DE10015495C1 - Bolzenauslasseinrichtung - Google Patents
BolzenauslasseinrichtungInfo
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Abstract
Die Erfindung bezieht sich auf eine Bolzenauslassvorrichtung 15 zur Zuführung von hintereinander angeordneten Bolzen 10 oder Stiften mittels Blasluft durch einen Kanal 20 zu einem Bolzenschweißgerät. Endseitig des Kanals 20 ist ein mechanisches Sperrelement 2 angeordnet, welches in Sperrstellung S in den Austrittsbereich des Kanals 20 ragt und in offener Stellung O den Kanal 20 freigibt. Das mechanische Sperrelement 2 ist durch Befestigen bzw. Lösen eines Verbindungsstücks 3 an der bzw. von der Bolzenauslasseinrichtung 15 aus der Offenstellung O in die Sperrstellung S und umgekehrt überführbar.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Bolzenauslasseinrichtung zur Zuführung von
hintereinander angeordneten Bolzen oder Stiften mittels Blasluft durch einen
Kanal zu einem Bolzenschweißgerät.
Als allgemein bekannter Stand der Technik sind derartige Bolzenauslasseinrich
tungen bekannt (EP 0 406 645 B1). Diese können mit Sortiereinrichtungen ver
sehen sein, welche jedoch teilweise so gestaltet sind, dass eine Gefährdung des
Bedienpersonals vorliegt; sie sind außerdem nicht CE-konform.
Bei einer Zuführeinheit bzw. Einrichtung der vorgenannten Art liegt beispiels
weise immer dann eine Gefahrensituation vor, wenn ein Zuführschlauch oder
eine Ausführbuchse aus einer Montagebohrung der Bolzenauslasseinrichtung
entfernt und anschließend ein Bolzenfördervorgang absichtlich oder unabsicht
lich ausgelöst wird. Der auf direktem Wege herausfliegende Schweißbolzen kann
durch seine hohe kinetische Energie zu erheblichen körperlichen Schäden, vor
rangig Augenverletzungen, führen.
Es ist eine Bolzenzuführvorrichtung für ein Bolzenschweißgerät bekannt (DE 195 32 937 C1),
bei welcher ein eine Zuführeinheit und die Bolzenzuführvorrichtung
verbindendes Element Anwendung findet, welches im Wesentlichen
über seine gesamte Länge elektrisch leitende Mittel in Form beispielsweise eines
Drahtgeflechts aufweist, welches mit Kupplungselementen elektrisch leitend
verbunden ist. Es soll hierdurch eine Gefährdung von Bedienungspersonen auch
dann ausgeschlossen werden, wenn ein Schlauch bzw. das Verbindungselement
nicht angeschlossen beschädigt vollkommen zerstört ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt entsprechend die Aufgabe zugrunde, eine ein
fach gestaltete mechanische Konstruktion zu schaffen, welche die vorgenannte
Gefahrenquelle effektiv ausschließt.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass endseitig des Kanals
ein mechanisches Sperrelement angeordnet ist, welches in Sperrstellung in den
Austrittsbereich des Kanals ragt und in Offenstellung den Kanal freigibt und dass
das mechanische Sperrelement durch Befestigen eines Verbindungsstücks an der
Bolzenauslasseinrichtung aus der Sperrstellung in die Offenstellung und durch Lösen
des Verbindungsstücks von der Bolzenauslasseinrichtung aus der Offenstellung
in die Sperrstellung überführbar ist.
Hierdurch wird auf einfache Weise eine mechanische Auslasssperre geschaffen,
welche dann zum Tragen kommt, wenn der Kanal endseitig freiliegt. Zwar kann
nach erfolgtem Aufprall des Schweißbolzens auf das Sperrelement, bedingt
durch die Blasluft, der Bolzen noch aus dem Kanal heraustreten, wobei jedoch
die kinetische Energie soweit abgebaut worden ist, dass eine Verletzungsgefahr
nicht mehr besteht. Vorteilhafterweise ist es mit der erfindungsgemäßen Kon
struktion auch möglich, bereits vorhandene Bolzenauslasseinrichtungen damit
nachzurüsten.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist bei einer Auslasseinrichtung, bei
welcher eine Abführbuchse oder ein Zuführschlauch als Verbindungsstück vor
gesehen ist, ein Lagerelement vorhanden, an welchem das Sperrelement
schwenkbar befestigt ist.
Dieses Lagerelement kann eine zum Kanal koaxiale Montageausnehmung auf
weisen, in welche die Abführbuchse oder der Zuführschlauch unter Überführen
des Sperrelements von der Sperrstellung in die Offenstellung einsteckbar sind.
Hierdurch wird eine automatisch wirkende mechanisch ausgebildete Ausblas
sperre geschaffen.
Das Sperrelement kann beispielsweise als Schenkel- oder als Blattfeder ausgebil
det sein, wobei vorteilhafterweise die Feder in Sperrstellung in einen Winkel
zwischen 25° und 35° zur Vertikalen in die Montageausnehmung ragt.
Um auch kleine Schweißbolzen sicher an einem gefährlichen Herausschießen zu
hindern, besteht die Möglichkeit, dass der in die Montageausnehmung hineinra
gende Teil der Feder mit einem Zusatzteil verbindbar ist, welches beispielsweise
als Blechschuh gestaltet sein kann. Durch diesen Blechschuh können auch klei
nere Schweißbolzen funktionssicher abgefangen werden.
Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten
Ausführungsbeispiels näher beschrieben. In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht der Bolzenauslasseinrichtung mit
Sperrelement in Sperrstellung, im Mittelschnitt;
Fig. 2 eine Vorderansicht der Ausführungsform nach Fig. 1;
Fig. 3 eine Darstellung analog der nach Fig. 1, bei welcher sich das Sperr
element in Offenstellung O befindet.
In Fig. 1 ist ein schematischer Seitenansicht im Mittelschnitt einer Bolzenaus
lasseinrichtung 15 dargestellt, welche zur Zuführung von hintereinander ange
ordneten Bolzen 10 oder Stiften mittels Blasluft durch einen Kanal 20 zu einem
nicht näher dargestellten Bolzenschweißgerät dient. Wie ersichtlich, ist vorder
seitig der Bolzenauslasseinrichtung 15 ein Lagerelement 30 befestigt, an wel
chem ein Sperrelement 2 schwenkbar gelagert ist. Dieses Sperrelement 2 kann
aus der in Fig. 1 dargestellten Sperrstellung 5 in die in Fig. 3 dargestellte Offen
stellung O und umgekehrt überführt werden.
In Sperrstellung 5 gemäß Fig. 1 ragt ein Teil des Sperrelements 2 in den Aus
trittsbereich des Kanals 20, während gemäß Fig. 3 in Offenstellung O der ent
sprechende Teil des Sperrelements 2 den Kanal 20 freigibt.
Das Sperrelement 2 kann als Feder 22 ausgebildet sein, beispielsweise als
Schenkel- oder Blattfeder. Diese Feder 22 ist vorzugsweise stirnseitig des Lager
elements 30 an einem Halter 1 befestigt, und zwar beispielsweise über eine La
gerstelle 23.
Das Lagerelement 30 weist eine Aufnahmenut 5 zum Einlagern des Sperrele
ments 2 in der Offenstellung O nach Fig. 3 auf.
Das Lagerelement 30 ist mit einer zum Kanal 20 koaxialen Montageausnehmung
4 ausgestattet, in welche nach Fig. 3 die Abführbuchse 3 oder ein nicht näher
dargestellter Zuführschlauch einsteckbar ist und zwar unter Überführen des
Sperrelements 2 von der Sperrstellung S entsprechend Fig. 1 in die Offenstellung
O, entsprechend Fig. 3. Hierbei wird beim Einsetzen der Abführbuchse 3 der
entsprechende Teil der Feder 22 aus der Position nach Fig. 1 in die Position nach
Fig. 3 zurückgedrückt und lagert sich damit in der Aufnahmenut 5 ein.
Aus Fig. 1 geht hervor, dass die Feder 22 vorzugsweise in Sperrstellung S in
einem Winkel zwischen 25° und 35° zur Lotrechten in die Montageausnehmung 4
ragt. Damit wird ein Bolzen 10 beim absichtlich oder unabsichtlich ausgelösten
Bolzenfördervorgang so gebremst, dass die hohe kinetische Energie entsprechend
abgebaut wird und keine Verletzungsgefahr mehr besteht.
Die Geometrie des die Sperrung eines Bolzens bewirkenden Teils der Feder 22
ist so gewählt, dass auch kleine Schweißbolzen nicht auf direktem Weg aus der
Bolzenauslasseinrichtung 15 herausfliegen können. Es besteht jedoch erfin
dungsgemäß auch die Möglichkeit, dass der in die Montageausnehmung 4 hin
einragende Teil der Feder 22 mit einem nicht näher dargestellten aufsteckbaren
Blechschuh versehen wird, welcher entsprechend auf den Durchmesser der klei
nen Schweißbolzen abgestellt ist.
Beim Herausziehen der Abführbuchse 3 oder des Zuführschlauchs aus der
Montageausnehmung 4 schwenkt der die Sperrstellung bewirkende Teil der Fe
der 22 aus der Position gemäß Fig. 3 in die Position nach Fig. 1 oder 2 und be
wirkt damit in dieser Sperrstellung S auf einfache und funktionssichere Weise
eine mechanische Ausblassperre. Der Ausblasweg des Schweißbolzens 10 aus
dem Kanal 20 wird damit funktionssicher versperrt.
Durch die einfache mechanische Gestaltung der Erfindung ist auch eine Nachrü
stung beispielsweise bei einem Rotorvereinzler oder bei anderen bereits in der
Praxis befindlichen Geräten bei geringem Kostenaufwand möglich.
Claims (11)
1. Bolzenauslasseinrichtung (15) zur Zuführung von hintereinander angeord
neten Bolzen (10) oder Stiften mittels Blasluft durch einen Kanal (20) zu
einem Bolzenschweißgerät, dadurch gekennzeichnet, dass endseitig des
Kanals (20) ein mechanisches Sperrelement (2) angeordnet ist, welches in
Sperrstellung (S) in den Austrittsbereich des Kanals (20) ragt und in Offen
stellung (O) den Kanal (20) freigibt
und dass das mechanische Sperrelement (2) durch Befestigen eines Ver bindungsstücks an der Bolzenauslasseinrichtung (15) aus der Sperrstel lung (S) in die Offenstellung (O) und durch Lösen des Verbindungsstücks von der Bolzenauslasseinrichtung (15) aus der Offenstellung (O) in die Sperrstellung (S) überführbar ist.
und dass das mechanische Sperrelement (2) durch Befestigen eines Ver bindungsstücks an der Bolzenauslasseinrichtung (15) aus der Sperrstel lung (S) in die Offenstellung (O) und durch Lösen des Verbindungsstücks von der Bolzenauslasseinrichtung (15) aus der Offenstellung (O) in die Sperrstellung (S) überführbar ist.
2. Bolzenauslasseinrichtung nach Anspruch 1, wobei eine Abführbuchse (3)
oder ein Zuführschlauch als Verbindungsstück vorgesehen ist, dadurch ge
kennzeichnet, dass der Bolzenauslasseinrichtung (15) ein Lagerelement
(30) zugeordnet ist, an welchem das Sperrelement (2) schwenkbar befestigt
ist.
3. Bolzenauslasseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeich
net, dass das Lagerelement (30) eine zum Kanal (20) koaxiale Montageaus
nehmung (4) aufweist, in welche die Abführbuchse (3) oder der Zuführ
schlauch unter Überführen des Sperrelements (2) von der Sperrstellung (S)
in die Offenstellung (O) einsteckbar sind.
4. Bolzenauslasseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
das Lagerelement (30) eine Aufnahmenut (5) zum Aufnehmen des Sperr
elements (2) in der Offenstellung (O) aufweist.
5. Bolzenauslasseinrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (2) als Feder,
(22) ausgebildet ist, welche sich bei freier Montageausnehmnung (4)
selbsttätig aus der Offenstellung (O) in die Sperrstellung (S) bewegt.
6. Bolzenauslasseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass
die Feder (22) als Schenkel- oder als Blattfeder ausgebildet ist.
7. Bolzenauslasseinrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Feder (22) stirnseitig des Lagerelements (30) an einem
Halter (1) befestigt ist.
8. Bolzenauslasseinrichtung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch Befes
tigung der Feder (22) über eine Lagerstelle (23) an dem Halter (1).
9. Bolzenauslasseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 5 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (22) in Sperrstellung (S) in einem
Winkel zwischen 25° und 35° zur Lotrechten in die Montageausnehmung
(4) ragt.
10. Bolzenauslasseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass
der in die Montageausnehmung (4) hineinragende Teil der Feder (22) mit
einem Zusatzteil verbindbar ist.
11. Bolzenauslasseinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
dass das Zusatzteil ein auf den Teil der Feder (22) aufsteckbarer Blech
schuh zum Sperren kleiner Schweißbolzen ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE20023834U DE20023834U1 (de) | 2000-03-29 | 2000-03-29 | Bolzenauslasseinrichtung |
| DE2000115495 DE10015495C1 (de) | 2000-03-29 | 2000-03-29 | Bolzenauslasseinrichtung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000115495 DE10015495C1 (de) | 2000-03-29 | 2000-03-29 | Bolzenauslasseinrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10015495C1 true DE10015495C1 (de) | 2001-10-11 |
Family
ID=7636770
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2000115495 Withdrawn - After Issue DE10015495C1 (de) | 2000-03-29 | 2000-03-29 | Bolzenauslasseinrichtung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10015495C1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102004040846A1 (de) * | 2004-08-23 | 2006-03-02 | Newfrey Llc, Newark | Schweißvorrichtung |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0406645B1 (de) * | 1989-07-07 | 1993-04-28 | TRW Nelson Bolzenschweiss-Technik GmbH | Vorrichtung zur Einzelzuführung von hintereinander zwischen Führungsschienen angeordneten Bolzen und/oder Stiften |
| DE19532937C1 (de) * | 1995-09-06 | 1996-11-21 | Trw Nelson Bolzenschweisstechn | Vorrichtung zum Zuführen von zu verarbeitenden Kleinteilen zu einem Verarbeitungsgerät, insbesondere Bolzenzuführvorrichtung für ein Bolzenschweißgerät |
-
2000
- 2000-03-29 DE DE2000115495 patent/DE10015495C1/de not_active Withdrawn - After Issue
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| DE102004040846A1 (de) * | 2004-08-23 | 2006-03-02 | Newfrey Llc, Newark | Schweißvorrichtung |
| GB2417451B (en) * | 2004-08-23 | 2010-04-28 | Newfrey Llc | Welding device |
| DE102004040846B4 (de) * | 2004-08-23 | 2017-08-03 | Newfrey Llc | Schweißvorrichtung |
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