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Die
Erfindung bezieht sich auf einen Wasserzähler zur Verbindung mit einem
in Form eines T-Stückes
ausgebildeten Absperrventil, insbesondere Geradsitz- oder Schrägsitzventil,
im Verlauf einer Wasserleitung, mit einem über einen Ventiladapter mit dem
Gehäuse
des Absperrventils verbindbaren Anschlußgehäuse und einem sich im Anschlußgehäuse erstreckenden,
mit seinem äußeren Ende
dichtend auf dem Ventilsitz des Absperrventils anzuordnenden Steigrohr,
das mittels einer Druckfeder in Eingriff mit dem Ventilsitz gedrückt wird,
die sich mit einem Ende am Anschlußgehäuse und mit ihrem anderen Ende an
einer von einem Stützelement
gebildeten Schulter abstützt,
das einen in Eingriff mit einer an der Außenfläche des Steigrohres ausgebildeten,
ringförmigen Vertiefung
stehenden Sprengring übergreift
und dessen Aufweitung verhindert, wobei das Stützelement vom Sprengring gegen
Verlagerung in Richtung auf das äußere Ende
des Steigrohres abgestützt
wird.
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Derartige
Wasserzähler
sind bekannt (
DE 36 27 393 C1 )
und werden häufig
zum Nachrüsten
von Wohneinheiten verwendet und dabei mit dem Gehäuse des
Absperrventils der vorhandenen Stockwerksleitung verbunden, das
in einer Wand verlegt ist und ursprünglich mit einem einfachen
Ventiloberteil ausgestattet war. Das Absperrventil ist dabei üblicherweise
ein Geradsitz- oder ein Schrägsitzventil.
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Im
montierten Zustand eines solchen Wasserzählers fließt dann das Wasser der Wasserleitung durch
die Ventilöffnung
des Ventilgehäuses,
durch das Steigrohr, durch das Anschlußgehäuse und durch den eigentlichen
Zähler
und von dort zurück durch
den Ringraum zwischen Steigrohr und dieses umgebenden Ventiladapter
und in die Fortsetzung der Wasserleitung. Dabei ist es selbstverständlich wichtig,
daß die
beiden Wasserströme
vollständig voneinander
getrennt sind, wozu es erforderlich ist, daß das äußere Ende des Steigrohres dichtend
auf dem Ventilsitz des Absperrventils aufliegt. Dies wird durch
eine Druckfeder erreicht, die einerseits mit einer solchen Kraft
auf das Steigrohr wirken muß,
daß ein
dichtender Sitz auf dem Ventilsitz des Absperrventils sichergestellt
ist, und die andererseits nicht zu groß sein darf, damit bei der
Montage des Wasserzählers
auf dem Absperrventil nicht zu große Gegenkräfte wirken. Dabei läßt sich
die Federkraft optimal einstellen, wenn ein vorgegebener Abstand
zwischen dem die Druckfeder abstützenden
Bereich des Anschlußgehäuses und
der diese Druckfeder abstützenden
Ringschulter des Steigrohres eingehalten wird.
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In
der Praxis schwankt jedoch der Abstand zwischen Ventilsitz des Absperrventils
und Stirnfläche
seines Anschlußstutzens,
in den zur Montage des Wasserzählers
der Ventiladapter eingeschraubt wird, erheblich, da insbesondere
in Altbauten Geradsitzventile mit insoweit unterschiedlichen Abmessungen
vorhanden sind. Zur Montage des Wasserzählers müssen daher Steigrohre mit in
axialer Richtung unterschiedlich positionierten Ringschultern für die Abstützung der
Druckfeder zur Verfügung
stehen, und darüber
hinaus muß der
Monteur für
eine optimale Einstellung auch das richtige Steigrohr auswählen.
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Es
ist Aufgabe der Erfindung, die durch die unterschiedlichen Abmessungen
des üblicherweise die
Form eines Geradsitz- oder eines Schrägsitzventils aufweisenden Absperrventils
hervorgerufenen Montageprobleme zu beseitigen.
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Zur
Lösung
dieser Aufgabe wird ein Wasserzähler
der eingangs erwähnten
Art erfindungsgemäß derart
ausgestaltet, daß an
der Außenfläche des Steigrohres
mehrere ringförmige
Vertiefungen ausgebildet sind und daß der Sprengring zur Anpassung der
axialen Lage der Schulter an unterschiedliche Abmessungen des Absperrventils
in eine der Vertiefungen einsetzbar ist.
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Bei
dem erfindungsgemäßen Wasserzähler ist
somit die vorzugsweise als Ringschulter ausgebildete Schulter, die
die Kraft der Druckfeder aufnimmt, um das Steigrohr in dichtenden
Eingriff mit dem Ventilsitz des Absperrventils zu drücken, in
ihrer axialen Stellung durch die veränderbare Stellung des Sprengringes
auf dem Steigrohr bestimmt, und der Montierende kann auf diese Weise
durch entsprechende Positionierung des Sprengringes in der geeigneten ringförmigen Vertiefung
in der Außenfläche des Steigrohres
erreichen, daß sich
die vom Stützelement
gebildete Schulter in einem axialen, vorbestimmten Abstand von der
Abstützung
für das
andere Ende der Druckfeder befindet, d.h. die Schulter kann in Abhängigkeit
vom Abstand zwischen Ventilsitz des Absperrventils und Stirnfläche von
dessen Anschlußstutzen
in ihrer axialen Lage eingestellt werden. Es sind daher für die Montage
von erfindungsgemäßen Wasserzählern keine
unterschiedlich positionierte Ringschultern aufweisende Steigrohre
erforderlich, sondern der Montierende kann unter Verwendung eines
einzigen Typs von Steigrohren die Anpassung an die unterschiedlichen
Abmessungen des Absperrventils vornehmen.
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Um
einerseits ein einfaches Verschieben des Sprengringes von der dem äußeren Ende
des Steigrohres am weitesten entfernten ringförmigen Vertiefung zu einer
am äußeren Ende
des Steigrohres näheren
Vertiefung vornehmen zu können,
nachdem das Stützelement
zur Freigabe des Sprengringes wegbewegt wurde, und um andererseits
die Sicherheit für
die Halterung des Sprengringes in einer ringförmigen Vertiefung unter Federbelastung
zu erhöhen,
können
die ringförmigen
Vertiefungen im Querschnitt sägezahnförmig ausgebildet
sein, wobei sich ihr bezogen auf die Längsachse des Steigrohres flacherer
Abschnitt jeweils in dem äußeren Ende
des Steigrohres näheren
Bereich befindet.
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Die
Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Montieren eines Wasserzählers des
vorstehend erläuterten
Aufbaus an einem Absperrventil. Dieses Verfahren zeichnet sich dadurch
aus, daß das
Steigrohr zur Anpassung an die Lage des Ventilsitzes innerhalb des
Gehäuses
des Absperrventils, insbesondere eines Geradsitz- oder Schrägsitzventils,
auf dem Ventilsitz positioniert und der Sprengring mittels eines
mit seinem vorderen Ende zur Auflage an der äußeren Stirnfläche des
Ventiladapters kommenden, eine im Abstand von seinem vorderen Ende
befindliche Mitnehmerfläche
für den
Sprengring aufweisenden, rohrförmigen
Hilfswerkzeugs in eine im vorgegebenen Abstand von dieser Stirnfläche des
Ventiladapters liegende ringförmige
Vertiefung des Steigrohres verlagert wird.
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Der
Monteur braucht somit lediglich den Ventiladapter in den Anschlußstutzen
des Absperrventils einzuschrauben, wobei die äußere Stirnfläche des Ventiladapters
in einem definierten Abstand von der Stirnfläche des Anschlußstutzens
des Absperrventils liegt, und dann das den Sprengring tragende Steigrohr
ohne aufgesetztes Stützelement
und ohne Druckfeder auf dem Ventilsitz des Absperrventils zu positionieren,
um dann vom inneren Ende des Steigrohres das Hilfswerkzeug auf das
Steigrohr zu schieben, bis das vordere Ende des Hilfswerkzeugs auf der äußeren Stirnfläche des
Ventiladapters aufliegt. Dabei hat dann die Mitnehmerfläche des
Hilfswerkzeugs den Sprengring in Richtung auf das äußere Ende
des Steigrohres und damit in Richtung auf den Ventilsitz des Absperrventils
soweit verlagert, daß er sich
in einer Position befindet, in der sich bei aufgesetztem Stützelement
der vorbestimmte Abstand zwischen den beiden Abstützungen
für die
Enden der Druckfedern ergibt.
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Die
Erfindung wird im folgenden anhand der ein Ausführungsbeispiel zeigenden Figuren
näher erläutert.
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1 zeigt
teilweise als Ansicht und teilweise im Schnitt einen auf einem Absperrventil
in Form eines Geradsitz ventils montierten Wasserzähler.
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2 zeigt
im Schnitt das auf dem Ventilsitz des Geradsitzventils positionierte
Steigrohr des Wasserzählers
aus 1 mit Sprengring und Stützelement.
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3 zeigt
in einer Darstellung entsprechend 2 die Ausgangssituation
für das
Positionieren des Sprengringes auf dem Steigrohr.
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4 zeigt
in einer Darstellung gemäß 3 die
erfolgte Positionierung des Sprengringes mit dem verwendeten Hilfswerkzeug
in seiner Endstellung.
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Der
in 1 dargestellte Wasserzähler hat ein übliches
Zählergehäuse 10 mit
in ihm eingebautem Meßwerk,
das mittels einer Überwurfmutter 12 an
einem Anschlußgehäuse 13 befestigt
ist. Dieses Anschlußgehäuse weist
an seinem einen Ende ein mit Innengewinde versehenes, drehbar, jedoch
axial unverlagerbar gehaltertes Anschlußstück 15 auf, das mit
einem Innengewinde auf einen Ventiladapter 22 aufgeschraubt
ist. Der Ventiladapter 22 ist in den Anschlußstutzen 6 eines
T-förmigen
Geradsitzventils 1 mit Einlaßöffnung 3 und Auslaßöffnung 2 eingeschraubt,
das üblicherweise
unter Putz verlegt ist. Dieses Geradsitzventil hat eine Durchtrittsöffnung 4, die
von einem Ventilsitz 5 umgeben ist.
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Koaxial
zum Ventiladapter 22 erstreckt sich durch diesen und in
einem Teil des Anschlußgehäuses 13 ein
Steigrohr 16. Das Steigrohr 16 erstreckt sich über den
Ventiladapter 22 hinaus in das Geradsitzventil 1 und
stützt
sich mit diesem äußeren Ende abgedichtet
auf dem Ventilsitz 5 ab. Das andere oder innere Ende des
Steigrohres 16 erstreckt sich in ein Einsatzteil 14 im
Anschlußgehäuse 13,
das in üblicher
Weise dazu dient, den Strömungsweg
des vom Einlaß 3 des
Geradsitzventils 1 zugeführten Wassers durch die Öffnung 4 in
das äußere Ende
des Steigrohres 16 und zum Einlaß des Zählergehäuses 10 vom Pfad des
Wassers vom Auslaß des
Zählergehäuses 10 durch
den Ringraum zwischen Außenfläche des
Steigrohres 16 und Innenfläche des Ventiladapters 22 zum
Auslaß 2 des
Geradsitzventils zu trennen.
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Das
Steigrohr 16 ist von einer Druckfeder 19 umgeben,
die sich mit ihrem hinteren Ende an einem im Anschlußgehäuse 3 befestigten
Einsatzring 18 und mit ihrem vorderen Ende an einer unverlagerbar bezüglich dem
Steigrohr 16 gehaltenen, noch zu beschreibenden Ringschulter
abstützt,
um auf diese Weise das äußere Ende
des Steigrohres 16 in abgedichtetem Eingriff bezüglich dem
Ventilsitz 5 zu halten.
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Das äußere Ende
des Steigrohres 16 ist über einen
O-Ring gegen das Einsatzteil 14 abgedichtet. Zum Absperren
der Wasserleitung kann mittels eines von außen betätigbaren Verschlußkegels 25 auf
dem entsprechend ausgeformten Rand des Einsatzteils 14 eine
Abdichtung vorgenommen werden.
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Dieser
Aufbau und diese Funktionsweise des beschriebenen Wasserzählers sind
bekannt und üblich
und bedürfen
daher keiner weiteren Erläuterung.
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Wie
insbesondere in den 2 bis 4 zu erkennen
ist, weist das Steigrohr 16 auf seiner Außenfläche im Bereich
unmittelbar oberhalb der äußeren Stirnfläche 23 des
Ventiladapters 22 eine Anzahl von ringförmigen Vertiefungen 17 auf.
Diese haben im dargestellten Ausführungsbeispiel im Querschnitt Sägezahnform,
wobei sich der bezogen auf die Längsachse
des Steigrohres 16 flachere Abschnitt im dem Ventilsitz 5 näheren Bereich
der Vertiefung befindet. In einer dieser Vertiefungen 17 sitzt,
wie in 2 zu erkennen ist, ein Sprengring 21,
also ein geschlitzter Ring, der sich normalerweise etwas aufweiten
läßt und der üblicherweise
aus Metall besteht. Dieser Sprengring ist von einem ring- oder buchsenförmigen Stützelement 20 umgeben,
das in seinem dem Ventilsitz 5 näheren Bereich einen vergrößerten In nendurchmesser
hat, so daß es
mit diesem Bereich den Sprengring 21 zwar aufnimmt, der
Sprengring sich jedoch nicht so radial aufweiten kann, daß er aus der
ihn aufnehmenden Vertiefung 17 austreten und axial verlagert
werden könnte.
Der Innendurchmesser des dem Ventilsitz 5 entfernten Bereichs
des Stützelementes 20 ist
gegenüber
dessen vorderem Bereich etwas reduziert, so daß sich eine Stützschulter zum
Eingriff mit dem Sprengring 21 ergibt. Der geringere Innendurchmesser
des Stützelementes 20 ist geringfügig größer als
der maximale Außendurchmesser
des Steigrohres 16.
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Wie
ohne weiteres zu erkennen ist, bildet der Sprengring 21 in
der Lage gemäß 2 eine
Abstützung
für das
Stützelement 20 gegen
dessen axiale Verlagerung in Richtung auf das äußere Ende des Steigrohres 16 und
damit in Richtung auf den Ventilsitz 5. Die dem Ventilsitz 5 abgewandte
Stirnfläche des
Stützelementes 20 wirkt
daher als Abstützung
für die
Druckfeder 19.
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Um
die auf das Steigrohr 16 wirkende Kraft der Druckfeder 19 bei
unterschiedlichen Abständen des
Ventilsitzes 5 des Geradsitzventils 1 von der Stirnfläche des
Anschlußstutzens 6 und
damit von der Stirnfläche 23 des
montierten Ventiladapters 22 optimal einstellen zu können, also
so, daß für jeden Abmessungsfall
praktisch die gleiche Federkraft auf das Steigrohr wirkt, wird der
Sprengring 21 in die entsprechende Vertiefung 17 positioniert
und dann, wie in 2 gezeigt, mittels des Stützelementes 20 festgesetzt.
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Zum
Positionieren des Sprengringes kann ein in den 3 und 4 gezeigtes,
rohrförmiges Hilfswerkzeug 30 verwendet
werden, das ein vorderes Ende 31 und von diesem ausgehend
einen Bereich mit vergrößertem Innendurchmesser
aufweist, der an einer nach innen gerichteten Ringschulter 32 endet.
Ausgehend von der Anordnung gemäß 3, also
bei auf dem Ventilsitz 5 positioniertem Steigrohr 16 und
in den Anschlußstutzen 6 des
Geradsitzventils 1 eingeschraubtem Ventiladapter 22,
wird das Hilfswerkzeug 30 von hinten auf das Steigrohr 16 geschoben,
wobei sich der Sprengring 21 in einer der hinteren Vertiefungen 17 befindet.
Wenn dann die Ringschulter 32 in Berührung mit dem Sprengring 21 kommt,
nimmt sie diesen bei Verlagerung des Hilfswerkzeugs 30 in
Richtung auf den Ventiladapter 22 mit, wobei sich der Sprengring 21 zur Überwindung der
Zwischenräume
zwischen benachbarten Vertiefungen 17 aufweitet. Die Verlagerung
des Sprengringes 21 endet, wenn das vordere Ende 31 des
Hilfswerkzeugs 30 zur Auflage auf der Stirnfläche 23 des Ventiladapters 22 kommt,
also die Stellung gemäß 4 erreicht
ist. In dieser Stellung hat der Sprengring 21 einen durch
die Abmessung des Hilfswerkzeugs 30 und des Ventiladapters 22 bestimmten,
reproduzierbaren Abstand vom Ventilsitz 5, so daß die dem
Ventilsitz 5 abgewandte Stirnfläche des nach dem Entfernen
des Hilfswerkzeugs 30 auf das Steigrohr 16 aufgesetzten
Stützelements 20 einen
definierten Abstand vom Einsatzring 18 hat und so die vorbestimmte
Zusammendrückung
der Druckfeder 19 erreicht wird.