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DE1002251B - Verfahren und Vorrichtung zum Sichten von feinkoernigem Gut, insbesondere von Feinkohle - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Sichten von feinkoernigem Gut, insbesondere von Feinkohle

Info

Publication number
DE1002251B
DE1002251B DEK23822A DEK0023822A DE1002251B DE 1002251 B DE1002251 B DE 1002251B DE K23822 A DEK23822 A DE K23822A DE K0023822 A DEK0023822 A DE K0023822A DE 1002251 B DE1002251 B DE 1002251B
Authority
DE
Germany
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channel
air
wall
viewing
viewing channel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEK23822A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Phil Hermann Wundt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Kloeckner Humboldt Deutz AG
Original Assignee
Kloeckner Humboldt Deutz AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Kloeckner Humboldt Deutz AG filed Critical Kloeckner Humboldt Deutz AG
Priority to DEK23822A priority Critical patent/DE1002251B/de
Publication of DE1002251B publication Critical patent/DE1002251B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B07SEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS; SORTING
    • B07BSEPARATING SOLIDS FROM SOLIDS BY SIEVING, SCREENING, SIFTING OR BY USING GAS CURRENTS; SEPARATING BY OTHER DRY METHODS APPLICABLE TO BULK MATERIAL, e.g. LOOSE ARTICLES FIT TO BE HANDLED LIKE BULK MATERIAL
    • B07B4/00Separating solids from solids by subjecting their mixture to gas currents
    • B07B4/02Separating solids from solids by subjecting their mixture to gas currents while the mixtures fall
    • B07B4/025Separating solids from solids by subjecting their mixture to gas currents while the mixtures fall the material being slingered or fled out horizontally before falling, e.g. by dispersing elements

Landscapes

  • Combined Means For Separation Of Solids (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Sichten von feinkörnigem Gut, insbesondere von Feinkohle Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtun-- zum Sichten von feinkörnigem Gut, insbesondert von Feinkohle.
  • Man kennt Windsichter mit einem Sichtkanall welcher von unten nach oben von der Sichtluft durchströmt wird. Um mit solchen Sichtern ein hinreichend staubfreies Grobgut zu gewinnen, mußte man bisher mit sehr hohen Luftgeschwindigkeiten arbeiten. Hierdurch w ' urde naturgemäß ein beträchtlicher Anteil des gröberen Gutes von der Sichtluf t mitgerisseni, d. h., die Trenngrenze wurde wesentlich zum gröberen Korn hin verschoben. Um das mitgerissene Grobkorn wiederzugewinnen, war daher stets ein Feinsichter als Überkornabscheider erforderlich.
  • Der Erfinder hat sich die Aufgabe gestellt, beim Sichten von feinkörnigern Gut in einem Sichtkanal, der von unten nach oben von der Sichtluft durchströmt wird, mit einer so geringen Luftgeschwindigkeit auszukommen, (laß die Trennung bei dem gewünschten Korn (Grenzkorn) erfolgt, also ein Überkornab-sd,heider entfällt, und dennoch ein sauberes, praktisch staubfreies Grobkorn gewonnen wird. Die Lösung diescr Aufgabe besteht darin, daß als Sichtkanal ein solcher mit quadratischem oder rechteckig,= Quersc-Imitt verwendet wird, der gegen das Lot eine Neigung voll etwa 8 bis 15' aufweist, daß das Sichtgut an der oberen Kanalwand in d,--ii Sichtkanal eingebracht wird, daß die Geschwindigkeit des Sichtluftstromes so bemessen ist, daß sie etwa der Fallgeschwindigkeit des Grenzkornes in ruhender Luft entspricht und daß das Grenzkorn all der Stelle, wo es auf die untere Kanalwand auftrifft, gemeinsarn mit dem Gut, welches oberhalb dieserStelle auf die Kanalwand gelangt und auf ihr abrutscht, aus dem Sichtkanal ausgetragen wird.
  • Die Erfindung beruht auf der Überlegung, daß man bisher die Tatsache außer acht gelassen hat, daß in einem Sichtkanal, wie bei jeder Rohrströmung, die Luftgeschwindigkeit an den Kanalwänden auf Null absinkt und d:-,#m,--eiiid*ß alles Gut, das auf eine Kanalwand trifft chder in eine wand-nahe Zonz geilangt, d;--r hochtrcibenden Kraft des zentralen Luft-tromes entzogen ist und nach unten in den Grob-kornaustrag rutscht. Durch den erfindungsg mäßen Austrag des #.' Zle Grenzkornes zusammen mit dem feinen Gut, welches an -,Diner hüher gelegenen Stelle wie das Grenzkorn auf die untere Kanalwand trifft und auf ihr abrutscht, ist dafür gesorgt, daß praktisch keine feinen Gutsteile in das Grobkorn gelangen. Bei der Erfindung ist es daher nicht mehr erforderlich, dem Abrutschen von feinen Gutsteilen durch eine übermäßig hohe Luftgeschwindigkeit zu begegnen, vielmehr braucht diese jetzt nur noch so hoch zu sein, daß ihre vertikale Komponente c, etwa der Fallgeschwindigkeit w, des Grenzkornes in ruhender Luft entspricht. Die Trennung des Gutes erfolgt dann in der Weise, daß da-s Grenzkorn in konstanter Höhe in der Schwebe bleibt, größ,-re Teile als das Grenzkorn gegen den Luftstrom nach unten sinken und alle Teile, die kleiner als das Grenzkorn sind, von dem Luftstrom mitgerissen werden.
  • Die Fallgeschwindigkeit w" d. Ih. diejenige Ge- schwindigkeit, welcher sich frei fallende Teilchen von weniger als etwa 1 mm Korngröße in ruhender Luft asymptotisch nä!hern, kann für jedes Gut leicht duTch Versuche ermittelt werden. Man kann sie auch mit hinreichender Genauigkeit berechnen, beispielsweise nach den Formeln von Stokes oder Oseen. Ferner ist es möglic#h, hierzu das Diagramm von A. Winkel zu verwenden, in welchem die Fallgeschwindigkeiten von Staubteilchen in Luft für verschiedene Teilchendurchmesser und spezifische Gewichte wiedergegeben sind; vgl. Meldau, »Handbuch der Staubtechn#ik«, Bank 1, Düsseldorf, 1952, Bild 88, Handelt es sich z. B. darum, Feinkohle mit einem mittleren spezifischen Gewicht y = 1,3 g/cm3 und einer Korngröße von etwa 0 bis 10 mm bei 0,5 mm zu sichten, so ermittelt man für das Korn von 0,5 mm (Grenzkorn) etwa aus dem Diagramm von Winkel durch Extrapolation eine asymptotische Fallgeschwind-igkeit w, von 2,5 ni/s. Gemäß obigen Ausführungen ist also die Luftgeschwindigkeit in dem Sichtkanal so zu w ählen, daß ihre Vertikalkomponente c, etwa 2,5 m/s beträgt. Bei einem Sichtkanal, der beispielsweise gegen das Lot um a = 10' geneigt ist, ergibt sich dann die Gesamtgeschwindigkeit c der Sichtluft in Richtung des Sichtkanals zu Daraus resultiert eine waagerechte Gesthwindigkeitskomponente ch = c - tang a = 0,43 m/s. Unter der zusätzlichen Annahme, daß das Sichtgut beim Eintritt in den S ichtkanal eine Anfangsgeschwindigkeit vbesitzt, deren Vertikalkomponente v, -0,6 m/s und deren Horizontalkomponente vh 0,3 m/s beträgt, erhält man durch Integration der Bewegungsgleichung folgende Parameterdarstellung für die Teilchenbahnen in Abhängigkeit von der Fallgeschwindigkeit: - In obigen Formeln bedeutet y die vertikale und x die horizontale Entfernung von der punktförtnig angenommenen Aufgab-estelle A des S ichtgutes, t die Zeit, g die Erdbeschleunigung -und c die Grundzahl der natürlichen Logarithmen.
  • In dem Diagramm gemäß Abb. 1 ist mit 2 die obere -und mit 3 die untere Wand eines Sichtkanals 1 bezeichnet, der gegen das Lot eine Neigung von a = 10' besitzt. Die Kurven k bis it geben die Bahnen wieder, welche verschieden große Steinkohlenteile in 2 Sekunden durchlaufen würden, wenn der Abstand s zwischen den Wänden 2 und 3, d, h. die Tiefe des Sichtkanals, entsprechend groß bemessen wäre. Betrachtet man die Kurve ii, auf welcher sich das Grenzkorn bewegt, so sieht man, daß sie sich asymptotisch einer Waagerechten C nähert, die in einer Höhe von etwa 48 cm über dem Aufgabepunkt A liegt. Ferner erkennt man, daß sich die Steinkohlenteile kleiner als 0,5 mm, wie zu erwarten war, mit abnehmender Korngröße auf immer steileren Bahnen nach aufwärts bewegen, während die Teile größer als 0,5 mm flacher oder steiler nach unten fallen. In der Praxis wird der Abstands so bemessen, daß bis zum Auftreffen des Grenzkornes auf die untere Wand 3 eine gute Aufteilung der einzelnen Steinkohlenteile erfolgt ist. Im vorliegenden Fall wählt man den Ab- stand s vorteilhaft zu etwa 50 cm. Er ist dann, wie das Diagramm erkennen läßt, so groß, daß dieBewegungskurve des Grenzkornes noch innerhalb des Sichtkanals praktisch in die Waagerechte übergegangen ist. Bei einer solchen Tiefe des Sichtkanals hat man die sichere Gewähr dafür, daß in ihm eine gute Aufteilung stattfindet. Aus dem Diagramm bzw. obigen Formeln geht ferner hervor, daß es sich empfiehlt, das Sichtaut mit einer möglichst geringen Anfangsgeschwindigkeit, insbesondere in horizontaler Richtung, in den Sichtkanal einzubringen und den Sichtkanal mit schwacher Neigung gegen das Lot anzuordnen. je geringer die Anfangsgeschwindigkeit in horizontaler Richtung und je kleiner der Winkel a und damit die Horizontalkomponente der Luftgeschwindigkeit ist, um so länger brauchen nämlich die einzelnen Steinkohlenteile, um den Sichtkanal zu durchqueren. Die Zeit, in welcher die Steinkohlenteilchen den Sichtkanal durchqueren, muß in jedem Fall so groß sein, daß der Sichtluft genügend Gelegenheit geboten ist, die Aufteilung zu bewirken.
  • Die Zeichnung gibt beispielsmäßig eine Einrichtung wieder, mit welcher das erfindungsgemäße Verfa:hren verwirklicht werden kann, und zwar zeigt Abb. 2 eine Sichtanlage zum Teil im Schnitt und Abb. 3 einen Schnitt nach der Linie II-II. Der Sichtkanal 1 ist gemäß obigen Ausführungen um a = 10' gegen das Lot nach links geneigt und besitzt, wie aus Abb. 3 hervorgeht, einen quadratischen Querschnitt von etwa 50 cm Seitenlänge. Unten ist der Siehtkanal über ein Rohr 6 mit der Druckseite eines Gebläses 9 verbunden. An dem Rohr ist ein Abludtstutzen 7 angeschlossen, in welchem sich eine Drosselklappe 8 befindet. An der Anschlußstelle des Rohres 6 ist in dem Sichtkanal eine etwa waagerechte Siebfläche 10 angeordnet. Auf ihr befindet sich eine Schüttung 11 aus feinkörnigem Material, beispielsweise aus Porzellankugeln von etwa 1 bis 2 mm Durchmesser. Die Höhe der Schüttung in den einzelnen Zonen der Siebfläche wird so bemessen, daß der Luftstrom, welcher von dem Gebläse 9 erzeugt wird, gleichmäßig über den ganzen Kanalquerschnitt verteilt durch die Schüttunk hindurchtritt. Die riehtige Höhe der Schüttung in den verschiedenen Zonen kann man leicht durch Messung der Luftgeschwindigkeit mittels eines Staurohres ermitteln. Der Schüttung fällt also die Aufgabe zu, die Sichtluft beim Eintritt in den Sichtkanal in einen Strömungszustand mit möglichst ebenem Geschwindigkeitsprofil zu versetzen, d. h. zu linearisieren. Mit geringem Abstand über der Schüttung befindet sich innerhalb des Sichtkanals eine geneigte Siebfläche 12. Sie besitzt eine Lochung von etwa 0,2 mm Durchmesser. Die Siebfläche soll der Luft einen leichten Durchtritt gestatten, andererseits aber verhindern, daß gröbere Gutsteile auf die Schüttung fallen. Im Anschluß an die Siebfläche ist in der unteren Kanalwand eine Öffnung 13 für den Austrag der gröberen Steinkohle vorgesehen. Demgemäß ist die Neigung der Siebfläche so gewählt, daß etwa auf sie auftreffende gröbere Teile sicher der Austragsöffnung 13 zugleiten. Vorteilhaft ist der Sich#tkanal im Bereich über der Siebfläche 12 dadurch etwas erweitert, daß hier die untere Kanalwand 2 etwa, senkrecht verläuft (Wandteil 50). An die Öffnung 13 schließt sich ein Rohr 14 an, welches in einenall:seitiggesichlossenen Bunker 14 mündet.
  • In einer Höhe H von etwa 1,3 m über dem unteren Ende der Siebfläche 12 ist in der Kanalwand 3 eine Öffnung 17 vorgesehen. In ihr endet eine Zuführungseinrichtung 16 für das Sichtgut. Sie ist vorteilhaft als Vibrationsförderer ausgebildet und in einem allseitig geschlossenen Kasten 18 untergebracht. Mit geringem Abstand über dem Aufgabeende des Vibrationsförderers mündet ein - Aufgabetrichter 19, der fest an dem Kasten 18 angebracht ist.
  • In einer HölheHl von etwa 48 cm, gemessen von der Aufgahekante des Vibrationsförderers, ist in der unteren Kanalwan-d 2 eine Öffnung 4 angeordnet, welche sich etwa über die ganze Kanalbreite erstreckt. Die Öffnung 4 dientdem Austrag des Grenzkornes sowie der Gutsteile, welche oberhalb der Öffnung auf die untere Kanalwand (Wandteil 51) treffen und auf ihr abrutschen. Wie die Abbildung zeigt, ist die untere Kanalwand kurz unterhalb der öffnung 4 etwa senkrecht ahgeknickt, d. h. nach dem Kanalinnern hin eingezogen (Wandteil 48), so daß die untere Kante 21 der Öffnung 4 gegenüber ihrer oberen Kante 22 etwas vorsteht. Auf diese Weise erreicht man, daß die abrutschenden Teile sicher in die Öffnung 4 gelangen und nicht über sie hinwegfließen. Man kann ab-er auch die Wand 2 unterhalb der Öffnung gerade durchführen und statt dessen den Wandteil 51 oberhalb der Öff- nung etwas nach außen verlegen. Hierdurch erreicht man ebenfalls, daß die untere Kante der Öffnung4 gegen die obere Kante vorsteht.
  • Die Öffnung 4 ist über ein Rohr 23 mit einem allseitig geschlossenen Bunker 24 verbunden. An dem Rohr 23 ist von oben her das eine Ende eines Rohres 45 angeschlossen. Es ist mit seinem anderen Ende zu dem Raum 49 des S,ichtkanals geführt, der zwischen der Sehüttung11 und der Siebfläche12 verbleibt. Hier ist das Rohr zweckmäßig mit einem Krümmer 46 versehen, der mit seinem freien Schenkel in den Raum 49 hineinragt. Vorteilhaft ist der Krümmer lose drehbar auf dem Rohr45 befestigt und mit einem Handgriff 47 versehen, so daß er leicht von außen her geschwenkt werden kann. In einer Höhe H2 von etwa 50 cm oberhalb der Kante 21 geht der Sichtkanal in ein Rohr 26 über. Es mündet tangential in einem Zentrifugalstaubabscheider (Zyklon) 27, dessen Staubaustragsrohr 28 in einem allseitig geschlossenen Bunker 29 endet. Der Reingasauslaßstutzen 30 des Zyklons steht über einen Wirbelkopf 31 und ein Rohr 32 mit der Saugseite des Gebläses 9 in Verbindung. Das Rohr 32 ist vorteilhaft mit einem Einlaßstutzen 34 versehen, in welchem eine Drosselklappe 35 angeordnet ist. Ferner ist es von Nutzen, die Rohre 6 und 32 durch eine Kurzschlußleitung 37, in welcher eine Drosselklappe 38 angeordnet ist, miteinander zu verbinden. Die Ausläufe der Bunker 15, 24 und 29 sind vorteilhaft mit je einer Einrichtung versehen, welche zwar den Austrag des Gutes, nicht aber den Durchtritt von Luft, gestattet. Hierzu eignen sich beispielsweise Zellenräder 40, 41, 42. Statt der Zellenräder kann man auch andere Abschlußorgane vorsehen, z. B. Klappen, die im Schließsinn belastet sind und sich erst bei Erreichen ein-er bestimmten Gutssäule im Bunker selbsttätig öffnen. In diesem Falle bildet die ständig im Bunker verbleibende Gutsmenge einen wirksamen Materialabschluß gegen den Durchtritt von Luf t.
  • Im Betrieb wird mittels des Gebläses 9 ein Luftstrom erzeugt, welcher den Sichtkanal 1 mit der oben angegebenen Gesamtgeschwindigkeit c von etwa 2,54 m/s durchströmt. Aus dem Sichtkanal zieht die Luft durch das Rohr 26 in den Zyklon 27, aus dem es in ständigem Kreislauf über die Teile 30, 31, 32 wieder in das Gebläse 9 gelangt. Vorteilhaft wird ständig ein Teil der Sichtluft durch den Stutzen 7 abgeleitet. Hierdurch vermeidet man, daß sich die umlaufende Luft im Laufe der Zeit übermäßig mit Feuchtigkeit, welche dem Sichtgut entzogen wird, anreichert. Eine der abgeleiteten Luftmenge entsprechende Menge Frischlu.ft wird dem Kreislauf durch den Stutzen 35 wieder zugeführt. Da bei dem Ausführungsbeispiel der Abgasstutzen7 zwischen dem Gebläse und dem Sichtkanal liegt, wird die Anlage mit Unterdruck betrieben. Das zu sichtend-- Gut, beispielsweise Feinkohle von 0 bis 10 mm, wird dem Trichter 19 aufgegeben, an dessen Auslauf sie sich auf den Vibrationsförderer abböscht. Die Zuführung der Feinkohle in den Trichter 19 erfolgt vorteilhaft so, daß er ständig etwa gefüllt ist. Hierdurch ist ein guter Materialabschluß gegen den Durchtritt von Luft durch den Trichter gegeben. Da außerdem der Vibrationsförderer in einem allseitig geschlossenen Kasten 18 untergebracht ist, kann also praktisch keine Falschluft durch die Öffnung 17 in den Kanal eintreten. Von dem Vibrationsförderer wird die Feinkohle in einer dünnen Schicht dem Sichtkanal 1 zugeführt. Als Zuführungseinrichtung für das Sichtgut in den Sichtkanal ist ein Vibrationsförderer besonders am Platze. Man kann ihn nämlich leicht so betreiben, daß die Feinkdhle in einem gleichmäßigen Schleier und mit geringer Anfangsgeschwin#digkeit in den Sichtkanal eingebracht wird. In dem Sichtkanal erfolgt die Trennung in grobes und feines Korn in der oben erläuterten Weise. Dadurch, daß der Teil 50 der unteren Kanalwand etwa senkrecht verläuft, fällt ein sehr großer Teil des Grobgutes unmittelbar der Öffnung 13 zu, durch die es aus dem Sichtkanal ausgetragen wird. Hierdurch ist in vorteilhafter Weise dafür gesorgt, daß die Siebfläche 12 weitgehend frei von abprallenden Gutsteilen bleibt. Aus der Öffnung 13 gelangt das Grobgut über das Rohr 14 in den Bunker 15.
  • Das Grenzkorn verläßt den Sichtkanal erfindungsgemäß durch die Öffnung 4" und zwar'zusammen mit den feinen Gutsteilen, welche auf die Wand 51 auftreffen und auf ihr abrutschen. Das Gemisch atus dem Grenzkorn und den abrutschenden feinen Teilchen gelangt über das Rohr 23,in den Bunker 24.
  • Durch den senkrechten Wandteil 48 erfährt der Sichtkanal eine wenn auch nur geringe Verengung. Sie bewirkt jedoch, daß die Geschwindigkeit des Sichtluftstromes hier ansteigt. Die Folge ist, daß an der öffnugg 4 -ein; Druckabfall entsteht. Das Rohr 45 mit dem Krümmer 46 bietet nun ein gutes Hilfsmittel, um zu, verhindern, daß sichinfolge des erwähnten Druckabfalls an der Kante 21 schädliche Wirbel bilden. Hierzu wird der Krümmer 46 mittels des Handgriffes 47 so eingestellt, daß sein freier Schenkel in die Richtung des Sichtluftstromes weist. An seiner Mündung entsteht dann ebenfalls ein Unterdruck. Durch Schwenken des Krümmers kann man leicht erreichen, daß der Druck an seiner Mündung praktisch gleich dem Druck in der Öffnung 4 ist. In diesem Falle tritt keine Luf tbewegung in den Rohren 45 und 23 auf, und der Sichtluftstrom legt sich infolgedessen hinter der Kante 21 wieder glatt an die Wand 51 an.
  • Die feinsten Steinkohlenteile, die in der Sichtluft verbleiben, werden von ihr durch -das Rohr 26 in den Zyklon 27 geführt. Sie fall-en in ihm aus und gelangen über das Staubaustragsrohr 28 in den Bunker 29. Da dess,en Auslaß in der gleichen Weise wie die Auslässe der Bunker 15 und 24 ausgebildet ist, kann ebenfalls keine Falschluf t durch den Bunker 29 in den Zyklon 27 gelangen.
  • Der Ventilator 9 ist vorteilhaft so bemessen, daß er eine größere Luftmenge fördert als für die Sichtung erforderlich ist. Damit nun nicht d.ie gesamte Luft durch den Sichtkanal fließt, wird die Drosselklappe, 38 an der Kurzschlußleitung 37 etwas geöffnet. je nach Stellung der Drosselklappe fließt dann ein größerer oder kleinerer Teil der Luft aus dem Stutzen 6 durch die Leitung 36 in das Gebläse 9 zurück. Auf diese Weise hat man es in der Hand, die Luftgcschwin-digkeit im Sichtkanal in weiten Grenzen zu ändern und auf die jeweils gewünschte Trenngrenze einzustellen.
  • Die beschriebene Betrichsweis-e der Sichtanlage mit Unterdruck bietet den Vorteil, daß mit Sicherheit jeg- licher Staubaustritt in den Aufstellungsraum vermieden wird. Es ist aber auch möglich, die Anlage, mit Überdruck zu betreiben. Weiterhin kann man auf die Kreislaufführung der Sichtluft verzichten und die Luft nach dem Austritt aus dem Zyklon ins Freie ableiten. Schließlich ist auch eine Ausführungsform des Sichtkanals denkbar, bei welcher die Luftführung so angeordnet ist, daß die Siebfläche 12 wegfallen kann und dennoch das gröbere Korn unten sicher aufgefangen und abgeleitet wird.
  • Wollte man dem Grenzkorn eine Bewegungslinie aufzwingen, die genau waagerecht verläuft, so müßte man das Sichtgut mit einer senkrecht abwärts gerichteten Geschwindigkeit in den Sichtkanal einführen, welche mit der Geschwindigkeit übereinstimmt, welche da§ Grenzkorn beim Fällen in ruhendecLuf t erreicht. Da dies praktisch nicht- Möglich ist"m.%n vielmehr das Sichtgut nur mit sehr geringer Geschwindigkeit und wohl meinst auch in waagerechter Richtung in den Sichtkanal einbringt, wird in derTraxis das Grenzkörn stets eine Bewegungskurve einnehmen, die mehr oder we#niger schwach nach aufwärts gerichtet ist. Hi-drä,üs efgibt sich, daß die Austragskante 21 höher .liegt adis die Zuführungseinrichtung für das Sichte gut.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE. 1. Verfahren zum Sichten von feinkörnigem Gut, insbesondere von Feinkohle, in einem Sichtkanal, der von unten nach oben von der Sichtluft durchströmt wird, dadurch gekennzeirihnet, daß als Sichtkanal ein solcher mit quadratischem oder rechteckigem Querschnitt verwendet -wird, der gegen das Lot eine Neigung von etwa 8 bis 15' aufweist, daß das Sichtguit an der oberen Kanalwand in den Sichtkanal eingebracht wird, daß die Geschwindigkeit des Sichtluftstromes so bemessen ist, daß sie etwa der Fallgeschwindigkeit des Grenzkornes in ruhender Luft entspricht, und daß das Grenzkorn an der Stelle, wo es auf die untere Kanalwand auftrifft, gemeinsam mit dem Gut, welches oberhalb dieser Stelle auf die Kanalwand gelangt und auf ihr abrutscht, aus dein Sichtkanal ausgetragen wird.
  2. 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der im Querschnitt quadratische oder rechteckige und gegen das Lot um 8 bis 15' geneigte Sichtkanal am unteren En-de eine schräg geneigte Siebfläche mit einer daran anschließenden seitlichen Öffnung für den Austrag des groben Sichtgutes aufweist, daß mit Abstand über der Siebfläche, und zwar an der oberen Kanalwand, eine Zuführungseinrichtung für das Sichtgut mündet und daß die untere Kanalwand an einer Stelle #oberhalb der Gutszuführung eine öffnung besitzt, "velche sich-über die, ganze Kanalbreite erstreckt., 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch ge-, kennzeichnet, daß die untere Kanalwand auf eine;r kurzen Strecke unmittelbar unteffialb der oberen Öffnung etwas nach dem Kanalinnern zu eingezogen ist. 4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch, gekennzeichnet, daß die beiden öffnungen des Sichtkanals je an einen allseitig geschlossenen Bunker aiigeschloss3--n sind und daß die Burrkerausläufe Einrichtungen besitzen, welche zwar den Austrag des Gutes nicht aber den Durchtritt von Luft gestatten. 5. Einrichtung nach Anspruch 2 oder einem der folgendm, dadurch gekennzeichnet, daß unterhalb der schrägen Siebfläche eine waagerechte oder etwa waagerechte Siebfläche angeordnet ist, daß sich darauf eine Sthüttung aus feinkörnigem Gut, beispielsweise aus Porzellankugeln von etwa 1 bis 2 mm Durchmesser, befindet und daß die Höhe der Schüttung in dien verschiedenen Zonen der Siebfläche so bemessen ist, daß dieSichtluft gleichmäßig üb,-r den ganz-en Kanalquerschnitt verteilt durch die Schüttuing hindurchtritt. 6. Einrichtung nach Anspruch 2 oder einem der folgendc-n, dadurch gekennzeichnet, daß als Zuführungseinrichtung für das Sichtgut ein Vibrationsf,örder-er verwendet wird. 7. Einrichtung nach Anspruch 4 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß an einer beliebigen Stelle zwischen der oberen Öffnung und dem damit verbundenen Bunker das eine Ende eines Rohres angeschlossen ist und daß das, andere Ende des Rohres mit nach oben gerichteter Mündung in den unteren Teil des Sichtkanals hineinragt. - 8. Einrichtung nach Anspruch 7, dadurch ge-1"ennz-,-idhn#et, daß das in d2n Sichtkanal hineinragende Ende dies Rohres mit einem von außen her schwenkbar eingerichteten Krümmer versehen ist.
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