist, der mit einem Steuerdruck beaufschlagbar ist.
Mit besonderem Vorteil steht das Ventilelement des Vorsteuerventils über eine Feder
mit einem Kolben in Wirkverbindung, wobei der Kolben durch die Entlastungsfeder und
den im Steuerdruckraum anstehenden Steuerdruck beaufschlagbar ist. Dadurch kann
mit geringem Aufwand das Vorsteuerventil von einem hydraulischen Vorsteuerdruck
und der Entlastungsfeder beaufschlagt werden. Die Entlastungsfeder wirkt hierbei der
das Ventilelement beaufschlagenden Feder entgegen, wodurch auf einfache Weise im
nicht angesteuerten Zustand die Kraft der Feder kompensiert werden kann und somit
geringe Umlaufverluste erzielt werden können.
Bei einem elektrisch angesteuertem Vorsteuerventil ergibt sich ein geringer
Bauaufwand, wenn das Ventilelement des Vorsteuerventils mit einem Magneten in
Wirkverbindung steht. Bei einem elektrisch ansteuerbaren Vorsteuerventil kann
hierdurch auf einfache Weise der Einstelldruck des Druckventils vorgegeben werden.
Die Geschwindigkeit des Verbrauchers kann auf einfache Weise in der Bremsphase
kontrolliert verringert werden und somit der Verbraucher kontrolliert abgebremst
werden, wenn der Einstelldruck des Druckventils in Abhängigkeit von der Abweichung
der Istbewegungsgeschwindigkeit von einer vorgegebenen
Sollbewegungsgeschwindigkeit des Verbrauchers veränderbar ist. Sofern in einer
Bremsphase die Istbewegungsgeschwindigkeit des Verbrauchers die
Sollbewegungsgeschwindigkeit übersteigt, kann durch die Ansteuerung des
Druckventils ein Teil der für die Abbremsung des Verbrauchers erforderlichen
Bremsenergie durch das Druckventil und ein Teil durch den Antriebsmotor vernichtet
werden oder der Verbraucher vollständig durch das Druckventil abgebremst werden.
Der Drehzahlanstieg des Antriebsmotors in der Bremsphase kann mit geringem
Aufwand vermieden oder auf einen vorgegebenen Wert begrenzt werden, wenn der
Einstelldruck des Druckventils in Abhängigkeit von der Abweichung der Istdrehzahl von
einer vorgegebenen Solldrehzahl des Antriebsmotors veränderbar ist.
Der Drehzahlanstieg des Antriebsmotors eines Antriebssystems mit einem
geschlossenen Kreislauf kann in der Bremsphase mit geringem Aufwand auf ein
zulässiges Maß begrenzt werden, wenn bei Erreichen eines Drehzahlgrenzwertes des
Antriebsmotors zumindest das in der Rücklaufleitung des Verbrauchers angeordnete
Druckventil in Richtung des maximalen Einstelldrucks beaufschlagbar ist.
Bei einem Antriebssystem mit einem geschlossenen Kreislauf kann in der Bremsphase
eine kontrollierte Abbremsung des Verbrauchers erzielt und der Drehzahlanstieg des
Antriebsmotors reguliert werden, wenn in der Bremsphase zumindest das in der
Rücklaufleitung des Verbrauchers angeordnete Druckventil in Richtung des maximalen
Einstelldrucks beaufschlagbar ist.
Die Abrollgeschwindigkeit eines Fahrzeugs mit einem als Fahrantrieb ausgebildeten
Antriebssystems kann an einer Steigung verringert werden, wenn in der Ruhestellung
des Antriebssystems zumindest das in der Rücklaufleitung des Verbrauchers
angeordnete Druckventil in Richtung des maximalen Einstelldrucks beaufschlagbar ist.
Durch die Höhe des Einstelldrucks und somit die Höhe des das Vorsteuerventil
beaufschlagenden Steuerdrucks oder die Höhe der das Vorsteuerventil
beaufschlagenden Magnetkraft kann hierbei auf einfache Weise ein maximaler
Abstützdruck des an der Steigung stehendem Fahrzeugs vorgegeben und begrenzt
werden.
Mit besonderem Vorteil ist eine elektronische Steuereinrichtung vorgesehen, die mit
dem Druckventil zur Veränderung des Einstelldrucks in Wirkverbindung steht. Dadurch
kann auf einfache Weise ein direktgesteuertes oder ein hydraulisch bzw. elektrisch
vorgesteuertes Druckventil zwischen einem minimalen und einem maximalen
Einstelldruck verstellt werden. Es ist jedoch ebenfalls eine rein hydraulische
Steuereinrichtung zur Veränderung des Einstelldrucks eines direktgesteuerten oder
eines hydraulisch vorgesteuerten Druckventils möglich.
Zweckmäßigerweise steht die elektronische Steuereinrichtung mit einer die Istdrehzahl
des Antriebsmotor erfassenden Sensoreinrichtung und/oder einer die Solldrehzahl des
Antriebsmotor erfassenden Sensoreinrichtung und/oder einer die
Istbewegungsgeschwindigkeit des Verbrauchers erfassende Sensoreinrichtung
und/oder einer die Position einer Fördervolumenstelleinrichtung der Pumpe
erfassenden Sensoreinrichtung und/oder einer Sollwertvorgabeeinrichtung für die
Bewegungsgeschwindigkeit und die Bewegungsrichtung des Verbrauchers in
Wirkverbindung. Dadurch kann auf einfache Weise die Ist- und Sollgeschwindigkeit des
Antriebsmotors bzw. die Ist- und Sollbewegungsgeschwindigkeit des Verbrauchers
sowie die Bewegungsrichtung des Verbrauchers erfasst werden.
Besondere Vorteile ergeben sich bei der Ausbildung des Antriebssystem als
Fahrantrieb eines Fahrzeugs, insbesondere eines Flurförderzeugs. Mit den
Druckventilen kann auf einfache Weise das Fahrzeug kontrolliert abgebremst werden,
wobei die Belastung der Pumpe und der Drehzahlanstieg des Antriebsmotors bei
einem Antriebssystem mit einem geschlossenen Kreislauf in der Bremsphase
kontrollierbar und regelbar sind. Zudem kann die Abrollgeschwindigkeit des an einer
Steigung stehenden Fahrzeugs verringert werden.
Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der in den
schematischen Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Dabei zeigt
Fig. 1 eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Antriebssystems
mit einem im geschlossenen Kreislauf an die Pumpe angeschlossenen
Verbraucher,
Fig. 2 eine Ausgestaltungsform eines Druckventils gemäß der Fig. 1 in einem
Längsschnitt,
Fig. 3 eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Antriebssystems
mit einem im geschlossenen Kreislauf an die Pumpe angeschlossenen
Verbraucher und
Fig. 4 eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Antriebssystems
mit einem im offenen Kreislauf an die Pumpe angeschlossenen
Verbraucher.
Die Fig. 1 zeigt den Schaltplan einer ersten Ausführungsform eines
erfindungsgemäßen, als Fahrantrieb eines Fahrzeugs ausgebildeten Antriebssystems
im geschlossenen Kreislauf.
Das Antriebssystem weist eine von einem Antriebsmotor 1, beispielsweise einem
Verbrennungsmotor, angetriebene Pumpe 2 auf, die mittels Druckleitungen 3a, 3b an
als Motoren 4a, 4b ausgebildete Verbraucher 5a, 5b angeschlossen ist, die
beispielsweise jeweils einem nicht mehr dargestellten Fahrzeugrad zugeordnet sind.
Die Pumpe 2 ist hierbei als beidseitig im Fördervolumen verstellbare Pumpe
ausgebildet und weist eine Fördervolumenstelleinrichtung 2a auf. Die Motoren 4a, 4b
können als Konstantmotor oder als im Schluckvolumen verstellbarer Motor ausgebildet
sein.
An die Druckleitungen 3a, 3b ist jeweils eine Zweigleitung 6a, 6b angeschlossen, in
denen zur Absicherung des Antriebssystems jeweils ein kombiniertes
Druckbegrenzungs- und Nachsaugeventil 7a, 7b angeordnet ist. Die Zweigleitungen
6a, 6b stehen hierbei mit einer Speiseleitung 8 in Verbindung, die an eine
Speisepumpe 9 angeschlossen ist.
Erfindungsgemäß ist in den Druckleitungen 3a, 3b jeweils ein im Einstelldruck
veränderbares Druckventil 10a, 10b zur Erzeugung eines die Verbraucher 5a, 5b
abbremsenden Bremsdrucks angeordnet. Das Druckventil 10a, 10b ist hierbei als
kombiniertes Druckbegrenzungs-Nachsaugeventil 11a, 11b ausgebildet, das die
Funktion eines Sperrventils 12a, 12b und die Funktion eines einstellbaren
Druckbegrenzungsventils 13a, 13b aufweist.
Das Sperrventil 12a, 12b ist als in Richtung von der Pumpe 2 zu den Motoren 4a, 4b
öffnendes, federbelastetes Rückschlagventil ausgebildet. Entsprechend der
Beaufschlagung der Druckleitung 3a bzw. 3b mit Hochdruck und somit entsprechend
der Fahrtrichtung des Fahrzeugs ist die Förderseite der Pumpe 2 über das geöffnete
Sperrventil 12a bzw. 12b mit dem Eingang der Motoren 4a, 4b verbunden. Der
Ausgang der Motoren 4a, 4b steht über das Druckbegrenzungsventil 13b bzw. 13a des
Druckbegrenzungs-Nachsaugeventils 11b bzw. 11a mit der Saugseite der Pumpe 2 in
Verbindung. Das Druckbegrenzungsventil 13a, 13b ist hierbei jeweils durch den in dem
mit den Verbrauchern 5a, 5b in Verbindung stehenden Abschnitt der Druckleitung 3a,
3b anstehenden Druck in Richtung einer Durchflußstellung und durch eine Feder in
Richtung einer Sperrstellung beaufschlagbar.
Das Druckbegrenzungsventil 13a, 13b ist hierbei als im Einstelldruck einstellbares
Druckbegrenzungsventil 13a, 13b ausgebildet. In dem in der Fig. 1 dargestellten
Ausführungsbeispiel ist das Druckbegrenzungsventil 13a, 13b hydraulisch ansteuerbar.
Hierzu stehen die Druckbegrenzungsventile 13a, 13b mit jeweils einer
Steuerdruckleitungen 15a, 15b in Verbindung, die an eine gemeinsame
Steuerdruckleitung 15 angeschlossen sind. Der in der Steuerdruckleitung 15a bzw. 15b
anstehende Steuerdruck beaufschlagt das Druckbegrenzungsventil 13a bzw. 13b in
Richtung einer Erhöhung des Einstelldrucks. Der minimale Einstelldruck wird durch die
Feder bestimmt.
Die Steuerdruckleitung 15 steht mit einem Steuerdruckgeber 16, beispielsweise einem
Druckminderventil, in Verbindung, der beispielsweise mit einer elektronischen
Steuereinrichtung 17 in Wirkverbindung steht. Die elektronische Steuereinrichtung 17
steht weiterhin mit einer Sensoreinrichtung 18 zur Erfassung der Istdrehzahl des
Antriebsmotors 1 bzw. der Pumpe 2 in Verbindung. Darüber hinaus steht die
elektronische Steuereinrichtung 18 mit der Fördervolumenstelleinrichtung 2a der
Pumpe 2, einer als Drehzahlstelleinrichtung 1a des Antriebsmotors 1 ausgebildeten
Sensoreinrichtung zur Erfassung der Istdrehzahl des Antriebsmotors 1 und einer als
Fahrgeber, beispielsweise einer Doppelpedalsteuerung, ausgebildeten
Sollwertvorgabeeinrichtung 19 für die Bewegungsgeschwindigkeit und die
Bewegungsrichtung des Verbrauchers 5a, 5b in Verbindung. Weiterhin kann die
elektronische Steuereinrichtung 17 auf nicht mehr dargestellte Weise mit einer
Sensoreinrichtung zur Erfassung der Istdrehzahl der Motoren 4a, 4b in Verbindung
stehen.
Die Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform eines als kombiniertes Druckbegrenzungs- und
Nachsaugeventil 11a, 11b ausgebildeten Druckventils 10a, 10b in einem Längsschnitt.
Das Druckbegrenzungs-Nachsaugeventil 11a, 11b ist als Sitzventil ausgebildet und
weist einen Ventilkörper 20 auf, der in einer Gehäusebohrung 21 eines Ventilgehäuses
längsverschiebbar gelagert ist. Die Gehäusebohrung 21 steht hierbei an der in der
Figur linken Stirnseite mit dem mit zu dem entsprechenden Motor 4a bzw. 4b geführten
Abschnitt der Druckleitung 3a bzw. 3b in Verbindung. Eine an der Gehäusebohrung 21
ausgebildete Ausnehmung 22, beispielsweise eine Querbohrung 22, ist an den mit der
Pumpe 2 in Verbindung stehenden Abschnitt der Druckleitung 3a bzw. 3b
angeschlossen. Zwischen der Stirnseite der Gehäusebohrung 21 und der Querbohrung
22 ist ein Ventilsitz 23 ausgebildet, der mittels des Ventilkörpers 20 ansteuerbar ist.
Der Ventilkörper 20 weist an der Stirnseite eine erste Steuerdruckfläche 25 auf. Zudem
ist im Bereich der Ausnehmung 22 eine als Ringfläche ausgebildete zweite
Steuerdruckfläche 26 ausgebildet, wobei die Steuerdruckflächen 25, 26 den
Ventilkörper 20 in Richtung der Durchflußstellung beaufschlagen. In Richtung der
Sperrstellung ist der Ventilkörper 20 mittels einer Feder 27 und einem in einem
zwischen der Gehäusebohrung 21 und dem Ventilkörper 20 ausgebildeten
Steuerdruckraum 28 anstehenden Einstelldruck beaufschlagbar. Der Steuerdruckraum
28 steht mittels einer in einem in dem Ventilkörper 20 längsverschiebbar angeordneten
Betätigungsstößel 29 ausgebildeten Längsbohrung 30, die mit einer Drosseleinrichtung
31 versehen ist, mit dem mit den Motoren 4a, 4b in Verbindung stehenden Abschnitt
der Druckleitungen 3a, 3b in Verbindung. Der Betätigungsstößel 29 ist hierbei mittels
einer in dem Steuerdruckraum 28 angeordneten Feder 32 beaufschlagbar.
Das kombinierte Druckbegrenzungs-Nachsaugeventil 11a, 11b ist als vorgesteuertes
Ventil ausgebildet. Hierzu ist der im Steuerdruckraum 28 anstehende Einstelldruck
mittels eines Vorsteuerventils 35 einstellbar. Das Vorsteuerventil 35 ist als Sitzventil
ausgebildet und weist ein Ventilelement 36 auf, der einen an einer Drosselvorrichtung
37 ausgebildeten Ventilsitz ansteuert. Die Drosselvorrichtung 37 ist hierbei als in dem
Ventilgehäuse angeordnete Längsbohrung ausgebildet. Die Drosselvorrichtung 37
verbindet hierbei den Steuerdruckraum 28 mit einem Steuerdruckraum 38, der mit
einem Behälter in Verbindung steht und somit tankentlastet ist. Das Ventilelement 36
ist in Richtung einer Sperrstellung mittels einer in dem Steuerdruckraum 38
angeordneten Feder 39 beaufschlagbar. Die Feder 39 ist an einem in dem
Ventilgehäuse längsverschiebbar angeordneten Kolben 40 abgestützt. Der Kolben 40
ist in Richtung einer Erhöhung der Vorspannung der Feder 39 und somit in Richtung
einer Erhöhung des Einstelldrucks des Druckventils durch einen in einem
Steuerdruckraum 41 anstehenden Steuerdruck beaufschlagbar. Der Steuerdruckraum
41 ist hierbei auf nicht mehr dargestellte Weise an die Steuerdruckleitung 15a bzw. 15b
angeschlossen. In Richtung einer Verringerung der Vorspannung der Feder 39 ist der
Kolben 40 mittels einer Entlastungsfeder 42 beaufschlagbar.
Anstelle einer Beaufschlagung des Kolbens 40 mit einem hydraulischen
Vorsteuerdruck und somit einer hydraulischen Ansteuerung des Druckbegrenzungs-
Nachsaugeventils 11a, 11b ist ebenfalls eine mechanische Ansteuerung,
beispielsweise durch eine mechanische Auslenkung des Kolbens 40, oder eine
elektrische Ansteuerung, beispielsweise durch ein mit dem Kolben 40 oder dem
Ventilelement 36 in Verbindung stehenden Magneten, möglich.
Der in dem Steuerdruckraum 41 anstehende Vorsteuerdruck bestimmt bei einem
derartigen Druckbegrenzungs-Nachsaugeventil 11a, 11b die Vorspannung der Feder
39 des Vorsteuerventils 35 und somit die Höhe des in dem Steuerdruckraum 38
anstehenden Druckes, der den Einstelldruck des Druckbegrenzungsventils 13a, 13b
darstellt. Im nicht angesteuerten Betriebszustand, d. h. bei entlastetem
Steuerdruckraum 41, ist die Feder 39 des Vorsteuerventils 35 durch die
Entlastungsfeder 42 entlastet, wodurch das Druckbegrenzungsventil 13a, 13b auf
einen minimalen Einstelldruck eingestellt ist.
Bei einem an der Steuerdruckfläche 25 und somit einem in dem mit den Motoren 4a,
4b in Verbindung stehenden Abschnitt der Druckleitung 3a, 3b anstehenden Druck wird
der Steuerdruckraum 28 über die Längsbohrung 30 und die Drosseleinrichtung 31
ebenfalls mit dem anstehenden Druck beaufschlagt. Sofern der im Steuerdruckraum 28
und somit ebenfalls an der Stirnseite des Ventilelements 36 des Vorsteuerventils 35
anstehende Druck die Vorspannung der Feder 39 übersteigt, wird das Ventilelement 36
in die Durchflußstellung beaufschlagt, wodurch der Steuerdruckraum 28 mit dem
tankentlasteten Steuerdruckraum 28 des Vorsteuerventils 35 über die
Drosselvorrichtung 37 in Verbindung gelangt. Dadurch wird der Ventilkörper 20 durch
den an der Steuerdruckfläche 25 anstehenden Druck entgegen der Feder 27, die eine
geringe Federkraft aufweist, in die Durchflußstellung beaufschlagt, wodurch ein
Druckmittelstrom von den Motoren 4a, 4b zur Pumpe 2 strömen kann. In dieser
Durchflußrichtung weist das Druckbegrenzungs-Nachsaugeventil 11a, 11b somit die
Funktion eines vorsteuerbaren Druckbegrenzungsventils 13a, 13b auf, wobei der
Einstelldruck des Druckbegrenzungsventils 13a, 13b durch den im Steuerdruckraum 41
anstehenden Vorsteuerdruck einstellbar und veränderbar ist.
Bei einem an der Steuerdruckfläche 26 und somit einem in dem mit der Pumpe 2 in
Verbindung stehenden Abschnitt der Druckleitung 3a, 3b anstehenden Druck ist der
Ventilkörper 20 durch die Verbindung des Steuerdruckraums 28 über die
Längsbohrung 30 mit dem mit den Motoren 4a, 4b in Verbindung stehenden Abschnitt
der Druckleitung 3a, 3b lediglich durch die Feder 27 in Richtung der Sperrstellung
beaufschlagt. Sofern der an der Steuerdruckfläche 26 anstehende Druck die Kraft der
Feder 27 übersteigt, wird somit der Ventilkörper 20 in die Durchflußstellung
beaufschlagt, wodurch ein Druckmittelstrom von der Pumpe 2 zu den Motoren 4a, 4b
strömen kann. In dieser Durchflußrichtung weist somit das Druckbegrenzungs-
Nachsaugeventil 11a, 11b die Funktion eines federbelasteten Sperrventils 12a, 12b auf,
wobei die Funktion des Sperrventils 12a, 12b unabhängig von der Funktion des
Druckbegrenzungsventils 13a, 13b ist.
Das Antriebssystem gemäß der Fig. 1 und 2 arbeitet wie folgt:
In der Antriebsphase, d. h. dem Fahrbetrieb des Fahrzeugs, sind die Druckventile 10a,
10b nicht angesteuert, wodurch die Druckbegrenzungsventile 13a, 13b der
kombinierten Druckbegrenzungs-Nachsaugeventil 11a, 11b durch die Entlastungsfeder
42 auf den minimalen Einstelldruck eingestellt sind. Das in der mit der Förderseite der
Pumpe 2 in Verbindung stehende Druckventil 10a bzw. 10b weist hierbei die Funktion
des Sperrventils 12a bzw. 12b auf, wobei der Ventilkörper 20 durch den an der
Steuerdruckfläche 26 anstehenden Hochdruck der Pumpe 2 in die Durchflußstellung
beaufschlagt wird, wodurch Druckmittel in der Druckleitung 3a bzw. 3b von der
Förderseite der Pumpe 2 über das geöffnete Sperrventil 12a bzw. 12b des
kombinierten Druckbegrenzungs-Nachsaugeventils 11a bzw. 11b zu den Eingängen
der Motoren 4a, 4b strömen kann. Das mit der Saugseite der Pumpe 2 in Verbindung
stehende Druckventil 10b bzw. 10b weist hierbei die Funktion des
Druckbegrenzungsventils 13a bzw. 13b auf, wobei der Ventilkörper 20 durch den an
der Steuerdruckfläche 25 anstehenden Druck in Richtung der Durchflußstellung
beaufschlagt ist. Durch die Einstellung des Druckbegrenzungsventils 13b bzw. 13a auf
den minimalen Einstelldruck werden hierbei in der Antriebsphase geringe
Umlaufverluste erzielt. Druckmittel kann somit von den Ausgängen der Motoren 4a, 4b
mit geringen Umlaufverlusten über den geöffneten Ventilkörper 20 des
Druckbegrenzungs-Nachsaugeventils 10a bzw. 10b zur Saugseite der Pumpe 2
strömen.
Gelangt das Fahrzeug in eine Bremsphase, beispielsweise durch Zurücknahme der
Sollwertvorgabeeinrichtung 19 und somit einer Zurücknahme des Fördervolumens der
Pumpe 2 oder während einer Bergabfahrt des Fahrzeugs, werden die Motoren 4a, 4b
durch die Masse des Fahrzeugs angetrieben und arbeiten als Pumpe, die Druckmittel
zur Saugseite der Pumpe 2 fördern. Dadurch drehen sich die Druckverhältnisse in den
Druckleitungen 3a, 3b um. In der Bremsphase stützen sich somit die als Pumpen
arbeitenden Motoren 4a, 4b an der als Motor arbeitenden Pumpe 2 ab, wodurch ein
Schleppmoment in den Antriebsmotor 1 eingeleitet wird, das zu einem Drehzahlanstieg
des Antriebsmotors 1 führt. Die Istdrehzahl des Antriebsmotors wird hierbei mittels der
Sensoreinrichtung 18 erfaßt und mit einer an dem Drehzahlstellglied des
Antriebsmotors 1 eingestellten Solldrehzahl verglichen, wobei in Abhängigkeit der
Abweichung von der Istdrehzahl zur Solldrehzahl des Antriebsmotors 1 der
Einstelldruck der Druckventile 10a, 10b von einem Minimalwert bis zu einem
Maximalwert durch die Ansteuerung des Steuerdruckgebers 16 in Richtung einer
Steuerdruckerhöhung des in dem Steuerdruckraum 41 anstehenden Steuerdrucks
verändert wird.
In der Bremsphase wird durch die Ansteuerung der Druckbegrenzungs-
Nachsaugeventile 11a, 11b die Vorspannung der Feder 39 und somit der Einstelldruck
des Druckbegrenzungsventils 13 bzw. 13b des kombinierten Druckbegrenzungs-
Nachsaugeventils 11a bzw. 11b erhöht. Dadurch wird auf der Ablaufseite der Motoren
4a, 4b ein Bremsdruck erzeugt, der das Fahrzeug abbremst, wobei durch die Höhe des
Einstelldrucks des Druckbegrenzungsventils 13a bzw. 13b die Belastung der Pumpe 2
und somit die Belastung des Antriebsmotors 1 in der Bremsphase einstellbar ist. Durch
die Einstellung des Druckbegrenzungsventils 13a bzw. 13b kann somit auf einfache
Weise in der Bremsphase die erforderliche Bremsenergie zwischen dem Antriebsmotor
1 und dem Druckbegrenzungsventil 13a bzw. 13b aufgeteilt werden.
Durch die unabhängige Funktion des Sperrventils 12a bzw. 12b von dem
Druckbegrenzungsventil 13a bzw. 13b können hierbei im Bremsbetrieb beide
Druckbegrenzungs-Nachsaugeventile 11a, 11b gemeinsam angesteuert werden.
Durch die kombinierten Druckbegrenzungs-Nachsaugeventile 11a, 11b ist somit die
Fahrgeschwindigkeit des Fahrzeugs in jedem Betriebszustand regelbar, wobei die
Belastung der Pumpe 2 sowie die Belastung des Antriebsmotors 1 und somit der
Drehzahlanstieg des Antriebsmotors 1 in der Bremsphase kontrollierbar und regelbar
ist.
Zudem ist möglich, die Istbewegungsgeschwindigkeit der Verbraucher 5a, 5b zu
erfassen und mit einer vorgegebenen Sollbewegungsgeschwindigkeit zu vergleichen,
wobei die Druckventile 10a, 10b derart angesteuert werden, daß die Verbraucher 5a,
5b mit der eingestellten Sollbewegungsgeschwindigkeit betrieben werden. Dadurch ist
es möglich, die Geschwindigkeit des Verbrauchers kontrolliert zu verringern.
In der Ruhestellung des Antriebssystems und somit bei stehendem Fahrzeug sind die
Druckbegrenzungsventile 13a bzw. 13b angesteuert, wodurch erzielt wird, daß das mit
der Saugseite der Pumpe 2 in Verbindung stehenden Druckbegrenzungsventil 13a
bzw. 13b auf einen erhöhten Einstelldruck eingestellt ist. Durch die Ausbildung des
Ventilkörpers 20 in Sitzventilbauweise wird somit erzielt, daß die Motoren 4a, 4b bei
stehendem Fahrzeug von der Pumpe 1 entkoppelt sind, wodurch ein Abrollen des
Fahrzeugs am Hang durch die innere Leckage der Pumpe 2 verhindert wird.
Beim Wechsel der Bewegungsrichtung des Verbrauchers 5a, 5b und somit der
Fahrtrichtung des Fahrzeugs ergibt sich ein feinfühliges Betriebsverhalten, da durch
die Pumpe 2 die Fahrtrichtung und die Fahrtgeschwindigkeit vorgegeben wird und
beim Umsteuern der Pumpe 2 das mit der Zulaufseite der Motoren 4a, 4b in
Verbindung gelangende Druckventil 10a, 10b, das die Funktion des Sperrventils 12a
bzw. 12b aufweist, keinen Einfluß auf den durch die Pumpe 2 vorgegebenen
Beschleunigungsvorgang des Fahrzeugs ausübt.
Bei einem Ausfall der Ansteuerung der Druckbegrenzungsventile 13a, 13b der
kombinierten Druckbegrenzungs- und Nachsaugeventile 11a, 11b sind die
Druckbegrenzungsventile 13a, 13b durch die Entlastungsfeder 42 auf den minimalen
Einstelldruck eingestellt und ermöglichen einen Neutralumlauf, in dem geringe
Druckverluste auftreten. Der Verbraucher 5a, 5b kann hierbei auf übliche Weise durch
die Pumpe 2 und den Antriebsmotor 1 abgebremst werden. Dadurch ergibt sich eine
hohe Betriebssicherheit des Antriebssystems.
In der Fig. 3 ist eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Antriebssystems eines im geschlossenen Kreislauf an die Pumpe 2 angeschlossenen
Verbrauchers 4a, 4b gezeigt, wobei gleiche Bauelemente mit gleichen Bezugsziffern
versehen sind.
Die in den Druckleitungen 3a, 3b angeordneten Druckventile 10a, 10b sind als
vorsteuerbare Sitzventile 14a, 14b ausgebildet und weisen einen in einer
Gehäusebohrung 21a, 21b längsverschiebbar angeordneten Ventilkörper 20a, 20b auf.
Der mit der Pumpe 2 in Verbindung stehende Abschnitt der Druckleitung 3a, 3b ist
hierbei an eine in der Gehäusebohrung 21a, 21b ausgebildete, ringnutförmige
Ausnehmung 22a, 22b angeschlossen. Der mit den Motoren 4a, 4b in Verbindung
stehende Abschnitt der Druckleitungen 3a, 3b ist an die Gehäusebohrung 21a, 21b im
Bereich einer Stirnseite angeschlossen, wobei zwischen dem Abschluß der mit den
Motoren 4a, 4b in Verbindung stehende Abschnitt der Druckleitungen 3a, 3b und der
Ausnehmung 22a, 22b der Ventilsitz 23a, 23b ausgebildet ist.
Der Ventilkörper 20a, 20b weist hierbei im Bereich des Ventilsitzes 23a, 23b einen
geringeren Durchmesser als im Bereich der Gehäusebohrung 21a, 21b auf, so daß am
Ventilkörper 20a, 20b neben der an der Stirnfläche ausgebildeten Steuerdruckfläche
25a, 25b eine im Bereich der ringnutförmigen Ausnehmung 22a, 22b angeordnete
Steuerdruckfläche 26a, 26b gebildet ist. Die Steuerdruckflächen 25a, 25b und 26a, 26b
beaufschlagen hierbei den Ventilkörper 20a, 20b in Richtung einer Durchflußstellung.
Zwischen der Gehäusebohrung 21a, 21b und dem Ventilkörper 20a, 20b ist ein
Steuerdruckraum 28a, 28b ausgebildet, in dem eine den Ventilkörper 20a, 20b in
Richtung der Sperrstellung beaufschlagende Feder 27a, 27b angeordnet ist. Die Feder
27a, 27b bestimmt hierbei den minimalen Einstelldruck der Sitzventile 14a, 14b. Der
Steuerdruckraum 28a, 28b steht mittels einer in dem Ventilkörper 20a, 20b
ausgebildeten als Drosselbohrung ausgebildeten Drosseleinrichtung 31a, 31b mit dem
an die Motoren 4a, 4b angeschlossenen Abschnitt der Druckleitung 3a, 3b in
Verbindung.
Der im Steuerdruckraum 28a, 28b anstehende Einstelldruck ist mittels eines
Vorsteuerventils 35, 35b einstellbar. Das Vorsteuerventil 35a, 35b weist hierbei eine in
einem Ventilbauteil 44a, 44b ausgebildete Drosselvorrichtung 37a, 37b auf,
beispielsweise eine Düsenöffnung, mit der eine Verbindung des Steuerdruckraums
28a, 28b mit einem Behälter herstellbar ist. Die Drosselvorrichtung 37a, 37b ist mittels
eines Ventilelements 36a, 36b des Vorsteuerventils 35a, 35b ansteuerbar, der im
Bereich der Drosselvorrichtung 37a, 37b eine kegelförmige Steuerfläche aufweist. Das
Ventilbauteil 44a, 44b ist hierbei an einem stufenförmigen Absatz eines Gehäuses 45a,
45b des Vorsteuerventils 35a, 35b abgestützt und dient gleichzeitig als Widerlager für
die Feder 27a, 27b. Das Gehäuse 45a, 45b ist hierbei konzentrisch zur
Gehäusebohrung 21a, 21b angeordnet.
Das Vorsteuerventil 35a, 35b ist elektrisch ansteuerbar, wobei das Ventilelement 36a,
36b in Richtung einer Sperrstellung des Vorsteuerventils 35a, 35b elektrisch
beaufschlagbar ist. Hierzu ist in dem Gehäusebauteil 45a, 45b ein mit dem
Ventilelement 36a, 36b in Wirkverbindung stehender Magnet 46a, 46b angeordnet, der
mit der elektronischen Steuereinrichtung 17 in Verbindung steht.
Die Drosselvorrichtung 37a, 37b des Vorsteuerventils 35a, 35b und die
Drosseleinrichtung 31a, 31b des Ventilkörpers 20a, 20b sind hierbei derart bemessen
und aufeinander abgestimmt, daß bei nicht angesteuertem Magnet 46a, 46b der Druck
im Steuerdruckraum 28a, 28b nahezu auf das Behälterdruckniveau abgebaut werden
kann und bei maximaler Magnetkraft des Magneten 46a, 46b der maximal zulässige
Hochdruck in der Druckleitung 3a, 3b aufgebaut werden kann.
In der Ruhestellung des Antriebssystems und somit bei stehendem Fahrzeug werden
die Magnete 46a, 46b durch die elektronische Steuereinrichtung 17 angesteuert,
wodurch die Sitzventile 14a, 14b auf einen erhöhten Einstelldruck eingestellt sind. Die
Magnete 46a, 46b können hierbei maximal angesteuert werden, wodurch die
Sitzventile 14a, 14b auf den maximalen Einstelldruck eingestellt sind. Dadurch wird
erzielt, daß die Motoren 4a, 4b bei stehendem Fahrzeug von der Pumpe 2 abgesperrt
sind, wodurch die durch die Dämpfungsschlitze bedingte innere Leckage der Pumpe 2
im Stillstand des Fahrzeugs ausgeschaltet ist. Dadurch wird ein Abrollen des
Fahrzeugs aufgrund der Leckage der Pumpe 2 an einer Steigung im Stillstand
verhindert. Hierbei kann durch die Höhe des Ansteuersignals und somit durch die Höhe
der Magnetkraft des Magneten 46a, 46b der maximale Abstützdruck des Fahrzeugs
eingestellt und begrenzt werden.
Im normalen Fahrtbetrieb und somit der Antriebsphase des Antriebssystems sind die
Magnete 46a, 46b nicht angesteuert, wodurch die Sitzventile 14a, 14b auf den
minimalen Einstelldruck eingestellt sind. Das in der zulaufseitigen Druckleitung 3a bzw.
3b der Motoren 4a, 4b angeordnete Sitzventil 14a bzw. 14b wird somit durch den an
der Steuerdruckfläche 26a bzw. 26b anstehenden Förderdruck der Pumpe 2 in die
Durchflußstellung beaufschlagt. Das in der ablaufseitigen Druckleitung 3b bzw. 3a
angeordnete Sitzventil 14b bzw. 14a wird hierbei durch einen an der Steuerdruckfläche
25b bzw. 25a anstehenden Druck in die Durchflußstellung beaufschlagt. Da hierbei in
dem Steuerdruckraum 28b, 28b nahezu Behälterdruck ansteht, ist zur Beaufschlagung
des Ventilkörpers 20b bzw. 20a in die Durchflußstellung lediglich die Kraft der Feder
27b bzw. 27a zu überwinden, wodurch im normalen Fahrbetrieb geringe
Umlaufverluste verursacht werden.
In der Bremsphase drehen sich die Druckverhältnisse in den Druckleitungen 3a, 3b
um, wobei die Motoren 4a, 4b Druckmittel zur Pumpe 2 fördern und diese den
Antriebsmotor 1 antreibt, wodurch sich die Drehzahl des Antriebsmotors 1 erhöht.
Mittels der Sensoreinrichtung 18 erfaßt die elektronische Steuereinrichtung 17 einen
bremsbedingte Drehzahlanstieg des Antriebsmotors 1. Durch die Verbindung der
elektronischen Steuereinrichtung 17 mit der Fördervolumenstelleinrichtung der Pumpe
2 oder der Sollwertvorgabeeinrichtung 19 erfaßt die Steuereinrichtung 17 ebenfalls die
Fahrtrichtung des Fahrzeugs, wobei entsprechend der Fahrtrichtung die Druckleitung
3a oder die Druckleitung 3b die Rücklaufleitung der Motoren 4a, 4b bildet. Bei einem
durch einen Bremszustand bedingten Drehzahlanstieg des Antriebsmotors 1 oder einer
in der Bremsphase auftretenden die Sollbewegungsgeschwindigkeit übersteigende
Istbewegungsgeschwindigkeit des Verbrauchers 5a, 5b steuert die Steuereinrichtung
17 den dem in der entsprechenden Rücklaufleitung angeordneten Druckventil 10a bzw.
10b zugeordneten Magneten 46a bzw. 46b an. Dadurch wird das Ventilelement 36a
bzw. 36b des Vorsteuerventils 35a bzw. 35b in Richtung der Sperrstellung
beaufschlagt und das Sitzventil 14a bzw. 14b in Richtung einer Erhöhung des in dem
Steuerdruckraum 28a bzw. 28b anstehenden Einstelldrucks verstellt. Durch die
Erhöhung des in dem Steuerdruckraum 28a bzw. 28b anstehenden Einstelldrucks wird
der Ventilkörper 20a bzw. 20b in Richtung der Sperrstellung beaufschlagt, wodurch in
der rücklaufseitigen Druckleitung 3a bzw. 3b ein definierter Bremsdruck erzeugt wird,
der proportional zum Ansteuersignal und somit zur Magnetkraft des Magneten 46a
bzw. 46b ist.
Die Ansteuerung des Magneten 46a bzw. 46b und somit der erzeugte Bremsdruck
können somit derart geregelt werden, daß der Verbraucher 5a, 5b kontrolliert
abgebremst und ein unerwünschter Drehzahlanstieg des Antriebsmotors 1 in der
Bremsphase verhindert werden kann.
Durch die teilweise oder vollständige Abbremsung des Verbrauchers 5a, 5b durch das
Druckventil 10a, 10b wird somit durch eine Verringerung oder Verhinderung des
Drehzahlanstiegs des Antriebsmotors 1 und durch eine Verringerung oder
Verhinderung der Beaufschlagung der Pumpe 2 mit Hochdruck im Motorbetrieb die
Lärmbelastung des Antriebssystems im Bremsbetrieb verringert. Durch die als
Sitzventile ausgebildeten Druckventilen 10a, 10b kann ebenfalls das Abrollverhalten
des Fahrzeugs am Hang verbessert werden, wobei sich durch die Ausschaltung der
inneren Leckage der Pumpe eine geringere Abrollgeschwindigkeit ergibt.
In der Fig. 4 ist eine dritte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Antriebssystems gezeigt, wobei der als Motor 4 ausgebildete Verbraucher 5 im offenen
Kreislauf an die Pumpe 2 angeschlossen ist. Gleiche Bauelemente sind hierbei mit
gleichen Bezugsziffern versehen.
Die Pumpe 2 ist als im Fördervolumen verstellbare Pumpe mit einer
Fördervolumenverstelleinrichtung 2a ausgebildet, wobei die Pumpe 2 aus einem
Behälter 53 Druckmittel ansaugt und in eine Förderleitung 50 fördert. Die Förderleitung
50 der Pumpe 2 ist an ein Steuerventil 51 geführt, das mit den zu dem als Motor 4
ausgebildeten Verbraucher 5 in Verbindung stehenden Druckleitungen 3a, 3b
angeschlossen ist.
Von den Druckleitungen 3a, 3b zweigt zwischen dem Motor 4 und dem Steuerventil 51
jeweils eine Zweigleitung 52a, 52b ab, in der ein als kombiniertes Druckbegrenzungs-
Nachsaugeventil 11a, 11b ausgebildetes Druckventil 10a, 10b angeordnet ist. Die
Zweigleitungen 52a, 52b sind hierbei zu einem Behälter 53 geführt.
Die Druckbegrenzungs-Nachsaugeventile 11a, 11b weisen jeweils die Funktion eines
Sperrventils 12a, 12b und die Funktion eines Druckbegrenzungsventils 13a, 13b auf.
Die Druckbegrenzungs-Nachsaugeventile 11a, 11b sind durch eine Feder 54a, 54b auf
den maximalen Einstelldruck eingestellt und durch ein Ansteuersignal in Richtung des
minimalen Einstelldrucks beaufschlagbar. Die Druckbegrenzungs-Nachsaugeventile
11a, 11b sind hydraulisch ansteuerbar. Hierzu stehen die Druckbegrenzungsventile
13a, 13b mit jeweils einer Steuerdruckleitung 55a, 55b im Verbindung. Der in den
Steuerdruckleitungen 55a, 55b anstehende Steuerdruck beaufschlagt somit die
Druckbegrenzungsventile 13a, 13b in Richtung einer Verringerung des durch die Feder
54a, 54b vorgegebenen maximalen Einstelldrucks.
Die Steuerdruckleitungen 55a, 55b sind hierbei an das Steuerventil 51 geführt.
In der dargestellten Schaltstellung sperrt das Steuerventil die Förderleitung 50, die
Druckleitungen 3a, 3b, die Steuerdruckleitungen 55a, 55b sowie eine zum Behälter 53
geführte Behälterleitung 56 ab.
In der in der Fig. 4 links dargestellten Schaltstellung ist die Förderleitung 50 an die
Druckleitung 3a angeschlossen. Die Steuerdruckleitung 55b ist ebenfalls an die
Förderleitung stromab einer in dem Steuerventil 50 angeordneten Drosselstelle und
somit an die Druckleitung 3a angeschlossen. Die Druckleitung 3a bildet hierbei die
Zulaufseite des Motors 4, wobei in der Steuerdruckleitung 55b der in der Druckleitung
3a anstehende Zulaufdruck ansteht. Die Druckleitung 3b ist in dieser Schaltstellung
des Steuerventils 51 abgesperrt, wodurch die Druckleitung 3b und die Zweigleitung
52b die Ablaufleitung des Motors 4 bilden. Die Steuerdruckleitung 55a ist über das
Steuerventil 51 mit der zum Behälter 53 geführten Behälterleitung 56 verbunden,
wodurch die Steuerdruckleitung 55a zum Behälter 53 entlastet ist.
In dieser Schaltstellung strömt in der Antriebsphase des Antriebssystems Druckmittel
von der Pumpe 2, in die Förderleitung 9, die Druckleitung 3a zum Verbraucher 5 und
über die Druckleitung 3b, die Zweigleitung 52b, das Druckbegrenzungs-
Nachsaugeventil 11b zurück zum Behälter 53, wobei der Zulaufdruck in der
Steuerdruckleitung 55b ansteht und das Druckbegrenzungsventil 13b des
Druckbegrenzungs-Nachsaugeventil 10b in Richtung des minimalen Einstelldrucks
beaufschlagt, wodurch geringe Umlaufverluste entstehen. In der Antriebsphase wird
die Zulaufseite des Motors 4 durch das Druckbegrenzungsventil 13a des
Druckbegrenzungs-Nachsaugeventils 11a abgesichert, das durch die Verbindung der
Steuerdruckleitung 55a über das Steuerventil 51 zum Behälter entlastet ist und somit
auf den durch die Feder 54a eingestellten Maximaldruck eingestellt ist.
Gelangt das Antriebssystem in den Bremsbetrieb wird der Motor 4 angetrieben und
arbeitet als Pumpe, der Druckmittel in die Druckleitung 3b fördert. Der Druck in der
Druckleitung 3a sinkt hierdurch, wodurch ebenfalls der Druck in der Steuerdruckleitung
55b sinkt und somit das Druckbegrenzungsventil 13b des Druckbegrenzungs-
Nachsaugeventil 11b in Richtung des maximalen Einstelldrucks beaufschlagt wird,
wodurch das Druckbegrenzungsventil 13b einen Bremsdruck zur Abbremsung des
Motors 4 aufstaut. Durch das Sperrventil 12a des Druckbegrenzungs-Nachsaugeventils
11a kann der Motor 4 auf der Zulaufseite bei einem Druckmittelmangel Druckmittel aus
der Ablaufseite bzw. dem Behälter 53 nachsaugen.
Entsprechend wird bei der in der Fig. 4 rechts dargestellten Schaltstellung des
Schaltventils 51 die Druckleitung 3b mit der Förderleitung 50 der Pumpe 2 verbunden
und die Druckleitung 3a mittels des Steuerventils 51 abgesperrt. Das der ablaufseitigen
Druckleitung 3a zugeordnete Druckbegrenzungsventil 13a ist durch den in der
Steuerdruckleitung 55a, die mit der Druckleitung 3b in Verbindung steht, anstehenden
Zulaufdruck während der Antriebsphase in Richtung eines minimalen Einstelldrucks
beaufschlagt. Das Druckbegrenzungsventil 13b ist durch die Verbindung der
Steuerdruckleitung 55b über das Steuerventil 51 mit dem Behälter 53 auf den
maximalen Einstelldruck eingestellt und somit die Zulaufseite des Motors 4 absichert.
Im Bremsbetrieb wird in dieser Schaltstellung des Steuerventils 51 durch das Absinken
des Zulaufdrucks in der Druckleitung 3b das Druckbegrenzungsventil 13a in Richtung
des maximalen Einstelldrucks beaufschlagt, wodurch ein den Motor 4 abbremsender
Bremsdruck in der ablaufseitigen Druckleitung 3a aufgestaut wird. Über das Sperrventil
12b kann hierbei Druckmittel in die zulaufseitige Druckleitung 3b nachgesaugt werden.
Durch die kombinierten Druckbegrenzungs-Nachsaugeventile 11a, 11b kann somit der
Verbraucher 5 gegen Überdruck in der Antriebsphase und Füllungsmangel in der
Bremsphase gesichert werden, wobei gleichzeitig in der Bremsphase ein Bremsdruck
erzeugt wird. Hierbei sind gegenüber dem Stand der Technik keine separaten
Bremsventile erforderlich, wodurch sich ein geringer Bauaufwand ergibt.
Die Druckbegrenzungsventile 13a, 13b weisen hierbei eine Kennlinie auf, bei der
unterhalb eines unteren Grenzwertes des in der Steuerdruckleitung 55a, 55b
anstehenden Zulaufdrucks das Druckbegrenzungsventil 13a, 13b auf den maximalen
Einstelldruck und somit den maximalen Bremsdruck eingestellt ist. Übersteigt der in der
Steuerdruckleitung 55a, 55b anstehende Zulaufdruck den unteren Grenzwert, sinkt der Einstelldruck und somit der Bremsdruck ab, wobei oberhalb eines oberen Grenzwertes
des Zulaufdrucks das Druckbegrenzungsventil 13a, 13b auf den minimalen
Einstelldruck eingestellt ist und somit geringe Umlaufverluste verursacht.
Entgegen der Ansteuerung der Druckbegrenzungs-Nachsaugeventile 11a, 11b durch
den Zulaufdruck können die Druckbegrenzungs-Nachsaugeventile 11a, 11b der Fig. 4
durch eine separaten Steuerdruck gemäß der Fig. 1 oder elektrisch gemäß der Fig.
3 angesteuert werden.
Claims (40)
1. Hydrostatisches Antriebssystem mit einer von einem Antriebsmotor angetrieben
Pumpe und zumindest einem an die Pumpe angeschlossenen Verbraucher,
insbesondere einem Motor, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung eines
den Verbraucher (5; 5a; 5b) abbremsenden Bremsdrucks ein im Einstelldruck
veränderbares Druckventil (10a; 10b) vorgesehen ist, das in der Antriebsphase in
Richtung eines minimalen Einstelldrucks beaufschlagbar ist und in einer
Bremsphase und/oder in einer Ruhestellung des Antriebssystems in Richtung
eines maximalen Einstelldrucks beaufschlagbar ist.
2. Hydrostatisches Antriebssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Verbraucher (5) im offenen Kreislauf an die Pumpe (2) angeschlossen ist,
wobei in einer den Verbraucher (5) mit einem Behälter (53) verbindenden
Druckleitung (3a; 3b) ein Druckventil (10a; 10b) angeordnet ist.
3. Hydrostatisches Antriebssystem nach Anspruch 2, wobei der Verbraucher (5) als
beidseitig betreibbarer Verbraucher ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Steuerventil (51) vorgesehen ist, das die Verbindung der Pumpe (2) sowie des
Behälters (53) mit den an den Verbraucher (5) angeschlossenen Druckleitungen
(3a, 3b) steuert, wobei zumindest ein Druckventil (10a, 10b) vorgesehen ist, das
der den Verbraucher (5) mit dem Behälter (53) verbindenden Druckleitung (3a; 3b)
zugeordnet ist.
4. Hydrostatisches Antriebssystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
das Steuerventil (51) mit einer Förderleitung (50) der Pumpe (2) und den zu dem
Verbraucher (5) geführten Druckleitungen (3a, 3b) in Verbindung steht und bei
einer Verbindung einer Druckleitung (3a; 3b) mit der Förderleitung (50) die weitere
Druckleitung (3b; 3a) absperrt, wobei von den Druckleitungen (3a, 3b) zwischen
dem Verbraucher (5) und dem Steuerventil (51) jeweils eine Zweigleitung (52a,
52b) abzweigt, die mit dem Behälter (53) in Verbindung steht, wobei in den
Zweigleitungen (52a, 52b) jeweils ein Druckventil (10a, 10b) angeordnet ist.
5. Hydrostatisches Antriebssystem nach Anspruch 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das in der mit der zulaufseitigen Druckleitung (3a, 3b) in
Verbindung stehenden Zweigleitung (52a, 52b) angeordnete Druckventil (10a,
10b) auf einen maximalen Einstelldruck eingestellt ist.
6. Hydrostatisches Antriebssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Verbraucher (5a; 5b) im geschlossenen Kreislauf an die Pumpe (2)
angeschlossen ist, wobei in zumindest einer den Verbraucher (4a; 4b) mit der
Pumpe (2) verbindenden Druckleitung (3a; 3b) ein Druckventil (10a; 10b)
angeordnet ist.
7. Hydrostatisches Antriebssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das Druckventil (10a, 10b) als Sitzventil ausgebildet ist.
8. Hydrostatisches Antriebssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das Druckventil (10a, 10b) als mittels eines Vorsteuerventils
vorsteuerbares Druckventil (10a, 10b) ausgebildet ist.
9. Hydrostatisches Antriebssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß das Druckventil (10a, 10b) mechanisch und/oder hydraulisch
und/oder elektrisch ansteuerbar ist.
10. Hydrostatisches Antriebssystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
der Einstelldruck des Druckventils (10a, 10b) in Abhängigkeit von dem Zulaufdruck
des Verbrauchers (5) steuerbar ist.
11. Hydrostatisches Antriebssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß das Druckventil (10a, 10b) mittels eines Ansteuersignals in
Richtung einer Verringerung des Einstelldrucks beaufschlagbar ist.
12. Hydrostatisches Antriebssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch,
gekennzeichnet, daß das Druckventil (10a, 10b) mittels eines Ansteuersignals in
Richtung einer Erhöhung des Einstelldrucks beaufschlagbar ist.
13. Hydrostatisches Antriebssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß das Druckventil (10a; 10b) die Funktion eines ein in Richtung
von der Pumpe (2) zum Verbraucher (5a; 5b) öffnenden Sperrventils (12a; 12b),
insbesondere eines Rückschlagventils, aufweist.
14. Hydrostatisches Antriebssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß das Druckventil (10a; 10b) die Funktion eines ein in Richtung
von dem Behälter (53) zum Verbraucher (5a; 5b) öffnenden Sperrventils (12a;
12b), insbesondere eines Rückschlagventils, aufweist.
15. Hydrostatisches Antriebssystem nach Anspruch 13 oder 14, dadurch
gekennzeichnet, daß das Druckventil (10a; 10b) als kombiniertes
Druckbegrenzungs-Nachsaugeventil (11a; 11b) ausgebildet ist.
16. Hydrostatisches Antriebssystem nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß
das Druckbegrenzungsventil (13a; 13b) des Druckbegrenzungs-Nachsaugeventils
(11a; 11b) als mittels eines Vorsteuerventils (35) vorsteuerbares
Druckbegrenzungsventil (13a; 13b) ausgebildet ist.
17. Hydrostatisches Antriebssystem nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch
gekennzeichnet, daß die Funktion des Druckventils (10a; 10b) unabhängig von der
Funktion des Sperrventils (12a; 12b) ist.
18. Hydrostatisches Antriebssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß das Druckventil (10a; 10b) als Sitzventil (14a; 14b) mit einer
Differenzkolbenfläche ausgebildet ist.
19. Hydrostatisches Antriebssystem nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß
das Sitzventil (12a; 12b) als mittels eines Vorsteuerventils (35a; 35b)
vorsteuerbares Sitzventil ausgebildet ist.
20. Hydrostatisches Antriebssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch
gekennzeichnet, daß das Druckventil (10a; 10b) einen in einer Gehäusebohrung
(21; 21a; 21b) längsverschiebbar angeordneten Ventilkörper (20; 20a; 20b)
aufweist, der einen in der Druckleitung (3a; 3b) ausgebildeten Ventilsitz (23; 23a,
23b) ansteuert, wobei der Ventilkörper (20; 20a; 20b) eine erste in Richtung einer
Durchflußstellung wirkende Steuerdruckfläche (25; 25a; 25b) und eine zweite in
Richtung der Durchflußstellung wirkende Steuerdruckfläche (26; 26a; 26b) sowie
einen in Richtung der Sperrstellung wirkenden Steuerdruckraum (28; 28a; 28b)
aufweist, wobei die erste in Durchflußstellung wirkende Steuerdruckfläche (25;
25a; 25b) mit dem mit dem Verbraucher (5a; 5b) in Verbindung stehenden
Abschnitt der Druckleitung (3a; 3b) und die zweite in Durchflußstellung wirkende
Steuerdruckfläche (26; 26a; 26b) mit dem mit der Pumpe (2) in Verbindung
stehenden Abschnitt der Druckleitung (3a; 3b) bzw. dem Behälter (53) in
Verbindung steht sowie der in Sperrstellung wirkende Steuerdruckraum (28; 28a
28b) mittels einer Drosseleinrichtung (31; 31a; 31b) mit dem in der mit dem
Verbraucher (5a; 5b) in Verbindung stehenden Abschnitt der Druckleitung (3a; 3b)
anstehenden Druck beaufschlagbar ist, wobei der in dem Steuerdruckraum (28;
28a; 28b) anstehende Einstelldruck veränderbar ist.
21. Hydrostatisches Antriebssystem nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, daß
die Gehäusebohrung (21; 21a; 21b) stirnseitig mit dem mit dem Verbraucher (5a;
5b) in Verbindung stehenden Abschnitt der Druckleitung (3a; 3b) in Verbindung
steht und eine an der Gehäusebohrung (21; 21a; 21b) ausgebildete Ausnehmung
(22; 22a; 22b) mit dem mit der Pumpe (2) in Verbindung stehende Abschnitt der
Druckleitung (3a; 3b) bzw. dem Behälter (53) in Verbindung steht, wobei der
Ventilsitz (23; 23a; 23b) zwischen der Gehäusebohrung (21; 21a, 21b) und der
Ausnehmung (22; 22a; 22b) ausgebildet ist.
22. Hydrostatisches Antriebssystem nach Anspruch 20 oder 21, dadurch
gekennzeichnet, daß die Drosseleinrichtung (31; 31a; 31b) als in dem Ventilkörper
(20; 20a; 20b) angeordnete Drosselbohrung ausgebildet ist.
23. Hydrostatisches Antriebssystem nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch
gekennzeichnet, daß in dem Steuerdruckraum (28; 28a; 28b) des Druckventils (10;
10a; 10b) eine Feder (27; 27a; 27b) angeordnet ist.
24. Hydrostatisches Antriebssystem nach einem der Ansprüche 20 bis 23, dadurch
gekennzeichnet, daß der Ventilkörperdurchmesser des Ventilkörpers (20; 20a;
20b) im Bereich des Ventilsitzes (23; 23a; 23b) kleiner als der
Ventilkörperdurchmesser des Ventilkörpers (20; 20a; 20b) im Bereich der
Ausnehmung (22; 22a; 22b) ist.
25. Hydrostatisches Antriebssystem nach einem der Ansprüche 20 bis 24, dadurch
gekennzeichnet, daß der in dem Steuerdruckraum (28; 28a; 28b) anstehende
Einstelldruck mittels des Vorsteuerventil (35; 35a; 35b) einstellbar ist.
26. Hydrostatisches Antriebssystem Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, daß das
Vorsteuerventil (35; 35a; 35b) als Sitzventil ausgebildet ist und eine den
Steuerdruckraum (28; 28a; 28b) mit einem Behälter verbindende
Drosselvorrichtung (37; 37a; 37b) aufweist, die mittels eines Ventilelements (36;
36a; 36b) ansteuerbar ist.
27. Hydrostatisches Antriebssystem nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß
das Ventilelement (36) mittels einer Feder (39) in Richtung einer Sperrstellung
beaufschlagt ist, wobei das Ansteuersignal der Feder (39) entgegenwirkt.
28. Hydrostatisches Antriebssystem nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, daß
das Ventilelement (36) mittels einer Feder (39) in Richtung einer Sperrstellung
beaufschlagt ist, wobei das Ansteuersignal in Richtung der Feder (39) wirkt.
29. Hydrostatisches Antriebssystem nach einem der Ansprüche 25 bis 28, dadurch
gekennzeichnet, daß das Vorsteuerventil (35) mittels einer Entlastungsfeder (42)
entgegen dem Ansteuersignal beaufschlagbar ist.
30. Hydrostatisches Antriebssystem nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, daß
das Vorsteuerventil (35) einen der Entlastungsfeder (42) entgegenwirkenden
Steuerdruckraum (41) aufweist, der mit einem Steuerdruck beaufschlagbar ist.
31. Hydrostatisches Antriebssystem nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, daß
das Ventilelement (36) des Vorsteuerventils (35) über eine Feder (39) mit einem
Kolben (40) in Wirkverbindung steht, wobei der Kolben (40) durch die
Entlastungsfeder (42) und den im Steuerdruckraum (41) anstehenden Steuerdruck
beaufschlagbar ist.
32. Hydrostatisches Antriebssystem nach einem der Ansprüche 26 bis 28, dadurch
gekennzeichnet, daß das Ventilelement (36a; 36b) des Vorsteuerventils (35a, 35b)
mit einem Magneten (46a; 46b) in Wirkverbindung steht.
33. Hydrostatisches Antriebssystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Einstelldruck des Druckventils (10; 10a; 10b) in
Abhängigkeit von der Abweichung der Istbewegungsgeschwindigkeit von einer
vorgegebenen Sollbewegungsgeschwindigkeit des Verbrauchers (5a; 5b)
veränderbar ist.
34. Hydrostatisches Antriebssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 33, dadurch
gekennzeichnet, daß der Einstelldruck des Druckventils (10; 10a; 10b) in
Abhängigkeit der Abweichung der Istdrehzahl von einer vorgegebenen
Solldrehzahl des Antriebsmotors (1) veränderbar ist.
35. Hydrostatisches Antriebssystem nach Anspruch 33 oder 34, dadurch
gekennzeichnet, daß bei Erreichen eines Drehzahlgrenzwertes des
Antriebsmotors (1) zumindest das in der Rücklaufleitung des Verbrauchers (5a;
5b) angeordnete Druckventil (10; 10a; 10b) in Richtung des maximalen
Einstelldrucks beaufschlagbar ist.
36. Hydrostatisches Antriebssystem nach einem der Ansprüche 2 bis 35, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Bremsphase zumindest das in der Rücklaufleitung des
Verbrauchers (5a; 5b) angeordnete Druckventil (10; 10a; 10b) in Richtung des
maximalen Einstelldrucks beaufschlagbar ist.
37. Hydrostatisches Antriebssystem nach einem der Ansprüche 2 bis 36, dadurch
gekennzeichnet, daß in der Ruhestellung des Antriebssystems zumindest das in
der Rücklaufleitung des Verbrauchers (5a; 5b) angeordnete Druckventil (10; 10a;
10b) in Richtung des maximalen Einstelldrucks beaufschlagbar ist.
38. Hydrostatisches Antriebssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 37, dadurch
gekennzeichnet, daß eine elektronische Steuereinrichtung (17) vorgesehen ist, die
mit dem Druckventil (10; 10a; 10b) zur Veränderung des Einstelldrucks des
Druckventils in Wirkverbindung steht.
39. Hydrostatisches Antriebssystem nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, daß
die elektronische Steuereinrichtung (17) mit einer die Istdrehzahl des
Antriebsmotors (1) erfassenden Sensoreinrichtung (18) und/oder einer die
Solldrehzahl des Antriebsmotors (1) erfassenden Sensoreinrichtung und/oder
einer die Istbewegungsgeschwindigkeit des Verbrauchers (5a; 5b) erfassenden
Sensoreinrichtung und/oder einer die Position einer Fördervolumenstelleinrichtung
der Pumpe (2) erfassenden Sensoreinrichtung und/oder einer
Sollwertvorgabeeinrichtung (19) für die Bewegungsgeschwindigkeit und die
Bewegungsrichtung des Verbrauchers (5a; 5b) in Wirkverbindung steht.
40. Hydrostatisches Antriebssystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Antriebssystem als Fahrantrieb eines
Fahrzeugs, insbesondere eines Flurförderzeugs, ausgebildet ist.
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