DE10015021C1 - Luftdruckwaffe - Google Patents
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Abstract
Eine Luftdruckwaffe, wie Luftdruckgewehr oder Luftdruckpistole, weist einen Kolben 1 und einen Lauf 2 sowie wenigstens einen ersten Druckluftbehälter 3, 3a zur Aufnahme von Druckluft zum Antrieb des Geschosses auf. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß ein zweiter Druckluftbehälter 4 vorhanden ist, welcher im Kolben 1 angeordnet ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Luftdruckwaffe nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1,
wie Luftdruckgewehr oder Luftdruckpistole, mit einem Kolben und einem Lauf sowie
wenigstens einem ersten Druckluftbehälter zur Aufnahme von Druckluft zum Antrieb
des Geschosses.
Derartige Luftdruckwaffen, welche überwiegend im sportlichen Bereich verwendet
werden, erlauben eine große Anzahl von Schüssen, ohne daß zwischendurch ein
Nachladen in Form von einer Luft-Kompression erfolgen muß. Der Schütze kann sich
daher voll und ganz auf das Ziel beziehungsweise den Zielvorgang konzentrieren.
Die sich im Druckluftbehälter befindliche Druckluft wird über einen Druckminderer
einem Auslaßventil zugeführt. Das Auslaßventil ist mit dem Abzug der Schußwaffe
verbunden. Durch Betätigung des Abzugs gelangt die vom Druckminderer bereitge
stellte Druckluft in den Raum hinter dem Geschoß, wodurch das Geschoß durch den
Lauf der Schußwaffe aus der Schußwaffe getrieben wird.
Wenngleich die bekannten Luftdruckwaffen auch einen großen Komfort beim Schie
ßen mit Geschossen im für Luftdruckwaffen üblichen Kaliber 4,5 Millimeter und ei
nem Gewicht von 0,5 Gramm bieten, so sind sie nicht sehr gut geeignet für Geschosse
im Kaliber 5,6 Millimeter mit einem Gewicht von 1,1 bis 2,5 Gramm. Denn
für Geschosse mit dem größeren Kaliber und dem größeren Gewicht wird pro Schuß
soviel Druckluft verbraucht, daß der Luftvorrat des Druckluftbehälters zu gering ist,
um eine Wettkampfserie hintereinander zu schießen. Mit einer bekannten Luftdruck
waffe ist ein Schütze daher nicht in der Lage, eine Wettkampfserie hintereinander
ohne Nachfüllen des Druckluftbehälters zu schießen.
Aus der DE 28 14 237 A1 ist ein Gewehr mit einem Schloßkasten sowie einen am
Schloßkasten montierten Lauf und einer Einrichtung zum Abfahren eines Geschos
ses aus dem Lauf bekannt, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß eine Ladeein
richtung für Geschosse verschiebbar in einem Schlitz des Schloßkastens angeordnet
und in einer Richtung quer zur Achse des Laufes verschiebbar ist. Die Ladeeinrich
tung weist eine hindurchgehende Bohrung auf und ist zwischen einer Feuerstellung,
in der die Bohrung axial mit dem Lauf ausgefluchtet ist, und einer Ladestellung, in
der die Bohrung sich außerhalb des Schloßkastens befindet, bewegbar. An der La
deeinrichtung ist eine bewegliche Verriegelungseinrichtung, die mit dem Schloßka
sten zusammenwirkt, um ein Herausnehmen der Ladeeinrichtung aus dem Schloß
kasten entgegenzuwirken, aber dieses nicht vollständig zu verhindern, angeordnet.
Des weiteren ist aus der DE 26 02 455 A1 eine Vorrichtung zum Verschießen von
Injektionsprojektilen, Farbmarkierungen oder dergleichen bekannt, welche aus einem
Lauf, einem Auslöseventil und einem Energieerzeuger besteht. Die Vorrichtung ist
dadurch gekennzeichnet, daß als Energieerzeuger ein Gasdruckbehälter oder eine
Gasdruckpumpe mit regelbarem Druck vorgesehen ist.
Es ist Aufgabe der Erfindung, eine eingangs genannte Luftdruckwaffe derart auszu
bilden, daß sie zum Schießen mit schwereren Geschossen größeren Kalibers besser
geeignet ist.
Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen
des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus
den Unteransprüchen.
Gemäß der Erfindung ist eine Luftdruckwaffe, wie Luftdruckgewehr oder Luftdruckpi
stole, mit einem Kolben und einem Lauf sowie wenigstens einem ersten Druckluftbe
hälter zur Aufnahme von Druckluft zum Antrieb des Geschosses dadurch gekenn
zeichnet, daß wenigstens ein zweiter Druckluftbehälter vorhanden ist, welcher im
Kolben angeordnet ist. Durch den im Kolben angeordneten zweiten Druckluftbehälter
wird in vorteilhafter Weise erreicht, daß die Menge der zum Antrieb der Geschosse
benötigten Druckluft wesentlich größer ist. Es ist mit der erfindungsgemäßen Luft
druckwaffe daher möglich, selbst mit Geschossen im Kaliber 5,6 Millimeter und ei
nem Gewicht von beispielsweise 1,8 Gramm eine größere Anzahl von Schüssen ab
zugeben, ohne daß die Druckluftbehälter zwischendurch nachgefüllt werden müssen.
Durch die erfindungsgemäße Ausbildung der Luftdruckwaffe ist es in vorteilhafter
Weise möglich, Geschosse entsprechend der Munition eines Kleinkalibergewehrs
mittels Druckluft anzutreiben. Ein erfindungsgemäß ausgebildetes Luftdruckgewehr
kann daher als Ersatz für ein Kleinkalibergewehr verwendet werden. Da die Ge
schosse für ein Luftdruckgewehr wesentlich preiswerter hergestellt werden können
als die Munition für ein Kleinkalibergewehr, ergibt sich hierdurch eine sehr große Ko
steneinsparung.
Durch die Anordnung des zweiten Druckluftbehälters im Kolben wird in vorteilhafter
Weise erreicht, daß an der Waffe keine besonderen, nach außen hervorstehende
Bauteile angebracht werden müssen. Hierdurch läßt sich eine erfindungsgemäß
ausgebildete Luftdruckwaffe genau so gut handhaben, wie eine herkömmliche Luft
druckwaffe.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn ein dritter Druckluftbehälter vorgesehen ist, wel
cher im Vorderschaft der Waffe angeordnet ist. Hierdurch erhöht sich die Menge der
zum Schießen zur Verfügung stehenden Druckluft nochmals erheblich. Der dritte
Druckluftbehälter kann den Vorderschaft vollständig ausfüllen. So läßt sich der dritte
Druckluftbehälter so ausbilden, daß er bis an die erlaubten Abmessungen heran
reicht.
Bei einer weiteren besonderen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß
der erste Druckluftbehälter den Lauf der Druckluftwaffe wenigstens teilweise um
schließt. Besonders vorteilhaft ist es, wenn der erste Druckluftbehälter als zylinder
förmiges Rohr ausgebildet ist, das den Lauf konzentrisch umschließt.
Dadurch, daß der Druckluftbehälter den Lauf zumindest teilweise umschließt, das
heißt, daß der Lauf zumindest teilweise durch den Druckluftbehälter verläuft, läßt
sich die Anordnung aus Lauf und Druckluftbehälter kompakter ausbilden als bei einer
herkömmlichen Druckluftwaffe. Des weiteren brauchen für den Lauf keine besonde
ren Vorrichtungen zur Befestigung mehr vorgesehen werden. Es braucht nur noch
der Druckluftbehälter auf dem Schaft der Waffe befestigt werden.
Die aus Druckluftbehälter und Lauf bestehende kompakte Einheit wirkt sich auch
sehr günstig in optischer Hinsicht aus. Dadurch, daß der Druckluftbehälter als zylin
drisches Rohr ausgebildet ist, welches den Lauf konzentrisch umschließt, weist die
Schußwaffe im Bereich des Schaftes ein Rohr auf, welches auf dem Schaft befestigt
ist. Dadurch, daß nicht mehr zwei übereinander angeordnete Rohre vorhanden sind,
wie dies im Stand der Technik vorgesehen ist, läßt sich die Schußwaffe auch sehr
gut reinigen beziehungsweise sauber halten. Des weiteren ist die Handhabbarkeit
der Schußwaffe verbessert.
Bei einer weiteren besonderen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß
der Lauf lösbar an der Waffe befestigt ist. Hierdurch läßt sich der Lauf auf einfache
Weise gegen einen Lauf mit einem anderen Kaliber austauschen. Es ist somit mög
lich, zunächst einen Lauf Kaliber 4,5 Millimeter zu verwenden, und dann einen Lauf
Kaliber 5,6 Millimeter zu verwenden, so daß das erfindungsgemäß ausgebildete
Luftdruckgewehr sowohl als Luftgewehr als auch als Kleinkalibergewehr verwendet
werden kann.
Hierbei ist es besonders vorteilhaft, wenn zwei umschaltbare Schlagstücke vorhan
den sind, welche unterschiedliche Energien ergeben. Die Schlagstücke können ne
beneinander oder übereinander gelagert werden. Die Auslösungsenergie der beiden
Schlagstücke muß jedoch sehr unterschiedlich sein, da bei Kaliber 4,5 Millimeter
maximal 7,5 Joule benötigt werden dürfen, und bei Kaliber 5,6 Millimeter etwa 80
Joule erreicht werden sollen. Bei den genannten Auslösungsenergien werden bei
Kaliber 4,5 Millimeter eine Austrittsgeschwindigkeit von im allgemeinen 170 Meter
pro Sekunde und bei Kaliber 5,6 Millimeter eine Austrittsgeschwindigkeit von etwa
300 Meter pro Sekunde erreicht.
Besonders vorteilhaft ist auch eine Ausführungsform der Erfindung, bei der die
Druckluftbehälter einzeln zu- oder abschaltbar sind. Hierdurch läßt sich die Luft
druckwaffe entweder mit dem ersten Druckluftbehälter oder mit dem zweiten Druck
luftbehälter oder mit beiden parallel geschalteten Druckluftbehältern betreiben.
Bei einer weiteren besonderen Ausführungsform der Erfindung ist der Kolben als
Druckluftbehälter ausgebildet, an welchem eine verstellbare Kolbenkappe angeord
net ist. Des weiteren sind an dem Druckluftbehälter eine verstellbare Schaftbacke
sowie auswechselbare Griffstücke angeordnet. Eine derartige Ausführungsform hat
den Vorteil, daß der zweite Druckluftbehälter sehr großvolumig ausgebildet sein
kann. Des weiteren läßt sich der Kolben individuell an die Bedürfnisse eines Schüt
zen anpassen.
Als besonders günstig hat sich auch eine Ausführungsform der Erfindung herausge
stellt, bei der der zweite Druckluftbehälter ein Daumenloch aufweist. Durch das
Daumenloch liegt die Luftdruckwaffe sehr gut in der Hand. Dies wirkt sich besonders
günstig beim Zielvorgang aus.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben
sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines besonderen Ausführungsbeispiels
unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
Es zeigt
Fig. 1 eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Luftdruckwaffe,
Fig. 2 eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Luftdruckwaffe,
und
Fig. 3 eine dritte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Luftdruckwaffe.
Wie Fig. 1 entnommen werden kann, weist ein Luftdruckgewehr einen Kolben 1
und einen Lauf 2 auf. Der Lauf 2 ist konzentrisch innerhalb eines zylinderförmigen
ersten Druckluftbehälters 3, 3a angeordnet. Der erste Druckluftbehälter 3, 3a weist
einen im Durchmesser verringerten Bereich 3a auf. Der nicht im Durchmesser ver
ringerte Bereich 3 des ersten Druckluftbehälters 3, 3a ist auf einem Schaft 5 der
Schußwaffe befestigt und geringfügig in den Schaft 5 eingelassen. Der nicht verrin
gerte Durchmesser des ersten Druckluftbehälters 3, 3a beträgt etwa 60 Millimeter,
der verringerte Durchmesser etwa 30 Millimeter. Durch den im Durchmesser verrin
gerten Bereich 3a des ersten Druckluftbehälters 3, 3a erstreckt sich ein Rohr 2a,
durch welches das Geschoß nach Verlassen des Laufs 2 hindurchtritt.
Der nicht im Durchmesser verringerte Teil 3 des Druckluftbehälters weist in seinem
vorderen Bereich einen Luftanschluß 7a auf, welcher als Anschluß für eine Hoch
druckschlauch ausgebildet ist. Des weiteren weist der im Durchmesser nicht verrin
gerte Bereich 3 des ersten Druckluftbehälter an seiner parallel zur Achse des Laufs 2
verlaufende Wandung ein Manometer 7b auf.
An seinem der Laufmündung abgewandten Ende weist der in seinem Durchmesser
nicht verringerte Teil 3 des Druckluftbehälters eine Druckleitung auf, in welcher ein
erstes Ventil 9 angeordnet ist. Über das erste Ventil 9 ist der erste Druckluftbehälter
3, 3a mit einem Druckminderer 11 verbunden. Der Ausgang des Druckminderer 11
ist über eine Druckleitung mit einem Auslaßventil 13 verbunden. Mittels des Auslaß
ventils 13 wird die vom Druckminderer 11 bereitgestellte Druckluft in den Bereich
hinter das Geschoß geführt. Hierdurch wird das Geschoß durch den Lauf 2 aus der
Schußwaffe getrieben.
Zum Austreiben des Geschosses aus der Schußwaffe ist das Auslaßventil 13 über
eine Verbindung 6a mit dem Abzug 6 der Schußwaffe verbunden. Wird der Abzug 6
betätigt, wird das Schlagstück auf das Auslaßventil 13 geschlagen, welches sich
kurzzeitig öffnet, wodurch die vom Druckminderer 11 bereitgestellte Menge Druckluft
hinter das Geschoß gelangt und dieses durch den Lauf 2 aus der Schußwaffe treibt.
Das Luftdruckgewehr weist des weiteren einen zweiten Druckluftbehälter 4 auf, wel
cher innerhalb des Schaftes 1 angeordnet ist. Der zweite Druckluftbehälter 4 ist so
ausgebildet, daß er nahezu den gesamten Raum des Kolbens 1 ausfüllt. Mit anderen
Worten, die Kontur des zweiten Druckluftbehälters 4 entspricht in etwa der Kontur
des Kolbens 1.
Der zweite Druckluftbehälter 4 weist in seinem vorderen Bereich einen Luftanschluß
8a auf, welcher als Anschluß für einen Hochdruckschlauch ausgebildet ist. Des wei
teren weist der zweite Druckluftbehälter 4 ein Manometer 8b auf.
An seinem der Laufmündung zugewandten Ende weist der zweite Druckluftbehälter
4 eine Druckleitung auf, in welcher ein zweites Ventil 10 angeordnet ist. Über das
zweite Ventil 10 ist der zweite Druckluftbehälter 4 mit dem Druckminderer 11 verbun
den.
Je nach Stellung des ersten Ventils 9 und des zweiten Ventils 10 sind entweder nur
der erste Druckluftbehälter 3, 3a oder der zweite Druckluftbehälter 4 oder beide
Druckluftbehälter mit dem Druckminderer 11 verbunden.
Die beiden Druckluftbehälter 3, 3a, 4 sind für einen Druck von bis zu 300 Bar aus
gelegt. Mittels des Auslaßventils 13 wird die vom Druckminderer 11 bereitgestellte
Druckluft bei Verwendung eines Laufs mit Kaliber 4,5 Millimeter mit etwa 60 bis 80 Bar
in den Bereich hinter dem Geschoß geführt. Wird ein Lauf mit Kaliber 5,6 Milli
meter verwendet, wird die Druckluft mit etwa 60 bis 80 Bar in den Bereich hinter dem
Geschoß geführt. Hierdurch wird das Geschoß durch den Lauf 2 aus der Schußwaffe
getrieben.
Der Lauf 2 beziehungsweise die aus Lauf 2 und erstem Druckluftbehälter 3, 3a be
stehende Anordnung ist lösbar an der Waffe befestigt. Hierdurch läßt sich der Lauf
auf einfache Weise austauschen, so daß ein Lauf mit beispielsweise Kaliber 4,5 Mil
limeter gegen einen Lauf mit beispielsweise 5,6 Millimeter ausgetauscht werden
kann. Des weiteren sind zwei nicht dargestellte Schlagstücke vorhanden, welche
unterschiedliche Energien aufweisen und umschaltbar sind. Die Schlagstücke sind
nebeneinander oder übereinander angeordnet. Hierdurch läßt sich das Schlagstück
auf einfache Weise an das gewählte Kaliber beziehungsweise den gewählten Lauf
anpassen.
Die Schußwaffe weist des weiteren einen Dioptersockel 12 auf, auf dem ein Diopter,
ein Visier oder ein Zielfernrohr anordenbar ist.
Wie Fig. 2 entnommen werden kann, weist ein Luftdruckgewehr einen Kolben 1'
und einen Lauf 2' auf. Der Lauf 2' ist oberhalb eines zylinderförmigen ersten Druck
luftbehälters 3' angeordnet.
An seinem der Laufmündung abgewandten Ende weist der erste Druckluftbehälter 3'
eine Druckleitung auf, in welcher ein erstes Ventil 9' angeordnet ist. Über das erste
Ventil 9' ist der erste Druckluftbehälter 3' mit einem Druckminderer 11' verbunden.
Der Ausgang des Druckminderers 11' ist über eine Druckleitung mit einem Auslaß
ventil 13' verbunden. Mittels des Auslaßventils 13' wird die vom Druckminderer 11'
bereitgestellte Druckluft in den Bereich hinter das Geschoß geführt. Hierdurch wird
das Geschoß durch den Lauf 2' aus der Schußwaffe getrieben.
Zum Austreiben des Geschosses aus der Schußwaffe ist das Auslaßventil 13' über
eine Verbindung 6a' mit dem Abzug 6' der Schußwaffe verbunden. Wird der Abzug
6' betätigt, wird das Auslaßventil 13' geöffnet, wodurch die vom Druckminderer 11'
bereitgestellte Menge Druckluft hinter das Geschoß gelangt und dieses durch den
Lauf 2' aus der Schußwaffe treibt.
Das Luftdruckgewehr weist des weiteren einen als zweiten Druckluftbehälter 4' aus
gebildeten Kolben 1' auf. Der Kolben 1' ist im wesentlichen so ausgebildet, daß er
aus dem in seiner Kontur relativ einfach geformten zweiten Druckluftbehälter 4' be
steht, an welchem eine verstellbare Kolbenkappe 14' und eine verstellbare Schaft
backe 15' angeordnet sind. Des weiteren weist der zweite Druckluftbehälter 4' ein
Daumenloch 16' auf. Hierdurch läßt sich die Waffe sehr gut handhaben.
Der zweite Druckluftbehälter 4' weist in seinem vorderen Bereich einen Luftanschluß
8a' auf, welcher als Anschluß für einen Hochdruckschlauch ausgebildet ist. Des
weiteren weist der zweite Druckluftbehälter 4' ein Manometer 8b' auf.
An seinem der Laufmündung zugewandten Ende weist der zweite Druckluftbehälter
4' eine Druckleitung auf, in welcher ein zweites Ventil 10' angeordnet ist. Über das
zweite Ventil 10' ist der zweite Druckluftbehälter 4' mit dem Druckminderer 11' ver
bunden.
Je nach Stellung des ersten Ventils 9' und des zweiten Ventils 10' sind entweder nur
der erste Druckluftbehälter 3' oder der zweite Druckluftbehälter 4' oder beide Druck
luftbehälter mit dem Druckminderer 11' verbunden.
Die beiden Druckluftbehälter 3', 4' sind für einen Druck von bis zu 300 Bar ausgelegt.
Mittels des Auslaßventils 13' wird die vom Druckminderer 11' bereitgestellte Druckluft
bei Verwendung eines Laufs mit Kaliber 4,5 Millimeter mit etwa 60 bis 80 Bar in den
Bereich hinter dem Geschoß geführt. Wird ein Lauf mit Kaliber 5,6 Millimeter ver
wendet, wird die Druckluft mit etwa 60 bis 80 Bar in den Bereich hinter dem Geschoß
geführt. Hierdurch wird das Geschoß durch den Lauf 2' aus der Schußwaffe getrie
ben.
Der Lauf 2' beziehungsweise die aus Lauf 2' und erstem Druckluftbehälter 3' beste
hende Anordnung ist lösbar an der Waffe befestigt. Hierdurch läßt sich der Lauf auf
einfache Weise austauschen, so daß ein Lauf mit beispielsweise Kaliber 4,5 Milli
meter gegen einen Lauf mit beispielsweise 5,6 Millimeter ausgetauscht werden kann.
Des weiteren sind zwei nicht dargestellte Schlagstücke vorhanden, welche unter
schiedliche Energien aufweisen und umschaltbar sind. Die Schlagstücke sind ne
beneinander oder übereinander angeordnet. Hierdurch läßt sich das Schlagstück auf
einfache Weise an das gewählte Kaliber beziehungsweise den gewählten Lauf an
passen.
Die Schußwaffe weist des weiteren einen Dioptersockel 12' auf, auf dem ein Diopter,
ein Visier oder ein Zielfernrohr anordenbar ist.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist der Kolben 1" so
ausgebildet, daß er an seinem oberen Bereich in etwa gerade verläuft. Des weiteren
ist ein separates Griffstück 17" vorhanden, welches vom Schützen umgriffen werden
kann.
Der zweite Druckluftbehälter ist so ausgebildet, daß er einerseits nahezu den ge
samten Raum des Kolbens 1" ausfüllt, und darüber hinaus direkt an den in Fig. 3
nicht dargestellten Druckminderer beziehungsweise an die aus Druckminderer, Aus
laßventil und Schlagstück bestehende Einheit anschließbar ist. Hierdurch wird ver
mieden, daß die Verbindung zum zweiten Druckluftbehälter 4" mittels eines Hoch
druckschlauchs vorgenommen werden muß.
Des weiteren ist der erste Druckluftbehälter 3" so ausgebildet, daß er den gesamten
unterhalb des Laufs 2" zur Verfügung stehenden Raum ausnutzt. Mit anderen Wor
ten, der erste und der dritte Druckluftbehälter sind zu einem gemeinsamen Druckluft
behälter zusammengefaßt.
Der gemeinsame Druckluftbehälter, aber auch der separate erste und der separate
zweite Druckluftbehälter können so ausgebildet sein, daß sie direkt an den Druck
minderer beziehungsweise an eine aus dem Druckminderer, Auslaßventil und
Schlagstück bestehenden Einheit anschließbar sind. Hierdurch kann auf die Ver
wendung eines Hochdruckschlauchs verzichtet werden.
Claims (7)
1. Luftdruckwaffe, wie Luftdruckgewehr oder Luftdruckpistole, mit einem Kolben (1;
1') und einem Lauf (2; 2') sowie wenigstens einem ersten Druckluftbehälter (3, 3a; 3')
zur Aufnahme von Druckluft zum Antrieb des Geschosses,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein zweiter Druckluftbehälter (4; 4') vorhanden ist, welcher im Kolben (1; 1') an
geordnet ist, daß der Lauf (2; 2') zum Wechseln lösbar an der Waffe befestigt ist,
und daß zwei umschaltbare Schlagstücke vorhanden sind.
2. Luftdruckwaffe nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß ein dritter Druckluftbehälter (5a') vorhanden ist, welcher im Vorderschaft (5') an
geordnet ist.
3. Luftdruckwaffe nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß der erste Druckluftbehälter (3, 3a) den Lauf (2) zumindest teilweise umschließt.
4. Luftdruckwaffe nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß der erste Druckluftbehälter (3, 3a) als zylinderförmiges Rohr ausgebildet ist, das
den Lauf (2) konzentrisch umschließt.
5. Luftdruckwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Druckluftbehälter (3, 3a, 4; 3', 4') einzeln zu- oder abschaltbar sind.
6. Luftdruckwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Kolben (1') als Druckluftbehälter (4') ausgebildet ist, an welchem eine ver
stellbare Kolbenkappe (14'; 14") und/oder eine verstellbare Schaftbacke (15'; 15")
und/oder auswechselbare Griffstücke (17") angeordnet sind.
7. Luftdruckwaffe nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß der zweite Druckluftbehälter (4; 4') ein Daumenloch aufweist.
Priority Applications (1)
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2000
- 2000-03-25 DE DE2000115021 patent/DE10015021C1/de not_active Expired - Fee Related
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