DE10017195A1 - Vorrichtung und Verfahren zur Ermittlung der Restspielzeit von batteriebetriebenen Geräten - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zur Ermittlung der Restspielzeit von batteriebetriebenen GerätenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zur Ermittlung der Restspielzeit eines mit Batterien oder Akkumulatoren betriebenen Gerätes, das durch Messen und Auswerten der Batteriespannung die Restspielzeit ermittelt und anzeigt. DOLLAR A Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung ein EEPROM aufweist, das den Wert der Batteriespannung zum Zeitpunkt des Ausschaltens des Gerätes speichert. DOLLAR A Ausgestaltungen betreffen das verwendete Verfahren und Maßnahmen beim Wechseln der Batterien.
Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren
zur Ermittlung der Restspielzeit eines mit Batterien oder
Akkumulatoren betriebenen Gerätes.
Üblicherweise wird diese Restspielzeit dadurch ermittelt,
daß aus der Batterieentladekurve durch Bestimmung des
Spannungszustandes der Ladezustand ermittelt wird und
daraus die Restspielzeit, die schließlich angezeigt wird.
Dieses Verfahren gemäß dem Stand der Technik ist aber mit
verschiedenen Fehlern und Problemen behaftet:
Nach dem Ausschalten des Gerätes und der Lagerung im ausgeschalteten Zustand erholt sich die Batteriespannung derart, daß beim Wiedereinschalten eine viel zu lange Restspielzeit angezeigt wird. Der dadurch eingeschleppte Fehler kann, besonders gegen Ende der Ladung der Batterie und nach längerer Lagerung im unbenutzten Zustand, so daß die Ruhespannungskurve erreicht wird, durchaus ein Mehrfa ches der tatsächlich noch zur Verfügung stehenden Restspielzeit betragen.
Nach dem Ausschalten des Gerätes und der Lagerung im ausgeschalteten Zustand erholt sich die Batteriespannung derart, daß beim Wiedereinschalten eine viel zu lange Restspielzeit angezeigt wird. Der dadurch eingeschleppte Fehler kann, besonders gegen Ende der Ladung der Batterie und nach längerer Lagerung im unbenutzten Zustand, so daß die Ruhespannungskurve erreicht wird, durchaus ein Mehrfa ches der tatsächlich noch zur Verfügung stehenden Restspielzeit betragen.
Eine andere Fehlerquelle liegt darin, daß bekannte
Anzeigevorrichtungen fix Batterieentladekurven vorgegeben
haben, und diese Entladekurve auch anwenden, wenn Akkumu
latoren und nicht Batterien verwendet werden, wodurch ein
intrinsischer Fehler auftritt, der eine deutlich falsche
Restspielzeit anzeigt.
Der Hauptgrund dafür ist, daß die Restspielzeitvorhersage
bei Akkumulatoren noch auf verschiedene Probleme stößt,
die in den Eigenschaften der Akkumulatoren selbst begrün
det sind (Vorgeschichte innerhalb des Ladezyklus, Eigen
schaften der vorhergehenden Ladezyklen, Einhalten oder
Nichteinhalten der Tiefentladungen, Memory-Effekt oder
Störungen hervorgerufen durch kurzzeitigen Kurzschluß des
Akkus etc.). Daher werden, wie oben ausgeführt, üblicher
weise Batterieladekurven vorausgesetzt und die Fehler bei
Akkumulatoren in Kauf genommen.
Eingesetzt werden derartige Ermittlungsvorrichtungen bei
unterschiedlichen Geräten, insbesondere auch bei batterie
betriebenen Mikrophonen, Kopfhörern, Tonbandgeräten,
Mobiltelephonen und ähnlichem.
Die Erfindung zielt darauf ab, eine Vorrichtung zu schaf
fen, bei der die genannten Probleme zumindest deutlich
verringert oder gänzlich vermieden werden.
Erfindungsgemäß geschieht dies dadurch, daß ein EEPROM
vorgesehen ist, der den Wert der Batteriespannung zum
Zeitpunkt des Ausschaltens des Gerätes speichert. Durch
diese Maßnahme ist es möglich, den Fehler, der durch die
Spannungserholung der Batterie in der Ruhezeit auftritt,
zu vermeiden, so daß insbesondere beim Einschalten des
Gerätes der beim Stand der Technik auftretende und seinen
Betrag nach größte Fehler vermieden wird. Da beim
Einschalten des Gerätes auch oft entschieden wird, ob neue
Batterien einzulegen oder zumindest bereit zu halten sind,
kann diese Entscheidung bei Anzeigen gemäß der Erfindung
mit wesentlich größerer Zuverlässigkeit getroffen werden.
In einer Ausgestaltung ist vorgesehen, die Vorrichtung mit
einem Batteriewechseldetektor zu versehen, der das Wech
seln der Batterien erkennt. Dies kann beispielsweise ein
Kontakt sein, der das Öffnen des Batteriefaches überwacht
oder eine Kontrollschaltung, die feststellt, ob der Kon
takt zwischen dem Gerät und der Batterie unterbrochen
wurde, ähnlich der Diebstahlsicherung bei Autoradios.
Durch diese Maßnahme ist es möglich, in einem solchen
Fall, z. B. davon auszugehen, daß die neu eingelegten Bat
terien längere Zeit unbelastet gelagert wurden, weshalb
der beim Einschalten gewonnene Spannungswert als Leerlauf
wert genommen wird und die angezeigte Restspielzeit
entsprechend korrigiert wird.
Schließlich ist in einer bevorzugten Ausgestaltung vorge
sehen, daß beim Einschalten des Gerätes bzw. wenn der Bat
teriewechseldetektor den Austausch erkannt hat, ein Bela
stungstest für die eingelegten Batterien durchgeführt
wird, um unterscheiden zu können, ob Batterien oder Akkus
eingesetzt sind.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der beiliegenden
Zeichnung näher beschrieben. Die einzige Figur der Zeich
nung zeigt schematisch ein Diagramm der Batteriespannung
über der zur Verfügung stehenden Restspielzeit.
Im dargestellten Diagramm ist mit einer durchgehenden
Linie der Spannungsverlauf der Batterie über der Rest
spielzeit unter Normal-Last dargestellt. In strichlierter
Linie ist die Leerlauf-Spannungskurve ebenfalls über der
Restspielzeit angegeben.
Wird nun beispielsweise beim Punkt 1 bei einer Anzeige von
etwas über 7 Stunden Restspielzeit das Gerät abgeschaltet
und längere Zeit im abgeschalteten Zustand verwahrt, so
erholt sich die Batterie und zeigt nach dem Wiederein
schalten die Spannung, die der Leerlaufkurve im Punkt 1
entspricht, etwa 2,7 Volt, so daß das Gerät fälschlich
eine Restspielzeit von nahezu 10 Stunden anzeigt. Die
tatsächliche Entladungskurve nach dem Wiedereinschalten
ist die stark abfallende Kurve, die annähernd tangential
in die Normal-Last-Entladekurve mündet und ihr dann folgt.
Auch beim Punkt 2 ist die Fehlanzeige zu Beginn der
Wiederinbetriebnahme noch vertretbar, da ja die tatsächli
che Restspielzeit mit etwas über 6 Stunden noch groß ist.
Anders ist dies beim Ausschalten des Gerätes gegen Ende
der Zykluszeit der Batterie, wie aus den Punkten 3, 4 und
5 zu entnehmen ist.
Im Punkt 3 beispielsweise steht einer echten Restspielzeit
von knapp über 2 Stunden eine fälschlicherweise bei der
Wiedereinschaltung angezeigte Restspielzeit von etwas über
7 Stunden gegenüber.
Beim Punkt 5 schließlich werden statt etwa 20 Minuten über
5 Stunden angezeigt, was völlig indiskutabel ist.
Die Ermittlung der Restspielzeit erfolgt erfindungsgemäß
dadurch, daß nach Ausschalten des Gerätes der momentane
Spannungswert der Batterie zum Ausschaltzeitpunkt im
EEPROM gespeichert wird. Wird die Batterie nicht gewech
selt, so wird beim nächsten Einschalten eine genaue
Anzeige der Restspielzeit durch die Benutzung und Aus
wertung des gespeicherten Spannungswertes zum Ausschalt
zeitpunkt möglich. Dieser Wert wird für etwa 30 Minuten
eingefroren, da die tatsächlich anliegende Batteriespan
nung in diesem Intervall noch keine zuverlässige Rest
spielzeitanzeige ermöglicht. Während dieser Zeitspanne
sinkt die Spannung von der Leerlaufkurve zur Normal-Last-
Entladekurve ab, so daß bei späterem Anzeigen der
Restspielzeit vom zutreffenden Wert ausgegangen bzw. beim
Abschalten des Gerätes wieder der zutreffende Wert gespei
chert wird.
Die Erholung der Batteriespannung ist natürlich abhängig
von der Erholzeit, so daß eine längere Nichtbenutzung die
Erholung der tatsächlichen Batteriespannung erhöht.
Wenn allerdings während dieser 30 Minuten die tatsächliche
Batteriespannung unter den im EEPROM gespeicherten
Spannungswert fällt, so wird die Haltezeit abgebrochen und
angenommen, daß die Ausschaltzeit zwischen dem letzten
Ausschalten und dem Wiedereinschalten nur so kurz war, daß
die Batteriespannung sich noch nicht bis zum Leerlaufwert
erholt hat und daher rascher den Normal-Last-Spannungswert
erreicht hat und eine richtige Restspielzeitbestimmung
ermöglicht.
Wird eine Batterie neu eingelegt, so wird diese in der
bevorzugten Ausführungsform durch den dann vorhandenen
Batteriewechseldetektor erkannt. Es wird in diesem Fall
davon ausgegangen, daß die Batterie längere Zeit unbenutzt
war, so daß zur Berechnung der Restspielzeit die Leerlauf
kurve herangezogen wird. Die Restspielzeit wird eingefro
ren bis das Gerät 30 Minuten eingeschaltet war, worauf die
Normal-Last-Entladekurve zur genauen Bestimmung der Rest
spielzeit verwendet wird.
In einer Ausgestaltung, in der die erfindungsgemäße Vor
richtung erkennt, ob Batterien oder Akkus verwendet wer
den, werden bei jedem Einschalten des Gerätes bzw. beim
erstmaligen Einschalten nachdem der Batteriewechseldetek
tor einen Batteriewechsel erkannt hat, die eingelegten
Batterien/Akkus für ca. 0,15 Sekunden mit 200 bis 500,
bevorzugt 300 bis 400 mA belastet. Durch das Verhalten der
Spannung bei dieser Last kann erkannt werden, ob Batterien
oder Akkus eingelegt worden sind. Liegt die Spannungsdif
ferenz (Leerlaufspannung-Belastungsspannung) unter einem
Schwellenwert, so ist ein Akku eingelegt, liegt sie
darüber, so sind Batterien eingelegt.
Die Anzeige der Restspielzeit ist trotz all dieser ver
bleibenden Probleme wesentlich zuverlässiger als bisher und
umso zuverlässiger, je mehr der folgenden Punkte erfüllt
sind:
- - Es werden neue, zu über 80% geladene, Batterien verwen det.
- - Es werden, wenn mehrere Batterien verwendet werden, gleiche Batterien, d. h. Batterien gleichen Typs und glei cher Vorbelastung verwendet.
- - Die Batterien werden erst wenn sie leer sind, aus dem Gerät genommen.
- - Die neu eingesetzten Batterien haben zuvor eine zumin dest zweistündige Ruhepause im unbelasteten Zustand durchgemacht.
Besonders zu falschen Anzeigen führen die folgenden Hand
lungen:
- - Es wird beim Batteriewechsel eine bzw. mehrere teilweise entladene Batterien eingesetzt, die bis kurz vor dem Ein setzen belastet waren: Hier wird eine kürzere Restspiel zeit als tatsächlich gegeben, angezeigt.
- - Es werden Batterien mit verschiedenen Restkapazitäten eingesetzt: Anfangs wird eine deutlich zu lange Restspiel zeit angezeigt, dann fällt die Anzeige schnell zu niedri geren Werten, die von der Restkapazität der schwächeren Batterie abhängen.
- - Verwendung bei Temperaturen unter +10°C.
- - Das Gerät wird nur kurz betrieben, so daß es keine 30 aufeinanderfolgende Minuten im Betrieb ist. Daher wird bei der Auswertung kein Wechsel von der Leerlaufkurve auf die Normal-Last-Kurve durchgeführt: Wenn die Batterien nunmehr etwa halb voll sind, wird bei kurzen Pausen zwischen dem Betrieb die Anzeige falsch.
Als Besonderheit beim Akkubetrieb muß festgehalten werden,
daß verschiedene Akkus verschiedene Entladekurven haben,
die durch eine mittlere Kurve ersetzt sind, so daß die
Anzeige bei der Verwendung von Akkus im allgemeinen nicht
so genau wie bei der Verwendung von Batterien ist.
Bei einer typischen Restspielanzeige erfolgt diese durch
drei LEDs, beispielsweise eine Grünleuchtende für eine
Restspielzeit von über 6 Stunden, eine Orangeleuchtende
für eine Restspielzeit von 3 bis 6 Stunden, eine Rot
leuchtende für 1 bis 3 Stunden und die rote LED im blin
kenden Modus für eine Restspielzeit von unter einer
Stunde, verbunden mit der Empfehlung, die Batterie zu
wechseln. Bei Verwendung von Batterien kann mit der oben
erläuternden Vorrichtung der jeweilige Übergang von einer
Anzeige zur nächsten, mit einer Genauigkeit von etwa einer
halben Stunde erzielt werden.
Die Erfindung ist nicht auf das beschriebene Ausführungs
beispiel beschränkt, sondern kann verschiedentlich abge
wandelt werden. So kann die Anzeige anders als über LEDs
erfolgen, es kann die Vorrichtung zum Erkennen des Batte
riewechsels anders als beschrieben ausgestaltet sein und
es können selbstverständlich die verschiedenen Ladekurven
auf unterschiedlichste Art und Weise gespeichert werden.
Die Auswerteelektronik kann vom Fachmann in Kenntnis der
Erfindung und in Abhängigkeit vom jeweiligen Geräte- und
Anzeigetyp leicht entworfen werden und muß hier nicht wei
ter erläutert werden.
Claims (8)
1. Vorrichtung zur Ermittlung der Restspielzeit eines mit
Batterien oder Akkumulatoren betriebenen Gerätes, das
durch Messen und Auswerten der Batteriespannung die Rest
spielzeit ermittelt und anzeigt, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung ein EEPROM aufweist, das den Wert der
Batteriespannung zum Zeitpunkt des Ausschaltens des Gerä
tes speichert.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung mit einem Batteriewechseldetektor,
beispielsweise einem Kontakt, der das Öffnen des Batte
riefaches überwacht oder eine Kontrollschaltung, die fest
stellt, ob der Kontakt zwischen dem Gerät und der Batterie
unterbrochen wurde, versehen ist.
3. Verfahren zur Ermittlung der Restspielzeit eines mit
Batterien oder Akkumulatoren betriebenen Gerätes, das
durch Messen und Auswerten der Batteriespannung die Rest
spielzeit ermittelt und anzeigt, dadurch gekennzeichnet,
daß der Wert der Batteriespannung zum Zeitpunkt des
Ausschaltens des Gerätes in einem EEPROM gespeichert und
beim Einschalten der im EEPROM gespeicherte Wert der Aus
wertung und Anzeige zugrunde gelegt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
nach dem Einschalten des Gerätes der im EEPROM gespei
cherte Wert für eine Sperrzeit von bevorzugt etwa
30 Minuten verwendet wird und dann der aktuelle Wert der
Batteriespannung.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
dann, wenn der aktuelle Wert der Batteriespannung vor
Ablauf der Sperrzeit unter den im EEPROM gespeicherten
Wert abfällt, der aktuelle Wert der Auswertung und Anzeige
zugrunde gelegt wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß beim Einschalten des Gerätes, bzw.
wenn der Batteriewechseldetektor einen Batteriewechsel
erkannt hat, ein Belastungstest für die eingelegten Batte
rien durchgeführt wird, um zu erkennen, ob Batterien oder
Akkus eingesetzt sind.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
die eingelegten Batterien/Akkus für ca. 0,15 Sekunden mit
200 bis 500, bevorzugt mit 300 bis 400 mA belastet werden
und die dabei auftretende Spannungsdifferenz festgestellt
und ausgewertet wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß beim Erkennen eines Batteriewechsels
und gegebenenfalls beim Erkennen, daß Batterien und nicht
Akkus eingelegt wurden, die gemessene Spannung unter
Berücksichtigung der Annahme, daß die eingelegten Batte
rien längere Zeit unbelastet gelagert waren, zur Bestim
mung der Restspielzeit herangezogen wird.
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