DE1001582B - Vorrichtung zur Herstellung schraubenförmig gerillter Rohre - Google Patents
Vorrichtung zur Herstellung schraubenförmig gerillter RohreInfo
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Description
DEUTSCHES
Es ist bekannt, Rohre oder Schläuche, die aus Papier oder Blech oder aus Papier mit einem Blechmantel
hergestellt sind, mit schraublinienförmig verlaufenden Rillen zu versehen, um die Biegsamkeit
dieser Rohre zu erhöhen. Dabei wurde, nachdem das Rohr schraubenlinienförmig gewellt worden war, eine
Stauchung des Rohres vorgenommen. Diese bekannten biegsamen Rohre haben den Nachteil, daß sowohl bei
der Erzeugung der schraubenlinienförmigen Rillen als auch bei der Stauchung eine starke Verkürzung
des Rohres eintritt, so daß die Länge des erzeugten Rohres nur etwa ein Drittel der Länge des ursprünglich
hergestellten glatten Rohres beträgt. Der Materialaufwand
für die Herstellung dieser bekannten biegsamen Rohre ist daher sehr groß, und die Rohre sind
entsprechend teuer.
Die Erzeugung der schraubenlinienförmigen Rillen erfolgt bei einem bekannten Verfahren in der Weise,
daß sich in dem vorher hergestellten glatten Rohr ein Gewindedorn dreht und gleichzeitig außen um
das Rohr eine mutterförmige Gewindefassung umläuft, so daß sich das Rohr den Gewindegängen des
Domes und der Mutter folgend in Falten legt. Diese Vorrichtung hat den Nachteil, daß an der Außen-
und Innenseite des Rohres eine erhebliche Reibung auftritt, die einerseits eine starke Erwärmung des
Werkstückes hervorruft und eine entsprechend starke Antriebskraft benötigt, anderseits auch die Oberfläche
des gebildeten Rohres hoch beansprucht, so daß Beschädigungen der Oberfläche, insbesondere bei Verarbeitung
von lackiertem oder sonst mit einer Schutzschicht versehenem Material unvermeidlich sind.
Es ist auch bekannt, schraubenlinienförmig gewellte Rohre dadurch herzustellen, daß die Rohrwand durch
eine um das Rohr geschlungene Drahtschlinge in die Gewindegänge eines sich im Inneren des Rohres
drehenden Gewindedornes eingedrückt wird. Dieses Verfahren ist aber nur auf verhältnismäßig weiche
Papierrohre anwendbar und versagt bei Rohren mit Blechmantel. Es ist ferner bekannt, die schraubenförmigen
Wellen in einem solchen Rohr dadurch zu erzeugen, daß die Rohrwand durch Zahnräder oder
sich auf dem äußeren Umfang des Rohres abwälzende Rollen in den Gewindedorn eingedrückt wird. Auch
dieses Verfahren hat sich nicht bewährt und wurde deshalb in der Praxis nicht benutzt.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Herstellung schraubenlinienförmig gerillter biegsamer
Rohre aus Papier und/oder Blech, bei der ein von innen auf die Rohrwandung wirkender Gewindedorn
und mehrere von außen auf die Rohrwandung einwirkende gerillte Rollen zusammenwirken. Gemäß
der Erfindung formen die von außen angreifenden Rollen, die mit der gleichen Drehzahl um-
Vorrichtung zur Herstellung
schraubenförmig gerillter Rohre
schraubenförmig gerillter Rohre
Anmelder:
Wilhelm Hegler,
Oerlenbach bei Schweinfurt
Wilhelm Hegler, Oerlenbach bei Schweinfurt,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
laufen, mit der sich der Gewindedorn im Rohr dreht, mit ihrem gerillten Teil die schraubenlinienförmigen
Rillen vor, worauf das Rohr über einen weiteren in Richtung des Vorschubes glatten Dorn, der sich an
den Gewindedorn anschließt, im Zusammenwirken mit dem glatten Teil der umlaufenden Rollen fertiggeformt
wird. Der Dorn, über dem das Rohr fertiggeformt wird, kann dabei an der Seite, von der das
Rohr auf ihn aufläuft, schwach konisch sein. Die mit Rillen versehenen umlaufenden Rollenteile bestehen
dabei mit den glatten, zum Fertigformen dienenden Rollenteilen aus einem Stück, derart, daß der mit
Rillen versehene Teil dieser Rollen dem Gewindedorn und der glatte Teil dieser Rollen dem glatten Dorn
im Inneren des Rohres gegenüberstehen. Die Achszapfen der umlaufenden Rollen sind zweckmäßig
exzentrisch mit zylindrischen Bolzen verbunden, die Zahnräder tragen, die ihrerseits wieder in einen Zahnkranz
eingreifen, so daß auf diese Weise der Abstand der umlaufenden Rollen von, der Rohrachse durch
Drehen dieses Zahnkranzes gleichzeitig und um gleiche Beträge geändert werden kann. Dabei tritt
eine wesentlich geringere Verkürzung des Rohres ein als bei dem bekannten Falzen des Rohres, da durch
die gerillten Rollen das Rohr festgehalten und unter Dehnung des Materials in die Schraubengänge des
Gewindedornes eingedrückt wird1, während bei dem Fertigformen keine weitere Verkürzung eintritt. Eine
Stauchung oder weitere Nachbearbeitung des Rohres, die eine Verkürzung verursachen könnte, ist an sich
nicht erforderlich. Die auftretende Verkürzung des Rohres gegenüber dem ursprünglich gebildeten glatten
Rohr beträgt nur etwa 30% der Rohrlänge.
Die auftretende Reibung ist bei Benutzung der Vorrichtung gemäß der Erfindung wesentlich geringer
als bei den bekannten Vorrichtungen, insbesondere
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tritt an der Außenseite keine gleitende Reibung auf, so daß Beschädigungen der äußeren Oberfläche vermieden
werden. Die durch die Reibung des Gewindedornes
erzeugte Wärme ist unschädlich. Falls für die inneren Schichten des Rohres imprägniertes Papier
verwendet wird, werden durch diese Wärme die Papierlagen während des Eindrückens der Rillen erwärmt
und in ihrer endgültigen Lage ineinander verschweißt.
In den Abbildungen ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung gemäß der Erfindung dargestellt.
Abb. 1 zeigt die Anordnung schema ti seh. Hierbei ist eine Vorrichtung gewählt, bei der das gebildete Rohr
um seine Achse rotiert, während die Rollen, von denen das Material zum Wickeln des Rohres abgezogen
wird, sich um festliegende Achsen drehen. Bei den bekannten- Anordnungen wurde gewöhnlich der
umgekehrte Weg gewählt, d. h., das gebildete Rohr führte keine Drehung aus, und die Material rollen Hefen
um die Rohrachse um. Diese bekannte Anordnung hat den Nachteil, daß mit Rücksicht auf die auftretenden
Fliehkräfte die Rotationsgeschwindigkeit begrenzt ist. Grundsätzlich ist aber die Vorrichtung gemäß der
Erfindung auch in solchen Maschinen anwendbar, bei denen das gebildete Rohr keine Drehung um seine
Achse ausführt.
Bei der dargestellten Vorrichtung läuft von einer sich um ihre eigene Achse und um die Hauptachse
der Maschine drehenden Vorratsrolle 1 ein Papierstreifen 2 ab, der in dem gleichfalls umlaufenden
Rohr 3 zu einem Schlitzrohr geformt wird. Dieses Schlitzrohr läuft auf ein an der Drehung des Rohres 3
teilnehmendes, als Wickeldorn dienendes Rohr 4 auf. In diesem Rohr 4 ist eine Welle 5, vorteilhaft in
Wälzlagern 35 gelagert, die zum Antrieb des Gewindedornes dient. Der Antrieb des Rohres 3 erfolgt
über die Zahnräder 6 und 7. Zum Antrieb der Welle 5 dient ein Zahnradgetriebe, dessen Zahnrad 8 von
einem Arm 9 getragen wird, der mit dem Rohr 3 in Verbindung steht. Dieses Zahnrad 8 rollt an einem
feststehenden Zahnkranz 10 ab und steht andererseits mit dem auf der Welle 5 befestigten Zahnrad 11
im Eingriff. Durch die Anordnung wird erreicht, daß die Welle 5 im gleichen Sinne, aber mit höherer
Drehzahl rotiert als das Rohr 3 und der Wickeldorn 4. Um das aus dem Papierstreifen 2 gebildete
Schlitzrohr werden weitere Papierlagen gewickelt, die von den Rollen 12 und 13 abgezogen werden.
Soll das gewickelte Rohr außen mit einem Blechmantel versehen sein, wie dies beispielsweise bei
Isolierrohren üblich ist, so ist der von der Rolle 13 ablaufende Streifen 14 anstatt eines Papierstreifens
ein Blechstreifen. Das so gewickelte Rohr schiebt sich nun über das Ende des Wickeldornes 4 hinaus
und wird von dem Gewindedorn 15 erfaßt. Diesem Gewindedorn 15 im Inneren des Rohres stehen die
mit Rillen versehenen Rollen 32 gegenüber. Zum Fertigformen des Rohres schließt sich an den
Gewindedorn 15 der glatte zylindrische Dorn 41 an, der durch die Welle 43, die durch die Hohlwelle 5
geführt ist, mit dem Wickeldorn 4 verbunden ist und daher mit gleicher Drehzahl rotiert wie das erzeugte
Rillenrohr. Diesem zylindrischen Dorn stehen die ebenfalls zylindrischen Teile 42 der äußeren
Rollen 32 gegenüber. Gegebenenfalls kann dieser Dorn 41 an seinem dem Gewindedorn zugewandten
Ende schwach konisch sein, so daß beim Auflaufen des Rillenrohres auf diesen zylindrischen Teil eine
leichte Aufweitung und geringfügige Stauchung des Rohres stattfindet.
Die Rollen 32 sind an einem Kopf angeordnet, dessen Umlaufgeschwindigkeit der Umdrehung des
Gewindedornes 15 entspricht. Jeder der Rollen 32 liegt also bei ihrem Umlauf stets die gleiche Stelle
des 'Gewindedornes gegenüber. Dementsprechend sind die Rillen der Rolle 32 Kreisrillen. Die Rollen
32 bedürfen keines Antriebes, da sie sich an dem gebildeten Rohr abwälzen und ihre Stellung gegenüber
dem Gewindedorn nicht festgelegt werden muß. Die Rillen der einzelnen Rollen 32, von denen zweckmäßig
etwa vier vorgesehen werden, müssen aber der Steigung des Gewindes des Dornes 15 entsprechend
gegeneinander versetzt sein, und zwar bei vier Rollen jeweils um ein Viertel der Ganghöhe des
Gewindes 15. Der Antrieb des Kopfes, der die Rollen 32 trägt, erfolgt über ein Zahnrad oder Kettengetriebe
33,34, wobei die Übersetzung so gewählt sein muß, daß die Drehzahl dieses Kopfes mit der
Drehzahl des Gewindedornes übereinstimmt.
Abb. 2 zeigt die Anordnung der Rollen in größerem Maßstab. Um bei gleicher relativer Drehzahl der
Schnecke 15 größeren Vorschub zu erzielen, kann, wie gezeichnet, die Anwendung eines zweigängigen
oder mehrgängigen Gewindes vorgesehen sein. Um eine Verstellung der Rollen 32 zur Anpassung an die
Materialstärke und Dehnbarkeit des Rohres zu ermöglichen, sind die Achszapfen 36 der zweckmäßig
auf Kugellagern 37 gelagerten Rollen exzentrisch mit zylindrischen Bolzen 38 verbunden, die ihrerseits
wieder Zahnräder 39 tragen, die in einen Zahnkranz 40 eingreifen. Bei dieser Anordnung kann durch
Drehen des Zahnkranzes 40 eine gleichzeitige Annäherung oder Entfernung der Rollen 32 an die
Hauptachse der Maschine bewirkt werden.
Durch die glatten Teile 42 der Rollen 32 wird die Außenseite des gewickelten Rohres glattgewalzt, und
es entsteht ein Rillenrohr, wie in Abb. 3 dargestellt. Wie bereits erwähnt, beträgt in diesem Falle durch
das Eindrücken der Rillen und die Stauchung die eintretende Längenverminderung nur etwa 30%,
also wesentlich weniger als bei den bekannten Faltenrohren. Sofern dies wünschenswert erscheint, kann
der äußere Blechmantel des Rohres gefalzt sein.
Claims (5)
1. Vorrichtung zur Herstellung schraubenlinienförmig gerillter biegsamer Rohre aus
Papier und/oder Blech, bei der ein von innen auf die Rohrwandung wirkender Gewindedorn und
mehrere von außen auf die Rohrwandung einwirkende gerillte Rollen zusammenwirken, dadurch
gekennzeichnet, daß die mit der gleichen Drehzahl wie der Gewindedorn (15) im Rohr (3)
umlaufenden Rollen (32, 42) mit ihrem gerillten Teil (32) das gewickelte Rohr über dem Gewindedorn
(15) vorformen und mit ihrem an den gerillten Teil (32) anschließenden glatten Teil
(42) im Zusammenwirken mit einem weiteren, in Richtung des Vorschubes glatten Dorn (41) das
Rohr fertigformen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Dorn (41), über dem das
Rohr fertiggeformt wird, an der Seite, von der das Rohr auf ihn aufläuft, schwach konisch ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Achszapfen (36)
der umlaufenden Rollen (32, 42) exzentrisch mit zylindrischen Bolzen (38) verbunden sind, die
Zahnräder (39) tragen, die in einen Zahnkranz (40) eingreifen.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Gewindedorn
(15) zwei- oder mehrgängig ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, in der das Rohr in unmittelbar aufeinanderfolgenden
Arbeitsgängen aus Papier und/oder Blechstreifen gewickelt und mit schraubenlinienförmig«!
Rillen versehen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der in Vorschubrichtung glatte,
gegebenenfalls schwach konische Dorn (41) an einer Welle (43) befestigt ist, die mit der gleichen
Drehzahl umläuft wie der Wickeldorn (4).
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 140 239, 329 446,
756;
britische Patentschrift Nr. 593 451; USA.-Patentschrift Nr. 2 508 798.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1001582B true DE1001582B (de) | 1957-01-24 |
Family
ID=588567
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT1001582D Pending DE1001582B (de) | Vorrichtung zur Herstellung schraubenförmig gerillter Rohre |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1001582B (de) |
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4120323A (en) | 1974-05-20 | 1978-10-17 | Saul Franz J | Polygonally wrapped sleeve, and methods and devices for making same |
| EP0004338A1 (de) * | 1978-03-22 | 1979-10-03 | Lothar Zwilling | Vorrichtung zur Herstellung einer Spreizwalze aus Metall |
| FR2827531A1 (fr) * | 2001-07-19 | 2003-01-24 | Qualetude | Procede et dispositif de fabrication en continu d'un tuyau flexible metallique et moyen de formage pour ladite fabrication |
| WO2007048498A1 (de) | 2005-10-28 | 2007-05-03 | Novelis Deutschland Gmbh | Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines wickelrohres |
-
0
- DE DENDAT1001582D patent/DE1001582B/de active Pending
Cited By (6)
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|---|---|---|---|---|
| US4120323A (en) | 1974-05-20 | 1978-10-17 | Saul Franz J | Polygonally wrapped sleeve, and methods and devices for making same |
| EP0004338A1 (de) * | 1978-03-22 | 1979-10-03 | Lothar Zwilling | Vorrichtung zur Herstellung einer Spreizwalze aus Metall |
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| WO2007048498A1 (de) | 2005-10-28 | 2007-05-03 | Novelis Deutschland Gmbh | Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines wickelrohres |
| DE102005051788B3 (de) * | 2005-10-28 | 2007-05-16 | Novelis Deutschland Gmbh | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Wickelrohres |
| US8236120B2 (en) | 2005-10-28 | 2012-08-07 | Novelis Deutschland Gmbh | Method and apparatus for manufacturing a wrap-around tube |
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