DE10014701A1 - Spannvorrichtung für Endlostreibelemente - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung für Endlostreiberelemente, wie Ketten, Zahnriemen etc., mit einem durch eine Feder vorgespannten Spannkolben und einer Hydraulikeinrichtung, die zusätzlich eine Hydraulikspannkraft auf den Spannkolben aufbringt. Die Spannvorrichtung soll hinsichtlich der aufgebrachten Hydraulikspannkraft verbessert werden. Hierzu ist die Hydraulikeinrichtung gleichzeitig mit der Federseite und der Spannseite des Spannkolbens wirkverbunden, wobei sich die Hydraulikspannkraft aus einer Differenz von Federseitenhydraulikkraft und Spannseitenhydraulikkraft ergibt.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Spannvorrichtung für Endlostreibelemente, wie Ket
ten, Zahnriemen etc., mit einem durch eine Feder vorgespannten Spannkolben und einer
Hydraulikeinrichtung, die zusätzlich eine Hydraulikspannkraft auf den Spannkolben auf
bringt.
Derartige Spannvorrichtungen, wie sie z. B. bei Kettensteuertrieben an Verbrennungsmoto
ren eingesetzt werden, sind weitverbreitet im Einsatz. Üblicherweise ist der Spannkolben in
einem Gehäuse angeordnet, wobei die Rückseite bzw. die Unterseite des Spannkolbens
einem Ölraum zugeordnet ist, der an eine Ölhydraulik, z. B. einen Motorölkreislauf, ange
schlossen ist. In vielen Fällen ist der Spannkolben als hohlzylindrischer Kolben ausgebildet
und er wird mittels einer in dem Ölraum angeordneten Druckfeder vorgespannt. Auch der
Hydraulikdruck in der Ölkammer sorgt für eine bestimmte zusätzliche Hydraulikspannkraft,
die mit der Federkraft zusammenwirkt. Dem Öleinlaß ist ein Rückschlagventil zugeordnet,
so daß sich auch bei starken Spannstößen eine Dämpfungswirkung durch die Ölhydraulik
einstellt. Geeignete Leckspalte können hierbei die Drosselwirkung unterstützen.
Insbesondere bei schnell laufenden Endlostreibelementen, insbesondere Nockenwellenket
tentrieb eines Verbrennungsmotors, erfolgt ein komplexes Zusammenspiel der Federwir
kung und Hydraulikwirkung, insbesondere aufgrund des Schwingverhaltens des gesamten
Vorspannsystems. Insbesondere bei Hydraulikeinrichtungen, z. B. Motorölkreislauf bei Ver
brennungsmotoren, die u. U. in Abhängigkeit von der Motordrehzahl unterschiedliche Hy
draulikdrücke bereitstellen, muß mit diesen vorgegebenen Werten ein geeignetes Spann
system geschaffen werden. Aus diesem Grunde besteht eine gewisse Abhängigkeit insbe
sondere hinsichtlich der Hydraulikspannkraft aufgrund dieser vorgegebenen Druckwerte.
Des weiteren ist zu beachten, daß eine Veränderung der Hydraulikspannkraft nicht
zwangsläufig Einfluß auf die Federvorspannkraft nehmen soll. Zumindest soll dieser Einfluß
so klein wie möglich sein.
Aus der EP 069 7504 B1 ist z. B. eine nach zwei Seiten wirkende Spannvorrichtung be
kannt, die als Kernstück einen Spannkolben mit Federbeaufschlagung und Ölhydraulik
aufweist. Dieser ist wiederum in einem Gehäuse geführt, das selbst den gegenläufig arbei
tenden anderen Spannkolben bildet. Durch ein relativ kompliziertes Hydraulikkolbensystem
kann die Spannvorrichtung in verschiedene Arbeitspositionen gefahren werden, in denen
sie dann wiederum als herkömmliche Spannvorrichtung arbeitet. Durch diese verschiede
nen Arbeitsstellungen werden die Nockenwellen dieses Nockenwellentriebs relativ zuein
ander verstellt, so daß unterschiedliche Öffnungszeiten für die Ventile zur Anpassung an
bestimmte Lastverhältnisse gegeben sind. Eine der hierbei verwendeten Zwischenkolben
ist von der einen in die andere Arbeitsstellung durch Hydraulikdruckbeaufschlagung von
der einen oder anderen Seite verfahrbar.
Es ist nunmehr die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Spannvorrichtung der ein
gangs genannten Art hinsichtlich der wirkenden Hydraulikspannkraft zu verbessern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Hydraulikeinrichtung gleich
zeitig mit der Federseite und mit der Spannseite des Spannkolbens wirksam verbunden ist
und sich die Hydraulikspannkraft aus einer Differenz von Federseitenhydraulikkraft und
Spannseitenhydraulikkraft ergibt. Das bedeutet nunmehr, daß aufgrund der unterschiedlich
wirkenden Kräfte auf der einen Seite des Spannkolbens und auf der anderen Seite des
Spannkolbens eine Hydraulikspannkraft erzeugt werden kann, die u. U. beträchtlich von ih
rem Wert her unter den sonst üblichen Hydraulikspannkräften liegt. Dies ergibt sich
zwangsläufig aus der Differenzbildung der beiden gegeneinander wirkenden Hydraulikkräf
te an der Federseite und an der Spannseite des Spannkolbens. Daraus ergibt sich auch,
daß bei entsprechender Ansteuerung sich die durch die Differenz gebildete Hydrau
likspannkraft über einen vorgegebenen Bereich einstellen läßt. Allerdings entfaltet die Er
findung ihre Wirkung schon zu einem beträchtlichen Teil, wenn lediglich eine Absenkung
der Hydraulikspannkraft aufgrund der Größenverhältnisse erfolgt, ohne daß ein von der
Hydraulikeinrichtung vorgegebener Hydraulikdruck zusätzlich beeinflußt wird. Dies ist z. B.
der Fall, wenn eine Motorhydraulik den Hydraulikdruck, wenn auch lastabhängig, vorgibt.
Zu unterscheiden ist die vorliegende Erfindung von Maßnahmen, die zur reinen Drosselung
und damit Einflußnahme der Dämpfungswirkung des Spannsystems vorgenommen wer
den. Die Erfindung möchte hauptsächlich Einfluß auf die Hydraulikspannkraft unter weitest
gehend möglichem Ausschluß auf die Dämpfungswirkung aufgrund von Leckagespalten
und ähnlichem nehmen. Daß sich das gesamte Schwingungsverhalten aufgrund der redu
zierten Hydraulikspannkraft verändert, ist zwangsläufig. Jedoch soll die Hydraulikspannkraft
ihre Spannwirkung mit entfalten können im Arbeitspunkt der Spannvorrichtung. Verfehlt wä
re daher ein Vergleich mit zweiseitig mit einer Hydraulikkraft beaufschlagbaren Kolben, die
jedoch in der Arbeitsstellung jeweils nur auf Anschlag gefahren sind und eine fest vorgege
bene Position definieren (siehe z. B. EP 0 697 504 B1).
Von Vorteil ist eine Ausführungsform, bei der die Hydraulikeinrichtung auf der Federseite
und auf der Spannseite einen Hydraulikdruck von im wesentlichen gleicher Höhe erzeugt
und die wirksame Fläche der Federseite und die wirksame Fläche der Spannseite unter
schiedlich groß sind. Jedoch werden nicht unnötig komplizierte Hydraulikeinrichtungen be
nötigt. Bei Verbrennungsmotoren ist ohne großen Aufwand ein üblicher Anschluß an die
Motorhydraulik ausreichend. Die Differenz wird durch den Unterschied der Fläche der Fe
derseite und der Fläche der Spannseite festgelegt. Unter dem Begriff "wirksame Fläche"
wird die jeweils für die Berechnung der Hydraulikkraft maßgebliche Fläche der Federseite
oder der Spannseite verstanden. Die Differenz ergibt sich somit aufgrund einfacher geome
trischer Verhältnisse. Dies stellt zugleich sicher, daß sich die Hydraulikspannkraft in Ab
hängigkeit des anliegenden Hydraulikdrucks und der Flächendifferenz einstellt.
Des weiteren kann vorgesehen sein, daß die Hydraulikeinrichtung mit der Federseite oder
der Spannseite unmittelbar wirkverbunden ist und mit der jeweils anderen Seite über min
destens eine Verbindungsöffnung im Spannkolben indirekt wirkverbunden ist. Hierdurch ist
nur noch ein einziger Hydraulikanschluß der Hydraulikeinrichtung erforderlich. Auf beiden
Seiten des Spannkolbens herrscht nunmehr der gleiche Hydraulikdruck, da das gesamte
Flüssigkeitsvolumen miteinander (und im wesentlichen ungedrosselt) in Verbindung steht.
Das Produkt der Flächendifferenz und des Hydraulikdruckes ergibt dann die resultierende
Hydraulikspannkraft. Aufgrund der frei wählbaren Flächendifferenzen können sich somit in
nerhalb eines bestimmten Bereichs zahlreich unterschiedliche Hydraulikspannkräfte erzeu
gen. Diese können zum Teil beträchtlich unterhalb der Kräfte sonst üblicher Spannvorrich
tungen gleicher Baugröße und Hydraulikeinrichtungen liegen.
In einer günstigen Konstruktionsvariante ist vorgesehen, daß der Federseite eine erste
Druckkammer und der Spannseite eine zweite Druckkammer zugeordnet ist.
Günstigerweise kann ein Flüssigkeitseinlaß der Hydraulikeinrichtung in die erste Druck
kammer münden. Bei der ersten Druckkammer handelt es sich meistens auch um die Be
festigungsseite der Spannvorrichtung, da diese Druckkammer der Federseite des Spann
kolbens zugeordnet ist.
Des weiteren kann in dem Flüssigkeitseinlaß ein Rückschlagventil angeordnet sein, das ei
nen Rückfluß aus der ersten Druckkammer verhindert. Ein Rückschlagventil ist eine der
einfachsten Möglichkeiten für eine gute Dämpfungswirkung des Hydraulik-Federsystems zu
sorgen. Oberhalb einer vorgegebenen Öffnungskraft des Rückschlagventils kann ungehin
dert Hydraulikflüssigkeit in die erste Druckkammer einströmen. Jedoch schließt sich das
Rückschlagventil sofort beim Einfahren des Spannkolbens, wodurch sich die Dämpfungs
wirkung entfaltet.
Damit möglichst rasche und ausreichend große Nachstellkräfte sowie Federvorspannkräfte
erzielbar sind, kann die Feder eine Schraubendruckfeder sein, die in der ersten Druck
kammer angeordnet ist.
Bevorzugt kann die wirksame Fläche der Federseite größer sein als die wirksame Fläche
der Spannseite. Dies ist in den meisten Fällen schon deshalb sinnvoll, weil die Vorspan
nung, die auf das Endlostreibelement ausgeübt wird, in gleicher Richtung wie die Federkraft
wirkt.
Hierzu kann auf der Spannseite ein Spannstößel angeordnet sein, der sich aus der zweiten
Druckkammer nach draußen erstreckt. Dieser Spannstößel sorgt dann durch eventuelles
Zwischenschalten zusätzlicher Spannelemente (z. B. Spannschiene) für das eigentliche
Vorspannen des Endlostreibelements. Gleichzeitig spart der Spannstößel einen Teil der
wirksamen Fläche der Spannseite aus, so daß bei gleichem Außenquerschnitt von Feder
seite und Spannseite eine unterschiedlich wirksame Fläche entsteht.
In einer günstigen Ausgestaltung ist die wirksame Fläche der Spannseite als Ringfläche
ausgebildet, die den Spannstößel koaxial umgibt. Hierdurch wirkt auch die Hydraulikkraft an
der Spannseite symmetrisch zu einer Hauptachse der Spannvorrichtung.
Darüber hinaus kann der Spannkolben einen hohlzylindrischen Abschnitt umfassen, der ein
offenes Stirnende aufweist, in das die Feder eingeführt ist. Die Feder ist demnach über ih
ren Hauptbereich innerhalb des Spannkolbens geführt und kann nicht wegknicken. Dies
eröffnet auch die Möglichkeit, den Spannkolben über einen sehr langen Bereich mit einer
Führungsfläche zusammenwirken zu lassen.
Nach einer weiteren Ausgestaltung ist vorgesehen, daß der der Spannseite zugeordnete
Endbereich des hohlzylindrischen Abschnitts einen kleineren Außendurchmesser als der
angrenzende Bereich des hohlzylindrischen Abschnitts aufweist und in diesem Endbereich
sich im wesentlichen radial erstreckende Bohrungen als Verbindungsöffnung zwischen er
ster und zweiter Druckkammer angeordnet sind. Die Bohrungen sind demnach an einem
Abschnitt angeordnet, der im wesentlichen keinen Einfluß auf die wirksame Fläche der
Spannseite bzw. der Federseite nimmt. Der zwischen dem Endabschnitt und einem even
tuell vorhandenen Gehäuse gebildete Spalt sorgt dann für einen möglichst ungedrosselten
Übergang. Allerdings wirken sich Druckstöße in axialer Richtung anders aus als bei
achsparallel angeordneten Bohrungen.
Generell sei angemerkt, daß der Gesamtströmungsquerschnitt der die Federseite mit der
Spannseite verbindenden Verbindungsöffnung bzw. Öffnungen so gewählt ist, daß sich,
wenn überhaupt, nur eine geringe Beeinflussung der Dämpfungswirkung des Systems er
gibt. Hauptsächlich dient diese Verbindung zur Erzeugung eines gleich hohen Druckes auf
beiden Seiten der Spannkolbens, so daß die Differenzwirkung der Hydraulikkräfte maßge
bend ist.
Im folgenden wird ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung anhand einer Zeich
nung erläutert.
Die einzige Figur zeigt einen erfindungsgemäßen Kettenspanner im Vollschnitt.
Der in der Figur dargestellte Kettenspanner 1 hat eine Spannwirkung, die in Richtung A
ausgeübt wird. In einem zylinderrohrförmigen Gehäuse 2 ist ein axial verschiebbar geführ
ter Spannkolben 3 angeordnet. Das hintere Ende 4 des Gehäuses 2 weist eine Öffnung 5
auf, in die eine Einlaßeinheit 6 mit Rückschlagventil 7 angeordnet ist. Das Rückschlagventil
7 ermöglicht das Einströmen von Hydraulikflüssigkeit, verhindert aber dessen Herausströ
men aus dem Gehäuse 2. Die Einlaßeinheit 6 ist z. B. an den Motorhydraulikkreislauf eines
Verbrennungsmotors angeschlossen und sorgt somit für einen entsprechenden Ölzufluß.
Hierzu ist die Einlaßeinheit 6 ausreichend stabil in der Öffnung verankert.
Das vordere Ende 8 des Gehäuses ist mit einem Stopfen 9 versehen, der einen Anschlag
flansch 10 umfaßt, der bündig an der Stirnseite des Gehäuses 2 anliegt. Der Stopfen 9
weist eine Zylinderbohrung 11 auf, durch die sich ein zylindrischer Spannstößel 12, der
Bestandteil des Spannkolbens 3 ist, erstreckt. Die Stirnfläche 13 des Spannstößels 12
kommt mit einem geeigneten Spannelement z. B. einer Spannschiene, in Berührung, die
wiederum auf die nicht dargestellte Kette drückt.
Durch den Spannkolben 3 ist nunmehr im Innern des Gehäuses 2 eine erste Druckkammer
14, die unmittelbar mit der Einlaßeinheit 6 in Verbindung steht, und eine zweite Druckkam
mer 15 gebildet. Ein Hauptvolumen der ersten Druckkammer 14 entsteht durch einen
hohlzylindrischen Abschnitt 16 des Spannkolbens 3. In der zylindrischen Bohrung 17, die
koaxial in dem hohlzylindrischen Abschnitt 16 angeordnet ist, ist eine lediglich schematisch
dargestellte Schraubendruckfeder 18 angeordnet, die für eine Federvorspannkraft in Rich
tung A sorgt. Die Feder stützt sich an einem Ende auf der Einlaßeinheit 6 und mit ihrem an
deren Ende an dem Kopf 19 eines Kunststoffstößels 20 ab. Der Kopf 19 weist eine kugel
abschnittsförmige Stirnfläche 21 auf, mit der er sich an der kegelförmigen, geschlossenen
Grundfläche der zylindrischen Bohrung 17 abstützt. Hierdurch erhält die Druckfeder 18 eine
saubere Abstützung innerhalb der zylindrischen Bohrung 17.
Der hohlzylindrische Abschnitt 16 ist über einen Großteil seiner Länge im wesentlichen
paßgenau in das Gehäuse 2 eingefügt. Lediglich ein für die Verschiebung notwendiges
Spiel wird eingehalten. Durch entsprechende Maßnahmen kann auch die Drosselwirkung
beeinflußt werden.
An seinem hinteren Endbereich 22 und seinem vorderen Endbereich 23 ist der hohlzylindri
sche Abschnitt 16 jeweils in seinem Durchmesser reduziert, so daß sich ein ringförmiger
Spalt 24 und ein ringförmiger Spalt 25 ausbildet. Im Bereich des ringförmigen Spalts 25
sind mehrere radial verlaufende, zylindrische Bohrungen 26 vorgesehen, die die erste
Druckkammer 14 mit der zweiten Druckkammer 15 verbinden. Jeweils der Gesamtströ
mungsquerschnitt der Bohrung 26 und des Ringspalts 25 sind so gewählt, daß möglichst
ohne Drosselwirkung in der ersten und in der zweiten Druckkammer der gleiche Hydraulik
druck vorliegt (diese Überlegungen gelten zumindest für eine statische Druckbeaufschla
gung; bei bestimmten Schwingungszuständen könnten sich, bislang noch nicht nachgewie
sene zusätzliche Wirkungen einstellen).
Der Spannkolben 3 weist nunmehr eine der ersten Druckkammer 14 zugewandte Federsei
te 27 auf, deren wirksame Fläche im wesentlichen dem gesamten vom Außenumfang des
hohlzylindrischen Abschnitts 16 umgebenden Kreisquerschnitts entspricht. Dabei finden
alle Flächenabschnitte Berücksichtigung, die sich schräg zur Hauptachse B erstrecken
(zumindest mit ihrem senkrecht zur Achse B verlaufenden Anteil).
Die wirksame Fläche der Spannseite 28, die der zweiten Druckkammer 15 zugewandt ist,
ist um den Querschnitt des Spannstößels 12 gegenüber der Fläche der Federseite 27 re
duziert. Die wirksame Fläche der Spannseite 48 kann somit als Kreisringfläche bezeichnet
werden.
Das bedeutet, daß bei Vorliegen eines gleichen Drucks in der ersten und in der zweiten
Druckkammer 14, 15 die in Richtung A wirkende Hydraulikvorspannkraft sich aus dem Pro
dukt von dem vorliegenden Druck und der Differenz der wirksamen Fläche der Federseite
27 und der Spannseite 28 ergibt. Bei bislang verwendeten Kettenspannern errechnete sich
die Hydraulikspannkraft immer aus dem Produkt der wirksamen Federseite und dem Druck.
Durch die erfindungsgemäße Ausgestaltung läßt sich demnach die Hydraulikvorspannkraft
ausgehend von diesem Maximalwert in Abhängigkeit der wirksamen Fläche der Spannseite
28 reduzieren. Daraus folgt, daß bei ansonstiger Beibehaltung gleicher Baugrößen und
Einbau in denselben Hydraulikkreislauf sich die Hydraulikvorspannkraft gegenüber einem
bekannten Kettenspanner zum Teil erheblich reduzieren läßt. In Abhängigkeit von dem ge
wählten Querschnitt des Spannstößels 12 lassen sich die unterschiedlichsten Vorgaben
treffen. Ein Vorteil besteht darin, daß die Federspannkraft gegenüber bislang verwendeten
Kettenspannern nicht verändert werden muß. Mit dieser Maßnahme wird hauptsächlich
Einfluß auf die Hydraulikvorspannkraft genommen, was selbstverständlich Einfluß auf das
gesamte Schwingverhalten der Spannvorrichtung nimmt.
Durch die ständige Verbindung der ersten und zweiten Druckkammer 14 und 15 über die
Bohrungen 26 und dem Spalt 25 wird durch einfache konstruktive Maßnahme eine zum Teil
erhebliche Reduktion der Hydraulikvorspannkraft im Hinblick auf vergleichbare bekannte
Spannvorrichtungen erzielt. Bislang vorgenommene Reduktionen der Hydraulikvorspann
kraft gingen immer mit einseitiger Reduktion der wirksamen Fläche der Federseite einher,
wodurch auch gleichzeitig die Feder kleiner und die wirksame Federvorspannkraft verän
dert wurde.
Der in der Figur dargestellte Kettenspanner 1 befindet sich in einer weit eingefahrenen
Stellung, so wie sie in aller Regel bei Neueinbau vor Nachlassen der Kettenspannung
durch Verschleiß vorhanden ist. Mit der Zeit wird sich der Spannkolben 3 nach und nach in
Richtung A vorbewegen, bis sich ein maximal zulässiger Verschleiß der Kette eingestellt
hat.
Claims (12)
1. Spannvorrichtung für Endlostreibelemente, wie Ketten, Zahnriemen etc., mit einem
durch eine Feder (18) vorgespannten Spannkolben (3) und einer Hydraulikeinrich
tung, die zusätzlich eine Hydraulikspannkraft auf den Spannkolben (3) aufbringt, da
durch gekennzeichnet, daß die Hydraulikeinrichtung gleichzeitig mit der Federseite
(27) und mit der Spannseite (28) des Spannkolbens (3) wirkverbunden ist und sich
die Hydraulikspannkraft aus einer Differenz von Federseitenhydraulikkraft und
Spannseitenhydraulikkraft ergibt.
2. Spannvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hydrauli
keinrichtung auf der Federseite (27) und auf der Spannseite (28) einen Hydraulik
druck von im wesentlichen gleicher Höhe erzeugt und die wirksame Fläche der Fe
derseite (27) und die wirksame Fläche der Spannseite (28) unterschiedlich groß
sind.
3. Spannvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hydrauli
keinrichtung mit der Federseite (27) oder der Spannseite (28) unmittelbar wirkver
bunden ist und mit der jeweils anderen Seite über mindestens eine Verbindungsöff
nung (26) im Spannkolben (3) indirekt wirkverbunden ist.
4. Spannvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Federseite
(27) eine erste Druckkammer (14) und der Spannseite (28) eine zweite Druckkam
mer (15) zugeordnet ist.
5. Spannvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Flüssig
keitseinlaß (6) der Hydraulikeinrichtung in die erste Druckkammer (14) mündet.
6. Spannvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Flüssig
keitseinlaß (6) ein Rückschlagventil (7) angeordnet ist, das einen Rückfluß aus der
ersten Druckkammer (14) verhindert.
7. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die Feder (18) eine Schraubendruckfeder ist, die in der ersten Druckkammer
(14) angeordnet ist.
8. Spannvorrichtung nach Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die wirk
same Fläche der Federseite (27) größer ist als die wirksame Fläche der Spannseite
(28).
9. Spannvorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß auf der Spannseite (28) ein Spannstößel (12) angeordnet ist, der sich aus der
zweiten Druckkammer (15) nach draußen erstreckt.
10. Spannvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die wirksame
Fläche der Spannseite (28) als Ringfläche ausgestaltet ist, die den Spannstößel (12)
koaxial umgibt.
11. Spannvorrichtung nach Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der
Spannkolben (3) einen hohlzylindrischen Abschnitt (16) umfaßt, der ein offenes Stir
nende aufweist, in das die Feder (18) eingeführt ist.
12. Spannvorrichtung nach Anspruch 11 dadurch gekennzeichnet, daß der der
Spannseite (28) zugeordnete Endbereich (23) des hohlzylindrischen Abschnitts (16)
einen kleineren Außendurchmesser als der angrenzende Bereich des hohlzylindri
schen Abschnitts (16) aufweist und in diesem Endbereich (23) sich im wesentlichen
radial erstreckende Bohrungen (26) als Verbindungsöffnung zwischen erster und
zweiter Druckkammer (14, 15) angeordnet sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000114701 DE10014701A1 (de) | 2000-03-24 | 2000-03-24 | Spannvorrichtung für Endlostreibelemente |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000114701 DE10014701A1 (de) | 2000-03-24 | 2000-03-24 | Spannvorrichtung für Endlostreibelemente |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10014701A1 true DE10014701A1 (de) | 2001-10-04 |
Family
ID=7636218
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE2000114701 Withdrawn DE10014701A1 (de) | 2000-03-24 | 2000-03-24 | Spannvorrichtung für Endlostreibelemente |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |