DE10025739A1 - Einlegesohle für Schuhe - Google Patents
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Abstract
Eine Einlegesohle mit lüftungs- und dämpfungswirkenden Kammern besteht aus einem Basisteil, an welchem zumindest über einen bestimmten Bereich über Verbindungsstege miteinander verbundene Kammern mit abgerundeten Enden angereiht sind. Diese Kammern weisen Öffnungen zur Ableitung von Flüssigkeit und für eine Luftzirkulation auf. Über eine vertikale Nachgiebigkeit der abgerundeten Enden der Kammern wird zusätzlich eine Dämpfung bewirkt.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einlegesohle für Schuhe nach dem Oberbegriff
des Patentanspruches 1.
Eine solche Einlegesohle für Schuhe ist auf dem Markt bekannt und besteht in der
Regel aus einem Material, welches sich nach gewisser Zeit unter Druck verformt und
somit nicht mehr seinen ursprünglichen Zweck erfüllt. Es ist auch eine Einlegesohle
bekannt, die im Ballen- und Fersenbereich lüftungs- und dämpfungswirkende
Kammern aufweist. Diese als Einbauteile in die Einlegesohle eingesetzte Kammern
sind zwar in der Lage, eine dauerhafte Stossdämpfung zu bewirken, sie weisen aber
den Nachteil auf, dass auftretende Flüssigkeit infolge von Schweissbildung nicht
abgeleitet werden kann.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, eine Einlegesohle für Schuhe zu
schaffen, die einerseits eine ausreichende Stossdämpfung bewirkt, jedoch auch die
Möglichkeit einer Flüssigkeitsableitung aufweist. Trotzdem soll eine solche Einlege
sohle formstabil und leicht sein und auch nachträglich in einen Schuh eingelegt
werden können.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des
Patentanspruches 1 gelöst.
Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
beschrieben.
Für die Erfindung ist es wesentlich, daß die Einlegesohle aus einem formstabilen
Basisteil besteht, welches zumindest über einen Bereich der Sohle lüftungs- und
dämpfungswirkende Kammern aufweist, welche so ausgebildet und miteinander
verbunden sind, dass sie in vertikaler Richtung stoßdämpfend wirken, in seitlicher
Richtung aber dem Fuß genügend Halt geben und auftretende Flüssigkeit über
Öffnungen ableiten.
Besonders bevorzugt ist dabei, dass diese Kammern zur Erzeugung verschiedener
Dämpfung und zur variablen Fußabstützung unterschiedliche Volumen aufweisen.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen in
Zusammenhang mit der Zeichnung ausführlicher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1: Eine Draufsicht auf ein Basisteil einer Einlegesohle nach der Erfindung;
Fig. 2: einen vergrößerten Ausschnitt einer erfindungsgemäßen Ausführungs
form einer Kammer im Basisteil;
Fig. 3: eine Kammer gemäß Fig. 2 in deformiertem Zustand;
Fig. 4: ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Kammer;
Fig. 5: einen Schnitt nach den Linien B-B, C-C und D-D in Fig. 1;
Fig. 6: ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Entsprechend Fig. 1 besteht die Einlegesohle 1 aus einem Basisteil 2, welches
vorzugsweise aus TPE-Material (TPR, TPU, PEBAX, PVC) oder auch Gummi
bestehen kann und demnach durch Spritzen, Giessen oder thermischer Verformung
hergestellt wird.
Das Basisteil 2 weist dabei lüftungs- und dämpfungswirksame Kammern 3 auf,
welche zumindest über einen Bereich des Basisteils verteilt sind. Wie in Fig. 1
gezeigt, können sich diese Kammern 3 aber auch über die gesamte Fläche der
Einlegesohle 1 erstrecken.
Wie aus Fig. 2 näher ersichtlich, sind diese Kammern 3 vorzugsweise zylinderförmig
und weisen abgerundete Endbereiche 6 auf. Die einzelnen Kammern sind dabei
durch Verbindungsstege 4 miteinander gekoppelt. Die zylindrische Kammern 3
sind dabei relativ formstabil, während sich die Endbereiche 6 bei vertikaler
Belastung durch den Fuß verformen können, wie dies sehr gut aus Fig. 3 erkennbar
ist. Hierdurch wird eine dämpfende Wirkung erzielt, welche zur Entlastung des
Fusses beiträgt. Dabei ist von Vorteil, dass diese Dämpfung keine nachgiebige
Wirkung in Seitenrichtung erzeugt. Eine weichere Art der Dämpfung wird dagegen
durch das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 erreicht, wo die Kammer 3 als
Membrane 7 ausgebildet ist. Selbstverständlich lassen sich auch die Kammern 3
nach den Ausführungsbeispielen gemäß Fig. 2 und 4 miteinander kombinieren.
Außerdem ist es möglich, den Kammern eine andere Form zu geben, ohne den
Rahmen der Erfindung zu verlassen.
Die abgerundeten Endbereiche 6 sowie die Verbindungsstege 4 haben Öffnungen
5 und 8 um eine Luftzirkulation zu ermöglichen und um eventuell sich durch
Schweißbildung sammelnde Flüssigkeit abzuleiten. Dabei fließt diese Flüssigkeit von
der Oberfläche des Basisteils 2 in die Hohlräume der Kammern 3 und von dort
über die Öffnungen 5 direkt in den unteren Teil des Schuhs, wo keine direkte
Berührung mit dem Fuß stattfinden kann. Dieses Ableiten der Flüssigkeit wird auch
noch durch die Luftzirkulaton über die Öffnungen 5 und 8 sowie durch die
Pumpbewegung der Kammern 3 gefördert.
An den Öffnungen der Verbindungsstege 4 bzw. an den Verbindungsstegen selbst
können, wie in Fig. 4 schematisch gezeigt, Massagenoppen 13 angeordnet sein, um
bei Relativbewegungen zwischen dem Fuß und dem Basisteil 2 eine Massage an
der Fußsohle zu bewirken, was den Tragekomfort erhöht.
Wie aus den Schnittdarstellungen in Fig. 5 sehr gut erkennbar ist, können die
Kammern 3 verschiedene Volumen und somit auch verschiedene Größen
aufweisen. Dadurch erreicht man unterschiedliche Dämpfung an gewünschten
Stellen des Basisteils 2, um den differenzierten Anforderungen und der Anatomie
des Fußes gerecht zu werden. Gemäß dem Schnitt B-B im Ballenbereich der
Einlegesohle 1 soll das Volumen der Kammern 3 etwa gleich groß sein, während
die Kammern gemäß dem Schnitt C-C im Fußmittelbereich vorzugweise nur im
Fußinnenbereich (gemäß Fig. 1 links) ein höheres Volumen aufweisen, während sie
im Fußaußenbereich (gemäß Fig. 1 rechts) ein niedrigeres Niveau haben. Der
Fersenbereich gemäß dem Schnitt D-D weist eine ähnliche Konfiguration auf wie
im Schnitt B-B, jedoch haben die außen liegenden Kammern ein kleineres
Volumen. Es versteht sich von selbst, dass je nach Wunsch und Form des Fusses
auch andere Kammerverteilungen möglich sind.
Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 zeigt die Möglichkeit einer Verbindung des
Basisteils 2 mit einem Überzug 10 auf der fußseitigen Oberfläche 9 des Basisteils
und einem Formteil 14 auf der gegenüberliegenden Fläche 11. Dabei ist es auch
möglich, dass auch auf der der fußseitigen Oberfläche 9 gegenüberliegenden
Fläche 11 ein nicht näher dargestellter Überzug angeordnet ist. Dieser Überzug
sollte vorzugsweise aus luftdurchlässigem Material bestehen und auch Feuchtigkeit
weiterleiten können. Letzteres wird zusätzlich durch eine Perforation 12 gefördert.
Der Überzug 10 kann durch einen geeigneten Klebstoff mit dem Basisteil 2
verbunden werden, wobei vorzugsweise der Klebstoff punktförmig aufgetragen wird,
um die Luft- und Feuchtigkeitsdurchlässigkeit zu erhalten.
Das Formteil 14 kann, wie in Fig. 6 dargestellt, so geformt sein, dass es den
Fersen- und Ballenbereich des Fußes unterstützt. Es sind aber auch jegliche andere
Formen denkbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen. In vorteilhafter
Weise weist das Formteil 14 Vertiefungen 15 auf, in welche die Kammern 3 des
Basisteils 2 formschlüssig eingreifen. Dadurch wird eine sichere, aber trotzdem
austauschbare Verbindung hergestellt. Um den Flüssigkeitstransport zu erleichtern,
kann das Formteil 14 Kanäle 16 aufweisen, welche sich an die Vertiefungen 15
anschließen.
Abschließend sei noch darauf hingewiesen, daß das mit dem Basisteil verbundene
Formteil eine flache Form aufweisen kann und auf seinen beiden Oberlächen mit
einem Überzug versehen ist, so dass das Basisteil auf seinen beiden Seiten
verwenbar wird. Auch kann das Basisteil in Ausnehmungen von Fußbett- Teilen
eingesetzt werden. Außerdem ist es möglich, dass die Kammern des Basisteils direkt
auf ein Trägermaterial angespritzt werden.
Claims (16)
1. Einlegesohle für Schuhe mit lüftungs- und dämpfungswirkenden Kammern
dadurch gekennzeichnet,
dass die Einlegesohle (1) aus einem Basisteil (2) besteht, bei welchem die
lüftungs- und dämpfungswirkenden Kammern (3) zumindest über einen
Bereich des Basisteils (2) über Verbindungsstege (4) aneinandergereiht
sind und Öffnungen (5) aufweisen.
2. Einlegesohle für Schuhe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kammern (3) zylinderförmig sind und abgerundete Endbereiche (6)
aufweisen.
3. Einlegesohle für Schuhe nach Anspruch 1 und 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die zylinderförmige Kammern (3) relativ steif sind, während die
Endbereiche (6) in vertikaler Richtung bei Belastung nachgeben.
4. Einlegesohle für Schuhe nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kammern (3) die Form einer Membrane aufweisen.
5. Einlegesohle für Schuhe nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass auch die Verbindungsstege (4) Öffnungen (8) aufweisen.
6. Einlegesohle für Schuhe nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Kammern (3) sich über den gesamten Bereich des Basisteils (2)
erstrecken.
7. Einlegesohle für Schuhe nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kammern (3) verschiedene Volumen aufweisen und im Ballen- und
Fersenbereich die Kammern mit dem größten Volumen angeordnet sind.
8. Einlegesohle für Schuhe nach einem der Ansprüche 5-7,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Volumen der Kammern (3) zu den Fußausenseiten hin abnehmend
ist.
9. Einlegesohle für Schuhe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Basisteil (2) auf der fußseitigen Oberfläche (9) mit einem Überzug
(10) verbunden ist.
10. Einlegesohle für Schuhe nach Anspruch 1 und 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass auch die der fußseitigen Oberfläche (9) gegenüberliegende Fläche (11)
mit einem Überzug (10) verbunden ist.
11. Einlegesohle für Schuhe nach Anspruch 9 und 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Überzug (10) durch Kleben mit dem Basisteil (2) verbunden ist und
dass der Klebstoff punktförmig aufgetragen ist.
12. Einlegesohle für Schuhe nach Anspruch 9 und 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Überzug (10) aus luftdurchlässigem Material besteht oder in Höhe
der Öffnungen eine Perforation (12) aufweist.
13. Einlegesohle für Schuhe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Verbindngsstege (4) Massagenoppen (13) aufweisen.
14. Einlegesohle für Schuhe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Basisteil (2) mit einem Formteil (14) verbunden ist, welches der
Fußform angepasst ist und/oder den Fersen- und Ballenbereich des Fußes
unterstützt.
15. Einlegesohle für Schuhe nach Anspruch 1 und 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Formteil (14) auf der dem Basisteil (2) zugewandten Seite
Vertiefungen (15) aufweist, in welche die Kammern (3) des Basisteils (2)
formschlüsg eingesetzt sind.
16. Einlegesohle für Schuhe nach Anspruch 1, 14 und 15,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Formteil (14) in den Vertiefungen (15) Kanäle (16) zur
Flüssigkeitsableitung aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000125739 DE10025739A1 (de) | 2000-05-25 | 2000-05-25 | Einlegesohle für Schuhe |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE10025739A1 true DE10025739A1 (de) | 2001-11-29 |
Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE2000125739 Withdrawn DE10025739A1 (de) | 2000-05-25 | 2000-05-25 | Einlegesohle für Schuhe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10025739A1 (de) |
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