DE10023684C1 - Spiralwärmetauscher - Google Patents
SpiralwärmetauscherInfo
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- F28D9/04—Heat-exchange apparatus having stationary plate-like or laminated conduit assemblies for both heat-exchange media, the media being in contact with different sides of a conduit wall the conduits being formed by spirally-wound plates or laminae
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Spiralwärmetauscher, welcher umfangsseitig eines Kerns (1) durch spiralförmig verlaufende Metallbänder gebildete Austauscherkanäle aufweist, die mit im Kern vorgesehenen Endkammern (15, 16) zur Zuführung und Abführung von Wärmetauschermedien verbunden sind. Der Kern (1) umfasst einen S-förmig konfigurierten Längskörper (2), der aus zwei konischen gegengleich miteinander verbundenen Halbschalen (9, 10) gebildet ist. Hierdurch verjüngen sich die Endkammern (15, 16) in ihrer Längserstreckung (L1, L2) konisch, wobei die jeweilige Verjüngung der Endkammern (15, 16) umgekehrt zueinander ausgerichtet ist.
Description
Die Erfindung betrifft einen Spiralwärmetauscher gemäß den Merkmalen im
Oberbegriff von Anspruch 1.
Bei Spiralwärmetauschern üblicher Bauart werden zwei Metallbänder um
einen Kern gewickelt. Hierdurch entstehen zwei Austauscherkanäle. Daraus
resultiert beim Betrieb des Apparats, dass ein Medium aus einem Verteiler
raum am Umfang des Apparats nach innen strömt und vom Kern des Appa
rats durch einen stirnseitigen Deckel nach außen geführt wird. Das zweite
Medium wird vom Kern des Apparats nach außen in einen Sammelraum ge
leitet.
Der Strömungsquerschnitt wird durch die Breite der spiralgewickelten Metall
bänder und den Abstand zwischen ihnen gebildet. Der Abstand kann für
beide Medien in unterschiedlicher Größe gewählt werden. Dadurch können
auf beiden Seiten optimale Strömungsverhältnisse erreicht werden unter
Ausnutzung der vorgegebenen Druckverluste.
Die Abdichtung der beiden Medien gegeneinander erfolgt normalerweise
durch wechselseitiges Verschweißen der Kanäle. Die offenen Stirnseiten
werden durch kräftige Plandeckel und Flachdichtungen nach außen abge
dichtet.
Die Vorteile eines Spiralwärmetauschers sind hohe Wärmeübertragungs
werte bei kompakter Bauweise. Es werden kleinste Temperaturdifferenzen
durch Führung der beiden Medien im Gegenstrom benutzt. Des weiteren ist
eine sichere Trennung der beiden Medien durch beidseitiges oder wechsel
seitiges Zuschweißen der Austauschkanäle gewährleistet. Ein Vermischen
kann ausgeschlossen werden. Eine spezielle Isolierung ist normalerweise
nicht notwendig, da das Kühlmedium durchweg in dem äußeren Austausch
kanal strömt.
Ein Spiralwärmetauscher, der sich betrieblich sehr gut bewährt hat, zählt
durch die DE 196 34 988 C1 zum Stand der Technik. Der Spiralwärmetau
scher weist umfangsseitig eines Kerns durch spiralförmig verlaufende Me
tallbänder gebildete Austauschkanäle auf. Diese sind mit im Kern vorgese
henen Endkammern zur Zuführung oder Abführung von Wärmetauscherme
dien verbunden. Der Kern weist einen einstückigen zylindrischen Zentralkör
per aus Vollmaterial auf. In diesem sind die Endkammern in Form von längs
gerichteten mit jeweils einer Stirnseite des Zentralkörpers über Bohrungen in
Verbindung stehenden Radialschlitzen ausgebildet.
Der bekannte Spiralwärmetauscher hat sich betrieblich bewährt. Er erscheint
jedoch hinsichtlich des Kernbereichs verbesserungsfähig, um den konstrukti
ven Aufwand zu verringern und die Strömungsverhältnisse zu verbessern.
Der Erfindung liegt daher ausgehend vom Stand der Technik die Aufgabe
zugrunde, den Kernbereich eines Spiralwärmetauschers konstruktiv zu
verbessern, strömungstechnisch zu optimieren und in der Herstellung zu
vereinfachen.
Die Lösung dieser Aufgabe besteht nach der Erfindung in einem Spiralwär
metasucher gemäß Anspruch 1.
Danach ist der Kern durch einen S-förmig konfigurierten Längskörper gebil
det mit stirnseitigen Seitenplatten. Die Endkammern verjüngen sich in ihrer
Längserstreckung konisch, wobei die Verjüngung der beiden Endkammern
umgekehrt zueinander ausgerichtet ist.
Diese Konstruktion ist selbsttragend für den maximalen Differenzdruck zwi
schen den Endkammern dimensioniert. Es sind keine versteifenden Einbau
ten erforderlich. Die konische Ausbildung der Endkammern sorgt zudem für
einen gleichmäßgen Geschwindigkeitsverlauf der durchströmenden Medien.
Totzonen innerhalb des Kerns sind weitgehend minimiert. Die Ein- bzw. Aus
strömung aus den Endkammern in den eigentlichen Spiralkanal erfolgt auf
der gesamten Breite des Spiralbands. Insgesamt ist der Übergang von den
Endkammern in den Spiralkanal strömungstechnisch optimiert.
Grundsätzlich kann der Längskörper einstückig aus einem Blech hergestellt
sein, dem die erfindungswesentliche Konfiguration gegeben wird.
Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform sieht gemäß Anspruch 2 vor,
dass der Längskörper aus zwei konischen Halbschalen gebildet ist. Diese
werden umgekehrt aneinander gesetzt, so dass die Verjüngung der einen
Halbschale umgekehrt zu der Verjüngung des anderen Halbschalle verläuft.
Anschließend werden die Halbschalen an einer Längsseite verbunden. Die
beiden Halbschalen können separat gefertigt werden, und zwar mit einer
exzentrischen Konizität, so dass sich am zusammengesetzten Längskörper
die gewünschte S-förmige Konfiguration ergibt. Zur Herstellung des Längs
körpers kann auch ein exzentrisches konisches Rohr gefertigt werden, wel
ches anschließend geteilt und umgekehrt an jeweils einer Längsseite anein
ander gefügt wird.
Um den mit Stirnseiten versehenen Längskörper wird dann ein Kernmantel
angeordnet (Anspruch 3). Anschließend kann der Kern zum Wickeln der die
Strömungskanäle ausbildenden Metallbänder genutzt werden.
Die Erfindung ist nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestell
ten Ausführungsbeispiels näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 in perspektivischer Darstellungsweise den Kern eines
Spiralwärmetauschers;
Fig. 2 den Kern in einer ersten Seitenansicht;
Fig. 3 den Kern in einer zweiten Seitenansicht;
Fig. 4 eine Ansicht auf die Darstellung der Fig. 2 gemäß dem Pfeil A;
Fig. 5 einen Querschnitt durch die Darstellung der Fig. 3 entlang der
Linie B-B und
Fig. 6 in perspektivischer Darstellungsweise die Fertigungsabfolge bei
der Herstellung des Längskörpers eines Kerns.
In den Fig. 1 bis 5 ist ein Kern 1 eines ansonsten nicht näher veran
schaulichten Spiralwärmetauschers dargestellt.
Der Kern 1 weist einen S-förmig konfigurierten Längskörper 2 auf. An den
beiden Enden 3, 4 des Endkörpers 2 sind stirnseitig Seitenplatten 5 bzw. 6
angeordnet, die jeweils eine zentrale Öffnung 7 bzw. 8 für die Zu- bzw. Ab
strömung eines Wärmetauschermediums aufweisen.
Der Längskörper 2 ist aus zwei konischen Halbschalen 9, 10 hergestellt.
Dies erkennt man anhand der Fig. 6. Hierzu wird ein exzentrisches koni
sches bzw. kegelstumpfförmiges Rohr 11 mittig längsgeteilt, so dass zwei
Halbschalen 9, 10 entstehen (Schritt a). Die Halbschale 9 wird dann umge
dreht, worauf die beiden Halbschalen 9 und 10 miteinander an jeweils einer
ihrer Längskanten 12, 13 verschweißt werden (Schritt b). Die Schweißnaht
ist in der Fig. 6 mit 14 bezeichnet. Es entsteht der gegengleich S-förmig
geschwungene Längskörper 2.
Die offenen Querschnitte des Längskörpers 2 bilden die Endkammern 15
bzw. 16 eines Spiralwärmetauschers mit einem Kern 1. Der Längskörper 2
wird anschließend mit den Endplatten 5, 6 versehen. Diese weisen jeweils
zwei radial einander gegenüberliegende Kerben 17, 18 auf. Anschließend
wird ein Kernmantel 19 um den Kern 1 angeordnet und an den Endplatten 5,
6 verschweißt (siehe hierzu Fig. 2 bis 5).
Um den fertigen Kern 1 werden dann zwei hier nicht dargestellte Metallbän
der spiralförmig gewickelt. Ein Metallband wird an den Kerben 17 an den
Kernmantel 19 angesetzt. Das andere Metallband wird an den Kerben 18 an
den Kernmantel 19 angesetzt. Beim Wickeln entstehen dann zwei Kanäle für
die Durchströmung eines Wärmetauschermediums. Der Strömungsquer
schnitt wird durch die Breite der spiralgewickelten Metallbänder und den Ab
stand zwischen diesen gebildet. Zur Gewährleistung des gewünschten Ab
stands zwischen den Metallbändern kommen Abstandshalter zum Einsatz.
Die Ausbildung des erfindungswesentlichen Kerns 1 des Spiralwärmetau
schers bewirkt, dass sich die Endkammern 15, 16 jeweils von einem Ende 3
bzw. 4 ausgehend in ihrer Längserstreckung L1, L2 konisch verjüngen, wo
bei die Verjüngung der Endkammern 15 bzw. 16 umgekehrt zueinander aus
gerichtet ist.
Der Kern 1 ist selbsttragend. Versteifende Einbauten sind nicht erfordelrich.
Der Kern 1 kann für den maximalen Differenzdruck zwischen den Endkam
mern 15, 16 dimensioniert werden. Die konische Ausbildung der Endkam
mern 15, 16 sorgt für einen gleichmäßigen Geschwindigkeitsverlauf der ein-
bzw. durchströmenden Wärmetauschermedien. Totzonen innerhalb des
Kerns 1 sind nahezu nicht vorhanden. Die Ein- bzw. Ausströmung der Wärmetauschermedien
in den eigentlichen Spiralkanal erfolgt auf der gesamten
Breite des Spiralbands.
1
Kern
2
Längskörper
3
Ende v.
2
4
Ende v.
2
5
Endplatte
6
Endplatte
7
Öffnung
8
Öffnung
9
Halbschale
10
Halbschale
11
Rohr
12
Längskante
13
Längskante
14
Schweißnaht
15
Endkammer
16
Endkammer
17
Kerbe
18
Kerbe
19
Kernmantel
L1 Längserstreckung v.
L1 Längserstreckung v.
15
L2 Längserstreckung v.
16
Claims (3)
1. Spiralwärmetauscher, welcher umfangsseitig eines Kerns durch spiralför
mig verlaufende Metallbänder gebildete Austauscherkanäle aufweist, die
mit im Kern vorgesehenen Endkammern zur Zuführung und Abführung
von Wärmetauschermedien verbunden sind, dadurch
gekennzeichnet, dass der Kern (1) einen S-förmig konfigurierten
Längskörper (2) aufweist mit stirnseitigen Endplatten (5; 6), wobei sich die
Endkammern (15; 16) in ihrer Längserstreckung (L1; L2) konisch verjün
gen und die Verjüngung der Endkammern (15; 16) umgekehrt zueinander
ausgerichtet ist.
2. Spiralwärmetauscher nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Längskörper (2) aus zwei konischen Halbschalen
(9, 10) gebildet ist.
3. Spiralwärmetauscher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, dass um den Kern (1) ein Kernmantel (19) angeordnet ist.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
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Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19634988C1 (de) * | 1996-08-29 | 1997-11-20 | Gea Canzler Gmbh | Spiralwärmetauscher |
-
2000
- 2000-05-16 DE DE2000123684 patent/DE10023684C1/de not_active Expired - Fee Related
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