DE10022818A1 - Ermittlung materialspezifischer Größen - Google Patents
Ermittlung materialspezifischer GrößenInfo
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Abstract
Eine Vorrichtung (1) zur Ermittlung von materialspezifischen Größen deformierbarer Körper, wobei die Vorrichtung Halterungen (2; 3) für eine Probe (4) des deformierbaren Körpers, eine Spanneinrichtung, mittels deren die Halterungen (2; 3) relativ zueinander bewegbar sind, einen Kraftmesser (7), der die zur Relativbewegung der Halterungen (2; 3) aufgebrachte Kraft ermittelt, und eine Meßeinrichtung zur Ermittlung einer Reaktion der Probe (4) auf die Relativbewegung der Halterungen (2; 3) umfaßt, wird so ausgebildet, daß die Probe (4) in der Vorrichtung (1) variabel temperierbar ist (Fig. 1).
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und zwei Verfahren zur Ermittlung von
materialspezifischen Größen deformierbarer Körper nach dem Oberbegriff des
Anspruch 1 sowie nach dem Oberbegriff der Ansprüche 6 und 11.
Es ist bekannt, Spannungs-Dehnungsdiagramme von deformierbaren Körpern
aufzunehmen, wobei diese in Halterungen eingespannt sind und unter isother
men Verhältnissen einer konstanten Kraft oder einer konstanten Dehnung aus
gesetzt werden. Durch Umordnungsprozesse im Material ergibt sich ein zeitab
hängiger Verlauf der gemessenen Reaktion der Probe, wenn diese etwa lang
kettige Polymere enthält. Bei Einleitung einer konstanten Dehnung ändert sich
die zum Aufbringen der Dehnung erforderliche Kraft über den Zeitverlauf, wo
bei der Quotient der zeitabhängigen Spannung σ der Probe und der (konstan
ten) Dehnung ε den Elastizitätsmodul E liefert, der bei Körpern mit zeitabhängi
gen Umordnungsprozessen als Relaxationsmodul bezeichnet wird. Ein derarti
ger Relaxationsmodul ist in seiner Temperaturabhängigkeit zu ermitteln, um
dadurch abschätzen zu können, welcher Temperatur ein Werkstück aus dem
zu prüfenden Material unter Erfüllung vorgegebener mechanischer Anforde
rungen ausgesetzt werden kann. Es ist hierfür bekannt, die Probe etwa über
einen Meßzeitraum von typisch 1000 Stunden isotherm bezüglich ihres Rela
xationsmoduls zu vermessen. Eine weitere Messung über den gleichen Zeit
raum findet dann bei einer erhöhten Temperatur statt. Gegebenenfalls wird
eine ganze Reihe von Messungen bei jeweils unterschiedlichen Temperaturen
durchgeführt, was einen erheblichen Zeitaufwand erfordert. Durch die Ausnut
zung des Zeit-Temperatur-Superpositionsprinzips werden die einzelnen Kurven
zu einer Gesamtkurve, der sogenannten Masterkurve, zusammengesetzt. Um
diese Kurve zu erhalten, ist daher eine Vielzahl von für sich schon langwierigen
Messungen durchzuführen. Derartige, an einer Probe vorgenommene Messun
gen können sich daher über Monate erstrecken.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, hier eine Verbesserung zu schaffen.
Die Erfindung löst dieses Problem durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 6 und
ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 11. Vorteilhafte Ausgestal
tungen sind in den Unteransprüchen 2 bis 5, 7 bis 10 und 12 bis 14 angege
ben.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist während einer Deformation der
Probe eine Temperaturänderung möglich, so daß nicht mehr einzelne Mes
sungen bei unterschiedlichen Temperaturen durchgeführt werden müssen,
sondern in einer Messung eine Temperaturabhängigkeit der materialimma
nenten Größen ermittelt werden kann. Der Zeitaufwand für derartige Messun
gen ist dadurch erheblich verringert. Dies gilt für verschiedene Materialkon
stanten, beispielsweise den Schubmodul, den Relaxationsmodul oder den Re
tardationsmodul.
Bei dem Verfahren nach Anspruch 6 wird eine Meßkurve erhalten, die über den
Temperaturverlauf eine Änderung der Spannung in der Probe wiedergibt. Be
sonders vorteilhaft wird die Temperatur dabei linear variiert, was die mathema
tische Auswertung der Messung erleichtert. Dann besteht eine Proportionalität
zwischen Zeit und Temperatur, so daß als Abszisse der eine oder andere Para
meter angetragen werden kann. Durch Ableitung der normierten Spannungs
kurve über den Temperaturverlauf wird unmittelbar das Relaxationsspektrum
erhalten, wobei die verschiedenen Peaks unterschiedlichen Bestandteilen der
ausgemessenen Probe, beispielsweise Styrol oder Polypropylen, zugeordnet
werden können.
Somit ist es insgesamt ermöglicht, die technische Einsetzbarkeit eines Werk
stoffs vorauszusagen, ohne hierfür monate- oder gar jahrelange Messungen
vorausschicken zu müssen.
Weitere Vorteile und Merkmale ergeben sich aus in der Zeichnung dargestell
ten Ausführungsbeispielen des Gegenstandes der Erfindung. In der Zeichnung
zeigt:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung,
Fig. 2 einzelne Meßkurven des Relaxationsmoduls bei unter
schiedlichen Temperaturen und eine daraus zusammen
gesetzte Masterkurve,
Fig. 3 eine ähnliche Ansicht wie Fig. 2 zum Prinzip der Zeit-
Temperatur-Superposition,
Fig. 4 eine erfindungsgemäß bei variabler Temperatur gemes
sene Spannungsrelaxationskurve sowie ein daraus er
mitteltes Relaxationsspektrum,
Fig. 5 zwei verschiedene Relaxationsspektren als Funktion der
Zeit,
Fig. 6 ähnliche Relaxationsspektren wie in Fig. 5, nach dem
erfindungsgemäßen Verfahren als Funktion der Tempe
ratur ermittelt,
Fig. 7 eine schematische Darstellung eines idealisierten Relaxa
tionsmoduls als Funktion der Zeit,
Fig. 8 eine schematisierte Darstellung eines aus dem Relaxa
tionsmodul nach Fig. 7 gewonnenen Relaxationssprek
trums.
Die Vorrichtung 1 gemäß Fig. 1 zeigt als Halterungen 2, 3 eine obere Einspann
klemme 2 und eine unteren Einspannklemme 3, zwischen denen eine Probe 4
gehalten ist. Die obere Halterung 2 ist gegenüber der unteren Halterung 3 rela
tivbeweglich. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist eine Relativbewegung
vertikal in Richtung des Pfeils 5 möglich. Auch eine andere Relativbewegung,
beispielsweise ein horizontales Verschieben der Klemmen 2 und 3 zur Ermitt
lung eines Schermoduls, ist denkbar, ebenso beispielsweise eine Torsionsbe
anspruchung der Probe 4.
Die obere Einspannklemme 2 ist mittels eines stabförmigen Verbindungsteils 6
mit einer Kraftmeßeinrichtung 7 und einer Einrichtung zur Krafteinleitung (nicht
eingezeichnet), beispielsweise einem Handhebel oder einem Zugmotor, ver
bunden. Dieser kann eine über die Meßeinrichtung 7 meßbare Zugkraft auf das
Verbindungsteil 6 und die obere Halterung 2 bewirken. Zusätzliche Meßein
richtungen können vorgesehen sein.
Die Probe 4 ist insgesamt in einem Behältnis 9 aufgenommen, das mit einer
variabel temperierbaren Flüssigkeit 10, etwa Silikonöl, befüllt ist, wobei der
Flüssigkeitsspiegel 11 auch im gestreckten Zustand der Probe 4 derart liegt,
daß diese vollständig im Wärmebad gehalten ist. Anstelle der Flüssigkeit
kommt auch ein gasförmiges Medium, beispielsweise ein Inertgas wie Stick
stoff, in Betracht.
Die Flüssigkeit 11 kann beispielsweise induktiv oder auf andere, an sich be
kannte Arten definiert beheizbar sein. An Stelle einer Flüssigkeit 10 kommt
auch in Betracht, die Probe 4 direkt aufzuheizen. Das Wärmebad mit der Flüs
sigkeit 10 hat jedoch den Vorteil, daß eine gleichmäßige Temperaturänderung
in der Probe 4 einfach erreicht werden kann.
Die Aufheizung der Flüssigkeit 10 und damit der Probe 4 kann linear erfolgen,
wodurch eine Proportionalität zwischen der in der Probe erreichten Temperatur
und der Dauer der Messung erreicht ist, sich somit die Meßzeit und die Tempe
ratur leicht gegeneinander umrechnen lassen.
Nach bisherigen Verfahren (Fig. 2, 3) wurde zur Ermittlung eines Relaxations
moduls, d. h. zur Ermittlung einer Reaktion einer deformierbaren Probe auf
eine konstante Dehnung ε, innerhalb eines bestimmten Zeitintervalls (sh.
gestrichelte Linien in Fig. 3) eine Messung der Spannung in der Probe bei
konstanter Dehnung vorgenommen. Diese Messung wurde bei unterschiedli
chen Temperaturen durchgeführt (sh. beispielsweise elf verschiedene Tempe
raturen gemäß dem linken Fenster in Fig. 2). Durch Anwendung des soge
nannten Zeit-Temperatur-Superpositionsprinzips wurde dann daraus die soge
nannte Masterkurve für eine bestimmte Referenztempreatur (25°C in Fig. 2.)
erstellt. Da bereits eine Messung bei einer Temperatur in der Größenordnung
100 bis 1000 Stunden dauert, ergibt sich somit ein Meßaufwand in der Grö
ßenordnung Monate bis Jahre.
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird während der konstanten Deh
nungsbeanspruchung (gemäß Fig. 4 z. B. 50%) die Temperatur variiert, etwa
mit einer linearen Steigerungsrate von 2 K/min, bis zu einer Endtemperatur von
ca. 550 K.
Während der konstanten Dehnung ε der Probe 4 zeigt sich ein Spannungsab
fall in der Probe, da diese durch Umordnung der langkettigen Polymere auf die
von außen eingetragene Zugspannung reagiert. Somit muß trotz Aufrechter
haltung der konstanten Dehnung ε im Verlaufe der ansteigenden Zeit bzw.
Temperatur nur noch eine geringere Kraft auf die Probe 4 aufgebracht werden.
Die erhaltene normalisierte Kraft 12 in der Probe 4 zeigt daher einen steilen
Abfall (Fig. 4), da sowohl über die Zeit als auch über die ansteigende Tempe
ratur die Umordnung von Polymere n in der Probe begünstigt ist und somit die
Spannung gesenkt werden kann, um eine gleiche Dehnung in der Probe 4 zu
bewirken. Der Abfall der Kurve 12 ist dabei nicht konstant, sondern es ergeben
sich im Material unterschiedliche Bereiche, angefangen von einem glasartigen
Bereich, in dem die Spannung nahezu konstant verbleibt, über einen Erweichungsbereich
zu einem gummielastischen Plateaubereich und schließlich in
einen Fließbereich, in dem die Spannung im Material bis auf Null absinkt. Im
Übergang zwischen dem Glaszustand und dem Fließbereich lassen sich cha
rakteristische Punkte in der Kurve 12 feststellen, die einzelnen Komponenten
innerhalb der Probe 4 zugeordnet werden können.
Um diese Zuordnung vornehmen zu können, wird das sogenannte Relaxati
onsspektrum gebildet, das näherungsweise zeitabhängig durch die Ableitung
oder temperaturabhängig
als
bei konstanter Heizrate definiert werden kann.
In den Fig. 7 und 8 ist in idealisierter Darstellung der Relaxationsmodul 12a
in Abhängigkeit der Temperatur T bzw. seine negative Ableitung, also das so
genannte Relaxationsspektrum 13a, als Funktion der Temperatur aufgetragen.
Dabei ergibt sich, daß bei einem konstanten Relaxationsmodul E(T), also bei
konstanter Spannung im Material, die Ableitung gleich Null ist. Bei dem anset
zenden starken Abfall bei Verlassen des Glasbereiches ergibt sich eine steile
Anstiegsflanke eines Peaks, der sein Maximum in der Wendestelle der Kurve
12a des Relaxationsmoduls E(T) hat. Entsprechend der Linkskrümmung des
Relaxationsmoduls E(T) zu höheren Temperaturen weist die Ableitung, also
das Relaxationsspektrum 13a, in diesem Bereiche eine fallende Flanke 18 auf.
Die Fig. 7 und 8 sind idealisiert und auf einen einkomponentigen Stoff in
der Probe 4 bezogen.
Gemäß der Darstellung in Fig. 4 sind verschiedene Stoffe in der Probe 4 ent
halten, deren Peaks sich überlagern. Es ergibt sich beispielsweise ein erster
Polypropylenpeak bei etwa 50°C, in der Fig. 4 als Schulter ausgebildet, sowie
ein Styrolpeak bei etwa 100°C, wenn Styrolbestandteile in der Polymermatrix
eingebettet sind. Der Peak bei etwa 160°C ist dann wiederum ein
Polypropylenpeak, der der Schmelztemperatur von Polypropylen zugeordnet
ist.
Mit diesem Verfahren ist eine Erfassung der mechanischen Eigenschaften der
Probe möglich. Gleichzeitig ist auch eine Zuordnung von Inhaltsstoffen mög
lich, da die unterschiedlichen Peaks charakteristische Lagen im Relaxati
onsspektrum aufweisen.
Ähnlich dem oben beschriebenen Verfahren ist auch eine Messung des Retar
dationsmoduls und des Retardationsspektrums möglich. Hierbei wird nicht die
Dehnung ε der Probe 4 konstant gehalten, sondern die Kraft F, die in Richtung
des Pfeils 5 aufgebracht wird. Zur Messung der Kraft dient ein üblicher Kraft
aufnehmer, der beispielsweise einen Meßbereich von 500 N aufweist und die
gemessenen Daten digitalisiert an eine Rechnereinheit ausgibt. Die Vorrichtung
umfaßt weiter ein Längenmeßgerät, mit dessen Hilfe die Dehnung ε mit einer
Genauigkeit von +/-0,01 mm verifizierbar ist.
Ferner ist zur Messung der Temperatur ein Temperaturfühler, beispielsweise
ein Thermoelement NiCrNi, vorgesehen. Die Flüssigkeit 10 kann ein Silikonöl
bad umfassen, das gegenüber den Proben chemisch inaktiv ist und problemlos
auf hohe Temperaturen, etwa 650 K, aufgeheizt werden kann.
Zur Messung des Relaxationsmoduls wird die Probe 4 in die Vorrichtung 1 ein
gesetzt und der konstanten Dehnung ε ausgesetzt. Dieses kann beispielsweise
zunächst bei einer vorgewählten Temperatur stattfinden, die in einer ersten
Relaxationsphase von einigen Minuten bis Stunden konstant gehalten wird.
Eine derartige isotherme Startphase ist allerdings nicht zwingend. Danach wird
die variable Temperaturerhöhung gestartet, wobei die Temperaturerhöhung mit
linearer Zunahme der Temperatur durchgeführt wird, die Temperatur also
proportional zur Zeit ist. In Fig. 4 könnte daher an Stelle der Temperatur an der
Abszisse auch die Zeit angetragen werden.
In den Fig. 5 und 6 sind Relaxationsspektren jeweils als Funktion der Zeit und
der Temperatur aufgetragen. Dabei zeigt sich ein prinzipiell gleicher Verlauf der
über die Zeit bzw. über die Temperatur ermittelten Kurven.
Die Kurven 13b und 13c in Fig. 5 sind einmal bei einem reinen SEBS und ein
mal bei einer Zusammensetzung SEBS/PP (gestrichelte Linie) genommen
worden. Dabei zeigt sich, daß auch in der Zusammensetzung der SEBS Peak
deutlich feststellbar ist, so daß ein derartiges Relaxationsspektrum auch zur
Analyse einer Probe hinsichtlich ihrer stofflichen Zusammensetzung genutzt
werden kann.
Die Kurven 113b und 113c nach Fig. 6 spiegeln ebenfalls das Relaxations
spektrum einmal für einen reinen SEBS und einmal für eine Verbindung
SEBS/PP wieder. Diese Relaxationsspektren 113b, 113c sind nach dem erfin
dungsgemäßen Verfahren aufgenommen worden. Auch hier ist der SEBS Peak
bei etwa 370 K zu erkennen, der PP Peak liegt bei etwa 440 K. Hieraus können
Rückschlüsse abgeleitet werden, daß bei den genannten Temperaturen eine
ausgeprägte Umordnung im Material stattfindet und insofern die gewünschte
Stabilität möglicherweise nicht mehr vorhanden ist. Dieses läßt Voraussagen
über Einsatzzweck und -bedingungen eines jeweiligen Stoffes in kurzer Zeit zu,
was die Planungsmöglichkeiten gegenüber bisherigen Verfahren verbessert.
Claims (14)
1. Vorrichtung (1) zur Ermittlung von materialspezifischen Größen
deformierbarer Körper, wobei die Vorrichtung Halterungen (2; 3) für eine Probe
(4) des deformierbaren Körpers, eine Spanneinrichtung, mittels deren die
Halterungen (2; 3) relativ zueinander bewegbar sind, einen Kraftmesser (7), der
die zur Relativbewegung der Halterungen (2; 3) aufgebrachte Kraft ermittelt,
und eine Meßeinrichtung zur Ermittlung einer Reaktion der Probe (4) auf die
Relativbewegung der Halterungen (2; 3) umfaßt, dadurch gekennzeichnet,
daß die Probe (4) in der Vorrichtung (1) variabel temperierbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Probe
(4) in einem mit Flüssigkeit (10) angefüllten Temperierbad gehalten ist.
3. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Temperierung stufenlos und während der Vermes
sung der Probe (4) variierbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeich
net, daß als Reaktion der Probe (4) eine Dehnung ε meßbar ist.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß als Reaktion der Probe (4) eine Materialspannung σ
meßbar ist.
6. Verfahren zur Ermittlung eines Relaxationsmoduls einer Probe aus oder
mit langkettigen Polymeren, dadurch gekennzeichnet, daß die Probe einer
konstanten Dehnung ausgesetzt wird, die Spannung der Probe gemessen und
hierbei die Temperatur verändert wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Temperaturveränderung linear erfolgt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die
Temperatur mit 2 K/min erhöht wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer konstanten Dehnung die Spannung der Probe als Funktion der
Zeit und der Temperatur gemessen wird und durch eine Ableitung der gemes
senen, eventuell normierten Kurve ein temperaturabhängiges Relaxations
spektrum erhalten wird.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß es für einen thermoplastischen Elastomerwerkstoff eingesetzt wird.
11. Verfahren zur Ermittlung eines Retardationsmoduls einer Probe aus oder
mit langkettigen Polymeren, dadurch gekennzeichnet, daß die Probe einer
konstanten Kraft ausgesetzt wird und die Dehnung der Probe gemessen und
hierbei die Temperatur verändert wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß bei
konstanter Spannung die Dehnung in der Probe als Funktion der Zeit und der
Temperatur gemessen wird und durch eine Ableitung der gemessenen, even
tuell normierten Kurve ein Retardationsspektrum ermittelt wird.
13. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 6 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, daß die Probe vor ihrer Erwärmung bei konstanter Dehnung
oder Krafteinleitung unter isothermen Verhältnissen gehalten wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die iso
therme Phase etwa zwei Stunden anhält.
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