DE10025205C1 - Verfahren zum sicheren Betrieb eines Wäschetrockners - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum sicheren Betrieb eines Wäschetrockners mit einer in einem Gehäuse drehbar gelagerten Trockentrommel, einem Gebläse sowie einem Prozessluftkanal zur Führung der Trocknungsluft durch die Trockentrommel, einer Heizeinrichtung einer Programmsteuereinrichtung mit einem Mikroprozessor und mit Bedien- und Anzeigeelementen sowie einer Signaleinrichtung, sowie einem System zur Erfassung und Auswertung von Temperaturwerten innerhalb des Wäschetrockners mit einem Temperaturfühler zur Überwachung der Temperatur an der Heizeinrichtung sowie mit mindestens einem weiteren Temperatursensor am Gebläse. DOLLAR A Um ein Verfahren zum sicheren Betrieb eines Wäschetrockners zu finden, bei dem eine Überhitzung oder ein Brand im Gerät frühzeitig erkannt wird und geeignete Steuerungsmaßnahmen eingeleitet werden, werden Temperaturwerte innerhalb des Gehäuses während des Trockenprogramms erfasst und hinsichtlich einer Abweichung von einem Normalwert, einem Normaltemperaturverlauf und/oder einer Normaltemperaturdifferenz ausgewertet, wobei in Abhängigkeit von mindestens einer Abweichung eines Temperaturwertes oder eines Temperaturverlaufs das Gebläse in Vorzugsdrehrichtung betrieben und ein Warnsignal erzeugt wird und wobei in Abhängigkeit einer Abweichung von einem Temperaturdifferenzwert eine Abschaltung des Wäschetrockners erfolt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum sicheren Betrieb eines Wäschetrockners mit einer in
einem Gehäuse drehbar gelagerten Trockentrommel, einem Gebläse sowie einem
Prozessluftkanal zur Führung der Trocknungsluft durch die Trockentrommel, einer
Programmsteuereinrichtung mit einem Mikroprozessor und mit Bedien- und Anzeigeelementen
sowie einer Signaleinrichtung einer Heizeinrichtung, sowie einem System zur Erfassung von
Temperaturwerten innerhalb des Wäschetrockners mit einem Temperaturfühler zur
Überwachung der Temperatur an der Heizeinrichtung sowie mit mindestens einem weiteren
Temperatursensor am Gebläse und zur Auswertung der Temperaturwerte während des
Trockenprogramms hinsichtlich einer Abweichung von einem Normalwert, einem
Normaltemperaturverlauf und/oder einer Normaltemperaturdifferenz.
Ein derartiger Wäschetrockner ist aus der DE 195 33 241 A1 bekannt. Die DE 195 33 241 A1
beschreibt ein Verfahren zur thermischen Absicherung eines Wäschetrockners, bei dem
Temperaturwerte oder Temperaturverläufe hinsichtlich einer Abweichung von Normalwerten
erfasst und ausgewertet werden. In Abhängigkeit der erfassten Werte erfolgt eine Ansteuerung
der Heizeinrichtung und des Gebläses. Sind die Temperaturwerte aufgrund eines zu geringen
Luftdurchsatzes zu hoch, wird als Maßnahme zur thermischen Absicherung vorgeschlagen, die
Heizleistung zu reduzieren und die Gebläseleistung zu erhöhen. Eine derartige thermische
Absicherung setzt eine funktionsfähige Abschalteinrichtung für die Heizung voraus. Bei einer
defekten Abschalteinrichtung für die Heizung sind hier keine Möglichkeitenaufgezeigt, einen
Brand im Gerät zu vermeiden.
Bei Haushaltgeräten ist es außerdem allgemein bekannt, Sensoren im Gerät anzuordnen,
welche das Gerät während des Betriebes überwachen und im Störfall eine Abschaltung
bewirken. Dies kann erforderlich sein, um eine Überhitzung einzelner Bauteile zu vermeiden.
Zur Vermeidung von Überhitzung ist es aus der DE-GM 18 05 716 bekannt, das
Kühlluftgebläse in einem Herd in Abhängigkeit eines zu hohen Temperaturwertes anzusteuern.
Bei dieser Ausführung werden Maßnahmen getroffen, die ein betriebsbedingtes Überhitzen
verhindern. Außerdem ist es aus der DE 34 33 459 A1 bei Schaltschränken für elektrische
Anlagen bekannt, die Temperatur innerhalb des Schrankes zu überwachen und in Abhängigkeit
einer zu hohen Temperatur aufgrund Defektes ein Warnsignal zu erzeugen und in einer
Überwachungseinrichtung zur Anzeige zu bringen. Aus der DE 39 18 239 A1 ist es zur
Brandfrüherkennung bekannt, zusätzliche Sensoren in einem Haushaltgerät anzuordnen, die
bei einer unzulässig hohen Temperatur das Abschalten des Gerätes veranlassen.
Bei Wäschetrocknern kann infolge einer mechanischen Blockierung am Heizungsrelais oder
defekter elektronischer Bauteile der Störfall auftreten, dass die Heizungseinrichtung vom
Prozessor der Programmsteuereinrichtung nicht mehr abgeschaltet werden kann. Ist gleich
zeitig das Gebläse nicht oder mit verminderter Leistung in Betrieb, kann die Temperatur im
Gerät innerhalb kurzer Zeit stark ansteigen. Dies führt zur Überhitzung am Lufteintritt der
Trommel, was in ungünstigen Fällen zu einem Brand der Wäschestücke in der Trommel führen
kann. Weiter können Bauteile innerhalb oder außerhalb des Prozessluftkanals in Brand
geraten.
Der Erfindung stellt sich somit das Problem, ein Verfahren zum sicheren Betrieb eines
Wäschetrockners zu finden, bei dem eine Überhitzung oder ein Brand im Gerät frühzeitig
erkannt wird und geeignete Steuerungsmaßnahmen eingeleitet werden.
Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch ein Verfahren mit den Merkmalen des
Patentanspruchs gelöst.
Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass im Gerät
vorhandene Sensoren zur Erkennung des Störfalles durch Brand oder Überhitzung genutzt
werden und dass je nach Art des Störfalles (Brand oder Überhitzung) geeignete steuerungs
technische Maßnahmen durchgeführt werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt und
wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 Die schematische Darstellung eines Wäschetrockners in der Seitenansicht im
Schnitt,
Fig. 2 den Verfahrensablauf zur Überwachung des sicheren Betriebs im
Wäschetrockner.
Die Fig. 1 zeigt einen Wäschetrockner, hier Ablufttrockner, mit den erfindungswesentlichen
Bauteilen in der Seitenansicht im Schnitt.
In dem Gehäuse (1) des Wäschetrockners ist die Trockentrommel (2) drehbar gelagert
angeordnet und durch die Tür (3) verschlossen. Zur Führung der Prozessluft durch die
Trommel (2) ist der Lufteintritt (4) und der Luftaustritt (5) der Trommel (2) mit dem Prozessluft
kanal (6) verbunden. In dem Prozessluftkanal (6) ist das Gebläse (7) zur Erzeugung des
Prozessluftstromes sowie die Heizeinrichtung (8) zur Erwärmung des Prozessluftstromes
angeordnet. Im Bereich der Heizeinrichtung (8) ist mindestens ein Temperaturfühler (9)
angeordnet. Mindestens ein weiterer Temperaturfühler (10) ist dem Gebläse (7) zugeordnet.
Während des Trockenprogramms wird die Temperatur im Prozessluftkanal (6) über den
Temperaturfühler (9) an der Heizeinrichtung (8) und den Temperaturfühler (10) am Gebläse (7)
erfasst. Der Temperaturverlauf und/oder der Temperaturwert wird über die Auswerteeinrichtung
der Programmsteuereinrichtung (11) ausgewertet. Anhand des Temperaturverlaufes und/oder
eines Vergleichs mit im Speicher der Programmsteuereinrichtung (11) hinterlegten Temperatur
werten können Störfälle im Gerät analysiert werden. Es kann z. B. eine Überhitzung oder ein
Brand innerhalb des Gerätes erkannt werden. Wird nun von der Auswerteeinrichtung durch
Auswertung der Temperatur auf einen derartigen Störfall geschlossen, kann je nach Tempera
turverlauf oder Temperaturwert die Art des Fehlerzustandes erkannt werden. In Abhängigkeit
des analysierten Fehlerzustandes werden unterschiedliche Steuerungsmaßnahmen eingeleitet
und ein evtl. Warnsignal, z. B. durch Blinken eines Anzeigeelementes (11), in der Bedienblende
erzeugt.
Fig. 2 zeigt den Verfahrensablauf zum Überwachen der Betriebssicherheit anhand eines
Datenflussplanes.
Erreicht der Temperaturwert an der Heizeinrichtung THzg einen Maximalwert wenn der Tempe
raturwert am Gebläse TGbl noch im zulässigen Bereich liegt, wird auf eine Überhitzung im
Bereich des Lufteintritts (4) in die Trommel geschlossen. Dieser Störfall tritt auf, wenn das
Heizungsrelais mechanisch blockiert ist oder wenn ein Defekt elektronischer Bauteile vorliegt
und die Heizeinrichtung (8) nicht mehr vom Prozessor der Programmsteuereinrichtung (11)
abgeschaltet werden kann. Wenn das Signal "Heizung aus" gegeben ist, muss die Temperatur
an der Heizeinrichtung (8) THzg nach bestimmter Zeit sinken. Sinkt die Temperatur an der
Heizeinrichtung (8) nicht in vorgegebenem Maß ab, liegt der Fehler vor, dass die Heizein
richtung (8) trotz "Signal aus" weiterheizt. Bei Vorliegen dieses Fehlerzustandes wird das
Prozessluftgebläse (7) in Vorzugsdrehrichtung bei voller Leistung betrieben, d. h. in der
Drehrichtung mit maximalem Volumenstrom und maximaler Drehzahl (Notdauerlauf). Dadurch
wird der überhitzte Bereich im Gehäuse (1) gekühlt und die Entstehung eines Brandes
vermieden. Gleichzeitig wird ein Warnsignal erzeugt, welches den Benutzer veranlassen soll,
das Gerät vom Netz zu trennen. Vorzugsweise ertönt der Summer, welcher im Normalbetrieb
das Programmende signalisiert. Zusätzlich kann ein Anzeigeelement (10) in der Bedienblende
durch Blinken auf den Störfall aufmerksam machen.
Im Normalbetrieb liegt die Temperaturdifferenz von THzg und TGbl in einem definierten Bereich,
der z. B. in dem Mikroprozessor der Programmsteuereinrichtung (11) hinterlegt ist. Übersteigt
der Differenzwert einen vorgegebenen Wert (Tdiff), d. h. die Temperatur an der Heizeinrichtung
(8) ist wesentlich höher als die Temperatur am Gebläse (7), ist ein Brand innerhalb des
Gehäuses (1) entstanden. Der erhöhte Temperaturdifferenzwert deutet bei einem Kondensa
tionswäschetrockner auf einen Brand der Kondensationseinrichtung hin. Ist der Temperatur
differenzwert von THzg und TGbl wesentlich kleiner als null, ist ein Brand im Bereich des
Luftaustritts (5) entstanden. Ein Brand an einer weiteren Stelle im Gehäuse (1) kann durch
einen an der Programmsteuereinrichtung (11) angeordneten Temperatursensor (13) erfasst
werden. Bei Vorliegen dieser Störfälle wird das Gerät abgeschaltet. Es kann evtl. ein Notfall
signal erzeugt werden.
Claims (1)
1. Verfahren zum sicheren Betrieb eines Wäschetrockners mit einer in einem Gehäuse drehbar
gelagerten Trockentrommel, einem Gebläse sowie einem Prozessluftkanal zur Führung der
Trocknungsluft durch die Trockentrommel, einer Programmsteuereinrichtung mit einem
Mikroprozessor und mit Bedien- und Anzeigeelementen sowie einer Signaleinrichtung einer
Heizeinrichtung, sowie einem System zur Erfassung von Temperaturwerten innerhalb des
Wäschetrockners mit einem Temperaturfühler zur Überwachung der Temperatur an der
Heizeinrichtung sowie mit mindestens einem weiteren Temperatursensor am Gebläse und
zur Auswertung der Temperaturwerte während des Trockenprogramms hinsichtlich einer
Abweichung von einem Normalwert, einem Normaltemperaturverlauf und/oder einer
Normaltemperaturdifferenz,
dadurch gekennzeichnet,
dass in Abhängigkeit einer Abweichung von einem Maximaltemperaturwert oder von einem
Normaltemperaturverlauf an dem an der Heizeinrichtung (7) angeordneten
Temperatursensor das Gebläse (6) in Vorzugsdrehrichtung betrieben und ein Warnsignal
erzeugt wird und dass in Abhängigkeit einer Abweichung von einem
Temperaturdifferenzwert von THeizung Und TGebläse eine Abschaltung des Wäschetrockners
erfolgt, wenn der Temperaturdifferenzwert negativ oder größer als ein Normaldifferenzwert
ist.
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|---|---|---|---|
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|---|---|---|---|
| 8100 | Publication of patent without earlier publication of application | ||
| D1 | Grant (no unexamined application published) patent law 81 | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8363 | Opposition against the patent | ||
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Free format text: IM HEFT 11/02, SEITE 4170, SP.1: DIE RECHTKRAFT IST NICHT EINGETRETEN. WIRKSAMER EINSPRUCH AM 06.12.01 EINGEGANGEN |
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