DE10020673C2 - Ringstruktur in Metallbauweise - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Ringstruktur in Metallbauweise für den Laufschaufelbe
reich von axial durchströmten Verdichter- und Turbinenstufen, gemäß dem Oberbeg
riff des Patentanspruchs 1.
Für die strömungstechnischen Eigenschaften von axial durchströmten Verdichter-
und Turbinenstufen ist es sehr wichtig, dass der Radialspalt zwischen den Laufschau
felspitzen und der äußeren Strömungskanalwand möglichst klein und möglichst kon
stant gehalten wird. Dafür sollte die Wandstruktur zunächst ausreichend formstabil
und geometrisch genau sein. Thermische und mechanische Einflüsse sollten die Ge
ometrie möglichst wenig verändern. Mit dem zumeist heißen Arbeitsgas sollte i. w.
nur die Innenseite der Struktur beaufschlagt sein, Leckageverluste durch die Struk
tur sind zu minimieren. Im instationären Betrieb ist es vorteilhaft, wenn die insbe
sondere thermisch induzierte Maßänderungen der Wandstruktur zeitlich und grö
ßenmäßig an diejenigen des beschaufelten Rotors angeglichen sind. Da sich mecha
nische Kontakte zwischen den Schaufelspitzen und der Wandstruktur unter besonde
ren Belastungen kaum vermeiden lassen, sollte die Innenseite der Wandstruktur zu
mindest schaufelspitzenseitig verformbar/nachgiebig bzw. abradierbar ausgeführt
sein.
Die EP-B-0 728 258 betrifft ein Deckbandsement einer Turbine, welches zusammen
mit gleichartigen Segmenten die Innenwand und einen Teil der Verbindungsstruktur
zur Außenwand einer Wandstruktur bildet. Infolge von Temperaturunterschieden zwi
schen Innen- und gekühlter Außenseite der Segmente im Betrieb sowie infolge von
unterschiedlichem Materialverhalten des Grundmaterials und einer in der Regel vor
handenen Beschichtung tendieren die Segmente dazu, ihre Krümmung zu verändern.
Um zu verhindern, dass die Segmente dabei stellenweise in die Laufbahn der Schau
felspitzen geraten, sind sie über eine spezielle, hakenartige Geometrie an Vorder-
und Hinterkante mit dem Außenbereich der Gehäusestruktur verbunden, welche
stellenweise eine Radialbewegung nach außen zulässt. Da die Innenkontur somit
häufig von der Kreisform mit Tendenz zur Polygonbildung abweicht, ist eine definierte
Spalthaltung schwierig. Die Abdichtung der spalt- und spielbehafteten Segmente ist
konstruktiv ebenfalls aufwendig.
Die EP-B-0 781 371 behandelt eine Anordnung zur dynamischen Kontrolle des
Schaufelspitzenspiels in Gasturbinen. Die Innenwand der Gehäusestruktur besteht
aus radial nach außen beweglichen, in Umfangsrichtung überlappenden, kreisbogen
förmig gekrümmten Segmenten, deren Bewegung radial nach innen durch eine ihre
Vorder- und Hinterkante hakenartig einseitig haltende, umlaufende Gehäusestruktur
begrenzt wird. Die Segmente werden durch mechanische Federelemente oder durch
Gasdruck radial nach innen gegen Anschlag vorgespannt. Die Laufschaufeln weisen
spitzenseitig Keilflächen auf, welche bei schneller Rotation ein dynamisches Gaspols
ter erzeugen, dessen Druck die Wandsegmente in einem definierten, kleinen Abstand
zu den Schaufelspitzen halten soll. Dabei muss sich ein Gleichgewicht zwischen in
nerer Gaskraft und äußerer Federkraft einstellen, das die Segmente in Balance hält.
Ein solches System erscheint sehr störanfällig, schwer kalkulierbar und schwin
gungsgefährdet. Die Haltestruktur der Segmente ist dem Arbeitsgas ausgesetzt und
somit ggf. thermisch hoch belastet, wobei sie auch eine erhebliche Wärmemenge zur
Außenwand der Struktur leitet.
Die EP-B-0 616 113 betrifft eine Gasturbine und ein Verfahren zur Montage einer
Dichtung in dieser Gasturbine. Aus dieser Patentschrift ist es u. a. bekannt, metalli
sche Honigwaben als Einlaufbeläge für Labyrinthdichtungen zu verwenden. Die Wa
ben sind einseitig auf einen flächigen, metallischen Träger gelötet, in der Regel in
ringförmig geschlossener Geometrie, wobei ihre Öffnungen schneidenartigen, ring
förmigen Dichtspitzen zugewandt sind. Das Verformungsverhalten der duktilen, dün
nen, hochkant stehenden Wabenwände beschleunigt einen ggf. erforderlichen Ein
laufvorgang und schont die Dichtspitzen. Die offene Struktur mit einer Vielzahl von
Kammern erhöht die Dichtwirkung durch Strömungsumlenkung und -verwirbelung.
Vorzugsweise im Flugzeug- und Bootsbau werden sandwichartige Leichtbaustruktu
ren verwendet, bei denen ein relativ dicker, leichter Kern mit einem hohen Leervolu
menanteil, z. B. ein Wabenkern, beidseitig mit dünnen, hochfesten, geschlossenen
Wänden verbunden und abgedeckt wird Bei Biegung einer solchen Struktur werden
die Wände primär auf Zug oder Druck in ihrer Ebene belastet, der Kern überträgt die
Kräfte von Wand zu Wand, insbesondere Schubkräfte. Die Wände sind bevorzugt in
Faserverbundbauweise ausgeführt, mit dem Kern verklebt und hinsichtlich ihrer Di
cke und mechanischen Eigenschaften zumindest vergleichbar.
Die DE-OS 15 51 183 betrifft zusammengesetzte Dichtungsbauteile für Gasturbinen
triebwerke. Derartige Bauteile werden in Fachkreisen auch als Mantelringe bzw. Li
ner bezeichnet und sind rund um Laufschaufelkränze angeordnet, insbesondere mit
der Funktion der Laufschaufelspitzenabdichtung. Im Hinblick auf einfache Montage
und ungehinderte Wärmedehnung sind die Liner meist segmentiert und unter Belas
sung von Dehnfugen angeordnet. Die Dichtungsbauteile nach dieser Offenlegungs
schrift sind in Sandwichbauweise mit einem metallischen Wabenkern und mit diesen
beidseitig abdeckenden, metallischen Wänden/Blechen ausgeführt, daher der Aus
druck "zusammengesetzt". Die innere, abreibbare Wand (Schicht 58') kann an den
Kanten des Dichtungsbauteils abgewinkelt, bis zur äußeren Wand (hinteren Schicht
50') verlängert und mit letzterer durch Verlötung (60) verbunden sein (siehe Seite 9
ab achtletzter Zeile). Die Dichtungsbauteile bilden entweder gewölbte Segmente, wie
in den Figuren dargestellt, oder vollständige Ringe (siehe Seite 10, Zeilen 1 bis 6). Im
ersten Fall sind somit zwangsläufig die Außen- und die Innenwand unterbrochen, d. h.
segmentiert, im zweiten Fall ist keine der Wände segmentiert. Mit Ausnahme des
Hinweises auf ein direktes Verlöten von Außen- und Innenwand im Kantenbereich
gibt es keine Hinweise auf die Art der Verbindung zwischen den Wänden und dem
Wabenkern. Wie aus den Fig. 2 bis 5 ersichtlich, ist die Außenwand mit Flan
schen (52, 53) versehen, um sie am Triebwerksgehäuse (11) aufhängen zu können.
Somit ist die Außenwand (hintere Schicht) jedes Dichtungsbauteils keine Gehäuse
wand. Die Ausführung der Kernschicht ist auf Wabenmaterial beschränkt.
Die WO 98/26158 betrifft abreibbare Dichtungen, d. h. Einlaufbeläge bzw. einlauffä
hige Oberflächen, wobei die Dichtungen mit einem durch Laserabtragen gefertigten
Muster aus Rillen bzw. anderen Vertiefungen versehen sind. Dadurch wird der Ab
reibwiderstand des Belages reduziert, außerdem werden Räume für die Aufnah
me/Einbettung von abgeriebenem Material geschaffen. Da die Rillen bzw. Vertiefun
gen die jeweilige Schicht oder Wand nicht vollständig durchdringen, ist keine Unter
brechung/Segmentierung gegeben.
Die US-PS 3 126 149 schützt eine spezielle Mantelringbauweise für Axialverdichter.
Jeder Mantelring dieser Art ist aus mehreren Segmenten zusammengesetzt, wobei
jedes Segment eine ausgeschäumte, gefüllte Hohlkammerstruktur umfasst. Das ge
schäumte Material besteht aus Natriumsilikat und Aluminium und ermöglicht ein
Anstreifen bzw. Einlaufen der Schaufelspitzen ohne diese zu beschädigen. Die Man
telringsegmente (13) sind über Niete (25) mit der mechanisch stabilen, äußeren Ver
dichtergehäusewand (29) verbunden, wobei zusätzliche Dichtungselemente (31) zur
Gehäusewand (29) hin erforderlich sind.
Ausgehend von dem genannten Stand der Technik besteht die Aufgabe der Erfindung
darin, eine Ringstruktur in Metallbauweise für den Laufschaufelbereich von axial
durchströmten Verdichter- und Turbinenstufen zu schaffen, die sich durch eine hohe
Maß- und Formgenauigkeit unter wechselnden Betriebsbedingungen und Temperatu
ren, eine hohe mechanische Lastaufnahmefähigkeit, eine gute thermische Isolati
onswirkung sowie eine minimale Arbeitsfluidleckage durch die Struktur auszeichnet
und durch besonders kleine, sich wenig ändernde Spalte zu den Laufschaufelspitzen
einen hohen Stufenwirkungsgrad bzw. eine hohe Stufenbelastung ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch die in Anspruch 1 gekennzeichneten Merkmale gelöst, in
Verbindung mit den gattungsbildenden Merkmalen in dessen Oberbegriff.
Die Erfindung ist somit in der Kombination aus einer segmentierten Innenwand, einer
geschlossenen, von einer Gehäusewand gebildeten, tragenden Außenwand, einer
zwischen den Wänden angeordneten Verbindungsstruktur und aus deren stoff
schlüssiger Integration durch Löten zu sehen. Die Verbindungsstruktur ist in an sich
bekannter Weise als filigrane, leichte, praktisch den gesamten Hohlraum zwischen
Innen- und Außenwand einnehmende Hohlkammerstruktur ausgeführt - beispiels
weise als Honigwabenstruktur - und mit einer oder beiden Wänden durch Löten ver
bunden. Durch die "quasi-flächige" Verbindung der Wände ist es möglich, die Form
genauigkeit der tragenden Außenwand in allen Betriebszuständen der segmentierten
Innenwand aufzuprägen. Ein Verwölben bzw. "Polygonisieren" der Innenkontur lässt
sich so vermeiden. Die Lötverbindung ist durch ihren "flächigen Charakter" optimal
hinsichtlich mechanischer Festigkeit sowie Dauerhaftigkeit und hat keinen negativen
Einfluss auf das Werkstoffgefüge. Andererseits ist die filigrane Verbindungsstruktur
elastisch genug, um thermische Dehnungen/Kontraktionen der Innenwandsegmen
te in Umfangsrichtung ohne kritische Zwangskräfte zuzulassen. Die Verbindungs
struktur wirkt thermisch isolierend, was durch ihren hohen Leervolumenanteil be
dingt ist und durch die Auswahl ihres Werkstoffes ebenfalls beeinflussbar ist Somit
nimmt die Innenwand etwa die meist hohe Temperatur des Arbeitsgases an, die Au
ßenwand kann deutlich kühler gehalten werden, was günstig für ihre mechanischen
Eigenschaften ist. Natürlich ist die Isolationswirkung auch gut für den thermodyna
mischen Wirkungsgrad der Maschine. Die filigrane Verbindungsstruktur ist in Um
fangs- und Axialrichtung praktisch gasundurchlässig, so dass zusätzliche Dichtungs
maßnahmen entfallen. Die Leckage durch die wenigen, kleinen Dehnfugen der In
nenwand ist dabei ohne jede Bedeutung.
In den Unteransprüchen sind bevorzugte Ausgestaltungen der Ringstruktur gekenn
zeichnet.
Die Erfindung wird anschließend anhand der Figuren noch näher erläutert. Dabei
zeigen in vereinfachter, nicht maßstäblicher Darstellung:
Fig. 1 einen Teillängsschnitt durch einen Verdichter im Bereich eines Leit- und ei
nes Laufschaufelkranzes,
Fig. 2 zwei nebeneinander gezeichnete Teilquerschnitte durch zwei unterschiedli
che Ringstrukturen, und
Fig. 3 drei nebeneinander gezeichnete Teilschnitte durch drei verschiedene Hohl
kammerstrukturen.
Die Ringstruktur gemäß Fig. 1 ist Teil eines Axialverdichters, der von links nach
rechts durchströmt werden soll. Man erkennt den radial äußeren Teil einer Leit
schaufel 21 sowie einer - deckbandlosen - Laufschaufel 20. Die Außenwand 3 der
Ringstruktur erstreckt sich über beide Schaufelbereiche, wobei die Aufhängung der
Leitschaufel 21 formschlüssig, d. h. konventionell ist. Die erfindungsgemäße Ring
struktur 1 befindet sich in der Figur rechts, d. h. im Bereich der Laufschaufel 20, und
umfasst eine Innenwand 5, eine Hohlkammerstruktur 10 sowie den der Innenwand 5
gegenüberliegenden Teil der Außenwand 3, d. h. den rechten Teil bis zum Flansch.
Die Innenwand 5 ist zur Schonung der Laufschaufelspitzen beim Anstreifen mit ei
nem Einlaufbelag 9 versehen. Die Innenwand 5 einschließlich des Einlaufbelages 9
ist segmentiert, d. h. sie weist über den Umfang verteilt mehrere, zumindest vorwie
gend axial verlaufende Dehnfugen 7 auf (siehe Fig. 2). Die Ringstruktur 1 stellt ein
integrales Gebilde mit stoffschlüssiger Verbindung seiner Elemente 3, 5 und 10 dar.
Die Hohlkammerstruktur 10 ist dabei mit der Außenwand 3 und mit der Innenwand 5
verlötet. Es ist ebenso möglich, die Hohlkammerstruktur mit einer der beiden Wände
einstückig zu fertigen und danach mit der anderen Wand zu verlöten.
Fig. 2 zeigt zwei unterschiedliche, erfindungsgemäße Ringstrukturen 1, 2 im Teil
querschnitt, auf der rechten bzw. linken Seite einer vertikalen, strichpunktierten Li
nie in der Mitte der Zeichnung. Die rechte Ringstruktur 1 entspricht derjenigen aus
Fig. 1, wobei eine durch die Innenwand 5 und den Einlaufbelag 9 verlaufende Dehn
fuge 7 zu erkennen ist.
Die linke Ringstruktur 2 unterscheidet sich von der rechten zunächst dadurch, dass
ihre Innenwand 6 über die gesamte Dicke aus einem von den Schaufelspitzen prob
lemlos verformbaren bzw. abtragbaren Material besteht. Dieses kann ein poröses
Metall ohne oder mit Einlagerungen von Kunststoff, Graphit oder anderen Stoffen
sein, beispielsweise in Form einer gesinterten Struktur. Die Außenwand 4 und die
Hohlkammerstruktur 11 weisen keine Besonderheiten gegenüber den entsprechen
den Positionen 3 und 10 auf. Allerdings ist als spezielle, konstruktive Maßnahme ein
sogenanntes "Casing Treatment" erkennbar, welches bei Verdichtern die Aerodyna
mik verbessern kann im Sinne einer Erhöhung des Wirkungsgrades bzw. der Pump
grenze. Zu diesem Zweck ist die Innwand 6 mit gleichmäßig über den Umfang verteil
ten, geometrisch definierten Durchbrüchen 8 versehen. In der Hohlkammerstruktur
11 wirken Aussparungen 19 mit den Durchbrüchen 8 zusammen und bilden Rezir
kulationskammern für einen Teil der Verdichterströmung im Schaufelspitzenbereich.
In axialer Richtung erstrecken sich die Durchbrüche 8 und Aussparungen 19 strom
aufwärts bis vor die Schaufeleintrittskanten, stromabwärts enden sie hinter der axi
alen Schaufelmitte und vor den Schaufelaustrittskanten. Dies ist dem Fachmann
geläufig und daher nicht gesondert dargestellt. Die Aussparungen in der Hohlkam
merstruktur müssen nicht zwingend radial bis zur Außenwand reichen. Es ist denk
bar, die teilweise ausgesparte Hohlkammerstruktur mit einem Füllmaterial einzueb
nen, d. h. strömungstechnisch zu glätten. Es kann auch günstig sein, die Längsmittel
ebenen der Durchbrüche und Aussparungen nicht radial, sondern in Umfangsrichtung
geneigt zu orientieren. All dies ist für den Fachmann auch ohne gesonderte
Darstellung klar.
Fig. 3 zeigt beispielhaft drei verschiedene Hohlkammerstrukturen 12, 13 und 14 in
Schnitten parallel zur Innen- bzw. Außenwand der Ringstruktur. Links ist eine Honig
wabenstruktur mit gleichseitigen, sechseckigen Waben zu sehen, deren zusammen
hängende Wandelemente 15 somit geometrisch gleich groß sind und in 120°-
Winkeln zueinander stehen.
Die mittlere Struktur 13 weist rechteckige Kammern auf, welche von kleineren
Wandelementen 16 und größeren Wandelemente 17 in rechtwinkliger Anordnung
begrenzt werden.
Die rechte Struktur 14 ähnelt der linken Struktur 12, jedoch haben bei 14 die Hohl
kammern eine runde - statt einer sechseckigen - Form. Somit ergeben sich Wand
elemente 18 mit örtlich unterschiedlicher Dicke. Die Hohlkammerstruktur 14 kann
beispielsweise durch mechanisches oder elektrochemisches Bohren in einem zu
nächst dickwandigen Vollmaterial erzeugt werden. Bezogen auf die erfindungsgemä
ße Ringstruktur kann auf diese Weise die innere oder äußere Wand einstückig mit
der Hohlkammerstruktur gefertigt werden, wobei die jeweils andere Wand durch
Löten integriert wird. Die filigraneren Strukturen 12 und 13 werden eher separat aus
Blechstreifen, Streckmetall o. ä. gefertigt.
Claims (6)
1. Ringstruktur in Metallbauweise für den Laufschaufelbereich von axial durch
strömten Verdichter- und Turbinenstufen, insbesondere in Gasturbinentriebwer
ken, mit einer kreisringförmigen Außenwand, mit einer kreisringförmigen sowie in
geringem radialem Abstand zu den Laufschaufelspitzen stehenden Innenwand
und mit einer zumindest in radialer Richtung lastübertragenden Verbindungs
struktur zwischen Innen- und Außenwand, wobei als Verbindungsstruktur eine
sich zumindest über den Großteil der einander zugewandten Oberflächenberei
che von Innen- und Außenwand erstreckende, vielfach unterteilte Hohlkammer
struktur angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet
dass die Außenwand (3, 4) eine geschlossene, mechanisch stabile Gehäusewand der Verdichter- oder Turbinenstufe ist,
dass die Innenwand (5, 6) über ihren Umfang mehrfach durch axial oder vorwie gend axial verlaufende Dehnfugen (7) unterbrochen, d. h. segmentiert ist, und
dass die Hohlkammerstruktur (10, 11, 12, 13, 14) mit der Innen- (5, 6) und/oder mit der Außenwand (3, 4) durch Löten verbunden ist.
dass die Außenwand (3, 4) eine geschlossene, mechanisch stabile Gehäusewand der Verdichter- oder Turbinenstufe ist,
dass die Innenwand (5, 6) über ihren Umfang mehrfach durch axial oder vorwie gend axial verlaufende Dehnfugen (7) unterbrochen, d. h. segmentiert ist, und
dass die Hohlkammerstruktur (10, 11, 12, 13, 14) mit der Innen- (5, 6) und/oder mit der Außenwand (3, 4) durch Löten verbunden ist.
2. Ringstruktur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die segmentierte
Innenwand (5) schaufelseitig mit einer Beschichtung in Form eines von den Lauf
schaufelspitzen bei Kontakt mechanisch verformbaren bzw. abtragbaren Einlauf
belages (9) versehen ist.
3. Ringstruktur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die segmentierte
Innenwand (6) vollständig, d. h. in ihrem gesamten Materialquerschnitt, als Ein
laufbelag ausgeführt ist, vorzugsweise in Gestalt eines porösen Metallkörpers
ohne oder mit Einlagerungen aus einem anderen Material, wie Kunststoff oder
Kohlenstoff.
4. Ringstruktur nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die segmentierte Innenwand (6), abgesehen von den zumindest vorwiegend axial
verlaufenden Dehnfugen (7), mit über ihren Umfang verteilten, geometrisch definierten
Durchbrüchen (8) versehen ist, wobei die Hohlkammerstruktur (11) im
Bereich der Durchbrüche (8) zurückgesetzt bzw. ausgespart (19) ist.
5. Ringstruktur nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass
die Hohlkammerstruktur (12) als Honigwabenstruktur ausgeführt ist.
6. Ringstruktur nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass
die Hohlkammerstruktur (14) als integraler Bestandteil der Innen- (5, 6) oder der
Außenwand (3, 4) durch abtragende Fertigung erzeugt ist, z. B. durch Fräsen, Boh
ren oder elektrochemisches Abtragen.
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