DE10020027A1 - Vorrichtung zur Ableitung statischer Elektrizität an Autositzen - Google Patents
Vorrichtung zur Ableitung statischer Elektrizität an AutositzenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Ableitung statischer Elektrizität an Autositzen mit einem Sitzkörper, einem Fließstoff und einem Bezugsstoff, wobei zwischen Bezugsstoff und Fließstoff ein durch elektrisch leitfähige Imprägnierung elektrisch leitfähiger Schaumstoff eingezogen ist. Hierbei wird mit einfachen Mitteln zuverlässig und dauerhaft die statische Elektrizität zwischen Passagier und Auto automatisch und alterungsbeständig ausgeglichen.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ableiten statischer Elektrizität an Autositzen,
wobei zwischen Sitzbezugstoff und Sitzpolster eine elektrisch leitfähige Schaumstoffschicht
eingezogen ist und die statische Ladung zwischen Auto und einem Passagier dauerhaft
ausgeglichen wird.
Passagiere von Fahrzeugen können innerhalb des Fahrzeugs eine andere statische Aufladung
haben, als das Fahrzeug selbst, was dazu führt, dass nach dem Verlassen des Fahrzeuges ein
Ladungsausgleich durch Berühren leitfähiger Karosserieteile stattfindet.
Nach einer bekannten Vorrichtung sind leitfähige Fäden in den Bezugstoff eines Autositzes
eingewebt, um dadurch einen dauernden Ladungsausgleich zwischen Passagier und Autositz
zu schaffen. So ist nach DE 197 54 901 A1 die Ableitung statischer Elektrizität durch
eingewebte, leitende Materialien bekannt, wobei ein durchgehend mit elektrisch leitfähigem
Material durchsetzter Stoff Verwendung findet. Dieser Stoff hat den Nachteil, dass die
eingewebten Fäden in Kontakt mit üblichen Körperfeuchtigkeiten der Passagiere, produziert
etwa durch Schwitzen des Fahrers, gelangen und hierdurch korrodieren.
Nach einer weiteren bekannten Vorrichtung wird die statische Elektrizität am Kraftfahrzeug
durch eine Gummischleife am Heck des Kraftfahrzeugs abgeleitet, wobei die Gummischleife
einen Bodenkontakt zwischen einer leitfähigen Karosserie und dem Boden als Erdung
herstellt. Ein Nachteil dieser Vorrichtung besteht darin, dass ein dauerhafter Ausgleich
statischer Elektrizität zwischen Kraftfahrzeug und Passagier nicht gewährleistet wird, sondern
der Ladungsausgleich zwischen Karosserie und der Erdung stattfindet.
Nach einer weiteren bekannten Vorrichtung ist ein Punkt des Kraftfahrzeugs bzw. ein Knopf
am Kraftfahrzeug so angebracht, dass die Ableitung statischer Elektrizität bei Berühren dieses
Punktes oder Knopfes durch den Passagier keine harte Entladung, sondern eine langsame,
weiche Entladung durch zeitlich ausgedehntes Berühren bewirkt. Diese Vorrichtung hat den
Nachteil, dass eine aktive Handlung des Passagiers notwendig wird, die dazu führt, dass der
Passagier vor jedem Verlassen des Fahrzeugs den Punkt oder Knopf berühren muss, und es
werden damit hohe Anforderungen an die Disziplin des Passagiers gestellt.
Leitfähige Schaumstoffe, Kunststoffe, Gewebe und Fasern als solche sind bekannt. Leitfähige
Schaumstoffe werden in der Elektroindustrie beispielsweise in Verpackungen dort verwendet,
um harte statische Entladungen sowie die Zerstörungen empfindlicher elektronischer Bauteile
und Komponenten zu vermeiden.
Die verschiedenen bekannten Vorrichtungen sind erkennbar aufwendig und ermöglichen
keinen langfristigen und dauerhaften Ladungsausgleich zwischen Passagier und
Kraftfahrzeug.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung zur Ableitung
statischer Elektrizität an Autositzen vorzuschlagen, bei dem mit einfachen Mitteln zuverlässig
und dauerhaft die statische Elektrizität zwischen Passagier und Auto ausgeglichen wird, ohne
dass aufwendige Konstruktionen erforderlich sind und, ohne dass das ein Passagier aktive
Handlungen vornehmen muss, sowie unter Vermeidung von Korrosionserscheinungen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß in Verbindung mit dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 durch die kennzeichnenden Merkmale des Patenanspruchs 1 gelöst.
Der erfindungsgemäße Autositz zur Ableitung statischer Elektrizität an Autositzen lässt sich
dadurch erzielen, dass zwischen Bezugsstoff und Fließstoff ein durch elektrisch leitfähige
Imprägnierung elektrisch leitfähiger Schaumstoff eingezogen ist.
Durch die Erfindung wird erreicht, dass die Polstereigenschaft vorhanden bleibt, dass
dauerhaft ohne Korrosionserscheinung die statische Elektrizität zwischen Passagier und Auto
abgeleitet wird. Durch die Erfindung die statische Elektrizität zwischen Passagier und Auto
automatisch, d. h. ohne aktives Zutun des Passagiers, abgeleitet.
Eine Optimierung der Polstereigenschaft eines Autositzes sowie der Ableitung statischer
Elektrizität am Autositz lässt sich dadurch erreichen, dass der elektrisch leitfähige
Schaumstoff als Polyurethan-Schaum mit einem Raumgewicht von 55 kg pro m3, bestehend
aus 35 kg pro m3 Polyurethan-Schaum und 20 kg pro m3 Imprägnat, mit einer Stauchhärte von
ca. 3,7 KPa und homogen mit dem Imprägnat Acrylatdispersion getränkt ist.
In einer weiteren Ausführungsform wird Polstereigenschaft einerseits und Ableitung
statischer Elektrizität andererseits dadurch erreicht, dass der elektrisch leitfähige Schaumstoff
als Polyurethan-Schaum, bestehend aus 25 bis 50 kg pro m3 Polyurethan-Schaum und 30 bis
80 kg pro m3 Imprägnat mit einer Stauchhärte von 3,0 bis 6,0 KPa und homogen mit dem
Imprägnat getränkt ist, wobei das Imprägnat elektrisch leitfähig ist.
Die Ableitung statischer Elektrizität an Autositzen mit einem Sitzkörper und Bezugsstoff wird
auch dadurch erreicht, dass der zwischen Sitzkörper und Bezugsstoff eingezogene Fließstoff
elektrisch leitfähig imprägniert ist.
In einfacher Weise kann die Verbindung der elektrisch leitfähigen Schicht dadurch erzielt
werden, dass die elektrisch leitfähige Schicht lose, flamm kaschiert, verklebt, vernäht,
vernadelt oder eingewebt ist.
Der Gegenstand der Erfindung kann zugleich an gepolsterten Sitzen bei
Fortbewegungsmitteln für Passagiere verwendet werden.
In einer Ausführungsform ist die leitfähige Schicht ein leitfähig imprägniertes Gewebe oder
Fasermaterial.
In einfacher Weise kann die Vorrichtung bei gepolsterten Sitzgelegenheiten zur Ableitung
statischer Elektrizität eingesetzt werden.
Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich nicht nur aus den
Ansprüchen, den diesen zu entnehmenden Merkmalen - für sich und/oder in Kombination -,
sondern auch aus der nachfolgenden Beschreibung eines der Zeichnung zu entnehmenden
Ausführungsbeispiels.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Prinzipdarstellung eines Autositzes;
Fig. 2 einen Querschnitt aus Fig. 1.
Fig. 1 zeigt, eine Prinzipdarstellung eines Autositzes. Darin sind Kopfstütze, Rückenlehne
und Sitzfläche gezeigt.
Fig. 2 zeigt einen Querschnitt aus Fig. 1. Darin sind der Bezugstoff 1, der leitfähige
Schaumstoff 2, der Fließstoff 3 und der geschäumte Sitzkörper 4 dargestellt. Auf dem
geschäumten Sitzkörper 4 ist ganzflächig der Fließstoff 3 angebracht. Auf dem Fließstoff 3 ist
ganzflächig der leitfähige Schaumstoff 2 und darüber ganzflächig der Bezugsstoff 1
angebracht. Der leitfähige Schaumstoff 2 besteht aus einem Schaumstoff, bspw. Polyurethan-
Schaum, der mit einer elektrisch leitfähigen Imprägnierung homogen getränkt ist. Die
elektrisch leitfähige Imprägnierung ist bspw. Acrylatdispersion.
Der Begriff "Autositz" umfasst gepolsterte Pkw- und Lkw-Sitze.
Claims (7)
1. Vorrichtung zur Ableitung statischer Elektrizität an Autositzen mit Sitzkörper (4),
Fließstoff (3) und Bezugsstoff (1), dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Bezugsstoff
(1) und Fließstoff (3) eine durch elektrisch leitfähige Imprägnierung, elektrisch
leitfähiger Schaumstoff (2) eingezogen ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrisch leitfähige
Schaumstoff (2) als Polyurethan-Schaum mit Polstereigenschaft mit einem Raumgewicht
von 55 kg pro m3, bestehend aus 35 kg pro m3 Polyurethan-Schaum und 20 kg pro m3
Imprägnat mit einer Stauchhärte von ca. 3,7 KPa und homogen mit dem Imprägnat
Acrylatdispersion getränkt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrisch leitfähige
Schaumstoff (2) als Polyurethan-Schaum mit Polstereigenschaft, bestehend aus 25 bis 50 kg
pro m3 Polyurethan-Schaum und 30 bis 80 kg pro m3 Imprägnat mit einer Stauchhärte
von 3,0 bis 6,0 KPa und homogen mit einem elektrisch leitfähigen Imprägnat getränkt ist
4. Vorrichtung zur Ableitung statischer Elektrizität an Autositzen mit Sitzkörper (4) und
Bezugsstoff (1), dadurch gekennzeichnet, dass der zwischen Sitzkörper (4) und
Bezugsstoff (1) eingezogene Fließstoff (3) elektrisch leitfähig imprägniert ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine
Zwischenschicht zwischen Bezugsstoff (1) und geschäumten Sitzkörper (4) aus
imprägniertem Fasermaterial oder Gewebe besteht.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der
elektrisch leitfähige Schaumstoff (2) lose, flamm kaschiert, verklebt, vernäht, vernadelt
oder eingewebt ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die
Ableitung statischer Elektrizität an gepolsterten Sitzen bei Fortbewegungsmitteln für
Passagiere verwendet wird.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE10020027A DE10020027A1 (de) | 2000-04-22 | 2000-04-22 | Vorrichtung zur Ableitung statischer Elektrizität an Autositzen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE10020027A1 true DE10020027A1 (de) | 2001-10-25 |
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
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| DE (1) | DE10020027A1 (de) |
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- 2000-04-22 DE DE10020027A patent/DE10020027A1/de not_active Withdrawn
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