DE10021075A1 - Verwendung von isotopenangereicherten Halbleiter-Einkristallen als röntgenoptische Komponenten - Google Patents
Verwendung von isotopenangereicherten Halbleiter-Einkristallen als röntgenoptische KomponentenInfo
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Abstract
Für röntgenoptische Komponenten wie Monochromatoren oder Reflektoren zum Umlenken von Röntgentrahlung mittels Bragg-Reflexion werden Halbleiter-Einkristalle mit isotopenangereichertem Halbleitermaterial, insbesondere Silizium, verwendet. Die Einkristalle werden auf eine Temperatur in der Nähe einer Nullstelle alpha(T) = 0 des thermischen Expansionskoeffizienten alpha oder auf eine Temperatur mit vergleichbar niedrigem alpha(T) abgekühlt und besitzen eine durch die Isotopenanreicherung bedingte verbesserte Wärmeleitung. Da somit, insbesondere bei einer Temperatur in der Nähe des Maximums der Wärmeleitung, gleichermaßen der thermische Expansionskoeffizient alpha auf einem sehr niedrigen Wert und die Wärmeleitfähigkeit kappa auf einem sehr hohen Wert gehalten werden, kann der für thermische Verformungseffekte entscheidende Quotient alpha/kappa (thermal slope error) minimiert werden, so daß die aufgrund der Leistungsdichte oder Gesamtleistung der Röntgenstrahlung auftretende thermische Verformung der röntgenoptischen Komponenten in Grenzen gehalten wird.
Description
Die Erfindung betrifft generell die Verwendung von Halblei
ter-Einkristallen, wie Silizium-Einkristallen, für röntgenop
tische Anwendungen, insbesondere als Monochromatoren und/oder
zum Umlenken von Röntgenstrahlung mittels Bragg-Reflexion.
In Synchrotron-Strahlungsquellen und anderen, auf Teilchen
beschleunigung beruhenden, höchstbrillianten Strahlungsquel
len wie Freie-Elektronen-Lasern wird unter anderem Röntgen
strahlung erzeugt, die für wissenschaftliche Zwecke oder für
die Röntgenlithographie in der Halbleiterprozesstechnik ein
gesetzt werden kann. Um die in dem Synchrotron-Strahlungs
spektrum enthaltene Röntgenstrahlung nutzbar zu machen, sind
röntgenoptische Komponenten vonnöten, mit denen eine ge
wünschte Wellenlänge herausgefiltert und in Richtung auf ei
nen Meßplatz umgelenkt werden kann. Üblicherweise werden
hierfür gekühlte Einkristall-Monochromatoren aus einem oder
zwei hintereinander angeordneten Silizium-Einkristallen ver
wendet.
Diese röntgenoptischen Komponenten werden zumeist in einem
relativ kleinen Bereich ihrer Gesamtfläche einer sehr hohen
Leistungsdichte von Photonen der Synchrotronstrahlung ausge
setzt. Durch die Bestrahlung mit derart hohen Leistungsdich
ten und Gesamtleistungen kommt es durch Absorption und ther
mische Aufheizung zu einer lokalen Verformung, insbesondere
zu einem Aufwölben an der Oberfläche und zur Bildung von
oberflächennahen Bereichen mit einer großen und inhomogenen
Verspannung. Dies hat zur Folge, daß sich die Eigenschaften
der röntgenoptischen Komponenten mit zunehmender Leistungs
dichte und Gesamtleistung verschlechtern und ihr Betrieb nur
bis zu einer bestimmten Obergrenze möglich ist.
Bereits bei den modernen Synchrotron-Strahlungsquellen der
dritten Generation (z. B. ESRF, APS, SPring-8) ist dieses Pro
blem von großer Bedeutung. Es stellt eine gravierende Grenze
für die weitere experimentelle Entwicklung zukünftiger Strah
lungsquellen dar, die nur durch innovative technologische Lö
sungen überwunden werden kann.
Ein Maß für die Veränderung der Oberfläche einer röntgenopti
schen Komponente bei einer bestimmten Strahlungsdichte ist
der sogenannte "thermal slope error" (TSE). Dieser ergibt
sich aus der Differenz des Winkels des durch Aufwölbung der
Oberfläche unter thermischer Belastung entstehenden Kegels zu
dem Wert für die ebene Fläche (180°). Der TSE ist im wesent
lichen proportional zum Verhältnis α/κ, wobei α der thermi
sche Ausdehnungskoeffizient des Materials der röntgenopti
schen Komponente und κ die Wärmeleitfähigkeit des Materials
ist. Um die Qualität eines auf eine röntgenoptische Komponen
te auftreffenden Strahls nicht wesentlich zu verändern, muß
der TSE kleiner sein als (i) die Winkelbreite der Bragg-
Reflexe, auf denen die Funktion der Komponente beruht, und
(ii) der Öffnungswinkel des Röntgenstrahls. Beide Werte be
tragen in der Regel wenige µrad. Um die sehr engen Toleranzen
für die Oberflächenebenheit (Mikrorauhigkeiten im Mittel
< 1 nm), Kristallverspannung und Strahlbeeinflussung (TSE
< 5 µrad) in röntgenoptischen Komponenten einzuhalten, werden
diese beim Betrieb gekühlt, z. B. mit Wasser, flüssigen Metal
len wie Gallium, oder Stickstoff. Dadurch wird die auftreten
de Wärme so schnell und effektiv wie möglich aus dem relativ
kleinen Bereich, in dem der Strahl auftrifft, abgeführt. Dies
dient dazu, stabile Betriebsbedingungen einzustellen und, im
schlimmsten Fall, die Zerstörung der Komponenten zu vermei
den.
Wie in der Publikation "Thermal conductivity of silicon, ger
manium and silicon-germanium single crystals between 85 K and
300 K" von A. K. Freund, J.-A. Gillet, and L. Zhang, in SPIE
Conference on Crystal and Multilayer Optics, Vol. 3448, July
1998, Seiten 362-372, San Diego, Kalifornien beschrieben
wurde, können sehr kleine Werte des TSE (~ α/κ) dadurch er
reicht werden, indem spezielle Materialeigenschaften wie der
Nulldurchgang des thermischen Ausdehnungskoeffizienten α bei
einer bestimmten Temperatur ausgenutzt werden. Bei Silizium
liegt dieser Nulldurchgang beispielsweise bei etwa 120 K, wie
in der Publikation "Linear thermal expansion measurements on
silicon from 6 to 340 K" von K. G. Lyon et al., in Journal of
Applied Physics, Vol. 48, No. 3, Seiten 865-868, 1977, ge
zeigt wurde. Des weiteren können ebenso Materialien verwendet
werden, die eine möglichst große Wärmeleitfähigkeit κ besit
zen wie beispielsweise Diamant, welcher bei Raumtemperatur
eine um den Faktor 15 größere Wärmeleitfähigkeit als Silizium
aufweist.
Die in den genannten und in anderen Publikationen vorgeschla
genen Verfahren und Materialien sind jedoch nicht hinreichend
geeignet, die bei neuen Synchrotrons der modernen Generation
aufgrund hoher Leistungsdichten und Gesamtleistungen auftre
tenden thermischen Probleme zufriedenstellend zu lösen.
Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine rönt
genoptische Komponente und deren Verwendung anzugeben, durch
welche Röntgenstrahlung hoher Leistungsdichte und Gesamtlei
stung kristalloptisch geführt werden kann.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Pa
tentanspruchs 1 gelöst.
Die Erfindung besteht somit im wesentlichen darin, als rönt
genoptische Komponente, also als Monochromator und/oder Re
flektor von Röntgenstrahlung mittels Bragg-Refelexion, einen
Halbleiter-Einkristall aus isotopenangereichertem Halbleiter
material zu verwenden und diesen Einkristall auf eine Tempe
ratur abzukühlen, die durch die Einhaltung von mindestens
zwei von drei Bedingungen bezüglich thermischer Ausdehnung
und Wärmeleitfähigkeit festgelegt wird, wodurch ein möglichst
kleiner Wert von α/κ erreicht wird und somit die beschriebe
nen Folgeerscheinungen der thermischen Belastung auf einem
Minimum gehalten werden.
Die ersten beiden Bedingungen beziehen sich auf den thermi
schen Expansionskoeffizienten, während die dritte Bedingung
die Wärmeleitfähigkeit betrifft.
Die erste Bedingung, nach der die Temperatur in der Nähe ei
ner Nullstelle von α(T) liegen soll, betrifft sowohl den
Fall, daß das Halbleitermaterial einen α(T)-Verlauf mit meh
reren Nulldurchgängen aufweist, als auch den Fall, daß das
Halbleitermaterial lediglich eine einzige Nullstelle von α-
(T) bei T = 0 besitzt. Ersteres trifft beispielsweise auf die
Halbleitermatarialien Silizium (Si), Germanium (Ge) und Gal
liumarsenid (GaAs)zu, während letzteres beispielsweise bei
Siliziumkarbid (SiC) auftritt. Die zweite Bedingung trifft
beispielsweise auf Silizium zu, welches zwei Nulldurchgänge
von α(T) aufweist, wobei unterhalb des unteren Nulldurch
gangs bis 0 K ein Temperaturbereich vorhanden ist, in dem α
Werte annimmt, die vergleichbar niedrig sind mit den Werten,
wie sie in der Nähe der beiden Nulldurchgänge auftreten. Die
dritte Bedingung besagt, daß in dem Halbleitermaterial bei
der gewählten Temperatur eine durch Isotopenanreicherung be
dingte Erhöhung der Wärmeleitfähigkeit κ auftritt. Diese
letztgenannte Bedingung muß kumulativ mit einer der erstge
nannten Bedingungen erfüllt sein. Eine bevorzugte Anwendungs
art der vorliegenden Erfindung stellt die Abkühlung von iso
topenangereichertem Silizium auf eine Temperatur in der Nähe
des unteren Nulldurchgangs dar.
Der vorliegenden Erfindung liegt zunächst die wesentliche Er
kenntnis zugrunde, daß isotopenangereicherte oder isotopen
reine Kristalle je nach Anreicherungsgrad und Temperatur eine
wesentlich größere Wärmeleitfähigkeit als die aus verschiede
nen stabilen Isotopen zusammengesetzten Kristalle mit natür
lichen Elementen besitzen. Der Grund dafür ist, daß die für
die Wärmeleitung verantwortlichen Gitterschwingungen (Phono
nen) an Fluktuationen der Atommassen, wie sie in einem Isoto
pengemisch auftreten, gestreut werden, wodurch sich die Wär
meleitfähigkeit verringert. In Kristallen mit Isotopenanrei
cherung wird diese Streuung unterdrückt bzw. fällt im idealen
Grenzfall der Isotopenreinheit völlig weg.
Eine weitere wesentliche Erkenntnis ist die, daß isotopenan
gereichertes Halbleitermaterial bei tiefen Temperaturen Be
reiche um Nullstellen oder Nulldurchgänge der funktionalen
Abhängigkeit des thermischen Expansionskoeffizienten α von
der Temperatur T, also der Funktion α(T) aufweist, in deren
Nähe gleichzeitig die Wärmeleitfähigkeit eine starke Zunahme
zeigt. In isotopenangereichertem Silizium wurde durch Messun
gen herausgefunden, daß in der Nähe der Temperatur beider
Nulldurchgänge von α(T) eine starke Zunahme der Wärmeleitfä
higkeit κ erfolgt.
Der Terminus "in der Nähe" bedeutet dabei, daß die Abweichung
zu beiden Seiten nur wenige Kelvin, also beispielsweise
±10 K, betragen soll. Unter "isotopenangereichert" ist zu
verstehen, daß der Anteil des bei natürlicher Zusammensetzung
anteilsgrößten Isotops eines in dem Halbleiter enthaltenen
Elements höher sein soll als in dem natürlichen Halbleiterma
terial oder daß eines der anderen Isotope einen derart hohen
Anteil einnimmt. Bei Silizium sollte daher eines der Isotope
einen Anteil von < 92,2% aufweisen.
In der einzigen Zeichnungsfigur der vorliegenden Anmeldung
sind gemessene Werte für die Wärmeleitfähigkeit einer isoto
penangereicherten 28Si-Probe (ausgefüllte Kreise) im Ver
gleich mit den Werten für die Wärmeleitfähigkeit einer natür
lichen Si-Probe ("+"-Zeichen und offene Kreise) in Abhän
gigkeit von der Temperatur dargestellt. Der Anreicherungsgrad
des 28Si-Isotops beträgt 99,8588%. Diese Messung zeigt, daß
bei dem unteren Nulldurchgang des thermischen Expansions
koeffizienten von Silizium, nämlich bei ca. 17,75 K die ther
mische Leitfähigkeit κ des isotopenangereicherten Siliziums
gegenüber dem natürlichen Silizium einen stark überhöhten
Wert aufweist. Im Bereich dieser Temperatur und darunter ist
daher mit einer stark verbesserten Wirkungsweise eines aus
einem solchen Material gefertigten Röntgenmonochromators zu
rechnen. Die dargestellte Messung zeigt auch, daß bei dem
oberen Nulldurchgang des thermischen Expansionskoeffizienten,
nämlich bei ca. 120 K, die Wärmeleitfähigkeit der isotopenan
gereicherten Probe größer ist als die der natürlichen Probe.
Auch in einer Umgebung dieser Temperatur kann somit ein deut
licher Vorteil erzielt werden.
In bezug auf Silizium verdeutlichen diese Ergebnisse, daß
röntgenoptische Komponenten, die aus isotopenangereichertem
Silizium hergestellt werden, aufgrund der erhöhten Wärmeleit
fähigkeit dieses Materials bessere Eigenschaften, insbesonde
re einen kleineren TSE, besitzen als solche aus natürlichem
Silizium, das aus einem Gemisch von drei stabilen Isotopen
besteht (relative Häufigkeiten: 28Si: 92,2%, 29Si: 4,7%, 30Si:
3,1%). Auf dieses Beispiel bezogen ist mit "isotopenangerei
chert" ein Anreicherungsgrad gemeint, der zumindest größer
ist als der Anteil von 28Si in natürlichem Silizium (92,2%).
Für die praktische Anwendung ist es somit vorteilhaft, wenn
die Isotopenanreicherung größer als 99% ist, um dem maximalen
Effekt in der Wärmeleitfähigkeit nahezukommen. Dabei kann
theoretisch auch das Isotop 29Si oder 30Si in entsprechender
Weise, also auf einen Anteil von 92,2% oder darüber, angerei
chert werden.
Die in der Beschreibungseinleitung genannte Publikation von
Lyon et al. zeigt, daß der thermische Expansionskoeffizient
α unterhalb des unteren Nulldurchgangs nicht mehr sonderlich
variiert, also im wesentlichen nahe bei Null liegt. Dies ver
deutlicht, daß durch die Erfindung die gestellte Aufgabe auch
in einem solchen Bereich, in dem nur die zweite Bedingung er
füllt ist, gelöst werden kann. Ein Vorteil des unteren Null
durchgangs gegenüber dem oberen Nulldurchgang könnte hin
sichtlich der Temperaturstabilität in der negativen Steigung
der α(T)-Kurve (s. Lyon et al.) liegen.
Eine bevorzugte Ausführungsform sieht die an sich im Stand
der Technik bekannte Verwendung eines Doppelmonochromators,
also zwei hintereinander angeordnete Einkristall-Monochro
matoren, vor, die vorzugsweise beide auf dieselbe Temperatur
abgekühlt werden.
Die Erfindung ist am vorteilhaftesten auf einen reinen, iso
topenangereicherten Si-Einkristall anwendbar. Dieser Si-
Einkristall kann geringe Beimengungen anderer Elemente ent
halten, falls sich die Wärmeleitfähigkeit nicht wesentlich
verschlechtert. Dies gilt auch für die anderen Halbleiterma
terialien, die erfindungsgemäß zum Einsatz kommen können.
Beispielsweise kann isotopenangereichertes Germanium verwen
det werden, welches wie Silizium zwei Nulldurchgänge der
α(T)-Kurve aufweist. Ebensolches gilt für GaAs, bei wel
chem der Gallium-Anteil bezüglich eines Isotops angerei
chert werden muß.
Dadurch daß die Erfindung das für Röntgenoptiken am häufig
sten verwendete Silizium umfaßt, können in vorteilhafter Wei
se bestehende Aufbauten für röntgenoptische Komponenten bei
behalten werden. Es ist lediglich erforderlich, kristallogra
phisch ausreichend perfekte und chemisch hochreine Einkri
stalle aus isotopenangereichertem Silizium herzustellen. Die
Verwendung von isotopenangereichertem Silizium ist also für
alle Arten von bestehenden und zukünftigen röntgenoptischen
Komponenten ein Vorteil. Die Erfindung betrifft generell so
wohl "bulk"-Anwendungen, in denen Volumenkristalle, auch mit
unterschiedlichem Schnitt und Strukturierung, eingesetzt wer
den (typischerweise mit Volumina von wenigen cm3 bis zu eini
gen hundert cm3) sowie fokussierende Optiken, bei denen die
Kristalle gebogen werden und dazu auf der Rückseite eine
Vielzahl dünner Kanäle eingeschnitten sind. Weiterhin ist die
Verwendung von isotopenangereichertem Halbleitermaterial beim
Einsetzen in röntgenoptischen Komponenten aus Multischichten,
die aus verschiedenen Materialien bestehen, von Vorteil. Die
Erfindung umfaßt auch Komponenten, in denen isotopenangerei
chertes Material als Deckschicht oder Zwischenschicht oder
Unterlage oder als epitaxial aufgewachsene Schicht in Verbin
dung mit einem größeren Block aus Halbleitermaterial natürli
cher Isotopenzusammensetzung oder anderen Materialien verwen
det wird.
Claims (6)
1. Verwendung mindestens eines Halbleiter-Einkristalls als
röntgenoptische Komponente, insbesondere als Monochromator
und/oder Reflektor von Röntgenstrahlung mittels Bragg-
Reflexion,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein Halbleitermaterial verwendet wird, welches mindestens ein isotopenangereichertes Element aufweist, und
der Einkristall auf eine Temperatur T
in der Nähe einer Nullstelle α(T) = 0 des thermi schen Expansionskoeffizienten α, oder
auf eine Temperatur mit vergleichbar niedrigem α(T) abgekühlt wird und
das isotopenangereicherte Halbleitermaterial bei dieser Temperatur eine durch die Isotopenanreicherung bedingte erhöhte Wärmeleitfähigkeit κ aufweist.
ein Halbleitermaterial verwendet wird, welches mindestens ein isotopenangereichertes Element aufweist, und
der Einkristall auf eine Temperatur T
in der Nähe einer Nullstelle α(T) = 0 des thermi schen Expansionskoeffizienten α, oder
auf eine Temperatur mit vergleichbar niedrigem α(T) abgekühlt wird und
das isotopenangereicherte Halbleitermaterial bei dieser Temperatur eine durch die Isotopenanreicherung bedingte erhöhte Wärmeleitfähigkeit κ aufweist.
2. Verwendung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein Halbleitermaterial, insbesondere Si, Ge oder GaAs, ver wendet wird, bei welchem α(T) zwei Nulldurchgänge auf weist, und
der Einkristall auf eine Temperatur in der Nähe eines der beiden Nulldurchgänge oder unterhalb des unteren Nulldurch gangs abgekühlt wird.
ein Halbleitermaterial, insbesondere Si, Ge oder GaAs, ver wendet wird, bei welchem α(T) zwei Nulldurchgänge auf weist, und
der Einkristall auf eine Temperatur in der Nähe eines der beiden Nulldurchgänge oder unterhalb des unteren Nulldurch gangs abgekühlt wird.
3. Verwendung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Halbleitermaterial Si ist, und
das Isotop 28Si in einem Anteil < 92,2%, insbesondere < 99% enthalten ist.
das Halbleitermaterial Si ist, und
das Isotop 28Si in einem Anteil < 92,2%, insbesondere < 99% enthalten ist.
4. Verwendung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
ein Halbleitermaterial, insbesondere SiC, verwendet wird,
bei welchem α(T) bei T = 0 eine einzige Nullstelle aufweist.
5. Verwendung nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, daß
das Halbleitermaterial SiC ist und das Element Si isotopen
angereichert ist, insbesondere indem das Isotop 28Si in ei
nem Anteil < 92,2%, insbesondere < 99% enthalten ist.
6. Verwendung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
zwei Einkristalle hintereinander angeordnet und in gleicher
Weise abgekühlt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000121075 DE10021075A1 (de) | 2000-04-28 | 2000-04-28 | Verwendung von isotopenangereicherten Halbleiter-Einkristallen als röntgenoptische Komponenten |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE2000121075 DE10021075A1 (de) | 2000-04-28 | 2000-04-28 | Verwendung von isotopenangereicherten Halbleiter-Einkristallen als röntgenoptische Komponenten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10021075A1 true DE10021075A1 (de) | 2001-10-31 |
Family
ID=7640350
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10021075A1 (de) |
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