DE10023844C1 - Öffnungsfähiges Fahrzeugdach - Google Patents
Öffnungsfähiges FahrzeugdachInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein öffnungsfähiges Fahrzeugdach mit einem vorderen bewegbaren Dachelement (12), das an Dachseitenholmen (2) verschiebbar gelagert und in Schließstellung des Daches an einen Windlauf (8) oder dergleichen anlegbar ist, wobei das Dachelement (12) mittels einer Führungseinrichtung an Führungsschienen (10) der Dachseitenholme (2) gelagert ist, wobei die Führungseinrichtung jeweils eine Viergelenkanordnung (15, 16) aufweist, mittels der das Dachelement (12) an einem an der Führungsschiene (10) verschiebbaren Schlitten (17) bewegbar ist, und wobei ein Steuerhebel (16, 23) der Viergelenkanordnung in Abhängigkeit von der Stellung des Schlittens (17) zu der Führungsschiene (10) die Bewegung der Viergelenkanordnung und des Dachelements (12) insbesondere bei einer Öffnungs- oder Schließbewegung vom bzw. an den Windlauf (8) steuert.
Description
Die Erfindung betrifft ein öffnungsfähiges Fahrzeugdach mit einem vorderen be
wegbaren Dachelement, das an Dachseitenholmen verschiebbar gelagert und in
Schließstellung des Daches an einen Windlauf oder dergleichen anlegbar ist.
Aus der EP 0 755 815 A1 ist ein Faltdach für Fahrzeuge bekannt geworden, das
zum wahlweisen Verschließen oder mindestens teilweisen Freigeben einer in ei
ner festen Dachfläche ausgebildeten Dachöffnung ein faltbares Verdeck aufweist,
dessen vorderes Ende in Form eines vorderen Endspriegels eine Dachspitze bil
det, die entlang in Fahrzeuglängsrichtung verlaufender Führungsschienen ver
stellbar geführt und in der Schließstellung des Daches mit ihrer Vorderkante an
ein dachfestes Widerlager angedrückt ist. An den Führungsschienen ist jeweils
ein mit einem Antriebskabel fest verbundener Schlitten geführt, der über einen
Schwenkhebel mit einem Vorderende der Dachspitze gekoppelt ist. Der
Schwenkhebel ist an einer Führungsbahn der Führungsschiene derart geführt,
daß er im Verstellbereich des Faltdaches zwischen der Offenstellung und einer
Zwischenstellung nahe der Schließstellung eine rein translatorische Bewegung
ausführt und im Bereich zwischen der Zwischenstellung und der Schließstellung
eine kombinierte Translations- und Rotationsbewegung ausführt. Durch die Rota
tion des Schwenkhebels wird die an ihrem Hinterende auf dem Schütten auflie
gende und mit ihrer Vorderkante aufgerichtete Dachspitze an ihrem Vorderende
abgesenkt und durch die kombinierte Translations- und Rotationsbewegung an
eine Anlagefläche oder eine Rahmendichtung des Dachrahmens mit hoher Kraft
angepreßt. Der Schwenkhebel steuert einerseits durch seinen Eingriff in die Füh
rungsbahn die Ausstell- oder Absenkbewegung der Vorderkante der Dachspitze
und leitet andererseits die Kraft zum Andrücken der Vorderkante der Dachspitze
auf die Dachspitze ein. Nachteilig ist bei diesem kombinierten Mechanismus, daß
die Vorderkante der Dachspitze beim Öffnen des Verdecks sofort nahezu vertikal
angehoben und ausgestellt wird, so daß sich darin der Fahrtwind fangen kann.
Zusätzlich beeinträchtigt eine angehobene Vorderkante das optische Erschei
nungsbild.
Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein eingangs genanntes öffnungsfähiges
Fahrzeugdach zu schaffen, das einen verbesserten Bewegungsmechanismus
beim Öffnungs- und beim Schließvorgang des vorderen Dachelements in der Nä
he des Windlaufes aufweist. Dabei soll ein Fahrzeugdach mit zumindest einem an
den Dachseitenholmen verschiebbar gelagerten Zwischenspriegel derart weiter
gebildet werden, daß ein verbesserter Bewegungsablauf beim Verfahren des
vorderen Dachelements und des Zwischenspriegels gewährleistet ist.
Der erstgenannte Teil der Aufgabe wird bei dem eingangs genannten öffnungsfä
higen Fahrzeugdach erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Dachelement
mittels einer an Führungsschienen der Dachseitenholme gelagerten Führungsein
richtung bei einer Öffnungs- oder Schließbewegung vom bzw. an den Windlauf
derart geführt ist, daß eine Vorderkante des Dachelements tangential zur
Dachaußenhaut bewegt wird. Die Vorderkante des vorderen Dachelements wird
durch ihre tangentiale Bewegung beim Schließen des Daches von hinten gegen
den Windlauf und insbesondere gegen eine Windlaufdichtung gedrückt, wobei sie
sich an oder nahe an der Dachkontur bewegt und somit keinen wesentlichen
Überstand bildet, in den der Fahrtwind eingreifen könnte. Unter der tangentialen
Bewegung ist auch eine Bewegung mit vergleichsweise geringer Neigung in Be
zug zur Dachaußenhaut zu verstehen. Bei einer solchen Bewegung ist stets die
Vorderkante des Dachelements unterhalb seiner Hinterkante gehalten. Damit
unterscheiden sich diese von der Führungseinrichtung realisierbaren Bewegun
gen grundsätzlich von einer aufwärts gerichteten Schwenkbewegung der Vorder
kante des Dachelements um eine hintere Schwenkachse gemäß dem eingangs
genannten Stand der Technik. Statt eines Windlaufs kann jedes an der Karosse
rie oder am Oberrand einer Frontscheibe angeordnetes Querteil vorgesehen sein,
das zum dichten Anlegen des Dachelements geeignet ist, wobei an diesem
Querteil zweckmäßigerweise eine Dichtung angebracht ist.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen ange
geben.
Bevorzugt hebt die Führungseinrichtung bei einer weiteren Öffnungsbewegung
eine Hinterkante des vorderen Dachelements relativ zu ihrer Vorderkante an. Auf
diese Weise wird das Dachelement um eine Querachse spoilerartig geneigt.
Während einer weiteren nach hinten gerichteten translatorischen Verschiebung
des Dachelements kann dieses in seiner Schrägstellung zumindest teilweise über
ein nächstes verschiebbares Dachelement, beispielsweise einem Zwischensprie
gel, bewegt werden und mit diesem in einer kompakten Anordnung in eine hintere
Ablageposition bewegt werden. Beim Aufstellen des Dachelements wird gleich
zeitig die Vorderkante um eine Wegstrecke von einem außenseitlich am Dach
seitenholm verlaufenden Dichtungsflansch abgehoben, so daß ein Freigang für
die weitere Verschiebebewegung des Dachelements gewährleistet ist.
Die Steuerung der Bewegung der Vorderkante des Dachelementes kann bei
spielsweise bei einem öffnungsfähigen Festdach, das ein Schiebedach oder ein
Lamellendach zum wahlweisen Verschließen oder zumindest teilweisen Freige
ben einer Dachöffnung aufweist, auf zur Führungsschiene paralleler Bewegungs
bahn erfolgen. Bei anderen Dachformen, wie z. B. bei einem Klappdach eines
Cabriolets, kann in einer vorteilhaften Ausgestaltung entsprechend der Krüm
mung des Daches und der Ausbildung der Dachseitenholme die zur Dachaußenhaut
tangentiale oder unter einem Winkel geneigte Bewegung der Vorderkante
des Dachelementes nichtparallel zur Führungsschiene erfolgen.
Eine bevorzugte Ausgestaltung sieht vor, daß die Führungseinrichtung jeweils
eine Viergelenkanordnung aufweist, mittels der das Dachelement an einem
Schlitten verschwenkbar gelagert ist, der an der Führungsschiene durch einen
Antrieb längsverschiebbar gelagert ist, und daß ein Steuerhebel der Viergelenk
anordnung im Eingriff mit einer Steuerkulisse während der Längsverschiebung
des Schlittens das Dachelement verschwenkt. Die Viergelenkanordnung kann für
jede Dachform angepaßt und für einen bestimmten Bewegungsablauf ausgelegt
werden. Sie ist einfach und robust aufgebaut und bietet eine hohe Betriebssi
cherheit.
Die Steuerkulisse ist zweckmäßigerweise an dem Dachseitenholm angeordnet
und insbesondere an der Führungsschiene ausgebildet.
Die Aufgabe wird auch dadurch gelöst, daß das Dachelement mittels einer Füh
rungseinrichtung an Führungsschienen der Dachseitenholme gelagert ist, wobei
die Führungseinrichtung jeweils eine Viergelenkanordnung aufweist, mittels der
das Dachelement an einem an der Führungsschiene verschiebbaren Schlitten
bewegbar gelagert ist, und daß ein Steuerhebel der Viergelenkanordnung in Ab
hängigkeit von der Stellung des Schlittens zu der Führungsschiene die Bewegung
der Viergelenkanordnung und des Dachelements insbesondere bei einer Öff
nungs- oder Schließbewegung vom bzw. an den Windlauf steuert. Die Viergelen
kanordnung ermöglicht das Einstellen unterschiedlicher Bewegungsverläufe des
Dachelementes in der Nähe des Windlaufs wie z. B. eine zur Dachaußenhaut im
Bereich des Windlaufs weitgehend tangentiale Anfangsbewegung des vorderen
Dachelementes. Andererseits kann auch ein spoilerartiges Aufstellen des Da
chelementes erfolgen.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist eine Abstützvorrichtung zum
Festlegen des vorderen Dachelements am Windlauf vorgesehen, die zumindest
eine am Windlauf und an dem Dachelement angeordnete Abstützeinheit aufweist,
die ein längliches, in der Bewegungsrichtung des Dachelements hervorstehendes
Abstützteil und eine zugeordnete Abstützteilaufnahme aufweist. Die Abstützvor
richtung bietet eine vertikale Zentrierung des vorderen Dachelements in seiner
Schließstellung am Windlauf zwischen den äußeren Lagerungen des Dachele
ments an den Dachseitenholmen. Die zumindest eine Abstützeinheit ist bevorzugt
im mittleren Bereich des Windlaufs bzw. des Dachelements angeordnet, so daß
sie die an dem Dachelement angreifenden Windkräfte und die Dichtungskräfte
weitgehend normal in das Abstützteil am Windlauf einleiten kann. Somit wird die
Windlast bzw. die Dichtungskraft unmittelbar an den Windlauf eingeleitet.
Die Abstützvorrichtung bildet eine zusätzliche, einfach aufgebaute passive Ab
stützung ohne bewegbare Elemente. Durch die Abstützung kann das vordere
Dachelement in Leichtbau mit geringeren Toleranzanforderungen ausgeführt
werden. Eine gewisse Flexibilität des Dachelements ist somit zulässig, denn das
Dachelement wird durch die Abstützvorrichtung und durch die Schließkräfte in
seiner korrekten Form fluchtend am Windlauf gebracht. Durch die Abstützung
kann somit auch ein Ausgleich von Fertigungstoleranzen erfolgen. Wenn mehrere
Abstützeinheiten verwendet werden, ist eine optimierte Anpassung an den Wind
lauf erzielbar.
Zweckmäßigerweise sind das hervorstehende Abstützteil am Windlauf und die
Abstützteilaufnahme am Dachelement angeordnet. Um eine Verletzungsgefahr
durch das hervorstehende Abstützteil weitgehend auszuschließen, ist es vorteil
haft, wenn ein Schutzwulst fahrzeuginnenseitig benachbart zu dem Abstützteil
angeordnet ist. Der Schutzwulst deckt das Abstützteil ausreichend ab und ist ins
besondere mit einer großen Abrundung ausgestaltet, die bei einem Aufprall eines
Fahrzeuginsassen Verletzungen vermeidet. Bevorzugt ist das hervorstehende
Abstützteil eine am Windlauf angeordnete Abstützzunge oder ein Bolzen.
Der zweitgenannte Teil der Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Zwischensprie
gel in Schließstellung des Daches an einer Führungsschiene des jeweiligen
Dachseitenholms festgelegt ist, daß das vordere Dachelement bei seiner Öff
nungsbewegung den Zwischenspriegel aus seiner Festlegung löst und in eine
hintere Stellung mitnimmt, und daß das vordere Dachelement von einem an der
Führungsschiene bewegbar gelagerten Antriebsteil bewegt ist, das das An- und
Abkoppeln steuert. Durch die zwangsgesteuerten Festlegungen und Bewegun
gen der Formteile des Daches wie vorderes Dachelement und Zwischenspriegel
kann eine Faltenbildung eines Faltdaches gesteuert werden, so daß größere
nicht gespannte Stoffflächen des Faltdaches vermieden werden können, die ein
Flattern des Faltdaches verursachen könnten.
Bevorzugt weist eine Lagereinrichtung des Zwischenspriegels eine Riegelein
richtung auf, mit der der Zwischenspriegel durch Steuerung des Antriebsteils an
der Führungsschiene festlegbar oder nach Entriegelung von der Führungsschie
ne an dem vorderen Dachelement festlegbar ist.
Die Riegeleinrichtung kann eine Riegelsteinanordnung sein, die eine federbela
stetes Sperrelement enthält, das insbesondere durch das Antriebsteil betätigbar
ist und das Entriegeln des Zwischenspriegels von der Führungsschiene steuert.
Das vordere Dachelement des erfindungsgemäß ausgebildeten Fahrzeugdaches
kann eine Dachspitze eines Faltdaches, insbesondere eines Faltdaches eines
Klappverdecks eines Cabriolets, ein Lamellendachelement oder ein Deckel eines
Schiebehebedachs sein sein.
Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel des Fahrzeugdaches unter Bezug
nahme auf Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 in einer perspektivischen Gesamtansicht ein ein Faltdach aufweisendes
Klappverdeck eines Cabriolets in Schließstellung des Faltdaches;
Fig. 1a in einer perspektivischen Gesamtansicht das Klappverdeck in einer Zwi
schenöffnungsstellung des Faltdaches;
Fig. 1b in einer perspektivischen Gesamtansicht das Klappverdeck mit geöff
netem Faltdach;
Fig. 1c in einer perspektivischen Gesamtansicht das Klappverdeck mit geöff
netem Faltdach und einem einschwenkenden Seitenholm;
Fig. 2 in einer perspektivischen Innenansicht einen Vorderabschnitt eines
Dachseitenholms des Klappverdecks;
Fig. 3 in einer perspektivischen Innenansicht den Vorderabschnitt des Dach
seitenholms mit veränderter Stellung einer Dachspitze (Teilöffnung);
Fig. 3a in einer Seitenansicht in schematischer Darstellung die Dachspitze in
zwei überlagerten Bewegungsstellungen;
Fig. 4 in perspektivischer Draufsicht einen Vorderabschnitt des Fahrzeugfalt
verdecks;
Fig. 5 in einer Querschnittsansicht einen Windlauf mit einer Zentriereinrichtung
für die Dachspitze;
Fig. 6 in perspektivischer Draufsicht den Vorderabschnitt des Dachseitenhol
mes;
Fig. 7 in perspektivischer Draufsicht den Vorderabschnitt des Dachseitenhol
mes mit gegenüber Fig. 6 veränderter Stellung einer Lagerung der
Dachspitze;
Fig. 8 in perspektivischer Draufsicht in vereinfachter Darstellung eine Kniehe
belkoppel- und Verdeckspanneinrichtung in einer Offenstellung des
Fahrzeugfaltverdecks;
Fig. 9 in einer Ansicht gemäß Fig. 8 einen Steuerabschnitt für die Kniehebel
koppel- und Verdeckspanneinrichtung an einem Vorderende einer am
Dachseitenholm angeordneten Führungsschiene;
Fig. 10 in einer Ansicht gemäß Fig. 8 die Kniehebelkoppel- und Verdeckspann
einrichtung in einer weiteren Bewegungsstellung;
Fig. 11 in einer Seitenansicht in schematischer Darstellung die Kniehebelkop
pel- und Verdeckspanneinrichtung in einer Bewegungsstellung gemäß
Fig. 10;
Fig. 12 in einer Ansicht gemäß Fig. 10 die Kniehebelkoppel- und Verdeckspan
neinrichtung in einer weiteren Bewegungsstellung;
Fig. 13 in einer Seitenansicht in schematischer Darstellung die Kniehebelkop
pel- und Verdeckspanneinrichtung in der Bewegungsstellung gemäß
Fig. 12;
Fig. 14 in einer Ansicht gemäß Fig. 12 die Kniehebelkoppel- und Verdeckspan
neinrichtung in einer weiteren Bewegungsstellung;
Fig. 15 in einer Seitenansicht in schematischer Darstellung die Kniehebelkop
pel- und Verdeckspanneinrichtung in der Bewegungsstellung gemäß
Fig. 14;
Fig. 16 in einer Seitenansicht in schematischer Darstellung die Kniehebelkop
pel- und Verdeckspanneinrichtung in einer weiteren Bewegungsstellung;
Fig. 17 in einer Ansicht gemäß Fig. 14 die Kniehebelkoppel- und Verdeckspan
neinrichtung in einer vorderen Endstellung;
Fig. 18 in einer Seitenansicht in schematischer Darstellung die Kniehebelkop
pel- und Verdeckspanneinrichtung in der vorderen Endstellung gemäß
Fig. 17;
Fig. 19 in perspektivischer Draufsicht das an einen Windlauf angekoppelte Vor
derende des Dachseitenholmes;
Fig. 20 in perspektivischer Draufsicht in Teildarstellung eine Riegeleinrichtung
und eine Zentriereinrichtung am Vorderende des Dachseitenholmes;
Fig. 21 in einer Ansicht gemäß Fig. 20 die Riegeleinrichtung in Schließstellung;
Fig. 22 in perspektivischer Draufsicht die Riegeleinrichtung mit Antriebs
elementen;
Fig. 23 in perspektivischer Draufsicht einen Hinterabschnitt der Riegeleinrich
tung mit einer Koppeleinrichtung für eine vordere und eine hintere An
triebsstange und mit einem Antriebsabschnitt;
Fig. 24 in einer weiteren perspektivischen Ansicht den Hinterabschnitt der Rie
geleinrichtung mit der Koppeleinrichtung und dem Antriebsabschnitt;
Fig. 25 in einer perspektivischen Ansicht in vergrößerter Darstellung die Kop
peleinrichtung der Riegeleinrichtung bei entkoppelten Antriebsstangen
bei teilweise eingeschwenktem Dachseitenholm;
Fig. 26 in einer weiteren Ansicht die in Fig. 25 gezeigte Koppeleinrichtung bei
teilweise eingeschwenktem Dachseitenholm;
Fig. 27 in einer Oberansicht die entkoppelte Koppeleinrichtung bei teilweise
eingeschwenktem Dachseitenholm;
Fig. 28 in einer Oberansicht gemäß Fig. 27 die eingekoppelte Koppeleinrich
tung;
Fig. 29 in einer perspektivischen Ansicht den Dachseitenholm mit der Koppel
einrichtung der Antriebsstangen;
Fig. 30 in einer perspektivischen Ansicht gemäß Fig. 29 die Koppeleinrichtung
und die Antriebsstangen in einer veränderten Position;
Fig. 31 in einer Seitenansicht in schematischer Darstellung ein Zwischensprie
gel mit seiner Lagereinrichtung an einer Führungsschiene des Dachsei
tenholms;
Fig. 32 in einer perspektivischen Ansicht in schematischer Darstellung ein Zwi
schenspriegel mit seiner Lagereinrichtung;
Fig. 33 in einer perspektivischen Ansicht ein Antriebsteil und die Lagereinrich
tung des Zwischenspriegels;
Fig. 34 in einer Seitenansicht gemäß Fig. 31 den Zwischenspriegel mit ange
koppelter Dachspitze;
Fig. 35 in einer perspektivischen Ansicht gemäß Fig. 33 das mit der Lagerein
richtung des Zwischenspriegels gekoppelte Antriebsteil; und
Fig. 36 in einer Seitenansicht gemäß Fig. 34 den entlang der Führungsschiene
verschobenen Zwischenspriegel mit angekoppelter Dachspitze;
Ein Klappverdeck eines Cabriolets enthält ein Faltdach 1 mit einer Dachspitze 12,
zumindest einem Zwischenspriegel 13 und einem Hauptspriegel 5 (siehe Fig. 1).
Ein Verdeckstoff (nicht dargestellt) ist an der Dachspitze 12, dem Zwischensprie
gel 13 und dem Hauptspriegel 5 befestigt und im Schließzustand des Faltver
decks 1 darüber gespannt gehalten. Das Faltdach 1, das im Wesentlichen sym
metrisch zu einer vertikalen Längsmittelebene des Fahrzeugs aufgebaut ist (siehe
Fig. 1), enthält einen Dachrahmen mit beidseitig angeordneten Dachseitenhol
men 2, die an ihren Hinterenden 3 um eine in etwa vertikale Achse A schwenkbar
an jeweiligen Dachrahmen-Seitenteilen 4 angebracht sind. Die beiden gegen
überliegenden Dachrahmen-Seitenteile 4 sind durch den sich quer über das Dach
erstreckenden Hauptspriegel 5 fest miteinander verbunden und bilden mit diesem
ein Dachrahmenhauptteil oder eine Dachkassette 6, die über eine zwischen den
Dachrahmen-Seitenteilen 4 und der Karosserie angeordnete Lagerung, z. B. eine
einen Hauptlenker und einen Hilfslenker aufweisende Viergelenkanordnung (nicht
dargestellt), an der Karosserie schwenkbar gelagert ist und zum Ablegen des ge
öffneten Faltdaches 1 mit den an die Dachkassette 6 eingeschwenkten
Dachrahmen-Seitenteilen 4 in einen hinteren Ablageraum versenkbar ist.
Jeder Dachseitenholm 2 ist an seinem Vorderende 7 in der Schließstellung (Fig.
1) oder in der in Fig. 1a dargestellten Teilöffnungsstellung des Faltdachs 1 an
einem vorderen Querträger oder Windlauf 8 am Oberrand einer Frontscheibe
oder im Bereich des Oberendes von A-Säulen angeordnet und mit einer Riegel
einrichtung 9 daran verankert.
Jeder Dachseitenholm 2 enthält einen äußeren Dichtungsflansch 99 zur dichten
Anlage der Spriegel und des Verdeckstoffs und eine Führungsschiene 10, an der
ein Frontspriegel 11 der Dachspitze 12 des Faltdachs 1 und der zumindest eine
Zwischen-Dachspriegel 13 verschiebbar gelagert sind. Zum vollständigen Öffnen
des Faltdaches 1 wird die Dachspitze 12 entlang der Führungsschiene 10 nach
hinten gegen den Spriegel 13 und als Einheit mit diesem von der Führungsschie
ne 10 am Dachseitenholm 2 auf einen Führungsschienenabschnitt 14 an der
Dachkassette 6 gefahren (siehe Fig. 1a und 1b), so daß nach dem Entriegeln der
Riegeleinrichtung 9 am Vorderende 7 des Dachseitenholms 2 dieser um eine ver
tikale Schwenkachse A seines Schwenklagers einwärts vor die Dachkassette 6
geschwenkt werden kann (Fig. 1c). Zusammen mit dem gegenüberliegenden,
ebenfalls eingeschwenkten Dachseitenholm wird die Dachkassette 6 mit dem ge
samten Faltdach 1 in den Aufnahmeraum versenkt.
Die Dachspitze 12 ist über einen Lenker 15 und einen Steuerhebel 16 einer Vier
gelenkanordnung an einem Schlitten 17 schwenkbeweglich gelagert (siehe Fig.
2), der an der Führungsschiene 10 des Dachseitenholms 2 verschiebbar ange
bracht ist. Dabei ist der vordere Lenker 15 der Viergelenkanordnung an einem
vorderen Schwenklager 18 am Schlitten 17 und an einem Schwenklager 19 an
einer Halterung 20 der Dachspitze 12 gelagert. Der Steuerhebel 16 ist an einem
hinteren Schwenklager 21 am Schlitten 17 und an einem Schwenklager 22 an der
Halterung 20 der Dachspitze 12 gelagert und weist einen unteren Fortsatz 23 auf,
an dem ein Gleitstein 24 in eine an der Führungsschiene 10 angeordnete und
seitlich nach innen offene Kulissenbahn 25 eingreift. Ein Hauptabschnitt 26 der
Kulissenbahn 25 verläuft in etwa über die gesamte Länge parallel zu der Füh
rungsschiene 10 für den Schlitten 17 und enthält einen vorderen Steuerabschnitt
27, der unter einem Winkel gegenüber dem Hauptabschnitt 26 in Richtung zum
Vorderende 7 des Dachseitenholmes 2 abwärts verläuft. In der in Fig. 2 dargestellten
Schließstellung des Faltdaches 1 ist der Schlitten 17 am Vorderende 7
der Führungsschiene 10 bzw. des Dachseitenholmes 2 angeordnet. Gleichzeitig
ist der Gleitstein 24 am Vorderende des Steuerabschnitts 27 der Kulissenbahn 25
angeordnet, wodurch der Steuerhebel 16 in seine untere Schließstellung ver
schwenkt ist. Durch die Auslegung der Viergelenkanordnung ist eine Vorderkante
28 der Dachspitze 12 an eine Dichtung 29 am Windlauf 8 angedrückt (siehe auch
Fig. 5).
Zum Öffnen des Faltdaches 1 wird der Schlitten 17 entlang der Führungsschiene
10 nach hinten bewegt. Dabei gleitet der Gleitstein 24 im Steuerabschnitt 27 der
Kulissenbahn 25 gegen den Hauptabschnitt 26 der Kulissenbahn 25 und ver
schwenkt den Steuerhebel 16 aufwärts bis in die in Fig. 3 gezeigte Stellung, in
der die maximale Verschwenkung des Steuerhebels 16 erreicht ist, die beim
weiteren Verschieben des Schlittens 17 beibehalten wird.
Durch die gewählte Auslegung der Viergelenkanordnung wird die Dachspitze 12
und insbesondere ihre Vorderkante 28 zwischen den Stellungen gemäß den Fig.
2 und 3 (die als vordere Anordnung der Dachspitze 12 und als hintere Anordnung
der Dachspitze 12' mit den Vorderkanten 28 bzw. 28' in der Fig. 3a in schemati
scher Darstellung übereinander gezeichnet sind) durch die Überlagerung der li
nearen Verschiebung des Schlittens 17 und der Verschwenkung der Dachspitze
12 auf einer nahezu linearen Bahnkurve geführt, die unter einem vergleichsweise
kleinen spitzen Winkel zur Führungsschiene 10 verläuft und die im Wesentlichen
eine Tangente an die Dachhaut im Übergangsbereich vom Windlauf 8 zur ge
schlossenen Dachspitze 12 bildet.
Eine Zentner- und Abstützeinrichtung zum zentrierten Festlegen der Dachspitze
12 am Windlauf 8 (siehe Fig. 4 und 5) enthält eine in der vertikalen Fahrzeugmit
telebene am Windlauf 8 angebrachte Zentrierzunge 30 und ein an der Dachspitze
12 angebrachtes Zentrierlager 31 zum zentrierten Aufnehmen der Zentrierzunge
30. Die Zentrierzunge 30 ist an einem Lagerteil 32 des Windlaufs 8 befestigt und
steht unterhalb der Windlaufdichtung 29 entlang einer Ebene 33 hervor, die par
allel zu der anfänglichen Öffnungsbewegung der Vorderkante 28 der Dachspitze
12 angeordnet ist. Das Zentrierlager 31 weist eine vertiefte Zentrieraufnahme 34
auf, die bei geschlossener Dachspitze 12 zur Zentrierzunge 30 hin ausgerichtet
ist und ein Vorderende der Zentrierzunge 30 umgreift, so daß die Mitte der Dach
spitze 12 in der zur Dachaußenhaut vertikalen Richtung zentriert und gegen un
erwünschte Verformung wie beispielsweise eine Ausbeulung abgestützt gehalten
ist. Zusätzlich kann die Zentrierzunge 30 in dem Zentrierlager 31 an ihrer rechten
und linken Seite zentriert zur vertikalen Fahrzeugmittelebene gehalten werden.
Das Zentrierlager 31 ist an einer Versteifung 35 der Dachspitze 12 angebracht
und von einer weichen Innenverkleidung 36 nach unten hin abgedeckt. Eine In
nenverkleidung 37, die den Windlauf 8 zu den Fahrzeuginsassen hin abdeckt,
steht unterhalb der Zentrierzunge 30 als Schutzwulst 38 über diese hinaus und
weist eine Abrundung 39 auf, so daß beim Auftreffen eines Körperteils eines
Fahrzeuginsassen die Gefahr einer Verletzung reduziert ist.
Ein an der Führungsschiene 10 verschiebbar gelagerter Antriebsschlitten 40 (sie
he z. B. Fig. 6 und 7), der mit einem entlang der Führungsschiene 10 verlaufen
den und von einem Antriebsmotor antreibbaren Antriebskabel 41 (siehe Fig. 24)
verbunden ist und auch als Kabelanbindung bezeichnet wird, ist über eine Kop
peleinrichtung mit dem die Dachspitze 12 lagernden Schlitten 17 verbunden. Die
Koppeleinrichtung ist im Ausführungsbeispiel als Kniehebeleinheit gebildet und
enthält einen vorderen und einen hinteren Kniehebel 42 bzw. 43, die innerhalb
der Führungsschiene 10 verschiebbar aufgenommen sind. Der vordere und der
hintere Kniehebel 42 und 43 sind einerseits jeweils mittels eines Lagerbolzens 44
bzw. 45 an einem Schlittenteil 46 des Schlittens 17 bzw. an einem Antriebs
schlittenteil 47 des Antriebsschlittens 40 um jeweilige Querachsen schwenkbar
gelagert und sie sind andererseits um eine mittige Schwenkachse 48 gegenein
ander verschwenkbar verbunden. Die Schwenkachse 48 ist von einem Führungs
bolzen 49 gebildet, der von den Kniehebeln 42 und 43 seitlich auf der dem An
triebsschlittenteil 47 gegenüberliegenden Seite der Kniehebel 42 bzw. 43 hervorsteht
und mit einer auf ihm gelagerten Rolle 50 in einer Führungsbahn 51 der
Führungsschiene 10 verschiebbar aufgenommen ist (siehe Fig. 9). Der Lagerbol
zen 45 des hinteren Kniehebels 43 ist in einer zur Führungsschiene 10 senkrecht
verlaufenden und im Antriebsschlittenteil 47 ausgebildeten Quernut 52 aufge
nommen und erstreckt sich seitlich ebenfalls bis in die Führungsbahn 51.
Über nahezu den gesamten Verschiebebereich der Dachspitze 12 des Faltda
ches 1 nimmt die Koppeleinrichtung die in Fig. 8 gezeigte Stellung ein, in der die
beiden Kniehebel 42 und 43 zueinander linear und parallel zu der Führungs
schiene 10 ausgerichtet gehalten sind, so daß eine starre Koppelung mit fester
relativer Zuordnung zwischen dem Antriebsschlitten 40 und dem Schlitten 17 der
Dachspitze 12 besteht und die Antriebsbewegung des Antriebsschlittens 40 un
verändert auf den Schlitten 17 übertragen wird. Wenn beim Schließen des Falt
daches 1 der starr gekoppelte Schlitten 17 eine Position erreicht hat, in der sich
die Dachspitze 12 unmittelbar vor ihrer Schließstellung befindet (siehe Fig. 9 und
11) und die Vorderkante 28 die Windlaufdichtung 29 entweder schon berührt hat
oder kurz davor steht, folgt beim weiteren Verschieben des Antriebsschlittens 40,
47 der Führungsbolzen 49 mit seiner Rolle 50 einem schräg nach oben verlau
fenden Auslenkkurvenabschnitt 53 der Führungsbahn 51, so daß die beiden
Kniehebel 42 und 43 um ihre Lagerbolzen 44 bzw. 45 verschwenken und eine
gegenseitige Winkelstellung am Führungsbolzen 49 einnehmen (siehe Fig. 12
und 13). Gleichzeitig wird eine am vorderen Kniehebel 42 ausgebildete vordere
Haltenase 54 in eine untere Öffnung 55 an der Führungsschiene 10 geschwenkt,
wobei die Haltenase 54 derart gekrümmt ist, daß sich eine innere Gleitfläche 56
der Haltenase 54 an einem abgerundeten, ein Widerlager bildenden Gleitrand 57
der Führungsschiene 10 in Gleitkontakt anlegt. Durch die ausschwenkenden
Kniehebel 42 und 43, die sich durch eine Ausnehmung 100 an der Oberseite der
Führungsschiene 10 erstrecken (siehe Fig. 12), ist die starre Kopplung aufgeho
ben. Entsprechend der Krümmung und Neigung des Auslenkkurvenabschnitts 53
gegenüber der Führungsschiene 10 wird somit eine Untersetzung der Bewe
gungsgeschwindigkeit zwischen dem Antriebsschlitten 40 und dem Schlitten 17
erzielt, so daß sie sich relativ zueinander bewegen und der Antriebsschlittenteil
47 sich dem Schlittenteil 46 annähert. Die weitere verlangsamte Bewegung des
Schlittens 17 erfolgt, indem der vordere Kniehebel 42 sich über die Haltenase 54
am Gleitrand 57 der Führungsschiene 10 abstützt (siehe Fig. 12 und 13). Auf
grund des Hebelverhältnisses am vorderen Kniehebel 42, das einerseits vom Ab
stand zwischen dem Lagerbolzen 44 und dem Führungsbolzen 49 und anderer
seits vom Abstand zwischen dem Lagerbolzen 44 und der Stelle des Gleitkon
takts zwischen der Haltenase 54 und dem Gleitrand 57 bestimmt ist, erfolgt eine
Kraftübersetzung der über das Antriebskabel auf den Antriebsschlitten 40 und
von diesem auf den Schlitten 17 übertragenen Kraft, die die Vorderkante 28 der
Dachspitze 12 auf dem letzten Schließweg in die Dichtung 29 an den Windlauf 8
drückt. In der Schließstellung der Dachspitze 12 hat der Schlitten 17 seine vorde
re Endstellung mit der in den Fig. 14 und 15 gezeigten Schwenkstellung des vor
deren Kniehebels 42 und dem Eingriff der Haltenase 54 in die Öffnung 55 (siehe
auch Fig. 2) erreicht, während das Antriebsschlittenteil 47 eine Stellung einnimmt,
in der der Lagerzapfen 45 des hinteren Kniehebels 43 am Beginn einer unteren
Auslenkführung 58 steht, die sich von der linearen Führungsbahn 51 kreisbahn
förmig abwärts erstreckt, wobei der gedachte Mittelpunkt der Führungsbahn 51
an der aktuellen Position des Führungsbolzens 49 liegt (siehe Fig. 15). Wird der
Antriebsschlitten 40 in der Schließstellung der Dachspitze 12 und des Schlittens
17 noch um ein gewisses Maß weiterbewegt, so tritt der Lagerbolzen 45 in die
untere Auslenkführung 58 ein, wobei der hintere Kniehebel 43 um den positions
festen Führungsbolzen 49 verschwenkt wird. Der Lagerbolzen 45 kann dabei in
der Quernut 52 eine gegenüber dem Antriebsschlittenteil 47 erforderliche Aus
gleichsbewegung ausführen. Die vordere Bewegungsendstellung des Antriebs
schlittenteils 47 zeigen die Fig. 17 und 18.
Die beschriebene Kniehebeleinheit bildet somit eine von dem Bewegungsmecha
nismus der Dachspitze unabhängige Verdeckspanneinrichtung, die aufgrund der
Kraftübersetzung mit der zum bloßen Verschieben der Dachspitze 12 entlang der
Führungsschiene 10 bereitgestellten Antriebskraft auskommt.
Die Länge der Auslenkführung 58 ist derart festgelegt, daß beim Schließen der
Dachspitze 12 an beiden Dachseitenholmen 2 ein gewisser gegenseitiger Versatz
der beiden gleichzeitig angetriebenen Antriebskabel oder eine Schrägstellung der
Dachspitze 12 gegenüber der Fahrzeugquerachse ausgeglichen werden kann.
Liegt beispielsweise die Dachspitze 12 an ihrer rechten Seite schon am Windlauf
8 bzw. der Dichtung 29 fest an, während die linke Seite noch eine geringe Weg
strecke davon entfernt ist, so wird an dem linken Dachseitenholm 2 durch eine
Längsbewegung des Antriebsschlittens 40 der vordere Kniehebel 42 zum Bewe
gen des Schlittens 17 noch verschwenkt und am rechten Dachseitenholm 2 eine
gleichzeitige Längsbewegung des dortigen Antriebsschlittens 40 lediglich in eine
Verschwenkung des hinteren Kniehebels 43 ohne Bewegung des Schlittens 17
und damit dieser Seite der Dachspitze 12 umgesetzt.
In der Schließstellung der Dachspitze 12, in der der Lagerzapfen 45 des hinteren
Kniehebels 43 in der kreisbogenförmigen Auslenkführung 58 aufgenommen ist
(siehe Fig. 16 bis 18), ist der Schlitten 17 und damit die Dachspitze 12 gegen auf
die Dachspitze 12 einwirkende Kräfte, die beispielsweise durch den Fahrtwind
verursacht werden und die den Schlitten 17 nach hinten in eine Öffnungsstellung
verschieben wollen, verriegelt gehalten. Das hintere Ende des vorderen Kniehe
bels 42 ist über den hinteren Kniehebel 43, der an dem Lagerbolzen 45 senkrecht
auf der kreisbogenförmigen Auslenkführung 58 abgestützt ist und durch die auf
ihn eingeleitete Kraft nicht ausweichen kann, in seiner Riegelposition gehalten.
Damit sind auch das Antriebskabel 41 und der Antriebsmotor entlastet.
Zum Öffnen der Dachspitze 12 wird der Antriebsschlitten 40 nach hinten verfah
ren, so daß der Lagerbolzen 45 aus der kreisbogenförmigen Auslenkführung 58
in die lineare Führungsbahn 51 eintritt, wodurch die Verriegelung aufgehoben ist.
Jeder Dachseitenholm 2 ist an seinem Vorderende 7 mittels einer Seitenholm-
Zentriereinrichtung 59 und einem Verriegelungshaken 60 der Riegeleinrichtung 9
an einem Windlauflager 61 festlegbar (siehe Fig. 19). Die Seitenholm-
Zentriereinrichtung 59 enthält einen an der Stirnseite 62 des Dachseitenholms 2
in Längsrichtung hervorstehenden Zentrierbolzen 63, der beim Ankoppeln des
Seitenholms 50 in ein Zentrierlager eingeführt wird. Das Zentrierlager weist in
einem Aufnahmeraum 64 des Windlauflagers 61 zwei sich seitlich gegenüberlie
gende und voneinander beabstandete Stützteile 65 bzw. 65' auf, die gegenein
ander hervorstehende und derart gewölbte Seiten aufweisen, daß senkrechte
Berührungslinien gebildet sind, an denen der Zentrierbolzen 63 an seinen gegen
überliegenden Seiten in Querrichtung in jeweiliger Punktberührung an den Stütz
teilen 65 bzw. 65' zentriert gehalten ist.
Der Verriegelungshaken 60, der an einer Drehachse 66 am Vorderende des
Dachseitenholms 2 um ein Querachse schwenkbar angebracht ist, weist einen
verlängerten Riegelhaken 67 und eine sich anschließende kurvenförmige Riegel
aufnahme 68 zum Eingriff mit einem am Windlauflager 61 angebrachten Lager
querbolzen 69 auf. Der Dachseitenholm 2 wird bei geöffnetem Riegelhaken 60
(siehe Fig. 20) an das Windlauflager 61 geführt, bis der Zentrierbolzen 63 an den
Stützteilen 65 bzw. 65' zentriert gehalten und der Riegelhaken 60 über dem La
gerquerbolzen 69 angeordnet ist. Mittels einer Anlenkstange 70, die am Riegel
haken 60 und an einer Antriebsstange 71, die am Dachseitenholm 2 in einer Füh
rungsbahn der Führungsschiene 10 verschiebbar gelagert ist, in jeweiligen Dreh
achsen 72 und 73 schwenkbeweglich gelagert ist, wird durch Längsverschiebung
der Antriebsstange 71 der Riegelhaken 60 um seine Drehachse 66 nach unten
verschwenkt, wobei der Lagerquerbolzen 69 in die Riegelaufnahme 68 eingeführt
und darin verriegelt gehalten wird (siehe Fig. 19 und 21).
Die am schwenkbaren Dachseitenholm 2 längsverschiebbar gelagerte Antriebs
stange 71 ist über eine Kupplungseinrichtung 74 mit einer am hinteren Führungs
schienenabschnitt 14 der Dachkassette 6 verschiebbar gelagerten hinteren An
triebsstange 75 zur Bewegungsübertragung gekoppelt, wenn der Dachseitenholm
2 nach vorne geschwenkt ist (siehe z. B. Fig. 1a und 1b), und trennbar, wenn der
Dachseitenholm 2 wieder vom Windlauf 8 gelöst und an die Dachkassette 6 ein
geschwenkt wird (siehe Fig. 1c).
Der Antrieb der hinteren Antriebsstange 75 und somit des Verriegelungshakens
60 über die Kopplung mit der vorderen Antriebsstange 71 und der Anlenkstange
70 erfolgt über den Antriebsschlitten 40, der vom Antriebskabel gezogen ist und
zusammen mit der Dachspitze 12 und dem Zwischenspriegel 13 entlang der Füh
rungsschiene 10 nach hinten bis auf den hinteren Führungsschienenabschnitt 14
an der Dachkassette 6 verfahren ist (siehe Fig. 22 und 23, worin die Führungs
schienen nicht dargestellt sind). An der hinteren Antriebsstange 75 ist ein Mit
nehmer 76 befestigt, an den sich der nach hinten und neben den Mitnehmer 76
fahrende Antriebsschlitten 40 ankoppelt, beispielsweise durch einen federbela
steten Hebel oder durch einen Riegelstein 77 (siehe Fig. 23 und 24), der in dem
Mitnehmer 76 senkrecht zur Verschieberichtung des Antriebsschlittens 40 bzw.
zur Führungsschiene 10 verschiebbar aufgenommen ist und in eine zugeordnete
Ausnehmung 78 in dem Antriebsschlitten 40 (siehe Fig. 33 und 34) verriegelnd
eingreift, wenn diese in Ausrichtung zu dem Riegelstein 77 steht. Eine über eine
Blattfeder 79 an dem Mitnehmer 76 federelastisch angebrachte Riegelsteinsperre
80 ist durch den Antriebsschlitten 40 außer Eingriff von dem Riegelstein 77 ge
schwenkt. Durch das Antriebskabel wird der Antriebsschlitten 40 weiter nach
hinten verschoben, der wiederum über seine Koppelung mit dem Mitnehmer 76
die hintere Antriebsstange 75 verschiebt und über die beschriebene Koppelung
den Verriegelungshaken 60 in seine Entriegelstellung verschwenkt. In dieser
Stellung wird der Antriebsschlitten 40 angehalten. Der Dachseitenholm 2 wird
anschließend über einen separaten Antrieb eingeschwenkt, wobei sich die vorde
re Antriebsstange 71 an der Kupplungseinrichtung von der hinteren Antriebsstan
ge 75 entkoppelt.
Die Kupplungseinrichtung 74 weist einen an der hinteren Antriebsstange 75 an
geordneten Kupplungszapfen 81 auf (siehe Fig. 25 bis 28), der zum kuppelnden
Eingreifen und Übertragen von Zug- und Druckkräften in eine an der vorderen
Antriebsstange 71 ausgebildete Kupplungsnut 82 vorgesehen ist. Der Kupp
lungszapfen 81 steht an einem bezüglich dem Dachseitenholm 2 außenseitigen
und über das Ende der hinteren Antriebsstange 75 hinausreichenden Ansatz 83
seitlich gegen einen Endabschnitt der vorderen Antriebsstange 71 hervor. Die
Kupplungsnut 82 enthält zwei in Längsrichtung beabstandete Nutbegrenzungen
84, 84', zwischen denen der Kupplungszapfen 81 aufgenommen wird und an die
er sich anlegen kann. Der gegenseitige Abstand der beiden Nutbegrenzungen 84,
84' ist größer wie die Länge des Kupplungszapfens 81 in dieser Richtung und die
Lagezuordnung der Nutbegrenzungen 84 bzw. 84' zu dem Kupplungszapfen 81
ist derart, daß der Kupplungszapfen 81 in der Kupplungsnut 82 mit Spiel zum
Ausgleich von Bauteiltoleranzen und von Längenänderungen der Bauteile auf
grund von Wärmeausdehnungseffekten aufgenommen ist.
Am Vorderende der vorderen Antriebsstange 71 ist eine Zentriernase 85 ange
ordnet, die gegen den seitlichen Ansatz 83 der hinteren Antriebsstange 75 her
vorsteht und in eine zugeordnete und an die Zentriernase 85 angepaßte Zentrier
ausnehmung 86 eingreift, die an dem seitlichen Ansatz 83 zwischen dem Kupp
lungszapfen 81 und der hinteren Antriebsstange 75 ausgebildet ist.
Am Hinterabschnitt der vorderen Antriebsstange 71 ist ein seitlich hervorstehen
der Lagerbock 87 angeordnet, an dem ein doppelseitiger Sperrhebel 88 mit zwei
sich gegenüberliegenden Hebelarmen, die einen Riegelarm 89 und einen Auslö
searm 90 bilden, um eine zwischen dem Riegelarm 89 und dem Auslösearm 90
liegende Schwenkachse 91 gelagert und mit einer Feder 92 vorgespannt ist, so
daß der einen Riegelvorsprung 93 aufweisende Riegelarm 89 gegen die die An
triebsstange 71 umgreifende Führungsschiene 10 gedrückt ist und beim Ver
schieben der Antriebsstange 71 auf der Führungsstange 10 entlang gleiten kann.
Die Führungsschiene 10 weist eine Ausnehmung 94 auf (siehe Fig. 27 und 29), in
die der Riegelvorsprung 93 des Sperrhebels 88 bzw. der Riegelarms 89 eingrei
fen kann, so daß der verschwenkte Sperrhebel 88 die vordere Antriebsstange 71
gegen Verschieben am Dachseitenholm 2 blockiert hält.
Fig. 27 zeigt eine ausgekuppelte Stellung, in der der vordere Dachseitenholm
(nicht dargestellt) um einen geringen Schwenkwinkel vor der eingekuppelten
Stellung (siehe Fig. 28) steht (wobei jedoch in Fig. 27 in vereinfachter Darstellung
die vordere und die hintere Antriebsstange 71 bzw. 75 in zueinander paralleler
Anordnung gezeigt sind). Beim Einkuppeln aus dieser geringfügig verschwenkten
Stellung drückt während des letzten Schwenkwegs des Dachseitenholms 2, der
die vordere Antriebsstange 71 in die ausgeschwenkte Stellung gemäß Fig. 28
bewegt, in der sie in der geraden Verlängerung der hinteren Antriebsstange 75
angeordnet ist, eine an dem seitlichen Ansatz 83 der vorderen Antriebsstange 71
gebildete Betätigungsnase 95 gegen den Auslösearm 90 des Sperrhebels 88 und
verschwenkt diesen gegen die Federkraft, wodurch der Riegelarm 89 mit seinem
Riegelvorsprung 93 aus der Ausnehmung 94 herausgehoben wird, so daß die
Blockierung aufgehoben ist und folglich eine Verschiebung der vorderen An
triebsstange 71 entlang dem Dachseitenholm 2 möglich ist, die ein Schließen des
Verriegelungshakens 60 am Windlauf 8 bewirkt.
Die Fig. 29 und 30 zeigen die beiden Endstellungen der Verschiebung der vorde
ren und der hinteren Antriebsstange 71 bzw. 75 gegenüber der Führungsschiene
10 am vorderen Dachseitenholm 2. In Fig. 29 sind der Lagerbock 87 und der seit
liche Ansatz 83, die in einer Längsnut 96 an der Führungsschiene 10 aufgenom
men und in Längsrichtung verschiebbar gehalten sind, in ihrer gekoppelten Stel
lung in der vorderen Position, die einem geschlossenen Verriegelungshaken 60
entspricht. Wenn sich der zurückfahrende Antriebsschlitten 40 an den Mitnehmer
76 angekoppelt hat, zieht er die hintere Antriebsstange 75 nach hinten, bis die
Kupplungseinrichtung 74 die in Fig. 30 gezeigte Stellung erreicht hat, in der der
Ansatz 83 aus der Längsnut 96 ausgetreten ist, der Lagerbock 87 noch in der
Längsnut 96 angeordnet ist und der Riegelarm 89 mit dem Riegelvorsprung 93 in
die Ausnehmung 94 einschwenkt (wie dies vorweg schon dargestellt ist), wenn
der Dachseitenholm 2 mit der vorderen Antriebsstange 71 in Richtung an die
Dachkassette 6 eingeschwenkt wird.
Beim Öffnen des Faltdaches 1 wird die Dachspitze 12 durch den bewegten An
triebsschlitten 40 nach hinten in Richtung zur Dachkassette 6 verschoben (siehe
Fig. 1 und 31 bis 33). Dabei wird die Dachspitze 12 anfangs auf dem ersten Be
wegungsweg wie oben beschrieben durch den vorderen Lenker 15 und den
Steuerhebel 16 der Viergelenkanordnung mit angehobener Hinterkante 97
schräggestellt, wobei die Vorderkante 28 von dem seitlichen Dichtungsflansch 99
abgehoben wird und eine weitere Verschiebung der Dachspitze 12 gewährleistet
ist, und gleichzeitig gegen den feststehenden Zwischenspriegel 13 gefahren.
Der Zwischenspriegel 13 ist über eine jeweilige Zwischenspriegellagerung an je
dem Dachseitenholm 2 verschiebbar gelagert (siehe Fig. 31 und 32). Jede Zwi
schenspriegellagerung enthält ein Gleitlager 101, das in einer Führungsbahn 102
der Führungsschiene 10 längs verschiebbar aufgenommen ist. An einer am Vor
derende 102 des Gleitlagers 101 in Querrichtung angeordneten Drehachse 103
ist ein Zwischenspriegelträger 104 schwenkbar gelagert, an dem der Zwischen
spriegel 13 z. B. durch eine Verschraubung 105 befestigt ist. Der Zwischensprie
gelträger 105 enthält ein vorderes Steuergleitlager 106, das in der in Fig. 31 dar
gestellten Stellung des Zwischenspriegels 13 in einem erhöhten Vorderabschnitt
eines nach hinten auf ein Niveau der Führungsbahn 102 absinkenden Auslen
kungsbahn 107 verschiebbar aufgenommen ist. In der dargestellten Position hält
der Zwischenspriegelträger 104 den Zwischenspriegel 13 in einer zur Führungs
schiene 10 bzw. zu dem Dachseitenholm 1 in etwa parallelen Stellung.
Das Gleitlager 101 enthält eine Verriegelungseinrichtung zum Festlegen des
Gleitlagers 101 in der in Fig. 31 gezeigten Stellung. Die Verriegelungseinrichtung
enthält beispielsweise einen Riegelstein 108, der am Gleitlager 101 in Querrich
tung verschiebbar gelagert ist und in der in Fig. 31 gezeigten Riegelstellung in
einer Riegelausnehmung (nicht dargestellt) in der Führungsschiene 10 in Bloc
kiereingriff ist, so daß der Zwischenspriegel 13 gegen eine translatorische Ver
schiebung an der Führungsschiene 10 festgelegt ist.
Eine Riegelsteinsperre enthält eine Sperrplatte 109, die an einer am Zwischen
spriegelträger 104 befestigten Blattfeder 110 angebracht ist und von dieser an
der Innen- oder Rückseite des Riegelsteins 108 in Anlage gehalten wird, die sei
nem Eingriff in der Führungsschiene 10 gegenüber liegt. Der Riegelstein 108
kann unter elastischer Verformung der Blattfeder 110 aus dieser Sperrstellung
angehoben werden, so daß der Riegelstein 108 aus der Riegelausnehmung in
der Führungsschiene 10 heraustritt und der Blockiereingriff aufgehoben ist.
Während die Dachspitze 12 gegen den Zwischenspriegel 13 gefahren wird, ist
dieser noch in der beschriebenen Weise an der Führungsschiene festgelegt. Ein
an der Dachspitze 12, dem Zwischenspriegel 13 und an dem Hauptspriegel 5
befestigter Verdeckstoff wird zwischen der Dachspitze 12 und dem Zwischen
spriegel 13 in einer gesteuerten Faltenbildung mit translatorischer Z-Faltung ge
faltet. Der festgelegte Zwischenspriegel 13 hält den Verdeckstoff zwischen dem
Zwischenspriegel 13 und gegebenenfalls einem nächsten Zwischenspriegel oder
dem Hauptspriegel 5 gespannt, während unterschiedliche Teilöffnungsstellungen
des Faltdaches 1 durch Verschiebung der Dachspitze 12 in Zwischenstellungen
bis hin zum Zwischenspriegel 13 einstellbar sind.
Beim weiteren Öffnen der Faltdaches 1 kommt der nach hinten bewegte An
triebsschlitten 40 zusammen mit der angekoppelten, geneigten Dachspitze 12 in
die in Fig. 34 dargestellte Position, in der ein vorderes Riegelsteinfenster 111 des
Antriebsschlittens 40 neben dem Riegelstein 108 angeordnet ist. Der Antriebs
schlitten 40 hat kurz vor dem Erreichen der in Fig. 34 dargestellten Position die
Sperrplatte 109 aus ihrer Sperrposition (siehe Fig. 31) gegen die Kraft der Blatt
feder 110 angehoben, so daß sich der Riegelstein 108 aus der Ausnehmung in
der Führungsschiene 10 heraus bewegt hat und mit seiner Rückseite in das Rie
gelsteinfenster 111 am Antriebsschlitten 40 eingreift (siehe auch Fig. 35). Damit
ist die Festlegung des Zwischenspriegels 13 an der Führungsschiene 10 gegen
translatorische Verschiebung aufgehoben und eine Ankoppelung des Gleitlagers
101 des Zwischenspriegels 13 an den Antriebsschlitten 40 ist erfolgt.
Der weiterbewegte Antriebsschlitten 40 nimmt das Gleitlager 101 des Zwischen
spriegels 13 und den Zwischenspriegelträger 104 aus der in Fig. 34 gezeigten
Position nach hinten gegen die Dachkassette 6 mit. Dabei bewegt sich das Steu
ergleitstück 106 anfangs auf einem kurzen zur Führungsschiene 10 parallelen
Bahnabschnitt 112 des Auslenkabschnitts 107, in dem es mit seiner Oberseite
113 und seiner Unterseite 114, die zueinander parallel liegen, an den entspre
chenden Bahnabschnittsbegrenzungen flächig abgestützt und geführt ist. Das
Steuergleitstück 106 weist eine zweite Oberseitenfläche 115 und eine zweite
Unterseitenfläche 116 auf, die unter einem solchen jeweiligen Winkel zu den an
grenzenden Ober- bzw. Unterseiten 113 bzw. 114 stehen, daß sie beim Eintritt
des Steuergleitstücks 106 in den linear abfallenden Auslenkabschnitt 107 an den
Bahnabschnittseiten flächig anliegen. Während das Steuergleitstück 106 in dem
Auslenkabschnitt 107 abwärts gleitet, wird der Zwischenspriegelträger 104 ver
schwenkt, so daß sich der Zwischenspriegel 13 in seiner Neigung der Neigung
der Dachspitze 12 anpaßt (siehe Fig. 36). Wenn das Steuergleitstück 106 die
untere horizontale Führungsbahn 102 erreicht hat, ist die maximale Neigungsver
schwenkung des Zwischenspriegelträgers 104 erreicht. Beim weiteren Verfahren
des Antriebsschlittens 40 und des Gleitlagers 101 bleiben die zweite Oberseiten
fläche 115 und Unterseitenfläche 116 des Steuergleitstücks 106 flächig an den
Seiten der Führungsbahn 102 in Gleitstützeingriff. Durch die flächige Anlage wird
eine Verschleißminderung der Gleitflächen erreicht, so daß die Neigungseinstel
lung des Zwischenspriegels 13 auch nach längerer Nutzungszeit spielfrei und
damit vibrationsfrei bleibt.
In der in Fig. 36 gezeigten Koppelstellung der Dachspitze 12 an dem Zwischen
spriegel 13 fahren diese auf den Führungsschienenabschnitt 14 an der Dachkas
sette 6, so daß die Dachseitenholme 2 eingeschwenkt werden können und das
Klappdach nach hinten abgelegt werden kann. Der entgegengesetzte Bewegungsablauf
wird beim Schließen des Klappverdecks und des Faltdaches in eine
Teilöffnungsstellung, bei der die Dachspitze 12 noch eine Öffnung offen läßt, oder
in eine Schließstellung ausgeführt. Das Zurückfahren der verschiebbar gelagerten
Elemente, der Dachspitze 12 und wahlweise des zumindest einen Zwischen
spriegels 13, in eine Teilöffnungsstellung oder in eine die Dachöffnung vollständig
freigebende hintere Stellung sowie das wahlweise gewünschte vollständige Zu
rückfahren der Dachspitze 12 an die Dachkassette 6 zur Vorbereitung des Zu
rückklappens des Klappverdecks erfolgt von lediglich einem z. B. an der Dach
kassette angeordneten Antriebsmotor und über Antriebskabelverbindungen zu
den jeweiligen Antriebsschlitten, die entsprechend ihrer jeweiligen Position in ei
ner Zwangssteuerung sukzessive die jeweiligen Bewegungen steuern. Damit
weist dieses Fahrzeugdach eine hohe Betriebssicherheit auf.
Die beschriebenen Antriebs-, Kupplungs- und Verriegelungsmechanismen eignen
sich grundsätzlich auch für andere Arten von Fahrzeugdächern wie für Lamellen
dächer oder Festelementdächer sowohl von Klappverdecken wie auch von festen
Fahrzeugdächern mit durch diese genannten Dächer verschließbare und zumin
dest teilweise freigebbare Dachöffnungen.
Claims (15)
1. Öffnungsfähiges Fahrzeugdach mit einem vorderen bewegbaren Dache
lement, das an Dachseitenholmen verschiebbar gelagert und in Schließ
stellung des Daches an einen Windlauf oder dergleichen anlegbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Dachelement (Dachspitze 12) mittels einer an Führungsschienen
(10) der Dachseitenholme (2) gelagerten Führungseinrichtung (Lenker 15
und Steuerhebel 16) bei einer Öffnungs- oder Schließbewegung vom bzw.
an den Windlauf (8) derart geführt ist, daß eine Vorderkante (28) des Da
chelements (Dachspitze 12) tangential zur Dachaußenhaut bewegt wird.
2. Fahrzeugdach nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Führungseinrichtung (Lenker 15 und
Hebel 16) bei einer weiteren Öffnungsbewegung eine Hinterkante (97) des
vorderen Dachelementes relativ zu seiner Vorderkante (28) anhebt.
3. Fahrzeugdach nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung der Vorderkante (28) des Da
chelementes (Dachspitze 12) im windlaufnahen Bewegungsbereich nicht
parallel zur Führungsschiene (10) erfolgt.
4. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß die Führungseinrichtung (Lenker 15 und
Hebel 16) jeweils eine Viergelenkanordnung aufweist, mittels der das Da
chelement an einem Schlitten (17) verschwenkbar gelagert ist, der an der
Führungsschiene (10) durch einen Antrieb längsverschiebbar gelagert ist,
und
daß ein Steuerhebel (16) der Viergelenkanordnung im Eingriff mit einer
Steuerkulisse (Kulissenbahn 25) während der Längsverschiebung des
Schlittens (17) das Dachelement verschwenkt.
5. Fahrzeugdach nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerkulisse (Kulissenbahn 25) an dem
Dachseitenholm (2) angeordnet ist.
6. Öffnungsfähiges Fahrzeugdach mit einem vorderen bewegbaren Dache
lement, das an Dachseitenholmen verschiebbar gelagert und in Schließ
stellung des Daches an einen Windlauf oder dergleichen anlegbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Dachelement (Dachspitze 12) mittels einer Führungseinrichtung an Führungsschienen (10) der Dachseitenholme (2) gelagert ist, wobei die Führungseinrichtung jeweils eine Viergelenkanordnung (Lenker 15 und Steuerhebel 16) aufweist, mittels der das Dachelement an einem an der Führungsschiene (10) verschiebbaren Schlitten (17) bewegbar gelagert ist, und
daß ein Steuerhebel (16) der Viergelenkanordnung in Abhängigkeit von der Stellung des Schlittens (17) zu der Führungsschiene (10) die Bewe gung der Viergelenkanordnung und des Dachelements insbesondere bei einer Öffnungs- oder Schließbewegung vom bzw. an den Windlauf (8) steuert.
daß das Dachelement (Dachspitze 12) mittels einer Führungseinrichtung an Führungsschienen (10) der Dachseitenholme (2) gelagert ist, wobei die Führungseinrichtung jeweils eine Viergelenkanordnung (Lenker 15 und Steuerhebel 16) aufweist, mittels der das Dachelement an einem an der Führungsschiene (10) verschiebbaren Schlitten (17) bewegbar gelagert ist, und
daß ein Steuerhebel (16) der Viergelenkanordnung in Abhängigkeit von der Stellung des Schlittens (17) zu der Führungsschiene (10) die Bewe gung der Viergelenkanordnung und des Dachelements insbesondere bei einer Öffnungs- oder Schließbewegung vom bzw. an den Windlauf (8) steuert.
7. Fahrzeugdach nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß das Dachelement (Dachspitze 12) mittels
der Führungseinrichtung (Lenker 15 und Hebel 16) bei einer Öffnungs-
oder Schließbewegung vom bzw. an den Windlauf (8) derart geführt ist,
daß eine Vorderkante (28) des Dachelements (Dachspitze 12) tangential
zur Dachaußenhaut bewegt ist.
8. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Abstützvorrichtung zum Festlegen des
vorderen Dachelements am Windlauf (8) vorgesehen ist, die zumindest ei
ne am Windlauf (8) und an dem Dachelement angeordnete Abstützeinheit
(Zentrierzunge und -lager 30 bzw. 31) aufweist, die ein längliches, in der
Bewegungsrichtung des vorderen Dachelements hervorstehendes Ab
stützteil (Zunge 30) und eine zugeordnete Abstützteilaufnahme (Lager 31)
aufweist.
9. Fahrzeugdach nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, daß das hervorstehende Abstützteil (Zunge 30)
am Windlauf (8) und die Abstützteilaufnahme (Lager 31) am Dachelement
angeordnet sind.
10. Fahrzeugdach nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Schutzwulst (38) fahrzeuginnenseitig
benachbart zu dem Abstützteil (Zunge 30) angeordnet ist.
11. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 8 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß das hervorstehende Abstützteil (30) eine am
Windlauf (8) angeordnete Zentrierzunge (30) ist.
12. Fahrzeugdach nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß das vordere Dachelement eine Dachspitze
(12) eines Faltdaches, insbesondere des Faltdaches bzw. Klappverdecks
eines Cabriolets, ist.
13. Öffnungsfähiges Fahrzeugdach mit einem vorderen bewegbaren Dache
lement, das an Dachseitenholmen verschiebbar gelagert und in Schließ
stellung des Daches an einen Windlauf oder dergleichen anlegbar ist, und
mit zumindest einem an den Dachseitenholmen verschiebbar gelagerten
Zwischenspriegel,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Zwischenspriegel (13) in Schließstellung des Daches an einer Führungsschiene (10) des jeweiligen Dachseitenholms (2) festgelegt ist,
daß das vordere Dachelement (Dachspitze 12) bei seiner Öffnungsbewe gung den Zwischenspriegel (13) aus seiner Festlegung löst und in eine hintere Stellung mitnimmt, und
daß das vordere Dachelement von einem an der Führungsschiene (10) bewegbar gelagerten Antriebsteil (Schlitten 40) bewegt ist, das das An- und Abkoppeln steuert.
daß der Zwischenspriegel (13) in Schließstellung des Daches an einer Führungsschiene (10) des jeweiligen Dachseitenholms (2) festgelegt ist,
daß das vordere Dachelement (Dachspitze 12) bei seiner Öffnungsbewe gung den Zwischenspriegel (13) aus seiner Festlegung löst und in eine hintere Stellung mitnimmt, und
daß das vordere Dachelement von einem an der Führungsschiene (10) bewegbar gelagerten Antriebsteil (Schlitten 40) bewegt ist, das das An- und Abkoppeln steuert.
14. Fahrzeugdach nach Anspruch 13,
dadurch gekennzeichnet, daß eine Lagereinrichtung (Gleitlager 101) des
Zwischenspriegels (13) eine Riegeleinrichtung (Riegelstein 108) aufweist,
mit der der Zwischenspriegel (13) durch Steuerung des Antriebsteils
(Schlitten 40) an der Führungsschiene (10) festlegbar oder nach Entriege
lung von der Führungsschiene (10) an dem vorderen Dachelement (Dach
spitze 12) festlegbar ist.
15. Fahrzeugdach nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, daß die Riegeleinrichtung eine Riegelsteinan
ordnung mit einem federbelasteten, betätigbaren Sperrelement (Platte 109
und Feder 110) ist.
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