DE10022536A1 - Mühlensichter - Google Patents
MühlensichterInfo
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Abstract
Ein Mühlensichter, insbesondere ein trennscharfer Wälzmühlensichter, wird durch horizontale Leiteinrichtungen im Bereich des statischen Leitapparates optimiert. Der statische Leitapparat weist vorzugsweise verstellbare, strömungsoptimierte Leitklappen auf, welche einen zylindrischen Stabkorbsichter umgeben. Die horizontalen Leiteinrichtungen des statischen Leitapparates führen zu einer Vergleichmäßigung der Anströmung der Rotorleisten und zu einer verbesserten Trennschärfe.
Description
Die Erfindung betrifft einen Mühlensichter, insbesondere
einen Wälzmühlensichter, gemäß dem Oberbegriff des An
spruchs 1.
Aus der DE 36 17 746 A1 ist eine Wälzmühle mit einem aufge
setzten Sichter bekannt, welcher einen feststehenden Leit
klappenkranz und einen konzentrisch dazu angeordneten, ro
tierenden Lamellensichtkorb aufweist. Zwischen dem Sichter
gehäuse und dem Leitklappenkranz ist ein zylindrischer
Ringraum ausgebildet, welcher zu einer Geschwindigkeits
erhöhung des mit dem zu sichtenden Mahlgut beladenen Fluids
führen soll. Die feststehenden Leitklappen des Leitklappen
kranzes sind zur tangentialen Anströmung des rotierenden
Lamellensichtkorbes in Drehrichtung und die Lamellen des
Sichtkorbes in Gegenrichtung angestellt, wodurch das Sicht
ergebnis verbessert werden soll. Durch den vor dem Leit
klappenkranz ausgebildeten Ringraum, der nach unten bis in
die Mühle hinein mittels eines Doppelmantels verlängert
werden kann, und die damit erreichbare Geschwindigkeits
erhöhung des Fluids soll sich die Anströmung des Leitklap
penkranzes über die gesamte Höhe vergleichmäßigen und ein
vorzeitiges Ausfallen grober Grieße verhindert werden.
Aus der EP 0 204 412 B1 ist ein Mühlensichter bekannt,
dessen rotierender Lamellensichtkorb von einem einstellba
ren Leitschaufelsystem konzentrisch umgeben ist. Das Leitschaufelsystem
besteht aus zwei oder mehr Leitschaufelsät
zen, welche übereinander auf stationären Ringen angeordnet
und unabhängig voneinander verstellbar sind.
Der bei den vorgenannten Mühlensichtern verwendete Lamel
len- oder Leistenrotor weist in der Regel eine Leistenzahl
auf, welche mindestens doppelt so hoch ist wie bei den Stan
dardsichtern, welche einen konusförmigen Leistenrotor mit
an einem Doppelkonusrotor angeschraubten, schräggestellten
Sichtleisten aufweisen.
Zur Reduzierung der damit verbundenen, relativ hohen Her
stellungskosten wurde bereits ein trennscharfer Sichter
vorgeschlagen (deutsche Patentanmeldung 199 61 837.2), wel
cher die Vorteile eines Leistenrotors bezüglich der Auf
hängung und Lagerung und insbesondere in Bezug auf die An
zahl der Rotorleisten übernimmt und mit Hilfe eines Leit
klappenkranzes eine rein dynamische Sichtung ermöglicht.
Der Leitklappenkranz weist verstellbare und strömungsopti
mierte Leitklappen auf, welche einen von der Mühle aufstei
genden Mahlgut-Fluid-Strom zu einer tangentialen bis radia
len Anströmung der Rotorleisten, welche senkrecht und nicht
mehr schrägstehend angeordnet sind und eine radiale Dimen
sionierung aufweisen, zwingt.
Dabei wird eine trennscharfe Sichtung ohne eine vorgeschal
tete statische Sichtung durch strömungsoptimierte Leitklap
pen erreicht, welche eine abgerundete Anströmkante und we
nigstens ein Leitblech aufweisen und gegenüber den Rotor
leisten des Leistenrotors derart angestellt werden können,
dass sich eine parallele Strömung ohne Einschnürung bei der
Abströmung oder eine sich erweiternde Abströmung mit Diffu
soreffekt einstellt. Der vorgeschlagene trennscharfe Sich
ter weist vorteilhaft nicht nur Rotorleisten wie beim
LOESCHE-Kreisel-/Korb-Sichter der Bauart LKS, sondern auch
dessen Sichtergehäuse und Sichteroberteil, Antrieb und An
triebswelle auf. Der Raum für die aufsteigende Mahlgut-
Fluidströmung verengt sich somit über die Höhe des Leit
klappenkranzes, wodurch der Partikelstrom in die Strömungs
kanäle des Leitklappenkranzes hinein beschleunigt wird.
Es ist bekannt, dass bei einem Wälzmühlensichter, welcher
in die Wälzmühle integriert ist bzw. auf dem Mühlengehäuse
sitzt, die Mahlgutpartikel des Zweiphasengemisches aufgrund
ihrer Trägheit die Tendenz haben, nahezu bis zu der Sichter
decke zu strömen. Von dort werden die Partikel aufgrund der
vom Mühlenventilator erzeugten Schleppkraft des Fluids zur
Rotationsachse des Sichters umgelenkt. Verschleißspuren an
den Leitklappen beweisen, dass die Partikelkonzentration im
oberen Bereich der Leitklappen besonders hoch ist und eine
gleichmäßige Radialgeschwindigkeit über die Höhe der Rotor
leisten nicht erreicht werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
Mühlensichter für ein aufsteigendes Mahlgut-Fluidgemisch,
insbesondere einen Wälzmühlensichter, zu schaffen, welcher
bei vergleichbar niedrigen Herstellungskosten eine hohe
Trennschärfe und eine Vergleichmäßigung der Anströmung der
Rotorleisten über deren Höhe gewährleistet.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des An
spruchs 1 gelöst. Zweckmäßige und vorteilhafte Ausgestal
tungen sind in der Figurenbeschreibung und in den Unter
ansprüchen enthalten.
Die Erfindung geht von dem Grundgedanken aus, eine mög
lichst gleichmäßige Radialgeschwindigkeit über die Höhe der
Rotorleisten durch eine horizontale Unterteilung der Strömungskanäle
des statischen Leitapparates zu erreichen. Ver
suche haben ergeben, daß eine Anordnung horizontaler Zwi
schenringe am Leistenrotor zu keiner Veränderung der Beauf
schlagung der oberen Bereiche der Rotorleisten führt. Eine
gemäß der Erfindung vorgenommene horizontale Unterteilung
im Bereich des Leitklappenkranzes, derart, daß jeweils von
zwei Leitklappen gebildete Strömungskanäle in Teilkanäle
unterteilt werden, führt überraschenderweise nicht nur zu
einer Vergleichmäßigung der Radialkomponente des Fluids
über die Höhe der Rotorleisten, sondern auch zu einer Ver
gleichmäßigung des Partikelstroms über die Höhe der Rotor
leisten und zu einer verbesserten Trennschärfe der Sich
tung.
Es wurde gefunden, daß durch eine horizontale Unterteilung
der Strömungskanäle des Leitklappenkranzes in mehrere,
übereinander angeordnete Teilkanäle eine deutlich reduzier
te Partikelkonzentration in jedem Bereich der Rotorleisten
erreicht werden kann, während bei den herkömmlichen Strö
mungskanälen ohne horizontale Unterteilungs- oder Leitein
richtungen eine erhöhte Beaufschlagung der oberen Rotorlei
stenbereiche zu verzeichnen ist.
Die durch die Unterteilung der Strömungskanäle des Leit
klappenkranzes erreichte Reduzierung der Vertikalkomponente
bei Vergleichmäßigung der Radialkomponente des Partikel
stroms und die damit verbundene Vergleichmäßigung des Par
tikelstroms über die Höhe der Rotorleisten kann mit einem
besseren und schnelleren Abfließen einer im Sichtraum zwi
schen den Rotorleisten und dem Leitklappenkranz gebildeten
Grießewolke erklärt werden. Bei einem konzentrierten Parti
kelangebot im oberen Bereich des Leitklappenkranzes wird
auch der Leistenrotor in einem vergleichbaren Bereich an
seinem oberen Ende beaufschlagt. In dem Sichtraum zwischen
dem Leistenrodem
Leistenrotor und dem Leitklappenkranz tritt eine relativ
hohe Konzentration des vom Rotor abgewiesenen Überkorns in
Form einer Grießewolke auf. Diese Grießewolke passiert un
ter Schwerkrafteinwirkung den Sichtraum bzw. Sichtspalt von
oben nach unten über dessen gesamte Höhe, ehe sie in den
strömungsberuhigten Grießekonus unterhalb der Leitklappen
fällt. Während des Passierens des Sichtspaltes wird die
Grießewolke jedoch ständig von dem Fluid, welches vom Mahl
raum nach oben und durch die Strömungskanäle des Leitklap
penkranzes strömt, wieder angeblasen. Bei Strömungskanälen
des Leitklappenkranzes ohne eine horizontale Unterteilung
geschieht dieses Anblasen mit einer deutlichen vertikalen
Strömungskomponente in den Strömungskanälen der Leitklap
pen, welche nach oben und nur gering einwärts gerichtet
ist. Diese vertikale Strömungskomponente behindert jedoch
erheblich den freien Fall der konzentrierten Grießewolke.
Mit Hilfe der erfindungsgemäßen horizontalen Leiteinrich
tungen in den Strömungskanälen des Leitklappenkranzes wird
die vertikale Strömungskomponente verringert oder ausge
schaltet und die radiale Strömungskomponente relativ zur
Gesamtgeschwindigkeit verstärkt, so dass ein Anblasen der
Grießewolke nach oben nicht mehr auftritt bzw. auf ein Mi
nimum reduziert ist und ein ungehindertes Abfließen der nun
entzerrten Grießewolke nach unten erfolgen kann.
Aufgrund des ungehinderten Abflusses der vom Leistenrotor
abgewiesenen Grobpartikel wird durch die erfindungsgemäße
horizontale Unterteilung der Strömungskanäle der Leitklap
pen eine Verbesserung der Trennschärfe des Sichters er
reicht. Die über die gebildeten Teilkanäle aufgefächerte
Zufuhr des Partikelstroms aus dem Leitklappensystem zu den
Rotorleisten führt zu einer Reduzierung der spezifischen
Rotorbelastung, wie sie bisher im oberen Rotorbereich be
steht. Während nach dem bekannten Stand der Technik eine
konzentrierte Beanspruchung eines oberen Bereichs der
Sichtleisten auftritt, werden bei dem erfindungsgemäßen
Mühlensichter die Rotorleisten über ihre gesamte Höhe mit
einem annähernd gleichen Massenstrom an Partikeln beauf
schlagt, so dass es zu einer Absenkung der maximalen
spezifischen Leistenbeanspruchung des Leistenrotors kommt.
Es ist vorteilhaft, eine horizontale Unterteilung der
Strömungskanäle mit Hilfe von Leiteinrichtungen, insbeson
dere horizontalen Leitblechen, welche beabstandet überei
nander angeordnet werden können, durchzuführen.
Zweckmäßigerweise werden die horizontalen Leitbleche an den
Leitklappen befestigt, beispielsweise angeschweißt. Um ei
nem Verschleiß der horizontalen Leitbleche entgegenzuwir
ken, empfiehlt es sich, die Leitbleche zumindest an ihrer
Anströmseite verschleißfest auszubilden und z. B. mit einem
verschleißfesten Material, einer Panzerung oder einer Be
schichtung zu versehen.
In einer besonders einfachen und kostengünstigen Ausbildung
sind die horizontalen Leitbleche in einem gleichmäßigen Ab
stand übereinander an den Leitklappen befestigt.
Grundsätzlich ist es zweckmäßig, die Abstände zwischen den
Leitblechen so zu wählen, dass die Strömungswiderstände des
Mahlgut-Fluid-Gemisches über die gesamte, horizontal unter
teilte Höhe der Strömungskanäle des Leitklappenkranzes
annähernd konstant bleibt.
In Abhängigkeit von dem zu sichtenden Mahlgut und dem ge
forderten Feingut kann es vorteilhaft sein, die horizonta
len Leitbleche mit einem sich nach oben oder nach unten
verringernden Abstand anzuordnen.
Bei Leitklappen, welche fest und nicht verschwenkbar zu ei
nem Leitklappenkranz angeordnet sind, können die horizonta
len Leitbleche jeweils an zwei benachbarten Leitklappen ei
nes Strömungskanals fest angeordnet, insbesondere ver
schweißt werden.
Bei Leitklappenkränzen mit verstellbar angeordneten Leit
klappen ist es vorteilhaft, die horizontalen Leitbleche
fliegend an den Leitklappen zu befestigen. Wenn die Leit
bleche dabei jeweils nur an einer Seite der Leitklappen ho
rizontal angeordnet werden, ist es für eine veränderbare
winklige Anstellung der Leitklappen sinnvoll, die Leitble
che derart auszubilden, dass ein Verstellabstand zur be
nachbarten Leitklappe vorhanden ist.
In einer weiteren Ausbildungsvariante sind die horizontalen
Leitbleche an beiden Seiten einer Leitklappe fliegend be
festigt, wobei beide Leitbleche eine gleiche oder eine un
terschiedliche Breite aufweisen können.
Für eine wirkungsvolle Unterteilung der Strömungskanäle des
Leitklappenkranzes ist es zweckmäßig, die horizontalen
Leitbleche von zwei benachbarten Leitklappen derart auszu
bilden, dass sie sich mit ihren freien Kantenbereichen
überlappen. Die Befestigung der sich überlappenden Leitble
che an den benachbarten Leitklappen sollte derart erfolgen,
dass sie in dem Überlappungsbereich nur mit einem geringen
Abstand, jedoch gegeneinander verstellbar übereinanderlie
gen.
Bei Mühlensichtern mit strömungsoptimierten Leitklappen,
welche beispielsweise gemäß der deutschen Patentanmeldung
199 61 837.2 ausgebildet sind, ist es zweckmäßig, die hori
zontalen Leitbleche an den vertikalen Leitblechen der Leit
klappen zu befestigen.
In einer weiteren Ausbildungsvariante kann die horizontale
Unterteilung der Strömungskanäle des Leitklappenkranzes mit
Hilfe von horizontalen Leitringen bzw. Ringsegmenten vorge
nommen werden. Die horizontalen Leitringe oder Ringsegmente
können dann an den Anströmkanten, beispielsweise Anström
rohren, der strömungsoptimierten Leitklappen befestigt wer
den. Eine Verstellung der Leitklappen wird durch horizonta
le Ausnehmungen, welche komplementär zu den Leitringen bzw.
Ringsegmenten beispielsweise schlitzartig ausgebildet sein
können, gewährleistet.
Versuche haben gezeigt, dass ein trennscharfer Sichter
gemäß der deutschen Patentanmeldung 199 61 837.2 durch er
findungsgemäß unterteilte Strömungskanäle des Leitklappen
kranzes weiter optimiert werden kann. Durch Strömungssimu
lationen konnte nachgewiesen werden, dass durch horizontale
Leitbleche im Leitklappenkranz eine erheblich stärkere Ra
dialkomponente der Strömungslinien erreicht wird und nicht
nur eine Gasströmung, sondern auch eine Partikelströmung
eine stärkere Umlenkung erfährt und das Angebot der Parti
kel über die Höhe des Sichterrotors vergleichmäßigt wird.
Die Erfindung wird nachstehend anhand einer Zeichnung
weiter erläutert; in dieser zeigen in einer stark schema
tisierten Darstellung
Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Mühlensichter;
Fig. 2 einen ausschnittsweisen Horizontalschnitt des
erfindungsgemäßen Mühlensichters gem. Fig. 1
Fig. 3 eine ausschnittsweise Ansicht eines von zwei
fest angeordneten Leitklappen gebildeten
Strömungskanals mit horizontalen Leitblechen
und
Fig. 4 eine ausschnittsweise Ansicht eines von ver
stellbaren Leitklappen gebildeten Strömungs
kanals mit horizontalen Leitblechen.
Fig. 1 zeigt einen Wälzmühlensichter 2, welcher in eine
Wälzmühle (nicht dargestellt) integriert oder auf diese
aufgesetzt werden kann. Der Wälzmühlensichter 2 ist ein
trennscharfer Sichter, bei welchem es sich um einen Stab
korbsichter mit einem vorgeschalteten Leitklappensystem
handelt. Der Wälzmühlensichter 2 weist im Wesentlichen ein
Gehäuse 30, ein Gehäuseoberteil 31 mit Austrittsstutzen für
Feingut 34, einen Leistenrotor 6 mit senkrecht angeordneten
Rotorleisten 7 und einen konzentrisch zum Leistenrotor 6
angeordneten Leitklappenkranz 4 auf, zwischen denen ein
Sichtraum 17 ausgebildet ist.
Ein in einer Drallströmung aus einem Düsenkranz der Wälz
mühle (nicht dargestellt) aufwärts strömendes Mahlgut-Fluid-
Gemisch 3 gelangt in den Mühlensichter 2, welcher sich im
Bereich des Leitklappenkranzes 4 nach oben verjüngt. Die
Rotorleisten 7 des zylindrischen Leitenrotors 6 weisen na
hezu die gleiche Höhe wie die Leitklappen 5 des Leitklap
penkranzes 4 auf.
Die Leitklappen 5 des Leitklappenkranzes 4 sind strömungs
optimiert ausgebildet und können für eine tangentiale bis
radiale Abströmung um eine vertikale Achse 9 verstellt wer
den (siehe auch Fig. 2). Um eine über die gesamte Höhe rei
chende gleichmäßige Anströmung der Rotorleisten 7 und eine
verbesserte Trennwirkung des Mühlensichters 2 zu erreichen,
sind im Bereich des Leitklappenkranzes 4 horizontale Leit
einrichtungen 8 angeordnet. Als horizontale Leiteinrichtun
gen sind Leitbleche 8 in einer weitgehend horizontalen Aus
richtung an den Leitklappen 5 befestigt. Im vorliegenden
Ausführungsbeispiel sind jeweils fünf horizontale Leitble
che 8 in den jeweils von zwei Leitklappen 5 gebildeten
Strömungskanälen 13 angeordnet und bilden sechs Teilkanäle
23 für eine aufgefächerte Anströmung der Rotorleisten 7.
Die Strömungskanäle 13 und Teilkanäle 23 gehen aus den
Fig. 2 bis 4 hervor, in denen Ausbildungsvarianten der ho
rizontalen Leiteinrichtungen bzw. Leitbleche 8 und ihre An
ordnung im Bereich des Leitklappenkranzes 4 dargestellt
sind.
Fig. 2 zeigt in einer Draufsicht einen Ausschnitt eines Ho
rizontalschnitts durch den Mühlensichter 2. Auf einem Ba
sisblech 18 sind verstellbare, strömungsoptimierte Leit
klappen 5 zu einem Leitklappenkranz 4 angeordnet und umge
ben einen Leistenrotor 6 konzentrisch. Die Rotorleisten 5
des Leistenrotors 6 können als Z-Leisten gemäß dem unteren
Teil der Fig. 2 oder als radial ausgerichtete Flachstäbe
von geringerer radialer Ausdehnung als die Z-Leisten ausge
bildet sein (siehe oberer Teil in Fig. 2).
Die Leitklappen 5 weisen jeweils ein Anströmrohr als abge
rundete Anströmkante 10 und ein vertikales Leitblech 11
auf, welches tangential an der Anströmkante 10 mit Hilfe
von Befestigungselementen 16, z. B. Befstigungsflanschen,
befestigt ist. Die Leitklappen 5 sind um eine vertikale
Achse 9 verstellbar und bilden Strömungskanäle 13 mit einem
Diffusoreffekt. Es wird auf die bereits zitierte deutsche
Patentanmeldung 199 61 837.2 verwiesen, welche Bestandteil
der vorliegenden Anmeldung sein soll.
Die zur horizontalen Unterteilung der Strömungskanäle 13
angeordneten horizontalen Leitbleche 8 sind zur besseren
Übersicht in Fig. 2 jeweils nur in jedem zweiten Strömungs
kanal 13 eingezeichnet.
Ein etwa in der Mitte der Fig. 2 dargestellter Strömungska
nal 13 weist in einer ersten Variante ein horizontales
Leitblech 8 auf, welches an den vertikalen Leitblechen 11
der benachbarten Leitklappen 5 angeschweisst ist. Eine der
artige Anordnung der horizontalen Leitbleche 8 bedingt eine
feste Anordnung der Leitklappen, welche somit nicht ver
stellt werden können (siehe auch Fig. 3).
In Strömungskanälen 13, welche im Ausschnitt nach Fig. 2
oben und unten gezeigt sind, sind horizontale Leitbleche 8
jeweils an beiden Seiten der Leitklappen 5 ausgebildet und
überlappen sich in einem Überlappungsbereich 14. Bei dieser
Ausbildungsvariante können die Leitklappen 5 für eine er
forderliche tangentiale bis radiale Abströmung verstellt
werden.
Fig. 3 zeigt eine teilweise Ansicht des mittleren Strö
mungskanals 13 nach Pfeil A der Fig. 2, jedoch mit festste
henden Leitklappen 5. Die Leitklappen 5 sind auf einem Ba
sisblech 18 angeschweißt und weisen übereinander angeordne
te, horizontale Leitbleche 8 auf, welche den Strömungskanal
13 in mehrere Teilkanäle 23 unterteilen. Die unteren An
strömseiten 15 der horizontalen Leitbleche 8 sind ver
schleißfest ausgebildet.
Fig. 4 gibt eine teilweise Ansicht nach Pfeil B in Fig. 2
wieder und zeigt einen Strömungskanal 13, welcher von ver
schwenkbaren, strömungsoptimierten Leitklappen 5 gebildet
ist. Um die Verstellung der Leitklappen 5 zu gewährleisten,
sind die horizontalen Leitbleche 8 an beiden Seiten der
Leitklappen 5 bzw. der hier nicht gezeigten vertikalen
Leitbleche 11 befestigt und mit einem Verstellabstand 12
zur jeweils angrenzenden Leitklappe 5 ausgebildet. Um eine
effiziente Unterteilung des Strömungskanals 13 zu erreichen,
überlappen sich die horizontalen Leitbleche 8 mit
freien Kantenbereichen in einem Überlappungsbereich 14.
Die horizontalen Leitbleche 8 sind dabei so an den Leit
klappen 5 bzw. deren vertikalen Leitblechen 11 befestigt,
insbesondere angeschweißt, dass sie mit einem geringen
Abstand übereinanderliegen.
Claims (14)
1. Mühlensichter für ein aufsteigendes Mahlgut-Fluid-Ge
misch, insbesondere Wälzmühlensichter, mit einem dyna
mischen Sichterteil, welcher als Leistenrotor (6) aus
gebildet ist und Rotorleisten (7) aufweist, und mit
einem Leitklappenkranz (4) als statischen Leitapparat,
welcher Leitklappen (5) und zwischen diesen ausgebil
dete Strömungskanäle (13) aufweist und den Leistenro
tor (6) unter Ausbildung eines ringförmigen Sichtraums
(17) konzentrisch umgibt,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Strömungskanäle (13) des Leitklappenkranzes
(4) horizontal unterteilt sind und Teilkanäle (23) zur
Vergleichmäßigung der Anströmung der Rotorleisten (7)
aufweisen.
2. Mühlensichter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Unterteilung der Strömungskanäle (13) des
Leitklappenkranzes (4) horizontale Leiteinrichtungen
(8) angeordnet sind.
3. Mühlensichter nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die horizontalen Leiteinrichtungen als horizonta
le Leitbleche (8) ausgebildet und an den Leitklappen
(5) befestigt sind.
4. Mühlensichter nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die horizontalen Leitbleche (8) an den Leitklap
pen (5) angeschweißt sind.
5. Mühlensichter nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die horizontalen Leitbleche (8) mit einem gleich
mäßigen Abstand übereinander angeordnet sind.
6. Mühlensichter nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass die horizontalen Leitbleche (8) mit einem sich
nach oben verringernden oder vergrößernden Abstand
angeordnet sind.
7. Mühlensichter nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die horizontalen Leitbleche (8) jeweils an zwei
Leitklappen (5) eines Strömungskanals (13), welche
unverstellbar sind, befestigt sind.
8. Mühlensichter nach einem der Ansprüche 3 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leitklappen (5) um eine vertikale Achse (9)
verstellbar sind und die horizontalen Leitbleche (8)
mit einem Kantenbereich an einer Seite der Leitklappen
(5) befestigt sind.
9. Mühlensichter nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Leitklappen (5) für eine tangentiale bis ra
diale Anströmung von senkrecht ausgerichteten Rotor
leisten (7) eines zylindrischen Leistenrotors (6)
strömungsoptimiert ausgebildet sind und wenigstens ein
vertikales Leitblech (11) aufweisen und dass die hori
zontalen Leitbleche (8) wenigstens an den vertikalen
Leitblechen (11) der Leitklappen (5) befestigt sind.
10. Mühlensichter nach Anspruch 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass die horizontalen Leitbleche (8) mit einem Ver
stellabstand (12) zu der benachbarten Leitklappe (5)
ausgebildet sind.
11. Mühlensichter nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass die horizontalen Leitbleche (8) an beiden Seiten
einer Leitklappe (5) befestigt sind.
12. Mühlensichter nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet,
dass die an beiden Seiten der Leitklappen (5) ange
ordneten horizontalen Leitbleche (8) mit einem Über
lappungsbereich (14) ausgebildet sind.
13. Mühlensichter nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet,
dass die an beiden Seiten der Leitklappen (5) ange
ordneten horizontalen Leitbleche (8) derart ange
ordnet sind, dass sie in dem Überlappungsbereich (14)
mit einem geringen Abstand übereinander liegen.
14. Mühlensichter nach einem der Ansprüche 3 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß die horizontalen Leitbleche (8) wenigstens an
ihrer Anströmseite (15) verschleißfest ausgebildet
sind.
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| EP01106480A EP1153661B1 (de) | 2000-05-09 | 2001-03-22 | Mühlensichter |
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|---|---|---|---|
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|---|---|
| DE10022536A1 true DE10022536A1 (de) | 2001-11-29 |
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