[go: up one dir, main page]

DE10026642A1 - Einspritzventil mit einem Zulaufventil zu einer Arbeitskammer - Google Patents

Einspritzventil mit einem Zulaufventil zu einer Arbeitskammer

Info

Publication number
DE10026642A1
DE10026642A1 DE2000126642 DE10026642A DE10026642A1 DE 10026642 A1 DE10026642 A1 DE 10026642A1 DE 2000126642 DE2000126642 DE 2000126642 DE 10026642 A DE10026642 A DE 10026642A DE 10026642 A1 DE10026642 A1 DE 10026642A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
valve
actuator
working chamber
bore
inlet
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE2000126642
Other languages
English (en)
Inventor
Bernhard Gottlieb
Andreas Kappel
Randolf Mock
Bernhard Fischer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DE2000126642 priority Critical patent/DE10026642A1/de
Publication of DE10026642A1 publication Critical patent/DE10026642A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M63/00Other fuel-injection apparatus having pertinent characteristics not provided for in groups F02M39/00 - F02M57/00 or F02M67/00; Details, component parts, or accessories of fuel-injection apparatus, not provided for in, or of interest apart from, the apparatus of groups F02M39/00 - F02M61/00 or F02M67/00; Combination of fuel pump with other devices, e.g. lubricating oil pump
    • F02M63/0012Valves
    • F02M63/0031Valves characterized by the type of valves, e.g. special valve member details, valve seat details, valve housing details
    • F02M63/0033Lift valves, i.e. having a valve member that moves perpendicularly to the plane of the valve seat
    • F02M63/0035Poppet valves, i.e. having a mushroom-shaped valve member that moves perpendicularly to the plane of the valve seat
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M47/00Fuel-injection apparatus operated cyclically with fuel-injection valves actuated by fluid pressure
    • F02M47/02Fuel-injection apparatus operated cyclically with fuel-injection valves actuated by fluid pressure of accumulator-injector type, i.e. having fuel pressure of accumulator tending to open, and fuel pressure in other chamber tending to close, injection valves and having means for periodically releasing that closing pressure
    • F02M47/027Electrically actuated valves draining the chamber to release the closing pressure
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M63/00Other fuel-injection apparatus having pertinent characteristics not provided for in groups F02M39/00 - F02M57/00 or F02M67/00; Details, component parts, or accessories of fuel-injection apparatus, not provided for in, or of interest apart from, the apparatus of groups F02M39/00 - F02M61/00 or F02M67/00; Combination of fuel pump with other devices, e.g. lubricating oil pump
    • F02M63/0012Valves
    • F02M63/0014Valves characterised by the valve actuating means
    • F02M63/0015Valves characterised by the valve actuating means electrical, e.g. using solenoid
    • F02M63/0026Valves characterised by the valve actuating means electrical, e.g. using solenoid using piezoelectric or magnetostrictive actuators

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Fuel-Injection Apparatus (AREA)

Abstract

Es wird ein Einspritzventil mit einer Hydraulikkammer und einer Einspritznadel beschrieben, wobei der Druck in der Hydraulikkammer die Position von der Einspritznadel festlegt. Die Hydraulikkammer steht über ein Servoventil mit einem Rücklauf und über ein Schieberventil mit einem Zulauf in Verbindung. Bei geöffnetem Zulauf ist das Schieberventil geschlossen. Auf diese Weise wird Schaltleckage reduziert.

Description

Die Erfindung betrifft ein Einspritzventil, gemäß dem Ober­ begriff des Patentanspruchs 1.
Es sind Einspritzventile bekannt, die eine Arbeitskammer auf­ weisen. Die Arbeitskammer ist über eine Zulaufdrossel mit ei­ ner Kraftstoffzuführung und über eine Ablaufdrossel mit einem Servoventil verbunden. Das Servoventil wird von einem elekt­ rischen Aktor angesteuert. Bei geschlossenem Servoventil ist der Druck in der Arbeitskammer groß. Bei geöffnetem Servoven­ til fließt über die Ablaufdrossel mehr Kraftstoff aus der Ar­ beitskammer ab, als über die Zulaufdrossel Kraftstoff zu­ fließt. Auf diese Weise sinkt bei geöffnetem Servoventil der Druck in der Arbeitskammer. Der Druck in der Arbeitskammer steht in Wirkverbindung mit der Einspritznadel, wobei bei ei­ nem großen Druck die Einspritznadel gegen einen Dichtsitz ge­ presst ist und keine Einspritzung erfolgt. Ist der Druck in der Arbeitskammer niedrig, so hebt die Einspritznadel vom zu­ geordneten Dichtsitz ab und gibt einem Verbindungsquerschnitt zwischen einer Kraftstoffleitung und Einspritzlöchern frei.
Bei geöffnetem Servoventil wird relativ viel Kraftstoff über die Ablaufdrossel abgesteuert. Da bei modernen Dieselein­ spritzventilen ein Kraftstoffdruck von bis zu 2000 bar einge­ setzt wird, wird durch den absteuerten Kraftstoff relativ viel Verlustenergie erzeugt.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein verbessertes Einspritzventil bereitzustellen.
Die Aufgabe der Erfindung wird durch die Merkmale des An­ spruchs 1 gelöst. Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung be­ steht darin, dass ein zweites Ventil im Zulauf zur Arbeits­ kammer vorgesehen ist. Das zweite Ventil verschließt bei geöffnetem Servoventil den Zulauf zur Arbeitskammer. Auf diese Weise wird die Leckage bei geöffnetem Servoventil minimiert.
Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben. Vorzugsweise stehen das Ser­ voventil und das zweite Ventil miteinander in Wirkverbindung, so dass das zweite Ventil sich in einem geschlossenen Zustand befindet, wenn sich das Servoventil in einem geöffneten Zu­ stand befindet. Auf diese Weise wird eine einfache synchrone Steuerung des Zulaufs und des Ablaufs erreicht.
In einer einfachen Ausbildungsform sind das erste und das zweite Ventil einstückig ausgebildet.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren näher er­ läutert; Es zeigen
Fig. 1 die erste Ausführungsform des Einspritzventils, und
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform.
Fig. 1 zeigt im Querschnitt ein Einspritzventil, das vor­ zugsweise bei einem Common-Rail-Einspritzsystem eingesetzt wird. Das Common-Rail stellt einen Kraftstoffspeicher dar, der Kraftstoff unter hohem Druck speichert und das Einspritz­ ventil mit Kraftstoff versorgt. Das Einspritzventil weist ein Gehäuse 1 auf, in das eine Kraftstoffleitung 20 eingebracht ist. Die Kraftstoffleitung 20 ist zu einer Düsenbohrung 7 ge­ führt, in der eine Ventilnadel 3 axial beweglich angeordnet ist. Die Ventilnadel 3 ist mit einem oberen Endstück in einer oberen Nadelführung 6 angeordnet, wobei das obere Endstück eine erste Druckfläche 28 aufweist. Die erste Druckfläche 28 grenzt an eine Arbeitskammer 8. Dem oberen Ende gegenüberlie­ gend weist die Ventilnadel 3 eine Nadelspitze 29 auf, die ei­ nem Ventilsitz 2 zugeordnet ist, der an der unteren Spitze eines Düsenkörpers am Gehäuse 1 ausgebildet ist. Die Nadel­ spitze 29 weist eine plane zweite Druckfläche 30 auf, die Einspritzlöchern 43 zugeordnet ist, wobei die Einspritzlöcher 43 an der Spitze des Düsenkörpers in Strömungsrichtung gesehen unterhalb des Ventilsitzes 2 im Gehäuse 1 eingebracht sind. Die Ventilnadel 3 weist einen Stützkragen 31 auf. Es ist eine Druckfeder 4 vorgesehen, die zwischen den Stützkra­ gen 31 und einer Abstützfläche 32 eingespannt ist und die .Ventilnadel 3 in Richtung auf den Ventilsitz 2 vorspannt. Die Abstützfläche 32 ist an einer Wand der Düsenbohrung 7 im Be­ reich der oberen Nadelführung 6 ausgebildet, wobei die Ab­ stützfläche 32 die zylinderförmige Bohrung, die die obere Na­ delführung 6 bildet, umgibt. Die Ventilnadel 3 weist im unte­ ren Bereich eine untere Nadelführung 5 auf, die in Form eines abgerundeten Vierkantquerschnittes ausgeführt ist. Auf diese Weise ist eine Strömungsverbindung zwischen dem oberen Be­ reich der Düsenbohrung 7 und dem unteren Bereich der Düsen­ bohrung 7 gegeben, der an den Ventilsitz 2 angrenzt.
Vorzugsweise ist der Nadelhub der Ventilnadel 3 durch einen oberen Anschlag begrenzt, der beispielsweise durch die obere Abschlussfläche in der Arbeitskammer 8 realisiert ist.
Die Arbeitskammer 8 ist über eine erste Bohrung 9 mit einer Ablaufdrossel 19 verbunden, die mit einer Ventilkammer 10 in Verbindung steht. Die Ventilkammer 10 ist in Form einer zwei­ ten Bohrung ausgeführt, die im oberen Bereich konisch zulau­ fend in eine dritte Bohrung 33 übergeht. Im unteren Bereich geht die Ventilkammer 10 über eine erste Stufe 34 in eine vierte Bohrung 35 über. Die vierte Bohrung steht über eine Zulaufdrossel 18 und eine Zulaufbohrung 39 mit der Kraft­ stoffleitung 20 und über eine fünfte Bohrung 17 mit der ers­ ten Bohrung 9 in Verbindung. Die vierte Bohrung 35 stellt ei­ ne Ventilbohrung dar. Es ist ein kolbenförmiges Schließglied 36 vorgesehen, das axial beweglich in der Ventilbohrung 35 und in der Ventilkammer 10 angeordnet ist. Das Schließglied 36 weist einen Ventilkopf 11 auf, der einem Dichtsitz 13 zu­ geordnet ist. Der Dichtsitz 13 ist im Übergang von der Ven­ tilkammer 10 zur dritten Bohrung 33 ausgebildet. Der Dicht­ sitz 13 ist vorzugsweise als konischer Dichtsitz ausgebildet. Der Ventilkopf 11 weist eine Dichtfläche auf, die teilkugelförmig ausgebildet ist und bei Anlage an dem Dichtsitz 13 ei­ ne ringförmig umlaufende Dichtfläche herstellt.
Der Ventilkopf 11 geht über eine zweite Stufe 38 im Bereich der Ventilkammer 10 in den Kolbenteil 37 über. Der Ventilkopf 11 ist im Querschnitt breiter ausgeführt als ein unteres zy­ linderförmiges Kolbenteil 37. Zwischen der zweiten Stufe 38 und der ersten Stufe 34 ist eine Schließfeder 12 eingespannt, die den Ventilkopf 11 gegen den Dichtsitz 13 vorspannt. Das Kolbenteil 37 ist dichtend in der Ventilbohrung 35 geführt. Das Kolbenteil 37 weist eine umlaufende Nut 15 auf, die an die Zulaufbohrung 39 und an die Ablaufbohrung 17 angrenzt, wenn der Ventilkopf 11 am Dichtsitz 13 anliegt. Die Zulauf­ bohrung 39 ist zwischen der Zulaufdrossel 18 und der Ventil­ bohrung 35 angeordnet. Das Kolbenteil 37 begrenzt mit einer Begrenzungsfläche 14 eine Leckagekammer 40, die im unteren Bereich der Ventilbohrung 35 angeordnet ist. Die Leckagekam­ mer 40 steht über Entlastungsbohrungen mit einer Leckageboh­ rung 16 in Verbindung. Die Leckagebohrung 16 ist zu einem Le­ ckageraum geführt, in dem der Leckagestrom gesammelt wird.
Die Leckagebohrung 16 steht zudem mit der dritten Bohrung 33 in Verbindung. In der dritten Bohrung 33 ist ein axial beweg­ licher Stößel 24 geführt, dessen Spitze dem Ventilkopf 11 zu­ geordnet ist. Der Stößel 24 geht in eine Bodenplatte 23 über, an der ein elektrischer Aktor 21 anliegt.
Die dritte Bohrung 33 geht in einen Aktorraum 41 über, in dem die Bodenplatte 23 mit dem Aktor 21 angeordnet ist. Der Aktor 21 ist zwischen einem Deckel 22 und der Bodenplatte 23 über eine Federhülse 27 vorgespannt. Der Aktor 21 weist elektri­ sche Anschlüsse 25 auf, mit denen der Aktor in der Länge steuerbar ist. Der Deckel 22 ist fest mit dem Gehäuse 1 des Einspritzventils verbunden. Es ist ein metallischer Falten­ balg 26 in dem Aktorraum 41 vorgesehen, der mit seiner äuße­ ren Begrenzungsfläche an die Innenwand des Aktorraums 41 und mit seiner inneren Begrenzungsfläche an den Stößel 24 dichtend angeschlossen ist. Auf diese Weise wird der obere Be­ reich des Aktorraums 41 gegenüber dem unteren Bereich des Ak­ torraums 41 abgedichtet, so dass kein Kraftstoff zum Aktor 21 gelangen kann. Der Aktor 21 ist vorzugsweise als piezoelek­ trischer Aktor ausgebildet. Der untere Bereich 42 des Aktor­ raums 41 steht über eine fünfte Bohrung 45 mit der Leckage­ bohrung 16 in Verbindung.
Der Ventilkopf 11 bildet zusammen mit dem Dichtsitz 13 ein Servoventil in Form eines Sitzelements. Die Zulaufbohrung 39 und die Ablaufbohrung 17 bilden zusammen mit dem Kolbenteil 37 und der Nut 15 ein Schieberventil.
Im folgenden wird die Funktionsweise des Einspritzventils der Fig. 1 näher erläutert: Die Kraftstoffleitung 20 steht mit dem Kraftstoffspeicher in Verbindung, so dass Kraftstoff mit hohem Druck in der Düsenbohrung 7 und damit am Ventilsitz 2 anliegt. Zugleich befindet sich Kraftstoff mit hohem Druck in der Arbeitskammer 8, da die Kraftstoffleitung 20 über die Zu­ laufdrossel 18, die Nut 15 und die erste Bohrung 9 mit der Arbeitskammer 8 in Verbindung steht. Die Ventilnadel 3 ist mit der Nadelspitze 29 durch den Druck in der Arbeitskammer 8 und die Vorspannkraft der Druckfeder 4 auf den Ventilsitz 2 gedrückt, so dass keine Verbindung zwischen der Düsenbohrung 7 und den Einspritzlöchern 43 vorliegt. Der Ventilkopf 11 sitzt am Dichtsitz 13 auf, so dass Kraftstoff mit hohem Druck in der Ventilkammer 10 vorliegt.
Wird nun der Aktor 21 angesteuert, so dehnt sich der Aktor 21 aus. Als Folge davon drückt der Stößel 24 den Ventilkopf 11 vom Dichtsitz 13 weg und das Kolbenteil 37 mit der Nut 15 in Richtung auf die Leckagekammer 40. Als Folge wird eine Ver­ bindung zwischen der Ventilkammer 10 und der Leckagebohrung 16 geöffnet und gleichzeitig die Verbindung zwischen der Zu­ laufbohrung 39 und der fünften Bohrung 17 unterbrochen. Da­ durch wird die Arbeitskammer 8 von der Kraftstoffleitung 20 getrennt. Als Folge dieser Schaltposition fließt Kraftstoff aus der Arbeitskammer 8 über die Ablaufdrossel 19, die Ven­ tilkammer 10 und die Leckagebohrung 16 ab. Damit sinkt der Druck in der Arbeitskammer 8 und die Ventilnadel 3 wird von dem Druck des Kraftstoffes, der in der Düsenbohrung 7 herrscht, nach oben in Richtung auf die Arbeitskammer 8 ge­ drückt. Damit gibt die Ventilnadel 3 eine Verbindung zwischen der Düsenbohrung 7 und den Einspritzlöchern 43 frei. Als Fol­ ge wird Kraftstoff über die Einspritzlöcher 43 abgegeben. Zur Beendigung der Einspritzung wird die Ansteuerung des Aktors 21 unterbrochen, so dass sich der Aktor 21 verkürzt und der Stößel 24 durch die Schließfeder 12 nach oben bewegt wird.
Der Ventilkopf 11 wird von der Schließfeder 12 gegen den Dichtsitz 13 gedrückt. Damit wird die Verbindung zwischen der Aktorkammer 8 und der Leckagebohrung 16 geschlossen. Gleich­ zeitig wird die Nut 15 nach oben auf die Höhe der Zulaufboh­ rung 39 und der fünften Bohrung 17 bewegt, so dass eine Ver­ bindung zwischen der Zulaufbohrung 39 und der fünften Bohrung 17 geöffnet wird. Als Folge davon fließt Kraftstoff über die Zulaufdrossel 18 zur Arbeitskammer 8. Folglich erhöht sich der Druck in der Arbeitskammer 8. Der Druck in der Arbeits­ kammer 8 steigt, bis die Ventilnadel 3 mit der Nadelspitze 29 auf den Ventilsitz 2 gedrückt wird. Sitzt die Ventilnadel 3 wieder auf dem Ventilsitz 2 auf, so unterbricht die Einsprit­ zung.
Die Ventilnadel 3 liegt in einer geschlossenen Position mit einem ersten Dichtquerschnitt A1 am Ventilsitz 2 auf. Die erste Druckfläche 28 stellt einen zweiten Dichtquerschnitt A2 dar. Bei geschlossenem Servoventil liegt der Ventilkopf 11 mit einem dritten Dichtquerschnitt A3 am Dichtsitz 13 an. Die Begrenzungsfläche 14 stellt einen vierten Dichtquerschnitt A4 dar.
Durch Abstimmung des dritten und vierten Dichtquerschnittes A3, A4 lässt sich die hydrostatische Schließkraft auf den Ventilkopf 11 einstellen. Bei gegebenen Kraftstoffdruck P gilt für die hydrostatische Schließkraft FS folgende Bezie­ hung: FS = (A3 - A4) × P.
Wird beispielsweise der dritte und der vierte Dichtquer­ schnitt gleich groß gewählt, so wirkt auf den Ventilkopf 11 keine vom Kraftstoff druckabhängige Kraft und zur Bewegung des Ventilkopfes 11 muss lediglich die geringe Kraft der Schließfeder 12 überwunden werden.
Vorzugsweise wird der dritte Dichtquerschnitt größer gewählt als der vierte Dichtquerschnitt. In diesem Fall ist die Betä­ tigungskraft des Servoventils gegenüber nicht druckausgegli­ chenen Servoventilen wesentlich reduziert.
Die Ventilnadel 3 wird im geschlossenen Zustand von der Druckfeder 4 und von einer hydrostatischen Schließkraft auf den Ventilsitz 2 gedrückt, wobei die hydrostatische Schließ­ kraft FS nach folgender Formel berechnet: FS = A1 × P.
Bei geöffnetem Servoventil fällt der Druck in der Arbeitskam­ mer ab und im gleichen Maße entsteht ein hydrostatische Kraft, die die Ventilnadel 3 nach oben in Öffnungsrichtung drückt, wobei die hydrostatische Kraft F nach folgender For­ mel berechnet wird: F = (A2 - A1) × P - A2 × PK, wobei der Druck in der Arbeitskammer 8 mit PK bezeichnet ist.
Hebt die Ventilnadel 3 vom Ventilsitz 2 ab, so wird die Spit­ ze der Ventilnadel 3 ebenfalls vom Kraftstoff umspült, so dass sich die hydrostatische Öffnungskraft F folgendermaßen berechnet: F = A2 × (P - PK).
Fig. 2 zeigt eine weitere Ausführungsform des Einspritzven­ tils, das im wesentlichen Teilen mit dem Einspritzventil der Fig. 1 übereinstimmt. In Fig. 2 steht im Gegensatz zur Fig. 1 der Stößel 24 nicht direkt mit der Bodenplatte 23 in Verbindung, sondern es ist eine Hydraulikkammer 44 zwischen der Bodenplatte 23 und dem Stößel 24 angeordnet. In diesem Ausführungsbeispiel ist die Bodenplatte 23 vorzugsweise im Querschnitt kreisförmig ausgebildet und dichtend in der Ak­ torkammer 41 geführt. Der Stößel 24 weist im oberen Bereich eine Zylinderform auf, die ebenfalls dichtend in der dritten Bohrung 33 geführt ist. Vorzugsweise ist die Querschnittsflä­ che der Bodenplatte 23, die an die Hydraulikkammer 44 an­ grenzt, größer als die Querschnittsfläche, mit der der Stößel 24 die Hydraulikkammer 44 begrenzt. Auf diese Weise wird eine Hubtransformation der Auslenkung des Aktors 21 erreicht. Die Bodenplatte 23 stellt einen Primärkolben und der obere Teil des Stößels 24 einen Sekundärkolben dar.
In dieser Ausführungsform ist die Leckagekammer 40 über einen Kanal 47 nur mit dem Aktorraum 41 verbunden. Über die Lecka­ gekammer 40 wird Kraftstoff mit hohem Druck in den Aktorraum 41 abgeführt. Der Aktor 21 ist in dieser Ausführungsform ab­ gekapselt und gegen den Kraftstoff geschützt. Da der Aktor 21 vom Kraftstoff umgeben ist, wird Wärme vom Aktor 21 auf das Gehäuse abgeführt. Auf diese Weise wird Verlustwärme effi­ zient abgeführt.
Die Hydraulikkammer 44 weist vorzugsweise eine sehr geringe Höhe von kleiner als 300 µm auf, um eine hohe Steifigkeit bei der Übertragung der Auslenkung des Aktors 21 auf den Stößel 24 zu gewährleisten.
In dieser Ausführungsform ist der Aktorraum 41 über ein Über­ druckventil 46 mit dem Leckagekanal 16 verbunden. Überschrei­ tet der Druck im Aktorraum 41 einen vorgegebenen Höchstwert, so öffnet das Überdruckventil 46 und Kraftstoff wird an die Leckagebohrung 16 abgegeben. Auf diese Weise wird vermieden, dass der Druck im Aktorraum 41 und damit auch der Druck in der Hydraulikkammer 44 einen Höchstwert überschreitet, der ein Öffnen des Stößels 24 bewirkt, ohne dass der Aktor 21 an­ gesteuert ist. Vorzugsweise ist der Höchstwert in der Weise gewählt, dass Kraftstoff vom Aktorraum 41 in die Hydraulik­ kammer 44 leckt und die Hydraulikkammer 44 laufend mit Kraftstoff gefüllt ist. Die Geometrien sind in der Weise gewählt, dass die Hydraulikkammer 44 so groß ausgebildet ist, dass der Stößel 24 am Ventilkopf 11 anliegt.
In einer einfachen Ausführungsform der Erfindung sind das Servoventil und das Ventilschieberventil als getrennte Bau­ teile ausgebildet, die jedoch miteinander synchron tätig wer­ den.
Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, dass das gemeinsame Schließglied, das den Ventilkopf 11 und das Kolbenteil 37 aufweist, durch eine entsprechende Dimensionierung des ers­ ten, zweiten, dritten und vierten Dichtquerschnitts A1, A2, A3, A4 nahezu druckausgeglichen ist.

Claims (11)

1. Einspritzventil mit einer Arbeitskammer und mit einer Ventilnadel, wobei die Ventilnadel in Wirkverbindung mit dem Druck in der Arbeitskammer steht und der Druck in der Ar­ beitskammer die Position der Ventilnadel steuert,
mit einem Zulauf, an den die Arbeitskammer angeschlossen ist,
mit einem Ablauf, an den die Arbeitskammer über ein erstes steuerbares Ventil (13, 11) angeschlossen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
ein zweites Ventil (37, 39, 17) im Zulauf vorgesehen ist, wobei
das erste und das zweite Ventil (13, 11, 37, 39, 17) in der Weise synchron betätigbar sind, dass bei geöffnetem zweiten Ventil (37, 39, 17) das erste Ventil (11, 13) geschlossen ist, und dass bei geöffnetem ersten Ventil (11, 13) das zweite Ventil ge­ schlossen ist.
2. Einspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes Schließglied (11) des ersten Ventils in Wirk­ verbindung mit einem zweiten Schließglied (37) des zweiten Ventils steht.
3. Einspritzventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, dass das erste Schließglied einstückig mit dem zweiten Schließglied (37) ausgebildet ist.
4. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da­ durch gekennzeichnet, dass das erste Ventil als Sitzventil und das zweite Ventil als Schieberventil ausgebildet sind.
5. Einspritzventil nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekenn­ zeichnet, dass das erste Schließglied (11) in Form eines Ven­ tilkopfes ausgebildet ist, der einem Dichtsitz (13) zugeord­ net ist, dass das zweite Schließglied (37) in Form eines Kol­ bens mit einer Nut (15) ausgebildet ist, dass der Kolben in einer Ventilbohrung (35) axial beweglich angeordnet ist, dass eine Zulaufbohrung (39) und ein Zulaufkanal (17) an die Ventilbohrung (35) in annähernd gleicher Höhe münden, dass die Zulaufbohrung (39) mit einer Kraftstoffleitung (20) und der Zulaufkanal (17) der Arbeitskammer (8) in Verbindung steht, und dass über die Nut (15) eine Verbindung zwischen der Zu­ laufbohrung (39) und dem Zulaufkanal (17) herstellbar ist, wenn der Ventilkopf (11) am Dichtsitz (13) anliegt und dass die Nut (15) nicht an die Zulaufbohrung (39) und den Zulauf­ kanal (17) angrenzt, wenn der Ventilkopf (11) vom Dichtsitz (13) abgehoben ist.
6. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da­ durch gekennzeichnet, dass eine Kraftstoffleitung (20) über eine Zulaufdrossel (18) an das zweite Ventil (37, 39, 17) an­ grenzt, dass das zweite Ventil (37) über einen Zuführkanal (17, 9) mit der Arbeitskammer (8) in Verbindung steht, und dass der Zuführkanal (17, 9) über eine Ablaufdrossel (19) über das erste Ventil (11, 13) an einen Ablauf (16) angeschlossen ist.
7. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 6 dadurch gekennzeichnet, dass ein Aktor (21) vorgesehen ist, der in Wirkverbindung mit dem ersten Ventil (11, 13) steht, und dass der Aktor (21) über einen Faltenbalg (26) gegenüber dem Kraftstoff abgedichtet ist.
8. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 7, da­ durch gekennzeichnet, dass eine hydraulische Hubübersetzung (44) zwischen einem Aktor (21) und einem Stellglied (24) vor­ gesehen ist, wobei das Stellglied (24) in Wirkverbindung mit dem ersten Ventil (11, 13) steht.
9. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da­ durch gekennzeichnet, dass ein Aktor (21) in einem Aktorraum (41) vorgesehen ist, dass der Aktor (21) über ein Stellglied (24) mit dem ersten Ventil (11, 13) in Verbindung steht, und dass ein Überdruckventil (45) vorgesehen ist, mit dem der Ak­ torraum (41) mit einem Ablauf (16) verbindbar ist.
10. Einspritzventil nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekenn­ zeichnet, dass der Aktor (21) in einem Aktorraum (41) ange­ ordnet ist, dass der Aktorraum (41) über einen Kanal (97) mit Kraftstoff versorgt wird, so dass der Aktor (21) mit Kraft­ stoff umspült ist.
11. Einspritzventil nach einem der Ansprüche 3 bis 10, da­ durch gekennzeichnet, dass ein aus dem ersten und zweiten Schließglied gebildetes gemeinsames Schließglied druckausge­ glichen ausgebildet ist.
DE2000126642 2000-05-29 2000-05-29 Einspritzventil mit einem Zulaufventil zu einer Arbeitskammer Ceased DE10026642A1 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2000126642 DE10026642A1 (de) 2000-05-29 2000-05-29 Einspritzventil mit einem Zulaufventil zu einer Arbeitskammer

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2000126642 DE10026642A1 (de) 2000-05-29 2000-05-29 Einspritzventil mit einem Zulaufventil zu einer Arbeitskammer

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE10026642A1 true DE10026642A1 (de) 2001-12-13

Family

ID=7644002

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2000126642 Ceased DE10026642A1 (de) 2000-05-29 2000-05-29 Einspritzventil mit einem Zulaufventil zu einer Arbeitskammer

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE10026642A1 (de)

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2006012658A1 (de) * 2004-08-06 2006-02-09 Robert Bosch Gmbh Vorrichtung zum einspritzen von kraftstoff in den brennraum einer brennkraftmaschine
EP1541861A3 (de) * 2003-12-10 2007-10-24 Siemens Aktiengesellschaft Kraftstoffeinspritzventil
EP1466086B1 (de) * 2002-01-09 2008-02-13 Robert Bosch Gmbh Steuerteil f r injektoren mit schaltbarer d sennadel
CN102588172A (zh) * 2011-01-13 2012-07-18 欧陆汽车有限责任公司 喷射器
JP2013011274A (ja) * 2011-06-27 2013-01-17 Man Diesel & Turbo Filial Af Man Diesel & Turbo Se Tyskland ターボ過給型大型2サイクルディーゼルエンジン用の燃料弁

Cited By (9)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1466086B1 (de) * 2002-01-09 2008-02-13 Robert Bosch Gmbh Steuerteil f r injektoren mit schaltbarer d sennadel
EP1541861A3 (de) * 2003-12-10 2007-10-24 Siemens Aktiengesellschaft Kraftstoffeinspritzventil
WO2006012658A1 (de) * 2004-08-06 2006-02-09 Robert Bosch Gmbh Vorrichtung zum einspritzen von kraftstoff in den brennraum einer brennkraftmaschine
AT500889A1 (de) * 2004-08-06 2006-04-15 Bosch Gmbh Robert Vorrichtung zum einspritzen von kraftstoff in den brennraum einer brennkraftmaschine
AT500889B1 (de) * 2004-08-06 2006-09-15 Bosch Gmbh Robert Vorrichtung zum einspritzen von kraftstoff in den brennraum einer brennkraftmaschine
CN100460663C (zh) * 2004-08-06 2009-02-11 罗伯特·博世有限公司 用于向内燃机的燃烧室喷射燃料的装置
CN102588172A (zh) * 2011-01-13 2012-07-18 欧陆汽车有限责任公司 喷射器
US20120180755A1 (en) * 2011-01-13 2012-07-19 Uwe Jung Injector
JP2013011274A (ja) * 2011-06-27 2013-01-17 Man Diesel & Turbo Filial Af Man Diesel & Turbo Se Tyskland ターボ過給型大型2サイクルディーゼルエンジン用の燃料弁

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE19822503C1 (de) Steuerventil für Kraftstoffeinspritzventil
DE69708396T2 (de) Piezoelektrisch gesteuertes Einspritzventil mit hydraulischer Vergrösserung des Hubs
EP0828935B1 (de) Einspritzventil
EP1552135B1 (de) Kraftstoffeinspritzvorrichtung für eine brennkraftmaschine
DE19701879A1 (de) Kraftstoffeinspritzeinrichtung für Brennkraftmaschinen
DE102005057526A1 (de) Steuerventil und Kraftstoffeinspritzventil mit diesem
EP2102486B1 (de) Injektor mit axial-druckausgeglichenem steuerventil
DE102004053421A1 (de) Kraftstoffeinspritzvorrichtung
WO2009068414A9 (de) Einspritzdüse für kraftstoff mit kugelventil
DE10015268A1 (de) Einspritzventil mit Bypaßdrossel
DE19946906A1 (de) Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen
EP1144862B1 (de) Hochdruckkraftstoffinjektor mit hydraulisch gesteuertem steuerschieber
DE19906299A1 (de) Hydraulische betätigte Brennstoffeinspritzvorrichtung mit abruptem Ende für Einspritzmerkmale
DE10353045A1 (de) Kraftstoffeinspritzventil
EP1939441A2 (de) Kraftstoffinjektor
DE10026642A1 (de) Einspritzventil mit einem Zulaufventil zu einer Arbeitskammer
DE102004030447A1 (de) Kraftstoffeinspritzvorrichtung
DE102008042227A1 (de) Kraftstoff-Injektor
DE102004042190B4 (de) Kraftstoffinjektor mit zwei von einer Servoventileinheit getrennt steuerbaren Steuerräumen
WO2009153086A1 (de) Brennstoffeinspritzventil
DE19939446A1 (de) Kraftstoffeinspritzvorrichtung für Brennkraftmaschinen
WO2001014721A1 (de) Kraftstoffeinspritzvorrichtung für brennkraftmaschinen
DE19958239A1 (de) Hydraulisches Ventil mit Anschlag
DE10333688B3 (de) Kraftstoffeinspritzvorrichtung
DE10015741A1 (de) Hydraulisch angetriebenes Einspritzventil mit Zulaufsteuerung

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8131 Rejection