DE10018678A1 - Betätigungseinrichtung für einen Antriebsstrang - Google Patents
Betätigungseinrichtung für einen AntriebsstrangInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Betätigungseinrichtung (10) für eine in einem Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs zwischen einer Antriebseinheit und einem Getriebe in einem Gehäuse, insbesondere in einer Gehäuseglocke (102) angeordnete Reibungskupplung, umfassend eine im Gehäuse angeordnete, vorzugsweise einen Druckmittelkraftringzylinder (28) umfassende Druckmittelkraftzylinderanordnung, unter deren Vermittlung die Reibungskupplung über eine gleichachsig zur Reibungskupplung bewegliche Ausrücklageranordnung (40) betätigbar ist, und eine mit der Ausrücklageranordnung oder einer Ausrücklageranordnungsseite (26) der Druckmittelkraftzylinderanordnung (28) oder der Reibungskupplung zugeordnete, eine ist-Ausrückung erfassende Messanordnung (16) mit einer Mehrzahl von im Gehäuse um die Kupplungsachse (A) verteilt angeordneten Messwertaufnehmern (20a, 20b). Es wird vorgechlagen, dass das Gehäuse wenigstens eine Gehäuseöffnung (100) aufweist und dass durch die Gehäuseöffnung ohne Auftrennen des Antriebsstrangs wenigstens mehrere, vorzugsweise alle (20a, 20b) der Messwertaufnehmer aus dem Gehäuseinneren ausbaubar und - gegebenenfalls in Form eines Austausch-Messwertgebers - wieder einbaubar sind.
Description
Die Erfindung betrifft eine Betätigungseinrichtung für eine in einem
Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs zwischen einer Antriebseinheit und
einem Getriebe in einem Gehäuse, insbesondere in einer Gehäuseglocke
angeordnete Reibungskupplung, umfassend eine im Gehäuse angeordnete,
vorzugsweise einen Druckmittelkraftringzylinder umfassende Druckmittel
kraftzylinderanordnung, unter deren Vermittlung die Reibungskupplung über
eine gleichachsig zur Reibungskupplung bewegliche Ausrücklageranordnung
betätigbar ist, und eine der Ausrücklageranordnung oder einer Ausrücklager
anordnungsseite der Druckmittelkraftzylinderanordnung oder der Reibungs
kupplung zugeordnete, eine Ist-Ausrückung erfassende Messanordnung mit
einer Mehrzahl von im Gehäuse um die Kupplungsachse verteilt angeord
neten Messwertaufnehmern.
Betätigungseinrichtungen der genannten Art sind beispielsweise aus der
DE 197 16 600 A1 und der DE 197 14 226 A1 bekannt, deren Offenbarungs
gehalt in die Offenbarung der vorliegenden Anmeldung einbezogen wird. Bei
den bekannten Betätigungseinrichtungen sind die Messwertaufnehmer von
hydraulischen Messzylindern gebildet. Damit von den hydraulischen
Messzylindern keine wesentlichen Kippmomente auf die Ausrücklageranord
nung oder die Ausrücklageranordnungsseite der Druckmittelkraftzylinder
anordnung (speziell Pneumatikkraftzylinderanordnung) ausüben, schlägt
speziell die DE 197 14 226 A1 vor, die hydraulischen Messzylinder (oder
allgemein eine Messwertaufnehmeranordnung oder Geberelementanordnung)
im Wesentlichen symmetrisch zur Kupplungsachse auszubilden. Speziell für
den Fall einer Mehrzahl von hydraulischen Messzylindern wird vorgeschla
gen, dass diese um die Kupplungsachse mit gleichem Umfangswinkel und
gleichem Radialabstand verteilt angeordnet sind, so dass auf die Messung
der Ist-Ausrückung zurückgehende, von den einzelnen Messzylindern
ausgeübte Querkräfte sich gegenseitig kompensieren und dementsprechend
insgesamt kein wesentliches, auf die Ausrücklageranordnung beziehungs
weise die Ausrücklageranordnungsseite der Druckmittelkraftzylinderanord
nung (beispielsweise ein Pneumatik-Ringkolben) wirkendes Kippmoment
auftritt. Die Gefahr einer Selbsthemmung der Druckmittelkraftzylinderanord
nung beziehungsweise Pneumatikkraftzylinderanordnung wird hier durch
zuverlässig vermieden.
Eine solche Anordnung von hydraulischen Messzylindern (allgemein
Messwertaufnehmern) in der Gehäuseglocke hat allerdings den Nachteil,
dass die Messwertaufnehmer in der Gehäuseglocke nicht oder kaum
zugänglich sind, solange Motor und Getriebe verbunden sind, also der
Antriebsstrang nicht aufgetrennt wird. Insbesondere ist es nicht möglich, die
Messwertaufnehmer für Reparaturzwecke oder zum Austausch eines
defekten Messwertaufnehmers auszubauen und - gegebenenfalls in Form
eines Austausch-Messwertgebers - wieder einzubauen, ohne den Antriebs
strang aufzutrennen. Das Auftrennen des Antriebsstrangs bedingt hingegen
einen großen Demontage und Montageaufwand mit dementsprechendem
Kostenaufwand.
Um hier Abhilfe zu schaffen, wird nach der Erfindung vorgeschlagen, dass
die Betätigungseinrichtung dafür ausgebildet ist, dass - bei einem wenig
stens eine Gehäuseöffnung aufweisenden Gehäuse - durch die wenigstens
eine Gehäuseöffnung ohne Auftrennen des Antriebsstrangs wenigstens
mehrere, vorzugsweise alle der Messwertaufnehmer aus dem Gehäuse
inneren ausbaubar und - gegebenenfalls in Form eines Austausch-Mess
wertgebers - wieder einbaubar sind.
Man könnte daran denken, dass man das Gehäuse (die Gehäuseglocke) mit
mehreren Gehäuseöffnungen beziehungsweise einer sehr großen Gehäuse
öffnung ausbildet, um das Ausbauen und Einbauen der Messwertaufnehmer
ohne Auftrennen des Antriebsstrangs zu ermöglichen. Dieser Lösungsansatz
ist aber insofern nachteilig, als das durch eine entsprechende Anzahl von
Gehäuseöffnungen beziehungsweise durch eine sehr große Gehäuseöffnung
die Gehäuseglocke strukturell geschwächt wird, was insbesondere für
Nutzkraftfahrzeuge nicht wünschenswert ist. Überdies sind mehrere
Gehäuseöffnungen nicht immer möglich. Es wird deshalb als bevorzugte
Weiterbildung sowie als nebengeordneter unabhängiger Lösungsanspruch
vorgeschlagen, dass eine Transporteinrichtung vorgesehen ist, mittels der
wenigstens einer der Messwertaufnehmer von einer von einer zugeordneten
Gehäuseöffnung ferneren Betriebsposition zu einer der zugeordneten
Gehäuseöffnung näheren Ausbauposition transportierbar ist. In diesem
Zusammenhang ist vorzugsweise ferner vorgesehen, dass mittels der
Transporteinrichtung wenigstens einer der Messwertaufnehmer von einer
einer/der zugeordneten Gehäuseöffnung näheren, gegebenenfalls der
Ausbauposition entsprechenden Einbauposition zu der von der zugeordneten
Gehäuseöffnung ferneren Betriebsposition transportierbar ist. Wenn hiervon
Betriebsposition und Einbau- beziehungsweise Ausbauposition gesprochen
wird, so meinen diese Begriffe einerseits die Position, die der Messwertauf
nehmer normalerweise, während des Fahrzeugbetriebs, einnimmt, um die
Ist-Ausrückung zu erfassen, sowie andererseits eine Position, zu der der
Messwertaufnehmer mittels der Transporteinrichtung transportiert wird und
von der aus derselbe aus dem Gehäuse durch die zugeordnete Gehäuseöff
nung ausgebaut werden kann, beziehungsweise eine Position, die der
Messwertaufnehmer im Gehäuse nach dem Einbau einnimmt, bevor er zu
seiner Betriebsposition für den normalen Fahrzeugbetrieb transportiert wird.
Es kann zweckmäßig sein, wenn mittels der Transporteinrichtung mehrere
der Messwertaufnehmer - gegebenenfalls zeitlich nacheinander - zu einer
diesen Messwertaufnehmern gemeinsam zugeordneten Gehäuseöffnung
transportierbar sind. Eine derartige Ausbildung der Transporteinrichtung ist
insbesondere dann zweckmäßig, wenn mehr als zwei Messwertaufnehmer
vorgesehen sind. Für die Messwertaufnehmer kann dann eine gemeinsame
Transporteinrichtung vorgesehen sein.
Wenigstens einem Messwertaufnehmer kann eine Betriebsposition
zugeordnet sein, in der er derart einer/der Gehäuseöffnung positionsmäßig
zugeordnet ist, dass er ohne Auftrennen des Antriebsstrangs aus dem
Gehäuseinneren ausbaubar und - gegebenenfalls in Form eines Austausch-
Messwertgebers - wieder einbaubar ist. In diesem Fall fallen die Betriebs
position und die Ausbau- und Einbauposition gewissermaßen zusammen.
Für die Transporteinrichtung wird nach einem bevorzugten Ausgestaltungs
ansatz vorgeschlagen, dass diese wenigstens einen im Gehäuse bewegbar
gelagerten Messwertaufnehmerträger aufweist, der wenigstens einen
Messwertaufnehmer trägt und zum Transport des Messwertaufnehmers
zwischen einer/der von der Gehäuseöffnung ferneren Betriebsposition und
einer/der der Gehäuseöffnung näheren Ausbau- beziehungsweise Ein
bauposition dient. Der bewegbar gelagerte Messwertaufnehmerträger kann
im Betrieb auch den von seiner Betriebsposition aus ausbaubaren, der
Gehäuseöffnung positionsmäßig zugeordneten Messwertaufnehmer tragen.
Alternativ ist es aber auch denkbar, dass der von seiner Betriebsposition aus
ausbaubare, der Gehäuseöffnung positionsmäßig zugeordnete Messwert
aufnehmer im Betrieb an einem gegenüber dem bewegbar gelagerten
Messwertaufnehmerträger gesonderten Messwertaufnehmerträger,
vorzugsweise dem Druckmittelkraftringzylinder, angebracht ist.
Möchte man eine der Druckmittelkraftzylinderanordnung zugeordnete
Steuer/Regel-Ventilanordnung, über die die Druckmittelkraftzylinderanord
nung betätigbar ist, in vergleichsweise enger Nachbarschaft zur Druckmittel
kraftzylinderanordnung anordnen, so kann es zweckmäßig sein, dass die
Steuer/Regel-Ventilanordnung zusammen mit einem Messwertaufnehmer in
eine Betätigungsbaueinheit integriert ist. Zwar könnte man daran denken,
dass auch die Betätigungsbaueinheit in dem Gehäuse derart angeordnet ist,
dass sie mittels der Transporteinrichtung zwischen einer Betriebsposition
und einer Aus- und Einbauposition transportierbar ist. Besonders zweckmä
ßig erscheint es aber, dass die Betätigungsbaueinheit aus ihrer Betriebs
position ausbaubar und in diese wieder einbaubar ist. Der in die Betäti
gungsbaueinheit integrierte Messwertaufnehmer ist dann als ein von seiner
Betriebsposition aus ausbaubarer, der Gehäuseöffnung positionsmäßig
zugeordneter Messwertaufnehmer anzusehen. Es kann sich um den einzigen
derartigen Messwertaufnehmer handeln.
Im Hinblick auf die Betriebssicherheit ist es zweckmäßig, wenn der
bewegbar gelagerte Messwertaufnehmerträger mittels einer Fixiereinrichtung
für den Betrieb positionsmäßig fixierbar ist. Vibrationen und dergleichen
können dann keine Positionsänderungen hervorrufen. Da sich möglicherwei
se, beispielsweise nach einer längeren Betriebsphase, die positionsmäßige
Fixierung schlecht und nur unter Einsatz großer Kräfte wieder lösen lassen
könnte, wird weiterbildend vorgeschlagen, dass eine Fixierungslöseein
richtung vorgesehen ist, um das Lösen einer positionsmäßigen Fixierung des
Messwertaufnehmerträgers wenigstens zu unterstützen.
Zur Erleichterung des Ein- und Ausbauens des oder der Messwertaufnehmer
kann eine Antriebseinrichtung vorgesehen sein, mittels der der bewegbar
gelagerte Messwertaufnehmerträger zum Transport des wenigstens einen
Messwertaufnehmers zwischen seiner Betriebsposition und seiner Ausbau-
beziehungsweise Einbauposition bewegbar ist. Die Antriebseinrichtung kann
vorteilhaft ein Zahnradgetriebe aufweisen, das beispielsweise eine am
Messwertaufnehmerträger ausgebildete Verzahnung umfasst.
Hinsichtlich der Ausbildung des Messwertaufnehmerträgers bestehen
diverse Möglichkeiten. Beispielsweise kann der Messwertaufnehmerträger
einen längs eines Verschiebewegs verschiebbar geführten Schlitten
umfassen, der den wenigstens einen Messwertaufnehmer trägt. Nach einer
besonders bevorzugten Variante ist vorgesehen, dass der Messwertauf
nehmerträger ein im Gehäuse drehbar oder schwenkbar gelagertes Dreh-
oder Schwenkglied umfasst, beispielsweise ein die Kupplungsachse
umschließendes Ringteil oder Ringscheibenteil. In diesem Zusammenhang
kann man vorsehen, dass der Messwertaufnehmerträger vom drehbar
gelagerten Druckmittelkraftringzylinder gebildet ist oder ein am drehbar
gelagerten Druckmittelkraftzylinder angeordnetes Tragglied umfasst.
Nach einem anderen Ausgestaltungsansatz für die Transporteinrichtung ist
vorgesehen, dass die Transporteinrichtung wenigstens eine Schiebeführung
aufweist, in der wenigstens einer der Messwertaufnehmer zwischen
einer/der von der Gehäuseöffnung ferneren Betriebsposition und einer/der
der Gehäuseöffnung näheren Ausbau- beziehungsweise Einbauposition
verschiebbar geführt ist. Die Schiebeführung kann wenigstens einen
langlochartigen oder kulissenartigen Schlitz in einem im Gehäuse angeord
neten Scheibenteil umfassen.
Im Hinblick auf die Betriebssicherheit erscheint es zweckmäßig, eine
Fixierbarkeit des Messwertaufnehmers in der Betriebsposition vorzusehen.
Beispielsweise kann der Messwertaufnehmer mittels einer an einer
zumindest im Betrieb stationären Abstützstelle abstützbaren Fixiergestän
geanordnung fixierbar sein, mittels der der Messwertaufnehmer beispiels
weise an einem geschlossenen Ende der Schiebeführung gehalten wird.
Die Abstützstelle kann von einer Baueinheit gebildet sein, die eine Steuer/
Regel-Ventilanordnung enthält, über die die Druckmittelkraftzylinderanord
nung betätigbar ist. Die Baueinheit kann außerhalb des Gehäuses an
geordnet sein, beispielsweise um die Ventilanordnung den im Gehäuse
auftretenden thermischen Einwirkungen nicht auszusetzen. Betreffend die
Fixiergestängeanordnung wird als besonders bevorzugt vorgeschlagen, dass
diese von einer Leitungsanordnung gebildet ist, die Messsignale von dem
Messwertaufnehmer zur Baueinheit überträgt. Bei der Leitungsanordnung
kann es sich beispielsweise um eine hydraulische Leitungsanordnung
handeln, die auf hydraulischem Wege Messsignale zur Baueinheit überträgt,
etwa im Falle, dass die Messwertaufnehmer von hydraulischen Messzylin
dern gebildet sind. Es kommen aber auch andere Leitungsanordnungen,
beispielsweise eine elektrische Leitungsanordnung, in Betracht, je nach
Ausbildung der Messwertaufnehmer.
Wie vorangehend schon angedeutet, wird speziell daran gedacht, dass die
Messwertaufnehmer von hydraulischen Messzylindern gebildet sind, die
vorzugsweise derart um die Kupplungsachse angeordnet sind, dass auf eine
Ausrücklageranordnungsseite der Druckmittelkraftzylinderanordnung von
den Messwertaufnehmern insgesamt kein wesentliches Kippmoment
ausgeübt wird. Vorzugsweise sind die Messwertaufnehmer im Wesentlichen
symmetrisch um die Kupplungsachse angeordnet.
Im Hinblick auf eine möglichst hohe strukturelle Festigkeit des Gehäuses ist
es bevorzugt, dass das Gehäuse genau eine Gehäuseöffnung aufweist, die
zum Ein- und Ausbauen der Messwertaufnehmer ohne Auftrennen des
Antriebsstrangs dient.
Die Erfindung betrifft ferner einen Kraftfahrzeug-Antriebsstrang, umfassend
eine Antriebseinheit, ein Getriebe und eine zwischen der Antriebseinheit und
dem Getriebe in einem wenigstens eine Gehäuseöffnung aufweisenden
Gehäuse angeordnete Reibungskupplung, sowie umfassend eine Betäti
gungseinrichtung (vorzugsweise wie vorangehend beschrieben), von deren
Messwertaufnehmern wenigstens mehrere, vorzugsweise alle aus dem
Gehäuseinneren ohne Auftrennen des Antriebsstranges ausbaubar und -
gegebenenfalls in Form eines Austausch-Messwertgebers - wieder einbaubar
sind.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand von in den Figuren gezeigten
Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine Längsschnittansicht nach Linie I-I in Fig. 2 einer
Betätigungseinrichtung für eine Kraftfahrzeug-Reibungskupp
lung mit einem Druckmittelkraftzylinder, speziell Pneumatik
kraftzylinder, im teilweise ausgefahrenen Zustand.
Fig. 2 zeigt die Betätigungseinrichtung der Fig. 1 in einer teilge
schnittenen (Schnittlinie II-II in Fig. 1) Ansicht in axialer Rich
tung mit Sichtrichtung von der Kupplung her auf den Pneuma
tikkolben und die Ausrücklageranordnung der Betätigungsein
richtung.
Fig. 3 zeigt in einer Fig. 1 entsprechenden Darstellung eine zweite
Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Betätigungsein
richtung (Längsschnitt nach Linie III-III in Fig. 4).
Fig. 4 zeigt in einer Fig. 2 entsprechenden Darstellung eine axiale
Ansicht der Betätigungseinrichtung der Fig. 2 (Teil-Querschnitt
nach Linie IV-IV in Fig. 3).
Fig. 5 zeigt in einer Fig. 1 entsprechenden Darstellung eine dritte
Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Betätigungsein
richtung (Längsschnitt nach Linie V-V in Fig. 6).
Fig. 6 zeigt in einer Fig. 2 entsprechenden Darstellung eine axiale
Ansicht auf die Betätigungseinrichtung der Fig. 5 (Teil-Quer
schnitt nach Linie VI-VI in Fig. 5).
Fig. 7 ist eine Schnittansicht eines Bereichs der Betätigungsein
richtung der Fig. 5 und 6 nach Schnittlinie VII-VII in Fig. 6.
Zunächst wird mit Bezugnahme auf die Fig. 1 und 2 der grundsätzliche
Aufbau und die Funktionsweise einer Betätigungseinrichtung 10 (auch als
Ausrückanordnung 10 bezeichenbar) gemäß einem Ausführungsbeispiel
beschrieben, wie sie beispielsweise bei Nutzfahrzeugen eingesetzt wird. Die
Betätigungseinrichtung 10 ist derart aufgebaut, dass sie eine Drehachse A
einer nicht dargestellten Kraftfahrzeug-Reibungskupplung im Wesentlichen
konzentrisch umgibt und verschiedene Komponenten derselben ringartig
aufgebaut sind und die Drehachse A umschließen.
Man erkennt radial außen ein Gehäuse 12 der Betätigungseinrichtung 10,
in welches eine nachfolgend beschriebene Ventilanordnung 14 integriert ist.
Radial innerhalb der Ventilanordnung 14 liegt eine Messanordnung 16,
welche zwei hydraulische Messzylinder 20a und 20b umfasst, die jeweils
einen in Richtung der Drehachse A verlagerbaren Messkolben 18a
beziehungsweise 18b aufweisen, der in einem zu einer axialen Seite offenen
Zylinderraum angeordnet ist, der im Falle des Messzylinders 20a im
Gehäuse 12 und im Falle des Messzylinders 20b in einem gesonderten
Messzylindergehäuse 13 ausgebildet und axial in Richtung zur Reibungs
kupplung offen ist. Zwischen dem jeweiligen Messkolben und einer
Innenumfangswandung des betreffenden Zylinderraums sind Dichtungs
elemente wirksam, die den betreffenden Messzylinder abdichten.
An seinem aus dem Messzylinder 20a beziehungsweise 20b herausragenden
Ende stehen die Messkolben 18a und 18b unter Vermittlung eines am
Kolbenende festgelegten Federelements 24a beziehungsweise 24b in
Verschiebeeingriff mit einem ringartig ausgebildeten Druckmittelkraftkolben
26 (auch als Ausrückkolben 26 bezeichenbar). Der Druckmittelkraftkolben
26 gehört zu einer Druckmittelkraftzylinderanordnung 28, die auch als
Ausrückzylinderanordnung 28 bezeichenbar ist. Vorliegend handelt es sich
bei der Druckmittelkraftzylinderanordnung um eine Pneumatikkraftzylinder
anordnung. Der Ausrückkolben 26 ist in Richtung der Drehachse A
verlagerbar und mittels der einen radial äußeren Rand eines Ringflansches
des Ring- oder Ausrückkolbens 26 umgreifenden Federelemente 24a und
24b mit den Messkolben 18a und 18b in Bezug auf axiale Bewegungen
bewegungsverkoppelt.
Ein Ringzylinderraum 29 des Pneumatikkraftzylinders 28 wird von einem
Rohrteil 30 und einem ringförmigen Wandungsteil 31 mit einem radial
äußeren Wandungsabschnitt 32 und einem Bodenabschnitt 33 sowie einem
in den Ringzylinderraum 29 eingreifenden Kolbenelement 34 des Aus
rückkolbens 26 begrenzt. Zwischen dem Ausrückkolben 26, speziell dessen
Kolbenelement 34 einerseits und dem Rohrteil 30 und dem Wandungsteil 31
andererseits sind verschiedene Dichtungselemente wirksam, die den
Ringzylinderraum 29 druckmitteldicht, insbesondere pneumatikdicht,
abdichten. In den Ringzylinderraum 29 ist eine Vorspann-Druckfeder 38
aufgenommen, die den Ausrückkolben 26 in Richtung auf Anschlag eines
mit dem Ausrückkolben 26 fest gekoppelten Ausrücklagers 40 an einer
zugeordneten Membranfederanordnung oder Tellerfederanordnung oder
dergleichen der Reibungskupplung vorspannt. Das Ausrücklager 40 umfasst
auf an sich bekannte Weise zwei Lagerschalen 48, 50, zwischen denen
Lagerkugeln angeordnet sind. Die Lagerschale 48 ist mit dem Ausrückkolben
26 gekoppelt, und die Lagerschale 50 ist bezüglich diesen Bauteilen um die
Drehachse A drehbar und wirkt mit Federzungen oder dergleichen der Mem
branfeder- oder Tellerfederanordnung zum Ausrücken der Kupplung
zusammen.
Es sei darauf hingewiesen, dass bei der dargestellten Ausgestaltungsform
die Betätigungseinrichtung 10 zur Zusammenwirkung mit einer gedrückten
Kupplung ausgebildet ist, dass aber ohne große konstruktive Änderungen
eine Umgestaltung zur Zusammenwirkung mit einer gezogenen Kupplung
möglich ist.
Die Ventilanordnung 14 ist nach Art einer Druckwaage ausgebildet. In einer
Bohrung oder Öffnung 58 im Gehäuse 12 ist ein Ventilschieber 60
verschiebbar aufgenommen. Der Ventilschieber 60 ist durch eine Vorspann
feder 62 nach innen vorgespannt und stützt sich mit einem Flansch an einer
Schulter der Öffnung 58 nach innen hin ab. Außen stützt sich die Vorspann
feder 62 an in die Öffnung 58 eingesetzten Einsetzteilen 65, 66 ab. Das
topfartige Einsetzteil 65 weist in seinem Boden eine Öffnung auf, auf der
unter Vorspannung eine Feder 68 ein Deckelelement 70 aufsitzt. Die Feder
68 stützt sich außen an dem hülsenartigen Einsetzteil 66 ab, das fest in die
Bohrung 58 eingesetzt ist. Das Einsetzteil 66 weist eine Öffnung 74 zur
Zufuhr von Druckluft auf.
Der Schieber 60 weist eine Öffnung oder Bohrung 76 auf, die nach außen
(zum Deckelelement 70 hin) offen ist und innen über Öffnungsabschnitte 78
zu einer Umfangsnut 82 offen ist. Die Umfangsnut 82 steht mit einer in der
Schnittansicht nicht zu erkennenden Entlüftungsöffnung in Verbindung. Das
innere Ende des Schiebers 60 begrenzt eine Hydraulikkammer 90, welche
über das Gehäuse 12 durchsetzende Hydraulikleitungen 92 und ein einen
Hydraulikanschluss aufweisendes, in Fig. 1 nicht dargestelltes Sicherheits
ventil an einem Hydraulikbetätigungssystem angeschlossen ist beziehungs
weise angeschlossen werden kann. Das Sicherheitsventil ist in eine Bohrung
oder Öffnung 94 des Gehäuses 12 eingesetzt, und stellt eine Hydraulikver
bindung zwischen dem Hydraulikanschluss des Sicherheitsventils und - über
die Leitungen 92 - der Hydraulikkammer 90 nur dann her, wenn am
Anschluss 74 Druckluft mit hinreichendem Druck ansteht. Hierdurch werden
Beschädigungen des Steuer/Regel-Ventils 14 durch übermäßige Hydraulik
drücke in der Hydraulikkammer 90 vermieden.
Das über das Sicherheitsventil an der Hydraulikkammer 90 angeschlossene
beziehungsweise anschließbare Hydraulikbetätigungssystem kann beispiels
weise einen mit einem Kupplungspedal gekoppelten Geberzylinder um
fassen, durch welchen bei Niederdrücken des Kupplungspedals Hydraulikfluid
über die Leitungen 92 in die Hydraulikkammer 90 eingeleitet wird. Die
Hydraulikkammer steht über einen Hydraulikkanal 91 in Fluidverbindung mit
der Messanordnung 16, d. h. mit dem hydraulischen Messzylinder 20a
derselben. Der hydraulische Messzylinder 20a wiederum ist über einen
Schlauch 96 mit dem bezogen auf die Drehachse A näherungsweise
diametral gegenüberliegenden, im ungefähr gleichen Radialabstand zur
Achse angeordneten hydraulischen Messzylinder 20b verbunden, so dass
die Zylinderräume der beiden Messzylinder hydraulisch parallelgeschaltet
sind. im Gehäuse 12 ist ferner eine in der gezeigten Schnittansicht nicht
erkennbare Pneumatikleitung ausgebildet, die über einen Anschluss 97 eine
Pneumatikverbindung zwischen den die Vorspannfeder 62 enthaltenden
Abschnitt der Bohrung 58 und dem Ringzylinderraum 29 des Ausrückzylin
ders 28 vorsieht.
Im Folgenden wird die Funktionsweise der Betätigungseinrichtung 10 der
Fig. 1 und 2 näher beschrieben.
Im eingerückten Zustand sind der Ausrückkolben 26, die beiden Messkolben
18a und 18b in der entsprechend dem Verschleißzustand der Kupplung
weitestgehend eingefahrenen Axialstellungen und der Schieber 60 ist
aufgrund seiner Vorspannung durch die Feder 62 in seiner innersten
Position, so dass das äußerste Ende des Schiebers 60 vom auf dem Boden
des Einsetzteils 65 aufsitzenden Deckelelement 70 abgehoben ist (nach
innen hin) und dementsprechend eine Entlüftungsverbindung zwischen dem
Ringraum 29 und der Entlüftungsöffnung hergestellt ist über die genannte
Pneumatikleitung im Gehäuse 12, dem die Feder 62 enthaltenen Abschnitt
der Bohrung 58, der Bohrung 76 im Schieber 60, die Öffnungen 78 und die
Umfangsnut 82. Es herrscht somit kein Druck im Ringzylinderraum 29,
durch welchen der Ausrückkolben 26 in Richtung zur Kupplung gedrückt
werden könnte.
Wird nun zum Durchführen eines Ausrückvorgangs Hydraulikfluidvolumen
über den Hydraulikanschluss des Sicherheitsventils (bei 94), das Sicherheits
ventil und die Leitungen 92 in die Hydraulikkammer 90 geleitet, beispiels
weise dadurch, dass ein Kupplungspedal niedergedrückt und dadurch ein
bestimmtes Volumen an Hydraulikfluid aus einem Geberzylinder des
Kupplungspedals verdrängt und zum Hydraulikanschluss geleitet wird, so
führt dies dazu, dass der Schieber 60 durch den in der Kammer 90 sich
aufbauenden Hydraulikdruck nach außen verschoben wird. Dies führt
weiterhin dazu, dass ein radial äußerer Abschnitt des Schiebers 60, welcher
in die Öffnung des Einsetzteils 65 eingreift, auf das Deckelelement 70
aufsetzt und durch Schließen der Bohrung 76 nach außen hin die vor
angehend beschriebene Entlüftungsverbindung zwischen dem Ringzylin
derraum 29 und der Entlüftungsöffnung unterbricht. Wird der Hydraulik
druck weiter erhöht, d. h. wird mehr Hydraulikfluid in die Hydraulikkammer
90 verdrängt, so schiebt der Schieber 60 nunmehr das Deckelelement 70
gegen die Vorspannung der Feder 68 nach außen, so dass das Deckel
element 60 vom Boden des Einsetzteils 65 abhebt und hierdurch eine
Pneumatikverbindung zwischen dem Anschluss 74 und dem die Feder 62
enthaltenen Abschnitt der Bohrung 58 und damit dem Ringzylinderraum 29
freigibt, so dass Druckluft in den Ringzylinderraum 29 einströmen kann.
Hierdurch wird der Druck in dem Ringzylinderraum 29 erhöht und der
Ausrückkolben 26 entgegen der 'Vorspannung der Membranfeder oder
dergleichen in Richtung zur Kupplung verschoben. Dabei nimmt der
Ausrückkolben 26 unter Vermittlung der Federelemente 24a, 24b die
Messkolben 18a, 18b mit, so dass das in der Hydraulikkammer 90
enthaltene Hydraulikfluid nunmehr in den in den Messzylindern 20a, 20b
gebildeten Freiraum einströmen kann.
Da nunmehr das unter Druck stehende Hydraulikfluid aus der Hydraulikkam
mer 90 ausströmen kann, wird beü konstant gehaltenem Kupplungspedal
oder dergleichen der Druck in der Hydraulikkammer 90 absinken, so dass
der Schieber 60 sich wieder nach einwärts verlagert, und zwar so weit, bis
das Deckelelement 70 die Durchgangsöffnung im Boden des Einsetzteils 65
wieder verschließt. Es ist dann ein Gleichgewichtszustand erreicht, in
welchem der Schieber 60, der Ausrückkolben 26 und dadurch zwangsweise
auch die Messkolben 18a, 18b ihre jeweiligen Positionen oder Stellungen
beibehalten.
Man erkennt aus der vorangehenden Beschreibung, dass das in der
Messanordnung 16 durch Verschieben der Messkolben 18a, 18b bereitge
stellte Volumen, in welchem das Hydraulikfluid aus der Hydraulikkammer 90
aufgenommen wird, ein Maß für die Axialpositionierung des Ausrückkolbens
26 und damit die Ausrückstellung ist. Das heißt, jeder bestimmten
Druckänderung in der Betätigungsanordnung, d. h. im Geberzylinder, welche
eine Verdrängung eines bestimmten Fluidvolumens in Richtung zur
Hydraulikkammer 90 bedingt, ist ein bestimmtes Volumen des in der
Messanordnung 16 geschaffenen Raumes und eine entsprechend bestimmte
Ausrückstellung des Ausrückkolbens 26 zugeordnet. Die Ventilanordnung
14 reguliert die Zufuhr von Druckluft zum Ringzylinderraum 29 entspre
chend der so bestimmten Ist-Ausrückstellung des Ausrückkolbens 26 und
dem eine Führungsgröße bildenden, durch den/einen Geberzylinder der
Betätigungseinrichtung verdrängten Hydraulikfluidvolumen. Letztendlich
reguliert die Ventilanordnung 14 die Druckluftzufuhr zum Ringzylinderraum
29 in Abhängigkeit von dem in der Hydraulikkammer 90 (und damit in den
Messzylindern 20a, 20b) vorherrschenden Hydraulikdruck, welcher
wiederum durch die erfasste Ist-Ausrückstellung und das Betätigungs
ausmaß des Geberzylinders, also die Führungsgröße, bestimmt ist.
Wird nachfolgend das Betätigungspedal oder dergleichen freigegeben, so
kann das in der Hydraulikkammer 90 enthaltene Hydraulikfluid über die
Leitungen 92 und den Hydraulikanschluss des Sicherheitsventils aus
strömen, so dass der Schieber 60 sich nunmehr weiter nach innen verlagern
kann und mit seinem äußeren Endabschnitt vom Deckelelement 70 in
Richtung nach innen abhebt. Es wird dann der vorangehend beschriebene
Entlüftungsweg geöffnet, so dass der Ausrückkolben 26 sich in der
Darstellung der Fig. 1 nach rechts bewegen kann, entweder in seine
Einrückstellung oder wiederum in eine Stellung, in welcher sich ein
vorangehend beschriebener Gleichgewichtszustand einstellt.
Entsprechend der in den Messzylindern 20a, 20b herrschenden Hydraulik
drücke üben die Messkolben 18a, 18b Druckkräfte auf den Ausrückkolben
26 aus, wobei jeder Messkolben - für sich genommen - bezüglich der mit
der Drehachse A zusammenfallenden Achse des Ausrückzylinders 28 ein
Kippmoment auf den Ausrückkolben 26 ausübt. Die von den beiden
Messkolben ausgeübten Kippmomente sind aber im Wesentlichen entgegen
gesetzt gerichtet und näherungsweise betragsmäßig identisch, so dass sich
die Kippmomente im Wesentlichen kompensieren und das resultierende
Kippmoment gegen Null geht oder zumindest vernachlässigbar ist. Für die
Kompensation der Kippmomente weisen die beiden Messzylinder 20a, 20b
vorzugsweise gleiche Querschnitte auf und sind näherungsweise sym
metrisch zur Achse A angeordnet, liegen also einander (bezogen auf die
Achse A) näherungsweise diametral gegenüber mit zumindest näherungs
weise identischem Radialabstand zur Achse A. In Fig. 2 erkennbare
Abweichungen von einer idealen Symmetrie bezüglich der Achse A führen
zu einem minimalen resultierenden Restkippmoment, das im Hinblick auf die
Funktionsfähigkeit der Betätigungseinrichtung ohne Bedeutung ist. Die
Abweichung von der idealen Symmetrie wurde aus hier nicht interessieren
den Gründen im Zusammenhang mit Bauraumausnutzungsgesichtspunkten
in Kauf genommen.
Die die Ventilanordnung 14, den hydraulischen Messzylinder 20a und das
Gehäuse 12a umfassende Einheit 13a, die auch als Mess- und Steuer/Regel-
Einheit 13a oder Betätigungseinheit 13a bezeichenbar ist, ist am Aus
rückkolben 28 lösbar angebracht. Sie steht aus einer Öffnung 100 einer
Gehäuseglocke 102 nach außen vor und kann ohne Auftrennen des von
einer Antriebseinheit (einem Motor), einem Getriebe und der dazwischen
angeordneten Reibungskupplung gebildeten Antriebsstrangs ausgebaut
werden.
Obwohl der andere Messzylinder 20b bezogen auf die Achse A in der
Gehäuseglocke 102 im Wesentlichen diametral zur Gehäuseglockenöffnung
100 angeordnet ist, kann die den Messzylinder 20b und das Messzylin
dergehäuse 12b gebildete Einheit 13b gleichwohl ohne Auftrennen des
Antriebsstrangs durch die Öffnung 100 ausgebaut werden. Hierzu ist der
Ausrückzylinder 28 bezogen auf die Achse A drehbar gelagert und dient
gewissermaßen als Transporteinrichtung für den Transport des am
Ausrückzylinder 28 angebrachten, allgemein als Messwertaufnehmer
bezeichenbaren Messzylinders 20b beziehungsweise der Einheit 13b hin zur
Gehäuseglockenöffnung 100.
Zur drehbaren Lagerung des Ausrückzylinders oder Pneumatikzylinders 28
ist an diesem ein topfförmiger Flansch 104 befestigt, dessen sich in axialer
Richtung erstreckender Flanschabschnitt zur Befestigung und Zentrierung
des Ausrückzylinders 28 über ein Zwischenstück 106 an der Gehäuseglocke
102 befestigt, abgestützt und zentriert ist. Eine Schraube 108 dient zum
Festklemmen des Flansches 104, um den Ausrückzylinder 28 in einer
gewünschten Drehstellung zu sichern. Anstelle der Schraube können auch
andere form- oder kraftschlüssige Feststellmittel vorgesehen sein, beispiels
weise Federn, Klammern, Haken, Rasteinrichtungen und dergleichen.
Ist im Wartungs- oder Reparaturfall der zweite Messzylinder 20b auszutau
schen, so wird das Gehäuse 12a mit dem Steuer/Regel-Ventil 14 und dem
ersten Messzylinder 20a vom Ausrückzylinder 28 gelöst und wegge
schwenkt. Es wird dann die Schraube 108 gelöst und, sofern erforderlich,
der unter Umständen festsitzende Flansch 104 gelockert. Hierzu kann auch
eine spezielle, in die Betätigungseinrichtung integrierte Lockerungs- oder
Abdrückeinrichtung vorgesehen sein. Es kann nun mit einem Werkzeug
(z. B. einem Schraubendreher) der komplette Ausrückzylinder 28 gedreht
werden. Hierzu kann das Werkzeug in am Flansch 104 ausgebildete
Öffnungen 110 eingreifen (oder alternativ an am Flansch vorgesehenen
Vorsprüngen angreifen). Der Ausrückzylinder 28 wird so lange gedreht, bis
das Messzylindergehäuse 12b des zweiten Messzylinders 20b an der
Öffnung 100 in der Gehäuseglocke 102 zu liegen kommt. Es werden dann
das Messzylindergehäuse 12b am Ausrückzylinder 28 haltende Schrauben
112 gelöst, woraufhin das Messzylindergehäuse 12b (die Einheit 13b) aus
der Gehäuseglocke 102 entnommen werden kann. Eine Wiedermontage des
Messzylinders 20b oder - alternativ - eines Austausch-Messzylinders 20b
erfolgt dann in umgekehrter Reihenfolge.
Bei einer Reparatur dieser Art ist der Ausrückzylinder 28 durch die
Membranfeder der Kupplung und die Vorlastfeder 38 vorgespannt, so dass
der Flansch 104 nicht aus seiner von einer Ringnut 114 im Zwischenstück
106 gebildeten Führung springen kann. Eine axiale Festlegung durch die
Schraube 108 ist somit nur vor einer Komplettierung des Antriebsstrangs
mit Motor und Getriebe erforderlich.
Im Folgenden werden weitere Ausführungsbeispiele für erfindungsgemäße
Betätigungseinrichtungen erläutert, wobei für identische, analoge und
entsprechende Komponenten und Funktionselemente die gleichen Bezugs
zeichen verwendet werden. Es werden jeweils nur die Unterschiede zu den
übrigen Ausführungsbeispielen erläutert; ansonsten wird ausdrücklich auf
die Beschreibung der übrigen Ausführungsbeispiele verwiesen.
Fig. 3 zeigt ein Auführungsbeispiel, bei dem eine Tragscheibe 120
vorgesehen ist, an der das Messzylindergehäuse 12b des zweiten Mess
zylinders 20b angebracht ist. Die Tragscheibe 120 weist Lappensegmente
122 auf, die in Einformungen des Ausrückzylinderbodens 33 eingreifen, um
die Tragscheibe 120 mit dem Ausrückzylinder 28 in Drehkoppeleingriff zu
bringen. Die Tragscheibe 120 kann am Ausrückzylinder 28 fest angebracht
sein. Aufgrund der Vorspannung des Ausrückzylinders durch die Vor
lastfeder 122 und die Membranfeder der Kupplung ist die Tragscheibe 120
im komplettierten Antriebsstrang aber hinreichend zwischen dem Ausrück
zylinderboden 33 und dem Zwischenstück 106 eingespannt, so dass eine
axiale Festlegung der Tragscheibe 120 am Ausrückzylinder 28 nicht
unbedingt erforderlich ist.
Das Aus- und Einbauen des Messzylindergehäuses 12b erfolgt weitestge
hend genauso wie beim ersten Ausführungsbeispiel. Es wird zuerst das die
Ventilanordnung 14 und den ersten Messzylinder 20a aufweisende Gehäuse
12a durch die Öffnung 100 ausgebaut. Anschließend wird der Ausrück
zylinder 28 zusammen mit der Tragscheibe 122 gedreht, bis das Gehäuse
12b mit dem zweiten Messzylinder 20b aus der Öffnung 100 ausgebaut
werden kann. Zur Erleichterung des Drehtransports des zweiten Messzylin
ders 20b mittels der Tragscheibe 120 kann diese, wie in Fig. 4 gezeigt, eine
Außenverzahnung 130 aufweisen, die mit einem Gegenrad 132 (gegebenen
falls ein Schneckenrad) kämmt. Durch Drehen des Gegenrads 132,
beispielsweise mit einer Ratsche, wird die Tragscheibe 120 unter Drehmit
nahme des Ausrückzylinders 28 verdreht und trägt dementsprechend den
zweiten Messzylinder 20b zur Gehäuseglockenöffnung 100. Eine Antriebs
einrichtung zum Drehantrieb des Trägers des zweiten Messzylinders 12b
könnte auch beim ersten Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 und 2 zusätzlich
vorgesehen sein.
Es sollte noch erwähnt werden, dass in Abweichung von der Darstellung in
Fig. 3 der zweite Messzylinder 20b auch auf einer gegenüber dem
Ausrückzylinder 28 verdrehbar angeordneten, gesonderten Tragscheibe
befestigt sein könnte und zum Ausbauen des zweiten Messzylinders der
Ausrückzylinder 28 nicht mitgedreht wird. Eine synchrone Verdrehung des
Ausrückzylinders 28 gemeinsam mit dem Messzylinderträger (Tragscheibe
120) ist aber insofern sinnvoll, als dass während des Drehtransports des
zweiten Messzylinders 20b noch der Verschiebeeingriff zwischen dem
Messkolben 18b und dem Ausrückkolben 26 besteht, der durch das
Federelement 24b vermittelt wird. Erst bei der Entnahme des zweiten
Messzylinders 20b aus der Gehäuseglocke durch die Öffnung 100 rutscht
in Folge der entsprechenden Radialverlagerung der Einheit 13b nach außen
ein den Rand des Ausrückzylinders 26 umgreifender Abschnitt des
Federelements 24b vom Ringflansch des Ausrückkolbens 26 ab. Ent
sprechendes gilt für das Federelement 24a beim Ausbauen des Gehäuses
12a. Entsprechendes gilt ferner für die Federelemente 24a und 24b des
ersten Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 1 und 2.
Es sollte noch erwähnt werden, dass beim Einbauen des Gehäuses 12a
beziehungsweise des Gehäuses 12b der Eingriff zwischen den Feder
elementen 24a und 24b und dem Ausrückkolben 26 ohne Weiteres wieder
hergestellt werden kann, was durch die in den Figuren erkennbare
Ausbildung der Federelemente 24a, 24b mit Auflaufschrägen erleichtert
wird. Dies ist Gegenstand einer eigenen, zeitgleich mit oder kurz vor dieser
Anmeldung eingereichten Anmeldung der Anmelderin.
Beim dritten Ausführungsbeispiel dar Fig. 5 bis 7 ist ein die Steuer/Regel-
Ventilanordnung 14 enthaltendes Gehäuse 12c außerhalb der Gehäuse
glocke 102 an deren Außenseite befestigt und weist keinen Messwertauf
nehmer für die Erfassung der Ist-Ausrückung auf. Die Ventilanordnung 14
steht über Hydraulikleitungen mit zwei gesonderten hydraulischen Mess
zylindern 20a und 20b in Verbindung, die in einem jeweiligen Messzylin
dergehäuse 12a beziehungsweise 12b ausgebildet sind. Die beiden
Messzylinder 20a und 20b weisen jeweils einen Messkolben 18a bezie
hungsweise 18b auf, der mittels eines Federelements 24a beziehungsweise
24b mit dem Ausrückkolben 26 in Verschiebeeingriff steht.
Die beiden Messzylindergehäuse 12a und 12b sind schienenartig in
Kreisbogenbahnen definierenden kulissenartigen oder langlochartigen
Aussparungen 140a und 140b einer Führungs- und Haltescheibe 142
geführt (vgl. insbesondere Fig. 7), clie am Ausrückzylinder 28 befestigt ist
und an diesem durch Lappenabschnitte 122 ähnlich wie die Lappen
abschnitte 122 der Tragscheibe 120 des Ausführungsbeispiels der Fig. 3
und 4 gegen Verdrehen gesichert ist. Der Ausrückzylinder 28 selbst ist
ebenfalls auf an sich bekannte Art und Weise gegen Verdrehen um die
Achse A gesichert.
Die Messzylindergehäuse 12a und 12b weisen jeweils Führungsnuten 144
auf, die mit die jeweilige Aussparung 140a beziehungsweise 140b
begrenzenden Randabschnitten der Führungs- und Haltescheibe 142 in
Schiebeeingriff betreffend eine Verschiebung des jeweiligen Gehäuses längs
der betreffenden Aussparung stehen. Die Messzylindergehäuse 12a und 12b
können somit auf einer Kreisbogenbahn die betreffende Aussparung 140a
entlang verschoben werden, gleiten gewissermaßen an von den die
Aussparung begrenzenden Randabschnitten der Scheibe 142 gebildeten
Schienen entlang. In ihrer in Fig. 6 gezeigten Betriebsposition werden die
Messzylindergehäuse 13 durch die starr ausgebildeten Hydraulikleitungen
96a und 96b gehalten, die sich am Gehäuse 12c der Ventilanordnung 14
abstützen.
Zum Abbauen des Ventilgehäuses 12 und zum Ausbauen der Messzylin
dergehäuse 12a und 12b wird eine als Anschluss für die Hydraulikleitungen
96a und 96b dienende Hohlschraube 146 gelöst, so dass die Hydrauliklei
tungen 96a und 96b winkelmäßig verschwenkbar sind. Sofern noch nicht
erfolgt, ist noch das Ventilgehäuse 12c zu lösen, anschließend kann das
Ventilgehäuse 12c (die Ventilbaueinheit 13c) von der Gehäuseglocke
abgenommen werden, wobei über die Hydraulikleitungen 96a und 96b die
Messzylindergehäuse 12a und 12b längs der jeweiligen Aussparung 140a
beziehungsweise 140b mitgezogen werden. Die Messzylindergehäuse 12a
und 12b (die Einheiten 13a und 113c) gleiten dabei an den genannten
Schienen entlang und können dann aus der Gehäuseöffnung 100 entnom
men werden. Die Öffnung 100 kann sehr klein ausgebildet sein, da die
Hydraulikleitungen 96a und 96b unterschiedliche Länge aufweisen, so dass
die Messzylindergehäuse 12a und 12b vor dem Durchtritt durch die Öffnung
100 übereinander zu liegen kommen und damit nicht gleichzeitig durch die
Öffnung 100 hindurchtreten müssen. Es tritt zuerst das Messzylinderge
häuse 12b und danach das Messzylindergehäuse 12a durch die Öffnung
100 hindurch.
Anstelle von starren Hydraulikleitungen können auch flexible Leitungen zum
Einsatz kommen. In diesem Falle sind gesonderte Fixiermittel zum Fixieren
der Messzylindergehäuse in ihren Betriebspositionen erforderlich. Beispiels
weise können gesonderte Fixierungsgestänge oder dergleichen verwendet
werden.
Zusammenfassend betrifft die Erfindung eine Betätigungseinrichtung für eine
in einem Antriebsstrang eines Kraftfahrzeugs zwischen einer Antriebseinheit
und einem Getriebe in einem Gehäuse, insbesondere in einer Gehäuseglocke
angeordnete Reibungskupplung, umfassend eine im Gehäuse angeordnete,
vorzugsweise einen Druckmittelkraftringzylinder umfassende Druckmittel
kraftzylinderanordnung, unter deren Vermittlung die Reibungskupplung über
eine gleichachsig zur Reibungskupplung bewegliche Ausrücklageranordnung
betätigbar ist, und eine der Ausrücklageranordnung oder einer Ausrücklager
anordnungsseite der Druckmittelkraftzylinderanordnung oder der Reibungs
kupplung zugeordnete, eine Ist-Ausrückung erfassende Messanordnung mit
einer Mehrzahl von im Gehäuse um die Kupplungsachse verteilt angeord
neten Messwertaufnehmern. Es wird vorgeschlagen, dass das Gehäuse
wenigstens eine Gehäuseöffnung aufweist und dass durch die Gehäuseöff
nung ohne Auftrennen des Antriebsstrangs wenigstens mehrere, vorzugs
weise alle der Messwertaufnehmer aus dem Gehäuseinneren ausbaubar und
- gegebenenfalls in Form eines Austausch-Messwertgebers - wieder
einbaubar sind.
Claims (25)
1. Betätigungseinrichtung für eine in einem Antriebsstrang eines
Kraftfahrzeugs zwischen einer Antriebseinheit und einem Getriebe in
einem Gehäuse, insbesondere in einer Gehäuseglocke (102) angeord
nete Reibungskupplung, umfassend:
dass die Betätigungseinrichtung (10) dafür ausgebildet ist, dass - bei einem wenigstens eine Gehäuseöffnung (100) aufweisenden Gehäuse (102) - durch die wenigstens eine Gehäuseöffnung (100) ohne Auftrennen des Antriebsstrangs wenigstens mehrere, vorzugsweise alle (20a, 20b) der Messwertaufnehmer (20a, 20b) aus dem Gehäuseinneren ausbaubar und - gegebenenfalls in Form eines Austausch-Messwertgebers - wieder einbaubar sind.
- - eine im Gehäuse (102) angeordnete, vorzugsweise einen Druckmittelkraftringzylinder(28) umfassende Druckmittelkraft zylinderanordnung (28), unter deren Vermittlung die Reibungs kupplung über eine gleichachsig zur Reibungskupplung bewegliche Ausrücklageranordnung (40) betätigbar ist,
- - eine der Ausrücklageranordnung oder einer Ausrücklageranord nungsseite (26) der Druckmittelkraftzylinderanordnung (28) oder der Reibungskupplung zugeordnete, eine Ist-Ausrückung erfassende Messanordnung (16) mit einer Mehrzahl von im Gehäuse (102) um die Kupplungsachse (A) verteilt angeord neten Messwertaufnehmern (20a, 20b),
dass die Betätigungseinrichtung (10) dafür ausgebildet ist, dass - bei einem wenigstens eine Gehäuseöffnung (100) aufweisenden Gehäuse (102) - durch die wenigstens eine Gehäuseöffnung (100) ohne Auftrennen des Antriebsstrangs wenigstens mehrere, vorzugsweise alle (20a, 20b) der Messwertaufnehmer (20a, 20b) aus dem Gehäuseinneren ausbaubar und - gegebenenfalls in Form eines Austausch-Messwertgebers - wieder einbaubar sind.
2. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 1 oder nach dem Oberbegriff
von Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Transport
einrichtung (28; 28, 120; 142, 140a, 140b) vorgesehen ist, mittels
der wenigstens einer der Messwertaufnehmer (20b; 20a, 20b) von
einer von einer zugeordneten Gehäuseöffnung (100) ferneren
Betriebsposition zu einer der zugeordneten Gehäuseöffnung (100)
näheren Ausbauposition transportierbar ist.
3. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass mittels der Transporteinrichtung (28; 28, 120; 142, 140a,
140b) wenigstens einer der Messwertaufnehmer (20b; 20a, 20b) von
einer einer/der zugeordneten Gehäuseöffnung (100) näheren,
gegebenenfalls der Ausbauposition entsprechenden Einbauposition zu
der von der zugeordneten Gehäuseöffnung (100) ferneren Betriebs
position transportierbar ist.
4. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, dass mittels der Transporteinrichtung mehrere der Mess
wertaufnehmer - gegebenenfalls zeitlich nacheinander - zu einer
diesen Messwertaufnehmern gemeinsam zugeordneten Gehäuseöff
nung transportierbar sind.
5. Betätigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, dass wenigstens einem Messwertaufnehmer (20a)
eine Betriebsposition zugeordnet ist, in der er derart einer/der
Gehäuseöffnung (100) positionsmäßig zugeordnet ist, dass er ohne
Auftrennen des Antriebsstrangs aus dem Gehäuseinneren ausbaubar
und - gegebenenfalls in Form eines Austausch-Messwertgebers -
wieder einbaubar ist.
6. Betätigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, dass die Transporteinrichtung wenigstens einen im
Gehäuse bewegbar gelagerten Messwertaufnehmerträger (28; 28,
120) aufweist, der wenigstens einen Messwertaufnehmer (20b) trägt
und zum Transport des Messwertaufnehmers zwischen einer/der von
der Gehäuseöffnung (100) ferneren Betriebsposition und einer/der der
Gehäuseöffnung näheren Ausbau- beziehungsweise Einbauposition
dient.
7. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekenn
zeichnet, dass der bewegbar gelagerte Messwertaufnehmerträger
(28) im Betrieb auch den von seiner Betriebsposition aus ausbauba
ren, der Gehäuseöffnung (100) positionsmäßig zugeordneten
Messwertaufnehmer (20a) trägt.
8. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 5 und 6, dadurch gekenn
zeichnet, dass der von seiner Betriebsposition aus ausbaubare, der
Gehäuseöffnung positionsmäßig zugeordnete Messwertaufnehmer
im Betrieb an einem gegenüber dem bewegbar gelagerten Messwert
aufnehmerträger gesonderten Messwertaufnehmerträger, gegebenen
falls dem Druckmittelkraftringzylinder, angebracht ist.
9. Betätigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, dass genau ein von seiner Betriebsposition aus
ausbaubarer, der Gehäuseöffnung positionsmäßig zugeordneter
Messwertaufnehmer (20a) vorgesehen ist, der vorzugsweise in eine
Betätigungsbaueinheit (13a) integriert ist, die eine Steuer/Regel-
Ventilanordnung (14) enthält, über die die Druckmittelkraftzylinder
anordnung (28) betätigbar ist.
10. Betätigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, dass der bewegbar gelagerte Messwertaufnehmer
träger (28) mittels einer Fixiereinrichtung (108) für den Betrieb
positionsmäßig fixierbar ist, wobei vorzugsweise eine Fixierungs
löseeinrichtung vorgesehen ist um das Lösen einer positionsmäßigen
Fixierung des Messwertaufnehmerträgers wenigstens zu unter
stützen.
11. Betätigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, dass eine Antriebseinrichtung (130, 132) vor
gesehen ist, mittels der der bewegbar gelagerte Messwertaufneh
merträger (28, 120) zum Transport des wenigstens einen Messwert
aufnehmers (20b) zwischen seiner Betriebsposition und seiner Ausbau-
beziehungsweise Einbauposition bewegbar ist.
12. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet,
dass die Antriebseinrichtung ein Zahnradgetriebe (130, 132)
aufweist, das vorzugsweise eine am Messwertaufnehmerträger (120)
ausgebildete Verzahnung umfasst.
13. Betätigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, dass der Messwertaufnehmerträger einen längs
eines Verschiebeweges verschiebbar geführten Schlitten umfasst, der
den wenigstens einen Messwertaufnehmer trägt.
14. Betätigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, dass der Messwertaufnehmerträger ein im Gehäuse
drehbar oder schwenkbar gelagertes Dreh- oder Schwenkglied,
vorzugsweise ein die Kupplungsachse (A) umschließendes Ringteil
(28) oder Ringscheibenteil (120), umfasst.
15. Betätigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 12, oder
nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Messwertauf
nehmerträger vom drehbar gelagerten Druckmittelkraftringzylinder
(28) gebildet ist oder ein am drehbar gelagerten Druckmittelkraft
zylinder (28) angeordnetes Tragglied (120) umfasst.
16. Betätigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, dass die Transporteinrichtung wenigstens eine
Schiebeführung (142, 140a, 140b) aufweist, in der wenigstens einer
der Messwertaufnehmer (20a, 20b) zwischen einer/der von der
Gehäuseöffnung (100) ferneren Betriebsposition und einer/der der
Gehäuseöffnung (100) näheren Ausbau- beziehungsweise Ein
bauposition verschiebbar geführt ist.
17. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet,
dass die Schiebeführung wenigstens einen langlochartigen oder
kulissenartigen Schlitz (140a, 140b) in einem im Gehäuse angeord
neten Scheibenteil (142) umfasst.
18. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekenn
zeichnet, dass der Messwertaufnehmer (20a, 20b) in der Betriebs
position fixierbar ist.
19. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
dass der Messwertaufnehmer (20a, 20b) mittels einer an einer
zumindest im Betrieb stationären Abstützstelle (12c) abstützbaren
Fixiergestängeanordnung (96a; 96b) fixierbar ist.
20. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet,
dass die Abstützstelle von einer vorzugsweise außerhalb des
Gehäuses angeordneten Baueinheit (13c) gebildet ist, die eine
Steuer/Regel-Ventilanordnung enthält, über die die Druckmittelkraft
zylinderanordnung (28) betätigbar ist, wobei die Fixiergestängeanord
nung vorzugsweise von einer Leitungsanordnung (96a; 96b) gebildet
ist, die Messsignale von denn Messwertaufnehmer (20a; 20b) zur
Baueinheit (13c) überträgt.
21. Betätigungseinrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet,
dass die Leitungsanordnung eine hydraulische Leitungsanordnung
(96a; 96b) ist, die auf hydraulischem Wege Messsignale zur Bau
einheit (13c) überträgt.
22. Betätigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch
gekennzeichnet, dass die Messwertaufnehmer von hydraulischen
Messzylindern (20a, 20b) gebildet sind, die vorzugsweise derart um
die Kupplungsachse (A) angeordnet sind, dass auf eine Ausrücklager
anordnungsseite (26) der Druckmittelkraftzylinderanordnung (28) von
den Messwertaufnehmern (20a, 20b) insgesamt kein wesentliches
Kippmoment ausgeübt wird.
23. Betätigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch
gekennzeichnet, dass die Messwertaufnehmer (20a, 20b) im
Wesentlichen symmetrisch um die Kupplungsachse (A) angeordnet
sind.
24. Betätigungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch
gekennzeichnet, dass das Gehäuse (102) genau eine Gehäuseöffnung
(100) aufweist, die zum Ein- und Ausbauen der Messwertaufnehmer
(20a, 20b) ohne Auftrennen des Antriebsstrangs dient.
25. Kraftfahrzeug-Antriebsstrang, umfassend eine Antriebseinheit, ein
Getriebe und eine zwischen der Antriebseinheit und dem Getriebe in
einem wenigstens eine Gehäuseöffnung (100) aufweisenden Gehäuse
(102) angeordnete Reibungskupplung, sowie umfassend eine
Betätigungseinrichtung (10) nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, von deren Messwertaufnehmern (20a, 20b) wenigstens
mehrere, vorzugsweise alle (20a, 20b) aus dem Gehäuseinneren ohne
Auftrennen des Antriebsstranges ausbaubar und - gegebenenfalls in
Form eines Austausch-Messwertgebers - wieder einbaubar sind.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10018678.5A DE10018678B4 (de) | 2000-04-14 | 2000-04-14 | Betätigungseinrichtung für einen Antriebsstrang |
| US09/834,072 US6540058B2 (en) | 2000-04-14 | 2001-04-12 | Actuation device for a friction clutch in a drivetrain |
| FR0105099A FR2807804B1 (fr) | 2000-04-14 | 2001-04-13 | Dispositif d'actionnement pour un train d'entrainement |
Applications Claiming Priority (1)
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