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DE10029770A1 - Verwendung von Curcuminen zur Behandlung von soliden Tumoren,insbesondere von Hirntumoren - Google Patents

Verwendung von Curcuminen zur Behandlung von soliden Tumoren,insbesondere von Hirntumoren

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DE10029770A1
DE10029770A1 DE2000129770 DE10029770A DE10029770A1 DE 10029770 A1 DE10029770 A1 DE 10029770A1 DE 2000129770 DE2000129770 DE 2000129770 DE 10029770 A DE10029770 A DE 10029770A DE 10029770 A1 DE10029770 A1 DE 10029770A1
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curcumin
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tumors
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treatment
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    • A61K31/12Ketones

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  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
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Abstract

Es wird ein Präparat oder Arzneimittel mit einem Gehalt an Curcumin zur Behandlung von soliden Tumoren bei Mensch und Tier, insbesondere von Hirntumoren, vorgeschlagen. Ein Verfahren zur Herstellung des Präparates oder des Arzneimittels wird ebenfalls bereitgestellt.

Description

Die Erfindung betrifft die Verwendung von reinem Curcu­ min. eines physiologisch annehmbaren Salzes, eines Derivates, eines Salzes des Derivates oder einer Curcumin enthaltenden Zubereitung zur Herstellung eines Präparates oder Arzneimit­ tels zur Behandlung von soliden Tumoren, insbesondere Hirntu­ moren bei Mensch und Tier, sowie ein danach hergestelltes Präparat, insbesondere Arzneimittel.
Im folgenden wird der Begriff "Präparat" als Oberbegriff für alle Heilmittel für Mensch und Tier verwendet, unabhängig davon ob die Verwendung der Heilmittel an Patienten eine klinische Überprüfung gesetzlich voraussetzt (Arzneimittel) oder nicht (z. B. homöopathisches Mittel).
Bei der therapeutischen Behandlung, insbesondere von Hirntumoren bei Tieren und insbesondere Menschen stehen bislang nur wenige unbefriedigende Möglichkeiten zur Verfü­ gung, so daß maligne Hirntumoren zur Zeit nur unzureichend behandelt werden können. Die neurochirurgische Entfernung der Hirntumoren stellt einen schweren operativen Eingriff dar und führt, je nach Art, Größe und Lage der Hirntumoren, oftmals zu keiner vollständigen Entfernung der malignen Tumore. Aus diesen Gründen beträgt die mittlere Überlebenszeit menschli­ cher Patienten mit malignen Hirntumoren auch nach Kombinati­ onsbehandlung mit Operation und Strahlentherapie nur circa 12 Monate. Eine zusätzliche Chemotherapie mit bislang verfügba­ ren Zytostatika verlängert die Überlebensdauer lediglich um circa 10% (Lesser, GJ, Grossman S. The Chemotherapy of high­ grade Astrocytomas, Seminars in Oncology, 1994, 21: 220-235).
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Prä­ parat zur Verfügung zu stellen das zur Behandlung von soliden Tumoren, insbesondere Hirntumoren, zur Hemmung des peritumo­ ralen Hirnödems sowie des Tumorzellwachstums und zum Abtöten der Tumorzellen dienen. Insbesondere besteht die Aufgabe darin ein Präparat bereitzustellen, das eine wesentlich wirksamere Behandlung von Hirntumoren ermöglicht, ohne dabei die Nebenwirkungen und die geringe Effizienz aufzuweisen, die mit der Verwendung bislang zur Tumortherapie eingesetzter Zytostatika einhergehen. Das erfindungsgemäß zur Verfügung gestellte Präparat soll eine geringe Toxizität besitzen und dementsprechend von den Patienten gut toleriert werden. Die Bereitstellung eines solchen Präparates ist schon lange Gegenstand zahlreicher Untersuchungen (De Vita D, Helman S. Rosenberg SA (Hrsg.): Cancer - Principles and Practice of Oncology, 4. Auflage, 1993, Lippincott Company, Philadelphia, Lesser GJ, Grossman S: The Chemotherapy of highgrade Astrocytomas, Seminars in Oncology, 1994, 21: 220-235), die das dringende Bedürfnis nach der Bereitstellung eines solchen Präparates dokumentieren.
Außerdem besteht die Aufgabe ein Herstellungsverfahren für ein solches Präparat anzugeben.
Überraschenderweise wurde jetzt gefunden, daß Curcumin, ein physiologisch annehmbares Salz, ein Derivat, ein Salz dieses Derivates oder eine Curcumin enthaltende Zubereitung bei der Behandlung von soliden Tumoren, insbesondere Hirntu­ moren bei Mensch und Tier besonders wirksam ist.
Curcumin I, II, III (1,7-bis(4Hydroxy-3-methoxy­ phenyl)-1,6-heptadiene-3,5dione), das gelbe Pigment aus der Gelbwurzel Curcuma longa, ist eine von der Ferulasäure, einer Zimtsäure, abgeleitete Verbindung (Diferuloylmethan). Curcumin werden choleretische und cholezystokinetische Wir­ kungen zugeschrieben (Maiwald L, Schwantes PA: Curcuma xanthorrhiza Roxb., eine Heilpflanze tritt aus dem therapeu­ tischen Schattendasein. Z. Phytother. 1991 12: 35-445). Ge­ samt- und wäßriger Extrakt wirkten stärker choleretisch als das Ätherischöl allein. Signifikant war die Zunahme der Bilirubin-Werte nach Gabe eines alkoholischen Curcuma- Extraktes. Gesichert ist sowohl durch in-vitro- als auch in­ vivo-Untersuchungen (Wagner H, Wierer M, Bauer R, In-vitro Hemmung der Prostaglandin-Biosynthese durch ätherische Öle und phenolische Verbindungen. Planta med. 1986 3: 184), daß Curcumin auch eine deutlich antiphlogistische Wirkung besitzt (Maiwald L, Schwantes PA: Curcuma xanthorrhiza Roxb., eine Heilpflanze tritt aus dem therapeutischen Schattendasein. Z. Phytother. 1991 12: 35-445). Hier kann die Hemmung Cyclooxyge­ nase und Lipoxygenase entzündliche und ödematöse Effekte mildern. Die Amylase- und Lipaseaktivität wird dagegen nicht signifikant gesteigert. Es ist auch eine anti-Tumor Wirkung von Curcumin beschrieben, wobei Curcumine die Proliferation von konventionellen Ehrlich's ascites Tumore in Mäusen hemm­ ten (Ruby AJ, Kuttan G, Babu KD, Rajasekharan KN, Kuttan R: Anti-tumour and antioxidant activity of natural curcuminoids. Cancer Lett 1995 20: 79-83). Die Ehrlich's ascites Tumoren bilden ein klassisches Tumormodell, bei welchem nach Implan­ tation (Injektion) von Tumorzellen intraperitoneal und nach Anwachsen und Vermehren der Zellen von den Mäusen z. T. erheb­ licher Aszites gebildet wird.
Dieses klassische Tumormodell bildet jedoch kein Hirntumormo­ dell.
Ein Wirkmechanismus kann die antiangiogenetische Fähig­ keit der Substanz sein, Gefäßneubildungen zur Tumorvaskulari­ sation zu hemmen. Curcumine sind außerdem als Antioxidantien in der Lage, die Superoxidbildung zu hemmen. In dieser Funk­ tion sind sie dabei wirksamer als alpha-Tocopherol (Rajakumar DV, Rao MN: Antioxidant properties of dehydrozingerone and curcumin in rat brain homogenates. Moll Cell Biochem 1994 140: 73-79).
Bislang sind jedoch noch keine Untersuchungen über die Wirksamkeit dieser Verbindungen zur Behandlung von menschli­ chen oder tierischen soliden Tumoren, insbesondere Hirntumo­ ren bekannt.
Es existieren verschiedene Subtypen von Curcuminen deren hauptsächliche Vertreter die Demethoxycurcumine oder Bisdeme­ thoxycurcumine sind. Die Strukturformeln von Curcumin wird im folgenden aufgeführt:
Die äthanolische Lösung des Curcumins erweist sich als besonders wirksam: Die Anwendung dieses Präparates ermöglicht innerhalb einer siebentägigen Inkubation mit hoch malignen menschlichen Glioblastomzellen bereits in niedrigen Konzen­ trationen eine nahezu vollständige Abtötung der Tumorzellen. Auch kommt es bei manifesten Tumorerkrankungen zu einer deutlichen Überlebenszeitverlängerung unter der Therapie mit Curcumin. Im Gegensatz zu den Zellen unbehandelter menschli­ cher Patienten zeigen die Zellen des behandelten Tumorgewebes keinerlei Proliferationstendenz mehr.
Diese Untersuchungen zeigen, daß Curcumin das Tumorzell­ wachstum hemmt und sogar zum Absterben der Tumorzellen führt.
Erfindungsgemäß ist die Verwendung zusammen mit anderen chemisch reinen Arzneistoffen und/oder anderen pflanzlichen Arzneimitteln möglich. Beispiele für solche anderen chemisch reinen Arzneistoffe sind:
Zytostatika, z. B. Nimustin, Carmustin, Lomustin, Methyllomu­ stin, Semustin, Methotrexat, Teniposid, Dacarbazin, Procarba­ zin, Temozolamid, Topotecan, Paclitaxel, Streptocin, Cispla­ tin, 5-Fluoruracil, Glucocorticoide, z. B. Dexamethason, Prednisolon, Methylprednisolon, Prednison, Hydrocortison, Cloprednol, Betamethason.
Ein Beispiel für ein pflanzliches Arzneimittel ist Vincri­ stin.
Die erfindungsgemäße Dosierung von Curcumin erfolgt in Abhängigkeit von der Schwere der Krankheit sowie dem Alter und Gewicht des zu behandelnden Patienten. Da es wenig to­ xisch ist, ist die Dosierung nicht kritisch und kann über die Dauer der Behandlung vom Arzt nach Bedarf leicht variiert werden. Einheitsdosen werden beim Menschen beispielsweise ein- bis viermal täglich verabreicht. Die exakte Dosis hängt dabei vom Verabreichungsweg und dem zu behandelnden Krank­ heitszustand ab. Naturgemäß kann es erforderlich sein, Routi­ nevariationen der Dosis vorzunehmen.
Es wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, die verwendeten Zubereitungen in einem oder mehreren bereits bekannten phar­ mazeutisch annehmbaren Träger oder Verdünnungsmitteln zu formulieren. Die Zubereitungen können für die orale, parente­ rale, rektale, intrakranielle oder intracerebrale Verabrei­ chung formuliert werden, wobei Zubereitungen für die orale Verabreichung bevorzugt werden.
Die pharmazeutischen Zubereitungen für die orale Verab­ reichung können in Form von beispielsweise Tabletten, Kapseln oder Pulver, die nach an sich bekannten Verfahren mit pharma­ zeutisch annehmbaren Verdünnungsmitteln, wie Bindemitteln (z. B. vorgelatinierter Maisstärke, Polyvinylpyrrolidon oder Hydroxypropylenmethylcellulose) Füllstoffen (z. B. Lactose, Saccharose, Mannit, Maisstärke, mikrokristalline Cellulose oder Calciumhydrogenphosphat); Schmiermitteln (z. B. Stearin­ säure, Polyethylenglykol, Magnesiumstearat, Talk oder Silici­ umdioxid); Desintegrationsmitteln (z. B. Kartoffelstärke, Natriumstärkeglykolat oder Natriumcarboxymethylcellulose); oder Benetzungsmitteln (z. B. Natriumlaurylsulfat), herge­ stellt werden, vorliegen.
Die Tabletten können nach an sich bekannten Verfahren überzo­ gen werden.
Flüssige Zubereitungen für die orale Verabreichung kön­ nen in Form von beispielsweise wäßrigen oder öligen Lösungen, Sirupen, Elixieren, Emulsionen oder Suspensionen vorliegen, oder sie können als Trockenprodukt für die Konstitution mit Wasser oder einem anderen geeigneten Träger vor der Verwen­ dung vorliegen. Solche flüssigen Zubereitungen können nach an sich bekannten Verfahren mit pharmazeutisch annehmbaren Zusatzstoffen hergestellt werden, wie Suspensionsmitteln (z. B. Sorbitsirup, Cellulosederivaten, Glucose/Zuckersirup, Gelatine, Aluminiumstearatgel oder hydrierten genießbaren Fetten), Emulgiermitteln (z. B. Lecithin, Gummi arabicum oder Sorbitan-monooleat), nichtwäßrigen Trägern (z. B. Mandelöl, öligen Estern, Äthylalkohol oder fraktionierten Pflanzenölen) und Konservierungsmitteln (z. B.: Methyl- oder Propyl-p­ hydroxybenzoaten oder Sorbinsäure). Die flüssigen Zubereitun­ gen können auch an sich bekannte Puffer, Geschmacks- bzw. Aromamittel, Farbstoffe und Süßstoffe, je nach Bedarf, ent­ halten.
Für die parenterale Verabreichung können die Verbindun­ gen für Injektionen, bevorzugt intravenöse, intraarterielle, intramuskuläre, intrakranielle, intracerebrale oder subkutane Injektionen, formuliert werden. Zubereitungen für die Injek­ tion können in Eindosenform, z. B. in Ampullen, oder in Mehr­ fachdosis-Behältern mit einem zugegebenen Konservierungsstoff vorliegen. Die Zubereitungen können in Form von Suspensionen, Lösungen oder Emulsionen in öligen oder wäßrigen Trägern vorliegen und Zubereitungshilfsmittel enthalten, wie Suspen­ dier-, Stabilisier- und/oder Dispersionsmittel, und/oder Mittel zur Einstellung der Tonizität der Lösung. Alternativ kann der aktive Bestandteil in Pulverform für die Konstituti­ on mit einem geeigneten Träger, z. B. sterilem pyrogenfreien Wasser, vor der Verwendung vorliegen.
Die Verbindungen können ebenfalls als rektale Zuberei­ tungen, wie Suppositorien, formuliert werden, z. B. solche, die bekannte Suppositorien-Grundstoffe, wie Kakaobutter oder andere Glyceride, enthalten.
Die folgenden Beispiele erläutern Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Präparates und dessen Herstellung.
Beispiel 1 Tabletten für die Orale Verabreichung A. Direkte Kompression
AL=L<(1)
Wirkstoff: Curcumin 900 mg/Tablette
Magnesiumstearat BP 0,65 mg/Tablette
Wasserfreie Lactose 150 mg/Tablette
Der Wirkstoff wird mit der wasserfreien Lactose und dem Magnesiumstearat vermischt und das Gemisch wird gesiebt. Das entstehende Gemisch wird zu Tabletten unter Verwendung einer Tablettiermaschine Verpreßt.
AL=L<(2)
Wirkstoff: Curcumin 900 mg/Tablette
Magnesiumstearat BP 0,7 mg/Tablette
Mikrokristalline Cellulose NF 150 mg/Tablette
Der Wirkstoff wird gesiebt und mit der mikrokristallinen Cellulose und dem Magnesiumstearat vermischt. Das entstehende Gemisch wird unter Verwendung einer Tablettiermaschine zu Tabletten verpreßt.
B. Nasse Granulierung
Wirkstoff: Curcumin 900 mg/Tablette
Magnesiumstearat BP 1,5 mg/Tablette
Lactose BP 150 mg/Tablette
Stärke BP 30 mg/Tablette
Vorgelatinierte Maisstärke BP 15 mg/Tablette
Der Wirkstoff wird durch ein geeignetes Sieb gesiebt und mit der Lactose, der Stärke und der vorgelatinierten Maisstärke vermischt. Geeignete Volumina an gereinigtem Wasser werden zugegeben und das Pulver wird granuliert. Nach dem Trocknen wird das Granulat gesiebt und mit Magnesiumstearat vermischt. Das Granulat wird dann unter Verwendung von Lochstanzen mit geeignetem Durchmesser zu Tabletten verpreßt.
Tabletten anderer Zusammensetzung können hergestellt werden, indem man das Verhältnis von Wirkstoff zu Lactose oder das Kompressionsgewicht ändert und entsprechende Lochstanzen verwendet.
Beispiel 2 Kapseln
Wirkstoff: Curcumin 900 mg/ Kapsel
Magnesiumstearat BP 1,5 mg/ Kapsel
Freifließende Stärke 200 mg/Kapsel
Der Wirkstoff wird gesiebt und mit den anderen Bestandteilen vermischt. Das Gemisch wird unter Verwendung einer geeigneten Vorrichtung in Hartgelatinekapseln gefüllt. Andere Kapseln können hergestellt werden, indem man das Füllgewicht ändert und erforderlichenfalls die Kapselgröße entsprechend ändert.
Beispiel 3 Sirup Saccharose-freie Zubereitung
Wirkstoff: Curcumin 900 mg
AL=L<Hydroxypropylenmethylcellulose USP
Die Hydroxypropylmethylcellulose wird in heißem Wasser dis­ pergiert, abgekühlt und dann mit einer wäßrigen Suspension vermischt, die den Wirkstoff und die anderen Komponenten der Zubereitung enthält. Die entstehende Lösung wird auf ihr Volumen eingestellt und vermischt.
Beispiel 4 Suspension
Wirkstoff: Curcumin 900 mg
Aluminiummonostearat 75 mg
AL=L<Süßstoff
Geschmacksstoff nach Bedarf
AL=L<Farbstoff
Das Aluminiummonostearat wird in etwa 90% des fraktionierten Kokosnußöls dispergiert. Die resultierende Suspension wird unter Rühren auf 115°C erhitzt und dann abgekühlt. Die Süß-, Geschmacks- und Farbstoffe werden zugesetzt, und der Wirk­ stoff wird dispergiert. Die Suspension wird mit dem restli­ chen fraktionierten Kokosnußöl auf das Volumen eingestellt und vermischt.
Beispiel 5 Sublinguale Tablette
Wirkstoff: Curcumin 900 mg/Tablette
Verpreßbarer Zucker NF 70,5 mg/Tablette
Magnesiumstearat BP 0,5 mg/Tablette
Der Wirkstoff wird durch ein geeignetes Sieb gesiebt, mit den anderen Bestandteilen vermischt und unter Verwendung geeigne­ ter Lochstanzen verpreßt. Tabletten anderer Stärke können hergestellt werden, indem man das Verhältnis von Wirkstoff zu Träger oder das Kompressionsgewicht ändert.
Beispiel 6 Suppositorien für die rektale Verabreichung
Wirkstoff: Curcumin 900 mg
Witepsol 1 g
Eine Suspension des Wirkstoffs in geschmolzenem Witepsol wird hergestellt und unter Verwendung einer geeigneten Vorrichtung in 1 g Suppositorienform eingefüllt.
Beispiel 7 Injektion für intravenöse Verabreichung
Wirkstoff: Curcumin 900 mg/ml
Natriumchlorid-intravenöse Infusion, BP,0,9% Gew./Vol. auf 1 ml
Ansatzgröße 2500 ml
Der Wirkstoff wird in einem Teil der Natriumchlorid­ intravenösen Infusion gelöst, die Lösung mit der Natriumchlo­ rid-intravenösen Infusion auf das Volumen eingestellt und die Lösung gründlich vermischt. Die Lösung wird in klare, Typ 1, 10 ml-Glasampullen eingefüllt und unter Stickstoff im Kopfraum durch Abschmelzen des Glases abgesiegelt. Die Ampullen werden durch Erhitzen im Autoklaven bei 120°C für nicht kürzer als 20 Minuten sterilisiert.

Claims (10)

1. Verwendung von reinem Curcumin, eines physiologisch an­ nehmbaren Salzes, eines Derivates, eines Salzes des Derivates oder einer Curcumin enthaltenden Zubereitung zur Herstellung eines Präparates zur Behandlung von soliden Tumoren, insbe­ sondere Hirntumoren bei Mensch und Tier.
2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Präparat zur Hemmung der peritumoralen Hirnödems sowie des Tumorzellwachstums und zum Abtöten der Tumorzellen herge­ stellt wird.
3. Verwendung nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch ge­ kennzeichnet, daß man als Curcumin enthaltende Zubereitung einen Gelbwurzelextrakt einsetzt.
4. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verwendung zur Herstellung eines Präparates für die orale, bukkale, rektale, intramuskuläre, subkutane, intraartikuläre, intravenöse, intrakranielle oder intracerebrale Verabreichung erfolgt.
5. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verwendung zur Herstellung eines Präparates in Form von Tabletten, Dragees, Kapseln, Lösungen, polymergebundenen Präparationen oder Suppositorien erfolgt.
6. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Verwendung zusammen mit anderen chemisch reinen Arzneistoffen und/oder pflanzlichen Arznei­ mitteln erfolgt.
7. Verwendung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Verwendung zusammen mit Zytostatika und/oder Glucocorticosteroiden erfolgt.
8. Präparat zur Behandlung von soliden Tumoren bei Mensch und Tier, insbesondere Hirntumoren, dadurch gekennzeichnet, daß es einen Gehalt an Curcumin aufweist.
9. Präparat nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß es eine äthanolische Lösung von Curcumin aufweist.
10. Verfahren zur Herstellung eines Präparates nach den Ansprüchen 8 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß auf nichtche­ mischem Wege Curcumin in einen oder mehrere inerte Träger­ stoffe und/oder Verdünnungsmittel und/oder Lösungsmittel eingearbeitet wird.
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