DE10020538A1 - Luftfilter für Kraftfahrzeug - Google Patents
Luftfilter für KraftfahrzeugInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Luftfilter für Kraftfahrzeuge, insbesondere Nutzfahrzeuge, mit einem im wesentlichen zylindrischen Filtergehäuse, in dem ein im wesentlichen zylindrischer Ringfiltereinsatz mit axialen Endscheiben untergebracht ist, und mit einer axial an das Filtergehäuse angeschlossenen Anschlußleitung, die durch eine in einer der Endscheiben ausgebildete Öffnung mit dem Inneren des Ringfiltereinsatzes kommuniziert. DOLLAR A Um die Schallausbreitung einer Brennkraftmaschine, die mit dem Luftfilter ausgestattet ist, zu reduzieren, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß axial zwischen der offenen Endscheibe und einer axialen Wand des Filtergehäuses eine abgeschlossene Kammer ausgebildet ist, die über mindestens eine Verbindungsöffnung mit der Anschlußleitung kommuniziert.
Description
Die Erfindung betrifft ein Luftfilter für ein Kraftfahrzeug,
insbesondere Nutzfahrzeug, mit den Merkmalen des Oberbe
griffs des Anspruchs 1.
Ein derartiges Luftfilter ist beispielsweise aus der
DE 39 34 433 C2 bekannt und besitzt ein im wesentlichen zylindri
sches Filtergehäuse, in dem ein im wesentlichen zylindri
scher Ringfiltereinsatz mit axialen Endscheiben unterge
bracht ist. An das Filtergehäuse ist axial eine Anschlußlei
tung angeschlossen, die durch eine zentrische Öffnung, die
in einer der Endscheiben ausgebildet ist, mit dem Inneren
des Ringfiltereinsatzes kommuniziert. Eine weitere Anschluß
leitung ist radial an das Filtergehäuse angeschlossen und
kommuniziert mit einem radial zwischen dem Filtergehäuse und
dem Ringfiltereinsatz ausgebildeten Ringraum. Derartige
Luftfilter werden bei Kraftfahrzeugen dazu verwendet, die
für die Verbrennung in einer Brennkraftmaschine des Kraft
fahrzeuges erforderliche Luft zu filtern. Dementsprechend
wird ein solches Luftfilter in einer Sauganlage der jeweili
gen Brennkraftmaschine angeordnet. Üblicherweise wird diese
Sauganlage akustisch mit der zugehörigen Brennkraftmaschine
abgestimmt, um beispielsweise die Geräuschemission der
Brennkraftmaschine zu reduzieren. Es ist jedoch ebenso üb
lich, für denselben Fahrzeugtyp unterschiedliche Motorisie
rungen anzubieten. Dementsprechend kann der Fall eintreten,
daß die Sauganlage zufriedenstellende akustische Werte für
mehrere Motorvarianten liefert, während bei anderen Motorva
rianten eine unerwünscht starke Schallabstrahlung auftritt.
Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem,
für eine Sauganlage einer Brennkraftmaschine Möglichkeiten
anzugeben, mit deren Hilfe eine störende Schallabstrahlung
der Brennkraftmaschine reduziert werden kann.
Dieses Problem wird durch ein Luftfilter mit den Merkmalen
des Anspruchs 1 gelöst.
Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, in oder
am Luftfiltergehäuse wenigstens eine gekapselte Kammer aus
zubilden, die über mindestens eine Verbindungsöffnung mit
einer Anschlußleitung kommuniziert, mit der das Luftfilter
in eine Sauganlage eingebaut werden kann. Auf diese Weise
wird eine Art Resonatorkammer gebildet, die als Schalldämp
fer wirkt und so effektiv die störende Schallabstrahlung re
duziert. Die Kammer wird dabei axial zwischen einer End
scheibe, die eine mit der Anschlußleitung kommunizierende
zentrale Öffnung enthält, und einer axialen Wand des Filter
gehäuses ausgebildet.
Grundsätzlich kann diese Kammer auf der Außenseite des Fil
tergehäuses ausgebildet sein. Bevorzugt wird jedoch eine
Ausführungsform, bei der die genannte Kammer im Inneren des
Filtergehäuses ausgebildet ist, da sich bei dieser Ausfüh
rungsform die Abmessungen, insbesondere die Baulänge des
Filtergehäuses nicht ändert.
Die Verbindungsöffnungen können schlitzförmig ausgebildet
sein, wodurch eine intensive akustische Kopplung zwischen
der Kammer und der Anschlußleitung gewährleistet werden
kann. Zweckmäßig können die Verbindungsöffnungen im wesent
lichen radial in die Anschlußleitung einmünden, wodurch sich
besonders kurze Wege ausbilden, um eine intensive Dämpfungs
wirkung zu erreichen.
Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform kann minde
stens eine Begrenzungswand der Kammer zumindest teilweise
einen Bestandteil der offenen Endscheibe bilden. Das heißt,
daß die Kammer erst beim Einsetzen des Ringfiltereinsatzes
komplettiert wird. Diese Maßnahmen ermöglichen die Ausbil
dung einer Ausführungsform, bei der an einem herkömmlichen
Filtergehäuse keine baulichen Veränderungen vorgenommen wer
den müssen, um bei eingesetztem Ringfiltereinsatz die ge
wünschte Kammer auszubilden.
Bei einer anderen Ausführungsform kann wenigstens eine Be
grenzungswand der Kammer zumindest teilweise ein Bestandteil
des Filtergehäuses sein. Diese Maßnahmen ermöglichen die
Ausgestaltung einer Ausführungsform, bei der keine baulichen
Veränderungen an der offenen Endscheibe des Ringfilterein
satzes durchgeführt werden müssen.
Bei einer weiteren Ausführungsform kann mindestens eine Be
grenzungswand der Kammer zumindest teilweise ein Bestandteil
eines separat vom Filtergehäuse und separat vom Ringfil
tereinsatz hergestellten Einsatzteiles sein, das zwischen
Ringfiltereinsatz und Filtergehäuse im Filtergehäuse ange
ordnet ist. Diese Maßnahmen ermöglichen grundsätzlich eine
Ausführungsform, bei der keinerlei bauliche Veränderungen am
Filtergehäuse und an der offenen Endscheibe des Ringfil
tereinsatzes vorgenommen werden müssen. Bei der Montage wird
dieses Einsatzteil in das Filtergehäuse eingebracht, um dann
bei eingesetztem Ringfiltereinsatz die Kammer auszubilden.
Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform kann im Fil
tergehäuse ein Sitz für das axiale Ende des Ringfilterein
satzes ausgebildet sein, mit dem das Ringfilterelement zu
sammenwirkt, wenn das Einsatzteil nicht in das Filtergehäuse
eingesetzt ist, wobei am Einsatzteil ebenfalls ein Sitz für
das axiale Ende des Ringfiltereinsatzes ausgebildet ist, mit
dem der Ringfiltereinsatz zusammenwirkt, wenn das Einsatz
teil in das Filtergehäuse eingesetzt ist. Diese spezielle
Ausgestaltung des Einsatzteiles ermöglicht die Verwendung
von grundsätzlich unveränderten Endscheiben am Ringfil
tereinsatz. Die Ausgestaltung eines passenden Ringfilterein
satzes ist dann besonders einfach realisierbar, indem das
für die Herstellung des Ringfiltereinsatzes zwischen den
axialen Endscheiben angeordnete Filterpapier auf eine ent
sprechende Länge geschnitten wird.
Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den
Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung an
hand der Zeichnungen.
Es versteht sich, daß die vorstehend genannten und die nach
stehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der je
weils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kom
binationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den
Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.
Bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den
Zeichnungen dargestellt und werden in der nachfolgenden Be
schreibung näher erläutert.
Es zeigen, jeweils schematisch,
Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen axialen Endbereich
eines erfindungsgemäßen Filters bei einer ersten
Ausführungsform,
Fig. 2 eine Ansicht wie in Fig. 1, jedoch bei einer zweiten
Ausführungsform, und
Fig. 3 eine Ansicht wie in Fig. 1, jedoch bei einer dritten
Ausführungsform.
Entsprechend den Fig. 1 bis 3 weist ein erfindungsgemäßes
Luftfilter 1 ein im wesentlichen zylindrisches Filtergehäuse
2 auf, wobei hier lediglich ein axialer Endabschnitt des
Filtergehäuses 2 wiedergegeben ist. Dabei ist die Darstel
lung außerdem bezüglich einer Längsachse 3 des Filtergehäu
ses 2 auf eine Hälfte beschränkt. Vorzugsweise ist das Fil
tergehäuse 2 im wesentlichen rotationssymmetrisch bezüglich
seiner Längsachse 3 ausgebildet.
An eine axiale Stirnseite 4 des Filtergehäuses 2 ist eine
Anschlußleitung 5 angeschlossen, die beispielsweise mit dem
Ansaugtrakt einer Brennkraftmaschine verbunden ist. Im Inne
ren des Filtergehäuses 2 ist die Anschlußleitung 5 mit einem
im wesentlichen zylindrischen Stutzen 6 axial verlängert,
der axial in das Innere des Filtergehäuses 2 vorsteht. Im
Inneren des Filtergehäuses 2 ist außerdem ein im wesentli
chen zylindrischer Ringfiltereinsatz 7 untergebracht, der an
seinen axialen Enden jeweils mit einer Endscheibe 8 ausge
stattet ist. Zwischen den Endscheiben 8 erstreckt sich ein
Filterpapier 9, das beispielsweise plissiert ist. Radial in
nen kann eine Innenzarge 10 angeordnet sein, während radial
außen eine Außenzarge 11 angeordnet sein kann. Die Zargen 10
und 11 bewirken eine radiale Abstützung des Filterpapiers 9
sowie eine axiale Abstützung der Endscheiben 8.
Die hier dargestellte Endscheibe 8 ist der axialen Anschluß
leitung 5 zugeordnet und besitzt eine zentrische Öffnung 12,
so daß diese Endscheibe 8 auch als offene Endscheibe 8 be
zeichnet werden kann. Die gegenüberliegende Endscheibe 8
kann im Unterschied dazu geschlossen, d. h. ohne zentrale
Öffnung ausgebildet sein.
Im Inneren des Filtergehäuses 2 ist axial zwischen der offe
nen Endscheibe 8 und einer axialen Wandung 13 des Filterge
häuses 2 eine Kammer 14 ausgebildet, die vorzugsweise ring
förmig oder ringsegmentförmig ausgestaltet ist. Diese Kammer
14 kommuniziert über Verbindungsöffnungen 15 mit der An
schlußleitung 5 bzw. mit dem Inneren 16 der Anschlußleitung
5. Bis auf diese Verbindungsöffnungen 15 ist die Kammer 14
geschlossen oder gekapselt ausgebildet. Auf diese Weise bil
det die Kammer 14 eine Art Resonator, der bestimmte Frequen
zen der in der Anschlußleitung 5 transportierten Schallwel
len dämpft. Die Geräuschausbreitung von der Brennkraftma
schine durch das Luftfilter 1 in die Umgebung wird somit
durch die Ausbildung dieser Kammer 14 reduziert.
Entsprechend Fig. 1 wird die Kammer dadurch realisiert, daß
ein Einsatzteil 17 in das Filtergehäuse 2 eingesetzt ist,
wobei dieses Einsatzteil 17 im wesentlichen scheibenförmig
ausgebildet und eine axiale Begrenzungswand der Kammer 14
bildet. Das Einsatzteil 17 besteht im wesentlichen aus einer
Scheibe 18, die an ihrem radial außenliegenden Rand einen
umlaufenden Kragen 19 trägt, der axial absteht und mit dem
Filtergehäuse 2 verbunden ist. Diese Verbindung kann bei
spielsweise durch ein Reibschweißverfahren realisiert wer
den. An ihrem radial innenliegenden Rand trägt die Scheibe
18 axial vorstehende Erhebungen 20, die symmetrisch verteilt
sein können und sich axial am Stutzen 6 abstützen, wodurch
in Umfangsrichtung zwischen benachbarten Erhebungen 20 die
Verbindungsöffnungen 15 in Form von Schlitzen ausgebildet
sind. Des weiteren ist an der Scheibe 18 an ihrem radial in
nenliegenden Rand ein weiterer zylindrischer Stutzen 21 aus
gebildet, der axial in das Innere des Filtergehäuses 2 vor
steht. Dabei dringt dieser Stutzen 21 des Einsatzteils 17
durch die Öffnung 12 der offenen Endscheibe 8 in ein Inneres
22 des Ringfiltereinsatzes 7 ein. Die Außenseite des zylin
drischen Stutzens 21 bildet dabei eine zylindrische Anlage
fläche, an welcher eine radial wirkende Dichtung 23, die ra
dial innen an der offenen Endscheibe 8 ausgebildet ist,
dichtend zur Anlage kommt. Des weiteren kann sich die End
scheibe 8 auch in axialer Richtung an der Scheibe 18 des
Einsatzteiles 17 abstützen. Insoweit bildet das Einsatzteil
17 auf der dem Ringfiltereinsatz 7 zugewandten Seite einen
Sitz 35 für das axiale Ende des Ringfiltereinsatzes 7. Die
axiale Abstützung zwischen Endscheibe 8 und Einsatzteil 17
erfolgt vorzugsweise über an der Endscheibe 8 ausgebildete,
axial wirkende Dichtmittel 32, um die Abdichtung der Rein
seite gegenüber der Rohseite zu verbessern.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist dieser Sitz 35 im
wesentlichen identisch geformt wie ein weiterer Sitz 36, der
sich im Bereich des Stutzens 6 und der Wand 13 ausbildet,
wenn das Einsatzteil 17 weggelassen ist. Dementsprechend
rann dann ein anderer Ringfiltereinsatz 7 mit größerer axia
ler Erstreckung in das Filtergehäuse 2 eingesetzt werden,
wobei dann die Kammer 14 entfällt.
Entsprechend Fig. 2 kann das Einsatzteil 17 auch als separa
tes Bauteil ausgebildet sein, das beim Zusammenbau des Luft
filters 1 mit dem Ringfiltereinsatz 7 in das Filtergehäuse 2
eingebracht wird. Die Scheibe 18 des Einsatzteils 17 weist
nun an ihrem radial außenliegenden Rand einen axial zur Wand
13 hin abstehenden, vollständig umlaufenden Ringkragen 24
auf, der radial wirkende Dichtmittel 25 trägt, die radial
dichtend an einer radialen Wand 26 des Filtergehäuses 2 an
liegen. Die axiale Erstreckung dieses Kragens 24 kann abwei
chend von der Darstellung optional auch so gewählt sein, daß
sich dieser Kragen 24 zusätzlich axial an der Wand 13 ab
stützt.
Bei der hier dargestellten speziellen Ausführungsform weist
die Scheibe 18 in einem Bereich in der Nähe des Stutzens 6
einen weiteren, axial zur Wand 13 abstehenden, vollständig
umlaufenden Kragen 27 auf, der ebenfalls radial wirkende
Dichtmittel 28 trägt, die radial dichtend am Stutzen 6 zur
Anlage kommen. Dieser Kragen 27 ist optional und kann bei
einer anderen Ausführung entfallen. Auch dieser Kragen 27
kann optional so ausgebildet sein, daß er sich zusätzlich
axial an der Wand 13 abstützt. Im Kragen 27 sind Durch
trittsöffnungen 29 ausgespart, damit die Kammer 14 über die
se mit den Verbindungsöffnungen 15 verbunden ist.
Auf der dem Ringfiltereinsatz 7 zugewandten Seite ist die
Scheibe 18 an ihrem radial außenliegenden Rand mit einem zu
sätzlichen, vollständig umlaufenden Kragen 30 ausgestattet,
an dem sich die offene Endscheibe 8 radial abstützen kann.
Die Endscheibe 8 kann dazu mit entsprechenden Dichtmitteln
31 ausgestattet sein, die die Abdichtung der Rohseite gegen
über der Reinseite verbessern.
Auch in diesem Fall ist der dem Ringfiltereinsatz 7 zuge
wandte Bereich des Einsatzteils 17 als Sitz 37 für das axia
le Ende des Ringfiltereinsatzes 8 ausgebildet. Wobei dieser
Sitz 37 demjenigen Sitz 36 entspricht, der sich bei wegge
lassenem Einsatzteil 17 zwischen der radialen Wand 26, dem
Stutzen 6 und der axialen Wand 13 ausbildet. Somit kann auch
hier ein lediglich hinsichtlich seiner axialen Erstreckung
veränderter Ringfiltereinsatz 7 verwendet werden, um das
Luftfilter 21 ohne das Einsatzteil 17 und somit ohne die
Kammer 14 auszubilden. Beachtenswert ist hierbei außerdem,
daß am Filtergehäuse 2 keine baulichen Veränderungen erfor
derlich sind, um die Kammer 14 auszubilden oder wegzulas
sen.
Entsprechend Fig. 3 kann bei einer besonderen Ausführungs
form auch die Endscheibe 8 mit einem axial zur Wand 13 des
Filtergehäuses 2 abstehenden, vollständig umlaufenden Kragen
33 ausgestattet sein, wobei dieser Kragen 33 vorzugsweise
einstückig mit der Endscheibe 8 hergestellt ist. In der hier
gezeigten Ausführungsform ist dieser Kragen 33 am radial au
ßenliegenden Rand der Endscheibe 8 ausgebildet; eine andere
Positionierung ist ebenso möglich. Der Kragen 33 trägt auch
hier vorzugsweise radial wirkende Dichtmittel 34, die radial
dichtend an der radialen Wand 26 des Filtergehäuses 2 zur
Anlage kommen. Optional kann die axiale Erstreckung des Kra
gens 33 auch so gewählt sein, daß sich die Endscheibe 8 über
ihren Kragen 33 zusätzlich oder alternativ axial an der Wand
13 des Filtergehäuses 2 abstützt. Bei der hier dargestellten
Ausführungsform sind die Erhebungen 20 im Bereich des radial
innenliegenden Randes der Endscheibe 8 ausgebildet, wobei
auch hier eine einteilige Ausführungsform bevorzugt wird.
Die hier dargestellten Ausführungsformen können insbesondere
dahingehend variiert werden, daß sich für den Ringfilterein
satz 7 unterschiedliche axiale Eindringtiefen in die Kammer
14 ausbilden. Mit anderen Worten, die Kammer 17 kann durch
eine entsprechende Ausgestaltung der Einsatzteile 17 bzw.
der Endscheibe 8 hinsichtlich ihres Volumens unterschiedlich
ausgebildet werden, wodurch die Dämpfung unterschiedlicher
Frequenzen erreicht werden kann. Ebenso ist eine Ausgestal
tung möglich, bei der die axiale Länge des Ringfiltereinsat
zes 7 grundsätzlich konstant bleibt, wobei jedoch Füllkörper
od. dgl. das Volumen der Kammer 14 reduzieren.
Ein besonderer Vorteil der vorliegenden Erfindung wird darin
gesehen, daß die Ausbildung der Kammer 14 optional möglich
ist, indem anstelle eines herkömmlichen Ringfiltereinsatzes
7, der sich in axialer Richtung direkt an der Wand 13 ab
stützt und radial gegenüber dem Stutzen 6 abgedichtet ist,
ein anderer Ringfiltereinsatz 7 verwendet wird, dessen Fil
terpapier 9 in axialer Richtung verkürzt ist, wobei zusätz
lich an der Endscheibe 8 der Kragen 33 und die Erhebungen 20
gemäß Fig. 3 ausgebildet sein können oder alternativ ein
Einsatzteil 17 gemäß den Fig. 1 und 2 vorgesehen ist. Auf
diese Weise ist es möglich, ein Luftfiltersystem bereitzu
stellen, das bei Fahrzeugtypen mit unterschiedlicher Motori
sierung für die einen Motorvarianten ein Luftfilter 1 ohne
Kammer 14 bereitstellt und für andere Motorvarianten ein
Luftfilter 1 mit Kammer 14 nach der Erfindung bereitstellt.
Im Rahmen der Serienfertigung derartiger Luftfilter 1 ermög
licht die Erfindung somit die Bereitstellung mehrerer Vari
anten, ohne daß dazu eine Veränderung der zur Herstellung
des Filtergehäuses 2 verwendeten Spritzgußformen erforder
lich ist.
Claims (14)
1. Luftfilter für ein Kraftfahrzeug, insbesondere Nutzfahr
zeug, mit einem im wesentlichen zylindrischen Filtergehäuse
(2), in dem ein im wesentlichen zylindrischer Ringfilterein
satz (7) mit axialen Endscheiben (8) untergebracht ist, und
mit einer axial an das Filtergehäuse (2) angeschlossenen An
schlußleitung (5), die durch eine in einer der Endscheiben
(8) ausgebildete Öffnung (12) mit dem Inneren (22) des Ring
filtereinsatzes (7) kommuniziert,
dadurch gekennzeichnet,
daß axial zwischen der offenen Endscheibe (8) und einer
axialen Wand (13) des Filtergehäuses (2) eine abgeschlossene
Kammer (14) ausgebildet ist, die über mindestens eine Ver
bindungsöffnung (15) mit der Anschlußleitung (5) kommuni
ziert.
2. Luftfilter nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kammer (14) ringförmig oder ringsegmentförmig ausge
bildet ist.
3. Luftfilter nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Kammer (14) in einem den Ringfiltereinsatz (7) ent
haltenden Inneren des Filtergehäuses (2) ausgebildet ist.
4. Luftfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Anschlußleitung (5) im Inneren des Filtergehäuses
(2) als Stutzen (6) ausgebildet ist, wobei die Kammer (14)
radial zwischen dem Stutzen (6) und einer radialen Wand (26)
des Filtergehäuses (2) ausgebildet ist.
5. Luftfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungsöffnung (15) schlitzförmig ausgebildet
ist.
6. Luftfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Verbindungsöffnung (15) radial in die Anschlußlei
tung (5) einmündet.
7. Luftfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine Begrenzungswand der Kammer (14) zumin
dest teilweise ein Bestandteil (33) der offenen Endscheibe
(8) ist.
8. Luftfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine Begrenzungswand der Kammer (14) zumin
dest teilweise ein Bestandteil (6, 13, 26) des Filtergehäu
ses (2) ist.
9. Luftfilter nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens eine Begrenzungswand der Kammer (14) zumin
dest teilweise ein Bestandteil (18, 24, 27) eines separat von
Filtergehäuse (2) und Ringfiltereinsatz (7) hergestellten
Einsatzteils (17) ist, das zwischen Ringfiltereinsatz (7)
und Filtergehäuse (2) im Filtergehäuse (2) angeordnet ist.
10. Luftfilter nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Einsatzteil (17) am Filtergehäuse (2) befestigt ist.
11. Luftfilter nach Anspruch 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
daß sich der Ringfiltereinsatz (7) über seine offene End
scheibe (8) am Einsatzteil (17) axial abstützt, das sich
seinerseits am Filtergehäuse (2) axial abstützt.
12. Luftfilter nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Ringfiltereinsatz (7) gegenüber dem Einsatzteil (17)
abgedichtet ist.
13. Luftfilter nach einem der Ansprüche 9 bis 12,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Einsatzteil (17) gegenüber dem Filtergehäuse (2) ab
gedichtet ist.
14. Luftfilter nach einem der Ansprüche 9 bis 13,
dadurch gekennzeichnet,
daß im Filtergehäuse (2) ein Sitz (36) für das axiale Ende
des Ringfiltereinsatzes (7) ausgebildet ist, mit dem der
Ringfiltereinsatz (7) zusammenwirkt, wenn das Einsatzteil
(17) nicht in das Filtergehäuse (2) eingesetzt ist, und daß
am Einsatzteil (17) ebenfalls ein Sitz (35; 37) für das
axiale Ende des Ringfiltereinsatzes (7) ausgebildet ist, mit
dem der Ringfiltereinsatz (7) zusammenwirkt, wenn das Ein
satzteil (17) in das Filtergehäuse (2) eingesetzt ist.
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