DE1001693B - Verfahren zur Herstellung von lagerbestaendigem, nicht zusammenbackendem Ammoniumsulfat - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von lagerbestaendigem, nicht zusammenbackendem AmmoniumsulfatInfo
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description
- Verfahren zur Herstellung von lagerbeständigem, nicht zusammenbackendem Ammoniumsulfat Es ist bekannt, daß Ammonsulfat bei der Lagerung eine gewisse Neigung zum Zusammenbacken zeigt, insbesondere unter der Einwirkung der Luftfeuchtigkeit. DieseNeigung wird durch verschiedeneFaktoren, wie Form und Größe der Kristalle und Anwesenheit gewisser Verunreinigungen., begünstigt, .Wenn diesen Faktoren Rechnung getragen wird, gelingt es auch in den modernen Betrieben, ein gut kristallisiertes, ausreichend reines und trockenes Ammonsulfat herzustellen, «-elches verhältnismäßig geringe Neigung zum Zusammenbacken zeigt. Es wurden jedoch gewisse Zusätze, insbesondere gewisse Farbstoffe und verschiedene Produkte, vorgeschlagen, damit das technische Ammonsulfat seine Neigung zum Zusammenbacken verliert, völlig locker und dadurch bei der Entnahme aus dem Silo und beim Ausstreuen auf landwirtschaftliche Kulturböden leichter zu handhaben ist.
- Es ist aber erforderlich, daß diese Behandlungen dem Ammonsulfat kein anomales Aussehen verleihen, weder seine Kristallisation noch seine Eigenschaften beeinflussen und außerdem auch bei Verwendung sehr kleiner Mengen sehr wirksam sind. Weiterhin soll die Zugabe dieser Produkte zum Ammonsulfat leicht erfolgen können und, wenn möglich,, keine wesentlichen Veränderungen der Fabrikationsanlagen erfordern.
- Im Falle von Mischdüngern auf Ammonnitratbasis, welcheAmmonsulfat enthalten können, hat man bereits vorgeschlagen, Glycerin oder Glykol oder deren Derivate zuzusetzen in einer Menge, welche 1% nicht überschreitet und im allgemeinen zwischen 0,1 und 0,3% liegt, praktisch jedoch 0,5°/o erreicht.
- Die Zugabe dieser Produkte im Verhältnis von 0,5'% vermindert tatsächlich die Neigung des Ammonsulfats zum Zusammenbacken und drückt diese auf 20% desjenigen Wertes herab, den sie ohne diese Zugabe aufweisen würde. Dagegen macht sie das Salz hygroskopisch und klebrig und somit zur Handhabung und Ausstreuung auf den Acker wenig ge°ignet, wobei die Ablaufgeschwindigkeit (Rieselfähigkeit) des Ammonsulfats durch eine abgemessene Offnung deutlich herabgesetzt wird. Wenn man die Menge des Glykols oder Glycerins vermindert, um diese Nachteile zu vermeiden, so werden diese Zusätze zur Beseitigung des Zusammenbackens praktisch unwirksam.
- Die Erfindung beruht auf der Feststellung, daß die Zugabe sehr geringer Mengen des Hydrats von Äthylenoxydpolymeren, das allgemein als Polyoxyäthylenglykol oder Polyäthylenglykol bezeichnet wird, und der allgemeinen Formel HO-(CH.-CH2-O)"-CH 2-CH2-OH entspricht, in der n 2 oder eine höhere Zahl bedeutet, überraschenderweise die Neigung des Ammonsulfats zum Zusammenbacken bei der Lagerung herabsetzt und ermöglicht, ein wirklich lockeres und stabiles, lagerbeständiges Produkt zu erhalten, welches die oben beschriebenen Nachteile nicht aufweist.
- Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird dem Ammonsulfat eine geringe Menge eines Polyäthylenglykols mit einem Molekulargewicht von über 150 zugesetzt. Vorzugsweise wählt man ein Polyäthylenglykol mit einem Molekulargewi.cht von der Größenordnung 500 und fügt es dem Ammonsulfat in einer Menge von 0,01 bis 0,05 Gewichtsprozent zu. Die Zugabe kann in jeder geeigneten, eine ausreichende Verteilung gewährleistende Weise ausgeführt werden; vorteilhaft wird das Polyäthylenglykol durch Zerstäubung auf den ausgebreiteten Ammonsulfatkristallen dispergiert, z. B. wenn sie sich auf einem Transportband befinden.
- Es wurde festgestellt, daß die Zugabe von 0,010/0 Polyäthylenglykol mit einem Molekulargewicht 500 denselben Effekt zeigt wie die Zugabe von 0,5% Glykol. Die Wirksamkeit des Polyäthylenglykols erreicht also den 50fachen Wert derjenigen des Glykols, ohne den Nachteil zu besitzen, ein klebriges Produkt zu liefern.
- Die folgende Tabelle zeigt den besonderen Einfluß der Polyäthylenglykole auf das Zusammenbacken. Dieses wurde mit einem Penetrometer auf Ammonsulfatpastillen gemessen. Die Pastille wurde in einer zylindrischen Form aus Ammonsulfat, das auf einen Wassergehalt von 0,5 % gebracht war, hergestellt, wobei das Salz in der Form über Calciumchlorid getrocknet wurde. Es wurde die Kraft in kg gemessen, die nötig war, eine bestimmte Vertiefung des Penetrometers in der Pastille zu ergeben.
- Die Produkte wurden dem Ammonsulfat im Verhältnis von 0,01% (d. h. 100 g je Tonne) zugegeben; die Messungen des Zusammenbackens wurden bezogen auf den Wert 100 für Ammonsulfat ohne Zusatz.
Es ist ersichtlich, daß einem Polyäthylenglykol mit einem Molekulargewicht in der Größenordnung 500 der Vorzug zu geben ist, weil es die maximale Aktivität aufweist und dabei bei gewöhnlicher Temperatur flüssig ist, was seine Verwendung durch einfache Zerstäubung auf dem Ammonsulfat auf dem Transportband beträchtlich erleichtert. Man kann selbstverständlich auch mit festem Polyäthylenglykol arbeiten, entweder indem man es vorher schmilzt oder auch durch Bestreuen des Ammonsulfats mit nachfolgender Durchmi.schung.Zugesetztes Produkt Molekular- Zusammen- gewicht backen ohne Zusatz ............... 100 Glycerin .................. 90 Glykol ... .. ............... 85 Polyäthylenglykol ......... 150 40 desgl. ................. 300 30 desgl. ................. 500 20 des gi. ................. 800 20 desgl. ................. 2000 20 desgl. ................. 4000 20 - Die folgenden Beispiele zeigen mehrere Anw en dung smöglichkeiten des erfindungsgemäßen Verfahrens. Sie erläutern die Erfindung, ohne sie zu beschränken, und man kann die Modifikationen anwenden, ohne aus dem Bereich der Erfindung zu gelangen. Beispiele 1. 250g Polyäthylenglykol vom Molekulargewicht 500 werden mit 1000 kg neutralem und trockenem Ammonsulfat in einer Rotationsmischvorrichtung in der Weise gemischt, daß das Polyäthylenglykol auf den Ammonsulfatkristallen gleichmäßig verteilt wird. Das so behandelte Sulfat kann dann mehr als 6 Monate aufbewahrt werden, ohne daß es unter der Einwirkung der Feuchtigkeit zusammenbackt.
- 2. Man verfährt, wie im Beispiel 1 beschrieben, außer daß ein Polyäthylenglykol vom Molekulargewicht 4000 in Pulverform an Stelle des Polyäthylenglykols vom Molekulargewicht 500 verwendet wird.
- 3. Man arbeitet, wie im Beispiel 2 beschrieben, außer daß ein Polyäthylenglykol vom Molekulargewicht 4000 in geschmolzenem Zustand verwendet wird und daß man dieses den warmen, aus der Trockenvorrichtung kommenden Ammonsulfatkristallen zusetzt.
- 4. Man zerstäubt kontinuierlich Polyäthylenglykol vom Molekulargewicht 500 auf Arntnonsulfat, welches auf einem Transportband vorbeigeführt wird, in einem Verhältnis von 100 g Polyäthylenglykol je 1000 kg Ammonsulfat.
- Das Umschichten, welches das Ammonsulfat erfährt, während es aufgehäuft wird, genügt, um eine gute Verteilung des Polyäthylenglykols zu gewährleisten. Das so behandelte Sulfat ist gegen Zusammenbacken und Hartwerden geschützt, und seine weitere Verwendung ist dadurch wesentlich erleichtert.
- 5. Beim Austritt aus der Trockenschleuder zerstäubt man eine konzentrierte, wäßrige Poly äthy lengly kollösung auf den noch von den Mutterlaugen feuchten Ammonsulfatkristallen derart, daß schließlich 100 g Polyäthylenglykol auf 1000 kg Ammonsulfat verteilt sind. Man führt .dieses letztere, wenn nötig, durch eine Neutralisierungsvorrichtung und dann durch eine Trockenvorrichtung, um es zu entwässern.
- Die so erhaltenen trockenen Ammonsulfatkristalle können aufgespeichert werden, ohne daß sie das lästige Phänomen des Zusammenbackens aufweisen.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung von lagerbeständigem, nicht zusammenbackendem Ammoniumsulfat, dadurch gekennzeichnet, daß diesem eine sehr geringe, etwa 0,01 bis 0,051/o betragende Menge eines Polyäthylenglykols mit einem Molekulargewicht von über 150 zugesetzt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Ammoniumsulfat ein Polyäthylenglykol mit einem Molekulargewicht in der Größenordnung von 500 in einer Menge von 0.01 bis 0,0511/e zugesetzt wird..
- 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Polyäthylenglykol auf dem Ammonsulfat zerstäubt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 703 276.
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| BE1001693X | 1955-04-01 |
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| Country | Link |
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1956
- 1956-03-05 DE DES47793A patent/DE1001693B/de active Pending
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