DE10019645A1 - Gleitladeboden für einen Kofferraum eines Fahrzeugs - Google Patents
Gleitladeboden für einen Kofferraum eines FahrzeugsInfo
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Abstract
Die Erfindung beschreibt einen Gleitladeboden für einen Kofferraum eines Fahrzeugs, mit einem durchgehenden Transportband (4), das nahe dem Kofferraumboden (1) über wenigstens zwei Laufrollen (5, 6) bewegbar geführt ist. Gegenüber einer bekannten Vorrichtung zeichnet sich die Erfindung dadurch aus, daß zwischen den Laufrollen (5, 6) eine Gleitfläche (3) vorgesehen ist, auf der sich die Unterseite des Transportbandes (4) flächig abstützt. Vorzugsweise ist das Transportband (4) an seiner Unterseite mit einer Gleitfolie (4A) versehen.
Description
Die Erfindung betrifft einen Gleitladeboden für einen Kofferraum eines Fahrzeugs
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Ein derartiger Gleitladeboden ist aus der DE 197 09 114 A1 bekannt. Die
Abstützung des Transportbandes erfolgt dort zwischen einer Front- und einer
Achterwalze mittels mehrerer Stützrollen. Eine derartige Abstützung ist relativ
aufwendig und dennoch zur Lagerung schwererer Teile wenig geeignet.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gleitladeboden zu
schaffen, der einfach aufgebaut und auch zur Lagerung schwererer Teile gut
verwendbar ist.
Diese Aufgabe wird gemäß der vorliegenden Erfindung durch die Merkmale des
Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den
Unteransprüchen entnehmbar.
Dadurch, daß zwischen den Laufrollen eine Gleitfläche vorgesehen ist, auf der
sich die Unterseite des Transportbandes flächig abstützt, können auch schwere
Gegenstände, selbst mit einer starken Punktbelastung, mittels des
Transportbandes im Kofferraum von einer Beladeposition in eine Stauposition
und zurück ohne eine Beschädigung des Transportbandes verfahren werden.
Durch die flächig Abstützung braucht das Transportband keine besondere
Reißfestigkeit aufzuweisen. Im Idealfall wird ein an die Farbgestaltung des
Fahrzeuginnenraums angepaßter Stoff oder Teppich verwendet, der an seiner
Unterseite mit einer Gleitfolie oder einer Gleitbeschichtung versehen ist.
Vorzugsweise wird die Gleitfläche von einem Blech mit einer Gleitbeschichtung
gebildet, beispielsweise einer Kunststoff- Schicht oder einer Lackschicht.
Im Gegensatz zur Gleitfläche können die Laufrollen eine hohe
Oberflächenreibung aufweisen. Dadurch ist es beispielsweise möglich, eine der
Laufrollen auch mit einem Antrieb zu verbinden, der ein automatisches verfahren
des Ladeguts ermöglicht.
Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung ist das Transportband mittels
einer Bremsvorrichtung arretierbar. Eine solche Bremsvorrichtung kann
beispielsweise wenigstens eine der Laufrollen arretierten oder gemäß einer
alternativen Ausführungsform unmittelbar auf das Transportband wirken. Hierzu
ist beispielsweise eine Exzenterscheibe vorteilhaft verwendbar, die mittels eines
Bremshebels von einer Bremsposition, in der ein im Durchmesser größerer Teil
der Exzenterscheibe auf das Transportband, vorzugsweise in dessen
Randbereich, drückt in eine Freigabeposition bewegbar ist, in der die
Exzenterscheibe außer Kontakt mit dem Transportband steht.
Vorzugsweise ist eine der Laufrollen bezüglich ihres Achsabstandes zur anderen
Laufrolle einstellbar gelagert. Diese einstellbare Lagerung kann durch eine
federnde Lagerung, die die eine Laufrolle in Richtung auf eine Vergrößerung
ihres Achsabstandes zur anderen Laufrolle vorspannt, ergänzt oder ersetzt
werden.
Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung
beschrieben. Die einzige Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch einen
Gleitladeboden.
Der erfindungsgemäße Gleitladeboden ist mittels eines Tragrahmens 2 mit dem
Kofferraumboden 1 eines Fahrzeugs verbunden. Das Fahrzeug ist vorzugsweise
als Limousine ausgebildet, wobei der Gleitladeboden gegenüber anderen
bekannten Vorrichtungen den Vorteil aufweist, daß bei einem Verschieben des
Ladeguts kein Teil über die hintere Begrenzung des Fahrzeuges hinaus steht, so
daß dieser Gleitladeboden auch bei Fahrzeugen einsetzbar ist, deren Kofferraum
nach hinten durch eine senkrechte Wand begrenzt ist.
Der Gleitladeboden besteht aus zwei mit ihren Achsen quer zur Fahrtrichtung am
Tragrahmen 2 drehbar gelagerten Laufrollen 5 bzw. 6. Über diese Laufrollen 5
bzw. 6 ist ein endloses Transportband 4 geführt, welches an seiner Unterseite
eine Gleitfolie 4A aufweist, die sich bei einer Bewegung des Transportbandes 4
gleitend auf einer festen Gleitfläche 3 abstützt, die zwischen den Laufrollen 5
bzw. 6 fest am Tragrahmen 2 angeordnet ist. Die Gleitfläche 3 kann aus Blech,
Holz oder einer Sandwich-Verbundplatte beispielsweise aus Holz und Kunststoff
oder aus Metall und Kunststoff bestehen. Anstelle der Gleitfolie 4A kann auch
eine anders geartete Gleitschicht an der Unterseite des Transportbandes 4
vorgesehen sein.
Die oben liegende sichtbare Fläche des Transportbandes 4 wird von einem
Teppich 4B gebildet, der in Farbe und Qualität an die übrige Ausstattung des
Fahrzeuginnenraums angepaßt sein kann. Die Oberseite der Gleitfläche 3 kann
ebenfalls mit einer Gleitschicht aus einem gut gleitenden Material, beispielsweise
einem Kunststoff wie Teflon, versehen sein. Je nach Material-Paarung ist es
unter Umständen ausreichend, nur die Gleitfläche 3 oder die Unterseite des
Transportbandes 4 mit einer Gleitschicht zu versehen.
Die in Fahrtrichtung vorne angeordnete Laufrolle 6 ist an einer horizontal
angeordneten Druckstrebe 7 drehbar gelagert, die ihrerseits einstellbar an einer
Aufnahme 8 befestigt ist. Die Aufnahme 8 ist nach Art einer einstellbaren Mutter
ausgebildet. Durch eine Verdrehung dieser Mutter wird die Laufrolle 6 in ihrem
Achsabstand relativ zur Achse der Laufrolle 5 verstellt. Dadurch ist die Spannung
des Transportbandes 4 einstellbar. Anstelle der einstellbaren Lagerung oder
alternativ hierzu kann die Achse der Laufrolle 6 auch federnd in Richtung auf eine
Vergrößerung des Achsabstandes vorgespannt sein. Die Aufnahme 8 ist mittels
einer Halterung 7 am Tragrahmen 2 befestigt.
Das Transportband 4 ist mittels einer Bremsvorrichtung arretierbar oder
freigebbar. Im gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Bremsvorrichtung als
Exzenterscheibe 9 ausgebildet, die mittels eines um etwa 180 Grad schwenk
baren Bremshebels 10 aus einer Bremsposition 10A in eine Freigabeposition 10B
verdrehbar ist, wobei sie in der Bremsposition 10A mit ihrem im Durchmesser
größerer Teil auf die Innenseite des Transportbandes 4 drückt und dieses
dadurch festklemmt, während sie in der Freigabeposition 10B das Transportband
4 freigibt.
Die Handhabung der erfindungsgemäße Vorrichtung ist sehr einfach. Beim
Beladen des Kofferraums werden die Gepäckstücke hinten auf dem
Transportband 4, d. h. nahe der Laufrolle 5 abgestellt. Nach Entriegelung des
Bremshebels 10 wird das Gepäckstück mit dem sich gleitend auf der Gleitfläche 3
flächig abstützenden Transportband 4 nach vorne geschoben, bis am hinteren
Ende des Transportbandes 4 genügend Platz zum absetzen eines weiteren
Gepäckstücks entstanden ist. So werden der Reihe nach die einzelnen
Gepäckstücke abgesetzt und nach vorne geschoben. Nach Beendigung des
Beladevorgangs wird der Bremshebel 10 in seine Bremsposition 10B geschwenkt
und das Transportband 4 dadurch arretiert. Beim Endladevorgang läuft der
vorstehend geschilderte Prozeß in umgekehrter Richtung ab.
In einer komfortableren Variante kann auch ein elektrischer Antrieb vorgesehen
sein, der zumindestens auf eine der beiden Laufrollen 5 bzw. 6 wirkt und somit
ein automatisches Verfahren der Gepäckstücke ermöglicht.
1
Kofferraumboden
2
Tragrahmen
3
Gleitfläche
4
Transportband
4
A Gleitfolie
4
B Teppich
5
Laufrolle
6
Laufrolle
7
Druckstrebe
8
Aufnahme
9
Exzenterscheibe
10
Bremshebel
10
A Bremsposition (von
10
)
10
B Freigabeposition (von
10
)
11
Halterung (für
8
)
Claims (10)
1. Gleitladeboden für einen Kofferraum eines Fahrzeugs, mit einem
durchgehenden Transportband (4), das nahe des Kofferraumbodens (1) über
wenigstens zwei Laufrollen (5, 6) bewegbar geführt ist, dadurch
gekennzeichnet, daß zwischen den Laufrollen (5, 6) eine Gleitfläche (3)
vorgesehen ist, auf der sich die Unterseite des Transportbandes (4) flächig
abstützt.
2. Gleitladeboden nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Transportband (4) an seiner Unterseite mit einer Gleitfolie (4A) versehen ist.
3. Gleitladeboden nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Gleitfläche (3) von einem Blech mit einer Gleitbeschichtung aus Kunststoff
gebildet wird.
4. Gleitladeboden nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Oberseite des Transportbandes (4) von einem an das Interieur des
Fahrzeugs angepaßten Teppich (4B) gebildet wird.
5. Gleitladeboden nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß die Laufrollen (5, 6) eine hohe Oberflächenreibung aufweisen.
6. Gleitladeboden nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß das Transportband (4) mittels einer Bremsvorrichtung (Exzenterscheibe
9, Bremshebel 10) arretierbar ist.
7. Gleitladeboden nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Bremsvorrichtung wenigstens eine der Laufrollen (5, 6) arretiert.
8. Gleitladeboden nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Bremsvorrichtung eine Exzenterscheibe (9) aufweist, die mittels eines
Bremshebels (10) aus einer Bremsposition (10A), in der ein im Durchmesser
größerer Teil der Exzenterscheibe (9) auf das Transportband (4) drückt, in
eine Freigabeposition (10B) bewegbar ist, in der die Exzenterscheibe (9)
außer Kontakt mit dem Transportband (4) steht.
9. Gleitladeboden nach den Ansprüchen 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß
eine der Laufrollen (5 bzw. 6) bezüglich ihres Achsabstandes zur anderen
Laufrolle (6 bzw. 5) einstellbar gelagert ist.
10. Gleitladeboden nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine der
Laufrollen (5 bzw. 6) federnd in Richtung auf eine Vergrößerung ihres
Achsabstandes zur anderen Laufrolle (6 bzw. 5) gelagert ist.
Priority Applications (2)
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Publications (1)
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