[go: up one dir, main page]

DE10023482B4 - Vorrichtung zum Bearbeiten von Wand- und Dachflächen - Google Patents

Vorrichtung zum Bearbeiten von Wand- und Dachflächen Download PDF

Info

Publication number
DE10023482B4
DE10023482B4 DE2000123482 DE10023482A DE10023482B4 DE 10023482 B4 DE10023482 B4 DE 10023482B4 DE 2000123482 DE2000123482 DE 2000123482 DE 10023482 A DE10023482 A DE 10023482A DE 10023482 B4 DE10023482 B4 DE 10023482B4
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
balloon
tool
kinematics
walking
rope
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Fee Related
Application number
DE2000123482
Other languages
English (en)
Other versions
DE10023482A1 (de
Inventor
Nobert Dr. Elkmann
Justus Dipl.-Ing. Hortig
José Saenz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Fraunhofer Gesellschaft zur Foerderung der Angewandten Forschung eV
Original Assignee
Fraunhofer Gesellschaft zur Foerderung der Angewandten Forschung eV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Fraunhofer Gesellschaft zur Foerderung der Angewandten Forschung eV filed Critical Fraunhofer Gesellschaft zur Foerderung der Angewandten Forschung eV
Priority to DE2000123482 priority Critical patent/DE10023482B4/de
Publication of DE10023482A1 publication Critical patent/DE10023482A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE10023482B4 publication Critical patent/DE10023482B4/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Fee Related legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47LDOMESTIC WASHING OR CLEANING; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47L11/00Machines for cleaning floors, carpets, furniture, walls, or wall coverings
    • A47L11/40Parts or details of machines not provided for in groups A47L11/02 - A47L11/38, or not restricted to one of these groups, e.g. handles, arrangements of switches, skirts, buffers, levers
    • A47L11/4061Steering means; Means for avoiding obstacles; Details related to the place where the driver is accommodated
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A47FURNITURE; DOMESTIC ARTICLES OR APPLIANCES; COFFEE MILLS; SPICE MILLS; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47LDOMESTIC WASHING OR CLEANING; SUCTION CLEANERS IN GENERAL
    • A47L11/00Machines for cleaning floors, carpets, furniture, walls, or wall coverings
    • A47L11/38Machines, specially adapted for cleaning walls, ceilings, roofs, or the like

Landscapes

  • Cleaning In General (AREA)
  • Manipulator (AREA)

Abstract

Vorrichtung zum Bearbeiten von Wand- und Dachflächen, insbesondere von Wandinnen- und Dachinnenflächen, mit einer Schreitkinematik zum Andocken und Fortbewegen an der zu bearbeitenden Fläche und einem Bearbeitungswerkzeug, das mit der Schreitkinematik verbunden ist, sowie einer Führungsseile aufweisenden Positioniereinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Positioniereinrichtung einen Ballon (1) umfasst, der mit einem Leichtgas gefüllt ist und der zu seiner Positionierung und Orientierung im Raum mindestens an einem Punkt mit einem Seil (8, 9) verbunden ist, und dass die Schreitkinematik (3) und das Werkzeug (4) an dem Ballon (1) starr befestigt oder dreh- und kippbar gelagert und im Übrigen starr befestigt sind.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bearbeiten von Wand- und Dachflächen, insbesondere von Wandinnen- und Dachinnenflächen nach dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.
  • Wartungs- und Reinigungsroboter für Fassadenflächen sind allgemein bekannt ( DE 196 09 858 A1 ), wobei als Fortbewegungsmittel an den Flächen beispielsweise Saugnäpfe vorgesehen sind, die von einer Steuereinrichtung angesteuert werden und an Raupen, Beinen oder dergleichen befestigt sind. Um diese Roboter an der gewünschten Stelle zu positionieren, ist der Roboter mit Halte- und Führungsseilen versehen, an denen der Roboter über Winden oder dergleichen, die auf dem Dach des Gebäudes angeordnet sind, abgesenkt und hochgehoben wird. Die Winden sind Bestandteil einer fest installierten Befahranlage. Weiterhin sind Hubarbeitsbühnen bekannt, von denen aus die Fläche bear beitet werden kann. Befahranlagen können nicht an beliebiger Stelle fest angeordnet werden, so dass die Reichweite eines verwendeten Roboters begrenzt ist. Hubarbeitsbühnen benötigen eine gute Tragfähigkeit des Untergrundes und haben einen relativ großen Platzaufwand.
  • Aus der US 3 393 769 ist ein Wartungsgerüst bekannt, das einen Tragballon aufweist, unter und an dem an Seilen zwei übereinanderliegende Plattformen hängen, die wiederum über Seile und Gewichte am Boden festgelegt sind.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Bearbeiten von Wand- und Dach- bzw. Deckenflächen zu schaffen, die eine freie Positionierbarkeit unabhängig vom Untergrund ermöglicht, wobei auch unzugängliche Flächen ohne zusätzliche Maßnahmen erreichbar sein sollen.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Hauptanspruchs in Verbindung mit den Merkmalen des Oberbegriffs gelöst.
  • Dadurch, dass zur Positionierung des Roboters bzw. der Schreitkinematik mit Werkzeug ein Ballon vorgesehen ist, der mit Leichtgas gefüllt ist, und der mindestens an einem Punkt mit einem Seil verbunden ist, wobei unter Seil auch Kettenbänder, Drähte oder Ähnliches verstanden werden sollen, kann die an dem Ballon starr befestigte Schreitkinematik an beliebiger Stelle positioniert werden.
  • Durch die in den Unteransprüchen angegebenen Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildung und Verbesserungen möglich.
  • Über den Auftrieb des Ballons kann die Schreitkinematik mit Werkzeug gehoben und gesenkt werden, auch an schwer zugänglichen Objekten ohne zusätzliche Aufbauten. Der Ballon bildet die Sicherung gegen Absturz beim Lösen des Kontaktes zwischen Schreitkinematik und Fläche z.B. bei Ausfall des die Sauger steuernden Vakuums. Im Havariefall kann die Vorrichtung in einfacher Weise geborgen werden und bei Ausfall von Komponenten kann die Vorrichtung durch Aufwickeln der beiden Seile problemlos eingeholt werden.
  • Der Ballon ist derart ausgelegt, dass die Auftriebskraft es ermöglicht, ihn kontrolliert durch Seile an beiden Ende des Ballons, die vom Boden oder von wiederum seilgeführten Schlitten ausgespannt werden, an Decke oder Wand zu positionieren. Die Schreitkinematik an einem Ende des Ballons erlaubt die Befestigung an der Fläche sowie die definierte Bewegung entlang der Fläche. Ist der Ballon durch den Schreitmechanismus mit der Fläche verbunden, kann mit Hilfe von Ballonetten, die sich in dem Ballon befinden und mit Luft gefüllt werden können und/oder mit Hilfe des Schwenkgewichts am anderen Ende der Auftrieb minimiert und ausbalanciert werden. Das Eigengewicht von Ballon, Werkzeug und Kinematik wird vom Ballon getragen, wodurch der Lasteintrag in die Fläche stark reduziert bzw. aufgehoben werden kann. Der Auftrieb des Ballons, der größer als das oder gleich dem Gesamtgewicht des Systems ist, bewirkt, dass das System bzw. die Vorrichtung in verschiedensten Notsituationen nicht herabfällt oder unbewegbar an der Fläche fixiert bleibt. Mögliche Störfälle sind z.B. Funktionsausfall des Gerätes oder Ablösen der durch das Schreitwerk belasteten Teilfläche.
  • Durch die Aufnahme des Gewichtes der Schreitkinematik und des Werkzeuges sowie der Komponenten mit dem Gasballon werden zu bearbeitende Bereiche erreichbar, ohne eine fest installierte oder mobile Befahranlage vorsehen zu müssen. Weiterhin ist damit auch die Bearbeitung von Flächen möglich, bei denen Hubarbeitsbühnen, z.B. aus Platzmangel oder wegen zu geringer Tragfähigkeit des Untergrundes nicht positioniert werden können. Die freie Positionierbarkeit unabhängig vom Untergrund ermöglicht weiterhin ein flexibles Positionieren des Werkzeuges bzw. des Ballons, ohne daß dabei besondere Maßnahmen vorzunehmen sind.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 den schematischen Aufbau eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung, und
  • 2 eine schematische perspektivische Darstellung der erfindungsgemäßen Vorrichtung mit ihrer Halte- und Führungsvorrichtung.
  • Die Vorrichtung zum Bearbeiten von Wand- und Dach- bzw. Deckenflächen nach 1 umfaßt einen Ballon 1, dessen Füllmedium leichter als Luft ist und der ein Gerät 2 zur automatischen Bearbeitung der Innenseite von Dachflächen sowie Wand- oder Deckenflächen, vorzugsweise in geschlossenen Räumen, trägt. Dabei kann das Gerät die unterschiedlichsten Aufgaben durchführen, beispielsweise kann es als Reinigungs-, Inspektions-, Flächenbearbeitungsgerät z.B. zum Beschichten oder Entrosten oder dergleichen ausgeführt sein. Das Bearbeitungsgerät 2, das eine Schreitkinematik 3 und das eigentliche Bearbeitungswerkzeug 4 umfaßt, ist an der einen Seite des Ballons 1 befestigt, wobei die Schreitkinematik 3 das Werkzeug an der zu bearbeitenden Fläche fixiert und positioniert und eine Bewegung entlang der zu bearbeitenden Fläche ermöglicht.
  • Vorzugsweise an der gegenüberliegenden Seite des Bal lons 1 sind Komponenten 5 befestigt, wobei die Komponenten ein vorzugsweise schwenkbares Gegengewicht sowie eine Steuerung, eine Medienversorgung, Tanks und Ähnliches umfassen können, die zum Betrieb und zur Versorgung des Bearbeitungsgerätes 2 notwendig sind. Dazu sind die notwendigen Versorgungsleitungen, wie Flüssigkeits-Pneumatik oder elektrische Leitungen von den Komponenten 5 zu dem Bearbeitungsgerät 2 durch den Ballon 1 hindurch oder um diesen herum geführt.
  • Der Ballon 1 wird an beiden Seiten, der Bearbeitungsseite 6 und der Versorgungsseite 7, an der sich die Komponenten 5 befinden, jeweils von einem Seil 8, 9 gehalten, das mittels Winden oder dergleichen auf- und abgewickelt werden kann, wobei die Winden sich beispielsweise auf Schlitten befinden können. Die Versorgungsleitungen werden an der Versorgungsseite 7 im Bereich des Seils 9 zum Boden oder zu den Schlitten geführt.
  • In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Ballon 1 länglich ausgeführt, wobei die Bearbeitungsseite 6, an der sich das Bearbeitungsgerät 2 befindet, spitz bzw. konusförmig ausgebildet ist, während die entgegengesetzte Seite halbkugelförmig ist. Selbstverständlich sind andere Formen des Ballons möglich und sinnvoll, sie können jeweils an die gegebenen Bedingungen des Gebäudes oder Raumes angepasst werden. Die spitze Bearbeitungsseite 6 des Ballons 1 erhöht die Bewegungsfreiheit des Bearbeitungsgerätes, wodurch auch Ecken und Kanten der Flächen erreicht werden können. Der Ballon 1 ist an beiden Seiten 6 und 7 mit Polkappen 10 versehen, die zur Verstärkung bzw. zur Versteifung des Ballons dienen. Diese Polkappen 10 können zur Befestigung des Bearbeitungsgerätes 2 und der Komponenten 5 dienen; im in 1 darge stellten Fall ist jedoch eine Verbindungskonstruktion 11, z.B. ein Fachwerk aus Kohlefasern vorgesehen, die sich über die Längsachse des Ballons 1 erstreckt und durch die das an ihm befestigte Bearbeitungsgerät 2 und Komponenten 5 starr miteinander verbunden sind. Die Verbindungskonstruktion 11 kann mittig durch den Ballon 1 hindurchgehen, er kann jedoch auch um die Verbindungskonstruktion 11 herum angeordnet sein und eine mittige rohrförmige Durchführung aufweisen. Die Krafteinleitung in die Ballonhülle erfolgt durch die Polkappen 10, die gleichzeitig als gasdichter Durchstoßpunkt für die Versteifung 11 durch die Hülle dienen. Die Leitungen von der Versorgungsleitung 7 zur Bearbeitungsseite 6 für Energie, Signale, Medien werden entlang der Verbindungskonstruktion geführt.
  • Im Inneren des Ballons 1 sind ein oder mehrere Ballonette 12 vorgesehen, die den zur Formbewahrung der Hülle notwendigen Innendruck auch bei Temperaturschwankungen sicherstellen und über die der Auftrieb des Ballons 1 reguliert oder gesteuert werden kann. Bei der Verteilung von zwei oder mehreren Ballonetten 12 im Inneren des Ballons 1 ist zusätzlich die Lage des Auftriebsmittelpunkts und damit die Lage des Ballons im Raum veränderbar. Die Ballonette 12 benötigen für die Steuerung gleichfalls Verbindungsleitungen, wobei sie üblicherweise mit Luft über ein Gebläse, das an dem Ballon befestigt ist, oder über Versorgungsleitungen gefüllt werden. Vorzugsweise sind die Ballonette 12 fest mit der Innenseite der Hülle des Ballons 1 verbunden, in Einzelfällen ist es denkbar, dass sie relativ frei innerhalb des Ballons 1 angeordnet sind.
  • Das Bearbeitungsgerät 2 ist vorzugsweise dreh- und kippbar im Massenschwerpunkt der Bearbeitungsseite 6 gelagert, um nur die Auftriebskraft des Ballons 1 zu nutzen, jedoch keine durch Windlast oder Ähnliches entstehenden Momente in die Mechanik der Bearbeitungsseite 6 einzuleiten und um das Werkzeug beim Ansetzen auf die Fläche kräftearm ausrichten zu können. Wie ausgeführt, weist das Bearbeitungsgerät eine Schreitkinematik 3 und ein Bearbeitungswerkzeug 4 auf, wobei die Schreitkinematik 3 zur Bewegung und Positionierung des Werkzeuges an der Fläche dient. Auch das Werkzeug besitzt eine Kinematik, so daß dessen Reichweite auch bei ruhender Schreitkinematik veränderbar ist. Während der Schreitphase, d.h. der eigentlichen Bearbeitungsphase wird der Ballon 1 von der Schreitkinematik 3 geführt. Die Schreitkinematik 3 besteht aus mindestens zwei unabhängig voneinander bewegbaren Fortbewegungssystemen, an denen Festlegungselemente angebracht sind, die den Kontakt bzw. die lösbare Verbindung zur Oberfläche herstellen. Es kann auch nur ein bewegliches Fortbewegungssystem vorgesehen sein, wobei in diesem Fall mindestens ein Festlegungselement an einem feststehenden Teil der Schreitkinematik angebracht ist. Die Art der Festlegungselemente ist abhängig von der Art der Oberfläche, üblicherweise werden Saugelemente, beispielsweise Vakuumsauger eingesetzt, es sind jedoch auch andere Kontaktelemente, z.B. Magnetelemente denkbar. Die Fortbewegungssysteme können als Raupen, Führungen, Schienen und/oder Beine, an denen die Kontaktelemente befestigt sind, ausgebildet sein. Dabei können mehrere Freiheitsgrade vorgesehen sein, die abhängig von der Anwendung sind.
  • Wie schon ausgeführt, sind verschiedenste Formen von Werkzeugen möglich, wobei Teile des Werkzeugsystems an das hintere Ende des Ballons 1 verlagert werden können, um einen Massenausgleich zu schaffen. Zusätz lich zu den Aggregaten bzw. Komponenten, wie Steuerung, Mediumspeicher und dergleichen ist vorzugsweise ein Gegengewicht vorgesehen, das verschieb- oder schwenkbar gelagert ist, um den Massenmittelpunkt des Gesamtsystems und dadurch die Lage im Raum zu beeinflussen.
  • In 2 ist der Ballon 1 in Bezug auf eine zu bearbeitende Fläche 2 dargestellt, wobei an der Spitze des Ballons die Schreitkinematik 3 und das Werkzeug 4 zu erkennen sind. Wie oben ausgeführt wurde, sind an beiden Enden 6, 7 des Ballons Seile 8, 9 angebracht, deren Funktion in Abhängigkeit von den verschiedenen Phasen der Ballonbewegung wechseln. Am Ende der Seile 8, 9 sind die Positionierwinden 13 angebracht, die auf Schlitten 14 angeordnet sind. Die Schlitten 14 sind auf einem durch das Gebäude gespannten Seil 15 verfahrbar. Auf diese Weise kann der Ballon 1 entlang des Seiles 15 im Raum unterhalb der Fläche positioniert werden. Es sind auch Seilsysteme denkbar, die die Vorpositionierung des Ballons in der Längs- und Querachse des Gebäudes ermöglichen.
  • Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist sowohl voll- als auch halbautomatisch und ferngesteuert einsetzbar. Grundsätzlich sind die zu tragenden Massen derart auf die beiden Enden der Längsachse des Ballons angeordnet, dass sich eine gleichmäßige Verteilung der Massen ergibt. Dadurch ist der Ballon frei im Raum orientierbar und der zu Bearbeitung der Fläche einzusetzende Teil des Bearbeitungsgerätes ist auch oberhalb des Auftriebsmittelpunktes des Ballons positionierbar, wobei der Ballon beliebig geneigt werden kann. Dies ermöglicht eine Bearbeitung von Flächen neben und oberhalb der waagerechten Position des Ballons. Zum Positionieren muss die Auftriebskraft FAuf größer sein als das Gesamtgewicht, das durch die Pfeile Fm1 und Fm2 in 1 dargestellt ist, sein. Dadurch schwebt der Ballon an den Seilen 8, 9 und der durch die Schlitten 14 festgelegten Stelle nach oben. Dabei dienen die Seile 8, 9 in Freischwebephase des Ballons zur Führung der gesamten Vorrichtung, sowohl zur Orientierung als auch zur Höhenvorgabe. Wenn der Ballon 1 im Bereich der zu bearbeitenden Fläche ist, muss das Bearbeitungsgerät 2 an die Fläche angedockt werden. Während der Andockphase an eine Fläche kann der Ballon 1 geneigt werden, indem die Längen der Seile 8, 9 verändert werden und der Auftrieb des Ballons ihn aufrichtet, wobei durch die Beweglichkeit des Werkzeuges 4 eine Neigung des Ballons von ca. 45° ausreicht. Die Neigung kann zusätzlich oder allein durch Ausfahren oder Schwenken des Gegengewichts geregelt werden, wobei der Ballon 1 jedoch dann eine resultierende Auftriebskraft von 0 haben muss, was durch die Ballonette 12 gesteuert werden kann.
  • In der Bearbeitungsphase bewegt sich die Schreitkinematik, d.h. der Roboter über die Festlegungselemente auf der zu bearbeitenden Fläche, während gleichzeitig das Werkzeug 4, beispielsweise ein Reinigungswerkzeug die Fläche bearbeitet. Dazu werden die zur Bearbeitung notwendigen Medien, wie Wasser, Strom, Luft, elektrische Energie usw. über die Versorgungsleitungen, die durch den Ballon hindurchgeführt sind, versorgt. Ein Teil der Versorgungsleitungen oder alle werden an der Versorgungsseite 7 am Seil 9 entlang zum Boden oder zum Seil 15 geführt, wie in 2 durch das Bezugszeichen 16 angedeutet ist. Die Seilspannung des Seils 8 an der Bearbeitungsseite wird während der Bearbeitungsphase aufgehoben, d.h. das Seil wird gelockert und die Schreitkinematik 3 führt bzw. zieht den Ballon 1 mit. Das Seil 9 an der Ver sorgungsseite dient dazu, den Restauftrieb zu kompensieren und eine definierte Orientierung des Ballons im Gebäude herzustellen. Hierzu wird die Länge des Seils 9, wie auch die Position der zugehörigen Winde 13 variiert. Das Seil muß einer Vorrichtung am Boden oder dem Schlitten 14 auf dem Führungsseil 15 zugeführt werden, die bzw. der jeweils schwerer ist als der Auftrieb des Ballons.
  • Zum Ablösen von der zu bearbeitenden Fläche wird der Kontakt der Schreitkinematik zur Fläche über die Festlegungselemente aufgehoben und die Seilspannung auch des Seils 8 an der Bearbeitungsseite 6 wieder hergestellt, um eine definierte Bewegung des Ballons zu ermöglichen.
  • Im oben beschriebenen Ausführungsbeispiel sind zwei Seile 8, 9 zur Positionierung des Ballons vorgesehen. Es ist jedoch auch möglich, daß nur ein Seil an der dem Bearbeitungsgerät gegenüberliegenden Seite angeordnet ist, wodurch eine grobe Positionierung gegeben ist und gegebenenfalls eine genauere Positionierung von der Schreitkinematik vorgenommen wird. In einem anderen Fall kann zusätzlich mindestens ein Propellerantrieb an dem Ballon befestigt sein.

Claims (18)

  1. Vorrichtung zum Bearbeiten von Wand- und Dachflächen, insbesondere von Wandinnen- und Dachinnenflächen, mit einer Schreitkinematik zum Andocken und Fortbewegen an der zu bearbeitenden Fläche und einem Bearbeitungswerkzeug, das mit der Schreitkinematik verbunden ist, sowie einer Führungsseile aufweisenden Positioniereinrichtung, dadurch gekennzeichnet, dass die Positioniereinrichtung einen Ballon (1) umfasst, der mit einem Leichtgas gefüllt ist und der zu seiner Positionierung und Orientierung im Raum mindestens an einem Punkt mit einem Seil (8, 9) verbunden ist, und dass die Schreitkinematik (3) und das Werkzeug (4) an dem Ballon (1) starr befestigt oder dreh- und kippbar gelagert und im Übrigen starr befestigt sind.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zu der Schreitkinematik (3) und dem Werkzeug (4) ein Gegengewicht an dem Ballon (1) befestigt ist.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass weitere Komponenten zum Betrieb der Schreitkinematik (3) und/oder dem Werkzeug (4) an dem Ballon befestigt sind, die als Teile des Gegengewichts ausführbar sind.
  4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Ballon (1) an den Befestigungsstellen (6, 7) der Schreitkinematik (3) und des Werkzeugs (4) und/oder der Komponenten (5) und/oder der Seile (8, 9) Versteifungen oder Verstärkungen (10) aufweist.
  5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schreitkinematik (3) mit Werkzeug (4) und Gegengewicht und/oder Komponenten (5) an etwa gegenüberliegenden Befestigungsstellen des Ballons (1) angeordnet sind, wobei die Befestigungsstellen durch eine Verbindungsanordnung (11) starr miteinander verbunden sind.
  6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass Leitungen zur Versorgung der Schreitkinematik (3) und des Werkzeugs (4) mit Energie und/oder Signalen und/oder Medien um oder durch den Ballon oder entlang der Verbindungsanordnung (11) geführt sind.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass im Inneren des Ballons (1) ein oder mehrere Ballonette (12) zur Steuerung/Regelung des Innendrucks des Ballons (1) und/oder zur Regulierung des Auftriebs und/oder Veränderung der Lage des Auftriebsmittelpunkts vorgesehen sind.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Ballonette über eine Versorgungsleitung mit einer Luft- oder Gasquelle verbunden sind oder mit einem Gebläse in Wirkeverbindung stehen.
  9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Ballon (1) länglich ist und vorzugsweise ein Ende spitz ausgebildet ist, wobei an einem, vorzugsweise dem spitzen Ende (6), die Schreitkinematik (3) mit Werkzeug (4) und am anderen Ende die Komponenten (5) befestigt sind.
  10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schreitkinematik (3) eine Fortbewegungsanordnung aufweist, die mit Elementen zur lösbaren Verbindung mit der zu bearbeitenden Fläche versehen ist.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente Saugelemente und/oder Magnetelemente sind.
  12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Werkzeug (4) als Inspektions-, Reinigung- oder Materialbearbeitungswerkzeug oder dergleichen ausgebildet ist.
  13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass Seile (8, 9) an gegenüberliegenden Stellen des Ballons (1) befestigt sind.
  14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Seil (8, 9) mit einem verfahrbaren Schlitten (14) verbunden ist.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Schlitten (14) mindestens eine Winde (13) zur Veränderung der Länge des Seiles vorgesehen ist.
  16. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Schlitten (14) auf einem gespannten Seil (15) verfahrbar ist.
  17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass mit einer Steuervorrichtung die Länge der Seile (8, 9) und/oder jeweilige Winden derart steuerbar sind, dass der Ballon (1) während seiner Positionierung an der Fläche im Zustand des Freischwebens an die gewünschte Stelle der Fläche gelangt, dass während des Andockens die Längen der zwei Seile (8, 9) zur Ausrichtung des Ballons in unterschiedliche Neigungen unterschiedlich einstellbar sind, dass nach dem Andocken in der Bearbeitungsphase durch das Werkzeug (4) die Seilspannung des Seils (8) im Bereich der Schreitkinematik (3) verringer- oder aufhebbar ist und zum und nach dem Ablösen der Schreitkinematik (3) von der Fläche wieder herstellbar ist.
  18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Ballon eine Propelleranordnung befestigt ist.
DE2000123482 2000-05-10 2000-05-10 Vorrichtung zum Bearbeiten von Wand- und Dachflächen Expired - Fee Related DE10023482B4 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2000123482 DE10023482B4 (de) 2000-05-10 2000-05-10 Vorrichtung zum Bearbeiten von Wand- und Dachflächen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE2000123482 DE10023482B4 (de) 2000-05-10 2000-05-10 Vorrichtung zum Bearbeiten von Wand- und Dachflächen

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE10023482A1 DE10023482A1 (de) 2001-11-29
DE10023482B4 true DE10023482B4 (de) 2005-05-12

Family

ID=7641920

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2000123482 Expired - Fee Related DE10023482B4 (de) 2000-05-10 2000-05-10 Vorrichtung zum Bearbeiten von Wand- und Dachflächen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE10023482B4 (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP2374387B1 (de) 2010-04-06 2014-07-09 Strato AG Reinigungseinrichtung für die Reinigung von Oberflächen in großer Höhe

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3393769A (en) * 1966-09-13 1968-07-23 Vernice W. Springer Floating scaffold
DE19609858A1 (de) * 1996-03-13 1997-09-18 Iren Dornier Automatische Reinigungsvorrichtung mit umsetzbaren Stützbeinen

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3393769A (en) * 1966-09-13 1968-07-23 Vernice W. Springer Floating scaffold
DE19609858A1 (de) * 1996-03-13 1997-09-18 Iren Dornier Automatische Reinigungsvorrichtung mit umsetzbaren Stützbeinen

Also Published As

Publication number Publication date
DE10023482A1 (de) 2001-11-29

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69206103T3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Schneiden von Unterwasserstrukturen.
DE69608691T2 (de) Fahrzeug zur fortbewegung auf einer oberfläche
EP0084811B1 (de) Unterwasser-Arbeitsgerät
DE2421150A1 (de) Halbtaucher-traegerplattform
DE2745927A1 (de) Verbesserungen zu einrichtungen zum belegen von schiffen, insbesondere tankschiffen an offshorebohrungsplattformen
DE102008019680A1 (de) Vorrichtung zum Ermöglichen des Zugangs zu einer sich hoch über den Boden erstreckenden Anordnung und Verfahren zum Installieren einer solchen Vorrichtung
DE69219429T2 (de) Bodenflächenstrahlgerät
WO2005073497A1 (de) Vorrichtung und verfahren zum handhaben von gegenständen an einer bohranlage
DE102008053404A1 (de) Verfahren zum Transport eines Rotorblatts einer Windenergieanlage und Transportvorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE69517429T2 (de) Transportabeles sägewerk
DE1930586B2 (de) Vorrichtung zur Ausführung von Unterwasserplanierarbeiten o.dgl. mit einem schwimm- und tauchfähigen, selbstangetriebenen Arbeitsfahrzeug
DE2328990C3 (de) Halterung für einen Fahrkorb
DE19955801B4 (de) Transportvorrichtung zum Befördern von Lasten in vertikaler Richtung zwischen horizontalen Ebenen
DE10023482B4 (de) Vorrichtung zum Bearbeiten von Wand- und Dachflächen
DE3323513A1 (de) Winde fuer luftfahrzeug
DE10035844A1 (de) Flugapparat, der mit einem leichter als Luft Gas eingefüllt ist, zum Transport von Großgütern der bedeutender Tonnage
DE3316051A1 (de) Transportables bohrsystem
AT390647B (de) Bohrwagen mit bohrarm samt lafette
EP2520758A2 (de) Bohrgerät und Verfahren zum Betreiben eines Bohrgeräts
DE102005018852B4 (de) Vorrichtung zum Bearbeiten der inneren Oberfläche von rohrförmigen Bauteilen
DE3145272C2 (de) Als Ausbau- und Bohrhilfe dienende Vorrichtung für den Streckenvortrieb im Berg- und Tunnelbau.
DE102013109510A1 (de) Hubvorrichtung
DE2606060B2 (de) Aushub- und Ladefahrzeug für den Grubenbetrieb
DE1289004B (de) Einrichtung fuer das auf einer schwimmenden Anlage erfolgende Handhaben von langgestreckten starren Elementen
DE102012001866B4 (de) Abstützsystem für Wasserfahrzeuge zum Abstellen auf einem Untergrund

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8364 No opposition during term of opposition
R119 Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee

Effective date: 20111201