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DE1002698B - Vorrichtung zur Regelung von Kaplanturbinen - Google Patents

Vorrichtung zur Regelung von Kaplanturbinen

Info

Publication number
DE1002698B
DE1002698B DEA15500A DEA0015500A DE1002698B DE 1002698 B DE1002698 B DE 1002698B DE A15500 A DEA15500 A DE A15500A DE A0015500 A DEA0015500 A DE A0015500A DE 1002698 B DE1002698 B DE 1002698B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
turbine
guide vanes
impeller blades
torque
control coil
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEA15500A
Other languages
English (en)
Inventor
Sven Eric Hedstroem
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
ABB Norden Holding AB
Original Assignee
ASEA AB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by ASEA AB filed Critical ASEA AB
Publication of DE1002698B publication Critical patent/DE1002698B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F03MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F03BMACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS
    • F03B15/00Controlling
    • F03B15/02Controlling by varying liquid flow
    • F03B15/04Controlling by varying liquid flow of turbines
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
    • Y02E10/00Energy generation through renewable energy sources
    • Y02E10/20Hydro energy

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Control Of Water Turbines (AREA)

Description

  • Vorrichtung zur Regelung von Kaplanturbinen Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Regelung von Kaplanturbinen, bei der die Leitschaufeln und die Laufradschaufeln durch je einen hydraulischen Servomotor in der Weise verstellt werden, daß die Verstellung der Laufschaufeln in Ab- hängigkeit von der der Leitschaufeln und nacheilend zu dieser erfolgt, und weiter Mittel vorgesehen sind, um bei plötzlicher Entlastung der Turbine die Leitschaufeln anfänglich schnell zu schließen, bis das Moment der Turbine bei der anfänglichen Stellung derLaufradschaufeln demLe-erlaufmoment entspricht, und sie dann nach Maßgabe der nachfolgenden Verstellung der Laufradschaufeln weiter in dem Maße zu schließen, daß das Turbinenmoment das jeweils erforderliehe Leerlaufmoment nicht übersteigt.
  • Bei Kaplanturbinen muß der Winkel der Laufradschaufeln in ein-er bestimmten Beziehung zu der Öffnung der Leitschaufeln stehen, damit die Turbine mit dem höchsten Wirkungsgrad arbeiten kann. Gewöhnlich wird die Leitschaufeleinstellung üher einen oder mehrere hydraulische Servomotoren gesteuert und der Laufradschaufelwinkel in Abhängigkeit von der Einstellung der Leitschaufeln über eine Kurvenbahn und andere Servomotoren eingestellt. Das System von Servomotoren für die Laufradschaufeleinstellung erhält indessen, wenn die Ab- messungen der Motoren nicht untragbar groß oder die mechanischen Beanspruchungen nicht zu groß werden sollen, eine wesentlich längere Laufzeit als die Servornotoren für die Leitschaufeleinstellung. Bei normalem Betrieb hat dieses Verhältnis keine ungünstige Einwirkung, da hierbei im allgemeinen eine genügend lange Zeit zur Verfügung steht, so daß der Regelverlauf den obengenannten gewünschten Zusammenhang aufrechterhalten kann.
  • Treten dagegen große und schnelle Belastungsänderungen ein, beispielsweise bei plötzlicher Entlastung, so bedingen gerade die Ungleichheiten in der Laufzeit der Servomotoren, daß die günstige Beziehung zwischen der Einstellung der Leitschaufeln und der Laufradschaufeln sich nicht hinreichend schnell einstellen kann. Eine Folge der ungenügenden Übereinstimmung zwischen der öffnung der Leitschaufeln und dem Winkel der Laufradschaufeln ist, daß das rasch fallende Turbinenmoment negativ werden kann. Der Vorzeichenwechsel des Turbinenmomentes ist jedoch von größtem Nachteil, da hierbei das Turbinenaggregat nach oben gerichteten Kräften ausgesetzt ist, die eine beträchtliche Höhe erreichen können mit der Gefahr, daß die Lager oder andere Teile der Turbine oder Teile des Generators beschädigt werden. Eine andere unvorteilhafte Wirkung bei einer derartigen Entlastung besteht darin, daß die Drehzahl der Turbine, nachdem sie auf einen hohen Wert gestiegen ist, infolge der bremsenden Wirkung der Turbine, wenn ihr Moment das Vorzeichen gewechselt hat, auf einen niedrigen Wert fällt, wobei diese Drehzahländerung bedingt, daß die elektrischen Maschinen, die nach der Entlastung weiterhin von einem von der Turbine angetriebenen Generator gespeist werden, beträchtlichen Frequenzänderungen unterworfen werden.
  • Der Zweck der Erfindung ist, die Schließbewegung des Turbinenreglers in besonders vorteilhafter Weise von dem Turbinenmoment abhängig zu machen, so daß das Moment daran gehindert wird, einen solchen Wert anzunehmen, der die obengenannten Nachteile mit sich führt, und daß statt dessen dem Moment eine solche Größe gegeben wird, daß ein vorteilhafter Verlauf bei Entlastung oder beim Stillsetzen des Aggregates erhalten wird.
  • Dies-er Zweck wird erfindungsgemäß erreicht durch ein mittels zweier Spulen elektrisch betätigtes Steuerorgan für die Steuerung der Druckmittelzufuhr zum Servomotor für die Verstellung der Leitschaufeln, das wahlweise durch zwei elektrische Größen beeinflußt werden kann, von denen die erste von der Drehzahl oder Belastung der Turbine abhängt und auf die eine der Spulen einwirkt, während die zweite von der Stellung der Laufradschaufeln zu der der Leitschaufeln abhängig ist und auf die andere der Spulen einwirkt, wobei für die w- ahlweise Beeinflussung des Stenerorgans ein Umschaltorgan von der ersten auf die zweite elektrische Größe vorgesehen ist, das bei plötzlicher Entlastung der Turbine wirksam wird.
  • In der Zeichnung zeigt Fig. 1 ein Schaubild des Turbinenmomentes, des Laufrads(#haufelwinkels, der Leitschaufelöffnung und der Frequenz als Funktion der Zeit, und Fig. 2 zeigt ein Schaubild des Turbinenmornentes als Funktion der Leitschaufelöffnung für einige verschiedene Werte des Laufradschaufelwinkels; Fig. 3 zeigt eine schematische Darstellung der Vorrichtung gemäß der Erfindung unter Verwendung eines elektrohydraulischen Turbinenreglers und Fig. 4 eine Abänderung einer Einzelheit in der Anordnung nach Fig. 3.
  • In Fig. 1 ist die Abszisse die Zeitachse, und die Kurven sind hier als Funktion. der Zeit eingetragen, wobei die gestrichelten Linien sich auf den Verlauf ohne die erfindungsgemäße Vorrichtung beziehen und die voll ausgezogenen Linien einen Verlauf angeben, der durch die Erfindung erzielt werden kann. Auf der Ordinate gehen alle Kurven von dem Wert 1 aus, der normalen Betrieb kennzeichnet. Die Kurven geben in der Reihenfolge von oben an: die Frequenz f, den Lauf radschauf elwinkel ß, die Leitschauf elöffnung a und das »ÜI)erschußmonient« M-A,10' d. h. das Moment, das von der Turbine nach Abzug des Leerlaufmornentes M, abgegeben wird, Der Leitschaufelwinkel a wird von der Schließlage der Leitschaufeln aus gerechnet, d. h. er ist gleich Null, wenn die Leitschaufeln einander berühren. Der Laufradschaufelwinkel wird von der waagerechten Lage der Laufradschaufeln aus gerechnet, d. h. er ist gleich Null, wenn diese praktisch waagerecht liegen.
  • Wenn bei der Entlastung das Schließ-en der Leitschaufeln der Turbine geradlinig bis auf Null gemäß der Kurve a geschehen kann, treten die ungünstigen Verhältnisse ein, die durch die gestrichelten Teile der Kurven dargestellt sind. Wenn die Leitschaufeln ganz geschlossen sind, hat also. das Moment,11-.U,' nachdem es geradlinig auf Null gesunken ist, das Vorzeichen gewechselt und einen negativen Mindestwert angenommen. Infolge der programmgesteuerten Koppelung zwischen der Leitschaufel- und der Laufradschaufelstellung tritt ein Regelverlauf ein, der durch die anschließenden, gestrichelten Linien dargestellt ist. Die Frequenz f hat hierbei aus demselben Grunde Pendelungen zwischen einem Wert ausgeführt, der den normalen beträchtlich übersteigt, und einem Wert, der den normalen unterschreitet. Während des Teiles des Verlaufs, der in dem Schaubild dargestellt ist, hat, wie ersichtlich, der Laufradschaufelwinkel ß nur eine verhältnismäßig unbedeutende Änderung erfahren.
  • In Fig. 2 wird das oben erläuterte überschußmoment als Funktion der Leitschaufelöffnung für drei fallende Werte des Laufradschaufelwinkels, ßl, ß-- ß., dargestellt. Der für die Turbine günstigste Arbeitspunkt ist für jeden Wert des Laufradschaufelwinkels mit einem Punkt angegeben. Bei normalem Betrieb, dem gemäß Fig. 1 der Wert 1 auf der Ordinate entspricht, sei nach Fig. 2 angenommen, daß der Arbeitspunkt der Turbine mit dem Punkt auf der Kurve ß, zusammenfällt. Nach einer plötzlichen Entlastung wird die Leitschaufelöffnung, wie erwähnt, rasch verkleinert, während der Laufradschaufelwinkel anfangs als konstant betrachtet werden kann. Bei einem solchen Verlauf kann man daher annehmen, daß das Moment auf Null nach der Kurve ß, fällt und daß es darauf weiter sinkt, nachdem es das Vorzeichen gewechselt hat. Wenn das Moment den Null- wert unterschreitet, treten indessen die obengenannten schädlichen Wirkungen am Turbinenaggregat auf, dadurch, daß dieses nach aufwärts gerichteten Kräften ausgesetzt wird, die eine erhebliche Größe annehmen können. Um diesen Nachteil zu vermeiden, wird die Schließgeschwindigkeit der Leitschaufeln zu einem Zeitpunkt geändert, wo das ,Moment einen Wert annimmt, den man im weiteren Verlauf im wesentlichen unverändert beibehalten will, und darauf die Schließbewegung der Leitschaufeln gesteuert, so daß der zuletzt genannte Wert des Momentes beibehalten wird. In Fig. 1 wurde dieser Wert so gewählt, daß das überschußmoment Null wird. Beim Vergleich mit Fig. 2 bedeutet dies, daß verhindert wird, daß das Moment nach der Kurve ß, unter den _NN ullwert bei fortgesetzter Schließbewegung fallen kann und daß es statt dessen erreicht wird, daß es den Wert Null beibehält in dem Maß, wie der Laufradschaufelwinkel durch die Einwirkung der Kurvenbahnsteuerung verringert wird, durch welche nacheinander den Kurven ß" ß2 und P" gefolgt wird.
  • In Fig. 3 ist schematisch eine erfindungsgemäße Ausführungsform dargestellt in ihrer Verwendung bei einer Turbine mit elektrohydraulischem Regler. Die Turbine 1 hat einstellbare Laufradschaufeln 2 und Leitschaufeln 3, die in der üblichen Weise mittels Gelenke mit einem Leitschaufelring 4 verbunden sind. Der in der Welle 5 der Turbine eingebaute Servomotor 6 ist größerer Deutlichkeit wege n in etwas vergrößertem Maßstab gezeigt. Der Kolben dieses Servomotors ist mit der Kolbenstange 7 fest verbunden, die bei ihrer Aufwärts- oder Abwärtsbewegung die Einstellung der Schaufeln beeinflußt. In der Fig. 3 ist ein einfaches Hebelarmsystem zur Erzielung dieser Bewegung der Schaufeln dargestellt, die auf einer kreisförmigen Scheibe angeordnet sein können, auf der ein exzentrisch gelagerter Zapfen den Lagerpunkt für das genannte Hebelarmsystem bildet. Der Servomotor 6 wird von dem Steuerventil 8 gesteuert, durch das Druckflüssigkeit nach der Ober- oder Unterseite des Kolbens des Servomotors geleitet wird. Der Schieber des Steuerventils ist in der Nähe des Mittelpunktes des Hebelarms 9 gelagert, dessen eines Ende an der Kolbenstange 7 und dessen anderes Ende mit einer kurzen Stange 10 beweglich verbunden ist, die vertikal bewegt werden kann und mit einer Rolle gegen eine Kurvenbahn auf einem Segment 11 abgestützt ist. Eine Verbindungsstange 12 überträgt zum Segment 11 die Bewegung des Gestänges 13, das die Einstellung des Leitschaufelringes 4 betätigt. Das Gestänge 13 wird von einem Servornotor 14 betätigt, dessen Steuerschieber 15 mit einem elektrisch betätigten Steuergerät 16 verbunden ist. Dieses wird durch zwei Spulensysteme bewegt, von denen das eine, 17, mit dem Turbinenregler 18 und das andere, 25, mit zwei die Laufrad- und Leitschaufelstellungen registrierenden Potentiometern 19 und 23 verbunden ist.
  • Das obere Ende der Kolbenstange7 beeinflußt die Lage des beweglichen Kontaktes eines Potentiometers 19, das an eine Gleichspannung durch die Klemmen 20 angeschlossen ist. Auf dem Gestänge 13 ist eine Kurvenführung21 angeordnet, auf deren oberer Fläche eine an einer vertikal beweglichen Stange22 angeordnete Rolle abgestützt ist. Die Stange22 steuert die bewegliche Klemme eines Potentiometers23, das mit seinen Klemmen24 an dieselbe Gleichspannungsquelle wie die Klemmen20 angeschlossen ist. Die beweglichen Klemmen der Potentiometer 19 und 23 sind an die Enden des Spulensystems 25 des Steuergerätes 16 angeschlossen. In den Zuleitungen zu den Steuerspulen 17 und 25 sind die Kontakte eines Umschaltrelais 26 angeordnet, wodurch die eine oder die andere Steuerspule ausgeschaltet werden kann. Das Relais 26 kann beispielsweise als frequenzfühlendes oder drehzahlfühlendes Relais und an eine Spannung angeschlossen gedacht werden, deren Frequenz sich nach der Kurve f in Fig. 1 ändert.
  • Die normale Turbinenregelung wird von dem Regler 18 besorgt, wobei das Relais 26 die Steuerspule 17 eingeschaltet hält. Bei normaler Regelung erfolgt zuerst die Einstellung des Leitschaufelringes 4 mit Hilfe des Servomotors 14, und in Abhängigkeit hiervon wird die Kurvenbahn 11 so gesteuert, daß die Laufradschaufeln die für den höchsten berechneten Wirkungsgrad der Turbine richtige Einstellung erhalten.
  • Bei einer plötzlichen Entlastung und infolge der damit verbundenen erhöhten Drehzahl des Turbinenaggregats tritt das Relais 26 in Tätigkeit, unterbricht die Steuerspule 17 und schaltet die Steuerspule 25 ein. Die Steuerung der Servomotoren der Turbine wird nun von dem Stromkreis übernommen, der durch die Potentiorneter 19 und 23 und die Steuerspule 25 gebildet ist. Die obere Fläche der Kurvenführung 21 soll eine solche Form haben, daß in dem genannten Stromkreis die Spannung Null wird, wenn das Moment M-.lkl, der Turbine beispielsweise Null wird und daß die Umkehrung der Polarität im Stromkreis gleichzeitig dann bewirkt wird, wenn das Moment sein Vorzeichen zu ändern bestrebt ist. Die Polarität im Stromkreis ist dabei so, daß bei einem positiven Moment gemäß der Fig. 2 eine Schließbewegung erzielt wird. Die Zeit für eine vollständige Schließung der Laufradschaufeln ist jedoch, wie erwähnt, wesentlich länger als die für das vollständige Schließen der Leitschaufeln erforderliche Zeit; aber dadurch, daß die Kolbenstange 7 das Potentiometer 19 und die Kurvenführung 21 das Potentionieter 23 steuert, ist es möglich, einen Regelverlauf zu erhalten, bei dem die Schließgeschwindigkeit der Leitschaufeln begrenzt ist.
  • Bei der in Fig. 4 gezeigten Abänderung ist nur der rechte Teil der Fig. 3 geändert, indem das Umschaltrelais 26 in Wegfall gekommen und statt dessen ein Stromventil 29 im Stromkreis der Steuerspule 25 angeordnet ist. An den Punkten 27 und 28 soll die Anordnung nach Fig. 4 an die entsprechenden Punkte in dein Schaltbild nach Fig. 3 angeschlossen sein. Bei dieser Ausführungsform ist der Turbinenregler 18 ständig eingeschaltet, und während eines normalen Regelverlaufes sind die Potentiorneter 19 und 23 so gesteuert, daß das Ventil 29 im wesentlichen in Abhätigigkeit von der Formgebung der Kurvenführung 21 sperrt. Die Steuerspule 25 muß natürlich bedeutend kräftiger bemessen, werden als die Steuerspule 17. Bei einer plötzlichen Entlastung wird die Kurvenführung 21 und mit ihr der bewegliche Kontakt des Potentiometers 23 verschoben. Die Anordnung muß dabei aus den oben angegebenen Gründen so sein, daß der Wechsel der Polarität im Stromkreis durch die Steuerspule 25 zu einem Zeitpunkt erhalten wird, wo der Vorzeichenwechsel des Momentes stattgefunden haben sollte. Beim Wechsel der Polarität fließt ein Strom durch das Ventil 29 und somit durch die Spule 25, die so angeordnet ist, daß der Steuerschieber 15 dem Servomotor 14 eine solche Bewegung erteilt, daß die Leitschaufeln schließen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE-1. Vorrichtung zur Regelung von Kaplanturbinen, bei der die Leit- und die Laufradschaufeln durch je einen hydraulischen Servomotor in der Weise verstellt werden, daß die Verstellung der Laufradschaufeln in Abhängigkeit von der der Leitschaufeln und nacheilend zu dieser erfolgt, und bei der Mittel vorgesehen sind, um bei plötzlicher Entlastung der Turbine die Leitschaufeln anfänglich schnell zu schließen, bis das Moment der Turbine bei der anfänglichen Stellung der Laufradschaufeln dem Leerlaufmornent entspricht, und sie darin nach Maßgabe der nachfolgenden Verstellung der Laufradschaufeln weiter in dem Maße zu schließen, daß das Turbinenmoment das jeweils erforderliche Leerlaufmoment nicht übersteigt, gekennzeichnet durch ein mittels zweier Spulen (17, 25) elektrisch betätigtes Steuerorgan (16) für die Steuerung der Druckmittelzufuhr zum Servornotor (14) für die Verstellung der Leitschaufeln, das wahlweise durch zwei elektrische Größen beeinflußt werden kann, von denen die erste von der Drehzahl oder Belastung der Turbine abhängt und auf die eine (17) der Spulen einwirkt, während die zweite von der Stellung der Laufradschaufeln zu der der Leitschaufeln abhängig ist und auf die andere (25) der Spulen einwirkt, wobei für die wahlweise Beeinflussung des Steuerorgans (16) ein Umschaltorgan (26) von der ersten auf die zweite elektrische Größe vorgesehen ist, das bei plötzlicher Entlastung der Turbine wirksam wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, daß die zweite elektrische Größe durch die Differenzspannung einer aus der Stellung der Laufradschaufeln und einer aus der Stellung der Leitschaufeln hergeleiteten Spannung gebildet ist. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Diffterenzspannung zwei Potentiometern (19, 23) entnommen wird, von welchen das eine in Abhängigkeit von der Stellung der Laufradschaufeln und das andere über eine Kurvenführung (21) in Abhängigkeit von der Stellung der Leitschaufeln gesteuert wird und wobei beide Potentiometer an die gleiche Gleichstromquelle angeschlossen sind. 4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Umschaltorgan (26) aus einem frequenz- oder drehzahlabhängigen Umschaltrelais besteht. 5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die an die Differenzspannung gelegte Steuerspule (25) und die an den normalen Drehzahl- oder Leistungsregler (18) der Turbine angeschlossene Steuerspule (17) dauernd eingeschaltet sind und daß in den Stromkreis der erstgenannten Steuerspule (25) ein elektrisches Sperrventil eingeschaltet ist, das so ausgebildet ist, daß die erstgenannte Steuerspule (25) oberhalb eines gewissen Momentes der Turbine stromlos ist, jedoch bei Unterschreiten dieses Momentes von einem Strom durchflossen wird, der von der an den Potentiometern (19, 23) vorhandenen Differenzspannungerzeugtwird,wobei die erstgenannte Steuerspule (25) so bemessen ist, daß ihr Steuerimpuls den der Steuerspule (17) des normalen Reglers (18) wesentlich überwiegt. In Betracht gezogene Druckschriften:,(-#S Deutsche Patentschriften Nr. 634 532, 648 49e.
DEA15500A 1951-04-09 1952-04-05 Vorrichtung zur Regelung von Kaplanturbinen Pending DE1002698B (de)

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DEA15500A Pending DE1002698B (de) 1951-04-09 1952-04-05 Vorrichtung zur Regelung von Kaplanturbinen

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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1040469B (de) 1954-01-25 1958-10-02 Escher Wyss Gmbh Verfahren zum Abstellen einer Wasserturbine mit verstellbaren Leit- und Laufschaufeln im Falle ploetzlicher Entlastung
DE1137700B (de) * 1958-07-08 1962-10-04 Neyrpic Ateliers Neyre Beylier Verfahren zum Erhalten der Synchron-drehzahl nach einer ploetzlichen Entlastung einer Wasserturbine in einem Flusskraftwerk
DE1148949B (de) 1958-12-24 1963-05-16 Voith Gmbh J M Einrichtung zur Begrenzung der Durchgangsdrehzahl bei doppeltregulierten Kaplanturbinen
DE2713867A1 (de) * 1976-03-29 1977-10-13 Tokyo Shibaura Electric Co Vorrichtung zum schliessen der leitschaufeln einer hydraulischen maschine

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DE634532C (de) * 1935-02-01 1936-09-02 Dieter Thoma Dr Ing Doppelregler fuer Kaplanturbinen
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