DE10026642A1 - Einspritzventil mit einem Zulaufventil zu einer Arbeitskammer - Google Patents
Einspritzventil mit einem Zulaufventil zu einer ArbeitskammerInfo
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Abstract
Es wird ein Einspritzventil mit einer Hydraulikkammer und einer Einspritznadel beschrieben, wobei der Druck in der Hydraulikkammer die Position von der Einspritznadel festlegt. Die Hydraulikkammer steht über ein Servoventil mit einem Rücklauf und über ein Schieberventil mit einem Zulauf in Verbindung. Bei geöffnetem Zulauf ist das Schieberventil geschlossen. Auf diese Weise wird Schaltleckage reduziert.
Description
Die Erfindung betrifft ein Einspritzventil, gemäß dem Ober
begriff des Patentanspruchs 1.
Es sind Einspritzventile bekannt, die eine Arbeitskammer auf
weisen. Die Arbeitskammer ist über eine Zulaufdrossel mit ei
ner Kraftstoffzuführung und über eine Ablaufdrossel mit einem
Servoventil verbunden. Das Servoventil wird von einem elekt
rischen Aktor angesteuert. Bei geschlossenem Servoventil ist
der Druck in der Arbeitskammer groß. Bei geöffnetem Servoven
til fließt über die Ablaufdrossel mehr Kraftstoff aus der Ar
beitskammer ab, als über die Zulaufdrossel Kraftstoff zu
fließt. Auf diese Weise sinkt bei geöffnetem Servoventil der
Druck in der Arbeitskammer. Der Druck in der Arbeitskammer
steht in Wirkverbindung mit der Einspritznadel, wobei bei ei
nem großen Druck die Einspritznadel gegen einen Dichtsitz ge
presst ist und keine Einspritzung erfolgt. Ist der Druck in
der Arbeitskammer niedrig, so hebt die Einspritznadel vom zu
geordneten Dichtsitz ab und gibt einem Verbindungsquerschnitt
zwischen einer Kraftstoffleitung und Einspritzlöchern frei.
Bei geöffnetem Servoventil wird relativ viel Kraftstoff über
die Ablaufdrossel abgesteuert. Da bei modernen Dieselein
spritzventilen ein Kraftstoffdruck von bis zu 2000 bar einge
setzt wird, wird durch den absteuerten Kraftstoff relativ
viel Verlustenergie erzeugt.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein verbessertes
Einspritzventil bereitzustellen.
Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale des An
spruchs 1 gelöst. Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung be
steht darin, dass ein zweites Ventil im Zulauf zur Arbeits
kammer vorgesehen ist. Das zweite Ventil verschließt bei geöffnetem
Servoventil den Zulauf zur Arbeitskammer. Auf diese
Weise wird die Leckage bei geöffnetem Servoventil minimiert.
Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung sind in den
abhängigen Ansprüchen angegeben. Vorzugsweise stehen das Ser
voventil und das zweite Ventil miteinander in Wirkverbindung,
so dass das zweite Ventil sich in einem geschlossenen Zustand
befindet, wenn sich das Servoventil in einem geöffneten Zu
stand befindet. Auf diese Weise wird eine einfache synchrone
Steuerung des Zulaufs und des Ablaufs erreicht.
In einer einfachen Ausbildungsform sind das erste und das
zweite Ventil einstückig ausgebildet.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren näher er
läutert; Es zeigen
Fig. 1 die erste Ausführungsform des Einspritzventils, und
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform.
Fig. 1 zeigt im Querschnitt ein Einspritzventil, das vor
zugsweise bei einem Common-Rail-Einspritzsystem eingesetzt
wird. Das Common-Rail stellt einen Kraftstoffspeicher dar,
der Kraftstoff unter hohem Druck speichert und das Einspritz
ventil mit Kraftstoff versorgt. Das Einspritzventil weist ein
Gehäuse 1 auf, in das eine Kraftstoffleitung 20 eingebracht
ist. Die Kraftstoffleitung 20 ist zu einer Düsenbohrung 7 ge
führt, in der eine Ventilnadel 3 axial beweglich angeordnet
ist. Die Ventilnadel 3 ist mit einem oberen Endstück in einer
oberen Nadelführung 6 angeordnet, wobei das obere Endstück
eine erste Druckfläche 28 aufweist. Die erste Druckfläche 28
grenzt an eine Arbeitskammer 8. Dem oberen Ende gegenüberlie
gend weist die Ventilnadel 3 eine Nadelspitze 29 auf, die ei
nem Ventilsitz 2 zugeordnet ist, der an der unteren Spitze
eines Düsenkörpers am Gehäuse 1 ausgebildet ist. Die Nadel
spitze 29 weist eine plane zweite Druckfläche 30 auf, die
Einspritzlöchern 43 zugeordnet ist, wobei die Einspritzlöcher
43 an der Spitze des Düsenkörpers in Strömungsrichtung gesehen
unterhalb des Ventilsitzes 2 im Gehäuse 1 eingebracht
sind. Die Ventilnadel 3 weist einen Stützkragen 31 auf. Es
ist eine Druckfeder 4 vorgesehen, die zwischen den Stützkra
gen 31 und einer Abstützfläche 32 eingespannt ist und die
.Ventilnadel 3 in Richtung auf den Ventilsitz 2 vorspannt. Die
Abstützfläche 32 ist an einer Wand der Düsenbohrung 7 im Be
reich der oberen Nadelführung 6 ausgebildet, wobei die Ab
stützfläche 32 die zylinderförmige Bohrung, die die obere Na
delführung 6 bildet, umgibt. Die Ventilnadel 3 weist im unte
ren Bereich eine untere Nadelführung 5 auf, die in Form eines
abgerundeten Vierkantquerschnittes ausgeführt ist. Auf diese
Weise ist eine Strömungsverbindung zwischen dem oberen Be
reich der Düsenbohrung 7 und dem unteren Bereich der Düsen
bohrung 7 gegeben, der an den Ventilsitz 2 angrenzt.
Vorzugsweise ist der Nadelhub der Ventilnadel 3 durch einen
oberen Anschlag begrenzt, der beispielsweise durch die obere
Abschlussfläche in der Arbeitskammer 8 realisiert ist.
Die Arbeitskammer 8 ist über eine erste Bohrung 9 mit einer
Ablaufdrossel 19 verbunden, die mit einer Ventilkammer 10 in
Verbindung steht. Die Ventilkammer 10 ist in Form einer zwei
ten Bohrung ausgeführt, die im oberen Bereich konisch zulau
fend in eine dritte Bohrung 33 übergeht. Im unteren Bereich
geht die Ventilkammer 10 über eine erste Stufe 34 in eine
vierte Bohrung 35 über. Die vierte Bohrung steht über eine
Zulaufdrossel 18 und eine Zulaufbohrung 39 mit der Kraft
stoffleitung 20 und über eine fünfte Bohrung 17 mit der ers
ten Bohrung 9 in Verbindung. Die vierte Bohrung 35 stellt ei
ne Ventilbohrung dar. Es ist ein kolbenförmiges Schließglied
36 vorgesehen, das axial beweglich in der Ventilbohrung 35
und in der Ventilkammer 10 angeordnet ist. Das Schließglied
36 weist einen Ventilkopf 11 auf, der einem Dichtsitz 13 zu
geordnet ist. Der Dichtsitz 13 ist im Übergang von der Ven
tilkammer 10 zur dritten Bohrung 33 ausgebildet. Der Dicht
sitz 13 ist vorzugsweise als konischer Dichtsitz ausgebildet.
Der Ventilkopf 11 weist eine Dichtfläche auf, die teilkugelförmig
ausgebildet ist und bei Anlage an dem Dichtsitz 13 ei
ne ringförmig umlaufende Dichtfläche herstellt.
Der Ventilkopf 11 geht über eine zweite Stufe 38 im Bereich
der Ventilkammer 10 in den Kolbenteil 37 über. Der Ventilkopf
11 ist im Querschnitt breiter ausgeführt als ein unteres zy
linderförmiges Kolbenteil 37. Zwischen der zweiten Stufe 38
und der ersten Stufe 34 ist eine Schließfeder 12 eingespannt,
die den Ventilkopf 11 gegen den Dichtsitz 13 vorspannt. Das
Kolbenteil 37 ist dichtend in der Ventilbohrung 35 geführt.
Das Kolbenteil 37 weist eine umlaufende Nut 15 auf, die an
die Zulaufbohrung 39 und an die Ablaufbohrung 17 angrenzt,
wenn der Ventilkopf 11 am Dichtsitz 13 anliegt. Die Zulauf
bohrung 39 ist zwischen der Zulaufdrossel 18 und der Ventil
bohrung 35 angeordnet. Das Kolbenteil 37 begrenzt mit einer
Begrenzungsfläche 14 eine Leckagekammer 40, die im unteren
Bereich der Ventilbohrung 35 angeordnet ist. Die Leckagekam
mer 40 steht über Entlastungsbohrungen mit einer Leckageboh
rung 16 in Verbindung. Die Leckagebohrung 16 ist zu einem Le
ckageraum geführt, in dem der Leckagestrom gesammelt wird.
Die Leckagebohrung 16 steht zudem mit der dritten Bohrung 33
in Verbindung. In der dritten Bohrung 33 ist ein axial beweg
licher Stößel 24 geführt, dessen Spitze dem Ventilkopf 11 zu
geordnet ist. Der Stößel 24 geht in eine Bodenplatte 23 über,
an der ein elektrischer Aktor 21 anliegt.
Die dritte Bohrung 33 geht in einen Aktorraum 41 über, in dem
die Bodenplatte 23 mit dem Aktor 21 angeordnet ist. Der Aktor
21 ist zwischen einem Deckel 22 und der Bodenplatte 23 über
eine Federhülse 27 vorgespannt. Der Aktor 21 weist elektri
sche Anschlüsse 25 auf, mit denen der Aktor in der Länge
steuerbar ist. Der Deckel 22 ist fest mit dem Gehäuse 1 des
Einspritzventils verbunden. Es ist ein metallischer Falten
balg 26 in dem Aktorraum 41 vorgesehen, der mit seiner äuße
ren Begrenzungsfläche an die Innenwand des Aktorraums 41 und
mit seiner inneren Begrenzungsfläche an den Stößel 24 dichtend
angeschlossen ist. Auf diese Weise wird der obere Be
reich des Aktorraums 41 gegenüber dem unteren Bereich des Ak
torraums 41 abgedichtet, so dass kein Kraftstoff zum Aktor 21
gelangen kann. Der Aktor 21 ist vorzugsweise als piezoelek
trischer Aktor ausgebildet. Der untere Bereich 42 des Aktor
raums 41 steht über eine fünfte Bohrung 45 mit der Leckage
bohrung 16 in Verbindung.
Der Ventilkopf 11 bildet zusammen mit dem Dichtsitz 13 ein
Servoventil in Form eines Sitzelements. Die Zulaufbohrung 39
und die Ablaufbohrung 17 bilden zusammen mit dem Kolbenteil
37 und der Nut 15 ein Schieberventil.
Im folgenden wird die Funktionsweise des Einspritzventils der
Fig. 1 näher erläutert: Die Kraftstoffleitung 20 steht mit
dem Kraftstoffspeicher in Verbindung, so dass Kraftstoff mit
hohem Druck in der Düsenbohrung 7 und damit am Ventilsitz 2
anliegt. Zugleich befindet sich Kraftstoff mit hohem Druck in
der Arbeitskammer 8, da die Kraftstoffleitung 20 über die Zu
laufdrossel 18, die Nut 15 und die erste Bohrung 9 mit der
Arbeitskammer 8 in Verbindung steht. Die Ventilnadel 3 ist
mit der Nadelspitze 29 durch den Druck in der Arbeitskammer 8
und die Vorspannkraft der Druckfeder 4 auf den Ventilsitz 2
gedrückt, so dass keine Verbindung zwischen der Düsenbohrung
7 und den Einspritzlöchern 43 vorliegt. Der Ventilkopf 11
sitzt am Dichtsitz 13 auf, so dass Kraftstoff mit hohem Druck
in der Ventilkammer 10 vorliegt.
Wird nun der Aktor 21 angesteuert, so dehnt sich der Aktor 21
aus. Als Folge davon drückt der Stößel 24 den Ventilkopf 11
vom Dichtsitz 13 weg und das Kolbenteil 37 mit der Nut 15 in
Richtung auf die Leckagekammer 40. Als Folge wird eine Ver
bindung zwischen der Ventilkammer 10 und der Leckagebohrung
16 geöffnet und gleichzeitig die Verbindung zwischen der Zu
laufbohrung 39 und der fünften Bohrung 17 unterbrochen. Da
durch wird die Arbeitskammer 8 von der Kraftstoffleitung 20
getrennt. Als Folge dieser Schaltposition fließt Kraftstoff
aus der Arbeitskammer 8 über die Ablaufdrossel 19, die Ven
tilkammer 10 und die Leckagebohrung 16 ab. Damit sinkt der
Druck in der Arbeitskammer 8 und die Ventilnadel 3 wird von
dem Druck des Kraftstoffes, der in der Düsenbohrung 7
herrscht, nach oben in Richtung auf die Arbeitskammer 8 ge
drückt. Damit gibt die Ventilnadel 3 eine Verbindung zwischen
der Düsenbohrung 7 und den Einspritzlöchern 43 frei. Als Fol
ge wird Kraftstoff über die Einspritzlöcher 43 abgegeben. Zur
Beendigung der Einspritzung wird die Ansteuerung des Aktors
21 unterbrochen, so dass sich der Aktor 21 verkürzt und der
Stößel 24 durch die Schließfeder 12 nach oben bewegt wird.
Der Ventilkopf 11 wird von der Schließfeder 12 gegen den
Dichtsitz 13 gedrückt. Damit wird die Verbindung zwischen der
Aktorkammer 8 und der Leckagebohrung 16 geschlossen. Gleich
zeitig wird die Nut 15 nach oben auf die Höhe der Zulaufboh
rung 39 und der fünften Bohrung 17 bewegt, so dass eine Ver
bindung zwischen der Zulaufbohrung 39 und der fünften Bohrung
17 geöffnet wird. Als Folge davon fließt Kraftstoff über die
Zulaufdrossel 18 zur Arbeitskammer 8. Folglich erhöht sich
der Druck in der Arbeitskammer 8. Der Druck in der Arbeits
kammer 8 steigt, bis die Ventilnadel 3 mit der Nadelspitze 29
auf den Ventilsitz 2 gedrückt wird. Sitzt die Ventilnadel 3
wieder auf dem Ventilsitz 2 auf, so unterbricht die Einsprit
zung.
Die Ventilnadel 3 liegt in einer geschlossenen Position mit
einem ersten Dichtquerschnitt A1 am Ventilsitz 2 auf. Die
erste Druckfläche 28 stellt einen zweiten Dichtquerschnitt A2
dar. Bei geschlossenem Servoventil liegt der Ventilkopf 11
mit einem dritten Dichtquerschnitt A3 am Dichtsitz 13 an. Die
Begrenzungsfläche 14 stellt einen vierten Dichtquerschnitt A4
dar.
Durch Abstimmung des dritten und vierten Dichtquerschnittes
A3, A4 lässt sich die hydrostatische Schließkraft auf den
Ventilkopf 11 einstellen. Bei gegebenen Kraftstoffdruck P
gilt für die hydrostatische Schließkraft FS folgende Bezie
hung: FS = (A3 - A4) × P.
Wird beispielsweise der dritte und der vierte Dichtquer
schnitt gleich groß gewählt, so wirkt auf den Ventilkopf 11
keine vom Kraftstoff druckabhängige Kraft und zur Bewegung
des Ventilkopfes 11 muss lediglich die geringe Kraft der
Schließfeder 12 überwunden werden.
Vorzugsweise wird der dritte Dichtquerschnitt größer gewählt
als der vierte Dichtquerschnitt. In diesem Fall ist die Betä
tigungskraft des Servoventils gegenüber nicht druckausgegli
chenen Servoventilen wesentlich reduziert.
Die Ventilnadel 3 wird im geschlossenen Zustand von der
Druckfeder 4 und von einer hydrostatischen Schließkraft auf
den Ventilsitz 2 gedrückt, wobei die hydrostatische Schließ
kraft FS nach folgender Formel berechnet: FS = A1 × P.
Bei geöffnetem Servoventil fällt der Druck in der Arbeitskam
mer ab und im gleichen Maße entsteht ein hydrostatische
Kraft, die die Ventilnadel 3 nach oben in Öffnungsrichtung
drückt, wobei die hydrostatische Kraft F nach folgender For
mel berechnet wird: F = (A2 - A1) × P - A2 × PK, wobei der
Druck in der Arbeitskammer 8 mit PK bezeichnet ist.
Hebt die Ventilnadel 3 vom Ventilsitz 2 ab, so wird die Spit
ze der Ventilnadel 3 ebenfalls vom Kraftstoff umspült, so
dass sich die hydrostatische Öffnungskraft F folgendermaßen
berechnet: F = A2 × (P - PK).
Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform des Einspritzven
tils, das im wesentlichen Teilen mit dem Einspritzventil der
Fig. 1 übereinstimmt. In Fig. 2 steht im Gegensatz zur
Fig. 1 der Stößel 24 nicht direkt mit der Bodenplatte 23 in
Verbindung, sondern es ist eine Hydraulikkammer 44 zwischen
der Bodenplatte 23 und dem Stößel 24 angeordnet. In diesem
Ausführungsbeispiel ist die Bodenplatte 23 vorzugsweise im
Querschnitt kreisförmig ausgebildet und dichtend in der Ak
torkammer 41 geführt. Der Stößel 24 weist im oberen Bereich
eine Zylinderform auf, die ebenfalls dichtend in der dritten
Bohrung 33 geführt ist. Vorzugsweise ist die Querschnittsflä
che der Bodenplatte 23, die an die Hydraulikkammer 44 an
grenzt, größer als die Querschnittsfläche, mit der der Stößel
24 die Hydraulikkammer 44 begrenzt. Auf diese Weise wird eine
Hubtransformation der Auslenkung des Aktors 21 erreicht. Die
Bodenplatte 23 stellt einen Primärkolben und der obere Teil
des Stößels 24 einen Sekundärkolben dar.
In dieser Ausführungsform ist die Leckagekammer 40 über einen
Kanal 47 nur mit dem Aktorraum 41 verbunden. Über die Lecka
gekammer 40 wird Kraftstoff mit hohem Druck in den Aktorraum
41 abgeführt. Der Aktor 21 ist in dieser Ausführungsform ab
gekapselt und gegen den Kraftstoff geschützt. Da der Aktor 21
vom Kraftstoff umgeben ist, wird Wärme vom Aktor 21 auf das
Gehäuse abgeführt. Auf diese Weise wird Verlustwärme effi
zient abgeführt.
Die Hydraulikkammer 44 weist vorzugsweise eine sehr geringe
Höhe von kleiner als 300 µm auf, um eine hohe Steifigkeit bei
der Übertragung der Auslenkung des Aktors 21 auf den Stößel
24 zu gewährleisten.
In dieser Ausführungsform ist der Aktorraum 41 über ein Über
druckventil 46 mit dem Leckagekanal 16 verbunden. Überschrei
tet der Druck im Aktorraum 41 einen vorgegebenen Höchstwert,
so öffnet das Überdruckventil 46 und Kraftstoff wird an die
Leckagebohrung 16 abgegeben. Auf diese Weise wird vermieden,
dass der Druck im Aktorraum 41 und damit auch der Druck in
der Hydraulikkammer 44 einen Höchstwert überschreitet, der
ein Öffnen des Stößels 24 bewirkt, ohne dass der Aktor 21 an
gesteuert ist. Vorzugsweise ist der Höchstwert in der Weise
gewählt, dass Kraftstoff vom Aktorraum 41 in die Hydraulik
kammer 44 leckt und die Hydraulikkammer 44 laufend mit Kraftstoff
gefüllt ist. Die Geometrien sind in der Weise gewählt,
dass die Hydraulikkammer 44 so groß ausgebildet ist, dass der
Stößel 24 am Ventilkopf 11 anliegt.
In einer einfachen Ausführungsform der Erfindung sind das
Servoventil und das Ventilschieberventil als getrennte Bau
teile ausgebildet, die jedoch miteinander synchron tätig wer
den.
Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, dass das gemeinsame
Schließglied, das den Ventilkopf 11 und das Kolbenteil 37
aufweist, durch eine entsprechende Dimensionierung des ers
ten, zweiten, dritten und vierten Dichtquerschnitts A1, A2,
A3, A4 nahezu druckausgeglichen ist.
Claims (11)
1. Einspritzventil mit einer Arbeitskammer und mit einer
Ventilnadel, wobei die Ventilnadel in Wirkverbindung mit dem
Druck in der Arbeitskammer steht und der Druck in der Ar
beitskammer die Position der Ventilnadel steuert,
mit einem Zulauf, an den die Arbeitskammer angeschlossen ist,
mit einem Ablauf, an den die Arbeitskammer über ein erstes steuerbares Ventil (13, 11) angeschlossen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein zweites Ventil (37, 39, 17) im Zulauf vorgesehen ist, wobei
das erste und das zweite Ventil (13, 11, 37, 39, 17) in der Weise synchron betätigbar sind, dass bei geöffnetem zweiten Ventil (37, 39, 17) das erste Ventil (11, 13) geschlossen ist, und dass bei geöffnetem ersten Ventil (11, 13) das zweite Ventil ge schlossen ist.
mit einem Zulauf, an den die Arbeitskammer angeschlossen ist,
mit einem Ablauf, an den die Arbeitskammer über ein erstes steuerbares Ventil (13, 11) angeschlossen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein zweites Ventil (37, 39, 17) im Zulauf vorgesehen ist, wobei
das erste und das zweite Ventil (13, 11, 37, 39, 17) in der Weise synchron betätigbar sind, dass bei geöffnetem zweiten Ventil (37, 39, 17) das erste Ventil (11, 13) geschlossen ist, und dass bei geöffnetem ersten Ventil (11, 13) das zweite Ventil ge schlossen ist.
2. Einspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass ein erstes Schließglied (11) des ersten Ventils in Wirk
verbindung mit einem zweiten Schließglied (37) des zweiten
Ventils steht.
3. Einspritzventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, dass das erste Schließglied einstückig mit dem
zweiten Schließglied (37) ausgebildet ist.
4. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da
durch gekennzeichnet, dass das erste Ventil als Sitzventil
und das zweite Ventil als Schieberventil ausgebildet sind.
5. Einspritzventil nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekenn
zeichnet, dass das erste Schließglied (11) in Form eines Ven
tilkopfes ausgebildet ist, der einem Dichtsitz (13) zugeord
net ist, dass das zweite Schließglied (37) in Form eines Kol
bens mit einer Nut (15) ausgebildet ist, dass der Kolben in
einer Ventilbohrung (35) axial beweglich angeordnet ist, dass
eine Zulaufbohrung (39) und ein Zulaufkanal (17) an die Ventilbohrung
(35) in annähernd gleicher Höhe münden, dass die
Zulaufbohrung (39) mit einer Kraftstoffleitung (20) und der
Zulaufkanal (17) der Arbeitskammer (8) in Verbindung steht,
und dass über die Nut (15) eine Verbindung zwischen der Zu
laufbohrung (39) und dem Zulaufkanal (17) herstellbar ist,
wenn der Ventilkopf (11) am Dichtsitz (13) anliegt und dass
die Nut (15) nicht an die Zulaufbohrung (39) und den Zulauf
kanal (17) angrenzt, wenn der Ventilkopf (11) vom Dichtsitz
(13) abgehoben ist.
6. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da
durch gekennzeichnet, dass eine Kraftstoffleitung (20) über
eine Zulaufdrossel (18) an das zweite Ventil (37, 39, 17) an
grenzt, dass das zweite Ventil (37) über einen Zuführkanal
(17, 9) mit der Arbeitskammer (8) in Verbindung steht, und
dass der Zuführkanal (17, 9) über eine Ablaufdrossel (19) über
das erste Ventil (11, 13) an einen Ablauf (16) angeschlossen
ist.
7. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 6 dadurch
gekennzeichnet, dass ein Aktor (21) vorgesehen ist, der in
Wirkverbindung mit dem ersten Ventil (11, 13) steht, und dass
der Aktor (21) über einen Faltenbalg (26) gegenüber dem
Kraftstoff abgedichtet ist.
8. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da
durch gekennzeichnet, dass eine hydraulische Hubübersetzung
(44) zwischen einem Aktor (21) und einem Stellglied (24) vor
gesehen ist, wobei das Stellglied (24) in Wirkverbindung mit
dem ersten Ventil (11, 13) steht.
9. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da
durch gekennzeichnet, dass ein Aktor (21) in einem Aktorraum
(41) vorgesehen ist, dass der Aktor (21) über ein Stellglied
(24) mit dem ersten Ventil (11, 13) in Verbindung steht, und
dass ein Überdruckventil (45) vorgesehen ist, mit dem der Ak
torraum (41) mit einem Ablauf (16) verbindbar ist.
10. Einspritzventil nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Aktor (21) in einem Aktorraum (41) ange
ordnet ist, dass der Aktorraum (41) über einen Kanal (97) mit
Kraftstoff versorgt wird, so dass der Aktor (21) mit Kraft
stoff umspült ist.
11. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 3 bis 10, da
durch gekennzeichnet, dass ein aus dem ersten und zweiten
Schließglied gebildetes gemeinsames Schließglied druckausge
glichen ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2000126642 DE10026642A1 (de) | 2000-05-29 | 2000-05-29 | Einspritzventil mit einem Zulaufventil zu einer Arbeitskammer |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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|---|---|---|---|---|
| WO2006012658A1 (de) * | 2004-08-06 | 2006-02-09 | Robert Bosch Gmbh | Vorrichtung zum einspritzen von kraftstoff in den brennraum einer brennkraftmaschine |
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-
2000
- 2000-05-29 DE DE2000126642 patent/DE10026642A1/de not_active Ceased
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| JP2013011274A (ja) * | 2011-06-27 | 2013-01-17 | Man Diesel & Turbo Filial Af Man Diesel & Turbo Se Tyskland | ターボ過給型大型2サイクルディーゼルエンジン用の燃料弁 |
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