DE10024560A1 - Überspannungsschutzgerät - Google Patents
ÜberspannungsschutzgerätInfo
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Abstract
Um ein Überspannungsschutzgerät zum Schutz von elektrischen Niederspannungsinstallationen vor Überspannungen, bestehend aus einem Geräteunterteil (1) mit Anschlußklemmen für Phasenleiter (L¶1¶-L¶3¶) und Erd- beziehungsweise Neutralleiter (PE, N) sowie mit Installationsplätzen, die mit den Anschlußklemmen elektrisch verbunden sind und in die Überspannungsschutzelemente (2) eingesetzt sind, zu schaffen, welches in einfacher Weise und unter Anwendung einfachster Installationsregeln funktionstüchtig installiert werden kann, wird vorgeschlagen, daß das Gehäuseunterteil (1) im Bereich eines jeden Installationsplatzes eine durchgehende Leiterbrücke (3) aufweist, die jeweils an den Enden mit einer Anschlußklemme für die kommende Leitungsader und für die abgehende Leitungsader kontaktiert ist, daß jede Leiterbrücke (3) jedes Phasenleiters (L¶1¶-L¶3¶) im Bereich des zugehörigen Installationsplatzes einen Anschluß für den Phasenanschluß des Überspannungsschutzelementes (2) aufweist, daß isoliert zu den Leiterbrücken (3) eine quer zu diesen angeordnete Neutralleiter-Verbindungsbrücke (4) angeordnet ist, die jeweils im Bereich der Installationsplätze einen Anschluß für den Neutralleiteranschluß des Überspannungsschutzelementes (2) aufweist und die mit der parallel zu den Leiterbrücken (3) der Phasenleiter (L¶1¶-L¶3¶) angeordneten Leiterbrücke (3) für den Neutralleiter (N) kontaktiert ist.
Description
Die Erfindung betrifft ein Überspannungsschutzgerät
zum Schutz von elektrischen Niederspannungs
installationen vor Überspannungen, bestehend aus einem
Geräteunterteil mit Anschlußklemmen für Phasenleiter
und Erd- beziehungsweise Neutralleiter sowie mit
vorzugsweise als Steckplätzen ausgebildeten
Installationsplätzen, die mit den Anschlußklemmen
elektrisch verbunden sind und in die Überspannungs
schutzelemente in Form von Varistoren, Funkenstrecken
oder dergleichen, eingesetzt oder eingesteckt sind.
Der korrekte Einsatz von Überspannungsschutzgeräten in
Niederspannungsinstallationen ist in nationalen und
internationalen Normen sehr ausführlich dargestellt.
Diese Normen setzen allerdings ein elektrotechnisches
Spezialwissen voraus, welches oftmals einen Elektro
installateur oder einen Elektroplaner überfordert. Es
müssen nämlich eine Vielzahl von Installations
bedingungen beachtet werden, die in die Planung einer
elektrischen Anlage und auch in die handwerkliche
Ausführung der Anlage einfließen muß. Eine falsche
Installation von Überspannungsschutzgeräten kann zur
Folge haben, daß einzelne Leitungen und damit die zu
schützenden Geräte weiterhin unzulässig hohen
Spannungsbelastungen ausgesetzt sind. Im Extremfall
kann aufgrund einer falschen Installation der ganze
Überspannungsschutz funktionslos werden. Auch kann es
zu Überlastungen von Überspannungsschutzgeräten durch
Betriebsspannungen kommen.
Diese Probleme haben dazu geführt, daß eine breite
Akzeptanz der Überspannungsschutzgeräte bei den
Elektroplanern und auch bei der Elektroinstallation
nicht erreicht werden konnte. Zudem wird auch durch
Ausfälle trotz vorhandener Überspannungsschutzgeräte
das Vertrauen in diese Installation in Frage gestellt.
Übliche Überspannungsschutzgeräte weisen zum Anschluß
an elektrische Leitungen ein Gehäuseunterteil auf,
welches beispielsweise auf Hutschienen oder
dergleichen montiert werden kann, die in der
Zentralverteilung einer Elektroanlage vorgesehen sind.
Die Installation erfolgt dabei vorzugsweise nahe des
gebäudeseitigen Eingangs der elektrischen Zuleitungen,
damit das gesamte Netz des damit ausgestatteten Hauses
geschützt werden kann. Die eigentlichen Überspannungs
schutzelemente sind beispielsweise Varistoren oder
auch Funkenstrecken, die beispielsweise in Form von
steckbaren Elementen ausgebildet sind, so daß sie
steckbar in das entsprechende Geräteunterteil
eingesetzt werden können.
Zur Installation eines solchen Überspannungs
schutzgerätes, welches beispielsweise die
phasenführenden Leiter L1, L2, L3, sowie den
Neutralleiter N und gegebenenfalls auch den PE-Leiter
schützen sollen, ist bei den bekannten Ausbildungen an
dem Geräteunterteil, welches beispielsweise U-förmig
ausgebildet sein kann, im Bereich des einen Schenkels
die Anordnung von Anschlußklemmen für Phasenleiter L1
bis L3 und den Neutralleiter vorgesehen. Am anderen
Schenkel des Gehäuses, also auf der gegenüberliegenden
Seite können beispielsweise Erdanschlüsse vorgesehen
sein. Ein solches Gerät kann nicht in eine bestehende
Installation, insbesondere in den Leitungsstrang
eingeschleift werden, sondern aufgrund der schaltungs
technischen Anforderungen ist es erforderlich, eine
Parallelanordnung vorzusehen, so daß beispielsweise
von den phasenführenden Leitern des Installations
systems (L1 bis L3) Abzweigungen vorzusehen sind, die
dann in einer von der üblichen Installation
abweichenden Art und Weise an die entsprechenden
Anschlüsse des Überspannungsschutzgerätes
angeschlossen werden müssen.
Desweiteren ist ein Anschluß an den Neutralleiter
beziehungsweise an den PE-Leiter vorzusehen, die
wiederum mit der Potential-Ausgleichsschiene, die
geerdet ist, verbunden sind. Diese Installationsweise
weicht von dem üblichen Installationsraster ab, wie
dies beispielsweise bei sogenannten Fehlerstromschutz
schaltern oder anderen in die Leitungen
eingeschleiften Schaltern üblich ist.
Gerade aus dieser notwendigen Installation resultieren
viele Fehler. Häufige Fehlerquellen bei der
Installation von solchen Überspannungsschutzgeräten
sind beispielsweise hohe Leitungslängen für die
Verbindung zwischen den zu schützenden Leitern und den
Überspannungsschutzgeräten. Auch die parallele
Verlegung von ungeschützten und geschützten Leitungen
ist möglich und damit eine Fehlerquelle. Im
erstgenannten Fehlerfall würde bei zu hoher
Leitungslänge zu viel Spannung an den Verbindungs
leitungen abfallen, so daß kein korrekter Schutz
erreicht wird. Im zweiten dargestellten Fehlerfall
würde die parallele Verlegung von geschützten und
ungeschützten Leitungen eine erhebliche Einkopplung
von Überspannungen von den ungeschützten in die
geschützten Leitungen zur Folge haben können. Auch der
Anschluß an die Potential-Ausgleichsschiene ist häufig
problematisch, da gerade dort zulässige Leitungslängen
überschritten werden.
Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der
Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein
Überspannungsschutzgerät zu schaffen, welches in
einfacher Weise und unter Anwendung einfachster
Installationsregeln funktionstüchtig installiert
werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, daß das
Gehäuseunterteil im Bereich eines jeden
Installationsplatzes eine durchgehende Leiterbrücke
aufweist, die jeweils mit an einer Gehäuseseite
angeordneten ersten Anschlußklemme für die kommende
Leitungsader und einer an der gegenüberliegenden
Gehäuseseite angeordneten zweiten Anschlußklemme für
die abgehende Leitungsader kontaktiert ist, daß jede
Leiterbrücke jedes Phasenleiters im Bereich des
zugehörigen Installationsplatzes einen Anschluß für
den Phasenanschluß des Überspannungsschutzelementes
aufweist, daß isoliert zu den Leiterbrücken eine quer
zu diesen angeordnete Neutralleiter-Verbindungsbrücke
angeordnet ist, die jeweils im Bereich der
Installationsplätze einen Anschluß für den
Neutralleiteranschluß des Überspannungsschutzelementes
aufweist und die mit der parallel zu den Leiterbrücken
der Phasenleiter angeordneten Leiterbrücke für den
Neutralleiter kontaktiert ist.
Desweiteren ist vorgesehen, daß eine weitere
Leiterbrücke für den PE-Leiter parallel zu den anderen
Leiterbrücken angeordnet ist, die endseitig eine
entsprechende erste und zweite Anschlußklemme
aufweist, daß im Bereich des Installationsplatzes der
Leiterbrücke für den Neutralleiter ein Anschluß für
den Neutralleiteranschluß des Überspannungsschutz
elementes vorgesehen ist, der mit der Neutralleiter
verbindungsbrücke kontaktiert ist, sowie ein weiterer
Anschluß für das Überspannungsschutzelement, der mit
einer Verbindungsbrücke kontaktiert ist, die isoliert
zum Neutralleiter angeordnet ist und mit der
PE-Leiterbrücke elektrisch verbunden ist.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung ist es möglich,
die Installation des Überspannungsschutzgerätes in
einfacher Weise derart vorzunehmen, daß praktisch ein
Durchschleifen der ankommenden und weiterführenden
Leitungen ermöglicht ist. Das Überspannungsschutzgerät
kann in einfacher Weise angeschlossen werden, indem
die einzelnen Leiter (L1, L2, L3), Neutralleiter und
PE-Leiter parallel zueinander zugeführt werden und mit
den an der einen Gehäuseseite befindlichen
Anschlüssen verbunden werden, wobei die abgehenden
Leitungen praktisch koaxial zu diesen eingehenden
Anschlüssen an der anderen Gehäuseseite angeschlossen
werden können. Durch die Leiterbrücken der
Phasenleiter und gegebenenfalls auch der Neutralleiter
und PE-Leiter ist die ordnungsgemäße und einfache
Verdrahtung gewährleistet, wobei zudem Überlängen oder
Schleifenbildungen vermieden sind. Dadurch, daß
einerseits an den Eingängen jeder Leiterbrücke
Anschlußkontakte für den jeweiligen Phasenanschluß des
einzusetzenden Überspannungselementes vorgesehen sind
und an dem anderen Kontaktbereich des Überspannungs
schutzelementes die Neutralleiter-Verbindungsbrücke
vorgesehen ist, ist die elektrische korrekte
Verdrahtung beziehungsweise Verbindung zwischen den
bestimmungsgemäß eingesetzten Überspannungsschutz
elementen und dem Netz gewährleistet. Dabei kann
gegebenenfalls auch eine weitere Leiterbrücke für den
PE-Leiter vorgesehen sein, die nur mit der
Leiterbrücke des Neutralleiters elektrisch verbunden
ist, so daß in die entsprechenden Anschlußkontakte des
Neutralleiters ein entsprechendes Überspannungsschutz
element, beispielsweise ein Gasableiter, eingesetzt
werden kann, der zwangsläufig korrekt installiert ist.
Das Überspannungsschutzgerät ist in einer solchen
Weise in die elektrische Leitung zu integrieren, die
den Installationsgewohnheiten von
Elektroinstallateuren entspricht. Üblicherweise wird
eine Verteilung von unten nach oben verdrahtet, wobei
die einzelnen Leitungsadern parallel zueinander
verlaufen. Eine solche Installationsrichtung ist mit
dem erfindungsgemäßen Überspannungsschutzgerät in
einfacher Weise zu realisieren, da das Gerät quasi
unten Eingänge und oben Ausgänge aufweist, die an die
entsprechenden Leiter angeschlossen werden können. Es
wird hierdurch zudem eine räumliche Trennung der
Leitungen fast zwingend erreicht und auch die
parallele Verlegung von geschützten und ungeschützten
Leitungen sehr erschwert, wenn nicht gar
ausgeschlossen. Auch das Problem von die Installation
nachteilig beeinflussenden Leitungslängen ist
vermieden, da alle zu schützenden Leitungen an dem
Überspannungsschutzgerät zusammengeführt werden und
dort unter Verwendung von kürzesten Leitungslängen
korrekt verschaltet sind. Die Installation und
Zusammenstellung von Überspannungsschutzgeräten wird
dadurch erheblich erleichtert, da eine komplette
Installationslösung integral in dem Gerät aufgebaut
ist. Bei einer entsprechenden Auslegung des Gerätes
kann das Gerät für alle Netzformen eingesetzt werden,
so daß es vom Installateur keine Kenntnis über die
Netzform verlangt.
Wie schon ausgeführt, ermöglicht das erfindungsgemäße
Gerät die Installation entsprechend den Installations
gewohnheiten des Elektrohandwerks, da der Installateur
ähnliche Installationsarten beispielsweise bei der
Montage von Fehlerstromschutzschaltern gewöhnt ist.
Auch dort werden die unteren Klemmen als Eingang
benutzt und die oberen Klemmen bilden die Abgänge. Die
verbleibenden Installationsvorschriften bestehen nur
insoweit, als das Überspannungsschutzgerät immer
direkt am Eingang der Installation montiert werden muß
und keine weiteren Verbindungen zwischen den
geschützten und ungeschützten Leitungen vorgenommen
werden dürfen.
Eine besonders bevorzugte Weiterbildung wird darin
gesehen, daß das Gehäuseunterteil etwa U-förmig
ausgebildet ist, wobei in der Basis der U-Form
parallel zueinander und voneinander elektrisch
isoliert in einer ersten, unteren Ebene die
Leiterbrücken in Form von Blechstreifen angeordnet
sind, die endseitig im Bereich der Schenkel der U-Form
die Anschlußklemmen aufweisen, deren Kabeleinsteck
kanäle jeweils parallel oder quasi koaxial zu der
entsprechenden Leiterbrücke aus den einander
abgewandten Flächen der Schenkel ausmünden.
Zudem kann bevorzugt vorgesehen sein, daß die quer zu
den Leiterbrücken angeordnete Neutralleiter-
Verbindungsbrücke im Bereich des einen Schenkels der
U-Form oder in der Basis nahe des Schenkels in einer
zweiten Ebene isoliert zu den Leiterbrücken der
Phasenleiter der ersten Ebene angeordnet ist und mit
der Leiterbrücke des Neutralleiters elektrisch
verbunden ist, insbesondere auf dieser kontaktierend
im Kreuzungsbereich anliegt.
Auch ist bevorzugt vorgesehen, daß im Bereich des
anderen Schenkels oder in der Basis nahe des Schenkels
in der zweiten Ebene im Bereich eines jeden
Installationsplatzes eines Überspannungsschutz
elementes für die Phasenleiter ein mit der jeweiligen
Leiterbrücke kontaktierendes und gegenüber
benachbarten Leiterbrücken isoliertes Teil als
Anschluß angeordnet ist.
Zudem ist bevorzugt, daß im Bereich des anderen
Schenkels oder in der Basis nahe des Schenkels in der
zweiten Ebene im Bereich der Überdeckung der
Leiterbrücke des Neutralleiters und des
PE-Leiters die Verbindungsbrücke in Form eines die
Leiterbrücke des PE-Leiters kontaktierenden und
gegenüber der Leiterbrücke des Neutralleiters
isolierten Blechstreifens ausgebildet ist.
Auch ist bevorzugt, daß jedes Überspannungselement aus
einem in einem Gehäuse angeordneten Varistor oder
einer Funkenstrecke besteht, die mit Anschlußkontakten
mit den Anschlüssen des Gehäuseunterteils elektrisch
verbunden sind (in der Gebrauchslage), so daß das
Überspannungselement die elektrische Verbindung
jeweils zwischen der Leiterbrücke des Phasenleiters
und der Neutralleiterverbindungsbrücke und der
Verbindungsbrücke zwischen Neutralleiter und PE-Leiter
darstellt.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt und im folgenden näher
beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Überspannugs
gerät schematisch in Draufsicht;
Fig. 2 desgleichen im Schnitt II/II der Fig. 1
gesehen;
Fig. 3 desgleichen im Schnitt III/III der Fig. 1
gesehen;
Fig. 4 ein Schnitt im Schnitt IV/IV der Fig. 1
gesehen;
Fig. 5 ein Schnitt V/V der Fig. 1;
Fig. 6 ein Schnitt VI/VI gemäß Fig. 1 gesehen.
Die Ansicht der Fig. 1 entspricht etwa der Ansicht
der Schnittlinie I in Fig. 3.
In der Zeichnung ist ein Überspannungsschutzgerät zum
Schutz von elektrischen Niederspannungsinstallationen
vor Überspannungen gezeigt. Es besteht aus einem
Geräteunterteil 1 mit Anschlußklemmen für die
Phasenleiter L1, L2, L3 und die Erdleiter PE sowie die
Neutralleiter N. Ferner sind im Ausführungsbeispiel
als Steckplätze ausgebildete Installationsplätze am
Unterteil vorgesehen, die mit den Anschlußklemmen in
elektrischer Verbindung stehen. Die eigentlichen
Überspannungsschutzelemente 2 sind in Form von
Varistoren beziehungsweise Funkenstrecken ausgebildet
und als quaderförmige Elemente mit dem Unterteil 1
steckverbindbar, wobei durch die Steckverbindung
einerseits die Lagesicherung erfolgt und andererseits
die ordnungsgemäße elektrische Kontaktierung.
Im Bereich eines jeden Installationsplatzes für einen
Überspannungsableiter 2 ist eine durchgehende
Leiterbrücke 3 vorgesehen. Die in der Zeichnungsfigur
1 links dargestellte durchgehende Leiterbrücke 3
verbindet den unten liegenden Eingang L1 mit dem oben
liegenden Abgang L1'. Die daneben befindliche, dazu
parallel angeordnete Leiterbrücke 3 verbindet den
Eingang L2 mit dem Ausgang L2'. Die wiederum daneben
befindliche weitere Leiterbrücke 3 verbindet den unten
liegenden Eingang L3 mit dem oben liegenden Abgang L3'.
Die nächste Leiterbrücke 3 verbindet den unten
liegenden Eingang N mit dem oben liegenden Abgang N'.
Die nächste Leiterbrücke 3 verbindet wiederum den
unten liegenden Eingang PE mit dem oben liegenden
Abgang PE'. Beispielsweise durch Kunststoffisolier
elemente isoliert zu den Leiterbrücken 3 ist eine quer
zu diesen angeordnete Neutralleiter-Verbindungsbrücke
4 am in Installationsrichtung gemäß Fig. 1 oberen
Endbereich der Leiterbrücken 3 vorgesehen, und zwar im
Bereich jeweils der Installationsplätze mit einem
Steckanschluß für den Neutralleiter-Anschluß des
Überspannungsschutzelementes. Diese Verbindungsbrücke
4 ist nicht mit den phasenführenden Leiterbrücken 3
der Leiter L3 bis L3 elektrisch verbunden, sondern sie
ist gegenüber diesen elektrisch isoliert und sie liegt
elektrisch leitend an der Leiterbrücke 3 des
Neutralleiters N auf. Im in Zeichnungsfigur 1
befindlichen Bereich ist oberhalb jeder Leiterbrücke 3
für die Phasenleiter L1 bis L3 ein Anschlußelement
vorgesehen, mittels dessen der Phasenanschluß des
jeweiligen Überspannungsableiters 2 mit der darunter
befindlichen Brücke steckverbindbar und elektrisch
leitend verbindbar ist. Das innerhalb des
Überspannungsableiters vorgesehene Überspannungs
element 5 ist mit den Steckanschlüssen des
Überspannungsableiters 2 elektrisch verbunden, wie
beispielsweise aus den Fig. 4 und 5 ersichtlich
ist. Die Leiterbrücke 3 für den PE-Leiter ist über
eine Verbindungsbrücke 6 mit dem Anschlußbereich des
Überspannungsschutzelementes oberhalb der Leiterbrücke
des Neutralleiters N verbunden, wobei diese Verbindung
gegenüber der Leiterbrücke 3 des Neutralleiters
isoliert ist. Die Verbindungsbrücke 6 ist aber mit der
Leiterbrücke 3 des PE-Leiters elektrisch leitend
verbunden, d. h. kann beispielsweise auf diese
kontaktierend aufgelegt sein. Bei gesteckten
Überspannungsableitern ist jeweils eine elektrische
Verbindung zwischen dem Eingangsanschluß L1E, L2E, L3E
und PEE einerseits und dem zugehörigen Neutralleiter-
Anschluß NA hergestellt. Die ordnungsgemäße
Verschaltung ist damit gewährleistet, wobei zudem
durch die entsprechenden oben und unten liegenden
Abgänge und Eingänge der Leitungen eine einfache und
lagerichtige Installation gewährleistet ist. Wie
insbesondere aus Fig. 4 bis 6 ersichtlich, ist das
Gehäuseunterteil im wesentlichen U-förmig ausgebildet.
Dabei ist in der Basis der U-Form parallel zueinander
und voneinander elektrisch isoliert in einer ersten
unteren Ebene die Anordnung der Leiterbrücken 3
vorgesehen, die beispielsweise in Form von Kupfer-
Blechstreifen oder dergleichen ausgebildet sein
können. Im Bereich der Schenkel der U-Form sind die
entsprechenden Anschlußklemmen in den Bereichen
angeordnet, die mit den Bezeichnungen L1, L2, L3, N und PE
beziehungsweise L1 ', L2 ', L3', N' und PE' gekennzeichnet
sind. Die Kabeleinsteckkanäle sind also jeweils quasi
koaxial zu den entsprechenden Leiterbrücken 3
ausgerichtet.
Die quer zu den Leiterbrücken 3 angeordnete
Neutralleiter-Verbindungsbrücke 4 ist nahe des einen
Schenkels der U-Form des Unterteils 1 in einer zweiten
Ebene vorgesehen, die über der ersten Ebene liegt, die
von den Brücken 3 aufgespannt ist, wobei zwischen den
Brücken 3 und der Neutralleiter-Verbindungsbrücke 4
eine elektrische Isolierung vorgesehen ist. Auch die
Brücken 3 sind jeweils mit Abstand nebeneinander
angeordnet und voneinander isoliert. Lediglich im
Kreuzungsbereich der Leiterbrücke 3, die den
Neutralleiteranschluß N bildet, ist die Neutralleiter-
Verbindungsbrücke 4 kontaktierend auf die
entsprechende Brücke 3 aufgelegt, so daß die
gewünschte elektrische Verbindung zwischen der Brücke
4 und der Brücke 3 des N-Leiters hergestellt ist. Nahe
des anderen Schenkels des Unterteils 1 ist in der
zweiten Ebene im Bereich eines jeden
Installationsplatzes eines
Überspannungsschutzelementes 2 für die Phasenleiter L1
bis L3 jeweils ein beispielsweise plattenförmiges
Anschlußelement vorgesehen, welches Steckverbindungs
mittel als Steckverbindung des entsprechenden
Überspannungsleiters aufweist. Die einzelnen Elemente
L1E, L2E, L3E sind nebeneinander angeordnet und
gegeneinander isoliert und jeweils nur mit der
darunter befindlichen Leiterbrücke 3 kontaktierend
verbunden. Im Bereich des Neutralleiters N und des PE-
Leiters ist die Brücke 6 angeordnet, die kontaktierend
auf dem PE-Leiter aufliegt und gegenüber dem
Neutralleiter N (der entsprechenden Leiterbrücke 3)
isoliert ist. Auch diese Brücke ist wiederum
beispielsweise durch einen Blechstreifen gebildet.
Jedes Überspannungselement 2 kann in seinem Gehäuse
einen Varistor oder eine Funkenstrecke als
Schutzelement 5 aufweisen, wobei dieses entsprechende
Schutzelement mit Anschlußsteckkontakten 7 elektrisch
verbunden ist, die wiederum in die entsprechenden
Anschlußelemente einsteckbar sind, die oberhalb der
Leiterbrücken 3 ausgebildet oder angeordnet sind.
Zusätzlich kann in einem entsprechenden Freiraum des
Unterteils 1, der oberhalb der Leiterbrücke 3 des
PE-Leiters ausgebildet ist, ein Element zur
Fernsignalisierung eingesetzt werden, das in an sich
bekannter Weise signalisiert, wenn ein Überspannungs
ableiter ausgefallen oder beansprucht ist.
Das im Ausführungsbeispiel gezeigte Überspannungs
schutzgerät ist für alle üblichen Netzformen geeignet
und ist daher vom Installateur zu installieren, ohne
daß er die Netzform kennt. Zudem ist das Gerät in
äußerst einfacher Weise in eine bestehende Leitung zu
integrieren, indem das Gerät in üblicher Weise mit
unten ankommenden Eingangsleitungen und oben
abgehenden Abgängen analog der Darstellung in Fig. 1
installiert werden kann.
Die Erfindung ist nicht auf das Ausführungsbeispiel
beschränkt, sondern im Rahmen der Offenbarung vielfach
variabel.
Alle neuen, in der Beschreibung und/oder Zeichnung
offenbarten Einzel- und Kombinationsmerkmale werden
als erfindungswesentlich angesehen.
Claims (7)
1. Überspannungsschutzgerät zum Schutz von
elektrischen Niederspannungsinstallationen vor
Überspannungen, bestehend aus einem Geräteunterteil
(1) mit Anschlußklemmen für Phasenleiter (L1-L3) und
Erd- beziehungsweise Neutralleiter (PE, N) sowie mit
vorzugsweise als Steckplätzen ausgebildeten
Installationsplätzen, die mit den Anschlußklemmen
elektrisch verbunden sind und in die Überspannungs
schutzelemente (2) in Form von Varistoren,
Funkenstrecken oder dergleichen, eingesetzt oder
eingesteckt sind, dadurch gekennzeichnet, daß das
Gehäuseunterteil (1) im Bereich eines jeden
Installationsplatzes eine durchgehende Leiterbrücke
(3) aufweist, die jeweils mit an einer Gehäuseseite
angeordneten ersten Anschlußklemme für die kommende
Leitungsader und einer an der gegenüberliegenden
Gehäuseseite angeordneten zweiten Anschlußklemme für
die abgehende Leitungsader kontaktiert ist, daß jede
Leiterbrücke (3) jedes Phasenleiters (L1-L3) im
Bereich des zugehörigen Installationsplatzes einen
Anschluß für den Phasenanschluß des
Überspannungsschutzelementes (2) aufweist, daß
isoliert zu den Leiterbrücken (3) eine quer zu
diesen angeordnete Neutralleiter-Verbindungsbrücke
(4) angeordnet ist, die jeweils im Bereich der
Installationsplätze einen Anschluß für den
Neutralleiteranschluß des
Überspannungsschutzelementes (2) aufweist und die
mit der parallel zu den Leiterbrücken (3) der
Phasenleiter (L1-L3) angeordneten Leiterbrücke (3)
für den Neutralleiter (N) kontaktiert ist.
2. Überspannungsschutzgerät nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß eine weitere Leiterbrücke (3)
für den PE-Leiter parallel zu den anderen
Leiterbrücken (3) angeordnet ist, die endseitig eine
entsprechende erste und zweite Anschlußklemme
aufweist, daß im Bereich des Installationsplatzes
der Leiterbrücke (3) für den Neutralleiter ein
Anschluß für den Neutralleiteranschluß des
Überspannungsschutzelementes (2) vorgesehen ist, der
mit der Neutralleiterverbindungsbrücke (3)
kontaktiert ist, sowie ein weiterer Anschluß für das
Überspannungsschutzelement (2), der mit einer
Verbindungsbrücke (6) kontaktiert ist, die isoliert
zum Neutralleiter (N) angeordnet ist und mit der PE-
Leiterbrücke (3) elektrisch verbunden ist.
3. Überspannungsschutzgerät nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuseunterteil (1)
etwa U-förmig ausgebildet ist, wobei in der Basis
der U-Form parallel zueinander und voneinander
elektrisch isoliert in einer ersten, unteren Ebene
die Leiterbrücken (3) in Form von Blechstreifen
angeordnet sind, die endseitig im Bereich der
Schenkel der U-Form die Anschlußklemmen aufweisen,
deren Kabeleinsteckkanäle jeweils parallel oder
quasi koaxial zu der entsprechenden Leiterbrücke (3)
aus den einander abgewandten Flächen der Schenkel
ausmünden.
4. Überspannungsschutzgerät nach einem der Ansprüche 1
bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die quer zu den
Leiterbrücken (3) angeordnete Neutralleiter-
Verbindungsbrücke (4) im Bereich des einen Schenkels
der U-Form oder in der Basis nahe des Schenkels in
einer zweiten Ebene isoliert zu den Leiterbrücken
(3) der Phasenleiter (L1-L3) der ersten Ebene
angeordnet ist und mit der Leiterbrücke (3) des
Neutralleiters (N) elektrisch verbunden ist,
insbesondere auf dieser kontaktierend im
Kreuzungsbereich anliegt.
5. Überspannungsschutzgerät nach einem der Ansprüche 1
bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des
anderen Schenkels oder in der Basis nahe des
Schenkels in der zweiten Ebene im Bereich eines
jeden Installationsplatzes eines
Überspannungsschutzelementes (2) für die
Phasenleiter (L1-L3) ein mit der jeweiligen
Leiterbrücke (3) kontaktierendes und gegenüber
benachbarten Leiterbrücken (3) isoliertes Teil
(L1E, L2E, L3E) als Anschluß angeordnet ist.
6. Überspannungsschutzgerät nach einem der Ansprüche 1
bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des
anderen Schenkels oder in der Basis nahe des
Schenkels in der zweiten Ebene im Bereich der
Überdeckung der Leiterbrücke (3) des Neutralleiters
(N) und des PE-Leiters die Verbindungsbrücke (6) in
Form eines die Leiterbrücke (3) des PE-Leiters
kontaktierenden und gegenüber der Leiterbrücke (3)
des Neutralleiters (N) isolierten Blechstreifens
ausgebildet ist.
7. Überspannungsschutzgerät nach einem der Ansprüche 1
bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß jedes
Überspannungselement (2) aus einem in einem Gehäuse
angeordneten Varistor oder einer Funkenstrecke
besteht, die mit Anschlußkontakten mit den
Anschlüssen des Gehäuseunterteils (1) elektrisch
verbunden sind (in der Gebrauchslage), so daß das
Überspannungselement (2) die elektrische Verbindung
jeweils zwischen der Leiterbrücke (3) des
Phasenleiters (L1, L2 oder L3) und der
Neutralleiterverbindungsbrücke (4) und der
Verbindungsbrücke (6) zwischen Neutralleiter (N) und
PE-Leiter darstellt.
Priority Applications (5)
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|---|---|---|---|
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|---|---|---|---|---|
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- 2001-02-13 ES ES01103308T patent/ES2208475T3/es not_active Expired - Lifetime
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| ES2208475T3 (es) | 2004-06-16 |
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