DE10017265A1 - Verfahren zur Detektion eines Erdschlusses - Google Patents
Verfahren zur Detektion eines ErdschlussesInfo
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Detektion eines Erdschlusses in einem zu schützenden Leitungsabschnitt (1) einer Hochspannungsleitung oder eines Hochspannungsleitungsnetzes. Das Verfahren ist bei einer Anordnung anwendbar, bei der an beiden Enden des Leitungsabschnitts (1) Schutzgeräte (2) zugeordnet sind, die mittels Kommunikationsleitungen (3) miteinander verbunden sind, wobei in den Schutzgeräten (2) jeweils vor Ort durch Auswertung von Strom- und Spannungswerten, die an beiden Leitungsenden erfaßt werden, eine Fehlerdetektion erfolgt, jeweils eine auf den Ort der Schutzgeräte (2) bezogene Fehlerrichtung ermittelt wird, und durch Datenaustausch und Auswertung gemäß dem Richtungsdifferentialschutz-Verfahren der Fehlerort ermittelt wird. Es ist auch anwendbar in einem Hochspannungsleitungsnetz, in dem die Schutzgeräte (2) mit einer zentralen Auswerteeinrichtung (4) verbunden sind. Erfindungsgemäß wird in jedem Schutzgerät (2) ermittelten Fehlerrichtungs-Daten ein Vertrauensgrad zugeordnet, der ebenfalls über die Kommunikationsleitungen (3) zur jeweiligen Gegenseite (2, 4) übertragen wird, und der bei der Ermittlung des Fehlerortes berücksichtigt wird.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Detektion eines Erdschlusses in ei
nem zu schützenden Leitungsabschnitt einer Hochspannungsleitung oder eines
Hochspannungsleitungsnetzes.
Ein Erdschluß zählt zu den Fehlern in Energieversorgungsnetzen, die unerwünschte
Zustände sind, die sowohl die Betriebsmittel durch Überspannung oder Überstrom
gefährden, als auch die Versorgungssicherheit beeinträchtigen. Die schnelle, genaue
und selektive Abschaltung eines fehlerbehafteten Betriebsmittels ist daher von Be
deutung. Aus Sicht der Netzschutztechnik müssen zunächst die Fehlerdetektion, die
Richtungserkennung und schließlich die Fehlerlokalisation durchgeführt werden.
Fehler können grundsätzlich in die Kategorien "Kurzschlüsse" und "Erdschlüsse" ein
geordnet werden.
Kurzschlüsse sind in der Regel mit einem höheren Kurzschlußstrom und damit auch
mit einem höheren Leistungsfluß verbunden. Die Flußrichtung der Wirkleistung in ein
Betriebsmittel, hier eine Leitung, gemessen am Einbauort der Schutzeinrichtung, ist
ein in der Regel sicheres Entscheidungskriterium für die Ermittlung der Fehlerrich
tung bezogen auf den Einbauort der Schutzeinrichtung. Zur Ermittlung der Fehler
richtung von Kurzschlüssen sind sicher arbeitende Verfahren bekannt.
Erdschlüsse sind 1-polige Fehler in 3phasigen Netzen mit offenem oder kompen
sierten Sternpunkt. Eine Gefahr für die Betriebsmittel geht bei einem solchen Fehler
von hohen, dauerhaften Überspannungen (<1,7-fache Nennspannung) aus, während
nur ein sehr geringer Fehlerstrom fließt, der in der Größenordnung des Fehlers der
Meßeinrichtungen liegt. Die Detektion von Erdschlüssen ist allerdings nicht ganz so
zeitkritisch (z. B. 1 s-3 s), wie die Detektion von Kurzschlüssen (100 ms-300 ms), da
die Verbraucher auch während anstehendem Erdschluß versorgt sind.
Die marginale Höhe des Erdschlußstromes erschwert den Prozeß der Richtungser
kennung des Fehlers, sowie dessen Ortung auf der Übertragungsleitung stark, so
daß derzeit keine hinreichend zuverlässige Methode zur Richtungserkennung be
kannt ist.
Eine bekannte Methode, welche diese Problematik allerdings in unzureichendem
Maße löst, ist der Richtungsvergleichsschutz. Hierbei wird die Richtung eines even
tuellen Erdschlusses an beiden Enden eines zu schützenden Betriebsmittels, insbe
sondere einer Leitung verglichen. Für den Fall, daß die Fehlerrichtungen an beiden
Enden des Betriebsmittels in die Richtung des Betriebsmittels zeigen, kann dieses
als fehlerhaft klassifiziert werden und dessen Abschaltung veranlaßt werden.
Grundsätzlicher Nachteil dieser Methode ist der Aufwand für die Kommunikation zwi
schen Leitungsanfang und -ende, der möglichst klein gehalten werden muß. Es ist
also effektiver, lokal vorverarbeitete Informationen, wie Lastfluß oder Fehlerrichtung
auszutauschen (z. B. 10 Werte pro Sekunde), als die gesamten Meßwerte von Strom
und Spannung (z. B. 3× Strom und 3× Spannung mit einer Abtastrate von 5 kHz). Der
bekannte Richtungsvergleichsschutz, bei dem die durch benachbarte Schutzgeräte
ermittelten Fehlerrichtungen untereinander ausgetauscht und verglichen werden, ist
bei Erdschlüssen aufgrund der hohen Fehlerraten bei der Richtungserkennung sehr
fehleranfällig.
Eine weitere Methode, welche - ebenfalls in unzureichendem Maße - die zentrale
Zonenklassifikation eines Erdschlusses ermöglicht, wird dadurch realisiert, daß lokal
durch die jeweiligen Schutzgeräte ermittelte Fehlerrichtungen zentral ausgewertet
werden, was als eine erweiterte Form des Richtungsvergleichsschutzes angesehen
werden kann. Es existieren verschiedene Strategien für die zentrale Zonenklassifika
tion, die alle auf einer vorwärts-/rückwärts Fehlerortung basieren.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Detektion eines
Erdschlusses anzugeben, das es ermöglicht, mit erhöhter Sicherheit die zutreffende
Richtung des Fehlerorts, bezogen auf den Einbauort einer Schutzeinrichtung, zu er
mitteln.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zur Detektion eines Erdschlusses mit den im
Anspruch 1, bzw. Anspruch 2 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausge
staltungen sind in weiteren Ansprüchen angegeben.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird die verbesserte Fehlerrichtungsbestim
mung bei einem Richtungsvergleichsschutzsystem nach dem Oberbegriff des An
spruchs 1 oder bei einem Verfahren mit einer zentralen Zonenklassifikation nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 2 durch Ermittlung eines Bewertungs- oder Vertrau
ensgrads der einzelnen Richtungserkennungen erreicht, der bei der Auswertung be
rücksichtigt wird.
Zur Übermittlung des Vertrauensgrads werden keine zusätzlichen Kommunikations
leitungen benötigt, da in den jeweiligen Schutzsystemen ohnehin Kommunikations
leitungen zur Verbindung der einzelnen Schutzgeräte untereinander oder mit einem
Zentralgerät vorhanden sind.
Eine weitere Beschreibung der Erfindung erfolgt nachstehend anhand von Ausfüh
rungsbeispielen, die in der Zeichnung dargestellt sind.
Es zeigt:
Fig. 1 eine Anordnung zur Durchführung eines Richtungsvergleichsschutz-
Verfahrens,
Fig. 2 eine schematisierte Darstellung eines Hochspannungsleitungsnetzes
mit zentraler Auswertung von Richtungsinformation und Vertrauens
grad, und
Fig. 3 eine Darstellung der Arbeitsweise der zentralen Auswerteeinrichtung im
Netz gemäß Fig. 2.
Fig. 1 zeigt einen zu schützenden Leitungsabschnitt 1 einer Hochspannungsleitung,
dem an beiden Abschnittsenden ein lokales Schutzgerät 2 zugeordnet ist. Die
Schutzgeräte 2 sind durch Kommunikationskanäle 3 miteinander verbunden. Eine
solche Anordnung ist zwar bekannt und geeignet zur Durchführung des bekannten
Richtungsdifferentialschutz- oder Richtungsvergleichsschutz-Verfahrens, ist aber
auch geeignet zur Durchführung des erfindungsgemäß verbesserten Verfahrens.
Die Schutzgeräte 2 sind dafür eingerichtet, permanent zu prüfen, ob eine Fehlersi
tuation gegeben ist. Wenn ein Fehler detektiert ist, werden Maßnahmen zur Fehler
richtungserkennung gestartet, wobei die Schutzgeräte 2 über die Kommunikations
kanäle 3 Informationen bezüglich Fehlerrichtung und Vertrauensgrad austauschen.
Nur wenn beide Schutzgeräte 2 einen Fehler in Richtung der Leitung erkannt haben,
wird der detektierte Fehler als im Bereich des zu schützenden Leitungsabschnitts 1
liegend gewertet. Der Vertrauensgrad und seine Bildung wird weiter unten erläutert.
Bei der Auswertung der Richtungsangaben werden die Vertrauensgrade beider
Schutzgeräte 2 berücksichtigt.
Zur Durchführung der Auswertung können unterschiedliche Bestimmungen festgelegt
werden, z. B. kann festgelegt werden, daß eine Leitungsabschaltung nur dann aus
gelöst werden darf, wenn die Summe der beiden Vertrauensgrade wenigstens 100%
beträgt, und jeder einzelne Vertrauensgrad mindestens 25% beträgt.
Außerdem kann ein Zeitstaffelschutz vorgesehen werden, bei dem die Auslösezeit
der beiden korrespondierenden Schutzgeräte 2 jeweils mit steigendem Vertrauens
grad der Richtungsentscheide der Schutzgeräte reduziert wird. Beispielsweise kann
eine Auslösezeit von z. B. 40 ms eingestellt sein, die wirksam ist, wenn der Vertrau
ensgrad beider Schutzgeräte <50% ist, die auf 30 ms reduziert wird, wenn der Ver
trauensgrad beider Schutzgeräte <75% ist, und weiter auf 20 ms reduziert wird, wenn
beide Schutzgeräte einen hohen Vertrauensgrad von jeweils <90% ermitteln. Da
durch verhält sich die Anordnung ähnlich wie ein Distanzschutzsystem, d. h. die
Schutzgeräte, die einen Fehler am sichersten erkannt haben, schalten in einem Lei
tungsnetz zuerst einen Leitungsabschnitt ab. Ist durch eine auf solche Weise erfolgte
schnelle und richtige Abschaltung der fehlerhafte Abschnitt abgeschaltet, und somit
der Fehler geklärt, lösen andere Schutzgeräte, in denen eine längere Auslösezeit
läuft, nicht mehr aus. Fehlauslösungen werden somit durch die mittels der erfin
dungsgemäßen Maßnahmen erreichte erhöhte Sicherheit der Richtungsermittlung
vermieden.
Fig. 2 zeigt vernetze Hochspannungsleitungen oder Leitungsabschnitte 1, denen je
weils am Anfang und Ende ein lokales Schutzgerät 2 zugeordnet ist. Die Schutzge
räte 2 sind alle untereinander und mit einer zentralen Einrichtung 4 zur Auswertung
übermittelter Richtungen und Vertrauensgrade verbunden.
Die Arbeitsweise der zentralen Auswerteeinrichtung 4 ist in Fig. 3 dargestellt. Der
zentralen Auswerteeinrichtung 4 werden Ergebnisse der Richtungsentscheidungen
und der ermittelten zugehörigen Vertrauensgrade aller Schutzgeräte 2 zugeführt.
Die Richtungserkennung eines Erdschlusses erfolgt in den Schutzgeräten jeweils
mittels einem im Schutzgerät integrierten Rechner anhand digitalisierter Meßwerte
von Strom und Spannung der betroffenen Phase, die z. B. mit einer Sampling-
Frequenz im Bereich von 5 kHz bis 10 kHz erfaßt werden. Es sind auch abgeleitete
Größen, wie z. B. der Nullstrom verwendbar. Das Ergebnis der Richtungserkennung
ist entweder mit "vorwärts" bezeichnet, im nachfolgenden mit dem Wert +1 gekenn
zeichnet, oder mit "rückwärts", im nachfolgenden mit dem Wert -1 gekennzeichnet.
Je nach Funktionsweise des benutzten Richtungsalgorithmus und des Schutzgerä
tes, wird etwa jeweils nach 0.5 ms bis 2 ms ein neuer Richtungsentscheid getroffen.
Nach einer von den Fehlerumständen oder auch festen Vorgaben abhängigen Zeit
spanne werden durch die zentrale Auswerteeinrichtung mehrere Einzelergebnisse zu
einem endgültigen Richtungsentscheid zusammengefaßt, der zusammen mit einem
Vertrauensgrad nach außen gegeben wird, zur Auslösung einer Abschaltung. In Fig.
3 ist eine der möglichen Strategien zur Bildung einer Abschalt-Entscheidung darge
stellt.
Der Vertrauensgrad des Gesamtergebnisses wird als eine Größe definiert, welche
eine Information über die Zuverlässigkeit des aus mehreren Einzelergebnissen er
mittelten endgültigen Richtungsentscheides gibt.
Die Bildung des Vertrauensgrades erfolgt vorzugsweise unter Berücksichtigung we
nigstens eines der folgenden Kriterien:
- - Streuung der Einzelwerte +1 oder -1 um einen auf deren Basis gebildeten Mittel wert. Je geringer die Streuung ist, desto höher ist der Vertrauensgrad; der maxi male Vertrauensgrad wird bei der Streuung Null erreicht.
- - Abweichung des Mittelwertes von den Grenzwerten -1 bzw. +1; der maximale Vertrauensgrad ist erreicht, wenn keine Abweichung zu einer der beiden Grenzen besteht, minimaler Vertrauensgrad ist gegeben beim Mittelwert Null.
- - Berücksichtigung des Effektivwertes des Nullstromes eines Mehrleitersystems, d. h. der Summe der drei Einzelströme eines Drehstromsystems geteilt durch 3 (entspricht in etwa dem Fehlerstrom). Je höher der Nullstrom am betreffenden Schutzgeräteort ist, um so höher ist der Vertrauensgrad. Der Vertrauensgrad ist maximal, wenn der Nullstrom einen vom Anwender anzugebenden Grenzwert überschreitet, abhängig von den Erdkapazitäten des Netzes, durch die der Feh lerstrom bestimmt ist. Der Vertrauensgrad ist minimal, wenn der Nullstrom den Wert 0 annimmt, dazwischen erfolgt lineare Interpolation. Ein geringer Fehler strom führt automatisch zu schlechteren Ergebnissen als ein höherer und ist ein Zeichen für einen weiter entfernt liegenden Fehler; der Erdschlußstrom hat näm lich keine konzentrierte Quells im Netz, sondern fließt vielmehr aus den homoge nen Erdkapazitäten im ganzen Netz zur Fehlerstelle, wo er dann den höchsten Wert annimmt.
- - Stärkere Gewichtung der zuletzt getroffenen Einzelentscheide - z. B. maximale Gewichtung für den zuletzt getroffenen Richtungsentscheid, keine Gewichtung für den Richtungsentscheid vor 20 ms - dazwischen lineare Abnahme der Einzelge wichtungen.
Aus den vorgenannten Teil-Vertrauensgraden bzw. Gewichtungen wird durch Wei
terverarbeitung, z. B. Bildung des arithmetischen Mittelwerts, ein endgültiger Vertrau
ensgrad gebildet. Um diese Mittelwertbildung zu ermöglichen, ist für jede der ge
nannfien Einzelmethoden eine Definition zu treffen, unter welchen Bedingungen
100% Vertrauensgrad erreicht ist, bzw. 0% Vertrauensgrad gegeben ist.
Claims (6)
1. Verfahren zur Detektion eines Erdschlusses in einem zu schützenden
Leitungsabschnitt (1) einer Hochspannungsleitung, dem an beiden Enden des Lei
tungsabschnitts (1) Schutzgeräte (2) zugeordnet sind, die mittels Kommunikations
leitungen (3) miteinander verbunden sind, wobei in den Schutzgeräten (2) jeweils vor
Ort durch Auswertung von Strom- und Spannungswerten, die an beiden Leitungsen
den erfaßt werden, eine Fehlerdetektion erfolgt, jeweils eine auf den Ort der Schutz
geräte (2) bezogene Fehlerrichtung ermittelt wird, und durch Datenaustausch und
Auswertung gemäß dem Richtungsdifferentialschutz-Verfahren der Fehlerort ermittelt
wird, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem Schutzgerät (2) den Fehlerrichtungs-
Daten ein Vertrauensgrad zugeordnet wird, der ebenfalls über die Kommunikations
leitungen (3) zur jeweiligen Gegenseite (2) übertragen wird, und der bei der Ermitt
lung des Fehlerortes berücksichtigt wird.
2. Verfahren zur Detektion eines Erdschlusses in einem zu schützenden
Leitungsabschnitt (1) eines Hochspannungsleitungsnetzes, in welchem jeweils bei
den Enden der Leitungsabschnitte (1) Schutzgeräte (2) zugeordnet sind, die mittels
Kommunikationsleitungen (3) alle untereinander und mit einer zentralen Auswerte
einrichtung (4) verbunden sind, wobei in den Schutzgeräten (2) jeweils vor Ort durch
Auswertung von Strom- und Spannungswerten, die an beiden Leitungsenden erfaßt
werden, eine Fehlerdetektion erfolgt, und jeweils eine auf den Ort der Schutzgeräte
(2) bezogene Fehlerrichtung ermittelt wird und zur zentralen Richtungsauswertung
und Ermittlung des Fehlerorts zur zentralen Auswerteeinrichtung (4) übertragen wird,
dadurch gekennzeichnet, daß in jedem Schutzgerät (2) den zu übertragenden Feh
lerrichtungs-Daten ein Vertrauensgrad zugeordnet wird, der ebenfalls über die Kom
munikationsleitungen (3) zur zentralen Auswerteeinrichtung (4) übertragen wird, und
der bei der Ermittlung des Fehlerortes berücksichtigt wird.
3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß der Vertrauensgrad bei der Ermittlung des Fehlerortes dadurch berücksichtigt
wird, daß Vertrauensgrad-Grenzwerte festgelegt werden, und eine Erdschluß-
Meldung nur dann erfolgt, wenn neben konventionellen Bedingungen, wie entgegen
gesetzte Fehlerrichtungen, auch ein an den Grenzwerten gemessener ausreichend
hoher Vertrauensgrad der Richtungsdaten ermittelt wurde.
4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekenn
zeichnet, daß in einem Mehrleitersystem der auf einen Leitungsabschnitt (1) bezoge
ne Vertrauensgrad jeweils unter Berücksichtigung des Effektivwertes des Nullstro
mes gebildet wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß bei der Ermittlung eines Gesamt-Vertrauensgrades in der zentralen Auswerte
einrichtung (4) das jeweilige Alter der vorliegenden Einzel-Vertrauensgrade durch
eine Gewichtung berücksichtigt wird, wobei dem jüngsten Einzel-Vertrauensgrad ei
ne maximale Gewichtung zugeordnet wird.
6. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zeitstaffel
schutz gebildet wird, bei dem eine Auslösezeit in Abhängigkeit von dem in beiden
Schutzgeräten (2) ermittelten Vertrauensgrad gebildet wird, wobei ein hoher Vertrau
ensgrad zu einer schnellen Abschaltung führt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000117265 DE10017265A1 (de) | 2000-04-06 | 2000-04-06 | Verfahren zur Detektion eines Erdschlusses |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE2000117265 DE10017265A1 (de) | 2000-04-06 | 2000-04-06 | Verfahren zur Detektion eines Erdschlusses |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10017265A1 true DE10017265A1 (de) | 2001-10-11 |
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ID=7637878
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| DE2000117265 Withdrawn DE10017265A1 (de) | 2000-04-06 | 2000-04-06 | Verfahren zur Detektion eines Erdschlusses |
Country Status (1)
| Country | Link |
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