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DE10016077A1 - Verfahren und Vorrichtung zum automatischen Nachweisen einer Wirkung eines zellbeeinflussenden Mittels auf lebende Zellen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum automatischen Nachweisen einer Wirkung eines zellbeeinflussenden Mittels auf lebende Zellen

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DE10016077A1
DE10016077A1 DE2000116077 DE10016077A DE10016077A1 DE 10016077 A1 DE10016077 A1 DE 10016077A1 DE 2000116077 DE2000116077 DE 2000116077 DE 10016077 A DE10016077 A DE 10016077A DE 10016077 A1 DE10016077 A1 DE 10016077A1
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DE
Germany
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cell
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living cells
influencing
cells
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Application number
DE2000116077
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English (en)
Inventor
Alfred Dietel
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Cellcontrol Biomedical Labs AG
Original Assignee
Cellcontrol Biomedical Labs AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Cellcontrol Biomedical Labs AG filed Critical Cellcontrol Biomedical Labs AG
Priority to DE2000116077 priority Critical patent/DE10016077A1/de
Publication of DE10016077A1 publication Critical patent/DE10016077A1/de
Ceased legal-status Critical Current

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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
    • G01N33/48Biological material, e.g. blood, urine; Haemocytometers
    • G01N33/50Chemical analysis of biological material, e.g. blood, urine; Testing involving biospecific ligand binding methods; Immunological testing
    • G01N33/5005Chemical analysis of biological material, e.g. blood, urine; Testing involving biospecific ligand binding methods; Immunological testing involving human or animal cells
    • G01N33/5008Chemical analysis of biological material, e.g. blood, urine; Testing involving biospecific ligand binding methods; Immunological testing involving human or animal cells for testing or evaluating the effect of chemical or biological compounds, e.g. drugs, cosmetics
    • G01N33/5011Chemical analysis of biological material, e.g. blood, urine; Testing involving biospecific ligand binding methods; Immunological testing involving human or animal cells for testing or evaluating the effect of chemical or biological compounds, e.g. drugs, cosmetics for testing antineoplastic activity

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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum automatischen Nachweisen einer Wirkung eines zellbeeinflussenden Mittels, insbesondere eines Zytostatikums, auf lebende Zellen zum prätherapeutischen Evaluieren eines wirksamen Zytostatikums für die Chemotherapie.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum automatischen Nachweisen einer Wirkung eines zellbeeinflussenden Mittels, insbesondere eines Zytostatikums, auf lebende Zellen.
In der Bundesrepublik Deutschland treten jährlich etwa 350.000 neue maligne Krebserkrankungen auf, wobei 1994 insgesamt 210.000 Todesfälle registriert wurden. Bösartige Krebserkrankungen sind die mit Abstand zweithäufigste Todesursache nach Herz- und Kreislauferkrankungen. Bislang stehen drei Behandlungsmethoden zur Verfügung: die chirurgische Tumorentfernung, die Strahlentherapie und die Chemotherapie. Letztere wird vor allem bei der systematischen Therapie oder inoperablen Tumoren oder metastasierenden Karzinomen eingesetzt, so z. B. bei der Behandlung von Leukämien, Lymphomen, Hodentumoren, Chorionkarzinom, Brustkrebs oder dem Lungenkarzinom. Allerdings liegen die Heilungschancen bei der Chemotherapie nur bei etwa 10%.
Bei Chemotherapeutika unterscheidet man zwischen mehreren Stoffklassen: alkylierende Substanzen, Antimetabolite, Antibiotika, Mitosehemmstoffe, Hormone und -antagonisten. Bei der kurativen Therapie macht man sich die Zellkinetik zunutze. Da sich Tumorzellen schneller teilen als gesunde, reagieren sie auf Zytostatika wesentlich empfindlicher als normale Körperzellen. Die Selektivität der Zytostatikawirkung ist jedoch eng begrenzt, da ein gezielter Einsatz an der Tumorzelle kaum möglich ist. Als Folge kommt es meist zu Belastungen durch Nebenwirkungen, und bei wiederholten Behandlungszyklen durch Zytostatika besteht die Gefahr der Resistenzentwicklung von Tumorzellen. Um dies zu vermeiden, wird oft eine Kombinationstherapie aus unterschiedlichen Chemotherapeutika angewendet.
Die Mehrzahl der Tumorarten verhält sich jedoch heterogen und spricht unterschiedlich auf Zytostatika an.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung bereitzustellen, mit denen prätherapeutisch ein wirksames Zytostatikum evaluiert wird und somit eine effiziente Behandlung des Patienten erlauben. Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen der Ansprüche gelöst.
Die Erfindung geht von dem Grundgedanken aus, die zu untersuchenden lebenden Zellen mit mindestens einem zellbeeinflussenden Mittel, wie z. B. einem Zytostatikum in Kontakt zu bringen und die Zellaktivität bzw. Zellvitalität zu erfassen. Insbesondere wird hierbei die pH-Wert Veränderung erfaßt. Parallel dazu wird die Zellaktivität bzw. Zellvitalität der lebenden Zellen in unbehandelter Form und/oder die Zellaktivität bzw. Zellvitalität der mit dem Lösungsmittel des zellbeeinflussenden Mittels behandelten Zellen als Referenzwerte ermittelt. Die Meßdaten der mit dem mindestens einen zellbeeinflussenden Mittel behandelten lebenden Zellen werden in Beziehung zu den Referenzwerten gesetzt. Aus diesem Vergleich kann auf die Wirkung des zellbeeinflussenden Mittels auf die lebenden Zellen geschlossen werden. Vorzugsweise werden die lebenden Zellen mit mehreren unterschiedlichen zellbeeinflussenden Mitteln parallel behandelt, so daß anhand der Vergleiche zwischen den jeweiligen Meßdaten und den Referenzwerten die unterschiedliche Wirkungsweise bzw. Wirksamkeit des zellbeeinflussenden Mittels in Form einer Rangordnung angegeben werden kann. Somit kann prätherapeutisch aus einer Anzahl möglicher Wirkstoffe der wirksamste für den konkreten Patienten ermittelt werden. Dazu wird eine Biopsieprobe von vitalen Gewebe- bzw. Zellmaterialien, die dem Patienten entnommen werden, verwendet.
Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
Der Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens bzw. der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegt darin, daß für eine Therapie in Frage kommende Zytostatika eine Vorhersage getroffen werden kann, welches Medikament die höchste Wirksamkeit für eine erfolgreiche Behandlung des Tumors erzielen wird. Erfindungsgemäß wird dazu automatisch eine Rangfolge der getesteten Zytostatika sowie eine Aussage über die Höhe der Wirksamkeit jedes einzelnen Zytostatikums bereitgestellt. Entsprechend kann dies für Substanzkombinationen erstellt werden. Die Erfindung zeigt weiterhin Resistenzeigenschaften der Zellen auf das verwendete Medikament auf. Dadurch können unwirksame Medikamente bereits vor Beginn einer Therapie erkannt und von der Behandlung ausgeschlossen werden. Dies reduziert zudem die Belastungen des Patienten durch Nebenwirkungen der verwendeten und eventuell unwirksamen Wirkstoffe. Zudem kann eine weitere Metastierung des Tumors eingeschränkt werden. Neben den gesundheitlichen Aspekten für den Patient sind auch finanzielle Aspekte für den Kostenträger der Therapie zu nennen. Der Kostenträger "spart" sich eine unwirksame Therapie und kann individuell und gezielt seine Mittelverwendung gegenüber dem Patienten einsetzen. Die Effektivität und Rentabilität der eingesetzten Mittel steigt somit enorm, da die Kosten der eventuell in Frage kommenden Chemotherapie signifikant differieren.
Ferner erlaubt das erfindungsgemäße Verfahren, zwischen Effekten von metabolisierenden Zellen und Tumorzellen zu unterscheiden.
Das erfindungsgemäße Verfahren bzw. die erfindungsgemäße Vorrichtung wird erfindungsgemäß zur Untersuchung von vitalen Zellen, beispielsweise Tumorzellen, frischen Biopsieproben und Blutzellen, von Körperflüssigkeiten jeder Art, von Wirkstoffen und Medikamenten, von Antikrebsmitteln, von Zytostatika, von Antikörpern, von Hormonen und Antihormonen und von Gentherapeutika verwendet. Insbesondere wird das Verfahren/die Vorrichtung zur Untersuchung der Wirksamkeit von Zytostatika wie etwa Carboplatin, Cylophosphamid, Cisplatin, Docetaxel, Lomustin, Mitomycin, Treosulfan, Epirubicin, 5-Fluorouracil (5FU), Paclitaxel, Methotrexat, Bendamustin, Vinorelbin, Vindesin, Bleomycin Gemcitabin, Adriamycin, Mitoxantron, lrinotecan, Etoposit und jegliche Art von Kombinationstherapeutika (z. B. CMF, AC, FEM, usw.) daraus verwendet.
Die Erfindung wird nachstehend mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 den zeitlichen Verlauf der Tumorzellenaktivität für fünf ausgewählte Zytostatika;
Fig. 2 ein Diagramm, das die Wirksamkeit der verwendeten Zytostatika angibt;
Fig. 3 ein Diagramm, das die gemessene Tumorzellenaktivität für die verwendeten Zytostatika angibt;
Fig. 4 ein Diagramm, das die Tumorzellenaktivität für die verwendeten Zytostatika anhand eines Teils der Meßdaten angibt; und
Fig. 5 ein Flußdiagramm einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Fig. 1 zeigt den zeitlichen Verlauf der gemessenen Tumorzellaktivität für fünf verschiedene Zytostatika (Docetaxel, AC (Adriamycin-Cyclophosphamid- Kombination), Bleomycin, Vindesin, 5FU). Es ist zu erkennen, daß für die Zytostatika Docetaxel und 5FU die Tumorzellaktivität während des Meßzeitraumes sogar zunimmt, während für die übrigen Zytostatika eine Abnahme der Tumorzellaktivität ersichtlich ist. Die gemessenen Verläufe der Tumorzellaktivitäten werden anhand einer Kontrollzelle normiert. Hierzu wird die Aktivität von unbehandelten Zellen gemessen. Alternativ dazu werden die lebenden Zellen lediglich mit dem Lösungsmittel des Zytostatikums versetzt und die Zellaktivität ermittelt.
Die gemessenen Tumorzellaktivitäten der mit den unterschiedlichen Wirkstoffen versetzten Zellen werden anschließend mit den Referenzwerten der Kontrollzellen bzw. der Zellen mit Lösungsmittelzusatz verglichen. Dazu wird gemäß einer ersten Ausführungsform die Fläche der jeweiligen Meßkurve (AUC - area under curve) für den spezifischen Wirkstoff von der Fläche der Referenzkurve (100%- Kurve) subtrahiert. Die Größe der Differenz gibt die Wirksamkeit des verabreichten Wirkstoffes an, wobei eine größere Differenz einer höheren Wirksamkeit entspricht. Dies ist in Fig. 2 dargestellt, wobei hier die Wirkstoffe bereits nach ihrer Wirksamkeit sortiert aufgeführt sind.
Alternativ dazu wird entweder über den gesamten Meßzeitraum (Fig. 3) oder alternativ lediglich über einen Teilbereich (Fig. 4) die prozentuale Tumorzellaktivität ermittelt (wobei wiederum die Referenzwerte als 100%-Marke dienen). Im zweiten Fall wird dabei vorzugsweise auf die letzten 20 bis 60, mehr bevorzugt 40 Meßwerte zurückgegriffen. Bevorzugt wird beispielsweise alle zwei Minuten ein neuer Meßwert aufgenommen, so daß bei 40 Meßwerten die letzten 80 Minuten ausgewertet werden.
Fig. 5 zeigt den Ablauf einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens. Im ersten Schritt S1 werden die ermittelten Meßdaten bereit gestellt. Diese Meßdaten werden zunächst mit entsprechenden Minimal- und Maximal-Schwellwerten verglichen, um eventuelle Ausreißer bzw. Spitzen aus dem gesamten Meßverlauf zu entfernen (Schritt S2). In der bevorzugten Ausführungsform werden zwei Messungen parallel mit der gleichen Substanz durchgeführt oder die Aktivität der Kontrollzellen (d. h. die unbehandelten Zellen) wird parallel in zwei Kanälen erfaßt. Die dabei ermittelten Daten werden einer Mittelwertbildung unterzogen (Schritt S3). Anschließend werden bei der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform die Meßkurven mittels eines Glättfaktors geglättet (Schritt S4). Anschließend erfolgt eine Normierung (Schritt S5) und eine Nivellierung der Meßwerte zu Beginn auf 100%, so daß alle Meßwerte von einem gemeinsamen Startpunkt ausgehen (Schritt S6). Hierbei geben entweder die Kontrollzellen (d. h., die unbehandelten Zellen) und/oder die mit Lösungsmittel versetzten Zellen den Ausgangspunkt vor. Zur besseren Darstellbarkeit werden anschließend die Daten auf die Einheit "Stunden" umgerechnet (Schritt S7). Alternativ dazu könnten die Daten auch mit kleineren bzw. größeren Zeiteinheiten angegeben werden, wie etwa halbstündig oder viertelstündig. Weiter bevorzugt ist die graphische Darstellung der Meßkurven in Schritt S8. Dies erlaubt beispielsweise frühzeitig Störungen, wie etwa Bakterienbildung zu erkennen. Anschließend erfolgt in Schritt S9 die Berechnung der einzelnen Flächen für die verwendeten Wirkstoffe und die Vergleiche mit den Referenzwerten bzw. Referenzflächen. Anhand dieser Vergleichsergebnisse wird in Schritt S10 ein Diagramm mit der Rangfolge der getesteten Wirkstoffe basierend auf allen Meßwerten ausgegeben. In Schritt S11 und Schritt S12 wird ein Diagramm mit den tatsächlichen Tumorzellaktivitätswerten ausgegeben, in Schritt S11 nur mit den letzten 40 Meßwerten.
Erfindungsgemäß wird bevorzugt die Flächenberechnung eingesetzt, um die Gesamtzellaktivität zu bestimmen und für die verwendeten Wirkstoffe in Korrelation zu setzen. Ergänzend wird dazu gemäß einer mehr bevorzugten Ausführungsform eine polynomische Regression verwendet, um bakterielle Kontamination automatisiert über Referenzkurven-Schemata erkennen zu können. Des weiteren werden alternativ lineare, logarithmische, polynomische, potentielle, exponentielle Regression, dynamische Wachstumssysteme und dynamische Zerfallsysteme verwendet, um die Messung generell zu beschleunigen, indem das Meßfenster limitiert bzw. die Berechnungszeit/Meßzeit minimiert und das Meßergebnis genauer spezifiziert wird. Alternativ dazu werden lineare oder logarithmische Trendlinien ermittelt. Weiter alternativ werden anhand der bereitgestellten Daten Mittelwert-Geraden ermittelt, um die Entwicklung bzw. Veränderung der Zellaktivitäten zu erfassen.

Claims (21)

1. Verfahren zum automatischen Nachweisen einer Wirkung eines zellbeeinflussenden Mittels, insbesondere eines Zytostatikums, auf lebende Zellen, mit den Schritten:
  • a) Bereitstellen von Meßdaten, die die Zellaktivität der mit dem zellbeeinflussenden Mittel kontaktierten lebenden Zellen angeben;
  • b) Normieren der Meßdaten, die die Wirkung des zellbeeinflussenden Mittels auf die lebenden Zellen angeben, mit Meßdaten, die die Zellaktivität von unbehandelten lebenden Zellen und/oder von mit Lösungsmittel des zellbeeinflussenden Mittels behandelten Zellen angeben;
  • c) Berechnen der Wirkung des zellbeeinflussenden Mittels auf die lebenden Zellen durch Vergleichen der normierten Meßdaten mit Referenzwerten, die den unbehandelten, lebenden Zellen und/oder den mit Lösungsmittel des zellbeeinflussenden Mittels behandelten Zellen entsprechen; und
  • d) Ausgeben von Daten, die die Wirkung des zellbeeinflussenden Mittels auf die lebenden Zellen angeben.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei in Schritt c) die jeweiligen Flächenintegrale zueinander in Beziehung gesetzt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, wobei das Flächenintegral der Meßdaten von dem Flächenintegral der Referenzwerte subtrahiert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, wobei in Schritt c) nur ein Teil der Meßdaten verwendet wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, wobei die letzten 20 bis 60 Meßdaten, vorzugsweise die letzten 40 Meßdaten verwendet werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei in Schritt c) lineare und/oder logarithmische Trendlinien anhand der Meßdaten berechnet werden.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Meßdaten mittels Polynome n-ten Grades, lineare, logarithmische, potentielle, exponentielle Regression, dynamische Wachstumssysteme oder dynamische Zerfallsysteme interpoliert werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei es sich bei der gemessenen Zellaktivität um die pH-Wert Veränderung handelt.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei das zellbeeinflussende Mittel ein Zytostatikum aufweist.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei das zellbeeinflussende Mittel ausgewählt ist aus der Gruppe: Carboplatin, Cylophosphamid, Cisplatin, Docetaxel, Lomustin, Mitomycin, Treosulfan, Epirubicin, 5-Fluorouracil (5FU), Paclitaxel, Methotrexat, Bendamustin, Vinorelbin, Vindesin, Bleomycin, Gemcitabin, Adriamycin, Mitoxantron, lrinotecan, Etoposit und Kombinationen daraus.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Schritte a) bis d) an den bereitgestellten Zeilen mit mehreren zellbeeinflussenden Mitteln parallel durchgeführt werden.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei vor Schritt b) die bereitgestellten Meßdaten mit Schwellwerten verglichen werden, um Extrema herauszufiltern.
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei die Zellaktivität der unbehandelten lebenden Zellen oder der mit Lösungsmittel des zellbeeinflussenden Mittels behandelten lebenden Zellen parallel gemessen wird und die erhaltenen Meßdaten gemittelt werden.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei die bereitgestellten Meßdaten mittels eines Glättfaktors geglättet werden.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, ferner mit dem Schritt grafisches Darstellen der Meßdaten.
16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, wobei in Schritt d) das Ergebnis des in Schritt c) vorgenommenen Vergleiches ausgegeben wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 3 bis 16, wobei die ermittelte Differenz die Wirkung des zellbeeinflussenden Mittels auf die lebenden Zellen angibt.
18. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 17, wobei in Schritt d) die tatsächliche Zellaktivität ausgegeben wird.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 18, wobei anhand der ermittelten Differenzen eine Rangfolge entsprechend der Wirkung der zellbeeinflussenden Mittel auf die lebenden Zellen ausgegeben wird.
20. Vorrichtung zum automatischen Nachweisen einer Wirkung eines zellbeeinflussenden Mittels, insbesondere eines Zytostatikums, auf lebende Zellen, mit:
einer Einrichtung zum Bereitstellen von Meßdaten, die die Zellaktivität der mit einem zellbeeinflussenden Mittel kontaktierten lebenden Zellen angibt;
einer Einrichtung zum Normieren der Meßdaten, die die Zellaktivität angeben, mit Meßdaten, die die Zellaktivität von unbehandelten lebenden Zellen und/oder mit Lösungsmittel des zellbeeinflussenden Mittels behandelten Zellen angeben;
einer Berechnungseinrichtung zum Berechnen der Wirkung des zellbeeinflussenden Mittels auf die lebenden Zellen durch Vergleichen der normierten Meßdaten mit Referenzwerten, die den unbehandelten lebenden Zellen und/oder den mit Lösungsmittel des zellbeeinflussenden Mittels behandelten Zellen entsprechen; und
einer Ausgabeeinrichtung zum Ausgeben von Daten, die die Wirkung des zellbeeinflussenden Mittels auf die lebenden Zellen angeben.
21. Computerprogrammprodukt mit Programmcodemitteln, die auf einem computerlesbaren Datenträger gespeichert sind, um das Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 19 durchzuführen, wenn das Programmprodukt auf einem Computer ausgeführt wird.
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