DE10028807A1 - Füllstandsmeßgerät - Google Patents
FüllstandsmeßgerätInfo
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Abstract
Dargestellt und beschrieben ist ein Füllstandsmeßgerät, das nach dem Radarprinzip arbeitet, vorzugsweise zur Messung des Füllstands eines Mediums in einem Behälter (1), mit einem ein Mikrowellensignal erzeugenden Mikrowellengenerator, mit einem das Mikrowellensignal führenden Hohlleiter (2), mit einem als Sende- und/oder Empfangsantenne wirkenden Hornstrahler (3), mit einem Impedanzwandler (4) und mit einem Anschlußflansch (5), wobei der Hornstrahler (3) auf der dem Medium zugewandten Seite des Anschlußflansches (5) vorgesehen ist und der Impedanzwandler (4) wenigstens teilweise in die Öffnung des Hornstrahlers (3) hineinreicht. DOLLAR A Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß eine Dichtungsplatte (6) zwischen dem Hornstrahler (3) und dem Anschlußflansch (5) angeordnet ist, die mit dem Impedanzwandler (4) einstückig ausgebildet ist. Auf diese Weise wird erreicht, daß der Impedanzwandler (4) einfach austauschbar ist, während die Abdichtung des Übergangs von dem Hornstrahler (3) auf den Impedanzwandler (4) sicher gewährleistet ist.
Description
Die Erfindung betrifft ein Füllstandsmeßgerät, das nach dem Radarprinzip arbeitet,
vorzugsweise zur Messung des Füllstands eines Mediums in einem Behälter, mit ei
nem ein Mikrowellensignal erzeugenden Mikrowellengenerator, mit einem das Mi
krowellensignal führenden Hohlleiter, mit einem als Sende- und/oder Empfangsan
tenne wirkenden Hornstrahler, mit einem Impedanzwandler und mit einem Anschluß
flansch, wobei der Hornstrahler auf der dem Medium zugewandten Seite des An
schlußflansches vorgesehen ist und der Impedanzwandler wenigstens teilweise in die
Öffnung des Hornstrahlers hineinreicht. Ein solches Füllstandsmeßgerät ist aus der
deutschen Gebrauchsmusterschrift 94 12 243 bekannt.
Allgemein sind neben den bekannten mechanischen Füllstandsmeßgeräten, die nach
dem Schwimmer- oder Tastplatten-Prinzip arbeiten, seit geraumer Zeit Füllstandsmeß
geräte bekannt, die darauf beruhen, daß ein Schwingungswellengenerator Schwin
gungswellen aussendet, daß ein Schwingungswellendetektor die an der Oberfläche
eines in einem Behälter befindlichen Mediums reflektierten Schwingungswellen de
tektiert und daß aus der für die Schwingungswellen ermittelten Laufzeit die Füll
standshöhe des Mediums in dem Behälter berechnet wird. Dazu wird verwiesen auf
die deutschen Offenlegungsschriften 42 33 324, 43 27 333 und 44 19 462.
Füllstandsmeßgeräte der zuvor beschriebenen Art werden im allgemeinen als berüh
rungslose Füllstandsmeßgeräte bezeichnet, da weder die Schwingungswellengenera
toren und die Schwingungswellendetektoren noch die Sendeantenne und die Emp
fangsantenne mit dem Medium in Berührung stehen müssen. Zumindest stehen die
Sendeantenne und die Empfangsantenne wenigstens dann nicht mit dem in dem Be
hälter befindlichen Medium in Berührung, wenn der Behälter nicht überbefüllt ist.
Sämtliche bekannten, in der Regel berührungslos arbeitenden Füllstandsmeßgeräte ar
beiten mit von ihnen ausgesandten Schwingungswellen, die von der Oberfläche des
Mediums, dessen Füllstand zu messen ist, reflektiert werden. Bei den bekannten Ver
fahren zur Bestimmung des Füllstands unterscheidet man zwischen einerseits solchen,
die die Phasenverschiebung zwischen den ausgesandten und den detektierten
Schwingungswellen messen, und andererseits solchen, die unmittelbar die Laufzeit
der Schwingungswellen messen. Bei der Laufzeitmessung unterscheidet man ferner
im wesentlichen wiederum einerseits solche Füllstandsmeßgeräte, die die Laufzeit an
hand von Schwingungswellen mit impulsmodulierten Amplituden messen, und ande
rerseits solchen, die die Laufzeit anhand von frequenzmodulierten Schwingungswel
len messen. Letztere bezeichnet man auch als Füllstandsmeßgeräte, die nach dem
FMCW-Verfahren arbeiten.
Die hier interessierenden, berührungslos arbeitenden Füllstandsmeßgeräte, die nach
dem Radarprinzip arbeiten, verwenden üblicherweise als Sendeantennen bzw. als
Empfangsantennen einen Hornstrahler. Diesem wird das von einem Mikrowellenge
nerator erzeugte Mikrowellensignal typischerweise über einen Hohlleiter zugeführt.
Um das von dem Hohlleiter geführte Mikrowellensignal über den Hornstrahler in den
Behälter aussenden zu können, in dem sich das Medium befindet, wird im allgemeinen
ein Impedanzwandler verwendet, in der deutschen Gebrauchsmusterschrift 94 12 243
auch Anschlußteil genannt, der derart ausgebildet und dimensioniert ist, daß ein mög
lichst ungestörter Übergang des Mikrowellensignals vom Hohlleiter auf den Horn
strahler mit möglichst wenig Reflektionen an diesem Übergang gewährleistet ist.
Dazu reicht der Impedanzwandler typischerweise wenigstens teilweise in die Öffnung
des Hornstrahlers hinein. Dabei ergibt sich jedoch das Problem, daß der Übergang
zwischen dem Impedanzwandler einerseits und dem Hornstrahler andererseits abge
dichtet werden muß, wenn das Füllstandsmeßgerät an einem zur Umgebung abge
dichteten Behälter verwenden soll. Solche Anforderungen liegen insbesondere dann
vor, wenn der Behälter ein chemisch aggressives Medium, ein Medium mit hoher
Temperatur und/oder ein Medium unter hohem Druck aufweist.
Zur Lösung dieses Problems der Abdichtung des Übergangs zwischen dem Impe
danzwandler einerseits und dem Hornstrahler andererseits ist in der deutschen Ge
brauchsmusterschrift 94 12 243 beschrieben, die gesamte dem Medium in dem Behäl
ter zugewandte Oberfläche des Hornstrahlers bzw. des Impedanzwandlers mit einer
chemisch resistenten Schicht zu überziehen, die gleichzeitig abdichtend wirkt. Alter
nativ dazu ist dargestellt, zwischen dem Impedanzwandler einerseits und dem Horn
strahler andererseits ein System von Dichtungen in Form von O-Ringen vorzusehen.
Diese Lösungen sind jedoch insofern nachteilig, als daß der Impedanzwandler fest mit
dem Hornstrahler verbunden ist bzw. ein anfälliges zusätzliches Dichtungssystem
zwischen dem Impedanzwandler und dem Hornstrahler vorgesehen werden muß.
Dementsprechend ist es die Aufgabe der Erfindung, ein solches Füllstandsmeßgerät,
das nach dem Radarprinzip arbeitet, bereitzustellen, bei dem der Impedanzwandler
leicht austauschbar ist und die Abdichtung zwischen dem Hornstrahler und dem Im
pedanzwandler auf einfache Weise sicher gewährleistet werden kann.
Das erfindungsgemäße Füllstandsmeßgerät, mit dem die zuvor aufgezeigte und herge
leitete Aufgabe gelöst ist, ist dadurch gekennzeichnet, daß eine Dichtungsplatte vor
gesehen ist, die zwischen dem Hornstrahler und dem Anschlußflansch angeordnet ist
und mit dem Impedanzwandler einstückig ausgebildet ist.
Bei der Montage des Füllstandsmeßgeräts an dem Behälter, also beim Zusammenfü
gen des Anschlußflansches des Füllstandsmeßgeräts mit dem diesem entsprechenden
Flansch an dem Behälter durch Anziehen der Montageschrauben an den Flanschen,
erfolgt die Abdichtung zwischen dem Impedanzwandler einerseits und dem Horn
strahler andererseits dadurch, daß die Dichtungsplatte beidseitig mit Druck beauf
schlagt wird. Damit entsteht zwischen dem Anschlußflansch und dem Hornstrahler
aufgrund der Dichtungsplatte eine dichte Verbindung, so daß, da die Dichtungsplatte
und der Impedanzwandler erfindungsgemäß einstückig ausgebildet sind, auch durch
den Übergang zwischen dem Impedanzwandler und dem Hornstrahler hindurch kein
Medium aus dem Behälter entweichen kann. Dabei erfolgt die Dichtung zwischen
dem Hornstrahler einerseits und dem Flansch des Behälters andererseits, wie auch bei
herkömmlichen Füllstandsmeßgeräten, mit Hilfe von zwischen der Dichtfläche des
Flansches des Behälters und der Dichtfläche des Hornstrahlers angeordneten Dichte
lementen.
Während, wie oben schon ausgeführt, die sichere Abdichtung zwischen dem Horn
strahler einerseits und dem Impedanzwandler andererseits durch die Einstückigkeit
dieser beiden Bauteile gewährleistet ist, liegt ein weiterer wesentlicher Vorteil der Er
findung darin, daß sich der Impedanzwandler - zusammen mit der Dichtungsplatte - im
ausgebauten Zustand des Füllstandsmeßgeräts leicht austauschen läßt, ohne die zu
vor genannte Dichtungsproblematik beachten zu müssen.
Um ihre abdichtende Wirkung erfüllen zu können, muß die Dichtungsplatte längs
ihres gesamten Umfangs kontinuierlich die Dichtfläche des Anschlußflansches und
die parallel zur Dichtfläche des Anschlußflansches verlaufende Dichtfläche des Horn
strahlers bedecken. Dabei ist es grundsätzlich ausreichend, wenn die Dichtungsplatte
die Dichtfläche des Anschlußflansches und die Dichtfläche des Hornstrahlers lediglich
teilweise bedeckt. Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist jedoch
vorgesehen, daß die Dichtungsplatte die gesamte Dichtfläche des Hornstrahlers be
deckt. Aufgrund der dann besonders großen Dichtfläche wird eine noch bessere Ab
dichtung des Übergangs zwischen dem Hornstrahler einerseits und dem Impedanz
wandler andererseits erzielt, so daß in dem Behälter auch Medien mit besonders ho
hen Drücken bevorratbar sind, ohne daß befürchtet werden muß, daß diese Medien im
Bereich des an den Behälter angeschlossenen Füllstandsmeßgeräts nach außen ge
langen.
Im allgemeinen sind für den Impedanzwandler sowie für die Dichtungsplatte alle sol
chen dielektrischen Materialien geeignet, die eine für den jeweiligen Einsatz des Füll
standsmeßgeräts ausreichend hohe Abdichtungseigenschaft aufweisen. Gemäß einer
bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist jedoch vorgesehen, daß die Dich
tungsplatte und der Impedanzwandler aus einem chemisch resistenten Kunststoff - vor
zugsweise aus PTFE - bestehen. Sind die Dichtungsplatte und der Impedanz
wandler aus PTFE hergestellt, ist gewährleistet, daß die Dichtung zwischen dem
Hornstrahler einerseits und dem Impedanzwandler andererseits nicht aufgrund einer
von aggressiven Chemikalien angefressenen Dichtungsplatte leck wird.
Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Dich
tungsplatte auf ihrer dem Impedanzwandler gegenüberliegenden Seite eine Hohl
leiterfüllung aufweist, die einstückig mit der Dichtungsplatte ausgebildet ist und über
die das Mikrowellensignal in den Impedanzwandler einkoppelbar ist. Zwar kann eine
Einkopplung des Mikrowellensignals in den Impedanzwandler auch ohne eine solche
Hohlleiterfüllung erfolgen, jedoch müssen dann stärkere Verluste bzw. Störungen des
Mikrowellensignals bei diesem Übergang in Kauf genommen werden. Bei dieser be
vorzugten Weiterbildung der Erfindung ist die Hohlleiterfüllung vorzugsweise eben
falls aus einem chemisch resistenten Kunststoff, vorzugsweise nämlich ebenfalls aus
PTFE, hergestellt.
Der Hornstrahler ist im allgemeinen aus einem Metall, wie Edelstahl, Tantal, Titan oder
Aluminium hergestellt. Erfindungsgemäß kann ein solcher Hornstrahler aus Metall
ohne eine Beschichtung verwendet werden. Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung
der Erfindung ist jedoch vorgesehen, daß die gesamte in Kontakt mit dem Innenraum
des Behälters stehende Oberfläche des Hornstrahlers mit einem Dielektrikum be
schichtet ist. Auf diese Weise wird insbesondere ein guter Korrosionsschutz des
Hornstrahlers erzielt. Bei der Beschichtung des Hornstrahlers mit dem Dielektrikum
soll die Schichtdicke des Dielektrikums 2 mm nicht überschreiten, um somit keine
solch hohen Aufladungen des Dielektrikums zu ermöglichen, die mit den vorge
schriebenen Explosionsschutzmaßnahmen nicht vereinbar wären. Bevorzugte Mate
rialien für das Dielektrikum bestehen dabei aus Keramik, aus Kunststoff, nämlich vor
zugsweise aus PTFE, PFA, FEP oder PVDF, und aus Email. An dieser Stelle sei aus
drücklich darauf hingewiesen, daß der Impedanzwandler zwar ebenfalls emailliert
oder anderweitig beschichtet sein kann, eine solche Emaillierung bzw. anderweitige
Beschichtung des Impedanzwandlers zu Abdichtungszwecken jedoch nicht erfor
derlich ist.
Bei einem Hornstrahler, dessen Oberfläche emailliert ist, ist gemäß einer bevorzugten
Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß eine bei der Beschichtung des Horn
strahlers mit Email, also der Emaillierung des Hornstrahlers, entstandene Aufhängeöse
als Anschluß für eine Erdung des Hornstrahlers dient. Auf diese Weise wird die Er
dung des Hornstrahlers nicht nur sehr einfach realisiert, nämlich insbesondere ohne
eine Bohrung in dem Hornstrahler vorzusehen, sondern auch sehr effektiv, nämlich
mit besonders guten Ableitungseigenschaften für die auf der beschichteten Oberflä
che des Hornstrahlers entstehenden elektrischen Ladungen.
Im Zusammenhang mit einer Emaillierung des Hornstrahlers sei außerdem darauf hin
gewiesen, daß ein im Stand der Technik vorhandenes Problem bei emaillierten Horn
strahlern, nämlich ein Abblättern bzw. ein Abplatzen der Emailschicht unter Druckbe
aufschlagung, erfindungsgemäß dadurch vermieden wird, daß nicht nur auf einer son
dern auf beiden Seiten des Hornstrahlers Dichtelemente vorgesehen sind, die ausrei
chend nachgiebig sind, um die auf die Emailschicht wirkenden Kräfte abzufedern.
Beim vorschriftsmäßigen Befestigen des Anschlußflansches des derart weitergebilde
ten Füllstandsmeßgeräts an dem Flansch des Behälters ist somit kein Abblättern bzw.
Abplatzen der Emailschicht zu befürchten.
Es gibt nun eine Vielzahl von Möglichkeiten, das erfindungsgemäße Füllstandsmeß
gerät auszugestalten und weiterzubilden. Dazu wird einerseits auf die dem Pa
tentanspruch 1 nachgeordneten Patentansprüche und andererseits auf die nachfol
gende detaillierte Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfin
dung unter Bezugnahme auf die Zeichnung verwiesen. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine Antenneneinrichtung eines Füllstandsmeßgeräts gemäß einem be
vorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung in einer Explosionsdar
stellung im Schnitt und
Fig. 2 die Antenneneinrichtung des Füllstandsmeßgeräts gemäß dem bevorzug
ten Ausführungsbeispiel der Erfindung in zusammengebauten Zustand
im Schnitt.
Aus Fig. 1 ist lediglich der Teil eines Füllstandsmeßgeräts gemäß einem bevorzugten
Ausführungsbeispiel der Erfindung ersichtlich, der für die Erfindung wesentlich ist,
nämlich die an einem Behälter 1 zu montierende Antenneneinrichtung des Füll
standsmeßgeräts. Nicht dargestellt in den Figuren ist also ein ein Mikrowellensignal
erzeugender Mikrowellengenerator des Füllstandsmeßgeräts sowie ein reflektierte
Mikrowellensignale empfangender Meßumformer.
Wie in den Figuren dargestellt, weist das Füllstandsmeßgerät einen Hohlleiter 2 auf, in
den das von dem Mikrowellengenerator erzeugte Mikrowellensignal eingekoppelt
und in dem das Mikrowellensignal dann weitergeführt wird. Das Füllstandsmeßgerät
weist ferner einen Hornstrahler 3 aus Edelstahl auf, der gemäß dem vorliegend be
schriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung als Sende- und Emp
fangsantenne wirkt. Ferner sind ein Impedanzwandler 4 und ein Anschlußflansch 5
vorgesehen. Durch den Hohlleiter 2 hindurch wird einerseits das von dem Mikrowel
lengenerator erzeugte Mikrowellensignal zum Anschlußflansch 5 hin geführt und
andererseits, da der Hornstrahler 3 auch als Empfangsantenne wirkt, das am Medium
reflektierte und von dem Hornstrahler 3 empfangene Mikrowellensignal zum eben
falls nicht dargestellten Meßumformer hin geführt. Der vom Mikrowellengenerator
und vom Meßumformer her kommende Hohlleiter 2 ist auf der dem Medium abge
wandten Seite des Anschlußflansches 5 vorgesehen, während der Impedanzwandler
4 auf der dem Medium zugewandten Seite des Anschlußflansches 5 angeordnet ist.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist der Impedanzwandler 4 einstückig mit einer Dich
tungsplatte 6 und einer Hohlleiterfüllung 7 ausgebildet. Die Hohlleiterfüllung 7 führt
zum Hohlleiter 2 hin, nämlich durch eine in dem Anschlußflansch 5 zentral vorgese
hene Bohrung 8 hindurch, so daß die Einkopplung des Mikrowellensignals in den
Impedanzwandler 4 von dem Hohlleiter 2 her über ein auf der dem Medium abge
wandten Seite des Anschlußflansches 5 vorgesehenes Hohlleiterfenster 9 und die sich
daran anschließende Hohlleiterfüllung 7 erfolgt.
Während die Dichtungsplatte 6 als Dichtelement zwischen der dem Medium zuge
wandten Dichtfläche des Anschlußflansches 5 des Füllstandsmeßgeräts und der dem
Medium abgewandten Dichtfläche des Hornstrahlers 3 wirkt, dient als Dichtungsele
ment zwischen der dem Medium zugewandten Dichtfläche des Hornstrahlers 3 und
der Dichtfläche des Flansches 10 des Behälters 1 ein Dichtungsring 11.
Der Hornstrahler 3 des in den Fig. 1 und 2 dargestellten Füllstandsmeßgeräts ist
auf seiner gesamten Oberfläche emailliert. Die Schichtdicke dieser Emailschicht 12 auf
dem Hohlleiter 3 beträgt 2 mm. Aus herstellungstechnischen Gründen ist der Horn
strahler 3 gemäß dem vorliegend beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung auf seiner gesamten Oberfläche vollständig emailliert. Um einen guten
Korrosionsschutz zu erzielen, ist jedoch die Emaillierung lediglich der Fläche des
Hornstrahlers 3 ausreichend, die in Kontakt mit dem Innenraum des Behälters 1
kommt.
Bei der Beschichtung des Hornstrahlers 3 mit Email entsteht im allgemeinen eine Auf
hängeöse 13. Bei dem Füllstandsmeßgerät gemäß dem dargestellten bevorzugten Aus
führungsbeispiel der Erfindung ist dabei so vorgegangen worden, daß diese Aufhän
geöse 13 gerade im äußeren Umfangsbereich der Anschlußplatte, also des Teils des
Hornstrahlers 3, der zwischen dem Anschlußflansch 5 des Füllstandsmeßgeräts und
dem Flansch 10 des Behälters 1 befestigt wird, entsteht. Dann kann diese Aufhän
geöse 13 nämlich direkt für die Erdung des mit Email beschichteten Hornstrahlers 3
verwendet werden, indem an der Aufhängeöse 13 ein elektrischer Leiter 14 befestigt
wird und zum Anschlußflansch 5 des Füllstandsmeßgeräts geführt und mit diesem fest
verschraubt wird.
Es versteht sich von selbst, daß die zuvor beschriebene Verwendung der Aufhän
geöse der Emailschicht nicht auf das erfindungsgemäße Füllstandsmeßgerät be
schränkt ist, sondern bei allen Füllstandsmeßgeräten verwendet werden kann, die eine
emaillierte Antenne aufweisen, die geerdet werden soll.
Claims (11)
1. Füllstandsmeßgerät, das nach dem Radarprinzip arbeitet, vorzugsweise zur Mes
sung des Füllstands eines Mediums in einem Behälter (1), mit einem ein Mikrowellen
signal erzeugenden Mikrowellengenerator, mit einem das Mikrowellensignal führen
den Hohlleiter (2), mit einem als Sende- und/oder Empfangsantenne wirkenden Horn
strahler (3), mit einem Impedanzwandler (4) und mit einem Anschlußflansch (5), wobei
der Hornstrahler (3) auf der dem Medium zugewandten Seite des Anschlußflansches
(5) vorgesehen ist und der Impedanzwandler (4) wenigstens teilweise in die Öffnung
des Hornstrahlers (3) hineinreicht, dadurch gekennzeichnet, daß eine Dichtungs
platte (6) vorgesehen ist, die zwischen dem Hornstrahler (3) und dem Anschluß
flansch (5) angeordnet ist und mit dem Impedanzwandler (4) einstückig ausgebildet
ist.
2. Füllstandsmeßgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dich
tungsplatte (6) die gesamte Dichtfläche des Hornstrahlers (3) bedeckt.
3. Füllstandsmeßgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Dichtungsplatte (6) und der Impedanzwandler (4) aus einem chemisch resistenten
Kunststoff - vorzugsweise aus PTFE - bestehen.
4. Füllstandsmeßgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Dichtungsplatte (6) auf ihrer dem Impedanzwandler (4) gegenüberliegenden
Seite eine Hohlleiterfüllung (7) aufweist, die einstückig mit der Dichtungsplatte (6)
ausgebildet ist und über die das Mikrowellensignal in den Impedanzwandler (4) ein
koppelbar ist.
5. Füllstandsmeßgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlleiter
füllung (7) aus einem chemisch resistenten Kunststoff - vorzugsweise aus PTFE - be
steht.
6. Füllstandsmeßgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die gesamte in Kontakt mit dem Innenraum des Behälters (1) stehende Oberfläche
des Hornstrahlers (3) mit einem Dielektrikum beschichtet ist.
7. Füllstandsmeßgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Schicht
dicke des Dielektrikums maximal 2 mm beträgt.
8. Füllstandsmeßgerät nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Di
elektrikum aus Keramik besteht.
9. Füllstandsmeßgerät nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Di
elektrikum aus Kunststoff - vorzugsweise aus PTFE, PFA, FEP oder PVDF - besteht.
10. Füllstandsmeßgerät nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß das
Dielektrikum aus Email besteht.
11. Füllstandsmeßgerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß eine bei der
Beschichtung des Hornstrahlers (3) mit Email entstandene Aufhängeöse (13) als An
schluß für eine Erdung des Hornstrahlers (3) dient.
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