DE10015216A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung der Stromversorgung eines Elektromotors - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung der Stromversorgung eines ElektromotorsInfo
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Abstract
Ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Steuerung der Stromversorgung eines Elektromotors 1, bei dem Spaltschwankungen zwischen Stator und Rotor abhängig vom Drehwinkel des Rotors erfasst werden, und dem Motorstrom eine drehwinkelabhängige Stromkomponente aufmoduliert wird, durch welche die Spaltschwankungen minimiert werden.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung
zur Steuerung der Stromversorgung eines Elektromotors, bei
dem im Luftspalt zwischen Stator und Rotor ein den Rotor be
wegendes magnetisches Drehfeld erzeugt wird.
Mechanische Toleranzen sowie Lagerspiele und Unwuchten dre
hender Teile im Motor und rotierender Anbauten, wie z. B.
Lüfterflügel, führen dazu, dass der Luftspalt zwischen dem
Rotor und dem Stator während des Motorbetriebes über den
Drehwinkel von 360° variiert. Hierbei erreicht der Luftspalt
während einer Motorumdrehung ein- oder mehrmals einen mini
malen und maximalen Wert. Diese Luftspaltschwankung führt
vor allem bei niedriger Drehzahl zu einem Motorgeräusch
(Brummen), dessen Grundfrequenz der Motorstromwechselfre
quenz entspricht, die gegebenenfalls mit einem ganzzahligen
Vielfachen der Grundfrequenz amplitudenmoduliert ist. Es
kann ein für das komplexe mechanische aus Motor und Anbauten
bestehende Gesamtsystem charakteristisches Geräuschgemisch
entstehen, das aus der Grundwelle des Motorstroms und den
darin enthaltenden Oberwellen und Mischprodukten mit der
Drehfrequenz sowie mechanischen Resonanzen der angebauten
Einzelteile besteht.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren und eine Vor
richtung der eingangs genannten Art zu schaffen, bei denen
aus Spaltschwankungen resultierende Geräusche minimiert oder
beseitigt werden.
Diese Aufgabe wird beim Verfahren durch die Merkmale des Pa
tentanspruches 1 und bei der Vorrichtung durch die Merkmale
des Patentanspruches 4 gelöst.
Hierdurch lässt sich das Geräuschverhalten des Motor so weit
verringern, dass nur noch der Grundpegel des Geräusches ei
nes ideal gefertigten Motors ohne Unwuchten und mit konstan
tem minimalem Luftspalt verbleibt. Hierzu werden die Spalt
schwankungen, abhängig vom Drehwinkel des Rotors mit einem
geeigneten Sensor erfasst. Hierzu eignet sich beispielsweise
ein Körperschallmikrophon, ein Beschleunigungsmesser, ein
Hall-Sensor oder dergleichen. In Abhängigkeit hiervon wird
dem Versorgungsstrom eine drehwinkelabhängige Stromkomponen
te aufmoduliert, welche den Spaltschwankungen bzw. deren
Auswirkungen entgegenwirkt und diese somit minimiert. Misst
man an einem Motor, mit dessen Rotor ein anderer Rotor, bei
spielsweise ein Lüfterrad verbunden ist, das Magnetfeld in
der Nähe des Luftspaltes, so ergibt sich, dass pro Motorum
drehung das Magnetfeld mit der Spaltschwankung zyklisch zu
nimmt und abnimmt. Durch Überlagerung des vom Motorsteller
gelieferten Motorstrom mit der zusätzlichen aus der Spalt
schwankung abgeleiteten drehwinkelabhängigen Stromkomponen
ten wird der Motorstrom so geändert, dass die zyklischen
Magnetfeldschwankungen des magnetischen Drehfeldes und die
Spaltschwankungen minimiert oder ganz beseitigt werden.
Hierzu kann die um 180° phasenverschobene Amplitude der
gleichgerichteten Sensorausgangsspannung mit geeigneter Ver
stärkung dem Motorstrom aufmoduliert werden. Durch diesen
Regelkreis minimiert man die akustische und mechanische
Schwingungsamplitude der Spaltschwankung. Die Ableitung der
drehwinkelabhängigen Motorstrommodulation kann auch durch
geeignete Messung der Motorspannung oder des Motorstroms am
oder im Motorsteller erfolgen. Gegebenenfalls kann dann auf
einen zusätzlichen Sensor, welcher an das Motorgehäuse oder
an Teile des Motors, insbesondere im Spaltbereich, gekoppelt
ist, verzichtet werden.
Die drehwinkelabhängigen Werte für die Spaltschwankung kön
nen auch empirisch ermittelt werden und mit einer geeigneten
Steuerung kann der Motorstrom mit der zusätzlichen drehwin
kelabhängigen Stromkomponente moduliert werden.
Die bei der Erfindung zur Anwendung kommende Stromversorgung
eines Elektromotors eignet sich für alle Wechsel- und
Gleichstrommotoren mit entsprechend angepassten Motor
stromstellern bzw. Motorstromreglern.
Anhand der Figur, welche ein Blockschaltbild eines Ausfüh
rungsbeispiels darstellt, wird die Erfindung noch näher er
läutert.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel wird ein Elektromotor
1, welcher ein Gleichstrom- oder Wechselstrommotor sein
kann, über einen Motorsteller 5 mit einer Betriebsspannung
UB verbunden. Über den Motorsteller 5 wird der Motor 1 mit
einem elektrischen Versorgungsstrom (Motorstrom) versorgt,
der im Luftspalt zwischen Stator und Rotor ein magnetisches
Drehfeld erzeugt, durch welches der Rotor angetrieben wird.
Am Motorgehäuse oder im Motor, beispielsweise in der Nähe
des Luftspaltes, befindet sich ein Sensor 2, welcher als
Körperschallmikrophon, Beschleunigungssensor, Hall-Sensor
oder dergleichen ausgebildet sein kann, um Spaltschwankun
gen, welche sich in Motorgeräuschen oder Magnetfeldschwan
kungen äußern, zu erfassen. Der Sensor 2 liefert ein der
Spaltschwankung proportionales elektrisches Signal. Gleich
zeitig kann mittels einer Drehwinkelmesseinrichtung 6 der
jeweilige Drehwinkel des Rotors im Motor 1 gemessen werden.
Die Sensorausgangsspannung enthält eine der Spaltschwankung
proportionale Schwankungskomponente ΔU/Δt. Das Sensoraus
gangssignal wird einer Auswerteeinrichtung 4 zugeleitet, die
als Regler oder als Steuereinrichtung ausgebildet sein kann.
Die Auswerteeinrichtung empfängt ferner ein dem jeweiligen
Drehwinkel des Rotors im Motor 1 proportionales Signal von
der Drehwinkelmesseinrichtung 6. Die Auswerteeinrichtung 4
steuert den Motorsteller 5 in der Weise an, dass der Motor
strom mit einer zusätzlichen Stromkomponenten beaufschlagt
wird, durch die der Schwankungsanteil ΔU/Δt im Sensoraus
gangssignal gegen Null geht. Beispielsweise kann die um 180°
phasenverschobene Amplitude der Schwankungskomponente im
Sensorsignal mit entsprechender Verstärkung zur Beeinflus
sung der Betriebsspannung UB im Motorsteller 5 aufmoduliert
werden.
Es wird somit in Abhängigkeit vom jeweiligen Drehwinkel des
Rotors im Motor 1 die die Spaltschwankungen reduzierende
Stromkomponente dem Motorstrom eingeprägt.
Anstelle des Sensors 2 kann eine Messeinrichtung 3 zur Er
fassung des Motorstroms oder eine Messeinrichtung 7 zur Mes
sung der Motorspannung in Abhängigkeit vom jeweiligen Dreh
winkel des Rotors im Motor 1 vorgesehen sein. Spaltschwan
kungen äußern sich im Motorstrom oder in der Motorspannung
ebenfalls in Form von Stromschwankungen bzw. Spannungs
schwankungen, die durch die Regelung bzw. Steuerung der Aus
werteeinrichtung 4 gegen Null gebracht werden. Hierzu wird
ebenfalls im Motorsteller 5 dem Motorstrom drehwinkelabhän
gig eine zusätzlich Stromkomponente eingeprägt.
Falls die der Spaltschwankung proportionale Schwankung des
elektrischen Signals drehwinkelabhängig empirisch ermittelt
wird, wird dieser Schwankungswert der Auswerteeinrichtung 4
eingegeben, die dann in gleicher Weise dem Motorstrom die
drehwinkelabhängige Stromkomponente zur Verringerung der
Spaltschwankung einprägt.
Durch die Erfindung wird ein akustisch leiser und mechanisch
runder Motorlauf bei Elektromotoren, insbesondere bei nied
rigen Drehzahlen erreicht. Bewirkt wird dies durch die auf
modulierte drehwinkelabhängige Stromkomponente auf den Mo
torstrom. Dies führt dazu, dass immer dann, wenn der Spalt
zwischen Rotor und Stator drehwinkelabhängig ein Maximum er
reicht und damit auch ein maximales Streufeld entsteht, der
Motorstrom des Motorstellers und damit die zur Erzeugung des
Drehfeldes vorgesehene Magnetisierung durch geeignete Steue
rung oder Regelung so eingestellt wird, dass das Streufeld
während einer Umdrehung konstant bleibt.
1
Elektromotor
2
Sensor
3
Stromesseinrichtung
4
Auswerteeinrichtung
5
Motorsteller
6
Drehwinkelmesseinrichtung
7
Spannungsmesseinrichtung
UB
UB
;Betriebsspannung
Claims (4)
1. Verfahren zur Steuerung der Stromversorgung eines Elek
tromotors, bei dem im Luftspalt zwischen Stator und Ro
tor ein den Rotor bewegendes magnetisches Drehfeld er
zeugt wird, dadurch gekennzeichnet, dass Spaltschwankun
gen abhängig vom Drehwinkel des Rotors erfasst werden
und dem Versorgungsstrom eine drehwinkelabhängige Strom
komponente aufmoduliert wird, welche die Spaltschwankun
gen bzw. deren Auswirkungen minimiert.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
die Stromkomponente etwa um 180° phasenverschoben zum
jeweiligen Schwankungsmaximum der Spaltschwankung dem
Versorgungsstrom aufmoduliert wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, dass ein der Spaltschwankung proportionales elek
trisches Signal zur Modulation des Versorgungsstromes
verwendet wird.
4. Vorrichtung zur Steuerung der Stromversorgung eines
Elektromotors, bei dem im Luftspalt zwischen Stator und
Rotor ein den Rotor bewegendes magnetisches Drehfeld
wirkt, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erfassung der
Spaltschwankung ein Sensor (2), welcher ein zur Spalt
schwankung proportionales elektrisches Signal erzeugt,
an den Motor oder wenigstens eines seiner Motorteile ge
koppelt ist oder eine Messeinrichtung (3, 4) zur dreh
winkelabhängigen Messung des Motorstromes oder der Mo
torspannung vorgesehen ist, und dass ein Stromsteller
(5) im Versorgungsstromkreis des Motor (1) in Abhängig
keit des die Spaltschwankung drehwinkelabhängig wieder
gebenden elektrischen Messsignals in der Weise angesteuert
ist, dass durch eine zusätzliche drehwinkelabhängige
Stromkomponente im Motorstrom der Schwankungsanteil im
Messsignal, welcher proportional der Spaltschwankung
ist, minimiert ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE10015216A DE10015216A1 (de) | 2000-03-27 | 2000-03-27 | Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung der Stromversorgung eines Elektromotors |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE10015216A DE10015216A1 (de) | 2000-03-27 | 2000-03-27 | Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung der Stromversorgung eines Elektromotors |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10015216A1 true DE10015216A1 (de) | 2001-10-11 |
Family
ID=7636590
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE10015216A Withdrawn DE10015216A1 (de) | 2000-03-27 | 2000-03-27 | Verfahren und Vorrichtung zur Steuerung der Stromversorgung eines Elektromotors |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10015216A1 (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19612741A1 (de) * | 1995-03-29 | 1997-01-09 | Tadashi Fukao | Dynamomotor mit veränderbarer Drehzahl |
-
2000
- 2000-03-27 DE DE10015216A patent/DE10015216A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19612741A1 (de) * | 1995-03-29 | 1997-01-09 | Tadashi Fukao | Dynamomotor mit veränderbarer Drehzahl |
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