DE10024802A1 - Luftstufenbrenner - Google Patents
LuftstufenbrennerInfo
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Abstract
Luftstufenbrenner mit einer im Zentrum eines Brennraumes (7, 71) angeordneten Brennstoffdüsenanordnung (1) und einer diese umgebenden Luftdüsenanordnung. Um eine gute Vorwärmung der Luft zu ermöglichen, ist, vorgesehen, daß die Luftdüsenanordnung parallel zu der Achse der Brennstoffdüsenanordnung (1) verlaufende Luftlanzen (10) umfaßt, die mit senkrecht dazu verlaufenden Luftausströmöffnungen (9) versehen sind, wobei die Achsen der Luftausströmöffnungen (9) im wesentlichen tangential zu der Brennstoffdüsenanordnung (1) ausgerichtet sind.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Luftstufenbrenner gemäß dem Oberbegriff des
Anspruches 1.
Bei bekannten derartigen Luftstufenbrennern erfolgt die Einbringung der Luft mittig, wobei
meist eine einzige Luftdüse vorgesehen ist, die von einem Kranz von Brennstoffdüsen, meist
Gasdüsen, umgeben ist. Durch die Anordnung mehrerer Brennstoffdüsen, eignet sich ein
solcher Luftstufenbrenner meist nur für einen Gasbetrieb, da die meist kleinen Düsen für die
Einbringung von Öl in den Brennraum kaum geeignet sind. Ein weiterer Nachteil der
bekannten Luftstufenbrenner liegt auch in dem Umstand, daß die Wand, bzw. die Wände
des Brennraumes durch die in den Brennraum einströmende Luft nicht gekühlt wird, bzw. die
Luft durch die Wand nicht erwärmt wird.
Ziel der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und einen Luftstufenbrenner der
eingangs erwähnten Art vorzuschlagen, der sich auch für einen flüssigen Brennstoff, wie
eben Öl eignet und bei dem eine Vorwärmung der in den Brennraum einströmenden Luft auf
einfache Weise möglich ist, bis diese die Flamme(n) erreicht.
Erfindungsgemäß wird dies bei einem Luftstufenbrenner der eingangs erwähnten Art durch
die kennzeichnenden Merkmale des Anspruches 1 erreicht.
Durch die vorgeschlagenen Maßnahmen ist sichergestellt, daß die in den Brennraum
einströmende Luft in diesem erwärmt wird, bevor sie zu den Flammen gelangt, wodurch eine
Unterkühlung der Flammen und damit eine unvollständige Verbrennung mit einem
entsprechend hohen CO Ausstoß vermieden wird. Dabei ist aufgrund des relativ langen
Weges, den die einströmende Luft aufgrund ihrer schneckenförmigen Bewegung
zurücklegen muß, bis sie zu der Brennstoffdüsenanordnung und damit zu der bzw. den
Flammen gelangt, eine sehr weitgehende Erwärmung aufgrund der Strahlungswärme der
Flamme(n) sichergestellt.
Gleichzeitig wird auch die Wand des Brennraumes, insbesondere wenn dieser einen runden
Querschnitt aufweist, durch die einströmende Luft gut gekühlt.
Die Düsenanordnung kann dabei durch eine Vielzahl von im Zentrum ringförmig
angeordneten Brennstoffdüsen, meist Gasdüsen gebildet sein, oder aber auch nur aus einer
zentral angeordneten größeren Düse gebildet sein, die dann auch gut für die Verbrennung
eines flüssigen Brennstoffes, wie z. B. Öl eingesetzt werden kann.
Durch die vorgeschlagenen Maßnahmen ist es auch möglich, Brennstoff, insbesondere Gas,
und Luft mit unterschiedlichen Drücken in den Brennraum einzubringen, z. B. kann Gas mit
20 mbar Überdruck und Luft mit 5 mbar Überdruck in einem variablen Mischungsverhältnis
eingebracht werden, wobei das Mischungsverhältnis zwischen einem noch nicht zündfähigen
Gemisch bis hin zu maximalen Luftverhältnissen von 0,4 liegen kann. Dabei kann eine sehr
gute Durchmischung von Brennstoff und Luft und damit ein niedriger CO-Wert erreicht
werden. Eine derartige Vormischung ist aufgrund der Druckverhältnisse einfacher zu
realisieren als eine Zugabe eines Teiles der Luft in den Gasstrom, wie dies bei
vormischenden Brennern mit Gebläse erfolgt.
Durch die Merkmale des Anspruches 2 ist es möglich, auch bei einem Brennraum mit
quadratischem Querschnitt einerseits einen sehr langen Weg der in den Brennraum
einströmenden Luft und andererseits eine ausreichende Kühlung der Brennraumwände
sicherzustellen.
Durch die Merkmale des Anspruches 3 ergibt sich eine besonders homogene Vermischung
des in den Brennraum eintretenden Brennstoffes mit der zugeführten Luft, sodaß sich sehr
günstige Verhältnisse für eine optimale Verbrennung ergeben, die praktisch jenen bei voll
vormischenden Brennern entsprechen.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:
Fig. 1 und 2 Horizontalschnitte durch zwei verschiedene Ausführungsformen
erfindungsgemäßer Luftstufenbrenner und
Fig. 3 ein Vertikalschnitt durch eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Luftstufenbrenners.
Gleiche Bezugszeichen bedeuten in allen Figuren gleiche Einzelteile.
Bei der Ausführungsform nach der Fig. 1 ist ein im Querschnitt quadratischer Brennaum 7
vorgesehen, in dessen Zentrum eine Brennstoffdüsenanordnung 1 angeordnet ist, die durch
einen Ring aus einzelnen Brennstoffdüsen 8 gebildet ist. Dabei ist die
Brennstoffdüsenanordnung 1 an sich in Richtung der Achse des Brennraumes 7
ausgerichtet. Die einzelnen Düsen 8 können dagegen zur Erzielung eines Dralls
schraubenlinienförmig ausgerichtet sein.
Weiter sind in dem Brennraum 7 Luftlanzen 10 in den Ecken des Brennraumes 7
angeordnet, die parallel zur Achse des Brennraumes stehen und mit senkrecht hierzu
verlaufenden Ausströmöffnungen 9 versehen sind, die über die Höhe der Luftlanzen 10
verteilt angeordnet sind. Auch treten über die Höhe der Luftlanzen 10 einzelne,
entsprechend den Achsen der Ausströmöffnungen gerichtete Luftströme 2 in den
Brennraum 7 ein.
Die Achsen der Ausströmöffnungen 9 der Luftlanzen 10 schließen mit der benachbarten
Wand 11 des Brennraumes 7, die einen Wärmetauscher 3 in Form eines vom zu
erwärmenden Medium durchströmten Doppelmantel begrenzt, einen Winkel ein und sind im
wesentlichen auf die Mitte des Normalabstandes im Bereich einer Hauptachse des
Querschnittes des Brennraumes 7 zwischen der Brennstoffdüsenanordnung 1 und der Wand
11 des Brennraumes 7 gerichtet.
Die Ausführungsform nach der Fig. 2 unterscheidet sich von jener nach der Fig. 1 nur
dadurch, daß der Brennraum 71 einen runden Querschnitt aufweist und die Achsen der
Ausströmöffnungen 9 tangential ausgerichtet sind, so daß die Luftströme 2 die Wand 11 des
Brennraumes 71 sehr gut kühlen und sich daher rasch erwärmen.
Die Ausführungsform nach der Fig. 3 zeigt einen quadratischen Brennraum 7, in dessen
Bodenplatte 6 eine aus einer einzigen Düse 81 gebildete Brennstoffdüsenanordnung 1
zentral eingesetzt ist.
In Fig. 3 sind auch die Vorlauf- und Rücklaufanschlüsse 4 bzw. 5 des Wärmetauschers 3
dargestellt.
Beim Betrieb des Luftstufenbrenners strömt im Mittelbereich des Brennraumes 7, 71,
Brennstoff ein, wobei dieser vorteilhafterweise durch eine Dralleinrichtung, z. B.
schraubenlinienförmig verlaufende Düsen 8 oder nicht dargestellte Leitbleche, mit einem
Drall in den Brennraum 7, 71 einströmen. Gleichzeitig strömt auch Luft über die Luftlanzen
10, bzw. deren Ausströmöffnungen 9, vorteilhafterweise mit geringerem Überdruck als der
Brennstoff, z. B. Gas, ein.
Aufgrund der Einströmrichtung der Luftstrahlen 2 bewegen sich diese entlang einer
Schneckenlinie gegen die Brennstoffdüsenanordnung 1 zu und vermischt sich mit dem
einströmenden Gas. Dadurch entsteht ein sehr homogenes Gemisch, das sehr gut verbrannt
werden kann. Dabei kühlt einerseits die einströmende Luft die Wand 11 des Brennraumes
und schützt diese daher vor einer thermischen Überbeanspruchung und es erwärmt sich
dabei auch die Luft, sodaß diese sehr gut vorgewärmt zu der, bzw. den Flamme(n) gelangt,
wodurch eine unvollkommene Verbrennung und damit ein hoher CO Ausstoß vermieden
wird.
Dabei kann bei einer Ausbildung der Brennstoffdüsenanordnung 1 mit nur einer Düse 81
auch Öl verbrannt werden.
Claims (3)
1. Luftstufenbrenner mit einer im Zentrum eines Brennraumes (7,
71) angeordneten Brennstoffdüsenanordnung (1) und einer
diese umgebenden Luftdüsenanordnung, dadurch
gekennzeichnet, daß die Luftdüsenanordnung parallel zu der
Achse der Brennstoffdüsenanordnung (1) verlaufende
Luftlanzen (10) umfaßt, die mit senkrecht dazu verlaufenden
Luftausströmöffnungen (9) versehen sind, wobei die Achsen
der Luftausströmöffnungen (9) im wesentlichen tangential zu
der Brennstoffdüsenanordnung (1) ausgerichtet sind.
2. Luftstufenbrenner nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Brennraum (7) einen quadratischen
Querschnitt aufweist und die Achsen der Luftauströmöffnungen
(9) einen Winkel mit den Seitenwänden (11) des Brennraumes
(7) einschließen, und im wesentlichen gegen die Mitte des
Normalabstandes zwischen der Wand (11) des Brennraumes
(7) und der Brennstoffdüsenanordnung (1) im Bereich einer
Hauptachse des Querschnittes des Brennraumes (7) gerichtet
sind.
3. Luftstufenbrenner nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Brennstoffdüsenanordnung (1) eine
Dralleinrichtung aufweist.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: VAILLANT GMBH, 42859 REMSCHEID, DE |
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