DE10027015A1 - Unsichtbarer Bodenträger - Google Patents
Unsichtbarer BodenträgerInfo
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Abstract
Der beschriebene Gleit-Federstift ist vorzugsweise dazu geeignet, Regalböden im Möbelbau unsichtbar und einfach in Lochbohrungen/-bohrreihen von Seitenwänden zu arretieren. DOLLAR A Der Gleit-Federstift wird hierzu in den zu lagernden Bauteilen in jeweils passende Lochbohrungen eingepreßt. In der umschließenden Gleithülse des Gleit-Federstifts arbeitet der Federstift, dessen Spitze durch seine besondere Geometrie für das selbsttätige Einrasten in gegenüberliegenden Lochbohrungen sorgt und zugleich eine einfache Lösbarkeit der geschaffenen Verbindung ermöglicht. DOLLAR A Die einseitige Keilform der Spitze und die innere Federkraft arretiert den Federstift beim Überstreichen einer Lochbohrung. Über eine als Impuls eingeleitete Querkraft in Richtung auf die keilförmige Schräge löst sich die Spitze des Stifts einfach und selbsttätig aus der Bohrung und gibt das gelagerte Bauteil dort frei. DOLLAR A Mit dem Gleit-Federstift können nicht nur Regalböden gelagert, sondern auch Mittelwände, Türen, Klappen uvm. schnell montiert sowie auch drehbar gehalten werden. Der gesamte Verbund kann, je nach Ausrichtung mehrerer Gleit-Federstifte zueinander, lösbar oder unlösbar eingestellt sein.
Description
Die Erfindung betrifft einen Gleit-Federstift, der vorzugsweise dazu geeignet ist, Bauteile zu
lagern und zu arretieren und diese durch Querkraft einfach und selbsttätig wieder freizugeben.
Insbesondere steht die Lagerung von Bauteilen im Möbelbau im Vordergrund, wie z. B. Türen
und Klappen drehbar zu lagern, vor allem jedoch Regalböden unsichtbar in Lochbohrungen/-
bohrreihen von Seitenwänden zu arretieren.
Der Steckbodenträger: Steckbodenträger haben meist eine zylindrische Grundform. Häufig
wird an Ihnen ein Tiefenanschlag zum Einstecken erzeugt z. B. über einen Absatz, einen mitti
gen Ring (Duplo), einer Kunststoffkappe über dem Kern (Glasbodenträger) oder durch Verfor
mung der Grundform (Löffelbodenträger). Steckbodenträger werden in die Bohrreihen der
Seitenwände eingesteckt, der Regalboden dann von oben aufgelegt. Etwa 50% des Trägers
ist von der Unterseite sichtbar.
Der Winkelträger: Ein weiterer gebräuchlicher Bodenträger besteht prinzipiell aus kleinen Win
keln. An dem einen Schenkel der Winkel, der jeweils an der Seitenwand anliegt, sind Stifte
angeformt oder Schraublöcher zur Befestigung gebohrt; manche haben an dieser Stelle be
sondere Haken, die in dazugehörige Rasterschienen passen. Der zweite Schenkel bildet die
Auflagefläche für den Boden; er ist entweder plan oder mit einem konischen lotrechten Zapfen
oder mit einem eingesteckten Glasnoppen für den jeweiligen Anwendungsfall versehen. Der
Boden wird von oben aufgelegt; deutlich über 50% des Trägers ist von der Unterseite sichtbar.
Der Einlaßbodenträger: Hierbei wird ein meist zylindrisches Halteelement lotrecht an die Seiten
wand/Bohrreihe geschraubt. Der Regalboden erhält passend dazu unterseitig eine zylindrische
Ausfräsung und wird damit bei der Montage von oben über das Halteelement gestülpt. Hierbei
verdeckt er den Befestigungspunkt und einen Großteil des Halteelements. Etwa 25% des
Trägers bleibt von der Unterseite sichtbar.
Das Spannprinzip: Das Spannprinzip arbeitet ähnlich wie der Einlaßbodenträger. Die Regal
böden werden ebenfalls von der Unterseite an bestimmten Stellen ausgefräst. In diese
Ausfräsungen werden besondere Hülsen eingesetzt, die über innere Keil- und Spannsysteme
verfügen. Im Formschluß mit den eingesetzten Stiften in den Korpusseiten werden diese kon
struktiv zusammengezogen. Etwa 25% des Trägers ist ebenfalls von der Unterseite sichtbar.
Das Excenterprinzip: Es ist eine Weiterentwicklung des Spannprinzips. Der Aufbau ist ähnlich,
die Verspannung erfolgt allerdings nicht über Keilsysteme, sondern über Verdrehung einer
Excenterhülse, die von unten in den Boden eingefräst ist. Sie geht eine kraftschlüssige Verbin
dung mit den Stiften ein.
Der Boden wird von oben montiert; etwa 25% des Trägers oder seiner Abdeckkappe ist von
der Unterseite sichtbar. Das Excenterprinzip findet allerdings häufiger bei der Korpusmontage
Anwendung, als bei Regalböden.
Der Nutbodenträger: Der Bodenträger für genutete Böden arbeitet weitgehend unsichtbar.
Hierbei ist an den Zapfen, der in die Bohrreihe gesteckt wird, ein keilförmig abgeschrägter
Kubus angeformt. Der Regalboden wird passend dazu mit einer stirnseitigen Nut versehen und
nicht von oben aufgelegt, sondern von vorne über den Kubus des Trägers geschoben. Der
Träger ist im montierten Zustand nicht sichtbar. Eine Bügelform des Prinzips ist auch als
"Schwedenträger" bekannt.
Allen hier genannten und bekannten Bodenträgerprinzipien ist gemein, daß mindestens eines
ihrer Bauteile jeweils in der Korpusseitenwand montiert wird - entweder in Reihenlochbohrungen
oder in Rasterschienen. Bei den meisten Bodenträgern wird der Regalboden von oben aufge
legt; ein nicht unerheblicher Teil der Träger bleibt auch nach der Montage sichtbar. Einzig der
Nutbodenträger unterscheidet sich in Montagerichtung und Sichtbarkeit.
In erster Linie galt es die visuelle Auffälligkeit aller Prinzipien zu beseitigen. Der neue Boden
träger sollte im montierten Zustand unsichtbar sein sowie die notwendigen Bearbeitungs
schritte an den Holzteilen auf ein Minimum (zwei Bohrungen pro Haltepunkt - eine in der
Seitenwand und eine im Boden) reduzieren. Auch technisch nicht versierte Personen müssen
in der Lage sein den Regalboden umzusetzen.
Um Bewegungsraum für die Mechanik zu gewinnen wird der neue Bodenträger nicht wie
üblich in der Seitenwand, sondern auf der anderen Seite, in einer axialen Bohrung im Regal
boden montiert. In einer umschließenden Gleithülse arbeitet ein Federstift, der nach dem
Türschloß-Prinzip über seine speziell an die Bohrlöcher angepaßte Geometrie gesteuert und
gelöst wird - so, als wenn man eine Tür erst in ihr Schließblech hinein und anschließend weiter
hindurchziehen würde.
In den folgenden Ausführungen wird die Erfindung nicht als Bodenträger, sondern abgeleitet
von seinem Funktionsprinzip, als Gleit-Federstift bezeichnet.
Die Problemstellung wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß jeweils ein Gleit-Federstift in
einem Bohrloch in dem zu lagernden Element montiert wird.
Beispielsweise werden für die Arretierung/Lagerung eines Regalbodens mindestens drei - in
der Regel jedoch vier - Gleit-Federstifte benötigt. Die Gleit-Federstifte bohrt man analog zum
Verlauf der Lochbohrungen, in die sie später eingreifen sollen, in die jeweilig zu lagernden
Böden und steckt oder preßt sie gleichgerichtet ein.
Ein so bestückter Boden wird dann folgenderweise in den Seitenwänden montiert:
Er wird schräg zwischen die Seiten geführt, die Tragspitzen der Gleit-Federstifte der höher
liegenden Bodenkante greifen in ihre vorgesehenen Bohrungslöcher ein und der Boden wird
mit der tiefer liegenden Kante solange über das Auflager gedreht, bis er waagerecht zwischen
den Seiten steht. Die Gleit-Federstifte der tieferliegenden Kante rasten (sofern mehrere verti
kale Bohrungen in den Seiten vorhanden sind) in die jeweils überstrichenen Löcher kurz ein,
werden aber durch die Querkraft der Bewegung immerfort zurückgedrückt, bis die endgültige
Position erreicht ist. Der Boden arretiert sich durch innere Federkraft der Gleit-Federstifte von
selbst.
Das Lösen sowie Versetzen der Böden kann durch einbringen einer Querkraft (z. B. einen Im
puls in Form eines kräftigen Schlags) unter den Boden stattfinden; entweder versetzt man den
Boden parallel um jeweils ein Bohrloch nach oben oder man löst ihn komplett über weitere
diagonale Verdrehung und kann ihn dann anschließend entnehmen.
Mit dem Gleit-Federstift können nicht nur Regalböden gelagert, sondern auch Mittelwände,
Türen, Klappen, uvm. schnellmontiert sowie auch drehbar gehalten werden. Der gesamte
Verbund kann lösbar oder unlösbar eingestellt sein, je nach Ausrichtung mehrerer Gleit-Feder
stifte zueinander.
Der Gleit-Federstift besteht aus zwei Baugruppen, die vorzugsweise über kunststoffformgebende
Verfahren erzeugt werden - eine Gleithülse (2) und ein Federstift (3).
Die Gleithülse (2) dient dazu den Federstift (3) aufzunehmen, ihn gegen äußere Einflüsse zu
schützen, die fertige Baugruppe nach ihrer Endmontage gegen axiales Verdrehen zu sichern
und die erforderlichen Gleiteigenschaften für den mechanischen Funktionsprozeß bereitzu
stellen.
Die Außenwand (16) der Hülse ist in Richtung auf ihr Ende konisch verjüngt geformt, damit
der Gleit-Federstift leichter in für ihn vorgesehene Bohrungen eingesetzt werden kann. Die
Gleithülse ist in der Regel am hinteren Ende verschlossen und dort außenseitig umlaufend mit
einem Radius oder einer Fase versehen.
Um mehrere Gleit-Federstifte jeweils in der gleichen Tiefe zueinander in dazugehörigen Boh
rungen positionieren zu können, befindet sich am vorderen Ende der Gleithülse ein aufgekröpfter
Rand (17), der ein tieferes Eindringen verhindert. Der Rand selbst enthält Markierungen (18)
zur gleichgerichteten Orientierung mehrerer Gleit-Federstifte bei automatischer oder manuel
ler Teileerkennung und Teilezuführung.
Hinter dem Kröpfrand sind mehrere, vorzugsweise radial angeordnete Verdickungskeile (19)
auf der Außenseite der Gleithülse ausgeformt. Sie dienen dazu die fertig montierte Baugruppe
gegen axiale Verdrehung zu sichern.
Die Innenseite der Gleithülse hat vorzugsweise einen sich über den Längsverlauf verändern
den Querschnitt, der in der Regel achsensymmetrisch ist:
Im oberen und unteren Bereich ist die Wandgeometrie vorzugsweise zentrisch radial, an den
Seiten abgeflacht und plan. Dies dient in der Regel dazu, automatisch die richtige Ausrichtung
der Baugruppen zueinander bei ihrer Vormontage zu finden. Zugleich verhindert es ein Verdre
hen des Federstifts in der Gleithülse.
Die planen Seiteninnenwände verjüngen sich über eine Fase (20) speziell nach hinten. Das
führt im Zusammenspiel mit dem Federende (6) ebenfalls zu einer besseren Einzelteilezu
führung bei der Vormontage und gewährleistet zugleich ein kontrolliertes Stauchverhalten des
Federelements (5).
Im vorderen Bereich der Gleithülseninnenseite sind mindestens ein, vorzugsweise jedoch meh
rere Hinterschnitte (10b) ausgeformt. Hinter sie greift der Federstift mit seiner Arretierungs
kante (10a) und wird somit gegen Herausrutschen gesichert.
Der Federstift (3) kann in axialer Richtung in der Hülse gleiten. Er besteht vorzugsweise aus
drei Teil- und Funktionsbereichen: Dem Auflagebereich (4), dem Federelement (5) und dem
besonderen Federende (6).
Der Auflagebereich (4) selbst läßt sich in weitere Teilbereiche untergliedern: Die Tragspitze
(7), den Gleitbereich (8) mit Arretierungskante (10a) und den Einführkonus (9). Alle Bereiche
sind formschlüssig miteinander verbunden und vorzugsweise in einem Material gefertigt.
Die Tragspitze (7) stellt das zentrale Funktionselement dar; ihre Geometrie verleiht dem Gleit-
Federstift seine besondere Funktionsweise.
An der Unterseite (11) beginnend an der Tragspitze (7) verläuft in axialer Richtung über
Gleitbereich (8) und Konus (9) ein Kreissegment, vorzugsweise mit gleichem Radius der
Gleithülsen-Innenseite und der Lochbohrung, in die das Bauteil später eingreifen soll. Dieser
Verlauf wird unterbrochen von der Arretierungskante (10a), die den unteren Verlauf in seiner
Höhe übersteigt. Ab der Arretierungskante beginnt der Konus (9), wo das Kreissegment bis
zum Federbeginn konisch verjüngend verläuft.
Auf der Oberseite (12) an der Tragspitze (7) beginnend verläuft ebenfalls in axialer Richtung
das gleiche Kreissegment über Gleitbereich (8) und Konus (9), mit gleichem Radius von
Gleithülsen-Innenseite und Lochbohrung, in die das Bauteil später eingreifen soll. Im vorderen
Teil ist das Kreissegment jedoch keil- oder bogenförmig zu einer Spitze (13) ausgebildet.
Diese steigt bis zum Beginn der Gleithülse an und mündet in den parallel zur Unterseite
verlaufenden Gleitbereich (8). Er wird ebenso wie an der Unterseite von der Arretierungskante
(10a) unterbrochen, die den Verlauf in seiner Höhe übersteigt. Ab der Arretierungskante be
ginnt der Konus (9), wo das Kreissegment bis zum Federbeginn konisch verjüngend verläuft.
Durch gleiche Radien an Ober- und Unterseite des Auflagebereichs (4) sowie den Innenseiten
der Gleithülse (2) entsteht eine kraftschlüssige Verbindung zwischen den Bauteilen und der
Bohrungswand. Somit werden z. B. Lasten gleichmäßig in eine Bohrung übertragen und zu
gleich die Flanken und Ränder des Bohrlochauflagers geschont. Zudem sorgen die Radien für
einen reibungslosen Bewegungsablauf.
Der vordere Auslauf der Tragspitze (15) ist parabelartig gerundet und allseitig mit Radien
versehen, um beim Gleiten auf den Kontaktflächen keine Beschädigungen zu verursachen.
Die besondere Geometrie ermöglicht es, daß durch Querkraft (z. B. ein impulsartiger kräftiger
Schlag) der Federstift (3) über Scherwirkung axial in die Gleithülse (2) gedrückt wird. Sie
entsteht durch ständigen Kontakt zwischen Tragspitzen-Oberfläche (13) und Oberkante der
Bohrung, in die die Spitze eingreift. Ein montierter Regalboden würde somit an dieser Stelle
freigegeben.
Die parabelartige Verrundung der Tragspitze sorgt zudem über den verringernden Querschnitt
dafür, daß beim Lösen der Reibungswiderstand an der Bohrlochoberkante ebenfalls geringer
wird, je mehr sich der Federstift (3) in die Gleithülse (2) hinein bewegt. Somit verringert sich
die zu überwindende Scherkraft während der Gleitbewegung.
Die Arretierungskanten (10a + b) auf dem oberen und unteren Verlauf sorgen dafür, daß Feder
stift und Gleithülse nach der Vormontage dauerhaft und sicher zu einem Bauteil verbunden
bleiben. Außerdem gewähren Sie, daß aufgrund der Federvorspannung jeder Federstift, bzw.
dessen Tragspitze (7) jeweils immer um den gleichen Betrag aus der Gleithülse (2) heraus
steht.
Der im Anschluß an die Arretierungkante (10a) konisch verjüngende Verlauf (9) von oberem
und unterem Kreissegment bis zum Beginn des Federelements sorgt für eine vereinfachte
Positionsfindung bei der Vormontage der Bauteile. Der Konus (9) führt den Federstift ausge
richtet zu und vereinfacht das Einpressen und Erweitern des vorderen Bereichs der Gleithülse
(2) bis zum Hintergreifen hinter die Arretierungskanten (10b).
Die seitlichen Flanken (14) von Tragspitze (7), Gleitbereich (8) und Konus (9) sind bis zum
Beginn der Feder (5) abgeflacht. Sie verhindern ein Verdrehen des Federstifts (3) in der Gleithülse
(2) bei seiner axialen Bewegung. Zudem gleichen sie vorhandene Fertigungstoleranzen im
Einsatzbereich des Gleit-Federstifts z. B. im Möbelbau zwischen zwei parallelen Bohrreihen
aus. Einen falsch montierten Federstift könnte man dort schonend mittels einer Zange wieder
aus seinem Bohrloch entfernen.
Das Federelement (5) im Anschluß an den Konus (9) sorgt durch sein meanderartig-lineares
oder anderes Profil dafür, daß eine Stauchung und Streckung des gesamten Federstifts (3) in
axialer Richtung in der Gleithülse (2) möglich ist und sichert gegen unbeabsichtigte Rückstel
lung.
Das Federende (6) ist so ausgeformt, daß im Zusammenwirken mit der fasenartigen Verjün
gung der Flanken (20) innerhalb der Gleithülse eine passende Vorausrichtung der Baugruppen
(2 + 3) zueinander bei der Vormontage von selbst stattfindet.
Das häufigste Anwendungsgebiet für den Gleit-Federstift (1) wird vorzugsweise in der hori
zontalen Lagerung von Böden im Möbelbau liegen. Allerdings ist das Bauteil aufgrund seiner
Geometrie und Funktion nicht auf eine waagerechte Montage festgelegt, sondern kann in
allen räumlichen Lagen genutzt und eingesetzt werden.
Voraussetzung für das Lösen mittels Querkraft beim Einsatz mehrerer Bauteile ist allerdings
eine gleiche Ausrichtung zueinander.
Eine verdrehte Montage ist ebenfalls möglich, führt aber in der Regel zu unlösbaren Verbin
dungen.
Claims (20)
1. Gleit-Federstift (1) dadurch gekennzeichnet, daß
er aus Gleithülse (2) und Federstift (3) bestehend, elementseitig mittels Gleithülse (2) in Boh
rungen fixiert werden kann und über einen im Inneren axial federnd arbeitenden Federstift (3)
in der Lage ist in gegenüberliegende Ausnehmungen einzurasten, das Element somit unsicht
bar in dieser Ausnehmung zu lagern und es durch eingeleitete Querkraft wieder freizugeben.
2. Gleit-Federstift (1) nach vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß
der Federstift (3) aus Auflagebereich (4), Federelement (5) und Federendstück (6) bestehen
kann.
3. Gleit-Federstift (1) nach vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß
der Auflagebereich (4) aus Tragspitze (7), Gleitbereich (8), Arretierungskante (10a) und Konus
(9) bestehen kann.
4. Gleit-Federstift (1) nach vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß
oberer (12) und unterer (11) Kreissegmentverlauf von der Arretierungskante (10a) mit einem
Höhenversatz unterbrochen werden können.
5. Gleit-Federstift (1) nach vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß
an der Unterseite des Auflagebereichs (4) ein Kreissegment (11) vom vorderen Ende der Trag
spitze (7) in axialer Richtung über Gleitbereich (8) und Konus (9) verläuft, daß dem Innen
radius der Gleithülse (2) sowie dem Radius der Lochbohrung, in die die Tragspitze eingreift,
entspricht.
6. Gleit-Federstift (1) nach vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß
an der Oberseite des Auflagebereichs (4) ein Kreissegment (12) vom vorderen Ende in axialer
Richtung über Gleitbereich (8) und Konus (9) verläuft, daß dem Innenradius der Gleithülse (2)
sowie dem Radius der Lochbohrung, in die die Tragspitze eingreift, entspricht.
7. Gleit-Federstift (1) nach vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß
das Kreissegment (12) an der Tragspitze (7) keil- oder bogenförmig (13) abfällt.
8. Gleit-Federstift (1) nach vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß
die seitlichen Flanken (14) des Auflagebereichs (4) abgeflacht und plan sein können, um ein
Verdrehen des Federstiftes (3) in der Gleithülse (2) zu verhindern und Montagetoleranzen
auszugleichen.
9. Gleit-Federstift (1) nach vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß
sich der Konus (9) zum Federelement (5) verjüngt und somit ein Durchführen der Arretierungs
kante (10a) durch den vorderen Bereich der Gleithülse (2) ermöglicht.
10. Gleit-Federstift (1) nach vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß
die vordere Verjüngung (13) der Tragspitze (7) parabelartig und allseitig mit Radien verrundet
ist (15).
11. Gleit-Federstift (1) nach vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß
das Federelement (5) ein meanderartiges oder anderes Profil aufweist welches eine Bewegung
des gesamten Federstifts (3) ermöglicht und eine Sicherungskraft erzeugt.
12. Gleit-Federstift (1) nach vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß
sich das Federendstück (6) über die fasenartige Verjüngung der Flanken (20) der Hülse (2)
formgenau einfügen läßt.
13. Gleit-Federstift (1) nach vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß
die Hülse (2) axial konisch verjüngende Außenseiten (16) zur vereinfachten Zuführung bei der
Montage besitzen kann.
14. Gleit-Federstift (1) nach vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß
die Hülse (2) frontseitig einen aufgekröpften Rand (17) als Tiefenanschlag aufweisen kann.
15. Gleit-Federstift (1) nach vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß
die Hülse (2) in dem umlaufenden Kröpfrand (17) Markierungen (18) zur Orientierung aufwei
sen kann.
16. Gleit-Federstift (1) nach vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß
die Hülse (2) hinter dem umlaufenden Kröpfrand (17) mehrere radial angeordnete Verdickungs
keile (19) gegen Verdrehen aufweisen kann.
17. Gleit-Federstift (1) nach vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß
der innere Querschnitt (20) der Hülse (2) für ein kontrolliertes Stauchen der Feder (5) und für
eine vereinfachte Zuführung des Federstifts (3) im linearen Verlauf unterschiedlich geformt
sein kann.
18. Gleit-Federstift (1) nach vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß
sich im Inneren der Hülse (2) hinter dem Gleitbereich ein kantiger Hinterschnitt (10b) an Ober-
und/oder Unterfläche befinden kann, welcher den Federstift (3) bei der Vormontage einrasten
läßt und gegen Herausfallen sichert sowie als Tiefenanschlag aufgrund der Federvorspannung
für die Tragspitze (7) dient.
19. Gleit-Federstift (1) nach vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß eine
federnde Wirkung nach bekannten technischen Möglichkeiten ebenfalls durch einen gasbefüllten
elastischen Hohlkörper, einen Faltenbalg, ein elastisches Vollmaterial (Schaum, Gummi, o. ä.),
eine Metallfeder oder vergleichbare Techniken erzeugt werden kann.
20. Gleit-Federstift (1) nach vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß seine
Materialität nicht auf Kunststoff begrenzt ist, sondern ebenfalls Metall, Keramik oder ein
biologischer Werkstoff mit entsprechenden Eigenschaften zum Einsatz kommt.
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