DE10016426A1 - Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen - Google Patents
Kraftstoffeinspritzventil für BrennkraftmaschinenInfo
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Abstract
Kraftstoffeinspritzventil mit einem Ventilkörper (1), in dem eine Bohrung (6) ausgebildet ist, die am brennraumseitigen Ende geschlossen ist und dort einen Ventilsitz (22) bildet. In der Bohrung (6) ist ein kolbenförmiges Ventilglied (9) angeordnet, das sich dem Brennraum zu unter Bildung einer Druckschulter (13) verjüngt und das mit einer am brennraumseitigen Ende ausgebildeten Ventildichtfläche (20) mit dem Ventilsitz (22) zusammenwirkt. Die Druckschulter (13) ist in einem im Ventilkörper (1) ausgebildeten Druckraum (28) angeordnet, der mit Kraftstoff unter hohem Druck befüllbar ist. Das Ventilglied (9) ist in einem brennraumabgewandten ersten Abschnitt (106) in der Bohrung (6) geführt und weist dem Ventilsitz (22) zu eine durch eine radiale Erweiterung (10) ausgebildete zweite Führung auf, die in einem zweiten Abschnitt der Bohrung (206) angeordnet ist. Der Ventilkörper (1) ist zweiteilig aufgebaut, wobei der erste Abschnitt (106) der Bohrung (6) im ersten Ventilkörperteil (101) angeordnet ist und der zweite Abschnitt (206) der Bohrung (6) im zweiten Ventilkörperteil (201), so daß die beiden Ventilkörperteile (101, 201) separat gefertigt werden können und sich der Druckraum (28) leichter und damit kostengünstiger ausbilden läßt.
Description
Die Erfindung geht von einem Kraftstoffeinspritzventil für
Brennkraftmaschinen nach der Gattung des Patentanspruchs 1
aus. Ein solches Kraftstoffeinspritzventil ist beispielswei
se aus der Patentschrift DE 42 05 744 C2 bekannt. In einem
Ventilkörper ist eine Bohrung ausgebildet, in der ein kol
benförmiges Ventilglied längsverschiebbar angeordnet ist. Am
brennraumseitigen Ende der Bohrung ist wenigstens eine Ein
spritzöffnung ausgebildet, die durch die Längsbewegung des
Ventilgliedes auf- und zugesteuert wird. Das Ventilglied ist
in einem brennraumabgewandten Abschnitt dichtend in der Boh
rung geführt, verjüngt sich zum Brennraum hin unter Bildung
einer Druckschulter und geht in einen Schaftteil über. Die
Druckschulter ist in einem Druckraum angeordnet, der das
Ventilglied umgibt und durch eine radiale Erweiterung der
Bohrung gebildet ist. Der Druckraum setzt sich dem Brennraum
zu als ein das Ventilglied umgebender Ringkanal fort und ist
über einen im Ventilkörper verlaufenden Zulaufkanal mit ei
ner Kraftstoffhochdruckquelle verbunden.
Die Ausbildung des Druckraumes als radiale Erweiterung der
Bohrung ist bei dem bekannten Kraftstoffeinspritzventil
schwierig zu fertigen. Da der Druckraum nur über den Ab
schnitt der Bohrung, der den dichtend geführten Abschnitt
des Ventilgliedes aufnimmt, zugänglich ist, ist die Ferti
gung des Druckraums aufwendig und teuer. Aufgrund des hohen
Kraftstoffdrucks, mit dem der Kraftstoff aus dem Zulaufkanal
in den Druckraum strömt, müssen alle Kanten und Übergänge
des Druckraums aufwendig gerundet werden, damit Verwirbelun
gen und scharfe Kerben vermieden werden. Auch dies ist auf
grund der schwer zugänglichen Lage des Druckraums aufwendig
und damit kostenintensiv.
Das erfindungsgemäße Kraftstoffeinspritzventil mit den kenn
zeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1 hat demgegenüber
den Vorteil, daß der Ventilkörper aus zwei Ventilkörpertei
len besteht, wobei die Trennfläche der Ventilkörperteile den
Druckraum teilt. Dadurch kann jedes Ventilkörperteil separat
gefertigt werden und der Druckraum kann, da er nun gut zu
gänglich ist, einfach und kostengünstig ausgebildet werden.
Das erste Ventilkörperteil ist gegen das zweite Ventilkör
perteil in vorteilhafter Weise axial verspannt, wobei darauf
geachtet werden muß, daß die Bohrungen im ersten und zweiten
Ventilkörperteil genau fluchten. Hierbei ist es vorteilhaft,
den Schaftteil des Ventilgliedes nahe den Einspritzöffnungen
zusätzlich zum dichtend geführten Abschnitt des Ventilglie
des zu führen. Nur dadurch arbeitet die am Ventilglied aus
gebildete Ventildichtfläche optimal mit dem Ventilsitz zu
sammen, auch dann, wenn die Bohrung im ersten und die Boh
rung im zweiten Ventilkörperteil nicht ganz exakt zueinander
fluchten, was bedingt durch die Fertigungstoleranzen in der
Regel der Fall sein wird. Durch den vergleichsweise langen
Ventilgliedschaft zwischen der zusätzlichen Führung des Ven
tilschaftes und dem dichtend geführten Abschnitt des Ventil
gliedes ist das Ventilglied flexibel genug, um eine leichte
Abweichung aus der genauen Fluchtung der beiden Führungen
auszugleichen, ohne daß es zu einem Fressen des Ventilglie
des in der Bohrung kommt.
Darüber hinaus bietet das erfindungsgemäße Kraftstoffein
spritzventil den Vorteil, daß die Bohrung im ersten und
zweiten Ventilkörperteil einen unterschiedlichen Durchmesser
aufweisen kann. Insbesondere kann der Durchmesser der Boh
rung in dem dem Brennraum zugewandten Ventilkörperteil grö
ßer ausgebildet sein als der Durchmesser der Bohrung in dem
dem Brennraum abgewandten Ventilkörperteil.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des erfindungs
gemäßen Kraftstoffeinspritzventils gezeigt. In der Fig. 1
ist ein Längsschnitt durch das erfindungsgemäße Kraftstoff
einspritzventil dargestellt.
In der Fig. 1 ist ein Längsschnitt durch ein erfindungsge
mäßes Kraftstoffeinspritzventil gezeigt, wie es zur Ein
spritzung von Kraftstoff in den Brennraum einer Brennkraft
maschine verwendet wird. Ein Ventilkörper 1 ist mit einer
Spannmutter 2 axial gegen einen Ventilhaltekörper 5 ver
spannt. Der Ventilkörper 1 ist aus zwei Ventilkörperteilen
101 und 201 zusammengesetzt, wobei das erste Ventilkörper
teil 101 brennraumabgewandt und das zweite Ventilkörperteil
201 brennraumzugewandt angeordnet ist, so daß das erste Ven
tilkörperteil 101 zwischen dem Ventilhaltekörper 5 und dem
zweiten Ventilkörperteil 201 angeordnet ist. Das erste Ven
tilkörperteil 101 weist eine zylindrische Außenkontur auf
und liegt mit seiner brennraumzugewandten Stirnfläche an der
Stirnfläche des zweiten Ventilkörperteils 201 an. Die Außen
fläche des zweiten Ventilkörperteils 201 ist als gestufter
Zylinder ausgebildet, wobei sich der Außendurchmesser des
zweiten Ventilkörperteils 201 unter Bildung einer Ringschul
ter 19 zum Brennraum hin verringert.
In den aneinander zugewandten Stirnflächen von Ventilhalte
körper 5 und erstem Ventilkörperteil 101 ist jeweils eine
Zentrierbohrung 32 ausgebildet, die parallel zur Längsachse
35 des Ventilkörpers 1 verlaufen und in der vorgesehenen
Montageposition der Ventilkörperteile 101,201 fluchtend an
geordnet sind. Entsprechend sind gleich ausgebildete Zen
trierbohrungen 32 an den einander zugewandten Stirnflächen
von erstem Ventilkörperteil 101 und zweitem Ventilkörperteil
201 ausgebildet. In den Zentrierbohrungen 32 sind Zentrier
stifte 30 angeordnet, die dafür sorgen, daß der Ventilhalte
körper 5 und die Ventilkörperteile 101 und 201 die vorgese
hene Position zueinander einhalten. Es kann auch vorgesehen
sein, mehr als eine Zentrierbohrung 32 an den Stirnflächen
der Ventilkörperteile 101, 201 bzw. des Ventilhaltekörpers
auszubilden.
Im Ventilkörper 1 ist eine Bohrung 6 ausgebildet, deren ei
nes Ende geschlossen ist und dem Brennraum zugewandt ist.
Die Bohrung 6 erstreckt sich durch den ersten Ventilkörper
teil 101 bis nahe an das brennraumseitige Ende des zweiten
Ventilkörperteils 201, so daß ein erster Abschnitt 106 der
Bohrung 6 ist im ersten Ventilkörperteil 101 ausgebildet ist
und ein zweiter Abschnitt 206 der Bohrung 6 im zweiten Ven
tilkörperteil 201. Am dem Brennraum zugewandten Ende des
Bohrungsabschnitts 206 ist ein Ventilsitz 22 und wenigstens
eine Einspritzöffnung 24 ausgebildet, die die Bohrung 6 mit
dem Brennraum der Brennkraftmaschine verbindet. In der Boh
rung 6 ist ein kolbenförmiges Ventilglied 9 längsverschieb
bar angeordnet, welches mit einem Dichtungsabschnitt 109 im
ersten Abschnitt 106 der Bohrung 6 dichtend geführt ist. Dem
Brennraum zu verjüngt sich das Ventilglied 9 unter Bildung
einer Druckschulter 13 und geht in einen Schaftteil 209
über. Am brennraumseitigen Ende des Ventilgliedes 9 ist eine
Ventildichtfläche 20 ausgebildet, mit der das Ventilglied 9
mit dem Ventilsitz 22 zur Steuerung der wenigstens einen
Einspritzöffnung 24 zusammenwirkt. Die Druckschulter 13 ist
in einem das Ventilglied 9 umgebenden und durch eine radiale
Erweiterung der Bohrung 6 gebildeten Druckraum 28 angeord
net, der sich als ein den Schaftteil 209 des Ventilgliedes 9
umgebender Ringkanal bis zum Ventilsitz 22 fortsetzt. Der
Druckraum 28 ist über einen im Ventilkörper 1 und dem Ven
tilhaltekörper 5 verlaufenden Zulaufkanal 26 mit einer in
der Zeichnung nicht dargestellten Kraftstoffhochdruckquelle
verbunden und kann darüber mit Kraftstoff unter hohem Druck
befüllt werden.
Das Ventilglied 9 weist am Schaftteil 209 eine radiale Er
weiterung 10 auf, mit der das Ventilglied 9 im ersten Ab
schnitt 106 der Bohrung 6 geführt ist. Um dem Kraftstoff den
Durchfluß vom Druckraum 28 zum Ventilsitz 22 und weiter zu
den Einspritzöffnungen 24 zu ermöglichen, sind an der radia
len Erweiterung 10 Ausnehmungen 11 ausgebildet. Statt der
Ausnehmungen 11 kann es auch vorgesehen sein, daß an der ra
dialen Erweiterung 10 Längsnuten oder schräg zur Längsachse
35 des Ventilkörpers 1 verlaufende Schrägnuten ausgebildet
sind. Darüber hinaus ist es auch möglich, den Kraftstofffluß
durch Bohrungen sicherzustellen, die von einer Stirnseite
zur gegenüberliegenden Stirnseite der radialen Erweiterung
10 führen.
Das Ventilglied 9 geht brennraumabgewandt in einen Federtel
ler 17 über, der in einem im Ventilhaltekörper 5 ausgebilde
ten Federraum 16 angeordnet ist. Die Feder 15 ist zwischen
dem Federteller 17 und einem in der Zeichnung nicht darge
stellten Federanschlag unter Vorspannung angeordnet und be
aufschlagt das Ventilglied 9 in Richtung auf den Ventilsitz
22. Am Federteller 17 kommt darüber hinaus ein Ventilkolben
12 zur Anlage, der koaxial zur Längsachse 35 des Ventilglie
des 9 angeordnet ist und der hydraulisch gesteuert eine
Kraft in Richtung auf den Ventilsitz 22 auf das Ventilglied
9 ausüben kann.
Die Funktionsweise des Kraftstoffeinspritzventils ist wie
folgt: Über die in der Zeichnung nicht dargestellte Kraft
stoffhochdruckquelle wird Kraftstoff in den Zulaufkanal 26
eingeführt, so daß im Druckraum 28 bis hinunter zum Ventil
sitz 22 ein vorgegebenes hohes Kraftstoffdruckniveau
herrscht. Durch den Druck des Kraftstoffs im Druckraum 28
ergibt sich eine in axialer Richtung des Ventilgliedes 9
wirkende Kraft auf die Druckschulter 13, die das Ventilglied
9 vom Brennraum weg beaufschlagt. Im geschlossenen Zustand
des Kraftstoffeinspritzventils wird durch den Ventilkolben
12 eine Schließkraft auf das Ventilglied 9 ausgeübt, die
größer ist als die hydraulische Kraft auf die Druckschulter
13, so daß das Ventilglied 9 mit der Ventildichtfläche 20 am
Ventilsitz 22 anliegt und die wenigstens eine Einspritzöff
nung 24 gegen die Bohrung 6 abdichtet. Der Einspritzvorgang
wird dadurch eingeleitet, daß die hydraulisch erzeugte
Schließkraft auf den Ventilkolben 12 so weit reduziert wird,
daß sie kleiner ist als die hydraulische Kraft auf die
Druckschulter 13 des Ventilgliedes 9. Dadurch erfährt das
Ventilglied 9 eine resultierende Kraft, die vom Brennraum
weg gerichtet ist, so daß das Ventilglied 9 mit der Ventil
dichtfläche 20 vom Ventilsitz 22 abhebt und die wenigstens
eine Einspritzöffnung 24 freigibt. Der Kraftstoff aus dem
Druckraum 28 wird nun über die wenigstens eine Einspritzöff
nung 24 in den Brennraum der Brennkraftmaschine einge
spritzt. Die Einspritzung wird dadurch beendet, daß die hy
draulisch erzeugte Schließkraft auf den Ventilkolben 12 so
weit erhöht wird, daß die dadurch erzeugte Kraft auf das
Ventilglied 9 größer ist als die hydraulische Kraft auf die
Druckschulter 13 und die Ventildichtfläche 20. Das Ventil
glied 9 wird dadurch wieder mit der Ventildichtfläche 20 ge
gen den Ventilsitz 22 gepreßt und verschließt so die wenig
stens eine Einspritzöffnung 24.
Während des gesamten Öffnungs- und Schließvorgangs und wäh
rend der Einspritzung herrscht im Druckraum 28 ein vorgege
benes, nahezu konstantes Druckniveau des Kraftstoffs. Auf
grund der hohen Drücke im Druckraum 28, die je nach Anwen
dung einige 10 bis über 100 MPa betragen können, wirken auf
das Ventilglied 9 und den Ventilkolben 12 so große Kräfte,
daß die Kraft der Feder 15 für die Funktion des Kraftstoff
einspritzventils nur eine untergeordnete Rolle spielt. Die
Feder 15 dient hauptsächlich dazu, bei abgeschalteter Brenn
kraftmaschine und damit drucklosem Zustand im Druckraum 28
das Kraftstoffeinspritzventil geschlossen zu halten.
Bei der Fertigung des Ventilkörpers 1 können beide Ventil
körperteile 101 und 201 getrennt voneinander gefertigt wer
den. Hierbei ist darauf zu achten, daß die Abschnitte 106
und 206 der Bohrung 6 in Einbaulage der Ventilkörperteile
101 und 201 genau fluchtend zueinander angeordnet sind. Die
Trennebene der beiden Ventilkörperteile 101 und 201 teilt
den Druckraum 28. Hierdurch ist es ohne weiteres möglich,
die Übergänge vom Druckraum 28 zur Bohrung 6 und den Über
gang vom Zulaufkanal 26 zum Druckraum 28 sorgfältig zu run
den. Dies ist zum einen notwendig, um Verwirbelungen des
Kraftstoffs im Bereich des Druckraums 28 zu verhindern, was
eine nicht optimale Funktion des Kraftstoffeinspritzventils
zur Folge hätte. Zum anderen vermeidet das Runden scharfe
Kerben im Ventilkörper und erhöht damit die Hochdruckfestig
keit.
Da das Ventilglied 9 nahe dem Ventilsitz 22 durch die radia
le Erweiterung 10 im zweiten Abschnitt 206 der Bohrung 6 geführt
ist, ist eine exakt symmetrische Lage der Ventildicht
fläche 20 bezüglich des Ventilsitzes 22 gegeben. Dadurch
werden sämtliche Einspritzöffnungen 24 bei der Öffnungshub
bewegung des Ventilgliedes 9 gleichmäßig geöffnet und die
Einspritzung des Kraftstoffs in den Brennraum der Brenn
kraftmaschine erfolgt entsprechend gleichförmig durch alle
Einspritzöffnungen 24. Hierdurch ist eine optimale Verbren
nung gewährleistet und niedrigstmögliche Abgaswerte.
Es kann auch vorgesehen sein, daß der erfindungsgemäße Ven
tilkörper 1 mit einem Ventilhaltekörper 5 verbunden ist, bei
dem die Schließkraft nicht hydraulisch über einen Ventilkol
ben 12 auf das Ventilglied 9 ausgeübt wird, sondern durch
eine oder mehrere Federn erzeugt wird. Die Steuerung des
Einspritzvorgangs erfolgt in diesem Fall nicht über eine Än
derung der Schließkraft auf das Ventilglied 9, sondern bei
zumindest annähernd gleichbleibender Schließkraft über eine
Druckänderung im Druckraum 28. Bei hohem Kraftstoffdruck
öffnet das Ventilglied 9 in der oben beschriebenen Art und
Weise die wenigstens eine Einspritzöffnung 24, bei abfallen
dem Kraftstoffdruck wird es durch die Schließkraft wieder
gegen den Ventilsitz 22 gepreßt und die Einspritzöffnungen
24 werden verschlossen.
Es ist schwierig und aufwendig, die beiden Abschnitte 106
und 206 der Bohrung 6 genau fluchtend in den beiden Ventil
körperteilen 101 und 201 auszubilden. Schon durch eine ge
ringe Desachsierung der Bohrungsabschnitte 106, 206 kommt es
ohne eine zweite Führung des Ventilglieds 9 zu einer leicht
asymmetrischen Lage der Ventildichtfläche 20 am Ventilsitz
22 und damit, falls mehrere Einspritzöffnungen 24 vorgesehen
sind, zu einem ungleichen Zufluß von Kraftstoff zu den ein
zelnen Einspritzöffnungen 24. Durch die zusätzliche zweite
Führung des Ventilgliedes 9 in der Bohrung 6 und durch den
großen Abstand des dichtend geführten Abschnitts des Ventilgliedes
9 zu dieser zusätzlichen Führung ist das Ventilglied
9 jedoch flexibel genug, um eine geringfügige Desachsierung
der beiden Abschnitte 106 und 206 der Bohrung 6 auszuglei
chen, ohne daß es zu einem Fressen des Ventilgliedes 9 in
der Bohrung 6 kommt.
Alternativ zu der in der Zeichnung gezeigten zusätzlichen
Führung des Ventilgliedes 9 kann es auch vorgesehen sein,
die Führung nicht durch eine radiale Erweiterung 10 des Ven
tilgliedes 9 auszubilden, sondern durch eine radiale Veren
gung der Bohrung 6. Auch hier müssen Vorkehrungen getroffen
werden, die einen Zufluß des Kraftstoffs aus dem Druckraum
28 zu den Einspritzöffnungen 24 ermöglichen, beispielsweise
Ausnehmungen an der radialen Verengung oder am Ventilglied 9
im Bereich der radialen Verengung.
Claims (6)
1. Kraftstoffeinspritzventil für Brennkraftmaschinen mit ei
nem Ventilkörper (1), in dem eine Bohrung (6) ausgebildet
ist, an deren dem Brennraum zugewandten Ende ein Ventil
sitz (22) ausgebildet ist, und mit einem kolbenförmigen
Ventilglied (9), das längsverschiebbar in der Bohrung (6)
angeordnet ist, wobei am brennraumseitigen Ende des Ven
tilglieds (9) eine Ventildichtfläche (20) ausgebildet
ist, welche zur Steuerung wenigstens einer Einspritz
öffnung (24) mit dem Ventilsitz (22) zusammenwirkt, wobei
das Ventilglied (9) mit einem ersten Abschnitt (109) in
einem brennraumabgewandten ersten Abschnitt (106) der
Bohrung (6) dichtend geführt ist, und an welchem Ventil
glied (9) durch eine radiale Erweiterung (10) eine weite
re Führung ausgebildet ist, die zwischen dem dichtend ge
führten ersten Abschnitt (109) des Ventilgliedes (9) und
der Ventildichtfläche (20) in einem zweiten Abschnitt
(206) der Bohrung (6) angeordnet ist, und mit einem durch
eine radiale Erweiterung der Bohrung (6) gebildeten
Druckraum (28), der am Übergang vom ersten (106) zum
zweiten Abschnitt (206) der Bohrung (6) angeordnet ist
und in welchen Druckraum (28) ein im Ventilkörper (1)
ausgebildeter Zulaufkanal (26) mündet, über den der
Druckraum (28) mit Kraftstoff befüllbar ist, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Ventilkörper (1) aus wenigstens
zwei Ventilkörperteilen (101; 201) besteht, wobei der
brennraumabgewandte, erste Abschnitt (106) der Bohrung
(6) im ersten Ventilkörperteil (101) angeordnet ist und
der zweite Abschnitt (206) der Bohrung (6), in dem die
radiale Erweiterung (10) des Ventilglieds (9) geführt
ist, in einem zweiten Ventilkörperteil (201).
2. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß das erste Ventilkörperteil (101) gegen
das zweite Ventilkörperteil (201) axial verspannt ist.
3. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Trennfläche der beiden Ventilkör
perteile (101, 201) im Bereich des Druckraums (23) ver
läuft.
4. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Bohrung (6) im zweiten Ventilkör
perteil (201) einen anderen Durchmesser aufweist als im
ersten Ventilkörperteil (101).
5. Kraftstoffeinspritzventil nach einem der vorstehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die weitere Führung
des Ventilglieds (9) nahe dem Ventilsitz (22) angeordnet
ist.
6. Kraftstoffeinspritzventil nach Anspruch 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß die radiale Erweiterung im brennraum
seitigen Drittel der Bohrung (6) angeordnet ist.
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2001
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Also Published As
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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