DE10019165A1 - Mobiler Digitaler Schreibstift - Google Patents
Mobiler Digitaler SchreibstiftInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Eingabe- und Aufnahmevorrichtung in Form eines digitalen Schreibstiftes zur mobilen Dateneingabe bzw. -aufnahme und -verarbeitung, insbesondere Texteingabe und -verarbeitung. Der Stift besitzt eine Recheneinheit, einen Bewegungssensor und einen Abstandsmesssensor an der Stiftspitze, wodurch die Bewegungsgeschwindigkeit, Bewegungsrichtung und Position der Stiftspitze ermittelt wird und kontinuierlich Daten über den Abstand der Stiftspitze relativ zur Schreiboberfläche erfasst werden. DOLLAR A Dadurch wird es möglich, Zeichen und Buchstaben, die auf jeder beliebigen Oberfläche, wie beispielsweise die Handfläche, die Hose usw. niedergeschrieben werden, zu identifizieren und mittels einer Schrifterkennungssoftware als Zeichen bzw. Buchstaben zu erkennen.
Description
Die Erfindung betrifft eine Eingabe- und Aufnahmevorrichtung in Form eines digitalen
Schreibstiftes zur mobilen Dateneingabe bzw. -aufnahme und -verarbeitung, insbesondere
Texteingabe und -verarbeitung.
Es gab schon viele Versuche, digitale Stifte zu verwirklichen, um eine erleichterte Dateneingabe
zu gewährleisten.
Der Nachteil aller dieser Stifte ist jedoch, dass sie eine dafür vorgesehene Unterlage, eine
sensible Oberfläche, in Form eines Displays oder ein mit Sensoren versehenes Zeichen- oder
Schreibbrett benötigen, auf die die gewünschten Daten niedergeschrieben werden können bzw.
einen Computer, in den die Daten eingegeben werden. Meist handelt es sich bei diesen
Vorrichtungen auch um Geräte, die der grafischen Datenverarbeitung dienen.
Solche Stifte stellen jedoch keine ideale Lösung dar, eine mobile Dateneingabe zu verwirklichen.
Diese Geräte dürfen außerdem eine Mindestgröße nicht unterschreiten, weil sonst die
Übersichtlichkeit rapide abnimmt. Ferner ist der Benutzer meist an mehrere Komponenten
gebunden, die er ständig mit sich führen muss, und zwar den Stift und eine entsprechende
Schreibunterlage, wodurch die Mobilität wiederum eingeschränkt ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Eingabe- und Aufnahmevorrichtung in Form
eines Schreibstiftes zu verwirklichen, die eine Eingabe und Aufnahme von Daten, insbesondere
Textdaten durch einfaches Schreiben auf jeder beliebigen Oberfläche ermöglicht.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1
gelöst, zweckmäßige Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen 2 bis 23 angegeben,
vorteilhafte Ausführungsformen sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im Folgenden
näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1: Technischer Aufbau und Datenflussdiagramm des erfindungsgemäßen Stiftes;
Fig. 2: Seitenansicht des erfindungsgemäßen Stiftes;
Fig. 3: Seitenansicht der Stiftspitze des erfindungsgemäßen Stiftes, mit optoelektronischem
Bewegungssensor und Abstandsmesssensor.
Der erfindungsgemäße Stift besitzt einen Aktivierungsschalter (1), mindestens einen
Bewegungssensor (2), vorteilhafterweise einen optoelektronischen Bewegungssensor an der
Stiftspitze, einen Wandler (4), der empfangene Lichtsignale in elektrische Signale umwandelt,
einen Verstärker (5), vorzugsweise einen integrierten Schaltkreis, der die von dem Wandler (4)
ausgehenden Signale verstärkt, einen Magnetplattenspeicher (8), eine Anzeigevorrichtung (6),
vorzugsweise eine Flüssigkristallanzeige, eine Recheneinheit (16), die aus einem Mikroprozessor
(19), einem Controller (20), einem RAM (18)
(als Zwischenspeicher für die weitere Bearbeitung und Berechnung) und einem ROM (17) (als
Träger der Betriebssoftware) besteht, eine Schnittstelle zu externen Geräten, vorteilhafterweise
eine Infrarotschnittstelle (10), mindestens eine Energieversorgungseinheit (21), vorzugsweise
einen Akku und Bedienelemente (7), vorzugsweise Drucktasten. Dabei beruht die Funktion des
Bewegungssensors auf Leucht-, insbesondere Laserdioden.
Die Recheneinheit des erfindungsgemäßen Stiftes ist mittels einer Steuerungsschnittstelle (22)
mit dem Bewegungssensor, dem Wandler, dem Verstärker und den anderen Grundkomponenten
wie die Anzeigevorrichtung, dem Zwischenspeicher, dem Magnetplattenspeicher und der
Schnittstelle für externe Geräte verbunden.
Weiterhin kann der erfindungsgemäße Stift mit einer Sender- und Empfängereinheit (9),
vorzugsweise für elektromagnetische Wellen versehen sein, welche das Senden von Daten und
das Empfangen von Signalen ermöglicht. Siehe Fig. 1.
Durch Betätigung des erfindungsgemäßen Stiftes über einen Aktivierungsschalter (1), wird der
Bewegungssensor (2) aktiviert. Siehe Fig. 2.
Bei Bewegung des erfindungsgemäßen Stiftes, durch übliche Schreibbewegungen, über jede
beliebige Oberfläche, auf der der erfindungsgemäße Stift bewegt wird, beispielsweise die
Handfläche, die Hose, eine Schreibtischoberfläche usw. übermittelt der Bewegungssensor Daten
über Bewegungsrichtung, -geschwindigkeit und Position der Spitze des erfindungsgemäßen
Stiftes an die Recheneinheit.
Um zusätzliche Daten zu erhalten und eine Erkennung der niedergeschriebenen Buchstaben bzw.
Zeichen zu vereinfachen, kann der erfindungsgemäße Stift mindestens einen
Abstandsmesssensor, insbesondere Laser- oder Infrarotabstandsmesssensor, besitzen, der
vorzugsweise an der Spitze des erfindungsgemäßen Stiftes angebracht ist. Siehe Fig. 3.
Der mindestens eine Abstandsmesssensor liefert kontinuierlich Daten über den Abstand der
Stiftspitze des erfindungsgemäßen Stiftes relativ zur Schreiboberfläche und sendet diese, in Form
von elektrischen Signalen an die Recheneinheit. Um die Schrifterkennung weiterhin zu
erleichtern, kann mehr als ein Abstandsmesssensor und/oder mehr als ein Bewegungssensor in
die Spitze des erfindungsgemäßen Stifts integriert werden. Dabei ermöglichen mehrere
Abstandsmesssensoren, die sich in der Stiftspitze des erfindungsgemäßen Stiftes befinden, das
Erfassen einer eventuellen Neigung und Neigungsänderung des Stiftes, und durch mehrere
Bewegungssensoren an der Stiftspitze wird es möglich eine eventuelle Drehung des Stiftes zu
registrieren.
Die zusätzlich erfassbaren Daten wie Drehung und Neigung des Stiftes erleichtern nicht nur die
Erkennung der niedergeschriebenen Texte. Dadurch dass jede Person einen eigenen und
individuellen Schreibstil, bezogen auf Haltung und Führung des Stiftes hat, wird es ferner
möglich bestimmte niedergeschriebene Texte einer Person zuzuordnen, dies ist beispielsweise
bei einer gewünschten Unterschriftenerkennung sehr von Vorteil.
Die durch den Bewegungssensor und den Abstandsmesssensor gewonnenen Daten werden
zusammen in einem Zwischenspeicher des erfindungsgemäßen Stiftes gespeichert und an die
Recheneinheit weitergegeben und mittels der Betriebssoftware und eines
Schrifterkennungsprogramms als Textdatei erkannt und weiterverarbeitet und dann in einer dafür
vorgesehenen Speichereinheit des erfindungsgemäßen Stiftes gespeichert. Die
niedergeschriebenen Daten werden auf einer Anzeigevorrichtung, vorteilhafterweise eine
längliche Flüssigkristallanzeige, die sich am Stiel des erfindungsgemäßen Stiftes befindet,
dargestellt.
Die Texterkennung kann erleichtert werden, wenn der erfindungsgemäße Stift auf den jeweiligen
Benutzer kalibriert wird. Diese Kalibrierung erfolgt vorzugsweise durch die häufige Eingabe von
bestimmten und vordefinierten Buchstaben und Zeichen durch den jeweiligen Benutzer. Bei
häufigem Gebrauch des erfindungsgemäßen Stiftes durch den Benutzer, und die damit
verbundene Bestätigung und Korrektur der eingegebenen Daten, passt sich der erfindungsgemäße
Stift dem jeweiligen Benutzer immer besser an, wodurch sich die Texterkennung des Stiftes
immer weiter verbessert. Durch die Anbringung einer Sende- und Empfängereinheit in den
erfindungsgemäßen Stift, erweitert sich der Einsatzbereich des erfindungsgemäßen Stiftes
erheblich.
Die erweiterten Funktionen und Einsatzmöglichkeiten des erfindungsgemäßen Stiftes sind sehr
einfach zu steuern und zu aktivieren. Durch die im erfindungsgemäßen Stift befindlichen
Sensoren, wie der optoelektronische Bewegungssensor und der Abstandsmesssensor, und durch
die Betriebssoftware und das Schrifterkennungsprogramm, lassen sich alle weiteren Funktionen
des erfindungsgemäßen Stiftes durch einfaches Schreiben steuern und aktivieren.
Befehle an den Mikroprozessor können durch einfache vereinbarte und vordefinierte
Sonderzeichen gekennzeichnet werden. Diese Sonderzeichen werden auch mit dem
erfindungsgemäßen Stift niedergeschrieben. Somit unterscheiden sich Befehle, die an den
Prozessor gerichtet sind, von üblichen zu speichernden und zu verarbeitenden Daten durch kurz
vor dem Befehl niedergeschriebene Sonderzeichen.
Dieses Prinzip, und zwar dass der erfindungsgemäße Stift selbst erkennt, was niedergeschrieben
wird, macht es möglich, mit nur einer sehr geringen Anzahl an Bedienelementen eine große Zahl
an Funktionen aktivieren zu können und Befehle eingeben zu können und diese von üblichen zu
verarbeitenden Textdateien zu unterscheiden.
Die Möglichkeit, zu verarbeitende Daten und auszuführende Befehle einfach und voneinander
unterscheidbar mit dem erfindungsgemäßen Stift eingeben zu können, in Kombination mit der
Integration einer Sende- und Empfängereinheit bzw. einer Infrarotschnittstelle in den
erfindungsgemäßen Stift, eröffnet viele Möglichkeiten, beispielsweise das Versenden von Faxen.
Hierzu ein Beispiel.
So schreibt der Benutzer die gewünschten zu faxenden Daten auf irgendeiner Oberfläche,
beispielsweise auf der Handfläche, nieder. Das Niedergeschriebene wird durch die Sensoren des
erfindungsgemäßen Stiftes, und zwar den Bewegungssensor und den Abstandsmesssensor, als
Zeichen identifiziert und durch die Betriebssoftware und das Schrifterkennungsprogramm als
Textdatei erkannt und in einem Zwischenspeicher des erfindungsgemäßen Stiftes gespeichert.
Nach Beendigung der Eingabe der zu faxenden Daten, wird durch das einfache Niederschreiben,
eines Sonderzeichens beispielsweise in Form einer Raute (#), als Signal einer folgenden
Befehlseingabe, in Kombination mit dem Befehl "Faxen", dem Mikroprozessor signalisiert, dass
die niedergeschriebenen Daten gefaxt werden sollen. Daraufhin wird die benötigte Faxnummer
wieder durch ein einfaches Niederschreiben eingegeben und bestätigt. Durch die Bestätigung der
Nummer werden die eingegebenen zu faxenden Daten in eine Faxdatei formatiert und an die
gewünschte Nummer versendet.
Schreibt der Benutzer beispielsweise den Text: "Hallo Welt # Faxen # 87654321" nieder, wird
dieser Text von den Sensoren des erfindungsgemäßen Stiftes identifiziert.
Die Worte "Hallo Welt" werden mittels der Betriebssoftware und dem
Schrifterkennungsprogramm als Textdatei erkannt. Das darauffolgende Sonderzeichen "#"
signalisiert dem Prozessor, dass nun ein Befehl folgt. Das folgende Wort "Faxen" zeigt an, dass
die eingegebenen Worte "Hallo Welt" als Faxdatei versendet werden sollen. Das jetzt folgende
Sonderzeichen "#" signalisiert nun, dass die Faxnummer folgt.
Nach Bestätigung des eingegebenen Textes werden die zu versendenden Daten "Hallo Welt" in
eine Faxdatei formatiert, gespeichert und über die Sendeeinheit des erfindungsgemäßen Stiftes an
die eingegebene Nummer gefaxt.
Dadurch wird mittels dem erfindungsgemäßen Stift ein mobiles Faxen, ohne komplizierte
Eingabevorrichtung, wie ein Mobiltelefon mit Tastatur oder Laptop, jederzeit möglich. Der
erfindungsgemäße Stift kann mittels der Empfängereinheit auch Texte empfangen, die auf der
Anzeigevorrichtung des erfindungsgemäßen Stiftes sichtbar dargestellt werden.
Weiterhin können mittels dem erfindungsgemäßen Stift, dem gleichen oben beschriebenen
Prinzip folgend, e-mails verschickt und SMS-Nachrichten versendet werden.
Der Benutzer muss nach dem Niederschreiben des jeweiligen gewünschten Textes und des
vereinbarten Sonderzeichens "#", den entsprechenden Befehl, beispielsweise "e-mail" bzw.
"SMS", und nach nochmaligem Niederschreiben des vereinbarten Sonderzeichens "#", die
gewünschte e-mail Adresse bzw. die Telefonnummer niederschreiben. Nach Bestätigung der
eingegebenen Daten, werden diese als e-mail bzw. SMS-Nachricht über die Sendeeinheit des
erfindungsgemäßen Stiftes an den jeweiligen Empfänger gesendet.
Dies kann so aussehen: Hallo Welt # e-mail # Benutzer.Beispiel@World.com
bzw. Hallo Welt # SMS # 01734246339.
Durch die im erfindungsgemäßen Stift befindliche Empfängereinheit lassen sich mittels dem
erfindungsgemäßen Stift auch e-mails bzw. SMS-Nachrichten und Texte empfangen und auf der
Anzeigevorrichtung des Stiftes sichtbar ablesen.
Weiterhin können, durch die Integration eines Lautsprechers in den erfindungsgemäßen Stift und
mittels einer Spracherkennungssoftware, Personen, die aufgrund eines Unfalls oder seit der
Geburt des Sprechens nicht mächtig sind, den erfindungsgemäßen Stift zur Kommunikation
nutzen. So schreibt der Benutzer einen gewünschten Text, das vereinbarte Sonderzeichen (#) und
beispielsweise den Befehl "Lautsprecher" nieder. Mit Hilfe der Sensoren des erfindungsgemäßen
Stiftes und der Software (Betriebssoftware, Sprach- und Schrifterkennungssoftware) wird der
niedergeschriebene Text als Textdatei erkannt. Dies kann beispielsweise so aussehen:
Wo ist die nächste U-Bahnstation, bitte # Lautsprecher.
Wo ist die nächste U-Bahnstation, bitte # Lautsprecher.
Bestätigt der Benutzer nun die niedergeschriebenen Daten, wird der Text über den Lautsprecher
des erfindungsgemäßen Stiftes hörbar wiedergegeben.
Ferner ist es möglich ein Mikrofon in den erfindungsgemäßen Stift zu integrieren, so dass die
Dateneingabe auf Wunsch auch sprachlich erfolgen kann. Dadurch lassen sich zu faxende Daten,
e-mails und SMS-Nachrichten, mittels einer Sprach- und Schrifterkennungssoftware, mündlich in
den erfindungsgemäßen Stift eingeben und über die Sendeeinheit versenden.
Ferner kann der erfindungsgemäße Stift mittels der Sende- und Empfängereinheit, der
Recheneinheit und der Betriebssoftware, des Lautsprechers und des Mikrofons als mobiles
Telefon genutzt werden. So kann der Benutzer eingehende Anrufe entgegennehmen und sich
mittels der genannten Komponenten mit dem Anrufer unterhalten.
Des weiteren kann mittels der Recheneinheit und der Betriebssoftware des erfindungsgemäßen
Stiftes oder mittels eines Taktgenerators, die Uhrzeit und das Datum ermittelt und auf der
Anzeigevorrichtung sichtbar dargestellt werden. Dadurch ist es möglich, die niedergeschriebenen
und derart eingegebenen Daten bzw. die als Fax, e-mail oder SMS-Nachricht empfangenen
Daten, zeitlich zu archivieren. Weiterhin kann mittels der Recheneinheit und der
Betriebssoftware eine Signalfunktion eingestellt und aktiviert werden, so dass der
erfindungsgemäße Stift dadurch eine Alarm- bzw. Weckfunktion erhält.
Der erfindungsgemäße Stift lässt sich somit als Terminkalender einsetzen. Dabei lassen sich auf
einer dafür vorgesehenen Speichereinheit Adressen, Namen und Telefonnummern speichern und
jederzeit abrufen.
Zusätzlich ließe sich der erfindungsgemäße Stift mit einem Übersetzungsprogramm versehen.
Dadurch lassen sich vom Benutzer, mittels dem erfindungsgemäßen Stift durch einfaches
Niederschreiben auf jeder beliebigen Oberfläche, Texte in einer bestimmten Sprache eingeben
und mit Hilfe der Übersetzungssoftware in die jeweilige gewünschte Sprache übersetzen. Der
übersetzte Text erscheint sodann auf der Anzeigevorrichtung des erfindungsgemäßen Stiftes
oder wird wahlweise über den Lautsprecher des erfindungsgemäßen Stiftes wiedergegeben. Dies
kann beispielsweise so aussehen:
Wo ist die nächste U-Bahnstation, bitte # Englisch # Lautsprecher.
Wo ist die nächste U-Bahnstation, bitte # Englisch # Lautsprecher.
Außerdem ist es möglich die über die Empfängereinheit des erfindungsgemäßen Stiftes
empfangenen Daten, wie gefaxte Texte, e-mails oder SMS-Nachrichten über den Lautsprecher
wiederzugeben.
Wird die Übersetzungsfunktion des erfindungsgemäßen Stiftes mit der Fax-, e-mail- oder SMS-
Funktion kombiniert, erweitert sich der Einsatzbereich des erfindungsgemäßen Stiftes derart,
dass zu faxende bzw. als e-mail oder SMS-Nachricht zu versendende Daten, von dem Benutzer
in einer bestimmten Sprache niedergeschrieben und mittels der Übersetzungssoftware in die
gewünschte Sprache übersetzt werden, und daraufhin der in die gewünschte Sprache übersetzte
Text als Faxdatei bzw. als e-mail oder SMS-Nachricht versendet wird. Dies kann beispielsweise
so aussehen:
Hallo Welt # Englisch # Faxen # 87654321
Hallo Welt # Englisch # Faxen # 87654321
Durch eine Infrarotschnittstelle, die in den erfindungsgemäßen Stift angebracht ist, wird es
möglich die im erfindungsgemäßen Stift befindlichen Daten an andere Geräte, wie den
Heimcomputer, die Heim-Audioanlage, das Mobiltelefon, andere Stifte und andere elektronische
Organizer bzw. elektronische Terminkalender zu übertragen, und auch Daten von den genannten
Geräten mit dem erfindungsgemäßen Stift zu erhalten.
Des weiteren lässt sich der erfindungsgemäße Stift als Fernbedienung für externe Geräte nutzen.
Durch die Sendeeinheit bzw. der Infrarotschnittstelle des erfindungsgemäßen Stiftes, lässt sich
eine Funkverbindung zu den entsprechenden Geräten aufbauen, so dass Befehle an die jeweiligen
Geräte versendet werden können.
Beispielsweise kann somit durch den erfindungsgemäßen Stift nicht nur der Heimcomputer,
sondern auch die Standheizung des Autos oder die Heimanlage und dergleichen aus der Ferne
bedient werden.
Ferner können sich die Bedienelemente des erfindungsgemäßen Stiftes, vorzugsweise die
Drucktasten, in unmittelbarer Nähe der Anzeigevorrichtung befinden, so dass eine örtliche
Zuordnung zwischen den jeweiligen Bedienelementen und den Funktionsanzeigen auf der
Anzeigevorrichtung besteht. Dabei wird durch die Betätigung des jeweiligen Bedienelements die
entsprechende örtlich zuzuordnende Anzeige der Funktion bzw. des Zeichens ausgewählt,
korrigiert, bestätigt und/oder aktiviert. Dies erleichtert die Bedienung des Stiftes enorm.
Der erfindungsgemäße Stift kann zudem ein externes Akkuladegerät besitzen. Dieses Ladegerät
könnte beispielsweise die Form eines Stifthalters besitzen, so dass der erfindungsgemäße Stift,
zum Aufladen des Akkus einfach in das stifthalterförmige Ladegerät gesteckt wird. Wahlweise
könnte das Akku des erfindungsgemäßen Stiftes auch über eine dafür vorgesehene
Steckerschnittstelle (11) und ein entsprechendes Ladegerät aufgeladen werden.
Um die Bedienung des erfindungsgemäßen Stiftes einfach und Benutzerfreundlich zu gestalten,
kann der Aktivierungsschalter des Stiftes vorzugsweise die gewohnte Form und Position eines
Druckknopfes üblicher Kugelschreiber besitzen. Siehe Fig. 2.
Weiterhin kann der längliche Stiftbügel an der Seite des erfindungsgemäßen Stiftes die Funktion
einer Antenne besitzen und vorzugsweise herausklappbar bzw. herausschiebbar gestaltet werden.
Durch die oben beschriebene Umsetzung erhalten gewohnte klassische und ästhetische Elemente
üblicher Stifte, wie der Stiftbügel und der Druckknopf eine notwendige Funktion, wobei die
gewohnte und klassische Form des Stiftes beibehalten wird.
Schließlich lässt sich auch mindestens ein optischer Scanner in den erfindungsgemäßen Stift,
vorzugsweise an der Spitze oder Seite des Stiftes, integrieren. Der optische Scanner ermöglicht
das Einscannen von Daten, dabei wird das Scannerfenster des optischen Scanners einfach über
die einzuscannende Unterlage bewegt. Dabei werden die von dem Bewegungssensor erfassten
Daten über Geschwindigkeit, Bewegungsrichtung und Position der Stiftspitze zur Verarbeitung
der eingescannten Daten genutzt. Die eingescannten Daten werden dann in dem
Zwischenspeicher des erfindungsgemäßen Stiftes gespeichert. Mittels der Betriebssoftware und
einem Texterkennungsprogramm des erfindungsgemäßen Stiftes, werden die eingescannten
Unterlagen als Textdatei erkannt und zur weiteren Verarbeitung in einem dafür vorgesehenen
Speicher gespeichert.
Claims (23)
1. Mobiler digitaler Schreibstift, dadurch gekennzeichnet, dass der Stift mindestens einen
Bewegungssensor (2), vorzugsweise einen optoelektronischen Bewegungssensor, einen
Wandler (4) und einen Verstärker (5) enthält, und dass er einen Magnetplattenspeicher (8)
und mindestens eine Recheneinheit (16) besitzt, die aus mindestens einem
Mikroprozessor (19), einem RAM (18) (als Zwischenspeicher für weitere Bearbeitung
und Berechnung), einem ROM (17) (als Träger der Betriebssoftware) und einem
Controller (20) besteht, und dass er eine Anzeigevorrichtung (6), vorzugsweise eine
Flüssigkristallanzeige am Stiel des Stiftes, einen Aktivierungsschalter (1), mindestens ein
Bedienelement (7), vorzugsweise eine Drucktaste und eine Energieversorgungseinheit
(21), vorzugsweise einen Akku besitzt, und dass er eine Steuerungsschnittstelle (22),
welche die genannten Grundkomponenten verbindet, besitzt. Nach Aktivierung des Stiftes
durch Betätigung des Aktivierungsschalters liefert der Bewegungssensor des Stiftes bei
Schreibbewegungen auf jeder beliebigen Oberfläche Daten über Bewegungsrichtung und
Bewegungsgeschwindigkeit und Position der Schreibstiftspitze relativ zur
Schreiboberfläche an die Recheneinheit. Die somit gewonnenen Daten werden mittels der
Recheneinheit und einem Schrifterkennungsprogramm verarbeitet, als Zeichen erkannt
und als Textdatei in einem dafür vorgesehenen Speicherplatz gespeichert und auf der
Anzeigevorrichtung des Stiftes dargestellt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stift zusätzlich
mindestens einen Abstandsmesssensor (3), vorzugsweise einen optoelektronischen
Abstandsmesssensor, an der Stiftspitze besitzt.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Stift
zusätzlich mindestens eine Sende- und Empfängereinheit (9), vorzugsweise einen
elektromagnetischen Funksender und -empfänger besitzt, so dass Funksignale in Form
von Telefonanrufen, Faxen, e-mails und SMS-Nachrichten und dergleichen empfangen
und versendet werden.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Stift
zusätzlich mindestens eine Schnittstelle für externe Geräte, vorzugsweise eine
Infrarotschnittstelle und/oder Steckerschnittstelle besitzt, so dass über die Schnittstelle die
Verbindung und Übertragung der eingegebenen bzw. empfangenen Daten zu anderen
Geräten, wie einem Computer, Audiogeräte, Mobiltelefone, andere elektronische
Terminkalender und dergleichen erfolgt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der
Stift zusätzlich mindestens ein Bedienelement, vorzugsweise einen Drucktaste, besitzt,
die sich in unmittelbarer Nähe der Anzeigevorrichtung befindet, wobei eine örtliche
Zuordnung zwischen dem Bedienelement und einer Funktionsanzeige auf der
Anzeigevorrichtung besteht, so dass durch das Bedienelement an der Anzeigevorrichtung,
die auf der Anzeigevorrichtung dargestellte Funktion des Stiftes anwählbar und/oder
aktivierbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1, 2, 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der
Stift zusätzlich mindestens ein Mikrofon und mindestens einen Lautsprecher besitzt.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Stift
zusätzlich ein Spracherkennungsprogramm besitzt, so dass eine sprachliche Dateneingabe
und/oder akustische Ausgabe der Daten erfolgt.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die mit dem
Stift niedergeschriebenen und derart eingegebenen Texte, über den Lautsprecher des
Stiftes hörbar wiedergegeben werden.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens
eine Funktion des Stiftes sprachlich und/oder durch das Niederschreiben der Funktion
gesteuert und aktiviert wird.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Stift
zusätzlich ein Übersetzungsprogramm besitzt, so dass in den Stift eingegebene Daten
und/oder von dem Stift empfangene Texte mittels des Übersetzungsprogramms in eine
andere Sprache übersetzt werden.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die von dem
Übersetzungsprogramm in eine andere Sprache übersetzten Texte, auf der
Anzeigevorrichtung des Stiftes angezeigt und/oder über den Lautsprecher des Stiftes
wiedergegeben werden.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der
Recheneinheit und der Betriebssoftware des Stiftes eine Berechnung der Uhrzeit und des
Datums erfolgt, so dass die Uhrzeit und/oder das Datum auf der Anzeigevorrichtung
dargestellt werden.
13. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der
Recheneinheit, der Empfängereinheit und der Betriebssoftware des Stiftes, durch eine
Funkverbindung die Uhrzeit- und Datumseinstellung des Stiftes erfolgt (Funkuhr).
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der
Recheneinheit und der Betriebssoftware des Stiftes eine zeitliche Speicherung und
Archivierung der eingegebenen und/oder empfangenen Daten erfolgt.
15. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der
Recheneinheit und der Betriebssoftware des Stiftes eine Weck- und Alarmfunktion
eingestellt und aktiviert wird.
16. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stift mindestens ein
externes Akkuaufladegerät besitzt, das vorzugsweise die Form eines Stifthalters hat, in
den der Stift zum Aufladen des Akkus hineingesteckt wird.
17. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stift mindestens eine
Steckervorrichtung (11) besitzt, so dass durch die Steckervorrichtung der Akku des Stiftes
aufgeladen wird.
18. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stift mindestens eine
optische Scannervorrichtung besitzt, so dass mittels der optischen Scannervorrichtung
Textdaten und/oder Bilddaten aufgenommen werden.
19. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stift eine Antenne,
vorzugsweise eine aufklappbare oder herausschiebbare Antenne in Form eines Stiftbügels
besitzt.
20. Aktivierungsschalter des Stiftes die Form eines üblichen Druckknopfes gewohnter
Kugelschreiber besitzt.
21. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stift einen
Lautstärkeregler besitzt, mit dem der Lautstärkepegel der über den Lautsprecher
ausgegebenen akustischen Signale eingestellt und verändert wird.
22. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigevorrichtung des
Stiftes mittels Leuchtmittel beleuchtbar ist.
23. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Versendung bzw. der
Empfang von Faxdokumenten, e-mails, SMS-Nachrichten, Telefonanrufen und
dergleichen akustisch mittels eines Signaltons und/oder auf der Anzeigevorrichtung oder
mittels eines dafür vorgesehenen Leuchtmittels angezeigt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10019165A DE10019165A1 (de) | 2000-04-12 | 2000-04-12 | Mobiler Digitaler Schreibstift |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10019165A DE10019165A1 (de) | 2000-04-12 | 2000-04-12 | Mobiler Digitaler Schreibstift |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10019165A1 true DE10019165A1 (de) | 2001-10-18 |
Family
ID=7639161
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE10019165A Withdrawn DE10019165A1 (de) | 2000-04-12 | 2000-04-12 | Mobiler Digitaler Schreibstift |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10019165A1 (de) |
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