DE10017581C1 - Verfahren und Anlage zur Herstellung von Holzspanplatten oder ähnlichen Plattenwerkstoffen - Google Patents
Verfahren und Anlage zur Herstellung von Holzspanplatten oder ähnlichen PlattenwerkstoffenInfo
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Abstract
Bei einem Verfahren und einer Anlage zur Herstellung von Holzspanplatten oder ähnlichen, aus kleinteiligen unter Druck und Wärme in einer Presse zusammengepreßten Partikeln bestehenden Plattenwerkstoffen wird der fertige und nach dem Verlassen der Presse zumindest teilweise abgekühlte Plattenwerkstoff auf mindestens einer Flachseite oberflächlich wieder aufgeheizt und mittels eines Druckelements einer sich über die Flachseite erstreckenden Druckbehandlung unterzogen. Die Wiederaufheizung erfolgt mittels einer kurzen beheizten Doppelbandpresse (10).
Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 1 und einer Anlage nach dem Oberbegriff des Anspruchs 2.
Ein Verfahren und eine solche Anlage sind aus der DE 197 18 770 A1
bekannt. Auch hierbei wird von einer fertigen erkalteten Platte ausgegangen,
die an einer oder beiden Oberflächen mit Wasser besprüht wird, nachfolgend
eine beheizte Bedampfungsstrecke durchläuft und weiter nach folgend einen
ein- oder beidseitigen Strukturierungsvorgang durch eine Druckbehandlung
unterzogen wird.
Die Beheizung in einer Bedampfungsstrecke erfordert einen erhebli
chen baulichen und energetischen Aufwand.
Auch bei dem Verfahren nach der CH-PS 614 666 wird eine künstlich
hergestellte Platte mit einer wäßrigen Flüssigkeit benetzt und dann bei einem
hohen Druck von mindestens 70,3 kg/cm2 und bei einer hohen Temperatur
innerhalb des Bereiches von 204 bis 288C° geprägt.
Bei dem Verfahren nach der EP 371 371 A2 wird auf die Oberfläche
einer ausgehärteten Faserplatte ein Harz-Wassergemisch aufgebracht und
die Faserplatte anschließend in einer Kurztaktpresse unter Einwirkung von
Druck und Hitze und unter Verwendung eines strukturierten Preßbleches ge
preßt.
Bei dem Verfahren nach der DE 198 12 523 A1 schließlich wird min
destens eine Seite einer Holzwerkstoffplatte mit chemischen Zusätzen ver
sehen, die die Abbindung verzögern oder nach dem Verpressen mit platten
löslichen Stoffen behandelt, die die behandelte Plattenoberfläche leicht an
weichen. Danach wird unter Krafteinwirkung in die weiche Plattenseite eine
vorgegebene Struktur hineingeprägt.
Bei der letztgenannten Schriftstelle ist die Einwirkung der chemischen
Zusätze nicht frei von nachteiligen Folgen für die Qualität der Platte, Bei den
beiden davor genannten Schriftstellen erfolgt die Aufheizung der Platte in der
Prägevorrichtung, was eine entsprechend ausgestaltete Prägevorrichtung
erfordert und hinsichtlich der Wirksamkeit der Wärmeübertragung begrenzt
ist.
Bei der DE 198 22 627 A1 wird nicht von einer bereits fertigen Holz
spanplatte oder einem ähnlichen Plattenwerkstoff ausgegangen, sondern
wird der Plattenwerkstoff nach dem Verlassen der Presse in noch preßwar
mem Zustand mit einer Oberflächenprägung versehen. Diese Verfahrens
weise ist zwar energetisch sehr günstig, weil die Wärme in der Preßstrecke,
in der die Platte gebildet wird, ausgenutzt werden kann, doch besteht ein
unter Umständen nachteiliger Umstand darin, daß die Druckausübung beim
Prägen oder der sonstigen flächenmäßigen Druckbehandlung die Platte in ih
rer ganzen Dicke in einer Phase beeinflußt, in der die Bindungen mangels
Auskühlung der Platte noch nicht in vollem Umfang hergestellt sind. Es wer
den also auch die inneren Bereiche der Platte zusammengedrückt und dabei
sich bildende Bindungen an der Weiterbildung gehindert oder zerstört, so
daß die mechanischen Werte einer solchen Platte verringert werden. Auch ist
es manchmal nicht von Vorteil, wenn die Nachbehandlung der Platte durch
Prägen oder dergleichen im Zuge der Herstellung der Platte vorgenommen
werden muß und somit eine zwangsweise Bindung der Geschwindigkeit der
Oberflächenstrukturierung an die Geschwindigkeit der Herstellung des Plat
tenwerkstoffs besteht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Holzspanplatte oder
einen ähnlichen Plattenwerkstoff mit verringertem Aufwand mit einer oberflä
chenmäßigen Druckbehandlung wie z. B. einer Prägung versehen zu können,
ohne daß die inneren Bereiche der Platte in ihren mechanischen Werten be
einträchtigt werden.
Diese Aufgabe wird in ihrem verfahrensmäßigen Aspekt durch die in
Anspruch 1 wiedergegebene Erfindung, in ihrem vorrichtungsmäßigen
Aspekt durch die in Anspruch 2 wiedergegebene Erfindung gelöst.
Es wird also bei der Erfindung der eigentlichen Plattenpresse zur Her
stellung des Plattenwerkstoffs, die im allgemeinen eine kontinuierliche Dop
pelbandpresse sein wird, aber auch eine Etagenpresse sein kann, eine
Nachbehandlungsstrecke zugeordnet, die eine Doppelbandpresse umfaßt,
die selbst die Einrichtung zur Druckbehandlung sein kann oder der eine sol
che Einrichtung nachgeschaltet ist. Vor dem Erreichen der nur der Nachbe
handlung dienenden Doppelbandpresse soll der Plattenwerkstoff "zumindest
teilweise" abgekühlt sein. Dies soll bedeuten, daß der Plattenwerkstoff eine
gegenüber der Preßwärme deutlich verringerte Temperatur angenommen
haben soll, die nicht gerade die Umgebungstemperatur von etwa 25°C sein
muß, aber z. B. das Aufteilen das Plattenstrangs mit der Quersäge erlauben
soll, so daß die Nachbehandlung in der nachgeschalteten kleineren Doppel
bandpresse an den einzelnen Platten erfolgt, die dann eine Temperatur bei
spielsweise im Bereich von 30°C bis 80°C haben können. Die Platten sollen
also "fertig", d. h. in ihren mechanischen Eigenschaften im wesentlichen voll
ausgebildet sein, und es soll die eventuell vorhandene "Resttemperatur"
nicht so hoch sein, daß bei der Druckausübung das Innere der Platten dau
erhaft wesentlich mitverformt wird. Die hier in Rede stehende nachgeschal
tete Doppelbandpresse dient nur dem Zweck der wirksamen oberflächlichen
Wiederaufheizung der Holzspanplatten oder ähnlichen Plattenwerkstoffen.
Nur an der Oberfläche soll ein Einfluß der nachträglichen Druckbehandlung
zutage treten. Die hierfür vorgesehene Doppelbandpresse braucht nur kurz
zu sein (Anspruch 3) und erzielt eine sehr wirksame Oberflächenaufheizung,
die nicht tief in das Innere der Platte eindringt, bevor die oberflächliche
Druckbehandlung an der Oberfläche wirksam wird. Die Länge der Preßstrec
ke der für die Wiederaufheizung eingesetzten kurzen Doppelbandpresse
kann etwa zwei bis zehn Meter betragen, während die für die Fertigung von
Holzspanplatten und ähnlichen Plattenwerkstoffen dienenden Doppelbandpressen
Preßstreckenlängen von 14 bis 40 Meter aufweisen. Die Aufheizung
kann in der Doppelbandpresse so weit betrieben werden, daß die Tempera
tur an der zu bearbeitenden Oberfläche der Spanplatten etwa 180°C beträgt.
Gemäß Anspruch 4 können zumindest die Einrichtungen zur Wieder
aufheizung und zur Ausübung einer oberflächlichen Druckbehandlung für
kontinuierlichen Durchlauf einer Plattenwerkstoffbahn eingerichtet sein.
Dies bedeutet im Falle einer von der Doppelbandpresse separaten,
dieser nachgeschalteten Prägeeinrichtung, daß die der Wiederaufheizung
dienende Doppelbandpresse und die Prägevorrichtung inline arbeiten sollen.
Diese Aggregate sind von der Doppelbandpresse zur Herstellung der Plat
tenwerkstoffbahn getrennt und arbeiten von einem Stapel oder einer ähnli
chen Einrichtung zur Lagerung der abgekühlten, von der Plattenwerkstoff
bahn abgeteilten Platten.
Alternative Möglichkeiten zur Verwirklichung der Erfindung sind ge
mäß den Ansprüchen 5 und 6 eine Einrichtung zur Ausübung einer ober
flächlichen Druckbehandlung, die durch die Doppelbandpresse selbst gege
ben ist bzw. die von dieser separat und ihr nachgeschaltet ist.
Die Einrichtung zur Ausübung einer oberflächlichen Druckbehandlung
kann mit einer glatten Gegenfläche auf die Oberfläche wirken und diese zum
Beispiel zur Steigerung der Glätte oder der Zugfestigkeit der Oberflächen
schichten nur oberflächlich komprimieren. Bei dem bevorzugten Ausfüh
rungsbeispiel jedoch ist die Einrichtung zur Ausübung einer oberflächlichen
Druckbehandlung eine Prägeeinrichtung (Anspruch 7), die die Oberfläche
des Plattenwerkstoffs nicht eben beläßt, sondern ihr ein gewünschtes Relief
insbesondere relativ geringer Relieftiefe nach Art einer Aufrauhung erteilt.
Die Prägeeinrichtung kann nach Anspruch 8 insbesondere ein der
Doppelbandpresse nachgeschalteter Prägekalander sein.
Wenn die Doppelbandpresse selbst die Einrichtung zur Ausübung ei
ner oberflächlichen Druckbehandlung darstellt, kann die Prägeeinrichtung
durch eine Gestaltung der Formbänder in der Doppelbandpresse selbst ge
geben sein (Anspruch 9), zum Beispiel indem die Formbänder auf der dem
Plattenwerkstoff zugewandten Seite ein Prägerelief tragen (Anspruch 10).
Die Anbringung eines Prägereliefs auf den Formbändern der Doppel
bandpresse selbst ist ziemlich kostspielig. Aus wirtschaftlichen Gründen kann
sich daher die Alternative nach Anspruch 11 empfehlen, wonach zwischen
normalen Formbändern ein endlos mitlaufendes Band mit einer Präge- oder
Gitterstruktur vorgesehen ist. An Pressen zur Herstellung von Plattenwerk
stoffen ist diese Maßnahme zum Beispiel aus der DE 197 04 643 C2 schon
bekannt.
Die Ausbildung der Prägung wird durch eine erhöhte Temperatur an
den Prägestellen gefördert. Damit die Bänder vor ihrem Einlauf in die Preß
strecke der Doppelbandpresse durch ihren endlosen Umlauf in dem außer
halb der Preßstrecke gelegenen Bereich nicht zu viel an Temperatur verlie
ren, empfiehlt sich eine zusätzliche Beheizung der Bänder nach Anspruch
12.
Der der Wiederaufheizung dienenden Doppelbandpresse kann gemäß
Anspruch 13 eine Einrichtung zum Aufsprühen von Flüssigkeit oder Dampf
vor- oder nachgeschaltet sein, wobei gemäß Anspruch 14 eine aufgesprühte
Flüssigkeit oder ein solcher Dampf mit chemischen Zusätzen wie Trennmit
teln, Leimen, Plastifizierern oder dergleichen versehen sein kann, um die
Ausbildung des Prägereliefs zu fördern und zu verbessern.
Dies ist zwar für sich genommen bekannt, kann aber im Zusammen
hang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren noch besondere Vorteile brin
gen, indem auf diese Weise eine Anpassung des Verfahrensablaufs an das
Plattenmaterial, die Arbeitsgeschwindigkeit und die Art der vorzunehmenden
Druckbehandlung möglich ist.
In der Zeichnung sind die wesentlichen Teil zweier erfindungsgemäßer
Anlagen vereinfacht dargestellt.
Fig. 1 und 2 zeigen vertikale Längsschnitte durch Doppelbandpressen
zur Wiederaufheizung des Plattenmaterials und vor- und nachgeschaltete
Aggregate;
Fig. 3 zeigt Ausschnitte aus den in der Doppelbandpresse nach Fig. 2
verwendbaren Bändern.
In den dargestellten Ausführungsbeispielen geht es um das Oberflä
chenprägen von fertigen Holzspanplatten. Die Doppelbandpresse zur kontinuierlichen
Herstellung der Holzspanplatten ist nicht dargestellt und befindet
sich außerhalb des linken Randes der Zeichnung. Die hergestellten Span
platten werden nach dem Verlassen der nicht dargestellten Doppelbandpres
se ausgekühlt und eine Zeitlang auslagern gelassen. Sie werden z. B. in ei
nem Stapel 2 oder in einer regalartigen Aufbewahrungseinrichtung aufbe
wahrt. Die Abkühlung muß nicht so weit durchgeführt werden, daß die Tem
peratur die Umgebungstemperatur tatsächlich erreicht. Eine "Resttempera
tur" von etwa 30°C bis 80°C reicht aus.
Von dem Stapel 2 wird eine Spanplatte 1' durch eine nicht dargestellte
Einrichtung entnommen und gemäß Fig. 1 im Sinne des Pfeiles 3 in eine als
Ganzes mit 10 bezeichnete Doppelbandpresse eingeführt. Die gerade in der
Doppelbandpresse 10 befindliche Spanplatte 1' erstreckt sich von der Stelle
1" bis zu der Stelle 1'''. Die Spanplatte 1' schließt sich an der Stelle 1''' an ei
ne voranlaufende Spanplatte 4 an. Die Doppelbandpresse 10 ist relativ kurz,
d. h. die Länge der Preßstrecke 5, in der die Spanplatte 1' zwischen beheiz
ten Stützkonstruktionen 6, 7 zusammengepreßt wird, beträgt in dem Ausfüh
rungsbeispiel etwa drei Meter. Die Zusammenpressung der Stützkonstruktio
nen 6, 7 erfolgt in dem Ausführungsbeispiel durch drei Kraftglieder 8. Die
Spanplatte 1' wird in der Preßstrecke 5 zwischen Formbändern 9, 11 aus
Stahlblech geführt, die endlos über horizontale Umlenktrommeln 13, 14 bzw.
15, 16 umlaufen und über nicht dargestellte Rollenkettenfelder an den Stütz
konstruktionen 6, 7 rollend abgestützt sind und Druck und Wärme auf die
Spanplatte 1' übertragen.
Der Druck in der Preßstrecke 5 soll nicht zu einer durchgreifenden
Verformung der Spanplatte 1' führen, sondern lediglich so hoch sein, daß ei
ne satte Anlage der Formbänder 9, 11 an den Flachseiten der Spanplatte 1'
und die entsprechende Wärmeübertragung gesichert sind.
Nach dem Verlassen der Doppelbandpresse 10 gelangen die Span
platte 1' bzw. die ihr voranlaufende Spanplatte 4 in einen Prägekalander 20,
mit zusammenwirkenden Walzen 17, 18, von denen mindestens eine eine
Prägewalze ist. Der Abstand in Laufrichtung 3 der Spanplatten 1', 4 von dem
Auslauf der Doppelbandpresse 10 soll möglichst kurz sein, damit die in der
Doppelbandpresse 10 erzielte oberflächliche Wiederaufheizung nicht verloren
geht und die an den Oberflächen übertragene Wärme keine Gelegenheit
hat, weit in das Innere der Spanplatten 1', 4 hineinzudiffudieren, bevor der
Prägekalander 20 angreift.
Vor dem Einlauf in die Doppelbandpresse 10 und dicht hinter ihrem
Auslauf können bedarfsweise Einrichtungen 19, 21 vorgesehen sein, mittels
deren eine Flüssigkeit, z. B. Wasser oder Dampf gegen die Oberfläche der
Spanplatte 1' geblasen oder gesprüht werden, die die Ausbildung der Ober
flächenprägung fördernde Zusätze wie Trennmittel, Leime, Plastifizierer oder
dergleichen enthalten können. Die Einrichtungen 19, 21 sind nur fakultativ
und deshalb gestrichelt gezeichnet. Sie werden eingesetzt, wenn die Art der
Spanplatte 1', die Arbeitsgeschwindigkeit und/oder die in dem Prägekalander
20 aufzubringende Bemusterung es erfordern.
Die Bemusterung kann aus dekorativen Zwecken erfolgen, hat aber
meist eine technische Zielsetzung in Gestalt einer Aufrauhung der Plat
tenoberfläche zum Zwecke der Beleimung oder aber zum Zwecke der Erhö
hung der Trittsicherheit. Es werden z. B. sogenannte OSB-Platten (OSB =
Oriented Structural Board) mit einem gleichmäßigen Relief versehen, die be
sonders in den USA zu Bedachungszwecken verwendet werden und bei
Flachdächern ein Ausgleiten bei der Begehung der Dächer vermeiden sollen.
Während bei der Ausführungsform 10 nach Fig. 1 die Wiederaufhei
zung der Spanplatte 1' und die Oberflächenprägung in separaten, aufeinan
derfolgenden Aggregaten 10, 20 erfolgen, sind diese Funktionen bei der Dop
pelbandpresse 10' gemäß Fig. 2 in einem Aggregat vereinigt. Bei der Dop
pelbandpresse 10' werden nämlich nicht, wie bei der Doppelbandpresse 10
ausschließlich glatte Formbänder verwendet, sondern Formbänder 9', 11',
die, wie in Fig. 3 oben dargestellt, auf der der Spanplatte 1' zugewandten
Seite ein Oberflächenrelief 11' tragen, welches dem der Spanplatte 1' zu er
teilenden Relief bzw. der gewünschten Oberflächenstrukturierung der Span
platte 1' entspricht. Beide Formbänder 9, 11 sind auf der Spanplatte 1' zuge
wandten Seite mit dem Oberflächenrelief versehen, welches für das Form
band 11' in Fig. 3 dargestellt ist.
Wenn also die Spanplatte 1' in die Doppelbandpresse 10' einläuft, wird
in der Preßstrecke 5 nicht nur eine oberflächliche Wiederaufheizung der
Spanplatte 1' vorgenommen, sondern zugleich das Oberflächenrelief 11' ein
gedrückt.
Um der Prägung zur vollen Wirksamkeit zu verhelfen, werden die
Formbänder 9', 11' vor dem Wiedereinlauf in die Preßstrecke 5 zusätzlich
aufgeheizt, was zum Beispiel mit Hilfe eines beheizten Walzenpaars 23, 24
für das obere Formband 9' und 25, 26 für das untere Formband 11' gesche
hen kann. Es genügt, wenn nur die Walzen 24, 25 beheizt sind. Die anderen
Walzen 23, 26 können mit einem Kunststoffüberzug versehen sein. Diese
Walzen haben nur die Aufgabe, eine die Wärmeübertragung fördernde Anla
ge an den Walzen 24, 25 zu fördern. Wenn beide Walzen eines Walzenpaars
23, 24 bzw. 25, 26 beheizt wären, könnte auf die Dauer das auf den Form
bändern 9', 11' erzeugte Relief gefährdet werden.
In Fig. 2 und Fig. 3 unten ist noch eine Variante dargestellt, bei der
nicht die Formbänder 9', 11' selbst ein Relief tragen, sondern glatt sind und
das Relief durch mitlaufende Gitterbänder 12 gebildet wird, die ebenfalls
durch zusätzliche Heizwalzen 22 beheizt werden können. Bei dieser Variante
entsprechen die eigentlichen Formbänder den Formbändern 9, 11 der Fig. 1.
Claims (14)
1. Verfahren zur Herstellung von Holzspanplatten oder ähnlichen,
aus kleinteiligen unter Druck und Wärme in einer Presse zusammengepreß
ten Partikeln bestehenden Plattenwerkstoffen, bei welchem der fertige und
nach dem Verlassen der Presse zumindest teilweise abgekühlte Platten
werkstoff auf mindestens einer Flachseite oberflächlich wieder aufgeheizt
und mittels eines Druckelements einer sich über die Flachseite erstrecken
den Druckbehandlung unterzogen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wiederaufheizung mittels einer kurzen beheizten Doppelbandpresse (10, 10')
erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wiederaufheizung und die Druckbehandlung in derselben Doppelbandpresse
(10') erfolgen
3. Anlage zur Herstellung von Holzspanplatten und ähnlichen aus
kleinteiligen unter Druck und Wärme zusammengepreßten Partikeln beste
henden Plattenwerkstoffen, mit folgenden hintereinander geschalteten Ag
gregaten:
- - eine Presse zur Ausübung des Drucks auf die Partikelmasse unter Wärmezufuhr,
- - eine Einrichtung zur zumindest teilweisen Abkühlung des ferti gen Plattenwerkstoffs,
- - eine Einrichtung zur Lagerung der fertigen Platten im Stapel oder regalartig
- - eine Einrichtung zur Wiederaufheizung des abgekühlten Plat
tenwerkstoffs,
eine Einrichtung zur Ausübung einer oberflächlichen Druckbe handlung auf die Flachseiten des Plattenwerkstoffs,
4. Anlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Einrichtungen zur Wiederaufheizung und zur Ausübung einer oberflächlichen
Druckbehandlung für kontinuierlichen Durchlauf einer Plattenwerkstoffbahn
eingerichtet sind.
5. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Einrichtung zur Ausübung einer oberflächlichen Druckbe
handlung durch die Doppelbandpresse (10') selbst gegeben ist.
6. Anlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Einrichtung zur Ausübung einer oberflächlichen Druckbe
handlung von der Doppelbandpresse (10) separat und nachgeschaltet ist.
7. Anlage nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Einrichtung zur Ausübung einer oberflächlichen Druckbe
handlung eine Prägeeinrichtung ist.
8. Anlage nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Prägeeinrichtung ein der Doppelbandpresse (10) nachgeschalteter Prä
gekalander (20) ist.
9. Anlage nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Prägeeinrichtung durch eine Gestaltung der Formbänder in der Doppelband
presse (10) selbst gegeben ist.
10. Anlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die
Formbänder (9', 11') auf der dem Plattenwerkstoff zugewandten Seite ein
Prägerelief (11") tragen.
11. Anlage nach Anspruch 5 und 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Formbänder (9, 11) glatt und geschlossen sind und zwischen den Form
bändern (9, 11) und dem Plattenwerkstoff ein endlos mitlaufendes Band (12)
mit einer Präge- oder Gitterstruktur angeordnet ist.
12. Anlage nach einem der Ansprüche 3 bis 11, dadurch gekenn
zeichnet, daß Mittel (22; 23, 24; 25, 26) zur zusätzlichen Beheizung der Bänder
(12; 9, 11; 9', 11') vor deren Einlauf in die Doppelbandpresse (10) vorgesehen
sind.
13. Anlage nach einem der Ansprüche 3 bis 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß der der Wiederaufheizung dienenden Doppelbandpresse
(10, 10') eine Einrichtung (19, 21) zum Aufsprühen von Wasserdampf vor-
oder nachgeschaltet ist.
14. Anlage nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß dem
Dampfdampf Trennmittel, Leime, Plastifizierer oder dergleichen beimischbar
sind.
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10156853A1 (de) * | 2001-11-20 | 2003-05-28 | Giesecke & Devrient Gmbh | Doppelbandpresse, Laminieranlage und Verfahren zum Laminieren eines Laminierguts |
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Also Published As
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