DE10030626A1 - Strick-oder Wirkware, Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung einer Strick-oder Wirkware sowie Garn zur Herstellung einer Strick-oder Wirkware - Google Patents
Strick-oder Wirkware, Vorrichtung und Verfahren zur Herstellung einer Strick-oder Wirkware sowie Garn zur Herstellung einer Strick-oder WirkwareInfo
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Abstract
Es wird eine Strick- oder Wirkware vorgeschlagen, die sich erfindungsgemäß dadurch auszeichnet, dass in das gestrickte oder gewirkte textile Gebilde ein Transponder 1 mit eingestrickt bzw. eingewirkt ist. Des Weiteren wird ein Verfahren zur Herstellung einer Strick- oder Wirkware vorgeschlagen, wobei während des Strick- oder Wirkvorgangs in die Strick- oder Wirkware ein Transponder mit eingearbeitet wird. Darüber hinaus wird eine Vorrichtung zur Herstellung einer Strick- oder Wirkware vorgeschlagen sowie ein Garn, in welches mehrere Transponder eingearbeitet sind.
Description
Die Erfindung betrifft eine Strick- oder Wirkware, ein
Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung einer Strick-
oder Wirkware sowie ein Garn zu Herstellung eines Strick-
oder Wirkware:
Aus dem US Patent US 4,581,524 ist die Anbringung eines
Kennzeichnungselements an ein Kleidungsstück bekannt, dessen
Einfluss auf ein elektromagnetisches Wechselfeld detektierbar
ist. Dabei handelt es sich um einen amorphen
ferromagnetischen Streifen, der vollständig gekapselt ist.
Der gekapselte ferromagnetische Streifen wird nach
Fertigstellung des Kleidungsstücks an diesem angebracht und
dient in erster Linie dazu, Diebstähle des Kleidungsstücks zu
verhindern.
Mittlerweile werden insbesondere an höherwertigen
Kleidungsstücken zu diesem Zweck nach Fertigstellung des
Kleidungsstücks auch Transponder angebracht, die eine
eindeutige Identifikation eines einzelnen Kleidungsstücks
erlauben.
Diese Maßnahmen beschränken sich somit darauf, eine Erkennung
oder Identifizierung eines Kleidungsstücks erst nach deren
Fertigstellung zu ermöglichen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Identifikation
von gestrickten oder gewirkten Kleidungsstücken schon während
deren Herstellung zu ermöglichen.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchs 1, 4, 7
und 11 gelöst.
Der Kerngedanke der Erfindung bei einer Strick- oder Wirkware
liegt darin, dass in das gestrickte oder gewirkte textile
Gebilde ein Transponder mit eingestrickt oder eingewirkt ist.
Das hat den Vorteil, dass unter Nutzung der Herstellungsart
des textilen Gebildes der Transponder sicher im textilen
Gebilde verankert wird und für vielfältige Steuer- und/oder
Überwachungsaufgaben beim weiteren Herstellungsprozess von
der Entstehung des textilen Gebildes an zur Verfügung steht.
Unter Transponder wird im Sinne der Erfindung ein
Informationsträger mit einer aktiven oder passiven
elektronischen Schaltung verstanden, der kontaktlos auslesbar
und/oder beschreibbar ist.
Vorzugsweise ist der Transponder unmittelbar in das textile
Gebilde eingestrickt bzw. eingewirkt. D. h. der Transponder
sitzt in der Maschenanordnung des textilen Gebilde, z. B. ist
er über an gegenüberliegenden Seiten angebrachten
Fadenelemente eingestrickt oder eingewirkt und liegt im
Übrigen auf dem Maschengebilde auf.
Um den Transponder zu kaschieren wird, im weiteren
vorgeschlagen, dass der Transponder in einer gestrickten oder
gewirkten doppelwandigen Stelle des textilen Gebildes z. B.
einem Doppelrand eingeschlossen ist. Dadurch ist der
Transponder optisch nicht sichtbar und wirkt sich auch beim
Tragen der Strick- oder Wirkware direkt auf der Haut nicht
störend aus.
Bei einem Verfahren zur Herstellung einer Strick- oder
Wirkware liegt der wesentliche Aspekt der Erfindung darin,
dass während des Strick- oder Wirkvorgangs in die Strick-
oder Wirkware ein Transponder mit eingestrickt oder
eingewirkt wird. Auf diese Weise ist für die Anbringung eines
Identifikationsmittels in Form eines Transponders kein
zusätzlicher Arbeitsschritt erforderlich. Vielmehr wird die
Unterbringung des Transponders in die übliche Erstellung der
Strick- oder Wirkware integriert, so wie beispielsweise ein
Farb- oder Garnmaterialwechsel beim Stricken oder Wirken.
In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung
wird der Transponder in einem doppelwandigen Abschnitt der
Strick- oder Wirkware, z. B. einem Doppelrand (insbesondere
Doppelbündchen) des textilen Gebildes eingestrickt oder
eingewirkt. Hierdurch wird der Transponder, wie oben erwähnt,
vollkommen kaschiert.
Andererseits kann der Transponder jedoch auch in einer
einwandigen Stelle der Strick- oder Wirkware Teil des
textilen Gebildes werden.
Im Weiteren ist es besonders bevorzugt, wenn der Transponder
mittels seiner Antenne in die Ware eingestrickt oder
eingewirkt wird. Die Antenne kann dabei die Funktion eines
Garns übernehmen oder Teil eines Garns sein.
Bei einer Vorrichtung zur Herstellung einer Strick- oder
Wirkware, die mehrere Fadenführer für mehrere Garne und
Nadeln zum Stricken oder Wirken umfasst, liegt der
wesentliche Gedanke darin, dass Erkennungsmittel zur
Erkennung eines in einem Garn eingearbeiteten Transponders
vorgesehen sind. Durch diese Vorgehensweise kann sicher
gestellt werden, dass nur ein Transponder in eine Strick-
oder Wirkware mit eingestrickt oder eingewirkt wird. Darüber
hinaus können die Nadeln zum Stricken oder Wirken in
Abhängigkeit von der Position des Transponders am ankommenden
Garn entsprechend selektiert werden, so dass im Bereich des
Transponders kein Nadeleingriff erfolgt.
Um keine zusätzlichen Organe für die Transpondererkennung an
einer Vorrichtung zur Herstellung einer Strick- oder Wirkware
unterbringen zu müssen, wird im Weiteren vorgeschlagen, dass
wenigstens ein Fadenführer dazu ausgelegt ist, einen im Garn
eingearbeiteten Transponder zu erkennen.
Um eine verbesserte Selektion der Nadeln beim Stricken oder
Wirken im Hinblick auf eine exakte Position eines ankommenden
Transponder zu erhalten, wird darüber hinaus vorgeschlagen,
dass Erkennungsmittel, ggf. auch zusätzlich, im Bereich der
Nadeln vorgesehen sind. Dadurch kann leichter der Abstand des
Transponders am ankommenden Garn in Bezug auf die Nadeln
bestimmt werden, um entsprechende Nadelgruppen im Bereich des
Transponders gezielt aus dem Strick- oder Wirkvorgang
herauszunehmen.
In einer weiteren besonders bevorzugten Ausgestaltung der
Erfindung ist im Auswurftopf der Vorrichtung zur Herstellung
eines Strick- oder Wirkware eine Schreibeinrichtung für das
Beschreiben von Transpondern vorgesehen. Auf diese Weise wird
es möglich einen gerade eingestrickten oder eingewirkten
Transponder unmittelbar nach der Fertigstellung der Strick-
oder Wirkware zu beschreiben. Beispielsweise können die
Herstellungsdaten und weitere Prozessdaten, die dann an
anderen Textilmaschinen ausgelesen werden, auf den
Transponder in dessen Speicher geschrieben werden.
Bei einem Garn zur Herstellung einer Strick- oder Wirkware
liegt der Kerngedanke darin, dass ein Transponder
eingearbeitet ist. Das hat den Vorteil, dass beim Einstricken
und Einwirken eines Transponders lediglich ein entsprechendes
Garn, wie bei einem Farbwechsel oder Strukturwechsel
auszuwählen ist, was den Herstellungsprozess nicht unnötig
erschwert.
Um zu vermeiden, dass der Transponder beim Durchlaufen eines
entsprechenden mit Transponder versehenen Garns durch eine
Textilmaschine den Garndurchlauf nicht merklich behindert,
wird im Weiteren vorgeschlagen, dass er länglich insbesondere
zylinderförmig ist.
In das Garn sind vorzugsweise ein oder beidseitig angebrachte
Antennen mit eingearbeitet.
Die Transponder sind im Garn vorzugsweise in vorbestimmten
Abständen untergebracht, was die Steuerung einer Strick- oder
Wirkmaschine erleichtert. In einer weiteren besonders
bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung besteht das Garn aus
einem Metallfaden, der gleichzeitig die Antenne bzw. Antennen
des jeweiligen Transponders darstellten.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der
einzigen, beigefügten Zeichnung unter Angabe weitere Vorteile
und Einzelheiten näher erläutert. Die Figur zeigt in
schematischer Darstellung einen Transponder 1, der in einem
Garn 3 mit eingearbeitet ist, welches Teil einer Maschenreihe
2 ist. Der Transponder hat z. B. die Form einer Zylinderwalze
mit beispielhaften Abmessungen von 5 bis 10 mm Länge und
einem Durchmesser von 1 bis 1,5 mm. Das Garn 3 weist
Transponder in vorbestimmten Abständen auf.
In jede Strickware soll nur ein Transponder eingearbeitet
werden.
Hierzu liefert ein vorzugsweise speziell ausgestalteter
Fadenführer (nicht dargestellt) das Garn 3 an, wobei ein
transponderfreier Abschnitt 4 des Garns 3 zunächst über eine
schematisch dargestellte Nadelgruppe 5, die für den
Strickvorgang selektiert ist, an Stellen 6 eingestrickt wird.
Im weiteren Verlauf werden keine Nadeln selektiert, um keine
Kollision mit dem Transponder 1 herbeizuführen. Nach
vorgegebenem Abstand a wird jedoch eine weitere Nadelgruppe 7
selektiert, um den Garnabschnitt 8 auf der anderen Seite des
Transponders an Stellen 9 zu verstricken. Die jeweils nicht
verstrickten Enden 10, 11 werden mit einer schematisch
gezeichneten Säge 12 abgeschnitten, wobei die Punkte A und B
die Schnittpunkte beim Fadeneinlegen und beim Fadenauslegen
darstellen. In der Figur ist das übrige Strickgebilde 13 aus
Gründen der Vereinfachung nicht dargestellt. Der Transponder
1 ist dabei Teil eines flächigen Strickgebildes, das aus
einer Vielzahl von übereinander angeordneten weiteren
Maschenreihen besteht, die unmittelbar an die Maschenreihe 2
anschließen (sowohl darüber als auch darunter).
Durch diese Vorgehensweise erhält man einen außerordentlich
sicher und im Wesentlichen nicht störend angeordneten
Transponder innerhalb einer Strickware. Der Transponder kann
nicht nur zur Steuerung der Textilmaschinen bei der
Herstellung der Strickware, sondern auch z. B. als
Diebstahlsicherung genutzt werden. Dies ist insbesondere dann
von Vorteil, wenn es sich um höherwertige Strickware, z. B.
Bodys, handelt.
Claims (14)
1. Strick- oder Wirkware, dadurch gekennzeichnet, dass in
das gestrickte oder gewirkte textile Gebilde ein Transponder
(1) mit eingestrickt bzw. eingewirkt ist.
2. Strick- oder Wirkware nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, dass der Transponder (1) unmittelbar in das
textile Gebilde mit eingestrickt bzw. eingewirkt ist.
3. Strick- oder Wirkware nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Transponder an
einer doppelwandigen Stelle des textilen Gebildes in der
Strick- oder Wirkware eingeschlossen ist.
4. Verfahren zur Herstellung einer Strick- oder Wirkware,
dadurch gekennzeichnet, dass während des Strick- oder
Wirkvorgangs in die Strick- oder Wirkware ein Transponder (1)
mit eingestrickt oder eingewirkt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass
der Transponder in einem Doppelrand des textilen Gebildes
eingestrickt oder eingewirkt wird.
6. Verfahren nach Anspruch 4 oder 5, dadurch
gekennzeichnet, dass der Transponder (1) mittels seiner
Antenne in die Ware eingestrickt oder eingewirkt wird.
7. Vorrichtung zur Herstellung einer Strick- oder Wirkware,
die mehrere Fadenführer für mehrere Garne (3) und Nadeln zum
Stricken oder Wirken der Garne (3) umfasst, dadurch
gekennzeichnet, das Erkennungsmittel zur Erkennung eines in
ein Garn (3) eingearbeiteten Transponders (1) vorgesehen
sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens ein Fadenführer dazu ausgelegt ist, einen
eingearbeiteten Transponder (1) zu erkennen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch
gekennzeichnet, dass die Erkennungsmittel im Bereich der
Nadeln angeordnet sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, dass das im Auswurftopf der Vorrichtung eine
Schreibeinrichtung für das Beschreiben von Transpondern (1)
vorgesehen ist:
11. Garn zur Herstellung einer Strick- oder Wirkware,
dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Transponder (1) darin
eingearbeitet sind.
12. Garn nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die
Transponder (1) in vorbestimmten Abständen angeordnet sind.
13. Garn nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet,
dass wenigstens ein Transponder länglich, vorzugsweise
zylinderförmig ist.
14. Garn nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, dass die Transponder in das Garn mittels
einer ein- oder beidseitig angebrachten Antenne des
Transponders eingearbeitet sind.
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