DE10016425A1 - Schraubendruckfeder zur Verwendung in einem Bauteil eines Kraftstoffeinspritzsystems - Google Patents
Schraubendruckfeder zur Verwendung in einem Bauteil eines KraftstoffeinspritzsystemsInfo
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Abstract
Schraubendruckfeder (40) zur Verwendung in einem Bauteil eines Kraftstoffeinspritzsystems, beispielsweise in einem Bauteil in Form eines Kraftstoffeinspritzventils (1), welche Schraubendruckfeder (40) einen Querschnitt des Federdrahts aufweist, der einem Rechteck entspricht, bei dem die Ecken abgerundet sind und die die Innenseite der Schraubendruckfeder (40) bildende Innenfläche (46) stark nach außen gewölbt ist. Durch diese Querschnittskontur des Federdrahts werden die Scherspannungen bei Belastung der Schraubendruckfeder (40) verringert, wodurch sich diese bei gleicher Federkonstante (K) kürzer bauen läßt. Die einander in der Schraubendruckfeder (40) zugewandten Seitenflächen (42) des Federdrahts sind zumindest annähernd parallel zueinander ausgebildet, so daß sie an den Enden der Schraubendruckfeder (40) durch die dort verminderte Schraubenhöhe (H) flächig aneinander anliegen. Dadurch wird ein Abfall der Federkraft bei vorgespannter Schraubendruckfeder (40) vermieden.
Description
Die Erfindung geht von einer Schraubendruckfeder nach der
Gattung des Patentanspruchs 1 aus. Eine solche Schrauben
druckfeder ist aus der Schrift DE 195 47 424 A1 bekannt. Aus
einem Federdraht, der einen kreisrunden Querschnitt auf
weist, wird durch Wickeln eine Schraubendruckfeder herge
stellt und an ihren Enden abgeflacht. Die Schraubendruckfe
der ist in einem Bauteil eines Kraftstoffeinspritzsystems
angeordnet und beaufschlagt ein Steuerteil, beispielsweise
ein Ventilglied in einem Kraftstoffeinspritzventil. Ein sol
ches Ventilglied weist eine Druckfläche auf, die von dem un
ter hohem Druck stehenden Kraftstoff beaufschlagt ist und
die durch die so erzeugte hydraulische Kraft entgegen der
Kraft der Schraubendruckfeder bewegt werden kann, wodurch
das Ventilglied die Kraftstoffeinspritzung in den Brennraum
einer Brennkraftmaschine steuert. Da der Kraftstoffdruck im
Kraftstoffeinspritzventil, wie es zur Einspritzung von
Kraftstoff in den Brennraum einer selbstzündenden Brenn
kraftmaschine verwendet wird, mit bis zu 200 MPa sehr hoch
ist, wirken auf das Ventilglied große Kräfte, so daß die
Schraubendruckfeder eine entsprechend große Gegenkraft auf
bringen muß. Da andererseits das Kraftstoffeinspritzventil
ebenso wie alle anderen Komponenten des Kraftstoffeinspritz
systems kompakt gebaut sein soll, ist eine Schraubendruckfe
der nötig, die ein kleines Wickelverhältnis aufweist.
Der bisher verwendete Runddraht weist dabei den Nachteil
auf, daß die Scherspannungen am inneren Bereich des Feder
drahts der Schraubendruckfeder bei Druckbeanspruchung rela
tiv groß werden, was eine Verkleinerung des Durchmessers der
Schraubendruckfeder unter einen bestimmten Wert unmöglich
macht. Aus der Schrift DE 195 47 102 A1 ist eine Schrauben
druckfeder bekannt, die aus einem Runddraht gefertigt ist,
jedoch wird die Schraubendruckfeder nach dem Wickeln außen
etwas abgeschliffen. Dadurch erreicht man bei geringerem
Durchmesser nahezu die gleiche Federkonstante, da der äußere
Bereich der Schraubendruckfeder keine großen Spannungen er
fährt und somit kaum etwas zur gesamten Steifigkeit der
Schraubendruckfeder beiträgt, jedoch bleibt der Nachteil,
daß die Spannungen an der Innenseite der Schraubendruckfeder
groß sind. Darüber hinaus hat diese wie alle Runddrahtfedern
den Nachteil, daß die Vorspannung der Schraubendruckfeder
mit der Zeit nachläßt und damit der Öffnungsdruck des Ven
tilgliedes absinkt. Dies kommt dadurch zustande, daß am Ende
der Schraubendruckfeder eine ebene, senkrecht zur Längsachse
der Schraubendruckfeder ausgerichtete Anlagefläche ausgebil
det sein muß. Die letzten beiden Windungen der Schrauben
druckfeder kommen so auf einem Teil ihrer Länge aneinander
zur Anlage, so daß der Federdraht der vorletzten Windung ei
ne Linienberührung zum Federdraht der letzten Windung auf
weist. Durch diese Pressung entstehen lokal große mechani
sche Spannungen, die in Verbindung mit Relativbewegungen
Schwingungsverschleiß der Schraubendruckfeder an dieser
Stelle hervorrufen können. Dies führt dort zu einer Abfla
chung des Federdrahts, bis eine flächige Berührung der be
treffenden Federwindungen erreicht ist. Dadurch verkürzt
sich die Schraubendruckfeder etwas, und der Öffnungsdruck
des Kraftstoffeinspritzventils sinkt aufgrund der abfallen
den Vorspannung der Schraubendruckfeder ab.
Aus dem Stand der Technik sind weiterhin Schraubendruckfe
dern mit rechteckigem Federdrahtquerschnitt bekannt, bei
spielsweise durch die Schrift DE 37 01 016 A. Eine solche
Schraubendruckfeder löst zwar das Problem der hohen Pressung
und des dadurch abfallenden Öffnungsdrucks bei Kraftstoff
einspritzventilen, jedoch ist die mechanische Spannungsver
teilung am Federinnendurchmesser ungünstig. Um hohe Spannun
gen zu vermeiden muß auch hier darauf geachtet werden, das
Wickelverhältnis nicht zu klein zu wählen.
Die erfindungsgemäße Schraubendruckfeder mit den kennzeich
nenden Merkmalen des Patentanspruchs 1 weist demgegenüber
den Vorteil auf, daß aufgrund des optimierten Federdraht
querschnitts eine Druckvorspannung der Schraubendruckfeder
nicht oder nur unwesentlich durch Verschleiß zwischen den
Drahtenden und der daran jeweils anschließenden Windung
absinkt und daß die Schraubendruckfeder bei gleichen Außen
abmessungen höhere Federkräfte erlaubt als eine Schrauben
druckfeder mit kreisrundem Federdrahtquerschnitt. Die einan
der zugewandten Seiten des Federdrahts sind zumindest annä
hernd parallel zueinander ausgebildete Flächen, so daß an
den Enden der Schraubendruckfeder zwischen den Drahtenden
und der daran anschließenden Windung des Federdrahts eine
flächige Anlage erreicht wird, die Verschleiß und damit ein
Absinken des Öffnungsdrucks des Kraftstoffeinspritzventils
stark vermindert.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist der Federdraht
der Schraubendruckfeder einen Querschnitt auf, der ausgehend
von einem rechteckigen Querschnitt an den Ecken gerundet ist
und dessen die Innenseite der Schraubendruckfeder bildende
Seite konvex gewölbt ist. Beim Zusammenpressen der Schrau
bendruckfeder und zusätzlich durch die Vorspannung treten in
der Schraubendruckfeder hauptsächlich Scherspannungen auf,
die an der Innenseite der Schraubendruckfeder maximal sind.
Aufgrund der großen Kräfte, der die Schraubendruckfeder bei
spielsweise in einem Kraftstoffeinspritzventil ausgesetzt
ist, treten im Federdraht hohe Scherspannungen auf, die be
stimmte Höchstwerte nicht überschreiten dürfen. Deshalb kann
die Schraubendruckfeder bei vorgegebenem Öffnungsdruck und
Öffnungshub des Ventilgliedes eines Kraftstoffeinspritzven
tils eine bestimmte Länge nicht unterschreiten. Durch die
erfindungsgemäße Schraubendruckfeder wird aufgrund des ver
änderten Querschnitts die maximale Scherspannung reduziert,
so daß bei gleicher Länge größere Federkräfte erreichbar
sind. Alternativ kann dieser Umstand auch dazu genutzt wer
den, bei unveränderten Federkräften und gleicher Federkon
stante eine kürzere Schraubendruckfeder herzustellen, so daß
sich das Kraftstoffeinspritzventil entsprechend kürzer bauen
läßt.
Um eine Feder mit erfindungsgemäßem Querschnitt zu erhalten,
muß ein Draht verwendet werden, der einen etwas davon ver
schiedenen Querschnitt aufweist, da sich der Querschnitt des
Federdrahtes beim Winden zur Schraubendruckfeder ändert.
Beim erfindungsgemäßen Federdraht sind die Seitenflächen,
die nach dem Winden der Schraubendruckfeder einander zuge
wandt sind, zueinander geneigt ausgebildet. Durch diese Nei
gung der Seitenflächen wird in vorteilhafter Weise erreicht,
daß sich die Seitenflächen beim Winden der Schraubendruckfe
der zumindest annähernd parallel zueinander ausrichten und
dann die oben beschriebenen Vorteile aufweisen, ohne daß ei
ne teuere und aufwendige Nachbehandlung der Schraubendruck
feder nach dem Winden nötig wäre.
Es kann auch vorgesehen sein, die erfindungsgemäße Schrau
bendruckfeder an einem anderen Bauteil eines Kraftstoff
einspritzsystems einzusetzen. Beispielsweise sind auch in
Kraftstoffhochdruckpumpen Steuerteile vorhanden, die hydrau
lisch vom Kraftstoffdruck entgegen der Kraft einer Schrau
bendruckfeder bewegt werden. Da es hier - wie bei allen Bau
teilen des Kraftstoffeinspritzsystems - wichtig ist, mög
lichst kompakt und platzsparend zu bauen, kann die erfin
dungsgemäße Schraubendruckfeder hier in vorteilhafter Weise
eingesetzt werden.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegen
standes der Erfindung sind der Zeichnung, der Beschreibung
und den Ansprüchen entnehmbar.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer erfin
dungsgemäßen Schraubendruckfeder dargestellt. Es zeigt die
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein Kraftstoffeinspritz
ventil mit einer erfindungsgemäßen Schraubendruckfeder,
Fig. 2 eine Vergrößerung des in Fig. 1 dargestellten
Kraftstoffeinspritzventils im ventilgliednahen Bereich
des Federraums,
Fig. 3 einen Querschnitt durch den Federdraht der
Schraubendruckfeder und
Fig. 4 einen Querschnitt durch den Federdraht vor dem
Winden der Schraubendruckfeder.
In Fig. 1 ist ein Längsschnitt durch ein Kraftstoffein
spritzventil 1 dargestellt, wie es zur Einspritzung von
Kraftstoff direkt in den Brennraum einer Brennkraftmaschine
verwendet wird, vorzugsweise einer selbstzündenden Brenn
kraftmaschine. Ein Ventilhaltekörper 3 ist unter Zwischenla
ge einer Zwischenscheibe 9 mittels einer Spannmutter 15 ge
gen einen Ventilkörper 12 in axialer Richtung verspannt. Im
Ventilkörper 12 ist eine Bohrung 17 ausgebildet, an deren
dem Brennraum zugewandten Ende ein Ventilsitz 24 ausgebildet
ist. Im Ventilsitz 24 ist wenigstens eine Einspritzöffnung
26 ausgebildet, die die Bohrung 17 mit dem Brennraum verbin
det. In der Bohrung 17 ist ein Ventilglied 20 angeordnet,
das sich dem Brennraum zu unter Bildung einer Druckschulter
21 verjüngt und am brennraumseitigen Ende in eine Ventil
dichtfläche 22 übergeht, die mit dem Ventilsitz 24 zusammen
wirkt und so die Verbindung der Einspritzöffnung 26 zur Boh
rung 17 steuert.
Im Bereich der Druckschulter 21 ist durch eine radiale Er
weiterung der Bohrung 17 ein Druckraum 18 gebildet, der sich
dem Ventilsitz 24 zu als ein das Ventilglied 20 umgebender
Ringkanal fortsetzt. Der Druckraum 18 ist über einen Zulauf
kanal 5, der im Ventilkörper 12, der Zwischenscheibe 9 und
dem Ventilhaltekörper 3 verläuft, mit einem Hochdruckan
schluß 11 verbunden. Über eine in der Zeichnung nicht darge
stellte Kraftstoffhochdruckquelle kann Kraftstoff unter ho
hem Druck in den Hochdruckanschluß 11 eingefüllt werden, so
daß der Kraftstoff über den Zulaufkanal 5 bis in den Druck
raum 18 fließt. Dabei kann es vorgesehen sein, daß im Zu
laufkanal 5 ein Kraftstoffilter 7 angeordnet ist, das
Schwebstoffe und Schmutzpartikel aus dem Kraftstoff heraus
filtert und so die einwandfreie Funktion des Kraftstoffein
spritzventils 1 sicherstellt.
Das Ventilglied 20 geht dem Brennraum abgewandt in einen Fe
derteller 30 über, der in der Zwischenscheibe 9 angeordnet
ist und bis in einen im Ventilhaltekörper 3 ausgebildeten
Federraum 32 ragt. Im Federraum 32 ist eine Schraubendruck
feder 40 angeordnet, die unter Vorspannung zwischen dem Fe
derteller 30 und der dem Ventilglied 20 abgewandten Stirn
seite des Federraums 32 angeordnet ist. Der Federraum 32 ist
dabei über einen Ablaufkanal 34 mit einem in der Zeichnung
nicht dargestellten Kraftstoffablaufsystem verbunden. Durch
die Kraft der Vorspannung drückt die Schraubendruckfeder 40
den Ventilteller 30 in Richtung des Brennraums und damit
auch das Ventilglied 20 mit der Ventildichtfläche 22 gegen
Ventilsitz 24. Hierdurch wird die Einspritzöffnung 26 ver
schlossen, und es kann kein Kraftstoff aus dem Druckraum 18
zur Einspritzöffnung 26 und von dort in den Brennraum gelan
gen.
Die Funktionsweise des Kraftstoffeinspritzventils ist wie
folgt: Über den Hochdruckanschluß 11 wird Kraftstoff unter
hohem Druck aus der in der Zeichnung nicht dargestellten
Kraftstoffhochdruckquelle in den Zulaufkanal 5 und damit
auch in den Druckraum 18 eingeführt. Durch den steigenden
Kraftstoffdruck ergibt sich eine hydraulische Kraft auf die
Druckschulter 21 des Ventilgliedes 20, welche hydraulische
Kraft entgegen der Kraft der Schraubendruckfeder 40 gerich
tet ist. Da die Schraubendruckfeder 40 unter Vorspannung im
Federraum 32 angeordnet ist, ist ein bestimmter Öffnungs
druck erforderlich, damit die hydraulische Kraft auf die
Druckschulter 21 größer wird als die Kraft der Schrauben
druckfeder 40. Ist dieser Öffnungsdruck im Druckraum 18 er
reicht, bewegt sich das Ventilglied 20 vom Brennraum weg,
bis es an einer in der Zwischenscheibe 9 ausgebildeten An
schlagfläche zur Anlage kommt. Dadurch hebt auch die Ventil
dichtfläche 22 vom Ventilsitz 24 ab, und die Einspritzöff
nung 26 wird mit dem Druckraum 18 verbunden, so daß Kraft
stoff in den Brennraum der Brennkraftmaschine eingespritzt
wird. Das Ende der Einspritzung erfolgt dadurch, daß kein
Kraftstoff mehr aus dem Kraftstoffhochdrucksystem in den Zu
laufkanal 5 eingeführt wird und so der Kraftstoffdruck im
Druckraum 18 abfällt, bis die hydraulische Kraft auf die
Druckschulter 21 kleiner wird als die Kraft der Schrauben
druckfeder 40. Das Ventilglied 20 wird nun wieder durch die
Kraft der Schraubendruckfeder 40 in Richtung auf den Brenn
raum bewegt, bis die Ventildichtfläche 22 am Ventilsitz 24
zur Anlage kommt und die Einspritzöffnung 26 verschließt.
In Fig. 2 ist eine Vergrößerung des in Fig. 1 dargestell
ten Kraftstoffeinspritzventils im brennraumnahen Bereich des
Federraums 32 gezeigt, und Fig. 3 zeigt einen vergrößerten
Querschnitt des Federdrahts der Schraubendruckfeder 40.
Die Schraubendruckfeder 40 wird unter anderem charakteri
siert durch den mittleren Windungsdurchmesser Ds. Bei kreis
rundem Drahtquerschnitt ist der Windungsdurchmesser Ds defi
niert durch den Durchmesser der durch die Kreismittelpunkte
gebildeten Helix. Diese Definition ist bei der vorliegenden
Querschnittsform des Federdrahts nicht möglich, so daß statt
des Kreismittelpunkts der Flächenschwerpunkt S des Feder
drahtquerschnitts verwendet wird.
Eine weitere charakteristische Größe ist das Wickelverhält
nis ws der Schraubendruckfeder 40. Dieses ist bei kreisrun
dem Querschnitt des Federdrahts definiert durch den Quotien
ten aus Windungsdurchmesser Ds und Federdrahtdurchmesser.
Auch diese Definition muß beim vorliegenden Federdrahtquer
schnitt modifiziert werden, so daß das Wickelverhältnis ws
hier definiert ist durch den Quotienten aus dem halben Win
dungsdurchmesser Ds/2 und dem Schwerpunktsabstand asi des
Flächenschwerpunkts S von der Innenfläche 46 der Schrauben
druckfeder 40:
Je kleiner der Windungsdurchmesser Ds und je größer der
Schwerpunktsabstand asi, desto kleiner ist das Wickelver
hältnis ws und desto größer ist die Federkonstante K der
Schraubendruckfeder 40. Die Federkonstante K charakterisiert
die Steifigkeit der Schraubendruckfeder 40 und ist definiert
durch das Verhältnis der parallel zur Längsachse 48 auf die
Stirnseite der Schraubendruckfeder 40 wirkenden Kraft F und
der zugehörigen Längenänderung l der Schraubendruckfe
der 40:
Die Federkonstante K ist bei rein elastischer Verformung und
bei kleinen Längenänderungen l unabhängig von der einwir
kenden Kraft F ("Hooke'sches Gesetz") und hängt bei gegebe
ner Geometrie der Schraubendruckfeder 40 nur vom verwendeten
Material des Federdrahts ab. Da ein Kraftstoffeinspritzven
til 1, wie es weiter oben beschrieben ist, aufgrund der zu
optimierenden Verbrennungsbedingungen in der Brennkraftma
schine mit einem sehr hohen Kraftstoff druck einspritzt, tre
ten im Kraftstoffeinspritzventil 1 Drücke von bis zu 200 MPa
auf. Um einen hohen Öffnungsdruck des Kraftstoffeinspritz
ventils zu erreichen, muß die Schraubendruckfeder 40 folg
lich eine sehr hohe Federkraft F aufbringen, um den hohen
hydraulischen Kräften widerstehen zu können. Je nach Durch
messer des Ventilglieds sind deshalb Federkonstanten von et
wa 100 bis 300 N/mm nötig. Um dies zu erreichen, müssen die
Schraubendruckfedern ein sehr kleines Wickelverhältnis ws
aufweisen, das im Bereich von 2 bis 3 liegt. Der Abstand von
Innen- zur Außenseite des Federdrahts beträgt etwa 2 bis
7 mm. Als Material für die Schraubendruckfeder 40 wird auf
grund der hohen Federkonstanten K Metall verwendet, vorzugs
weise Federstahl. Bei deutlich niedrigeren Kräften auf die
Schraubendruckfeder 40 und entsprechend kleinerer Federkon
stanten K ist es auch möglich, die Schraubendruckfeder 40
nicht aus Metall zu fertigen, sondern beispielsweise aus ei
nem Kunststoff.
Die Schraubendruckfeder 40 weist eine Windungshöhe H auf,
die definiert ist als der in Richtung der Längsachse 48 der
Schraubendruckfeder 40 gemessene Abstand der Flächenschwer
punkte S zweier aufeinander folgender Windungen des Feder
drahts. Die Windungshöhe H ist im mittleren Bereich der
Schraubendruckfeder 40 zumindest annähernd konstant. Um an
der Stirnfläche der Schraubendruckfeder 40 eine plane Anla
gefläche zu erreichen, wird zum Ende der Schraubendruckfeder
40 hin die Windungshöhe H reduziert, bis der Federdraht am
Federdraht der vorhergehenden Windung anliegt. Ab diesem Fe
deranlagepunkt 50 erfolgt noch etwa eine weitere volle Win
dung des Federdrahts. Dieser wird anschließend abgeschlif
fen, um eine zur Längsachse 48 der Schraubendruckfeder 40
senkrechte Anlagefläche zu erreichen.
Durch die Anlage der Seitenfläche 42 der letzten Windung des
Federdrahts an der Seitenfläche 42 der vorhergehenden Win
dung kommt es beim Zusammenpressen der Schraubendruckfeder
40 zu hohen mechanischen Spannungen in diesem Bereich. Durch
die flachen und zueinander parallelen Seitenflächen 42 er
gibt sich jedoch eine moderate Flächenpressung, so daß Ver
schleiß der Schraubendruckfeder 40 vermieden wird. Der Ver
schleiß könnte zu einem störenden Abfall der Vorspannung
führen und damit zu einem unzulässigen Abfall des Öffnungs
drucks des Kraftstoffeinspritzventils.
Der Federdraht der Schraubendruckfeder 40 weist einen Quer
schnitt auf, der einem Rechteck mit abgerundeten Ecken ent
spricht, dessen die Innenseite der Schraubendruckfeder 40
bildende Innenfläche 46 nach außen gewölbt ist. Dabei ist
die Außenfläche 44 der Schraubendruckfeder 40 abgeflacht
ausgebildet, so daß die Schraubendruckfeder 40 einen gerin
geren Außendurchmesser aufweist als dies bei einer Feder
derselben Federkonstanten K und kreisrundem Federdrahtquer
schnitt der Fall wäre. Dadurch benötigt die Schraubendruck
feder 40 weniger Platz im Ventilhaltekörper 1, so daß sich
das Kraftstoffeinspritzventil insgesamt etwas schlanker ge
stalten läßt.
Die starke Auswölbung an der Innenseite 46 führt dazu, daß
der Abstand der Innenseite 46 zum Flächenschwerpunkt S des
Drahtes vergrößert wird. Dadurch können die Spannungen im
Bereich der Innenseite 46 der Schraubendruckfeder 40 in vor
teilhafter Weise reduziert werden, was bei gleicher Feder
konstante K eine im Vergleich zu einer Schraubendruckfeder
mit kreisrundem Federdrahtquerschnitt kürzere Länge der
Schraubendruckfeder 40 möglich macht.
Der Rundungsradius R am Übergang der Seitenfläche 42 zur Au
ßenfläche 44 des Federdrahts, wie er in Fig. 3 eingezeich
net ist, beträgt etwa 20 bis 40% des Abstands a der beiden
Seitenflächen 42. Dadurch wird im Gegensatz zu einem scharf
kantigen Übergang zwischen Seitenfläche 42 und Außenfläche
44 eine Spannungsüberhöhung an dieser Stelle vermieden, ohne
daß die Federkonstante K merklich dadurch abnimmt.
Um eine erfindungsgemäße Schraubendruckfeder 40 herstellen
zu können, muß ein Federdraht mit einer bestimmten Quer
schnittskontur entsprechend den Anforderungen an die Schrau
bendruckfeder 40 gewunden werden. In Fig. 4 ist der Quer
schnitt eines entsprechenden Federdrahtes dargestellt. Der
Flächenquerschnitt des Federdrahts unterscheidet sich von
dem in Fig. 3 gezeigten Flächenquerschnitt der fertig ge
wickelten Schraubendruckfeder 40, da sich der Federdraht
aufgrund des kleinen Wickelverhältnisses ws beim Windeprozeß
deutlich verformt. Die Seitenflächen 42 des Federdrahts sind
vor dem Winden der Schraubendruckfeder 40 zueinander geneigt
ausgebildet. Erst durch den Windeprozeß und den damit ver
bundenen plastischen Verformungen des Federdrahts ergibt
sich eine Parallelität der Seitenflächen 42 und auch eine
Abflachung der Außenfläche 44 des Federdrahts.
Die Querschnittskontur des Federdrahts vor dem Winden der
Schraubendruckfeder 40 ist aus einer Vielzahl von Kreisbo
genabschnitten zusammengesetzt, wobei die Kreisbogenab
schnitte unterschiedliche Radien und Mittelpunkte aufweisen.
In Fig. 4 sind fünf verschiedene Radien R1 bis R5 durch
Pfeile angedeutet, wobei die Länge der Pfeile die Größenord
nung des Verhältnisses der Radien zueinander andeuten soll.
Claims (14)
1. Schraubendruckfeder (40) zur Verwendung in einem Bauteil
(1) eines Kraftstoffeinspritzsystems, welche Schrauben
druckfeder (40) aus einem gewundenen Federdraht besteht,
der eine gerundete Außenkontur aufweist, wobei die
Schraubendruckfeder (40) eine Längsachse (48) aufweist
und mit einer Stirnseite ein Steuerteil (20) beauf
schlagt, welches Steuerteil (20) durch hydraulischen
Druck entgegen der Kraft der Schraubendruckfeder (40) be
weglich ist, dadurch gekennzeichnet, daß die einander zu
gewandten Seitenflächen (42) des Federdrahts der Schrau
bendruckfeder (40) zumindest auf einem Teil ihrer Fläche
zumindest annähernd parallel zueinander sind.
2. Schraubendruckfeder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Querschnittsfläche des Federdrahts in radia
ler Richtung bezüglich der Längsachse (48) der Schrauben
druckfeder (40) eine größere Erstreckung aufweist als in
Richtung der Längsachse (48) der Schraubendruckfe
der (40).
3. Schraubendruckfeder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Querschnittskontur des Federdrahts an der
die Außenseite der Schraubendruckfeder (40) bildenden Au
ßenfläche (44) abgeflacht ist, so daß die Außenfläche
(44) zumindest annähernd parallel zur Längsachse (48) der
Schraubendruckfeder (40) ausgebildet ist.
4. Schraubendruckfeder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Querschnittskontur des Federdrahts zumindest
näherungsweise einem Rechteck entspricht, dessen Ecken
abgerundet sind und dessen die Innenfläche (46) der
Schraubendruckfeder (40) bildende Seite konvex ausgebeult
ist.
5. Schraubendruckfeder (40) nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Flächenschwerpunkt (S) der Quer
schnittsfläche des Federdrahts zur Innenfläche (46) des
Federdrahts einen größeren Abstand hat als zur Außenflä
che (44) des Federdrahts.
6. Schraubendruckfeder (40) nach einem der vorstehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraubendruck
feder (40) ein Wickelverhältnis (ws) aufweist, das klei
ner als 5 ist.
7. Schraubendruckfeder (40) nach einem der vorstehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Windungshöhe (H)
der Schraubendruckfeder (40) zumindest im mittleren Ab
schnitt der Schraubendruckfeder (40) zumindest annähernd
konstant ist.
8. Schraubendruckfeder (40) nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Bauteil ein Kraftstoffeinspritzventil
(1) ist.
9. Schraubendruckfeder nach Anspruch 10, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Steuerteil ein Ventilglied (20) ist.
10. Schraubendruckfeder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das Bauteil eine Kraftstoffpumpe ist.
11. Schraubendruckfeder nach Anspruch 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Steuerteil ein Stößel ist.
12. Federdraht zur Herstellung einer Schraubendruckfeder (40)
zur Verwendung in einem Bauteil eines Kraftstoffein
spritzsystems, wobei die Schraubendruckfeder (40) eine
Längsachse (48) aufweist und mit einer Stirnseite ein be
wegliches Steuerteil (20) beaufschlagt, welches Steuer
teil (20) durch hydraulischen Druck entgegen der Kraft
der Schraubendruckfeder (40) beweglich ist, dadurch ge
kennzeichnet, daß der Federdraht eine Querschnittskontur
aufweist, die aus einer Vielzahl von Kreisbogenabschnit
ten zusammengesetzt ist, wobei die Kreisbogenabschnitte
wenigstens zwei verschiedene Radien aufweisen.
13. Federdraht nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die nach dem Winden zur Schraubendruckfeder (40) einander
zugewandten Seiten des Federdrahts zumindest auf einem
Teil ihrer Länge zumindest annähernd parallel zueinander
sind.
14. Federdraht nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die Querschnittskontur des Federdrahts an der die Außen
seite der Schraubendruckfeder (40) bildenden Seite abge
flacht ist.
Priority Applications (8)
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| DE10016425A DE10016425A1 (de) | 2000-04-01 | 2000-04-01 | Schraubendruckfeder zur Verwendung in einem Bauteil eines Kraftstoffeinspritzsystems |
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