DE10017732A1 - Brille mit an die Fassung der Brillengläser angelenkten Haltebügeln - Google Patents
Brille mit an die Fassung der Brillengläser angelenkten HaltebügelnInfo
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Abstract
Bei einer Brille mit einer Fassung für die Brillengläser und mit Haltebügeln, die mit der Fassung für die Gläser durch Gelenke verbunden und aus einer Ausgangs- bzw. Ruhestellung, in der sie an die Fassung angeklappt sind, in eine ausgeschwenkte bzw. ausgeklappte Betriebsstellung bewegbar sind, wobei während der Verschwenkung der Haltebügel aus einer Endstellung in die andere die Tendenz besteht, daß der Bügel bei Überschreiten eines vorgegebenen Schwenkwinkels in die andere der beiden Endstellungen umspringt bzw. umschnappt, ist vorgesehen, daß mit der Fassung für die Brillengläser ein vorzugsweise gehäuseähnlicher Lagerbock verbunden ist, der zwei im Abstand von einander angeordnete Lageröffnungen bzw. halbschalenförmige Ausnehmungen oder dergleichen besitzt, die als Lager für eine mit dem zugehörigen Haltebügel verbundene Schwenkachse dienen, die ihrerseits einen Nocken oder dergleichen Exzenter trägt, auf den eine Feder einwirkt, deren Auslenkung durch den Exzenter beeinflußbar ist und ihren maximalen Wert bei einer Verschwenkung des Haltebügels um etwa den halben Winkel zwischen dessen beiden Endstellungen erreicht.
Description
Die Erfindung betrifft Brillen mit einer Fassung für
die Brillengläser und mit Haltebügeln, die mit der Fassung
für die Gläser durch Gelenke verbunden sind, um sie aus einer
Ausgangs- bzw. Ruhestellung, in der sie an die Fassung ange
klappt sind, in eine ausgeschwenkte bzw. ausgeklappte
Betriebs-Stellung bringen zu können, in der die Brille von
einem Brillenträger aufgesetzt werden kann. Die Erfindung
betrifft in erster Linie solche Brillen, bei denen die
Haltebügel, wenn sie aus der einen Endstellung in die andere
verschwenkt werden, beim Überschreiten eines vorgegebenen
Schwenkwinkels die Tendenz besitzen, in die andere der beiden
Endstellungen umzuspringen bzw. umzuschnappen. Die Erfindung
betrifft darüber hinaus die Ausbildung sogenannter Brillen
gelenke, also der Verbindungselemente zwischen der Fassung
für die Brillengläser und den Haltebügeln, die eine solche
Bewegung der Haltebügel ermöglichen und gegebenenfalls als
selbständige Baueinheit ausgebildet sein können.
Für Brillen mit vorstehend beschriebenen Merkmalen
sind bisher nur aufwendige und teuere Ausführungsformen
bekannt. Die Erfindung bezweckt die Schaffung einer Brille
mit einem Brillengelenk bzw. einer selbständigen, zwischen
Fassung und Haltebügel einfügbaren Brillengelenkeinheit, bei
der die besagten Merkmale mit einfachsten technischen Mitteln
in kostengünstiger Weise erzielbar sind. Außerdem sollte eine
solche Brille bzw. ein solches Gelenk für die derzeit in Mode
befindlichen Brillen mit drahtförmigen Haltebügeln geeignet
sein.
Eine solche Aufgabe ist gemäß der Erfindung bei einer
Brille der eingangs beschriebenen Art in erster Linie dadurch
zu lösen, daß mit der Fassung für die Brillengläser ein
vorzugsweise gehäuseähnlicher Lagerbock verbunden ist, der
zwei im Abstand von einander angeordnete Öffnungen bzw.
halbschalenförmige Ausnehmungen oder dergleichen besitzt, die
als Lager für eine mit dem zugehörigen Haltebügel verbundene
Schwenkachse dienen, die einen Nocken, Exzenter oder derglei
chen trägt, auf den eine Feder einwirkt, deren Auslenkung
durch den Exzenter beeinflußbar ist und deren Auslenkung
ihren maximalen Wert bei einer Verschwenkung des Haltebügels
um etwa den halben Winkel zwischen dessen beiden Endstellun
gen erreicht. Als Exzenter, Nocken oder dergleichen kann in
besonders einfacher Weise ein scheiben- bzw. walzenförmiger
Vierkant dienen, der auf die Schwenkachse aufgeschoben bzw.
aufgepresst ist. Man kann aber auch die Schwenkachse mit
einer als Nocken oder dergleichen wirkenden Kröpfung verse
hen, wenn man ohne zusätzliche Bauelemente auskommen will.
Der gehäuseartige Lagerbock kann als U-förmiges
Stanzteil ausgebildet sein, in dessen beiden Schenkeln die
beiden Lageröffnungen bzw. Lagerschalen für die Schwenkachse
des Haltebügels vorgesehen sind. Die an dem Exzenter anlie
gende Feder kann als Blattfeder ausgebildet und von einem an
den Lagerbock angeformten Ansatz gebildet sein. Gegebenen
falls können an den Lagerbock auch zwei derartige Ansätze
angeformt sein, die zur Verstärkung des Federdruckes
einerseits auf den Exzenter und oder von unterschiedlichen
Richtungen auf die Lager einwirken können. Während die
Schwenkbewegung der Haltebügel in die Ruhestellung durch den
Anschlag an der Fassung für die Brillengläser begrenzt ist,
kann zur Begrenzung der Bewegung in die Öffnungsstellung und
deren Definition ein Anschlag an dem Lagerbock vorgesehen
sein. Um auch hier ohne zusätzliche Elemente auszukommen,
kann in dem an die Schwenkachse angrenzenden Teil des
Haltebügels eine Abkröpfung vorgesehen sein, mit der sich der
Haltebügel in der ausgeschwenkten Stellung an den Lagerbock
anlegt.
In konstruktiver Hinsicht bestehen für die Ausbildung
einer Brille mit den erfindungsgemäßen Merkmalen mannigfache
Ausführungsmöglichkeiten. In der Zeichnung sind als Ausfüh
rungsbeispiele Brillen gemäß der Erfindung schematisiert mit
den zum Verständnis wesentlichen Teilen in starker
Vergrößerung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. 1 eine erste Ausführungsform, die in der Haupt
sache die Grundidee der Erfindung verdeut
lichen soll, im Aufriss und in
Fig. 2 im Grundriss und
Fig. 3 eine Abwandlung des eigentlichen Gelenks im
Aufriss.
Mit 11 ist in der Zeichnung die Fassung für die
Brillengläser bezeichnet, an die ein gehäuseähnlicher Lager
bock 12 angesetzt, beispielsweise angelötet ist. Dieser im
wesentlichen U-förmig ausgebildete Lagerbock ist in seinen
beiden Schenkeln 121, 122 mit Lageröffnungen 131 bzw. 132
versehen, die als Lager für einen als Schwenkachse 141 die
nenden abgewinkelten Teil eines drahtförmigen Haltebügels 14
vorgesehen sind. An den unteren Schenkel 122 des Lagerbocks
ist ein auf den Schenkel 121 zu abgewinkelter Ansatz 123
angeformt. Auf die Schwenkachse 141 ist ein scheibenförmiger
Vierkant 15 aufgesetzt, an dem der als Feder dienende
abgewinkelte Ansatz 123 des Schenkels 122 des Lagerbockes mit
Vorspannung anliegt. In der Zeichnung ist der Haltebügel 14
in der Mittelstellung zwischen den beiden punktiert ange
deuteten Endstellungen dargestellt. In dieser Stellung besitzt
die Feder 123 auf Grund der Stellung des Exzenters "Vierkant"
die maximale Auslenkung und ist bestrebt, sich unter Mitnahme
des Haltebügels in der einen oder anderen Richtung zu
entspannen. Schon geringe Bewegungen aus dieser labilen Lage
lassen daher den Haltebügel in der einen oder anderen
Richtung umklappen. Hierbei bestimmt die Kröpfung 142 durch
ihr Anschlagen an dem Schenkel 121 des Lagerbocks die
Öffnungsstellung des Haltebügels.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Abwandlung ist davon
ausgegangen, daß das Brillengelenk an einem mit der Fassung
der Gläser verbundenen Träger 31 angeordnet ist, der dem
Schenkel 121 der Ausführungsmöglichkeit nach Fig. 1 und 2 ent
spricht. Der Haltebügel 34 ist an seinem Ende wiederum zu
einer Schwenkachse 341 abgewinkelt, die bei 311 bzw. 312
gelagert ist. Als Steuernocken bzw. Exzenter ist bei dieser
Ausführungsart eine Kröpfung 342 der Schwenkachse 341 vorge
sehen, deren Ebene zu der Ebene, in der der Haltebügel liegt,
etwa 45° versetzt ist. An dieser Kröpfung liegt mit
Vorspannung eine mit dem Trägerteil 31 verbundene Feder an.
Claims (9)
1. Brille mit einer Fassung für die Brillengläser und
mit Haltebügeln, die mit dieser Fassung durch Gelenke ver
bunden und aus einer Ausgangs- bzw. Ruhestellung, in der sie
an die Fassung angeklappt sind, in eine ausgeschwenkte bzw.
ausgeklappte Betriebs-Stellung bewegbar sind, wobei während
der Verschwenkung der Haltebügel aus einer Endstellung in die
andere die Tendenz besteht, daß der Bügel bei Überschreiten
eines vorgegebenen Schwenkwinkels in die andere der beiden
Endstellungen umspringt bzw. umschnappt, dadurch gekennzeich
net, daß mit der Fassung für die Brillengläser ein
vorzugsweise gehäuseähnlicher Lagerbock verbunden ist, der
zwei im Abstand von einander angeordnete Lageröffnungen bzw.
halbschalenförmige Ausnehmungen oder dergleichen besitzt, die
als Lager für eine mit dem zugehörigen Haltebügel verbundene
Schwenkachse dienen, die ihrerseits einen Nocken oder
dergleichen Exzenter trägt, auf den eine Feder einwirkt,
deren Auslenkung durch den Exzenter beeinflußbar ist und
ihren maximalen Wert bei einer Verschwenkung des Haltebügels
um etwa den halben Winkel zwischen dessen beiden Endstellun
gen erreicht.
2. Brille nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
als Exzenter, Nocken oder dergleichen ein scheiben- bzw.
walzenförmiger Vierkant vorgesehen ist, der auf die
Schwenkachse aufgeschoben bzw. aufgepresst ist.
3. Brille nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die Schwenkachse mit einer als Nocken oder dergleichen
wirkenden Kröpfung versehen ist.
4. Brille, insbesondere nach Anspruch 1, 2 oder 3,
dadurch gekennzeichnet, daß der gehäuseähnliche Lagerbock als
U-förmiges Stanzteil mit einem oberen und einem unteren
Schenkel ausgebildet ist, in denen die beiden Lageröffnungen
bzw Lagerschalen für die Schwenkachse des Haltebügels
vorgesehen sind.
5. Brille, insbesondere nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die an dem
Nocken bzw. Exzenter anliegende Feder als Blattfeder
ausgebildet und von einem aus einem an den Lagerbock
angeformten Ansatz gebildet ist.
6. Brille, insbesondere nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß an den
Lagerbock zwei derartige Ansätze angeformt sind, die von
unterschiedlichen Richtungen auf den Exzenter einwirken.
7. Brille nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß
eine der durch Ansätze gebildeten Federn auf den Nocken
und/oder die andere auf ein Lager einwirkt.
8. Brille, insbesondere nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichet durch einem Anschlag zur
Definition der Öffnungsstellung und der Begrenzung der
Verschwenkung.
9. Brille, insbesondere nach einem oder mehreren der
Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichet, daß zur Bildung
eines Begrenzungsanschlags im Haltebügel eine Kröpfung
vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000117732 DE10017732A1 (de) | 2000-04-11 | 2000-04-11 | Brille mit an die Fassung der Brillengläser angelenkten Haltebügeln |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000117732 DE10017732A1 (de) | 2000-04-11 | 2000-04-11 | Brille mit an die Fassung der Brillengläser angelenkten Haltebügeln |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10017732A1 true DE10017732A1 (de) | 2001-10-18 |
Family
ID=7638199
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000117732 Withdrawn DE10017732A1 (de) | 2000-04-11 | 2000-04-11 | Brille mit an die Fassung der Brillengläser angelenkten Haltebügeln |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10017732A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2977039A1 (fr) * | 2011-06-27 | 2012-12-28 | Novembre | Lunettes a branches a articulation flexible |
| WO2013110205A1 (de) | 2012-01-27 | 2013-08-01 | Kaufmann, Sandra | Brille mit schnapp-scharnier |
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| DE3414641A1 (de) * | 1984-04-18 | 1985-10-24 | Artur 7250 Leonberg Weiss | Brillengestell mit am brillenrahmen schwenkbar angeordneten brillenbuegeln |
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| EP0838711A1 (de) * | 1996-10-23 | 1998-04-29 | Airess | Metaldrahtbrillenfassung |
| US5894336A (en) * | 1996-08-05 | 1999-04-13 | G.B. S.R.L. | Eyeglass-frame hinge |
-
2000
- 2000-04-11 DE DE2000117732 patent/DE10017732A1/de not_active Withdrawn
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