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DE1002377B - Drehzapfenlose Drehgestellfuehrung zum UEbertragen von Laengs- und Querkraeften fuer Schienenfahrzeuge - Google Patents

Drehzapfenlose Drehgestellfuehrung zum UEbertragen von Laengs- und Querkraeften fuer Schienenfahrzeuge

Info

Publication number
DE1002377B
DE1002377B DEK15226A DEK0015226A DE1002377B DE 1002377 B DE1002377 B DE 1002377B DE K15226 A DEK15226 A DE K15226A DE K0015226 A DEK0015226 A DE K0015226A DE 1002377 B DE1002377 B DE 1002377B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
coupling
bogie
frame
points
longitudinal
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK15226A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Peter Schwarzweber
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Mannesmann Demag Krauss Maffei GmbH
Original Assignee
Krauss Maffei AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Krauss Maffei AG filed Critical Krauss Maffei AG
Priority to DEK15226A priority Critical patent/DE1002377B/de
Publication of DE1002377B publication Critical patent/DE1002377B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61FRAIL VEHICLE SUSPENSIONS, e.g. UNDERFRAMES, BOGIES OR ARRANGEMENTS OF WHEEL AXLES; RAIL VEHICLES FOR USE ON TRACKS OF DIFFERENT WIDTH; PREVENTING DERAILING OF RAIL VEHICLES; WHEEL GUARDS, OBSTRUCTION REMOVERS OR THE LIKE FOR RAIL VEHICLES
    • B61F5/00Constructional details of bogies; Connections between bogies and vehicle underframes; Arrangements or devices for adjusting or allowing self-adjustment of wheel axles or bogies when rounding curves
    • B61F5/02Arrangements permitting limited transverse relative movements between vehicle underframe or bolster and bogie; Connections between underframes and bogies
    • B61F5/14Side bearings
    • B61F5/148Side bearings between bolsterless bogies and underframes
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B61RAILWAYS
    • B61FRAIL VEHICLE SUSPENSIONS, e.g. UNDERFRAMES, BOGIES OR ARRANGEMENTS OF WHEEL AXLES; RAIL VEHICLES FOR USE ON TRACKS OF DIFFERENT WIDTH; PREVENTING DERAILING OF RAIL VEHICLES; WHEEL GUARDS, OBSTRUCTION REMOVERS OR THE LIKE FOR RAIL VEHICLES
    • B61F5/00Constructional details of bogies; Connections between bogies and vehicle underframes; Arrangements or devices for adjusting or allowing self-adjustment of wheel axles or bogies when rounding curves
    • B61F5/02Arrangements permitting limited transverse relative movements between vehicle underframe or bolster and bogie; Connections between underframes and bogies

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Platform Screen Doors And Railroad Systems (AREA)

Description

  • Drehzapfenlose Drehgestellführung zum Ubertragen von Längs- und Querkräften für Schienenfahrzeuge Die Erfindung bezieht sich auf eine drehzapfenlose Drehgestellführung zum Übertragen von Längs- und Querkräften für Schienenfahrzeuge, wobei die Lä:ngs-und Querkräfte durch je ein am Fahrgestellrahmen und am Dreh.gestellrahmen angelenkte Gelenkviereck übertragen werden, deren jedes durch ein Dreiku@rbelsystem mit gleich langen Armen gebildet ist, von denen wenigstens zwei Arme körperlich vorhanden sind. Unter einem Dreikurbelsystem ist dabei ein Kurbelsystem aus drei parallelen Kurbeln oder Armen zu verstehen, die durch eine einzige starre Koppel beweglich untereinander verbunden sind. Die Koppel verbindet jeweils die freien Enden der Kurbeln, während die entgegengesetzten Enden der Kurbeln an einem gemeinsamen festen Teil drehbar gelagert sind. Bei der bekannten Drehgestellführung, die zwei um 90° zueinander versetzte Gelenkvierecke aufweist, sind von den die Gelenkvierecke bildenden Dreikurbelsystemen jeweils nur die beiden äußeren Arme körperlich vorhanden und mit ihren von der gemeinsamen starren Koppel abgekahrten Enden in der lotrechten Längs- bzw. Quermittelebene des Drehgestells am Hauptrahmen angelenkt. Von dem dritten Arm ist hierbei auf jeder Koppel nur die Anlenkstelle vorhanden, so daß die Koppeln einen gleicharmigen Doppelhebel bilden, von denen der eine mittels der Anlenkstelle für den dritten Arm zum Übertragen der Längskräfte in der lotrechten Längsmittelebene des Drehgestells an diesem angelenkt ist, während der zweite, als Koppel dienende Doppelhebel des anderen Gelenkvierecks in gleicher Weise in der lotrechten Quermittelebene des Dri#h,gestells gelagert ist. Die dritte Kurbel bzw. der dritte Arm erstreckt sich hierbei jeweils nur ideell zwischen der Anlenkstelle der Doppelhebel am Drehgestellrahmen und der ideellen lotrechten Drehachse des Drehgestells. Durch die beiden Gelenkvierecke wird das Drehgestell gezwungen, sich gegenüber dem Hauptrahmen um seine ideelle lotrechte Drehachse in einer kinematisch einwandfreien Kreisbewegung zu drehen. Diese Drehgestellführung erfordert mindestens sechs Teile, auf deren gegenseitige Drehbeweglichkeit geachtet werden muß, so daß auch der Platzbedarf verhältnismäßig groß ist. Eine Relativbewegung zwischen Drehgestell- und Hauptrahmen in Längs- und/oder Querrichtung ist nicht möglich. Außerdem können mit dieser Anordnung lediglich Kräfte bis zu einer gewissen Grenze übertragen werden, so daß diese sich nicht für schwere Schienenfahrzeuge, insbesondere Lokomotiven, eignet.
  • Demgegenüber ist die Aufgabe der Erfindung darin zu sehen, eine für jedes Drehgestell, insbesondere aber für schwere Triebdrehgestelle, geeignete Dreh:ges.tellführung gemäß dem Gattungsbegriff zu schaffen, die nicht nur im Aufbau einfach und platzsparend ist, sondern auch sowohl die Charakteristik eines festen als auch die eines längs und/oder quer verschiebbaren federgefesselten Drehzapfens aufweisen kann.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, die beiden Kurbelsysteme in der Weise zu vereinigen, daß die Arme zu Koppeln des vereinigten Systems werden. Weiterhin wird vorgeschlagen, mindestens eine Ra.hmengelenkstelle in Fahrzeuglängs- und/oder Querrichtung entgegen der Wirkung von Federn verschiebbar auszubilden.
  • Die sich aus dieser Lösung ergebenden Vorteile sind vor allem darin zu sehen, daß die Drehgestellführung insgesamt nur noch vier Koppeln erfordert, von denen jeweils zwei einander parallele Koppeln zugleich die Arme der zu ihnen etwa quer liegenden Koppeln bilden und von denen mindestens jeweils zwei unter sich gleich ausgebildet werden können. Sämtliche Koppeln der Drehgestellführung nehmen an der Kraftübertragung gleichmäßig teil, so daß sie verhältnismäßig schwach ausgebildet werden können, zumal die Gestängekräfte auch stets in der Größenordnung der Querkräfte bleiben. Die theoretisch einwandfreie Kreisführung ist auch hei bie:gungselastischer Ausbildung der Koppeln gewährleistet. Die gegenseitige Beweglichkeit von Drehgestell und Hauptrahmen kann durch die erfindungsgemäß ausgebildete DreIhgestellführung in jeder erforderlichen Weise sowohl in Längsrichtung und Querrichtung als auch in lotrechter Richtung und kardanisch erfolgen. Ferner ist die Drehgestellführung an die gegebenen Platzverhältnisse äußerst anpassungsfähig, so daß ein nachträglicher Einbau in bereits vorhandene Drehgestelle ohne weiteres möglich ist.
  • In der Zeichnung sind mehrere Ausführungsbeispiele erfindungsgemäß ausgebildeter Drehgestellführungen schematisch dargestellt. Es zeigen jeweils in der Draufsicht Abb.1 ein geschlossenes Gelenkviereck aus vier Koppeln, die bei nicht ausgeschwenktem Drehgestell ein Rechteck bilden, Abb. 2 den allgemeinsten Fall eines geschlossenen Gelenkvierecks aus vier Koppeln, Abb.3 ein Gelenkviereck, bei dem zwei Koppeln über die Anlenkste-llen einer anderen Koppel hinaus verlängert sind und das mit zwei Rückstellvorrichtungen verbunden ist, und Abb. 4 ein geschlossenes Gelenkviereck gemäß Abb. 1, jedoch mit biegungselastischen Koppeln. Grundsätzlich werden im folgenden die Gelenk-oder Anlenkstellen am Fahrgestell- oder Fahrzeugrahmen 1 bzw. Wagenkasten mit F, die am Drehgestellrahmen 2 mit D und die der Koppeln 4, 5 untereinander mit A bezeichnet. Ferner ist die lotrechte Längsmittelebene mit x und die lotrechte Ouermittelebene des Drehgestells mit y gekennzeichnet, deren Schnittlinie bei den Ausführungsbeeispielen stets die lotrechte ideelle Drehachse 0 eines nicht nicht ausgesch-,venkten Drehgestells im Ruhezustand bilden soll.
  • Bei der Drehgestellführung nach Abb. 1 sind vier in d°r Draufsicht rechteckig angeordnete Koppeln 4 und 5 baulich zu einem geschlossenen und waagerecht liegenden Gelenkviereck vereinigt. Die Koppeln 4 und 5 sind als gleicharmige biegungssteife Doppelhebel ausgebildet und an ihren Enden durch die Koppelgelenkstellen A gelenkig miteinander verbunden. Die Anlenkstellen D und F an den Fahrzeugteilen 1 und 2, im folgenden Rahmengelenkstellen D und F genannt. sind in der Längsmitte der Koppeln 4 bzw. 5 angeordnet, derart, daß immer -zwei zusammengehörige Rahmengelenkstellen F bzw. D in die Längs-bzw. Ouermittelebene x bzw. v zu liegen kommen. Je zwei einander gegenüberliegende und parallel laufende Koppeln 4, 4 bzw. 5. 5 sind dabei gleich ausgeführt. Falls zwischen dem Drehgestellrahmen 2 und dem Fahrzeugrahmen 1 eine Federung vorgesehen ist, ist es notwendig, zwei zusammengehörige, an einem , Fahrzeugteil 1 oder 2 angreifende Ra:hmengelenkstelle n F oder D mit lotrechtem Spiel zu versehen, um das Federspiel zwischen Drehgestell- und Fahrzeugrahmen 2 und 1 bzw. Wagenkasten nicht zu behindern. Um weiterhin ein einwandfreies Befahren windschiefer Gleise zu ermöglichen, sind die Zapfen an den Rahinenge1.enkstellen F bzw. D jeweils in einer Richtung neigbar am Drehgestell- bzw. Fahrzeugrahmen 2 bzw. 1 angebracht, und zwar so, daß die Neigbarkeit der kahinengelenkstellen D um 90° gegenüber der der Rahmengelenkstellen F versetzt ist. Dadurch entsteht eine kardanartige Auflagerung des Fährzeugrabmens 1 auf dem Dreh;;estellrahmen 2. Vorteilhaft und mit gleicher Wirkung werden jedoch sämtliche Rahmengelenkstellen F und D durch bekannte Silentblocs mit starr am Drehgestell- bzw. Fahrzeugrahmen 2 bzw. 1 angebrachten Zapfen verbunden. Die Koppelgeleiikstellen A sind ebenfalls mit Silentblocs versehen. Durch die Verwendung voll Silentblocs läßt sich, wie an sich bekannt, eine vollkommen wartungs- und verschleißfeste sowie stoßdämpfende Drehgestellführungerzielen.
  • Sämtliche vier Koppeln 4 und 5 können auch gleich ausgeführt werden, so daß das Gelenkviereck die Form eines Quadrates erhält. Dies ist jedoch keine Bedingung; es ist lediglich notwendig., daß die Anlenk-bzw. Gelenkstellen F und A b:zw. D und @4 zweier gegenüberliegender Koppeln 4 oder 5 deckungsgleich angeordnet sind.
  • Beim Bogenlauf des Drehgestells drehen sich die Rahm.engelenkstellen D der längs liegenden Koppeln 4 aus der Ouermittelebene y. Da jedoch die an ihren Enden liegenden Koppelgelenkstellen A durch die beiden quer liegenden, am Fahrzeugrahmen 2 angelenkten Koppeln 5 gezwungen sind, einen Kreisbogen um deren Rahmengelenkstellen F zu beschreiben, müssen auch die Rahmengelenkstellen D eignen Kreisbogen um .die ideelle Drehachse 0 beschreiben, wodurch auch der Drehgestellrahmen 2 gezwungen ist, eine Drehung um die id°e11,e Drehachse 0 zu vollführen. Die Charakteristik einer solchen Drehgestellführung entspricht somit der einer Dre@lrgestellführung mit festem zentralem Drehzapfen.
  • Kinematisch gesehen, handelt es sich bei dieser Art von Drehgestellführung um zwei baulich vereinigte Dreikurbelsysteme mit jeweils parallelen und gleich langen Armen oder Kurbeln, wobei im Ausführungsbeispiel jeweils zwei einer Rähmengelenkstelle, z. B. F an einem Fahrzeugteil, z. B. 1, zugeordnete Arme starr miteinander verbunden sind und eine Koppel des vereinigten Systems bilden, in d°ren Mitte diese gemeinsamen 1#ahmengelenkst;11.-- F liegt. Beide vereinigten Dre.ikurbelsysteme können untereinander verschieden ausgebildet sein. Ihre einer gemeinsamen Rahmengelenkstelle> z. B. F, zugeordneten Kurbeln können auch unter einem beliebigen i,#'inkel starr miteinander verbunden `verden, derart, daß der gemeinsame Drehpunkt dann an der Winkelspitze und der gemeinsame Drehpunkt der --dachten dritten Kurbeln auf der ideellen Drehachse 0 liegt.
  • Die Abb.2 zeigt eine derart ausgeführte Drehgestellführung, die zugleich den allgeineinsten Fall einer solchen Drehgestellführung darstellt. Eine Symmetrie zur Längs- bzw. Quermittelebe,Ine x bzw. y besteht nicht mehr. Die Anlenkstcllen .:1 und F bzw. A und D sowohl der längs als auch der quer liegenden Koppeln 4 und 5 sind in einem Dreieck angeordnet. Dabei sind die jeweils gegenüberliegend°n Koppeln 4,4 und 5, 5 vorteilhaft gleich ausgeführt; wobei es jedoch auch bei nicht gleicher Ausbildung auf alle Fälle notwendig ist, daß die Anlenkstellen .a, F bzw. D, A zweier gegenüberliegender Koppeln 4, 4. oder 5, 5 deckungsgleich und gleich im Raum liegend sind oder, mit anderen Worten: die Verbindungsgeraden der °ntspreehenden Anlenk- und Gelenkstellen, z. B. A-A, D-D, A, A, zweier gleicher Verbindungsglieder 4 oder 5 müssen parallel und gleich lang sein.
  • Bei. dem Ausführungsbeispiel nach Abb.3 sind beide in Fahrtrichtung liegenden Koppeln 4 eines geschlossenen Gelenkvierecks nach einer Seite über die Koppelgelenkstellen A, einer quer liegenden Koppel 5 hinaus bis zur Quermittelebene y verlängert, derart, daß die beiden verlängerten Koppeln 4 jeweils einen zweiarmigen Hebel bilden, an dessen freiem Ende die im Ausführungsbeispiel am Drehgestellrahmen 2 angelenkte Rähmengelenkstelle D vorgesehen ist. Die Rahmengelenkstellen F der quer zur Fahrtrichtung liegenden Koppeln 5 sind außerhalb des Drehbereiches des Drehgestellrahmens 2 am Fahrzeugrahmen 1 angelenkt. Eine dieser Rahmengelenkstellen F ist entgegen der Wirkung der Federn einer an sich bekannten Rückstellvorrichtung 6, beispielsweise einer Blattfederrückstellvorrichtung, quer zur Fahrtrichtung verschiebbar. Eine solche Blattfederrückstellvorric'htung 6 besteht im wesentlichen aus zwei voneinander abgekehrten, an ihren Enden durch Zuganker 7 verbundenen Blattfedern 8, deren Federbunde einander zugekehrte Zapfen 9 aufweisen. Diese Zapfen sind in Bohrungen eines fest an einem Fahrzeugteil, z. B. am Fahrzeugrahmen 1, angeordneten Rahmens 10 geführt, in dessen rechteckiger Ausnehmung ein Gleitstück 11 vorgesehen ist, auf das die vorstehenden und auf dem Gleitstück11 aufliegenden Enden derZapfen9 in bekannter Weise einwirken. Das Gleitstuck 11 ist in diesem Falle mit der Rahmengelenkstelle F einer Koppel 5 verbunden. Zur genauen Einstellung der erforderlichen Rückstellkraft dienen die Spannmuttern 13 der Zuganker 7 der Rückstellvorrichtungen 6 und 12.
  • Bei einem Seitenstoß auf das Drehgestell drehen sich die längs laufenden Verbindungsglieder4 so lange um die Koppelgelenkstellen A1 der am Fahrzeugrahmen 1 nicht verschiebbar angelenkten Koppel 5, bis das Moment der Rückstellvorrichtung 6 am Hebelarm A2-A1 dem Moment des Seitenstoßes am Hebelarm Al-D entspricht. Mithin ist eine elastisch;. Seitenverschiebbarkeit und Rückstellung des Drehgestells gewährleistet. Die Drehbarken oder das Federspiel wird dabei in keiner Weise beeinträchtigt, so daß die Drehgestellführung der Charakteristik einer Drehgestellführung mit federgefesseltem, seitenverschiebbarem Drehzapfen aufweist.
  • Eine -entsprechende Längsverschiebbarkeit mit Rückstellwirkung kann ohne weiteres dadurch erreicht werden, daß die Rahmengelenkstelle D einer längs liegenden Koppel 4 am Drehgestellrahmen 2 ebenfalls mit einer in Fahrtrichtung wirkenden, an sich bekannten Rückstellvorriehtung 12, z. B. einer vorgehend beschriebenen Blattfederrückstellvorrichtung, ausgerüstet wird. Da die Rückstellvorrichtung 12 zur Längsmittelebene x, symmetrische Anordnung des Gelenkvierecks vorausgesetzt, jedoch an einer Stelle liegt, an der nur die halbe Kraft der gesamten durch das Gelenkviereck zu übertragenden Kraft wirkt, kann die Rückstellvorrichtung 12 leichter ausgeführt werden, muß aber die doppelte Verschiebbarkeit der gewünschten Längsverschiebbarkeit der ideellen Drehachse 0 aufweisen. Bei zur Län.gsmittelebene x unsymmetrisc'her Anbringung des Gelenkvierecks ist das Hebelverhältnis der festen Rähmengelenkstelle D zur ideellen Drehachse 0 bzw. zur beweglichen Rahmen- , gelenkstelle D zu berücksichtigen.
  • In gleicher Weise und mit gleicher Wirkung lassen sich die Ausführungsbeispiele nach Abb. 1 und 2 mit einer oder zwei Rückstellvorrichtungen 6 oder 12 versehen. An Stelle der beschriebenen Blattfederrückstellvorrichtungen können auch andere bekannte Rückstellvorrichtungen verwandt werden, z. B. Rückstellvorrichtungen mit Schraubenfedern oder mit auf Druck oder Schub beanspruchten Gummifederelementen. Insbesondere ergeben sich bei Verwendung von Rückstellvorrichtungen mit Gummifederelementen im Verein mit der bereits beschriebenen Verwendung von bekannten Silentblocs für die Anlenkstellen F, D und A der Gelenkvierecke die Vorteile, daß auch derartige Drehgestellführungen wartungs-und verschleißfrei sind, durch die bekannten schwingungsdämpfenden Eigenschaften des Gummis Resonanzschwingungen verhindert -,werden und deshalb ein sehr ruhiges, stoßfreies Fahren ermöglicht wird. Ferner liegt es im Rahmen der Erfindung, hydraulische und pneumatische Rückstellvorrichtungen zu verwenden.
  • Die Drehgestellführung nach Abb.4 stimmt im wesentlichen Aufbau mit der nach Abb. 1 überein. Die Koppeln sind jedoch nicht b;iegungss@teif, sondern biegungselastisch, z. B. als zu ihrer Längsrichtung beidseitig symmetrisch geschichtete Blattfedern 14 und 15, ausgebildet. Damit ist praktisch sowohl in der Längs- als auch in der Querrichtung je eine Rückstellvorrichtung wirksam, deren Federwege aufeinander senkrecht stehen. Diese Ausführung hat den Vorteil einer großen baulichen Einfachheit, da die Rückstellvorrichtungen ohne besonderen Aufwand mit dem Gelenkviereck vereinigt sind. Es ist jedoch nicht notwendig, sämtliche Koppeln elastisch auszubilden. Ist z. B. nur eine elastische Seitenverschiebbarkeit des Drehgestells erforderlich, so sind entsprechend nur die längs liegenden Koppeln elastisch und gleich auszubilden, während die beiden quer liegenden in bekannter Weise biegun:gssteif ausgeführt werden.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Drehzapfenlose Drehgestellfü:hrung zum übertragen von Längs- und Querkräften für Schienenfahrzeuge, wobei die Längs- und Querkräfte durch je ein am Fahrgestellrahmen und am Drehgestellrahmen angelenktes Gelenkviereck übertragen werden, deren jedes durch ein Dreikurbelsystem mit gleich langen Armen gebildet ist, von denen wenigstens zwei Arme körperlich vorhanden sind, dadurch gekennzeichnet, da.ß die beiden Systeme in der Weise vereinigt sind, daß die Arme (z. B. 5, 5 in Abb. 1) zu Koppeln des vereinigten Systems (4, 4; 5, 5) "werden.
  2. 2. Drehzapfenlose Drehgestellführung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das vereinigteKurbelsystem durch vier Koppeln (4, 4; 5, 5) gebildet ist, von denen zwei gegenüberliegende an eitlem Fahrzeugteil (entweder am Fahrzeug oder am Drehgestellrahmen) angelenkt sind.
  3. 3. Drehzapfenlose Drehgestellführung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwei gegenüberliegende Koppeln (4, 4 bzw. 5, 5) unter sich gleich sind.
  4. 4. Drehzapfenlose Drehgestellführung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlenkstellen der Koppeln an den Fahrzeugteilen (Rahmengelenkstellen F, D) mit Abstand von der Verbindungsgeraden der die Koppeln unter sich verbindenden Gelenkstellen (Koppelgelenkstellen A) liegen, so daß sämtliche Anlenkstellen jeder Koppel Eckpunkte eines Dreiecks bilden (Abb.2).
  5. 5. Drehzapfenlose Dre@hgestellführung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß zwei gegenüberliegende Koppeln (4, 4) nach der gleichen Richtung über ihre Koppelgelenkstellen (A, in Abb. 3) hinaus verlängert sind.
  6. 6. Drehzapfenlose Drehgestellführung nach den Ansprüchen 1 bi,s 5, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Rahmengelenkstelle (D oder F) in Fahrzeuglängs- und/oder -querrichtung entgegen der Wirkung von Federn (8, 14, 15) verschiebbar ist.
  7. 7. Drehzapfenlose Drehgestellführung nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Koppeln biegungselastisch, beispielsweise als doppelseitig und symmetrisch zu ihrer Längsachse geschichtete Blattfedern (14, 15 in Abb. 4) ausgebildet sind. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 450157; deutsche Patentschrift Nr. 667 024; deutsche Patentanmeldung K 2266 I1/20 d (Patent 822094).
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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1188115B (de) * 1958-11-10 1965-03-04 Atlas Werke Ag Anlenkung eines dreiachsigen Drehgestells fuer Schienenfahrzeuge
DE1293806B (de) * 1962-09-07 1969-04-30 Krauss Maffei Ag Drehzapfenlose Drehgestellfuehrung fuer Schienenfahrzeuge
WO2003097890A3 (de) * 2002-05-22 2004-08-26 Voith Paper Patent Gmbh Verfahren zur oberflächenbehandlung eines rakelelementes

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DE822094C (de) * 1950-03-25 1956-03-01 Krauss Maffei Ag Drehgestellfuehrung fuer Schienenfahrzeuge

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